Chapter Fifteen

Samstag Morgen.

„Hast du vor das zu essen?"

Hermine merkte nicht sofort, dass Ginny soeben gesprochen hatte, bis sie sie leicht am Arm berührte. „Geht's dir gut?"

Gute Frage, überlegte Hermine. „Sorry, Ginny. Ich war grad meilenweit entfernt."

Ginny lächelte freundlich. „Da bist du nicht die einzige. Sieh dich um. Jeder scheint bloß ein seinem Essen rumzustochern."

Das stimmte tatsächlich. Die meisten Schüler sahen so fertig aus wie ihr Porrigde. Obwohl einige Hufflepuffschüler noch viel schlimmer aussahen. Nämlich die, die gestern Abend noch eine spontane und vor allem nicht gestattete Party gefiert hatten.

Solche Veranstaltungen waren nämlich ohne die Zustimmung der Schulsprecher strengstens verboten, aber Hermine und Blaise hatten darüber hinweg gesehen, denn Ernie MacMillan hatte versprochen, alles unter Kontrolle zu behalten. Abgesehen von einem kaputten Stuhl und einem Viertklässler im Krankenflügel (ihm war ein Rattenschwanz gewachsen) war wirklich alles ruhig verlaufen.

„Seit wann gibt es eigentlich Pfannkuchen an einem normalen Wochenende?", erkundigte sich Ginny.

„Noch nie.", erwiderte Hermione, beklagend dass sie ihr Essen nicht genießen konnte. Sie liebte Pfannkuchen für gewöhnlich. „Muss eine Ausnahme sein, weil es Jahresende ist, nehme ich an." Sie schob ihren Teller Ginny zu und beobachtete amüsiert, wie Ginny sich auf die Pfannkuchen stürzte.

„Sicher, dass du sie nicht willst?", vergewisserte sich ginny noch einmal.

Hermine schüttelte den Kopf. „Bedien dich. Ich glaube, meine Augen waren größer als der Magen."

Vielleicht bekam sie auch die Grippe. Der Virus ging nämlich um. Ron hatte bereits angefangen zu schniefen, während sich Ginny sich von ihrem rauen Hals erholte. Weil Husten und Erkältungen die Schüler quälten und dieses Schuljahr zwar besorgniserregend, aber dennoch recht langweilig war, war die Stimmung im Schloss zweigeteilt.

Ein Drittel der Schüler waren bereits abgereist. Und das nicht wegen der Grippe. Einige Eltern, der magischen Bevölkerung natürlich, sahen keinen Sinn darin ihre Kinder in solch einer gefährlichen Zeit nicht bei sich zu haben. So war es seit dem fünften Jahr. Andere jedoch überließen ihre Kinder der Sicherheit in Hogwarts, so lange wie es eben nur ging, wohl wissend, dass hogwarts der sicherste Platz für ihre Kinder war, so lange Albus Dumbledore hier Direktor war.

Hermine warf einen Blick den Tisch entlang. Wie immer waren Parvati und ihre Zwillingsschwester aus Ravenclaw längst abgeholt worden. Lavender schien recht gelangweilt, während sie über der neuesten Ausgabe der Hexenwoche brütete und ab und an ein lautes Gähnen vernehmen ließ. Von ihrem Jahrgang waren hier noch Seamus, Dean, Neville, Ron, Harry und sie selbst. Die Streitigkeiten zwischen Harry und Seamus waren noch immer nicht ganz begraben, aber sie gaben sich Mühe zivilisiert zu bleiben. Nur Ginny wegen. Diese hatte sich geweigert auch nur ein Wort mit Seamus zu sprechen, wenn er sich nicht bei Harry entschuldigen würde, um die Streitigkeiten zu begraben. Zu Rons großem Ärger hatte Seamus auch genau das getan.

Ron hatte bis jetzt noch nie etwas von Ginnys Verehrern gehalten. Aber er hielt auch alle Männer, sich ebenfalls, für perversen Abschaum.

Weiter hinten am Tisch saß Luna. Sie saß wieder einmal am Gryffindortisch. Sie war in ein Gespräch vertieft mit einem ziemlich ängstlich drein blickenden Neville. Hermine gelang es allerdings einige Wortfetzen wie „…aber nur wenn es dunkel ist…" und „…niemals auf nüchternen Magen…" aufzuschnappen.

