Hallo. Danke, für das liebe Review.

Einige Stunden später sind nur noch Morgan und Hotch im Büro, gerade war auch JJ gegangen. Morgan holt tief Luft und geht langsam zu Hotch. Er klopft an die Tür und fragte, als Hotch ihn ansieht: "Kann ich dich mal kurz sprechen?" Hotch nickt: "Schließ die Tür und komm, setz dich." Morgan schließt die Tür und lässt sich dann auf einem der Stühle, vor dem Schreibtisch nieder. Hotch sieht ihn auffordernd an: "Was kann ich für dich tun?" "Nun… es geht nicht wirklich um mich.", erklärt Morgan ruhig. "Ich mach mir Sorgen, um Reid." Hotch nickt: "Ja, ich hab auch bemerkt, dass er diesmal ganz schön zu knabbern hat… Vielleicht braucht es einfach ein wenig Zeit, bis er es verkraftet hat." Einen Moment ist es still, doch dann schüttelt Morgan den Kopf. Er schließt noch einmal die Augen, bevor er erwidert: "Es ist nur so… normalerweise bin immer ich für ihn da. Er erzählt mir, was ihn belastet und am Ende gehen wir was trinken." Hotch wartet ruhig, bis Morgan weitererzählt: "Aber… er vertraut mir nicht mehr, und ich kann das verstehen." Hotch runzelt die Stirn, aber Morgan schüttelt den Kopf. "Ist egal… Er braucht jemanden, mit dem er reden kann. Jemanden, dem er vertraut." Hotch nickt verstehend: "Ich hab verstanden. Ich werde morgen mal zu ihm fahren, gönnen wir ihm heute die Ruhe." Morgan lächelt zufrieden: "Sehr schön." Die Beiden verabschieden sich und Morgan fährt nach Hause.

Es ist spät, fast schon Nacht, als er sich ins Bett legt. Nach einem kleinen Abendessen, das er sich an einem Imbiss mitgenommen hatte, hatte er noch geduscht, bevor er nur noch ins Bett wollte.

POV Derek:

Ich hoffe, dass Hotch Reid helfen kann. Ich hab so ein komisches Gefühl… das lässt mich einfach nicht los. Es ist zum verzweifeln.
Irgendwas in mir drängt mich zu ihm zu fahren. Ihn in den Arm zu nehmen und ihm alles zu geben, was er braucht.
Aber er würde mich nur wieder abweisen, oder es falsch verstehen…

Morgan und Reid wälzten sich im Bett hin und her, keiner der Beiden konnte schlafen. Nach Mitternacht steht Morgan dann auf. Er hatte eingesehen, dass er nicht so leicht einschlafen würde. Er zieht sich an und fährt mit seinem Auto davon. Etwas außerhalb der Stadt gibt es eine kleine Bar, in der die Party manchmal bis in die frühen Morgenstunden ging. Die Stimmung dort war genau nach seinem Geschmack, nicht zuviel junge Teenies und Männer, die sich nur betrinken wollten.

Ruhig öffnet er die Tür und geht hinein, ein leichter Qualm, von Zigaretten, kam ihm entgegen und er hörte die typische Musik. Sofort nickt er zuversichtlich. Er stellt sich an die Bar und kommt mit ein paar Bekannten ins Gespräch. Nichts von belang, nichts über seinen Beruf, sie quatschen einfach eine Weile. Morgan genehmigt sich ein Bier und trinkt einen Whiskey.

Nach einer Weile ist er soweit. Er verabschiedet sich, von den Bekanntschaften, und geht hinüber zu ein paar Mädels. Das Spiel war schon alt. Sowohl die Männer als auch die Frauen, waren nur auf eines aus… sie wollten sich amüsieren. Für viele gehört Sex dazu, ohne Verpflichtungen.

