Chapter Twelve
Der große runde Raum, den Dumbledore sein Büro nannte, hatte sich nicht verändert, seit dem letzten Mal als Draco hier war. Es war voll gestellt, aber Draco hatte es immer als gemütlich empfunden. Das Décor sprach von einem Mann mit viel Lebenserfahrung und vielen Erinnerung, die er bewahrt hatte. Fawkes der Phönix war seltsamerweise abwesend, fiel ihm auf. Der sprechende Hut lag auf dem Regal hinter Dumbledore und Dumbledores klauenfüßiger Schreibtisch schien sich unter dem Gewicht an Dokumenten und Pergamentstapeln zu biegen. Zu Dracos Linken, beäugte ihn das Portrait von Phineas Black ziemlich misstrauisch.
„Du siehst deinem Vater von Tag zu Tag ähnlicher, Junge.", sagte das Portrait des ehemaligen Schulsprechers laut.
„Danke sehr.", erwiderte Draco, der mittlerweile an diesen Kommentar gewöhnt war.
Fünf Menschen betrachteten ihn mit ernsten Gesichtern. Dumbledore schien etwas gereizt zu sein, dennoch schenkte er ihm ein aufmunterndes Lächeln. Alastor Moody und Horatio Coon sahen aus, als befänden sie sich gerade in der Mitte einer Diskussion, während Arthur Weasley müde wirkte und etwas weiter abseits stand.
Dort stand auch eine junge Frau. Ein Auror, wahrscheinlich, vermutete Draco, wenn er sie mit den bleichgesichtigen, überarbeiteten, unzufriedenen Ministeriumsangestellten verglich. Sie unterschied sich von den anderen nicht nur dadurch, dass sie eine Frau war, sondern auch, weil sie ziemlich sportlich aussah, mit hüftlangem lilafarbenem Haar. Draco erinnerte sich, wie Snape vorher einen weiteren Namen genannt hatte. Er wünschte, er hätte besser aufgepasst.
„Setzen Sie sich Draco, Severus.", forderte Dumbledore sie freundlich auf. Der Schuldirektor griff tief in eine Schublade seines Schreibtisches und zog ein unverschlossenes Glas hervor. „Ein Toffee vielleicht?", bot er nun den Anwesenden an.
Jeder lehnte höflich ab, abgesehen von der Frau. Sie nahm sich ein recht großes Toffee und kaute es mit einem breiten Grinsen.
„Ich kann mir denken, dass Sie selbst einige Fragen haben, Draco, aber ich halte es für das Beste wenn wir mit der erstmaligen Befragung fortfahren, einverstanden?" Dumbledore setzte seine Halbmondbrille auf seine krumme Nase.
„Sicher."
Dumbledore nickte und zeitgleich zog Moody ein altes verknittertes Notizbuch hervor und begann mit seiner Befragung.
„Granger hat uns erzählt, Sie beide waren wahrscheinlich diejenigen, die sich am nächsten am Ort des Vorfalls befunden hatten. Das Mal erschien kurz vor Schluss der Unterrichtsstunde mit Professor Lupin heute Nachmittag, ist das korrekt?"
Draco versuchte stark, nicht Moodys wirbelndes Auge zu beachten, als ihn von oben bis unten zu durchleuchten schien. „Ja."
„Granger und Weasley haben hier, wie Sie auf der Karte sehen können, die exakte Stelle beschrieben, wo sie gestanden haben." Moody deutete auf die Karte auf Dumbledores Schreibtisch. „Ist das ebenfalls korrekt?"
Draco lehnte sich in seinem Sitz etwas nach vorne um ein besseren Blick zu haben und ignorierte den Geruch von Mottenkugeln, der von Moodys Umhang zu kommen schien. Granger hatte nicht nur die Stelle markiert, an der sie gestanden hatten, als das Mal erschienen war, sie hatte sogar, sie schien mit einem Loaklisierungszauber eine Linie auf das Papier gezaubert zu haben, die ihren exakten Weg beschrieben hatte. In den Wald und wieder zurück. Kurz hob er die Braue.
„Ja, das ist ebenfalls korrekt.", bestätigte er erneut.
