Morgan ist dabei den Reißverschluss von seiner Reisetasche zu schließen, als die Tür zu seinem Zimmer aufgeht. Morgan dreht sich um und sieht Garcia erstaunt an: "Was machst du denn hier?" "Reid hat mich angerufen und wir haben beschlossen dass du zu mir ziehst." Morgan ist verwirrt: "Was macht ihr mit mir? Einmal hin, dann wieder her. Ich hab kein Problem damit, in die Reha zu gehen." "Vergiss es." Garcia grinst und meint ruhig: "Reid hat mich erst vor kurzem informiert und ich musste erst noch mit Hotch reden. Das Team hat einen neuen Fall und ich wollte erst abwarten, ob sie mich brauchen. Aber ich muss nicht nachfliegen und hab vorhin eine Verbindung von meinen Computern, auf der Arbeit, zu meinem PC daheim gelegt, so kann ich von Zuhause arbeiten. Ich hab der Schwester schon gesagt, dass du mit mir kommst." Morgan sieht sie verdutzt an. Garcia seufzt: "Jetzt guck nicht so! Komm, mach dich fertig."
POV Derek:
Was für ein Durcheinander?! Und so typisch Garcia. Sie redet wild durcheinander und will alles sofort machen. Ich muss das doch alles erst mal verstehen und einordnen. Einmal gewöhn ich mich an die Klinik, dann freu ich mich auf Spenc, dann stell ich mich wieder auf die Reha ein und dann kommt Garcia und… Sieht wohl so aus als würde ich zu ihr ziehen…
Aber ob das gut geht? Ich brauche Ruhe, hat der Arzt gesagt… Wir werden sehen.
Morgan nickt: "Also gut." Bevor er die Tasche in die Hand nehmen kann, nimmt Garcia sie ihm ab. Er sieht sie vorwurfsvoll an, doch sie meint nur: "Komm schon. Lass uns endlich gehen." Morgan meldet sich bei der Stationsschwester ab und verlässt dann mit Garcia das Krankenhaus.
Reid kommt derweil am New Yorker Flughafen 'JFK' an. Er seufzt, er mag diese Stadt nicht unbedingt. So schnell es nur geht, bahnt er sich seinen Weg in Richtung Ausgang und ist froh, dass ihn ein Mitarbeiter des FBI bereits erwartet. Sie begrüßen sich kurz: "Hallo, ich bin John Marcase." "Spencer Reid." Sie geben sich die Hand. Der ältere Agent dirigiert Reid zu seinem Wagen und als sie losfahren informiert er ihn schon über das Problem. Reid hört aufmerksam zu und meint: "Ich glaube das müsste ich hinbekommen." John lächelte: "Ich steh ihnen zur Seite und soll ihnen jede mögliche Hilfe zukommen lassen."
POV Spencer:
Hört sich an als würde es nicht zu lange dauern. Das freut mich, so muss ich nicht ewig hier bleiben. Ich wäre jetzt zu gerne bei Derek. Ich hoffe dass Garcia es geschafft hat, aber sie kennt ihn gut genug und weiß schon, wie sie's anpacken muss. Ich vermisse euch beide.
Aber es bringt jetzt alles nichts, wenn ich ständig nur an Derek denke, dann werde ich nie fertig. Ich muss mich auf meine Arbeit konzentrieren, dann bin ich schneller fertig und kann wieder nach Hause.
Garcia trägt Morgans Tasche und geht voraus in ihre Wohnung, er folgt ihr langsam. "Fühl dich wie Zuhause. Es sieht etwas chaotisch aus, aber ich musste, vor deinem Eintreffen, noch ein wenig umräumen." Morgan kann nur nicken. "Du schläfst im Schlafzimmer, ich hab mir in dem kleinen Gästezimmer meinen Computerraum eingerichtet, dort steht nur eine Liege. Und da ich sowieso viel arbeiten werde, passt das für mich ganz gut." Morgan schließt die Augen.
POV Derek:
Oh Mann! Worauf hab ich mich da eingelassen?! Ich meine… ich weiß dass meine Süße eine Chaotin ist, aber das ist echt extrem schlimm. Wie soll ich hier nur zur Ruhe kommen?
Und in ihrem Bett schlafen… Das ist nicht so super.
Aber ich muss froh sein, dass ich bei ihr bleiben kann. So bin ich nicht ganz so von der Außenwelt abgeschnitten.
"Geh ruhig ins Schlafzimmer. Ich hab dir dort ein wenig Platz im Schrank frei geräumt. Ich muss gleich an die Arbeit. Wenn du was brauchst, rufst du bitte. Ich hör dich schon." Morgan sieht Garcia verschwinden und seufzt einmal tief, leise murmelt er: "Das kann ja noch was werden." Er schüttelt den Kopf und geht hinüber ins Schlafzimmer. Das war so voll und so bunt und so… unruhig. Morgan atmet einmal tief durch und versucht die Kopfschmerzen zu ignorieren. Er merkt dass er müde ist, will jedoch erst seine Sachen verstauen. Er öffnet den Schrank und entdeckt erstmal Garcias Dessous.
POV Derek:
Hilfe! Das will ich wirklich nicht sehen. Ich fühl mich nicht gut, vielleicht hätte ich doch lieber in die Klinik gehen sollen. Hier falle ich Garcia nur zur Last und fühle mich alles andere als wohl.
Ich bin so müde und erschöpft. Ich kann später aufräumen, momentan bin ich zu erschöpft.