Selig ist unsere Luna, dachte Hermine mit einem feinen Lächeln. Das Mädchen hatte niemals aufgehört sich nach DA Treffen zu erkundigen, obwohl die Gruppe der Mitglieder stark ausgedünnt war.

Eigentlich hatte sich vieles verschlechtert, wenn sie an das fünfte Jahr zurückdachte.

Die monatlichen Treffen des Ordens am Grimmauld Platz waren diesen Monat eingestellt worden. Dumbledores ständige Unterstützung des Zauberergamots und die vielen verschiedenen Ministeriums bezogenen Treffen, die der Minister Arthur Weasley veranlasste, machten den Direktor zu einem viel beschäftigten Mann. Er war auch diesen Morgen nicht da. Genauso wie Professor Lupin, obwohl die gesamte Schule in diesem Fall wusste, dass es mit dem Vollmond zu tun hatte, der seit Donnerstagabend zu sehen war.

„Ich weiß, du denkst, was ich auch denke.", flüsterte Ron Hermine mit dem Mund voll Pfannkuchen zu. Sie saßen einander gegenüber. So wie auch Harry und Ginny.

„Hmm…", erwiderte Hermine. Zum einen war sie froh, dass Harry damit beschäftigt war, Ginny für die letzten Quidditchereignisse begeistern zu können. „Aber wir werden es nicht sagen, Ronald. Es zu denken ist schon schlimm genug."

„Harry wundert sich doch bestimmt auch. Dafür wette ich.", beharrte Ron auf seinen Worten. Seine Augenbrauen zogen sch beim Stirn runzeln zusammen. „Ist dir nicht aufgefallen, wie sogar die Lehrer Panik gekriegt haben, nachdem sie das Dunkle Mal gesehen haben? Ich kann dir sagen, was ich gedacht habe: Nämlich egal welchen widerlichen Schlag Voldemort geplant hat, dort im Wald wäre der Moment gekommen an dem wir um unser Leben hätten rennen müssen…"

Ron fuhr fort. „Dieses Jahr wäre schließlich das erste Jahr in dem Harry mal nicht… naja, du weißt schon."

„Gegen die Kräfte des Bösen kämpfen müsste?", antwortete Hermine kühl.

„Jaah."

„Das ist aber eine gute Sache, Ron." Sie beobachtete ihn wie er mehr Sirup über seine Pfannkuchen kippte. „Langweilig und ereignislos sind die Wörter mit denen ich Ereignisse am liebsten beschreibe. Das bedeutet nämlich, dass ich mich um euch beide nicht sorgen muss. Harry verdient etwas Ruhe und Frieden und ich denke nicht, dass Dumbledore ihm das verweigern wird."

„Egal was passiert, ich glaube heute wird es interessant…", erwiderte Ron plötzlich mit einem bösen Blick über ihre Schulter.

„Wieso sagst du das?"

Er nickte dem Slytherintisch zu. „Dreh dich um und sieh selbst. Malfoy kommt rüber."

Das tat er tatsächlich. Er lief direkt auf sie zu und jeder beobachtete ihn dabei. Was tat er denn da? Sie hätte ihre Aufmerksamkeit am liebsten wieder ihrem Frühstück zugewandt, aber das hatte sie ja Ginny überlassen.

„Morgen.", sagte Draco mit einer überaus freundlichen Stimme und beugte leicht den Kopf in höflicher Manier, was Hermine sofort argwöhnisch die Augenbrauen heben ließ. Er stand hinter ihr, die Aufmerksamkeit auf Harry gerichtet. „Potter, ist es möglich eine kurze Unterredung mit dir zu führen?

Irgendetwas war im Busch. In diesem Moment fiel Hermine auf, dass die Ravenclaw Kapitänin Lisa Turpin und Hufflepuff Kapitän Zacharias Smith im Eingang standen. Beide fixierten Harry; beide wirkten ziemlich aufgeregt.

Draco setzte sich. Harry schien diese Geste für völlig absurd zu halten. Seine Hand erstarrte in der Luft und der Löffel mit Müsli schwebte nun vor seinem Mund.

„Es ist üblich," erklärte Draco, während er mit den langen Fingern auf dem Tisch trommelte, „entweder: Ja, aber sicher, Malfoy, zu sagen oder mir zu sagen, dass ich mich verpissen soll."

