~ Chapter Three ~
Draco war wach als Hermine endlich das Badezimmer verließ.
Er lag auf dem Bett, die Hände hinter seinem Kopf gefaltet, den käsefarbigen Fleck an der Decke betrachtend. Er schien auf etwas Feuchtem zu liegen, doch er war zu faul um sich zu bewegen. Er drehte den Kopf zur Seite und beobachtete wie sie den Gürtel des pinken Bademantels etwas fester zog.
Zur gleichen Zeit war sich Hermine ihres nassen Haares, ihrer geschwollenen Augen und ihrer zitternden Unterlippe unangenehm bewusst. Schnell sog sie sie in den Mund. Nichts, was er jetzt zu ihr sagen konnte, war schlimmer als ihr eigener Hass den sie für sich selbst empfand. Aber wie üblich war Draco Malfoy nicht zu unterschätzen…
„Vermisst du es?"
„Vermisse ich was?", fragte Hermine, während die Wut erneut in ihr aufflammte.
Sie hörte das Lachen in seiner Stimme. „Den Stock, den ich tatsächlich aus deinem Hintern entfernt habe."
Sie hatte vorgehabt, ihm die schlechten Neuigkeiten zivilisiert beizubringen, aber sie verwarf diese Idee jetzt.
„Du bist eine erbärmliche und völlig überflüssige Zeitverschwendung.", entgegnete sie ihm mit zusammengebissenen Zähnen.
Er schob das Laken zur Seite und stand auf. Hermine spürte wie all ihre Überlegenheit von ihr abfiel. Gott, war er groß. Es war schwer die eigene Ausgeglichenheit unter Kontrolle zu kriegen, wenn man im selben Raum war, wie dieser nervtötende, sarkastische und hünenhaft große Sohn eines Todessers.
Und musste er so nackt sein? Sie waren beide nüchtern, um Himmels Willen. Und es war… helllichter Tag.
Hermine zwang sich zur Ruhe und erwartete seinen Ausraster. Er tat gar nichts. Er sah sie nicht einmal an. Er schien damit beschäftigt all seine Sachen zusammen zu suchen.
Aus einem unbestimmten Grund störte sie das noch viel mehr.
„Komm von deinem hohen Ross runter, Granger.", sagte er jetzt müde, als er seine Schuhe unter dem Bett hervorzog und sie neben die Kommode stellte. „In der normalen Welt, selbst in der magischen Welt, haben die Leute Sex. So machen wir kleine Hexen und Zauberer, weißt du."
Die Haare auf seiner rechten Seite standen nach oben ab, wahrscheinlich hatte er auf dieser Seite geschlafen.
Alles in allem hatte sie ihn wahrscheinlich noch nie so zerzaust gesehen, aber das trug nur dazu bei, dass er ihr noch irritierender vorkam. Die Fassade der reinblütigen Manieren war verschwunden. Alles was geblieben war, war Draco Malfoy und seine grauenhafte Persönlichkeit.
Ein Teil von ihr freute sich schon darauf, es ihm zu erzählen.
Sie fixierte einen Fleck auf dem Teppich und atmete tief ein.
Sie schob den Bademantel ein Stück zur Seite und entblößte ihr rechtes Bein. Von den Zehen bis zur Hüfte.
„Malfoy.", begann sie mit wachsender Nervosität. „Da gibt es etwas, dass du wissen solltest."
Er betrachtete seine zerknitterte Robe mit einer Spur Ekel. „Und was sollte das wohl sein?" Endlich hob er seinen Blick zu ihren Augen. Seine Augen weiteten sich kaum merklich, während sein Blick ihr Bein hoch wanderte. Doch sie verengten sich genauso schnell wieder zu Schlitzen als er sah, was sie ihm zeigen wollte.
Draco Malfoy war ein ziemlich weltgewandter Junge, aber jetzt verlor er den Rest Farbe aus seinem blassen Gesicht. Und das innerhalb eines einzigen Herzschlages.
„Oh, nein.", entgegnete er bloß und seine Kleidung glitt geräuschlos zu Boden.
Oh ja!, dachte Hermine mit einem Anflug sadistischer Genugtuung. Willkommen in meiner Welt.
