~Chapter Two~

„Geh runter von mir!", krächzte Grangers Stimme jetzt. Ihre Augen waren so weit aufgerissen, dass Draco in der Lage war, kleine goldene Flecken auf ihrer dunklen Iris zu erkennen.

„Ich bin sowieso fertig.", erwiderte Draco taktlos und hätte sich darauf am liebsten selbst eine Ohrfeige verpasst.

Nicht, dass ihm besonders wichtig war höflich zu sein. Das hätte ihn wahrscheinlich zu viel Energie gekostet. Im Moment litt er an einer akuten post-erregten Lethargie, die ihm jede verbale Auseinandersetzung mit einer zornigen Hermine Granger völlig unmöglich machte.

Vielleicht würde sie ja in Erwägung ziehen, noch einmal für eine oder zwei Stunden weiter zu schlafen?

Sie versteifte sich unter ihm. Es fühlte sich an, als hätte er einen leblosen Dummy unter sich liegen, mit denen sie im sechsten Jahr Wiederbelebungszauber geübt hatten. Die willkommene Behaglichkeit war fort, aber die Hitze war immer noch da. Tatsächlich färbten sich ihre Wagen so tief rot als stände sie kurz davor in Flammen aufzugehen.

„Geh runter. Jetzt.", wiederholte sie ihre Worte diesmal um einiges energischer. Ihr versteinerter Hauselfen-Blick war verschwunden und durch den gewöhnlichen Schulsprecherinnen Blick ersetzt worden.

Draco seufzte. Wahrscheinlich würde sie das nicht.

Ihre Fingernägel hatten sich in seine Schultern gekrallt. Vielleicht hätte er sich darüber beschwert, aber alles, was er zustande brachte, war ein entnervtes Kopfrucken. Bei Circes Nippeln, sie war vielleicht eine Furie, aber sie war ein verflucht guter Fick. Er konnte sich nicht daran erinnern, sich jemals so fertig gefühlt zu haben. Sein Schwanz hatte sich wieder erschlafft, obwohl ihre recht zwecklosen Windungen unter ihm, ein angenehmes Gefühl verursachten. Leise fluchend rollte er schließlich schwer atmend von ihr runter, neben sie auf die Matratze

Er nahm an, er schuldete ihr eine Erklärung. Das einzige Problem war, dass er nahe zu keine Idee hatte, was nach dem Moment, nach dem sie die Abschlussfeier verlassen hatten, bis zu dem Punkt an dem er mit einem fürchtlichen Kater und einer steinharten Erektion aufgewacht war, passiert war. Abgesehen von kurzen bruchstückhaften Erinnerungen, die ihn auf eine ziemlich perfekte Nacht voller Sex schließen ließen, war nichts außer einer riesigen Lücke in seinem alkoholvernebelten Gedächtnis zu finden. Vielleicht hatten all die Nächte, die er mit Goyle und seinen Leuten unterwegs gewesen war um seine körperliche Toleranzgrenze in Verbindung mit Alkohol zu testen, schließlich doch einen Komplettschaden an seinen Gehirnzellen angerichtet.

Draco mochte es gar nicht, sich nicht erinnern zu können. Es beunruhigte ihn.

„Granger, ich nehme nicht an, dass du-"

Er sprach nur noch mit der Luft. Er sah wie ihr bloßes Bein hinter der Badezimmertür verschwand, bevor diese besagte Tür mit einer solchen Wucht zugeschlagen wurde, dass die schrecklichen Vorhänge auf der anderen Seite des Raumes erzitterten Nach wenigen Sekunden öffnete sich die Tür erneut und eine Hand griff hastig nach dem BH, der über dem Türgriff hing. Dann wurde sie genauso laut wieder geschlossen.

Nicht im Geringsten beunruhigt, zog Draco das etwas mitgenommene Laken (ugh… Nylon?) über seinen Unterleib und schloss die Augen als er hörte, wie die Dusche angestellt wurde.

Hermine tat ihr bestes, um den großen, herzförmigen Spiegel über dem Waschbecken zu ignorieren. Die Dusche lief nun schon eine Weile lang, aber sie stand noch nicht unter dem heißen Strahl. Sie wartete bis sich der komplette Raum mit heißem Dampf gefüllt hatte und strich mit ihrer flachen Hand über das beschlagene Spiegelglas.