„Verbiff bich, Malfoy.", folgte Harry seiner Anweisung mit dem Mund voll Müsli.

Ungerührt warf Draco Hermine einen kurzen Seitenblick zu, während er darauf wartete, dass Harry seinen Bissen runterschluckte. „Granger, du siehst heute Morgen besonders wild aus. Ist deine Harrbürste wieder mal am streiken?"

Ist es zu frph am Morgen um jemanden einen Fluch auf den Hals zu jagen?", unterbrach Ginny jetzt die Stille und drehte ihren Zauberstab zwischen den Fingern.

„Ah, die kleine Weasley." Draco grinste ihr zu. „Du siehst ziemlich fit aus. Ich muss sagen, meine Mannschaft hat deine morgendlichen Joggingrunden um das Feld sehr genossen. Es ist der einzige Grund, warum ich sie um sieben Uhr morgens aus dem Bett holen kann."

Rons Gesichtfarbe wechselte schlagartig zu einem gefährlichen Rot. Das war genau die Art perverser Abschaum, vor der er Ginny immer warnte. „Malfoy, hör auf meine Schwester anzustarren. Ich prügel dir dein Gesicht grün und blau."

„Du meinst, sonst prügelst du mein Gesicht grün und blau.", korrigierte ihn Draco hilfsbereit.

Hermine verdrehte die Augen. Wie immer kam jetzt der Punkt, an dem Malfoy die Dinge aus dem Ruder liefen. Die anderen Schüler starrten bereits zu ihnen rüber. „Ron, halt die Klappe. Malfoy, wenn du Harry etwas sagen willst, dann spuck es endlich aus. Und um deine Frage zu beantworten, Ginny, nein, ich denke es ist niemals zu früh jemanden zu verhexen wenn er es wirklich verdient hat."

Draco schenkte allen ein breites Lächeln. „Ich bin gekommen um Potter und seine Gefolge an Quidditch Idioten zu fragen, ob sie Interesse an einem Freundschaftsspiel hätten."

„Gegen wen?", fragte Harry jetzt, neugierig genug, um Malfoy den Idioten-Kommentar durchgehen zu lassen. „Die Saison ist vorbei."

„Gegen die Auroren.", erwiderte Draco und wirkte ehrlich erwartungsvoll. Der Rest des Tisches war in hektisches Geflüster ausgebrochen. „Turpin und Smith wurde es heute Morgen bereits erzählt. Hooch sagt, wir können ein normales Spiel für Mittwoch organisieren, wenn alle Kapitäne bis heute zugesagt haben." Draco betrachtete die vor Sirup verklebte Tischplatte und zog seine Arme mit einem angewiderten Gesichtsausdruck zurück. „Anscheinend sind die letzten Schultage so depressiv, dass die Schulleitung beschlossen hat, uns etwas Spaß zu gönnen…"

„Darüber beschwer ich mich nicht.", warf Neville jetzt ein.

Draco Blick glitt beiläufig den Tisch entlang. Er musterte Neville wie einen Flubberwurm, der sich gerade aus der Erde gegraben hatte und nun zwischen den restlichen Flubberwürmen des Gryffindortisches saß. „Wir treffen und nach dem Frühstück ins Hoochs Büro.", sagte Draco schließlich zu Harry. „Und bring die Aufstellung mit."

Er erhob sich und machte eine übertrieben Show daraus, sich seinen Umhang sauber zu klopfen, aber nicht bevor er etwas Kleines in Hermines Schoss hatte fallen lassen.

Sie war so überrascht, dass sie fast ihre Teetasse hatte fallen gelassen.

Glücklicherweise waren alle anderen so von den neuen Informationen überrannt worden, dass es niemandem aufgefallen war, wie Draco Malfoy Hermine wieder mal eine Nachricht unter allen Augen hatte zukommen lassen.

Freundschaft und Quidditch gehörten nicht wirklich in denselben Satz.

Die vier Kapitäne hatten sich in Madame Hochs Büro eingefunden und alle waren sich dieser Tatsache bewusst. Das Spiel diente mehr zur Unterhaltung als wirklich als Wettbewerb. Aber die Tatsache, dass die Auroren einmal selbst Quidditch gespielt hatten, war das Schloss in reger Erwartung.

„Es ist ja so aufregend!", sagte Lisa Turpin.