Sie hätte ihren Plan, den sie sich in der Dusche zurecht gelegt hatte, wohl weiter erläutert, hätte er sich nicht plötzlich in einen absoluten Psychopathen verwandelt. Malfoy packte sie an der Vorderseite des Bademantels und zog sie hart an sich. Sie biss die Zähne aufeinander und ließ ihn nicht aus den Augen. Sie begann zu fluchen und versuchte sich zu winden, aber damit erreicht sie nur, dass er sie fester hielt und sie verlor sogar den Boden unter ihren Füßen.
„Wie? Wann?", forderte er eine Antwort, seine sonst so eloquente Gelassenheit völlig vergessend.
„Lass mich los, du Wichser!", zischte sie als Antwort. „Es war nicht unsere Idee. Nachdem wir Hogwarts verlassen haben, sind wir in einen Pub in der Winkelgasse gegangen."
„Der tropfende Kessel?"
Sie verdrehte genervt die Augen. „Ja, Malfoy. Wir sind in den Tropfenden Kessel gegangen, wo jeder weiß, wer wir sind und uns Glück für unser erstes Date gewünscht hat."
Sie bekam keine Antwort auf ihren Sarkasmus, aber er stellte sie wieder auf ihre Füße. Sein grimmiger Gesichtsausdruck machte dem von Viktor Krum alle Ehre.
„Dann waren wir bei Snake and Stone?"
Sie nickte, während sie sich ihren Nacken rieb. Der Bademantel hatte sich schmerzend in ihre Haut gegraben. „Dort gab es einen Tätowierer im zweiten Stock. Du wolltest ihn dir ansehen. Wir sind hochgegangen und ich bin mir nicht ganz sicher, was dann passiert ist, aber schließlich haben wir…
Er blickte sie misstrauisch an. „Hast du mich unter Drogen gesetzt?"
Sie schnappte so schockiert nach Luft, dass es wahrscheinlich in der gesamten Winkelgasse zu hören war. Sie machte einen Schritt auf ihn zu, dazu bereit ihm ins Gesicht zu schlagen, oder, wenn das nicht klappte, ihn auf irgendeine andere Art und Weise schmerzhaft zu verletzen. Ihre flache Hand berührte fast seine Haut als er ihr Handgelenk umfing.
„Du bist vielleicht damit davongekommen als wir Kinder waren, Granger. Aber schlag mich jetzt und ich werde dir deine Finger brechen. Hast du mich verstanden?" Sie glaubte seiner Drohung unbesehen.
Unvermittelt hob sie den rechten Fuß und ließ ihn hart vor sein Schienbein krachen. Er stöhnte schmerzhaft auf und drehte ihren gefangenen Arm auf den Rücken. Seine immense Kraft, die gestern noch ihre Knie hatte überraschend weich werden lassen, schickte nun eine wachsende Panik durch ihren Körper.
Ihren Arm immer noch gefangen haltend drückte er sie, mit dem Kopf voran auf das Bett. Den Saum des Bademantels schob er grob nach oben und ihre entwürdigenden Proteste wurden durch die Matratze gedämpft.
Erst als sie seine warmen Finger auf ihrer Hüfte spürte, sträubte sie sich nicht mehr gegen seinen festen Griff. Er fluchte unterdrückt in mindestens drei verschiedenen Sprachen.
Draco war vorübergehend sprachlos.
Dort war ein Drache in ihre Hüfte eintätowiert. Kein westlicher Drache, aber ein schlanker, schlangenartiger orientalischer Drache, in heller silberner Tinte. Natürlich verhext, sodass er wie Diamantenstaub auf ihrer Haut schimmerte. Es war auch kein kleines, unansehnliches Tattoo. Der elegante Kopf des Drachens begann direkt unter ihrem rechten Hüftknochen, ging über in den geschmeidigen Körper und gipfelte in dem dünnen, langen Schwanz, welcher sich um ihren Oberschenkel zu schlingen schien und schien dort zu verschwinden, wo ihr Oberkörper aufhörte und ihr Bein begann.
Das Tattoo vermittelte den Eindruck als würde sich die Kreatur langsam ihren Körper hochwinden.
Es war ein gottverdammtes Hochzeitstattoo. Ein seltenes Ritual aus längst vergangen Zeiten. Aber es wurde immer noch von Paaren getragen, die sich mehr als bloß Treueschwüre geben wollten, um ihre Zugehörigkeit zu beweisen. Er konnte selber den Zauber an sich spüren, nachdem er ihr Tattoo gesehen hatte. Er fühlte es in seinen Nervenenden, wie ein beständiges Summen, ein Vibrieren an seiner Wirbelsäule, ein beständiges Kitzeln auf der Haut seines Rückens.
