Chapter Sixteen
Draco Malfoy war ein seltsamer Junge. Es hatte den Anschein, als hatte er ihr eine Walnuss gegeben.
In der Stille ihrer Alte Runen Stunde starrte Hermine entgeistert auf die kleine Nuss, bis ihr irgendwann aufging, dass es sich um einen verwandelten Brief handelte.
Also… wirklich, Granger, konnte sie in Gedanken seine Stimme hören und sah wie er die Augen verdrehte.
Professor Flores hatte den Siebtklässlern von Slytherin und Gryffindor das neuste Rätsel vom monatlichen Runen Konntest mitgebracht, um sie zu beschäftigen. Hermine hatte die Zeilen überflogen und war froh, bereits nach einer halben Stunde fertig zu sein.
Kurz vergewisserte sie sich, dass der Rest der Klasse noch schwer mit dem Rätsel beschäftigt war, bevor sie die Walnuss in ihrem Schoss platzierte und sie in den Normalzustand zurück transfigurierte.
Der Brief von Malfoy enthielt folgende Zeilen:
Pete ist heute Morgen mit einer Antwort zurückgekommen. Es hat in London anscheinend geregnet. Der verfluchte Vogel hat was gegen Regen und hat DTEE in den Finger gebissen. Pete hat Glück, dass kein Blut geflossen ist, aber Bisswunden brennen teuflisch unter der Dusche.
DTEE? Mit gerunzelter Stirn las Hermine dieselbe Zeile noch einmal, um sicher zu gehen, dass sie es verstanden hatte. Wer oder was zur Hölle war DTEE?
Unser Kontaktmann hat ein Treffen in London vorgeschlagen. Nächsten Samstag treffen wir dann einen Experten, der sich unser kleines Problem ansehen wird. Ein teurer Experte, ohne Zweifel. Keine Sorge. ICH werde bezahlen.
Dieser herablassende Arsch. Dachte er wirklich sie wäre eine arme Kirchenmaus und hätte kein Geld?
Werde dich noch einmal in den nächsten Tagen kontaktieren.
Auf bald,
Dein treu ergebener Ehemann
Ihre Lippen zuckten amüsiert. Das war also D.T.E.E.
Es ging noch eine Zeile weiter.
P.S.
Weasley starrt wieder mal auf deine Brust.
Hermine musste angestrengt ihr lächeln unterdrücken. Das auf die Brust starren war nichts neues. Seit neustem war Ron mehr daran interessiert mit den Brüsten der Mädchen zu sprechen, als mit den Mädchen selbst. Aber Hermine war sich sicher, dass dies ein völlig normales Verhalten für einen siebzehnjährigen Jungen war.
Normalität war gut. Es war ein sicheres Gefühl.
Malfoy wiederum war kein normaler Junge. Er war regelrecht bizarr. Jedoch war es fast peinlich, dass er den Faux Pars von Ron gewahr wurde. Sie musste wohl ein ernstes Wort mit ihrem besten Freund reden.
Blaise, der ein Tisch weiter vorne saß, drehte sich in seinem Stuhl zu ihr um. Er betrachtete sie mit einem prüfenden Blick. „Hast du es schon gelöst?", fragte er nun. Auf seinem Tisch häufte sich ein Berg an zerknülltem Papier, aber sein Wörterbuch war immer noch in seiner Tasche. Wie auch Hermine selbst, benutzte er es nur ungerne. Es sei denn, es ließ sich nicht vermeiden.
„Ja.", erwiderte sie, denn sie wusste genau, dass er keine Hilfe wollte. Blaise nahm nie Hilfe an und brauchte seltsamerweise auch nie welche.
„Ich hasse Elder Futhark.", beschwerte er sich. "Diese kryptischen Rätsel machen mich wahnsinnig."
„Ich mag die Rätsel." Hermine zuckte die Achseln. Sie entschuldigte sich nie für ihren Intellekt und jetzt würde sie auch nicht damit anfangen.
Blaise schnaubte auf. „Du stehst auf Fragen, Granger. Du bist immer sofort dabei, wenn bloß ein Fragzeichen am Ende eines Satzes steht."