Moody schritt wieder zurück. Er schien zufrieden. Coon übernahm ab hier. „Haben Sie etwas Seltsames bemerkt oder gehört, als Sie sich im Wald aufgehalten haben?"
„Abgesehen von der Tatsache, dass Schüler die Arbeiten des Wildhüters erledigten, nein, habe ich nicht.", erwiderte er in einem scharfen Ton, den er bei Moody nicht gebraucht hatte.
„Es wäre besser für Sie, Ihre Zunge im Zaum zu halten, Malfoy.", warnte ihn Coon jetzt.
Der glatzköpfige, schwitzige kleine Troll hatte sich kaum verändert seit Draco ihn das letzte Mal gesehen hatte. Er war offensichtlich befördert worden, da er den Minister auf seinen Ausflügen begleiten durfte. Lucius hatte gesagt, dass diese Ministeriums Arschkriecher immer leicht toleriert wurden, weil sie irgendwann einen besonderen Nutzen haben würden. Zu schade, dass Arthur Weasley bei diesem hier falsch lag.
Er ist ein Troll und ein Wichser, überlegte Draco jetzt still, als Coon sich neben stellte und mit dem Kopf kaum dessen schief hängende Schulter erreichte.
„Beruhige dich, Coon. Du weißt doch, er benimmt sich so wie immer.", verkündete die Frau jetzt.
Draco musterte sie kalt. „Verzeihung, wer sind Sie doch gleich?"
Sie lachte auf, was die Spannung, die in der Luft merklich zu lockern schien. „Mein Name ist Tonks. Nymphodora Tonks, wenn du es wissen musst, und ehrlich, ich hoffe, das musst du nicht. Nenn mich einfach Tonks. Wir sind verwandt, Draco. Ich bin deine Cousine. Mütterlicherseits."
Großer Gott. Sie war Andromedas Tochter. Verrückte Tante Andromeda, der ewige Horror ihrer Schwester Narcissa, die fort gegangen war und einen Muggel geheiratet hatte, bevor ihr Vater die Gelegenheit gehabt hatte, eine anständige Hochzeit für seine älteste und wohl vielversprechendste Tochter zu arrangieren. Lucius hatte ihren Namen vielleicht bloß ein oder zweimal erwähnt, erinnerte sich Draco. Und es war bloß zwischen einigen Beleidigungen, bösen Worten und Spekulationen über Blutsverrat.
Draco beobachtete mit neuem Interesse wie seine Cousine zwei Finger in den Mund schob, um anscheinend eine Toffeerest zwischen ihren Zähnen zu entfernen, bevor sie ihn von den Fingerspitzen dann wieder in den Mund saugte.
Nun. Familie war Familie.
„Nett, dich schließlich kennen zu lernen.", erwiderte Draco.
„Gleichfalls." Tonks nickte ihm zu.
„Wenn wir jetzt wieder zur Anhörung zurückkehren könnten?", unterbrach sie Coon recht ungeduldig.
Snape räusperte sich. „Ganz recht. Ich glaube, Sie haben Mr Malfoy einige Antworten versprochen. Sie fangen am besten damit an, wie das dunkle Mal überhaupt nach Hogsmeade gekommen ist."
Coon befolgte Snapes Einwurf. „Keine Sorge, Draco, Ihr Vater befindet sich immer noch auf malfoy Manor. Es gab einen Einbruch im Ministerium. Der Einbruch fand in zwei Beweisbunkern statt. Unter den gestohlenen Objekten befanden sich konfiszierte Portschlüssel, verschiedne schwarzmagische Artefakte und ein Zauberstab." Coon machte eine Pause. „Der Zauberstab Ihres Vaters um genau zu sein. Wir glauben, er wurde gestohlen um Mosmorde durchzuführen, was Sie bedauerlicherweise heute Nachmittag mitbekommen haben."
„Warum mit dem Symbol meiner Familie?", fragte Draco jetzt. „Warum hat das Mal die Form angenommen? Ich kann nicht gerade sagen, dass es besonders gut für mein Image ist."
Snape verdrehte die Augen.
Dumbledore übernahm. „Ich denke, Alastor wäre der Beste, der das erklären kann, wenn man bedenkt, dass es sein Zauber ist."