Sie starrte ihrem Spiegelbild entgegen.

Ihre Augen betrachteten müde die dunklen Ringe unter ihren Augen. Ihr aschfahles Gesicht wirkte seltsam weiß im Vergleich zu ihren roten Lippen. Ihre Lippen waren von natur aus voll, aber heute Morgen schienen sie zu ihrer doppelten Fülle angeschwollen zu sein. Sie sog ihre Unterlippe in ihren Mund und spürte die feinen Risse und den salzigen Geschmack der Tränen. Um ihre Mundwinkel und unter ihrem rechten Ohrläppchen war ihre Haut gerötet, wohl von Drei-Tage-Bart Spuren. Mit zitternder Hand fuhr sie über den Knutschfleck an ihrem Hals und schob sich das, vom Wasserdampf nasse Haar, aus dem Gesicht. Ihr Make-Up war verschmiert. Der Maskara ließ ihre Augenringe noch dunkler erscheinen und jede Spur von Lippenstift war verschwunden. Anscheinend hatte sie auch einen ihrer Perlenohrringe verloren.
Hermine befand ihre Augen sahen dümmer aus als sonst, aber sonst hatten sie auch nicht diese lebhafte Farbe. Ihrer Meinung nach waren braune Augen utilitaristisch. Nicht zu vergleichen mit Harrys stechenden atemberaubenden grünen oder Rons chamäleonartigen Haselnussfarbenen oder Malfoys eisig Silberne.

Malfoy.

Sie stöhnte auf und vergrub ihr Gesicht in ihren Händen. Er erinnerte sich nicht mehr, realisierte sie jetzt, mit mildem Unglaube. Sie war sich nicht sicher, ob sie sich jetzt beleidigt oder erleichtert fühlen sollte. Dieser Bastard schien sich ja sogar noch gut genug gefühlt zu haben um sie noch ein weiteres… ein weiteres Mal…-

Uhärg. Sie konnte sich nicht mal dazu bringen, es auch nur zu denken, obwohl sie sich in ziemlich genauen Details daran erinnern konnte, was sie vor fünf oder sechs Stunden von ihm gewollt hatte. Und er hatte es ihr auch gegeben…. Muskeln, von denen sie nicht einmal wusste, dass sie sie hatte, erwachten zu neuem Leben, jetzt da sie wach war. Es war wie ein dumpfer Krampf in ihrem Unterleib, nicht unähnlich den Krämpfen, die sie während ihrer Periode bekam, und doch völlig anders.

Es war ein Jammer, dass sie nicht das Glück hatte nach Sex an partiellem Gedächtnisverlust zu leiden. Hermine trank nicht oft und war bloß zwei oder drei Mal überhaupt betrunken gewesen, mit den Jungs und einmal auf einer Silvesterfeier mit ihren Cousins. Dann kamen die befürchteten Nachwirkungen eines Katers und das nachträgliche Übergeben nachdem sie mit einem wohlmeinenden Harry und Ron eine Flasche Tequila Tapatio geteilt hatte. Aber wenn es um das Erinnern ging, hatte sie keine Probleme damit.

Sie war ein systematischer Denker. Wann immer sie es mit einem Dilemma zutun hatte, war ihre Lösung meist die Spur des Problem bis zu seinem logischen Ursprung zurück zu verfolgen. Ihr Gehirn schrie förmlich danach genau das zu tun, die Tatsache berücksichtigend, dass Schlafen mit Malfoy durchaus als mehr als großes Dilemma-Schrägstrich-Problem angesehen werden konnte.

„Abschlussfeier.", wisperte sie ihrem Spiegelbild vorwurfsvoll zu. Ihr Gesicht blickte mit einem leidenden Ausdruck zurück. Die Abschlussfeier, Alkohol und Euphorie hatten sich zu einem tödlichen Gemisch vereint und ihr sonst so nüchternes Beurteilungsvermögen so durcheinander gebracht, dass sie ähnliche Reue empfand wie damals, als sie sich in ihrem zweiten Jahr, in Milicent Bulstrodes Katze verwandelt hatte.

Warum die Abschlussfeier ihre Sorgenskala nahezu gelöscht hatte war ihr immer noch ein komplettes Rätsel. Es gab nichts zu feiern. Voldemort war immer noch auf der Höhe seiner Macht. Todesser griffen immer noch sporadisch die Zaubererhaushalte an, Dutzende von Auroren wurden gegen die Bekämpfung benötigt und die Sicherheitsvorkehrungen waren noch nie so hoch gewesen.