Dennoch war es recht beeindruckend. Der junge, immer noch kindliche Teil von ihm, der sich immer wieder von der Magie überraschen ließ, horchte auf und war wie gefangen.
Von all den Dingen, die sie betrunken und außerhalb Hogwarts hätten machen können, sind sie doch tatsächlich in eine kleine schmutzige Taverne in der Dunkelgasse gegangen, haben während einer kurzen Hochzeitszeremonie geheiratet und eine wesentliche längere Zeit damit verbracht sich Tinte in die Haut stechen zu lassen.
Draco war sich sicher, dass irgendeine Gottheit auf irgendeiner Wolke brüllen musste vor Lachen, während er sie hier beobachtete.
Dieser verfluchte Zauber würde einiges an guter Magie brauchen, um ihn aufzuheben. Selbstverständlich war er kein Experte, was „Unglaublich Dumme Zaubersprüche" anbelangte. Aber das, was er über diese Hochzeitstattoos wusste, war, dass sie auf Blutzaubersprüchen basierten und deshalb waren sie dementsprechend schwer zu entfernen.
Nicht unähnlich dem Dunklen Mal, überlegte er mit einem Seufzen. Bloß zwei Todessern ist es gelungen das Dunkle Mal vollständig zu entfernen, aber nur einer hat überlebt um davon zu erzählen.
Sie würden die Hochzeit annullieren sobald es möglich sein würde und niemand musste es erfahren. Keine Köpfe würden rollen müssen. Keiner müsste mit einem strategischen Plan aus einem hohen Fenster geworfen werden, um ihn vom Reden abzuhalten. Natürlich würde Geld die Situation um einiges vereinfachen. Selbst die größten Fehler konnten mit der richtigen Menge an Geld und rücksichtslosem Vorgehen beseitigt werden…
Unter ihm, wurde sich Granger der Tatsache bewusst, dass er abgelenkt zu sein schien und versuchte ihren Ellbogen in seine Eier zu rammen.
„Oh, nein, das wirst du nicht tun!", schalt er sie sanft und beobachtete wie sie ihren Rücken beugte, um den Druck auf ihren Sehnen zu verringern. Ihm wurde klar, dass er ihr wahrscheinlich Schmerzen zufügte und lockerte seinen Griff ein Stück.
Und Wundersamerweise, ganz abgesehen vom Ernst der Situation, wurde er hart. Draco fuhr fort ihr Tattoo zu inspizieren, aber diesmal mit mehr Neugierde als Furcht. Seine Finger fuhren sachte über das Muster auf ihrer weichen Haut, über ihren Oberschenkel. Mit ihrer Kehrseite in der Luft, hatte er einen ziemlich guten Blick auf Dinge, die er wahrscheinlich niemals aus dieser Nähe gesehen hätte.
Es war bloß ein reiner ästhetischer Genuss, sagte er sich. Grangers Haut war leicht rosa, sauber und noch etwas nass vom Duschen. Wahrscheinlich besaß sie auch die besten Proportionen, die er je an einem Mädchen gesehen hatte. Und eine schöne Pussy, nach seiner autoritären Meinung zu schließen. Er griff mit einer Hand um ihre eine Pobacke und fuhr mit dem Daumen außen entlang, bis zu ihrem inneren Oberschenkel. Dort war ein hässlicher blauer Fleck. Direkt wo der spitze, dornige Drachenschwanz endete. Draco legte seinen Daumen über den Fleck. Es passte. Es überraschte ihn keineswegs, dass der Sex mit Granger völlig unberechenbar war. Es gab nicht Beruhigendes oder Nettes über ihre generelle Beziehung zu sagen. Weder im Bett noch außerhalb davon.
Und erst als er seine Fingerknöchel gegen die dunklen Locken zwischen ihren Beinen presste, flog ihr Kopf herum und sie funkelte ihn zornig an. Ihre hellen Oberschenkel waren nun gerötet und egal wie sanft er mit seinem Finger darüber fuhr, er hinter ließ eine feine rote Spur.
„Bist du fertig?" Ihre Stimme hätte selbst Feuerwhiskey zum Gefrieren bringen können.
