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Chapter Eleven

Es brauchte nur knapp zwanzig Minuten, bis alle Schüler in der Großen Halle versammelt waren. Das war den Lehrern und Vertrauensschülern zu verdanken. Zwei Jahre Übung mit Übungsalarmen jeglicher Art hatte alle prädestiniert. „Kampf Alarm", nannte Arthur Weasley sie. Obwohl Molly angemerkt hatte, dass der Name allein schon mehr Angst machte als die eigentliche Übung.

Die verzauberte Decke der Großen Halle spiegelte die milde Panik all der Anwesenden wieder, ganz zu schweigen von dem furchtbaren Wetter draußen. Der Regen trommelte nun hart auf die Erde. Es klang wie eine Millionen Hauselfen, die einen Stepptanz aufführten. Die Leute schrieen, um sich Gehör zu verschaffen. Am meisten die Schulsprecher und Hauslehrer.

Ausgenommen Professor Snape, der erst jetzt angekommen war. Die anderen Hauslehrer waren bereits dabei ihre Schüler zu zählen und sich zu vergewissern, dass sie nicht auf dem Klo und beim Nachsitzen waren. Blaise Zabini hatte sich den Slytherinschülern angenommen und wirkte leicht hysterisch als er die Namen in die Runde bellte. Minuten später wehte Snape in die Halle, sein schwarzer Umhang peitschte hinter ihm her. Er wirkte grimmiger denn je. Seine dunklen Augen scannten den Raum und fanden schließlich Dracos blonden Schopf in der Menge.

Harry konnte erkennen, dass der Hauslehrer von Slytherin seinen Kopf leicht beugte, eine fast unerkennbare Geste, welche trotzdem Dracos Aufmerksamkeit erregte. Draco entwand sich Pansys unendlichen Fragen und schritt direkt in die Richtung des Lehrers.

„Was denkst du, wird Malfoy passieren?", flüsterte Ron nun in seine Richtung. Professor McGonagall hatte gerade einen Haken hinter ihre beiden Namen gemacht und rief nun nach „Xavier, Cathrine!"

„Wenn Lucius einen Weg gefunden hat, zu entkommen, dann nehme ich an, dass das Ministerium daraus schließen wird, Draco weiß darüber Bescheid. Harry bemerkte, dass seine Stimme immer noch völlig ruhig klang. Dennoch waren seine Hände immer kalt und feucht vor Schreck.

Es passierte nicht jeden Tag, dass man das Dunkle Mal aus solcher Nähe sah. Zweimal in drei Tagen war genug, danke sehr.

Ron starrte über die Menge hinweg Richtung Malfoy. „Er sieht aus, als hätte er einen Liter Abführmittel geschluckt."

„Woher weißt du das?", fragte Seamus jetzt, der ebenfalls in Malfoys Richtung spähte. „Er ist doch immer so blass."

„Ja, eigentlich richtig…"

Hermine bahnte sich einen Weg durch eine Gruppe von Ravenclaw Erstklässlern, die sich eng aneinander pressten, während sie zuhörten, was Professor Flitwick ihnen auftrug. Lupin folgte ihr.

„Ron." Sie hatte schließlich erreicht. „Dumbledore und dein Dad wollen uns sehen." Sie schrie fast, um sich Gehör zu verschaffen, so viel Chaos herrschte in der Großen Halle.

„Mein Dad ist schon hier?" Ron war tatsächlich überrascht.

Harry lud seine Schulsachen in Deans Armen ab. "Gut. Ich komme auch mit."

„Du bleibst hier.", entgegnete Lupin jetzt. Er schien nicht in der Stimmung zu sein, darüber zu diskutieren. „Ihr zwei geht hoch zu Dumbledores Büro.", befahl er jetzt Ron und Hermine. „Wartet da, bis er da ist. Ich muss Professor Snape Bescheid geben, dass Millicent Bullstrode ebenfalls hoch kommen soll."

„Wenn Dumbledore Zeugen will, dann sollte ich auch mit. Ich hab das Mal auch gesehen.", bestand Harry auf seine Anwesenheit.

„Ich hab gesagt, du bleibst hier. Das geht dich im Moment nichts an, Harry."

Das war ganz klar das falsche Argument. Denn Harry fand, es betraf ihn ganz entschieden und langsam wurde er wütend. Sofort konterte er auf Lupins Worte.