Coon machte ein belustigtes Geräusch. „Direktor, mit allem nötigen Respekt, aber hier handelt es sich um klassifizierte Informationen des Ministeriums. Dieser Junge ist nicht autorisiert…"
„Er wird es nach dem Ende dieses Treffens sein.", unterbrach ich Dumbledore ernst und versetzte ihm einen kühlen Blick. „Ich erteile ihm die Befugnis." Sein sanfter Ton wurde durch unbekannte Härte ersetzt. „Arthur? Irgendwelche Einsprüche?"
Der Minister schüttelte seinen Kopf.
Moody wirkte nun ebenfalls ungeduldig. „Flitwick hat mir erzählt, du bist gut in Zauberkunst, also werde ich es für dich nicht vereinfachen, Junge."
„Einverstanden.", erwiderte Draco trocken.
„Wie du weißt, ist es sogut wie unmöglich einen Standard Aufspür-Zauber an eine Person zu binden. Feste, unbewegliche Objekte, wie Kleidung und Besitztümer kann man binden, das ist kein Problem, aber es ist anders bei beweglichen Dingen." Moody kratzte sich am Kinn. „Klappt auch nicht bei Nässe, wie du siehst."
Draco sah es nicht. „Bei Nässe?"
„Wasser, Junge. Wasser. Der menschliche Körper besteht zum größten Teil aus Wasser. Du kannst keine Welle binden und genauso wenig den menschlichen Körper, mit dem Zauber den wir nutzen."
„Sie haben einen weg gefunden, Zauberstäbe zu binden, nicht wahr?", fragte Draco sofort und runzelte die Stirn. In seinem siebten Jahr hatte er sein erweitertes Zauberkunst Projekt potentiellen Sensorenzaubern gewidmet. Die Aufgabe der Klasse war, sich auf die Zauber zu fixieren, die bei der magischen Geburtenkontrolle angewendet wurden, aber Moodys Konzept war einfacher.
Moody grunzte zur Antwort. „Es ist eher so, dass wir in der Lage sind, manche Sprüche zu lokalisieren. Die Eierköpfe aus der Forschung haben mir erzählt, dass manche Zauber eine stärkere Spur hinterlassen als andere. Die Verfolgung wirkt nicht bei Lumos oder Alohomora, aber bei den Unverzeihlichen, oder Gedächtnis verändernde Sprüche. Sowie auch bei…
„Mosmorde.", schlug Draco vor.
„Jap." Moody nickte. "Ich hatte den Zauberstab deines Dads als Prototyp vorgeschlagen, seit wir wissen, dass er eine… ahem… recht potentielle Geschichte an dunklen Zaubersprüchen hinter sich hat. Natürlich haben wir das Malfoy Symbol als Testzeichen gewählt. Der Bindungszauber war immer noch wirksam als der Zauberstab entwendet wurde." Moody lehnte sich nun gegen Dumbledores Schreibtisch. „Wir müssen nicht unbedingt wissen, wem ein Zauberstab gehört, bevor wir ihn binden. Wir müssen bloß nah genug rankommen…"
Es war offensichtlich, dass es bei diesem Treffen um etwas Wichtiges ging.
Draco runzelte die Stirn. „Ich verstehe nicht? Sie wollen Voldemorts Zauberstab binden?"
Moody schnaubte laut. „Junge, wenn auch nur irgendein Auror, der seine Bezeichnung wert ist, nahe genug an ihn rankommen würde, würden wir eine ganze Menge mehr tun, als einen bescheuerten Bindungszauber auf den Zauberstab dieses Bastards zu legen."
„Wir berücksichtigen, dass Voldemort langsam schlampig wird und demnach hoffen wir, ihn durch zweite Quellen finden zu können.", fügte Coon hinzu.
Snape schien schneller zu begreifen. Der Hauslehrer von Slytherin war so schnell auf den Beinen, dass sein Stuhl ein hässliches Geräusch machte, als er über den Boden rutschte. „Nein. Auf gar keinen Fall. Und Sie, Coon, sollten der letzte Zauberer sein, von dem irgendjemand Befehle entgegen nimmt.