Morgan spricht eine ca. 25-jährige an, nachdem er ein wenig mit den Mädels geplaudert hatte. "Hi, ich bin Morgan." Die Angesprochene lächelt: "Mein Name ist Michelle. Hallo." Er nickt schmunzelnd: "Ich will dir nichts vormachen. Ich konnte nicht schlafen und kann mir außer schlafen auch noch was viel Schöneres vorstellen…" Michelle schmunzelte ein wenig. Sie war zum ersten Mal dort, aber ihre Freundin, die sie mitgenommen hatte, hatte sie natürlich aufgeklärt. Sie war eigentlich nicht leicht zu haben, aber Morgan gefiel ihr und er stellte gleich alles klar. Michelle stupst ihre Freundin an und sieht sie fragend an. Die lächelt und flüstert ihr ins Ohr: "Morgan ist okay, mit ihm kannst du mitgehen. Er ist wirklich der Richtige, ich hab auch schon mit ihm. Lass nur dein Handy an." Michelle grinst und wendet sich wieder Morgan zu: "Zu dir." "Ich sehe richtig, dass das eine Feststellung, und keine Frage, war?" "Ja." Morgan nickt und reicht ihr die Hand. Schnell verabschieden sich die Beiden und Morgan fährt, mit ihr, zurück nach Hause.

Auch Reid schlief nicht. Er dreht sich immer wieder von einer Seite auf die Andere, bis er es aufgibt. Er steht auf und geht ins Badezimmer, an den Schrank, in dem er seine Medikamente aufbewahrt. Er greift nach den Schlaftabletten, doch dann hält er inne. Er schüttelt den Kopf und sucht sein Handy. Schnell hatte er die passende Nummer gefunden, im zweideutigen Sinne. Ein Bekannter von ihm war schon an seine späten Anrufe gewöhnt. James und er hatten sich in einer Schwulenbar kennen gelernt. Mit der Zeit verbrachten sie immer wieder ein paar schöne Stunden miteinander.

Reid atmet nach dem Gespräch tief durch und wird langsam ruhiger. Mit der Gewissheit, dass James kommen würde, beruhigt er sich. Er holt einen Rotwein und stellt die passenden Gläser auf den kleinen Couchtisch. Er sucht eine ruhige Musik aus, um sie beide in Stimmung zu bringen, bzw. ihn selbst zu entspannen. Ungeduldig sieht er auf seine Uhr und seufzt, James würde noch eine Weile brauchen. So geht er zum Kühlschrank und isst noch eine Kleinigkeit. Mit allen Kräften verdrängt er seine Gedanken, an Morgan und die toten Mädchen, weit nach hinten.

Kurz danach klingelt es, an seiner Wohnungstür. Er lächelt und öffnet. James steht grinsend vor ihm: "Na Kleiner?" "Hi James." James nimmt ihn erstmal sofort in den Arm: "Wieder Stress im Beruf gehabt?" Reid nickt stumm. James zieht ihn auf die Couch. "Oh sehr schön, ich hab richtig Lust auf Rotwein…" Während Reid stumm, fast teilnahmslos neben ihm sitzt, öffnet er die Flasche und gießt in beide Gläser ein. Dann sieht er Reid an: "So, und jetzt erzähl mal." Reid sieht ihn unschuldig an: "Du weißt dass ich nicht über meinen Beruf rede." "Ich mein nicht deinen Beruf, Spenc." James grinst ein wenig: "Ich meine Morgan." Reid schließt die Augen. "Ich hab gedacht, ihr könnt wieder miteinander umgehen." Reid schüttelt den Kopf. "Ach Honey, es ist nie gut, sich in Heteros zu verlieben." "Ich weiß, das hast du mir schon von Anfang an gesagt." James zieht Reid zu sich und nimmt ihn in den Arm. "Es ist schwer, ich weiß Kleiner, aber du musst versuchen über ihn hinwegzukommen." Reid genießt noch einen Moment die Nähe, dann setzt er sich zurück und meint: "Ich weiß, deswegen hab ich eine Entscheidung getroffen…"

POV Spencer:

Es ist so schön, in James' Armen zu liegen. Er war so zärtlich, der Sex mit ihm ist immer ein Vergnügen. Er weiß genau wie ich es brauche und geht total auf mich ein. Bei ihm kann ich mich fallen lassen. Natürlich war es mit Morgan etwas anders, aber er ist eben der Mann, den ich liebe.
Aber diese Liebe ist einseitig und hat keine Zukunft, damit muss ich zurechtkommen. Ich darf mir nichts vormachen, muss mich der Realität stellen. Ich bin kein Teenager mehr.
Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, aber es ist so das Beste. Ich kann einfach nicht mehr. Ich will nicht zugrunde gehen.