Es hätte eine angemessen feierliche Festivität sein sollen und nicht das, was es jetzt war.

Sie erinnerte sich, dass sie ganz apathisch ihre Festrobe angezogen hatte, bevor sie sich um hre letzten Aufgaben als noch-Schulsprecherin gekümmert hatte. Als sie schließlich 30 Minuten nach Beginn der Feier die große Halle betreten hatte, waren die Festlichkeiten bereits in vollem Gange.

Die Stimmung war regelrecht ansteckend gewesen. Überall tanzten Schüler miteinander, lachten oder waren in Tiefschürfende Gespräche versunken, den Gesichtszügen nach zu urteilen.

Ihre UTZe waren vorbei und sie mussten sich keine Gedanken mehr machen. Keine Klausuren, kein wirklicher Unterricht mehr. Keine Kämpfe mehr gegen böse, psychotische Zauberer führen und am nächsten Morgen dann einen Arthmantiktest schreiben müssen In zwei Wochen würde sie den Ort verlassen, den sie „Zuhause" genannt hatte. Für sieben lange Jahre lang. Es gab kein zurück mehr. Sie hatte in Hogwarts so viel erreicht, Dinge, von denen sie nicht mal geträumt hatte.

Und dennoch spürte sie Bedauern. Weswegen war sie sich nicht ganz sicher.

Sie hatte darüber nachgedacht, was sie am meisten an Hogwarts vermissen würde. Umso mehr sie ihre Klassenkameraden beobachtete, umso unruhiger wurde sie. Plötzlich kam ihr der Gedanke, ihre Sachen aus dem Schulsprecher Zimmer zu packen und zurück nach Hause zu ihren Eltern zu fahren, furchtbar bedrückend vor.

Vielleicht lag es daran, dass sie Harry anblickte und ihn zum ersten Mal seit Wochen lächeln sah, wahrend sich eine hübsche blonde Hufflepuff näher zu ihm beugte, um ihm etwas ins Ohr zu flüstern. Oder Seamus Finnegan, der mutig Rons Zorn riskierte, indem er sich mit Ginny ziemlich eindeutig hinter der Dekoration vergnügte.
Parvati gab den Worten „Mit Glück erfüllt" eine völlig neue Bedeutung als sie durch die Halle stolzierte und jedem, der es sehen wollte ihren neuen Verlobungsring zeigte. Auch wenn sie und Justin Finch-Fletchley in diesem Jahr bereits viermal Schluss gemacht und wieder zusammen gekommen waren. Selbst die Slytherins waren ungewohnt loyal. Gregory Goyle hatte eine lachende Pansy Parkinson auf seinem Schoß sitzen. Auch Blaise Zabini hatte seine übliche Schulsprecher Maske lang genug abgelegt, um eine grinsende Ravenclaw zum Tanzen aufzufordern.

Hermine sah ihnen zu. Benebelt durch Nostalgie und einer seltsamen Melancholie. Obwohl sie von mehr als hundert Klassenkameraden umringt war, stand sie hier doch vollkommen allein.

Sie bahnte sich einen Weg zu den Getränken und dort blieb sie auch für die nächsten zwei Stunden.

Drei oder vier Drinks später bemerkte sie Draco Malfoy.

Ihr nicht gerade beliebter Vertrauensschüler lehnte am anderen Ende der Halle lässig in der Tür. Er beobachtete die Menge mit einem Ausdruck, den Hermine nicht deuten konnte, die Arme vor seiner Brust verschränkt. Auch er trug eine formelle Robe, taktvoll in schwarz, die alles Kerzenlicht in sich aufzusaugen schien.

In einer romantischen Version der Geschichte, hätten sich ihre Blicke vielleicht über die Menge hinweg getroffen und sie hätten einen stummen, aber bedeutungsvollen Blick gewechselt, der die sexuelle Spannung, die zwischen ihnen seit Jahren zu herrschen schien, noch verdeutlichte. Aber es handelte sich um Draco Malfoy und Draco Malfoy war einfach nicht romantisch. Sein Blick ruhte auf der Menge und Hermines Blick ruhte auf ihm.