Das war eine recht interessante Beobachtung. Vor allem, da Hermine bei ihr sofort an Malfoy denken musste.
Es war nur, dass sie ihn manchmal einfach nicht verstand. Man nehme bloß die letzte Nachricht. Malfoy hatte oft genug bewiesen, dass er tatsächlich gemein und bösartig sein konnte, wie es alle von ihm annahmen. Aber dann gab es da noch diese Intelligenz, diese Arroganz, die genauso charmant wie destruktiv war und den beneidenswerten, gut ausgeprägten Sinn für Humor, der, ohne es zu leugnen, die größte Überraschung war.
Das machte ihn allerdings nicht zu einer guten Person, ermahnte sich Hermine. Noch machte es seine letzten Fehler ungeschehen. Nicht mal im Entferntesten.
Der Gemeinschaftsraum der Slytherins platzte fast an diesem Samstagabend. Und nicht nur weil ein paar Erstklässler es geschafft hatten Weasleys fabelhafte Wunderfliegen ins Schloss geschmuggelt hatten. Die Neuigkeiten eines Freundschaftsspiels wurden im Schloss sehr begeistert aufgenommen. Freundliche Vermutungen wurden angestellt, mögliche Gewinner gewählt, der mögliche Endstand wurde diskutiert, das Level der Verletzungen und die Anzahl an Fouls. Eine Viertklässlerin aus Ravenclaw hatte sogar Rekord schlagende sechzig Galleonen auf einen Heimsieg gewettet.
Draco saß auf dem Teppich vor dem Kamin, mir gekreuzten Beinen und seinen Kopf hinter der neuen Ausgabe des Tagespropheten versteckt. Drachenblut war im Preis gestiegen, wegen eines ziemlich waghalsigen Überfalls einer ungarischen Lieferung.
Er hatte Probleme sich auf die restlichen finanziellen Neuigkeiten auf Seite dreiundzwanzig zu konzentrieren, denn Pansy tippte ihn ständig an und bat ihn zu wiederholen, was die anderen bereits „Die öffentliche Kastration von Harry Potter" nannten. Die jüngeren Slytherin versammelten sich ebenfalls und gaben ihren Senf dazu. Die einzigen Zwei Slytherins die nicht mit dem Thema Quidditch beschäftigt waren, waren Blaise und ein missmutig drein blickender Goyle. Die beiden standen abgeschirmt von den anderen in einer Ecke und waren tief in ein Gespräch versunken.
„Kastration ist etwas hart, oder nicht?", sagte Carmen Meliflua jetzt. „Es ist eher so, als würde Potter die Flügel abgeschnitten."
Dodders, ein kleiner, knopfäugiger Junge aus dem dritten Jahr war schon dabei zu antworten. Er arbeitete sich außerdem schnell seinen Weg durch eine Packung Kekse. „Trotzdem, bei einem Spiel wie diesem auf die Bank geschickt zu werden… Sie haben ihn und jeden anderen Quidditch spielen lassen, als die Kammer des Schreckens geöffnet worden war."
„Wie willst du das denn wissen, Kaulquappe?", fragte Carmen ihn kühl. Sie war nicht unbedingt ein Menschenfreund. Dazu kam noch die unangenehme Tatsache, dass Tandish Dodders schon seit seiner ersten Woche von Draco gebrandmarkt worden war. Dodders hatte ihn einmal damit konfrontiert, warum er ihn denn nicht leiden könnte.
Draco, in charakteristischer Draco-Manie, hatte ihn informiert, dass er eine unheimliche Ähnlichkeit zu Froschlaich aufweisen würde.
Es hatte weniger als einen Tag gebraucht um den Spitznamen Kaulquappe zu etablieren.
„Mein Name…", schrie Dodders jetzt Carmen an, während sich ein Strahl zerkauter Kekse auf Dracos Zeitung verteilte, „IST TANDISH!"
Draco blickte abgelenkt von seiner Zeitung auf. „Mein Gott, Kaulquappe, wenn du mich noch einmal mit deinen Krümeln duscht, dann nehm ich dich mit und stecke deinen Kopf in die nächstbeste Toilette."