Fertig… Ja, Draco musste resignierend einsehen, dass er tatsächlich fertig war mit seinen Erkundungen. Und zurück zu unserer Morgenvorstellung "Ich bin verheiratet neben einem Schlammblut aufgewacht und alles was ich bekommen habe, war ein blödes Tattoo".
Hastig stieg er von ihr hinunter und machte sich auf die Suche nach seinen Kleidungsstücken. Granger setzte sich auf die Bettkante, völlig bewegungslos, bis er seinen Zauberstab in die Hand nahm und wieder auf sie zukam. Mit einem ängstlichen Blick schob sie sich weiter nach hinten auf das Bett.
Draco verdrehte die Augen.
„Ich habe bisher noch keinen Todesfluch ausgesprochen und du bildest dir etwas zu viel ein, wenn du denkst ich würde ihn an dir testen.", sagte er jetzt ruhig, während er seinen Hosenstall verschloss.
Aber es war so dass sie ihm gar keine Beachtung schenkte. Ihre Augen fixierten den Spiegel hinter ihm und schließlich hob sie den Blick zu seinen Augen. Er hätte ihren Blick möglicherweise als selbstgefällig beschrieben, aber das war sehr un-Grangerhaft. Er fühlte bereits eine unangenehme Gänsehaut auf seinen Armen, als er sich langsam zum Spiegel umwandte.
„Verfluchte Hölle.", flüsterte er jetzt während er ein paar dunkle Flügel berührte, die sich über seinen Rücken spannten. Sie umwickelten ihn beinahe. Die tätowierten Federn endeten mit seinen Rippen. Ein Flügel war allerdings gebrochen und war leicht eingefaltet. Es könnte wirklich ein beeindruckendes Werk sein, würde es nicht etwas repräsentieren, was ihm grausame Übelkeit verursachte.
Hermine beobachtete Dracos geschockten Gesichtsausdruck, während er sich langsam dem Spiegel näherte um einen besseren Blick auf seinen Rücken zu haben. Sie hatte gedacht, sein Tattoo wäre – Zauberspruchbedingt - wunderschön geworden, aber jetzt wollte sie sich bloß noch verstecken und solange schreien, bis ihre Stimme versagte.
Die momentane Situation außer Acht gelassen, wunderte sich die interessierte Hexe in ihr, dass Malfoy ein Paar Flügel auf seinem Rücken hatte, wenn auch einen gebrochenen, und sie mit einem Drachen auf ihrem Unterleib gekennzeichnet worden war. Zu ihrem wachsenden Unmut war ihr Wissen über magische Tattoos bloß minimal. Das war natürlich nachvollziehbar, auf Grund des dunklen Schattens, den Voldemorts dunkles Mal auf die ganze Angelegenheit warf. Jedes Interesse in diesem Bereich der Magie, wurde mit einem ordentlichen Maß an Skepsis begleitet.
„Wir werden es entfernen lassen." Draco schluckte bei diesen Worten. „So bald wie möglich."
Durch den Spiegel versetzte sie ihm einen Blick, der ihm deutlich machte wie offensichtlich seine Worte waren.
„Natürlich musst du dich dann nicht mit einem Vergessenszauber belegen, wenn du nicht willst. Ich kann verstehen, wenn du ein paar Erinnerungen dieser Nacht behalten willst:" Er grinste ihr unverschämt entgegen.
„Es wundert mich nicht im Geringsten, dass du so von dir überzeugt bist. Aber es ist doch bestimmt nichts Neues für dich, dass ich dich verabscheue, Malfoy. Die letzte Nacht war ein Fehler und das weißt du selber verdammt gut."
Sie hätte ihm vielleicht sogar ins Gesicht gespuckt, wäre sie ihm näher gewesen. Leider hatte sie sich im dritten Jahr gegen die Projektil-Spuckwettbewerbe entschieden, die Ron, Harry und Dean Thomas im Nord Turm geleitet hatten…
So wie die Dinge jetzt standen, schien Malfoy nicht in der Stimmung für ein freundliches Geplänkel zu sein, denn eine Vene auf seiner rechten Schläfe zuckte verdächtig. Mit einem recht endgültigen Gesichtsausdruck zog er sie an der Vorderseite ihres Bademantels auf die Füße, und schob sie vor sich, so dass sie sich im Spiegel sehen konnte.
Ein starker Arm war nun um ihre Taille geschlungen. Es war ein weitaus sanfterer Griff im Vergleich zu den anderen, die sie heute Morgen schon erlebt hatte. Trotzdem schaffte sie es nicht sich aus seinem Arm zu winden.