„Was für Befehle?", fragte Draco jetzt und erhob sich ebenfalls, aber Snape drückte ihn zurück in seinen Sitz.
„Kommen Sie, Professor. So viel anders kann es nicht sein, als der Anführer einer Bande zu sein, wie es gleich… Das Inquisitions-Kommando?" Coon schenkte Draco einen verächtlichen Blick. „Dolores Umbrigdes' Befehle haben Sie ja auch allzu bereitwillig entgegen genommen."
Draco wurde ähnlich zornig wie Snape. „Es waren auch einfache Befehle. Schüler zu terrorisieren war weder neu für mich, noch war es besonders schwierig. Außerdem war es da schon klar, dass ihre Leitung von Hogwarts dem Ende zuging."
„Und Sie empfinden nicht das kleinste bisschen Reue für ihr Verhalten? Ich habe gehört, Sie haben sogar Schüler unter Umbrigdes' Anweisung hin gequält."
Draco lächelte ein feines Lächeln. „Mr Coon, wenn ich das getan hätte, dann wären Sie die letzte Person, der ich es erzählen würde."
Tonks unterdrückte ein Lachen.
„Wir bitten Sie nicht darum, für uns zu spionieren, Draco.", machte Arthur Weasley jetzt deutlich.
„Um was genau bitten Sie mich dann?", entgegnete Draco.
Keinem schien es seltsam vorzukommen, dass Snape es übernahm, diese Angelegenheit zu erklären. Er sprach ohne den Blick von Arthur Weasley zu wenden. „Es erscheint mir mehr als verwunderlich, dass der viel beschäftigte Minister sich die Zeit nimmt, eine Aurorenteam zu begleiten, wo es sich doch bloß um eine einfache Befragung handelt." Snapes Ausdruck war herablassend als er sprach.
„Sie sind nicht alle hier, um über den Vorfall in Hogsmeade zu sprechen, Draco. Ich kann es nur vermuten, aber es scheint so, als wolle man dich als Spitzel zur einseitigen Information einsetzen, um heraus zu finden, wer von deinen Klassenkameraden wohl am ehesten dazu bereit wäre, sich auf Voldemort einzulassen."
„Oh.", sagte Draco, da ihm für einen Moment die Worte fehlten. Und dann, recht plötzlich, wurde er wütend.
Arthur blickte ihn mitfühlend an. „Junger Mann, ich weiß, dass ihre Beziehung zum Ministerium etwas problematisch gewesen ist, aber wir geben Ihnen hier eine Gelegenheit."
„Um was zu tun? Mich freizukaufen?", unterbrach ihn Draco zornig, die Stimme schwer von Sarkasmus. „Den Namen Malfoy vor weiterer Ungnade bewahren? Meinen Sie das?" Seine Augen verengten sich und seine Stimme nahm einen bitteren Ton an. Er starrte in Arthur Weasleys Gesicht. „Denken Sie, jemand würde ihrem Sohn ein ähnliches Angebot machen?"
Arthur traf diese beiläufige Erwähnung von Percys Namen völlig unvorbereitet und für einen Moment drohte seine Maske von Autorität zu entgleisen. Er räusperte sich laut.
„Pass lieber auf, was du sagst, Junge.", knurrte Moody jetzt.
„Ich glaube nicht, dass er logisch darüber nachgedacht hat.", murmelte Coon jetzt in Dumbledores Richtung.
Dieser Kommentar ließ Snape die Augenbrauen heben. „Sie haben Lucius Malfoy mit acht weiteren Todessern im Ministerium gefunden, ihn festgenommen und für zwei Monate nach Askaban geschickt. Und wo ist er jetzt? Zuhause!, Ich denke, es ist nicht Dracos Urteilungsvermögen, das Sie anzweifeln sollten:"
„Warum fragen Sie nicht Potter?", schlug Draco jetzt kalt vor. „Er hat schon lange niemanden mehr gerettet und auch keinen umgebracht. Die Mord und Totschlag Szenerie ist etwas still geworden, finden Sie nicht? Wahrscheinlichwürde er sich auf die Gelegenheit stürzen, den Held zu spielen."
„Wie können Sie es wagen, sich mit Harry Potter zu vergleichen?", spuckte Coon ihm entgegen.