Sie beobachtete ihn eine ganze Zeit lang. Jeder beobachtete Draco Malfoy. Es fiel auch nicht schwer, das zu tun. Er war Vertrauensschüler und Kapitän und Sucher der Slytherin Quidditsch Mannschaft. Akademisch betrachtet, rangierte er unter den Top Five der Schule. Besser als Padma Patil von Ravenclaw und 3 ½ Punkte schlechter als sie selbst. Aber er war auch nicht der bescheidenste Slytherin. Stolzierte herum, als würde ihm die ganze Welt zu Füßen liegen.

Noch dazu war er eine wirklich hoffnungslos unausstehliche Person.

Über all die Jahre hatte Draco Malfoys Persönlichkeit sich nicht verändert, aber hatte sich in anderer Art und Weise verändert.

Es gab keinen logischen Grund, weshalb Hermine sich ausgerechnet in diese Nacht, ein leichtes physikalisches Interesse an Malfoy erlaubt hatte. Wahrscheinlich war sie eben doch nur ein Mädchen, einfach nur ein Teenager dessen Hormone sich einfach mal erlaubt hatten, sie in diese Richtung zu ziehen. –Erfolgreich. Für gewöhnlich hielt sie diese Art Impulse immer gut unter Kontrolle. Ihre Gefühle gegenüber Malfoy waren jedoch noch immer unverändert. Trotzdem fand sie es bemerkenswert, dass man eine Person so unglaublich attraktiv und gleichzeitig so unausstehlich finden konnte.

Zu ihrem großen Erstaunen, hatte sie bemerkt, wie sie tatsächlich einen Fuß vor den anderen gesetzt hatte, als sie durch die Große Halle auf ihn zumarschiert war. In ihren Händen zwei Gläser Punsch. Sie hatte keine Ahnung wo auf einmal dieser Mut hergekommen war.
Außerdem bemerkte sie die leichte Ausbeulung in seiner Hose auf der linken Seite. Irgendwo in ihrem Kopf, fragte sie sich wie dieser Teil seines Körpers wohl aussehen mochte. Wahrscheinlich blass, wie Rest seines Körpers, abgesehen von der hellen Spitze. Sie fragte sich, wie er sich wohl anfühlen würde. Die Hitze, das Gewicht, die Sensation, wenn sie ihren Daumen über die Spitze reiben würde. Er würde die Augen schließen und sein Mund würde ein stummes „Ah" formen.

Aber bestimmt würde Draco Malfoy nicht eine einzige Emotion preisgeben, so wie er es auch sonst niemals tat. Selbst an ihrer Abschlussfeier war sein Gesicht komplett verschlossen. Als Vertrauensschülerin und Schulsprecherin war ihr der uneingeschränkte Zutritt zu Gemeinschaftsräumen, Schlupfwinkeln und anderen Verstecken erlaubt. Ihr waren die Worte natürlich zu Ohren gekommen. Wenn man der Gerüchte verbreitenden Überpopulation an weiblichen Siebtklässlerinnen Glauben schenken konnte, war Draco Malfoy, Familienverhältnissen außer Acht gelassen, ein echter Fang.

Ihr Mund war übergangslos trocken geworden als sie schließlich vor ihm stand. Ihr rationaler Verstand schien sie verlassen zu haben. Ihr Unterleib jedoch durchlebte unbekannte neue Sensationen, völlig berauscht von den Nacheffekten des recht alkoholreichen Früchtecocktails.

Ihre Augen trafen sich. Für einen kurzen Moment hielt sie den Blickkontakt, bevor sein anmaßender Blick ihren Körper hinab wanderte.
Dann begannen sie zu sprechen. Damit angefangen, dass sie die gewöhnlichen Beleidigungen hinter geistreichen Scherzen versteckten. Sieben Jahre Übung hatten sie zu absoluten Profis gemacht. Das Gespräch schlug nun eine andere Richtung ein und sie sprachen über Vertrauensschülertätigkeiten. Er spielte mit seinem Zauberstab, drehte in lässig zwischen seinen schlanken Fingern, während er sprach. Erst als sie ihn nach seinen Zukunftsplänen fragte, wurde ihm klar, dass dies hier nicht nur ein Gespräch über ihre Pflichten als Vertrauensschüler war. –Von denen er wohl, außer ihr, der einzige war, der sich nicht komplett lächerlich machte, nur weil ihm diese Party eine Entschuldigung bot.