Was als nächstes passierte überraschte jeden. Dodders am meisten von allen. Der Junge blinzelte bevor er sich langsam erhob. Er war schon früher von Draco angeschnauzt worden. Einmal bereits schon diese Woche in der großen Halle. Und drei Jahre endlose Quälerei schienen sein Fass genau heute zum überlaufen zu bringen.
Er richtete einen speckigen Finger auf Draco. „Du machst mir keine Angst, Malfoy. Nicht mehr. Es ist mir egal, wer du bist. Du bist nicht mal viel länger ein Vertrauensschüler. Also, warum verpisst du dich nicht und lässt den Rest von uns in Frieden!" Mit einem Ausdruck großer Würde, schritt er an einer glotzenden Carmen vorbei und verschwand in den Schlafsälen der Jungen.
„Tja.", erklärte Carmen, nachdem sich die Türen zum Schlafsaal geschlossen hatten. „Seine Tage sind vor ihn an gezählt."
Die Stille im Gemeinschaftsraum war so drückend, dass man selbst einige Stockwerke höher die Hufflepuffs hören konnte, wie sie sich bettfertig machten.
Draco faltete die Zeitung zusammen und fragte sich, was zur Hölle gerade passiert war. Ein Drittklässler hatte keine Angst mehr vor ihm? Sicher war so etwas völlig unmöglich?
In Slytherin aufzuwachsen war genauso wie in einem Rudel Wölfe aufzuwachsen. Das Alpha Tier gab vor was gut schlecht, akzeptabel und unakzeptabel war. Jeder Slytherins dem das Leben lieb war, wusste das. Bei Draco hatte ihm sein Vermögen sehr geholfen seinen heutigen Status zu erlangen, sein Aussehen war immer ein Bonus, und seine Schlagfertigkeit war bemerkenswert. Aber es war immer sein Nachname gewesen, der ihm die Sicherheit als Kopf der Gruppe garantiert hatte.
Jetzt war Lucius' Name für alle genauso Angst einflößend wie ein paar ungleiche Socken und jedes Zeichen von Schwäche wurde nur zu gerne von irgendwelchen jungen , ambitionierten Spunden ausgenutzt um dann über seinen kalten, entzückenden toten Körper zu steigen.
So etwas war, selbst als Lucius eingesperrt worden war, nur selten passiert.
Es hatte ein Monate gekostet seinen Ruf wieder herzustellen. Strategisch teuflische Hilfe von Crabbe und Goyle hat dabei natürlich geholfen. Und natürlich Pansy. Pansy wusste über jedes schmutzige Gerücht über egal wen an der Schule genaustens Bescheid. Sie wusste, dass Blaise' Vater nicht nein zu Jungs sagte, die im selben Alter wie Blaise selber waren; sie wusste, dass Elena Longerbridge in ihrem fünften sechs anstatt nur fünf Zehen besessen hatte (was auch der Grund dafür war, dass sie niemals offene Sandalen getragen hatte); und sie wusste, dass der Schulabschließende Alex Montague einen korrupten, bürokratischen Großvater hatte, der von jedem erpresst worden war, der Einfluss auf das Ministerium hatte.
Es war Pansy, die dem Abend ein Ende setzte. Ihre Stimme klang angespannt als sie sprach.
„Ins Bett mich euch. Euch allen."
„Was? Sogar ich?", fragte Blaise verdutzt. Er saß weit hinten mit Goyle.
„Ja, du auch, Schulsprecher.", befahl Pansy scharf. „Du brauchst deinen Schönheitsschlaf."
Die Schüler verstreuten sich langsam, aber meckernd. Als der letzte Schüler die Tür hinter sich geschlossen hatte, setzte sich Pansy neben Draco auf den Boden.
Er blickte ziemlich unangenehm drein.
„Was ist los mit dir?", schnappte sie wütend. „Wenn Dodders das einen Monat vorher gesagt hätte, hättest du ihm seine Schuhe in den Mund gestopft."