Es war aufregend. Und wirklich lustig. Draco fiel auf, das ser in der letzten Zeit die Bedeutung dieser Worte fast vergessen hatte.

Turpin und Smith studierten die Liste der Auroren, die spielen würden, mit großer Ernsthaftigkeit.

„Es heißt, Henry Williamson wird als Treiber spielen. Meine Schwester hat mit erzählt, dass er es jedes Jahr geschafft hatte, wenigstens einmal dem Hüter die Nase zu brechen.", informierte Turpin die anderen jetzt beinahe ehrfürchtig.

Smith wirkte besorgt. „Mein Hüter und der Ersatzhüter sind weg."

Madame Hooch hatte alle Quidditchspieler der Schule ausgewählt, für ein faires Spiel. Alle Namen befanden sich in einem Hut und jede Position sollte mit drei Spielern abgesichert sein. Allerdings waren einige von ihnen schon nach Hause geholt worden.

„Lisa, stimmt es, dass Beth Pennywise zu krank zum spielen ist?", fragte Hooch jetzt.

Turpin nickte. „Sie ist wirklich fertig deswegen, aber Madame Pomfrey hat ihr Bettruhe befohlen."

Auch Goyle konnte nicht spielen. Sein gebrochenes Bein heilte schnell, aber bis Mittwoch würde es bestimmt nicht in Ordnung sein.

„Also gut." Hooch seufzte. "Anscheinend verlieren wir unsere Spieler, während wir sprechen… also, ihr vier werdet eure Namen einwerfen und wir überlegen uns die Positionen."

Nach dem Ziehen also, war Smith ein Jäger und Turpin ein Treiber. Draco und Harry jedoch spielten dieselbe Position.

„Wir brauchen bloß einen Sucher.", sagte Turpin und klang zerschlagen.

„Vielen Dank, Lisa. Nach sechs Jahren Quidditch und nach zwei Jahren Kapitän sein habe ich diese Tatsache komplett vergessen.", erwiderte Draco trocken.

Turpin verengte die Augen und murmelte etwas Abfälliges, das Draco nicht verstehen konnte. Harry schnaubte bestätigend. Jedoch wusste Harry nicht, dass keine echte Feindschaft zwischen den beiden herrschte, denn Draco hatte eine recht kurze, wenn auch zufrieden stellende Zusammenkunft mit der reizenden Turpin im letzten Jahr.

Abgesehen von ihrem Haus, fand Draco sie so intellektuell stimulierend wie ein Sack voller Kröten, aber er gab zu, dass sie eines der physisch aktivsten Mädchen war, mit der er jemals aus gewesen war.

Für einen kurzen Moment, schweifte Dracos Aufmerksamkeit, die für gewöhnlich bei Thema Quidditch immer bei der Sache blieb, etwas ab. Bis Harry anfing sich über etwas zu beschweren. Das war immer unterhaltsam und Draco zwang sich wieder zur Konzentration.

„Madame Hooch, bitte sagen Sie es nicht."

Hooch blickte ihn mitleidig an. „Es tut mir leid, Harry, aber du bist vom Spiel gesperrt."

„WAS!", bellte Harry jetzt.

„Wer hat das veranlasst?", fragte Draco jetzt wirklich interessiert.

„Professor Snape hat es vorgeschlagen. Ich fürchte, der Schuldirektor teilt seine Meinung."

Harry begann durch das kleine Büro zu schreiten. „Ich kann es nicht glauben! Wissen Sie, wie langweilig es im Moment ist? Dieses Spiel wird absolut brillant werden und ich darf nicht spielen! Wenn es gefährlich sein soll, dann nur in Snapes Fantasie."

Professor Snape.", korrigierte ihn Draco, der aussah, als wäre Weihnachten vorverlegt worden.

„Ahem…", unterbrach Smith die beiden. „Harry, diese ganze Sache mit Lucius Malfoys' Zauberstab im Wald… Dumbledore hat gesagt, er wurde von Todessern gestohlen, für welchen dunklen Plan auch immer."

„Ja, aber ich bin nicht in Gefahr!", erklärte Harry mit einem wutverzerrten Blick. „Für mich war das gesamte Jahr völlig ereignislos!"

Draco stimmte mit ihm überein. „Madame Hooch, nicht, dass ich mich beschweren möchte, aber wenn Sie sich sorgen um Potter machen, was ist dann mit dem Rest von uns, der durch den Himmel fliegt. Sind wir zum opfern gut genug?"