„Natürlich geht es mich etwas an! Alles, was mit Voldemort zu tun hat geht mich etwas an. Haben Sie das noch nicht bemerkt? Ich hatte genug von ihm im fünften Jahr. Warum sind Sie sonst überhaupt hier? Warum sind wir alle hier, wenn nicht deswegen, weil wir etwas gegen Voldemort ausrichten wollen?"

„Ich bin hier, um auf dich aufzupassen, Harry." Lupins topasfarbene Augen blickten kurz über die Gruppe. „Um auf euch alle aufzupassen."

Harry Züge wurden härter. Hermine bemerkte resignierend, dass er diesen Blick beunruhigend häufig dieses Jahr aufsetzte. „Ja? Sie passen auf mich auf`? Sind Sie sicher? Selbst Snape war mir eine größere Hilfe als Sie, nachdem was im fünften Jahr passiert ist. Jeder weiß, Sie haben bloß zugestimmt hier zu unterrichten, weil niemand sonst die Stelle wollte und Sie sonst sowieso nirgendwo hätten arbeiten können."

„Harry!", protestierte Hermine, völlig erstaunt wegen seiner brutalen Ehrlichkeit. Neben ihr schnappte Ron geschockt nach Luft.

Snape und McGonagall waren ebenfalls verstummt und blickten nun in die Richtung des Streits. Harry fiel jetzt auf, dass der Lärm in der Großen Halle einem leisen Flüstern gewichen war. Das wilde Wetter draußen hatte sich ebenfalls beruhigt. Oder es war auf Pause gestellt.

Jeder blickte zu Harry und Lupin.

„Das ist weder der richtige Zeitpunkt, noch der richtige Ort.", zischte Hermine Harry zu. „Los Ron, wir gehen jetzt."

Lupin nickte, als würde ihre Aussage ihn ebenfalls betreffen. Sein Ausdruck war kühl als er wieder sprach. „Wir reden darüber später. Du bleibst ion der Großen Halle oder ich ziehe dreißig Punkt von Gryffindor ab. Ich spiele hier nicht, Harry." Es war der kälteste Befehl, den irgendjemand ihn hatte jemals sagen hören.

Damit verschwand Lupin um mit Snape zu sprechen.

Wenige Sekunden später kam Ginny auf Seamus und Harry zu. Die drei beobachteten in einer unangenehmen Stille, wie Snape und Lupin hastig sprachen, bevor sie Draco und eine blasse Millicent Bullstrode aus der Großen Halle geleiteten.

„Erzählt mir jetzt endlich jemand, was los ist? Wir hatten gerade Zauberkunst als Ernie McMillan rein kam und erzählt hat, Lucius Malfoy hätte Draco im Wald angegriffen." Begann jetzt eine leicht aufgelöste Ginny zu erzählen. „Wenn es nicht jemand wie Ernie erzählt hätte, hätte ich mir ernsthafte Sorgen gemacht…"

Harry antwortete nicht, sondern stürmte zu den Türen der Großen Halle und verließ sie mit einem finsteren Gesicht.

Seamus, der immer noch Harry Sachen trug ließ sich mit einem langen leidenden Blick am Gryffindortisch sinken und seufzte in seinen Pony.

Snape sprach nicht sofort und Draco drang auch nicht auf ihn ein.

Schon oft hatte er Draco erzählt es gäbe nur drei sichere Orte um eine Konversation zu führen. Der eine war Dumbledores Büro, der andere war Snapes Quartier und der letzte war der Raum der Wünsche.

Der Zaubertrankmeister wartete jedoch mit Draco im zweiten Stock vor dem Eingang zu Dumbledores Büro. Hermine, Ron und Millicent waren bereits drinnen und wurden befragt.

Draco fand es seltsam, die Schulkorridore mitten am Tag so verlassen zu sehen. Nach sieben Jahren war er es gewohnt, Schüler durch die Flure stürmen zu sehen. Die Aktivität in der Großen Halle schien von den Wänden widerzuhallen und Murmeln und flüstern schien von den Wänden zu kommen, fast so, als wären sie selbst zum Leben erwacht und würden miteinander flüstern.