Draco zog seine Knie an und lehnte seine Stirn dagegen. Die feinen, blonden Strähnen seines Haars hoben sich weiß von der schwarzen Farbe seiner Schuluniform ab. Seine Stimme klang dumpf als er sprach. „Ich bin einfach müde, Pansy. Ich werde älter. Ich bin keine fünfzehn mehr. Ich bin fast achtzehn, was nicht mehr weit von zwanzig entfernt ist. Mit einundzwanzig werde ich schon längst im Himmel sitzen."
„Oh, halt deine Klappe.", rief sie genervt. „Geht zurzeit irgendetwas vor, von dem du mir nicht erzählt hast?"
Draco fiel auf, dass er wirklich dazu geneigt war auszupacken.
Ja, da gehen einige Dinge vor zurzeit. Wo soll ich anfangen?
Mein Vater wird langsam verrückt in unserem riesigen, verrottenden Herrenhaus und ich denke, er befindet sich in der sicheren Gefahr komplett durchzudrehen. Ich erwarte jeden Tag davon zu lesen, wie er versucht hat mit dem verbleibenden Hauself einen Fluchtplan zu entwerfen, der Escargo-Zzungen und ein Knäuel Wolle beinhaltet. Dazu kommt das da ein Spruch-freudige,r Voldemort-Unterstützer irgendwo nahe Hogwarts hockt, bereit dazu eine Masse an Idioten zu rekrutieren, bevor das Jahr um ist. Deswegen will das Ministerium, dass ich meine Freunde ausspioniere, damit ich meine Hände auf das legen darf, was von Geburtswegen sowieso so mein Eigentum ist. Oh, wenn dich das nicht schockiert, Pansy Liebling, ich habe außerdem Hermine Granger letztes Wochenende gefickt und geheiratet und nun ist dieses Mädchen buchstäblich unter meiner Haut, obwohl ich in letzter wünschte, sie wäre eher in meiner Hose. Ja, Pansy, ich bin das Opfer von Magie, Glück und vielen Hormonen. Ich kann nicht aufhören an diese wallemähnige Harpyie zu denken. Ich will mit ihr reden, sie berühren, ihre Sommersprossen anstarren, wenn sie unter der Sonne sichtbar werden. Ich will mich um ihre blöde Katze kümmern, ich will sie zum Lachen bringen, will ihr zusehen wie sie weiche Pfannkuchen auf ihrem Teller hin und her schiebt…
„Nein, es gibt nichts zu erzählen.", erwiderte Draco, mit etwas gepresster Stimme. Pansy verengte ihre blauen Augen.
Sie fuhr sich mit der Hand durch ihren perfekt gekämmten Bob. Das hieß bei ihr so viel wie, dass die Frustration bald beginnen würde. „Fein. Behalte deine Geheimnisse für dich, Malfoy. Du weißt, am Ende finde ich es doch irgendwie heraus."
Draco schnaubte. „Ja, erzähl mir etwas, dass ich noch nicht weiß." Er setzte sich auf das nächste Sofa, lockerte seine Krawatte, streckte sich auf dem Leder und hielt sich wieder demonstrativ die Zeitung vors Gesicht. Auf der Titelseite ging es um ein geplatztes Wasserrohr in der Winkelgasse. Der haarige Besitzer des Ladens, schien damit beschäftigt zu seine Frettchen raus zu jagen, dazu eine Boa Constrictor und eine Schulter voller Eule aus dem überfluteten Laden zu retten.
„Ich ja erst seit dem zweiten Jahr völlig in dich verliebt, Draco.", war Pansy späte Antwort.
Jetzt lastete die Stille einige Moment länger im Raum, bevor Draco den Mund Öffnete.
„Nun,… fuck."
Pansy verdrehte die Augen. „Keine Sorge, ich habe keine blumige Erwiderung erwartet."
"Das willst du auch nicht, Pansy. Ich würde dich betrügen. Ich wäre gemein und hinterhältig, und du würdest mich für immer hassen."