„Du bist eine gottverdammte Lügnerin, Granger.", flüsterte er gegen ihren Nacken. „Und ich hasse Lügner." Mit seinem Fuß schob er ihre Knöchel auseinander. Als er ihre Beine erfolgreich gespreizt hatte, öffnete er ihren Bademantel und fuhr mit der Hand über ihren flachen Bauch. Hermine blinzelte heftig und hoffte das Bild würde im Spiegel verschwimmen. Es war als würde sie einem Autounfall zu gucken. Es war unmöglich es sich anzusehen, auch deshalb weil es gerade ihr passierte.
Aber sie konnte ihren Blick ebenfalls nicht abwenden.
Er machte ein zufriedenes Geräusch als ihr zwei Finger zwischen ihre Beine gleiten ließ. Vielleicht war es auch ein Geräusch der Rechtfertigung. Bei Malfoy war dies schwer zu sagen.
Sie war nicht wirklich feucht. Die Nässe kam immer noch von der Dusche, aber es waren seine Bewegungen, die sie verstummen ließen. Sie war völlig gedemütigt. Jemand, der mehr Erfahrung hatte, hätte vielleicht gekontert und ihn auf die nun ebenfalls angeschwollene Beule unter seiner Robe aufmerksam gemacht, aber Hermine blieb stumm. Die Augen reuevoll gesenkt.
Ein unheimlicher Verdacht kam Draco in diesem Moment, aber er verwarf ihn.
Keiner hätte ihm einen solchen Blowjob verpassen können, wie Granger es getan hatte, wenn er ein Anfänger wäre. Sie lernte recht schnell, zugegeben, aber so schnell konnte sie so etwas auch nicht erlernen. Seltsamerweise wunderte er sich mit wem sie vorher geübt hatte. Potter? Unwahrscheinlich. Vielleicht war er der Bezwinger aller magischen Bösewichte auf der Welt, aber wahrscheinlich hatte er Angst vor dem Schatten, den seine eigene Erektion warf. Krum? Möglicherweise. Aber wahrscheinlich eher Weasley. Wer hätte das gedacht? Aber Draco hatte sich schon gewundert, was mehr hinter dieser sommersprossigen, immerzu grinsenden Visage dieses verblödeten Idioten steckte.
„Du bist abstoßend.", informierte ihn Granger und am liebsten hätte er ihr applaudiert zu der Variation des Wortes "widerlich", was langsam etwas abgenutzt wirkte.
„Oh, red nur weiter und ich zeige dir wie abstoßend ich wirklich sein kann.", versprach er ihr ruhig während er seine Finger aus ihr entfernte und sie unter großem Aufwand an ihrem Bademantel abwischte. „Es gibt keinen Grund für deine Überlegenheit in dieser Situation. Ja, du wurdest königlich flachgelegt von meiner reinblütigen Person. Ja, es hat dir sogar gefallen, aber nein, ich habe nicht zu wiederholen, was letzte Nacht passiert ist." Und an diesem Morgen, fügte sein glückliches Gedächtnis hinzu. „Also, kannst du aufhören dich in deinen Bademantel zu krallen als wäre es ein Keuschheitszauber."
Wahrscheinlich brachte es sie um, dass sie sich nicht zur Wehr setzen konnte. Weder mit Logik noch mit Worten. Das waren ihre Stärken, bemerkte Draco jetzt. Wenn man es aus dieser Sicht betrachtete waren sie vielleicht gar nicht so verschieden. Er machte auch Gebrauch von Worten. Nur mit einem viel größeren Effekt.
Ein kurzer Blick auf die Uhr an der Wand, sagte ihm, dass es fast Mittag war. Sie hatten genug Zeit verschwendet. Wenn sie eine diskrete, effektive und höchstwahrscheinlich sehr teure Lösung finden wollten, um ihr Problem zu beheben, brauchten sie Hilfe.
Es war an der Zeit, sich an die Großen zu wenden, wie man so schön sagte.
Er ließ sie los. „Zieh dich an. Wir verschwinden."
Ihr Ausdruck war eine perfekte Mischung aus Skepsis und Hoffnung. „Warum? Wo gehen wir hin?"
Dracos Blick war reine Furcht gepaart mit der Macht des Unvermeidbaren.
„Zu meinem Vater."