Für einen Moment blickte er sie ungläubig an. Sie konnte das vollkommen nachvollziehen, da sie in jeder anderen Situation wahrscheinlich seine Gesellschaft gemieden hätte.

Ihr Selbstvertrauen schwand mit jedem Herzschlag etwas mehr.

Er sah sie an, seine grauen Augen nahmen jedes Detail auf und analysierten es mit großer Geschwindigkeit. Er hatte die Stirn gerunzelt und musterte sie mit einem Blick aus Misstrauen und Belustigung auf seinen feinen Zügen. Dann lächelte er. Nicht selbstgefällig, nicht anzüglich, nicht schadenfroh. Nein, es war ein feines, wissendes Lächeln, das seine Vampirfänge zu verbergen wusste.

Er atmete langsam ein und richtete sich zu seiner vollen Größe auf. Er war fast zwei Köpfe größer als sie.
„Wollen wir irgendwo hingehen, wo es etwas… ruhiger ist?", fragte er jetzt, völlig ausdruckslos. Seine Stimme hatte sich verändert. Von gelangweilt und hochnäsig zu etwas völlig neuem. Sie hatte Draco vorher noch nie so zu jemandem sprechen hören, obwohl sie sich sicher war, dass er dieses Talent zu seinem großen Vorteil nutzte.

Wieder dachte Hermine, dass diese Art von denken illegal sein müsste. Sie war Harrys Arglosigkeit gewöhnt, oder Rons vertrauten Charme. Unter ihrer Robe verwandelten sich ihre Knie in Pudding. Sie stand jetzt direkt vor der „Moralisches-Dilemma" Kreuzung.

Alles, was jetzt noch gefehlt hätte, überlegte sie jetzt trocken, wäre der Kommentar gewesen:

Hinter Tür Nummer eins, Miss Granger, befinden sich ungefährliche, semi-erotische Träume in Ihrem eigenen Bett und der nächste Morgen, an dem Sie mit ihren Freundinnen darüber lachen, dass Sie beinahe eingewilligt hätten, Draco Malfoy zu begleiten!

Aber hinter Tür Nummer zwei, wenn Sie so mutig sind und es wagen, befindet sich ein One-Way-Ticket direkt in die Hölle! Heiß? Ja. Zermürbend. Höchst wahrscheinlich. Aber der Teufel Augen von ozeanblauer Farbe und die wunderbarsten Hände der Welt. Und obwohl Sie ihn hassen und alles wofür er steht, ist nur er in der Lage, alle Ihre Bedürfnisse zu erfüllen…

Malfoy, verfluchter Gedankenleser der er war, erlaubte ihr diese Sorte Zweifel. Er wartete geduldig und stumm, bis sich ihr besorgter Gesichtsausdruck verflüchtigte, bevor er ihr seinen Arm dar bot. Er war immer noch derselbe arrogante Sohn eines Todessers, der er schon in der ersten Klasse gewesen war und dennoch hatte er jetzt eine Reife entwickelt, die ihm erlaubte alle anderen Jungen weit hinter ihm zurückzulassen. Draco war ein Mann, der sich in seiner Haut völlig Wohl fühlte.

Vielleicht lag es einfach an der Kleidung. Ein Material mit dem Wert eines ganzen Monatseinkommens, reichte vielleicht aus um stolpern, zappeln und stammeln erfolgreich zu eliminieren.

Vielleicht hatte sie höchsten NEWTs in diesem Jahrhundert erreicht, aber sie war sich sicher, dass nirgendwo ein größerer Idiot als sie frei herum lief. Sie blendete ihre Erinnerungen aus, betrat die Dusche des heruntergekommenen Badezimmers und ließ das siedend heiße Wasser auf sie hinter prasseln. Sie wimmerte kurz auf, als das Wasser auf all die vielen schmerzenden Stellen an ihrem Körper traf. Sie griff nach der Seife und einem Gesichtshandtuch um die letzten Erinnerungen dieser Nacht von ihrem Körper zu waschen. Besonders hart schrubbte sie an einer Stelle über ihrem Hüftknochen

Dies zu tun war völlig sinnlos, denn ein Hochzeitstattoo würde sich nicht einfach abwaschen lassen.