Sie schien nicht überrascht oder peinlich berührt von seinen Worten zu sein. „Ich weiß. Aber nur weil du mich nicht liebst. Nicht auf diese Art."
"Du und ich, wir sind keine Leute die so etwas tun. Wir schließen Verträge ab, keine schwülstigen, unendlichen Liebesschwüre. Ich bete dich wirklich an, aber ich würde über dein kleines, geldgieriges Herz trampeln.", erklärte er jetzt.
Sie hob ihr Kinn. Draco konnte nicht anders als zu denken, dass ihre Nase so noch kürzer aussah. „Wer sagt, ich wäre geldgierig?"
Er hob seine elegante blonde Augenbraue als Antwort.
„Fein.", schniefte Pansy.
„Ich habe nichts, was ich überhaupt irgendjemandem geben könnte.", fügte er ehrlich hinzu. „Wir leben mit Nachteilen, seitdem unsere Väter sich den Todessern angeschlossen hatten. Wenn wir Kinder bekommen, dann würden sie nichts anders kennen als, Misstrauen, Argwohn und Furcht. Er ist Schuld, Pansy. Voldemort ist Schuld, weil er seine große Vision nicht durchführen konnte. Er ist ein verlorener Fall. Ich bin froh, dass ich das eingesehen habe, bevor ich noch so ende wie mein Vater… verbannt, verrückt und dennoch fähig in einem Morgenmantel gut auszusehen." Dracos Stimme hatte eine tödlich trockene Note.
„ Ja, aber du hast deinen Besitz und wahrscheinlich auch deinen Titel noch!", beharrte Pansy. „Meine Familie andererseits, hat alles verloren, wofür es sich zu Leben lohnt. Wir leben zur Miete, um Merlins Willen! Die Parkinsons sind Mittelschicht. Ich habe nichts weiter zu verlieren, außer dir, Draco, und seien wir ehrlich" – sie ließ sich vor ihm auf die Knie sinken, damit er ihr ins Gesicht sehen musste „- ich hatte nie wirklich."
„Pansy..."
Sie unterbrach ihn mit erhobener Hand. „Ich mache dir keine Vorhaltungen. Ich mag bloß keine Veränderungen. Ich mochte das Leben so wie es war, als wir das erste Mal hier her gekommen sind. Ich mochte es schöne Dinge und Geld zu besitzen. Eine Familiengeschichte, die in dieser Welt etwas bedeutet hat. Ich mochte dich so wie du warst."
Draco versetzte ihr einen müden Blick. „Sei nicht albern. Ich bin immer noch dieselbe Person."
"Das bestätigt dir Tandish Dodders sicher gerne.", konterte sie berechnend.
„Du kannst unmöglich wollen, dass ich derselbe Idiot bin, der ich war, als ich hier zum ersten Mal herkam! Ich habe mich mit dem Alter verbessert, in jeder Art und Weise. Auf jeden Fall kann ich die Zeit nicht zurück drehen!"
„Nein, das kannst du nicht.", bestätigte sie. Sie lächelte freundlich, küsste ihn auf die Wange und erhob sich, was auf ihre Art und Weise bedeutete, dass sie nicht mehr diskutieren wollte. „Ich freue mich schon auf das Spiel am Mittwoch. Fang bloß den Schnatz, Draco. Ich hasse Auroren und nichts würde mich in dieser letzten Woche mehr freuen, als diese Ministeriums Volltrottel als die letzten Loser vom Platz marschieren zu sehen."
Draco beobachtete, mehr als verblüfft, wie Pansy ihre Tasche schulterte und in Richtung ihres Raums verschwand. Seine silbernen Augen waren dunkel wie die Regenwolken, die in dieser Woche über dem schottischen Himmel ge hangen hatten. Zum ersten Mal nach dem Treffen in Dumbledores Büro am Mittwoch, fühlte er das Gewicht des Handels, den er mit Arthur Weasley abgeschlossen hatte, das jetzt bleischwer auf ihm lastete.
„Alles für das Mädchen, dass mich liebt.", sagte er und fühlte sich plötzlich so allein wie er sich noch nie in seinem jungen Leben gefühlt hatte.