POV Derek:

Man, der Sex war der absolute Oberhammer! Michelle ist sowas von geil und gut gebaut, genau nach meinem Geschmack. Wir haben gar nicht lange geredet, sind gleich zur Sache gegangen. Wir haben es die ganze Nacht getrieben und nicht nur Blümchensekt.
Aber danach hat sie gemerkt dass mir ihre Nähe unangenehm war. Ich fühlte mich unwohl, mit ihr im Bett. Ich musste an Reid denken, an 'unser Mal'. Das ist doch echt ein Witz! Ja, leider ist das nicht das erste Mal, dass muss ich zugeben.
Die Finger von den Frauen, auf meiner Haut, fühlen sich nicht richtig an. Sie sind so dünn und… irgendwie komisch. Ihre langen Fingernägel schmerzen, wo sie mich sonst nie gestört haben.
Ich meine… Ich versteh mich selbst nicht.

Morgan wacht erst gegen Mittag auf. Er hatte lange und fest geschlafen. Er bleibt noch ein wenig liegen und grübelt. Dann steht er auf und frühstückt. Währenddessen beschließt er wieder in den Club zu gehen. Trainieren würde nicht schaden und vielleicht konnte er mit einem Bekannten dort was unternehmen. Also zieht er sich an, packt seine Sporttasche.

Als er in den Fitnessclub kommt, begrüßt ihn die Frau an der Anmeldung fröhlich: "Hallo Derek, schön dich mal wieder zu sehen." Morgan geht zu ihr und setzt sein charmantes Lächeln auf: "Hallo Nicole. Ich freu mich auch, in letzter Zeit hatte ich nicht so oft Zeit." Nicole konnte ihm noch nie widerstehen. Doch bisher flirteten die Beiden nur immer wieder. "Ich geh dann mal, mich umziehen. Wir sehen uns sicher später noch." Nicole lächelt ihm noch einmal zu, während Morgan sich umdreht und zur Umkleidegarderobe geht.

Dort trifft er auf einen alten Bekannten, der täglich trainierte und Morgan hatte sich ab und zu mit ihm unterhalten. Genau das was er gesucht hat. "Hi Bob." Bob sieht auf und lächelt. "Hallo Derek. Schön, dann muss ich nicht allein trainieren, wenn du da bist." "Ja, so sehe ich es auch.", erwidert Morgan und beginnt sich umzuziehen.

Eine Stunde später waren Beide geschafft. Sie duschten und setzten sich dann ein wenig in die Sauna, um ihre Muskeln zu entspannen.

POV Derek:

Manche Männer sind wirklich unglaublich. Ihre Muskeln sind so ausgeprägt… Ich kann kaum glauben, dass das Frauen gefallen soll. Reid z.B. sieht doch auch gut aus, er ist zwar ein wenig dünn, aber immer noch besser als ein Muskelprotz.
Moment… Reid sieht gut aus? Sollte ich mich darüber wundern?
Nein, es war ja nur ein Vergleich. Nur weil mir sein Körperbau ganz gut gefällt und ich seine Haare niedlich finde…

Bob sieht ihn fragend an. Morgan schüttelt den Kopf: "Entschuldige, ich war grad in Gedanken." "Das hab ich gemerkt.", entgegnet Bob grinsend: "Ich hab dich gefragt, ob du eine Freundin hast." "Nein, dafür hab ich gar keine Zeit. Ich bin soviel beruflich unterwegs. Ich genieße die Abwechslung." Bob nickte verstehend: "Kann ich dir gut nachempfinden. Ich war einmal verheiratet und es war mein größter Fehler. Nein, da bleiben wir Männer doch lieber Singles." "Völlig richtig."