Filch kam an ihnen vorbei, währen der die oberen Stockwerke überprüfte. Er versetzte Snape ein Nicken und Draco ein Grinsen, aber um fair zu sein, es war schwer zu sagen, was Filch damit sagen wollte, denn sein Gesichtausdruck war immer etwas säuerlich.

Die Abneigung des Hausmeisters ihm gegenüber war Draco allerdings nicht neu. Draco war es gewohnt, dass die Leute weniger als nett zu ihm waren. Wie er schon oft Crabbe und Goyle erzählt, gab er allerdings einen feuchten Scheißdreck darauf, was die Leute von ihm hielten, solange sie ihn in Ruhe ließen. Das war das gute am Vertrauensschüler sein. Ein privates Zimmer und die Möglichkeit vorlauten Kindern Nachsitzen zu verpassen, wenn sie ihn falsch anblickten.

Im Moment allerdings hing die Wolke des Verdachts wieder über seinem Kopf, die er seit dem fünften Jahr ständig mit sich herumzutragen schien. Sie erinnerte wieder mal an seine mehr als prekäre Lage. Es war nicht so als hätte er den Ruf zu beschützen, viel mehr schützte er sich selber vor seinem Ruf.

Er fühlte sich auf einmal mehr als unwohl, nun da ihm klar wurde, dass die Flucht aus dem Wald einen bitteren, eisigen Nachgeschmack der nackten Furcht hinterließ.

Ein Seitenblick auf Snape offenbarte ihm, eine missgelaunten aber keinen ängstlichen Snape. Nichts Ungewöhnliches also. Draco war sich recht sicher, dass eine panischer Snape das Ende der Wellt bedeuten konnte.

Er hatte aber Grund beunruhigt zu sein, Draco wusste das. Das Dunkle Mal war kein Grund um Witze zu reißen. In der Vergangenheit wurden sie verbreitet als Warnungen gebraucht, um Angst und Schrecken zu verbreiten und natürlich um einen Mord anzukündigen, der im Namen Voldemorts ausgeführt worden war. Der Inhalt dieser Nachricht war eigentlich:

Unbekannter Todesser war hier: Fühlt euch frei, ech in die Hosen zu machen.

Letztlich jedoch, wurden die Male in den Himmel gebrannt, während die Todesser angriffen. So wie eine übermäßig makabre, Angst einflößende Werbung.

Ganz klar war Voldemorts PR Kampagne nicht mehr das, was es einmal war.

Einige der jüngeren Slytherinschüler wagten es sogar seinen Namen laut auszusprechen. Nichts war merh übrig von dem Der-dessen-Name-nicht-genannt-werdem-darf Mist, mit dem seine Generation aufgewachsen war. Hatte Granger nicht so etwas einige Male rumposaunt? Die Angst vor einem Namen steigert nur die Angst vor der Sache an sich, oder so ähnlich?

Gottverdammte Granger. Es war eine scheiß Woche gewesen, er hasste sie und bis jetzt das ganze verdammte Jahr.

Im Wald war sein erster Instinkt gewesen, nach Malfoy Manier so schnell zu laufen wie es ging, um sich selbst zu schützen. Er hätte damit Millicent Konkurrenz gemacht.

Aber Draco wusste, das war nicht die Wahrheit, obwohl er es gedacht hatte.

Eigentlich war sein erster Gedanke gewesen, Granger zu packen. Und diese Realisation an sich hatte ihn einen kribbligen Weg hinunter geschickt den er in dieser Asekunde ganz bestimmt nicht hatte gehen wollen. Er bezweifelte ernsthaft, dass sein Leben noch viel mehr komplizierter werden konnte, als es jetzt im Moment schon war.

So weit er es beurteilen konnte, war es vielleicht möglich, dass ich ein paar Todesser in den Büschen versteckt hatten, um das Mal an den Himmel zu zaubern, nachdem sie der Schulsprecherin und besten Freundin von Potter noch einen Unverzeihlichen an den Kopf geschleudert hatten. Oder vielleicht noch besser, nachdem sie den Sohn des meist verhassten ehemaligen Todessers umgebracht hatten, der erst kürzlich mit diesem Mädchen geschlafen hatte, das Potters beste Freundin war.

Es war nicht heldenhaft, nein. Er war die letzte Person auf Granger sich verlassen konnte, wenn es um selbstlosen Mut ging.