„Das würde ich nicht wagen, schon alleine weil er bloß über die emotionale Reife einer gewöhnlichen Sumpfschildkröte verfügt.", schnappte Draco. „Sie entschuldigen meine Wortwahl, aber dafür dass Harry Potter auf der Seite des Guten und des Lichts arbeitet, ist er weder glücklich, noch völlig normal. Ihr Ministeriumsleute habt ein Händchen dafür, eure Helden völlig zu zerstören." Draco konnte es sich eingebildet haben, aber er glaubte, wie er Dumbledores Augen rasch zu denen Snapes huschen sah.
Coons Gesicht nahm eine dunkellilanen Farbe an. „Ihr Vater hat eine großzügige Geste des Ministeriums nicht so schnell in den Wind geschossen."
Das reicht, dachte Draco, als er seine Kiefermuskeln spannte. Er würde diesen verblödeten kleinen Idioten in den Boden stampfen. Scheiß auf die Konsequenzen.
„Genug.", befahl Dumbledore ruhig. Seine Stimme war kaum lauter als ein Flüstern, aber sie hatte die Intensität eins Blitzeinschlags.
Arthur Weasley blickte blass und recht unglücklich drein. Sein Blick jedoch hatte etwas Endgültiges. „es tut mir Leid, Albus, aber die anderen haben hierbei zugestimmt."
Es war Draco bisher nicht aufgegangen, dass Dumbledore diesen Befehl zu seinem Wohl bereits abgelehnt haben könnte. Es schien mehr eine Sache zu sein, die er vielleicht für Potter getan hätte.
„Und wie genau, wollen Sie in dazu bringen, die nötigen Informationen zu besorgen, bevor der Spruch gesprochen worden ist?", schnarrte Snape jetzt und ignorierte den vielsagenden Blick, den sich der Minister und der Direktor zuwarfen. „Wollen Sie, dass er seine Klassenkameraden fragt, ob sie gerade zufällig planen, in naher Zukunft auf Voldemorts Seite überzulaufen?"
„Er soll unsere Augen und Ohren in Slytherin sein.", antwortete ihm Coon. „Das ist alles, was wir von ihm wollen. Er soll berichten, wenn etwas Ungewöhnliches in der letzten Woche passiert und noch wichtiger, wenn etwas im Sommer vorfällt."
Snape war allerdings noch nicht fertig. „Das Haus Slytherin ist nicht mehr, was es einmal war. Es ist zersplittert, geteilt. Allianzen oder Freundschaften sind sehr selten, wenn es sie überhaupt noch gibt. Was Sie von dem Jungen verlange, ist so gut wie völlig unmöglich!"
„Was bekomme ich als Gegenleistung?" Draco fragte dies so leise, dass Coon für einen Moment so aussah, als hätte er sich verhört.
„Ihr Vater wird an einen anderen Ort gebracht, um seine Strafe abzusitzen. Sie können frei in Malfoy Manor residieren. Ihr Vertrag mit dem Ministerium bleibt erhalten. Ihr Vater wird immer noch seinen Titel an Sie weiter geben, wenn Sie nächste Woche die Schule verlassen und Sie werden erben, was Ihnen ihr Großvater vermacht hat."
Draco wirkte unentschlossen. „Mein Vater würde eher sterben, als noch einmal einen Fuß nach Askaban zu setzen. Und wenn ich mich nicht irre, hat er ein Formular unterschreiben, was dieses Schicksal auch verhindern soll."
„Es wird nicht Askaban sein.", erklärte Coon jetzt. „Wir besorgen ihm eine sichere, recht komfortable Unterbringung außerhalb von Brittannien-."
Oh, ja. Darüber würde sich Lucius sicher freuen.
„- Es wird ihm erlaubt sein, Basismagie zu verwenden, aber ich wage zu bezweifeln, dass sich seine Existenz wirklich verbessert."
Es entstand eine sehr lange Pause, die bloß von den surrenden Geräuschen von Dumbledores Gerätschaften unterbrochen wurde.
„Außerhalb von Brittannien, sagen Sie?", fragte Draco schließlich.
Snape starrte ihn an, als hätte er seinen Verstand verloren.