„Ja!", erwiderte Harry und wandte seine Aufmerksamkeit Draco zu. „Du bist wirklich viel leichter in der Luft auszumachen, Malfoy. Du bist bloß ein blonder, großer, nervtötender…" Er überlegte wirklich hart einen passenden Vergleich zu finden. „…Papagei! Du kannst nicht mal richtig fliegen."

Draco machte ein finsteres Gesicht. Es war zwar keine bekannte Tatsache, aber die leichteste Art ihn aufzuregen, war, seine Quidditchfähigkeiten anzuzweifeln. Seine Augen verdunkelten sich.

„Wenn einer ein verfluchter Papagei ist, dann bist du es Potter."

Harry grinste auf eine Snape-ähnliche Art. „Oh, ja…gib's mir, Malfoy."

„Jungs, bitte!", bat Madame Hooch um Ernsthaftigkeit. „Das hilft uns nicht."

Doch Harry war noch nicht fertig. „Ich bitte Sie, es war schließlich nicht mein Schlangending, dass irgendwelche Verrenkungen um das Dunkle Mal gemacht hat. Wenn einer gesperrt werden sollte, dann er!"

Ein Muskel zuckte verdächtig in Dracos Kiefer. „Es ist ein Drachen und keine Schlange, du dämlicher Idiot. Und hast du Dumbledores Ankündigung am Mittwoch nicht mitbekommen? Der Teil in dem er gesagt hat, DASS ES NICHT MEIN GOTTVERDAMMTER FEHLER WAR!"

Würde die Diskussion nicht gerade um Quidditch gehen, wäre es wahrscheinlich ein amüsanter Anblick gewesen, wie Madame Hooch die Liste der Spieler zusammen rollte und Draco damit auf den Arm schlug.

Es verursachte ein verhältnismäßig lautes Geräusch. „Mr Malfoy, fünfzehn Punkte Abzug auf Grund ihrer Sprache!"

„Verpiss dich und fick dich, du Wichser.", zischte Harry Draco in Parsel zu. Den Effekt, den es auf den Raum hatte, war eindrucksvoll. Turpin und Smith blickten sich unangenehm berührt an. Madame hooch wurde nun noch wütender.

Draco hatte keine Ahnung, was Harry gerade gesagt hatte, aber es brauchte nicht besonders viel Fantasie, um es zu erraten. „Du zuerst, Narbengesicht!", spuckte Draco jetzt zurück in Koboldogack, was wesentlich komischer Klang, ohne jeglichen dunklen Effekt.

„Und fünfzehn Punkte von Gryffindor, Mr Potter!" Madame hooch warf beiden einen grimmigen Blick zu. Sie erlaubte ihren Quidditchkapitänen einiges, aber sie zog die Linie bei unangemessener Sprache, wenn es außerhalb eines Spiels geschah.

„Es werden gleich noch einmal zwanzig Punkte werden, wenn ich keine Entschuldigung von Ihnen beiden höre! Also wirklich, nach sieben hätte ich erwartet, Sie würden wenigsten so tun, als ob Sie sich verstehen würden."

Harry sah aus, als würde er lieber auf einer Glasscherbe kauen, aber er brachte ein zerknirschtes „Sorry" über die Lippen."

„Ich bitte um Entschuldigung, Madame Hooch.", sagte jetzt auch Draco, der genauso unwillig klang.

Turpin begann gereizt auf ihrer Unterlippe zu kauen. „Können wir jetzt endlich den Sucher wählen und gehen, Madame Hooch? Harry hat eine von sieben Chancen, um für das Spiel in Frage zu kommen, oder?", fragte sie jetzt. „Lassen Sie und einfach einen Namen ziehen und sehen, was es bringt."

Madame Hooch war wütend genug um zu nicken. Mit einem ungeduldigen Schnauben griff sie in den alten Bowler und zog einen Zettel hervor.

„Unser Sucher ist-" Die vier Kapitäne wartete gespannt, während sie den Zettel auseinander faltete. Der Ausdruck auf ihrem Gesicht als sie stumm den Namen las, konnte als langes Leiden bezeichnet werden.

„-Draco Malfoy."

Ein wohlwollender Gewinner zu sein, war keine Stärke der Slytherins und es wurde überaus deutlich bei Dracos enormen Seufzer der Befriedigung.