Und oh, ja! Was für ein Held Weasley doch war. Wenn sie beschließen würden Awards zu vergeben für Mit überlegener Anstrengung dazustehen wie ein kompletter Vollidiot, würde Weasley bestimmt alle Preise abräumen.

Eine Szene schob sich immer wieder in seine Gedanken. Verflucht sei seine perverse Fantasie. Es kostete ihn einiges an Kraft das Bild einer leblosen Granger loszuwerden, deren kalter Körper im Gras lag, ihre großen braunen Augen weit geöffnet und leer nach dem Avada-Kedavra, ihre normalerweise geschwollenen, roten Lippen blau vpor Kälte. Verschwunden war der hass-mich-nicht-weil-ich-weiß-was-gut-für-dich-ist-Blick, der ihr so viel lächerlichen Stolz verlieh und geblieben war lediglich die stumme Anschuldigung in ihrem Gesicht.

Du hättest mich retten können.

Das Gewicht dieses Gedankens lag ihm immer schwerer im Magen und seine Hände stellten beunruhigende Dinge mit seiner völlig verknitterten Krawatte an.

Er starrte immer noch auf die Wasserspeierfigur, bevor er seinem Paten einen ungeduldigen und leicht verzweifelten Blick zuwarf. Wenn der Mann nicht in den nächsten Sekunden den Mund aufmachen würde, dann würde Draco ihn erwürgen.

„Es ist nicht dein Vater.", sagte Snape jetzt, denn er schien Dracos Wut zu spüren. Seine Augen glitten über den Streifen Dreck, der immer noch im Gesicht seines Patensohns klebte. Er zog ein weißes Taschentuch aus dem Innern seiner Robe und reichte es Draco.

„Säubere dein Gesicht.", sagte Snape und blickte direkt auf den Dreck.

Draco hatte die Luft angehalten und stieß nun erleichtert die Luft wieder aus und lehnte gegen die Wand. Eine große Erleichterung durchflutete seinen Körper. Er wischte sich beinahe abwesend über das Gesicht. „Wer ist sonst noch da drin? Weasley hat noch keinen Stimmbruch, also nehme ich der Bariton gehört jemand anderem?

Snape nickte. „Kingsley Shacklebolt ist hier, außerdem Nymphodora Tonks, Arthur Weasley, Alastor Moody und Horatio Coon."

Draco blickte auf und Erkenntnis zeichnete sich auf seinen Zügen ab. „Coon ist der Berater, der meine Angelegenheiten mit dem Ministerium geregelt hat."

„Geregelt ist etwas zu freundlich ausgedrückt, um es zu beschreiben.", entgegnete Snape, seine Stimme zitterte vor Wut. „Es hätt mich nicht gewundert, hätten sie angezweifelt, dass du der Erstgeborene bist."

„Wenn ich dennoch das bekomme was mir zusteht, hätten Sie es von mir aus anzweifeln können.", erwiderte Draco mit einem freudlosen Lachen. Er machte einen schwachen Versuch von Sarkasmus, aber Snape durchschaute seine wacklige Grundlage.

Draco hatte sechzehn Lebensjahre eingetauscht, damit sein Vater in Malfoy Manor seine Strafe absitzen konnte. Als Gegenleistung Draco würde das bekommen, was seiner Familie einst zustand, obwohl es bei ehemaligen Todessern eigentlich das Ministerium war, das dies entscheidet. Dieser Vertrag war legal bindend und völlig unanfechtbar im magischen Brittannien, gäbe es nicht „Arthurs Gesetz".

Der ganze Vertrag war ein Heuchlerischer Scherz. Der Deal wurde vielleicht von einem Minister mit dem Herz am rechten Fleck besiegelt, aber ebenfalls ein Minister, der nach blutiger Rache verlangte.

Das Ministerium, weder das alte Regime, noch das neue, konnten schwerlich als gleichberechtigtes magisches System bezeichnet werden. Jedoch war es eine Sache, volljährige Zauberer zu hintergehen, eine ganze andere war es eine Minderheit zu quälen und zu misshandeln und es dann „Gesetz" zu nennen.

Berücksichtigt man, dass der amtierende Minister das Ziel verfolgte, die magische Gesellschaft besser zu integrieren, schien es sehr verlogen, dass Arthur es für richtig hielt einen potenziellen, aufstrebenden jungen Mann wie Draco Malfoy für eine Tat verantwortlich machte, für die nicht nur jegliche Beweise fehlten, sondern auch jedes Motiv.

In den richtigen Händen war der Junge verlässlich und durchaus brauchbar.

„Das dauert zu lang.", murmelte Draco. Tatsächlich warteten sie erst seit sieben Minuten, und trotzdem fühlte es sich bereits an wie eine Stunde.

„Sie wissen, was dort draußen passiert ist, oder?", fragte Draco jetzt leise. Er war es gewohnt, dass Snape über alle Bescheid wusste. Nicht dass Snape auf Abruf Auskünfte gab. Draco war kein Narr. Er verstand durchaus, dass man manchmal ignorant sein musste, um andere zu schützen.

Snape sagte nichts, aber das leichte verengen seiner Augen sprach Bände.

Natürlich weiß ich, was passiert ist, du impertinenter Welpe. Aber das heißt nicht, dass ich es sage.

Alle Slytherins waren sich bewusst, dass ihr Hauslehrer einen etwas dubiosen Ruf vertrat. Vielleicht besaß er kein so sauberes Image wie Minerva McGonagall oder Filius Flitwick, aber er hatte eine dunkle beeinflussende Persönlichkeit, die niemand anzuzweifeln wagte. Seine Methoden waren unorthodox, sicher, aber wenn ein Schüler ein wirklich so ernstes Problem hatte, dass er damit zu Snape kam, dann fand er auch immer eine Lösung dafür.

„Können Sie mir dann wenigstens erklären, wie Mosmorde den Malfoy Drachen hervorgerufen hat?", verlangte Draco jetzt.

Unglücklicherweise war es ihm nicht vergönnt zu erfahren, ob sein Pate ihm diese Information offenbart hätte, denn in dieser Sekunde öffnete sich die Tür und Ron und Hermine verließen Dumbledores Büro. Lupin kam ebenfalls die Treppen hinunter, eine verwirrte Millicent stützend, die immer noch mitgenommen aussah.

Millicent blickte kurz in Dracos Gesicht, bevor sie in Tränen ausbrach.

„Mill…", begann Draco. Das Mädchen hatte eine Tante, einen Onkel und zwei weibliche Cousinen, während eines Todesserfluchtversuches im letzten Jahr verloren und hatte es seitdem noch nicht fertig gebracht ihre gewohnte Hochnäsigkeit wieder zu erlangen.

„Ich bringe Millicent nach unten, Severus.", sagte Lupin leise. „Du folgst Draco. Sie wollen ihn jetzt sprechen."

Granger schien während dessen völlig zu vergessen, dass es unhöflich war zu starren und Draco schaffte es, durch sei hindurch zu sehen.

Ich bin keine deiner verloren Entlein. Spiel ruhig weiter die Mutter für Weasley.

Sie blinzelte und eine steile Falte bildete sich zwischen ihren Augenbrauen. Draco blickte schnell hinab zu ihrer verletzten Hand und bemerkte, dass ihr jemand ein Taschentuch gegeben hatte. Lupin wahrscheinlich. Oder Dumbledore. Es war unwahrscheinlich, dass es Weasley gewesen war, denn der kümmerte sich eigentlich immer recht wenig um seine Umwelt.

"Weasley griff nun nach ihrem Arm und zog sie mit sich. Er schien es ziemlich eilig zu haben hier zu verschwinden, und Draco konnte es ihm nicht einmal übel nehmen.

„Lass uns gehen.", murmelte er und zog an ihrem Arm mit neuer Dringlichkeit. Draco vermutete, dass Granger es Weasley wohl übel nehmen würde, als Packesel behandelt zu werden, aber sie erlaubte es ihm tatsächlich sie fort zu zerren.

Es konnte natürlich bloß seine Fantasie gewesen sein, aber Draco glaubte, dass er etwas anderes, etwas komplett Neues in Weasleys Augen entdeckt hatte als das Gryffindor Miststück in angesehen hatte. Da war Hass und Misstrauen, natürlich. Das war nichts Neues. Weasley blickte ihn immer so an, als wären Höflichkeit und gute Manieren eine ansteckende, tödliche Krankheit.

Aber heute hatte er die Furcht in Weasleys Augen gesehen.