Morgan stellt seine Tasche beiseite und zieht sich, bis auf seine Boxershorts und das T-Shirt, aus. Langsam legt er sich ins Bett und deckt sich fest zu. Die Matratze ist zu weich und… Er wollte nicht schlecht denken. Er war so erschöpft, dass er wenig später einschlief.
John half Reid sich in einem Büro einzurichten und erklärte ihm die wichtigsten Dinge. Dann bittet Reid darum, sich alles erst einmal in Ruhe ansehen zu können. John nickt: "Ist gut, mein Büro ist auch hier auf der Station. Wählen sie die Nummer 438 und sie erreichen mich." "Danke, werde ich machen. Ich muss mich erstmal einlesen." John lächelt und verlässt den Raum. Reid erledigt einiges sofort, doch er war nicht wirklich bei der Sache.
POV Spencer:
Ach Derek, ich kann nur an dich denken. John hat wirklich schon gute Vorarbeit geleistet, ich muss nur noch einiges recherchieren und einige Konzepte entwerfen. Ich werde, so lange ich kann, arbeiten. Ich will hier nicht länger bleiben, als es unbedingt sein muss.
Ich vermiss dich. Ich hoffe es geht dir gut.
Reid sieht auf die Uhr und greift zu seinem Handy. Morgans Handy klingelt. Bei Garcia kann er es wenigstens anlassen, es liegt auf dem Nachttisch. Morgan braucht ein wenig, um zu sich zukommen, dann geht er ran: "Ja?" "Hallo Morgan, hier ist Reid." Morgan lächelt: "Hallo Reid. Wie läuft's bei dir?" "Ganz gut soweit, ich denke, ich werde nicht allzu lange brauchen… Aber jetzt sag, wie geht's dir?", Reids Stimme klingt besorgt. Morgan seufzt leise: "Es geht schon. Ich bin etwas erschöpft…" Reid schüttelt den Kopf: "Morgan bitte… Irgendwas ist doch mit dir." "Nein, ich hab geschlafen, deswegen…" "Tut mir leid, wenn ich dich geweckt habe. Ich wollte nur kurz fragen wie's dir geht.", meint Reid ruhig, Morgan lächelt: "Es ist schon gut. Ich freu mich, deine Stimme zu hören."
POV Derek:
Ich kann ihm doch nicht sagen wie unwohl ich mich hier fühle. Wie gern ich woanders wäre. Wie sehr ich mir wünsche er wäre bei mir. Ich sehne mich nach seiner Ruhe und weiß einfach, er könnte besser mit mir umgehen.
POV Spencer:
Irgendwas ist mit ihm… Oder vielleicht rede ich mir das auch nur ein. Ich hab Garcia ein wenig über seine Beschwerden aufgeklärt und sie hat gesagt sie wird sich gut um ihn kümmern. Sicher, sie ist etwas chaotisch und hektisch, aber sie wird auf ihn achten. Hoffe ich!
Morgan seufzt: "Sei mir nicht böse, aber ich bin wirklich müde. Ich möchte gern noch ein wenig schlafen." Reid nickt: "Ja, natürlich. Tut mir leid, dass ich dich geweckt habe. Ruh dich aus und schlaf gut." "Kein Problem. Wie gesagt, war schön, dass du angerufen hast." Reid lächelt: "Ruf mich doch einfach mal an, wenn dir danach ist. Ich hab mein Handy immer bei mir." Morgan nickt und sie verabschieden sich.
Drei Stunden später kommt Garcia ins Schlafzimmer. Morgan liegt auf dem Rücken und döst noch ein wenig, bis vor ein paar Minuten hat er noch geschlafen. Sie setzt sich zu ihm aufs Bett: "Hey, mein Schöner." Morgan öffnet die Augen und lächelt sie an: "Hi mein Mädchen." Sie grinst: "Tut mir Leid, ich hab ganz die Zeit vergessen. Wie geht's dir?" "Ganz gut." "Möchtest du was essen? Du hast doch sicher Durst. Du hättest doch was sagen können. Ich hab dir doch gesagt du kannst immer nach mir rufen." Morgan lächelt: "Ist schon gut. Ja, ich hätte Durst. Aber ich kann's mir auch allein holen." Garcia schüttelt den Kopf und steht auf: "Was hättest du gern?" Morgan lächelt auffordernd: "Was hast du denn da?" "Ähm… Wasser und Kaffee und Bier…" "Ich nehm ein Wasser. Wenn's nicht zu viele Umstände macht…" "Quatsch. Bin gleich wieder da."
POV Derek:
Ich hatte ja schon eher Durst. Aber ich kann doch nicht rufen! Sie ist doch nicht… Ach verdammt. Ich weiß wirklich nicht, wie ich das alles überstehen soll.
Mist! Meine Tabletten hätte ich auch schon längst nehmen sollen, deswegen fällt mir das Atmen auch so schwer.
Fünf Minuten später kommt Garcia zurück: "Sorry, ich musste noch was kurz machen und muss leider auch gleich wieder rüber." Morgan nickt. Sie stellt eine Flasche Mineralwasser und ein Glas auf den Nachttisch und will dann schon wieder zur Tür hinaus. "Garcia?!" Sie dreht sich schnell zu ihm um: "Ja?!" "Ich müsste meine Tabletten nehmen." Sie überlegt einen Moment und seufzt dann: "Oh verdammt. Die hättest du schon vor einer Stunde nehmen müssen." Sie eilte schnell zurück in die Küche, wo sie den Beutel mit den Medikamenten abgestellt hatte, sie nimmt ihn mit und kehrt zu Morgan zurück. Sie leert den Beutel aus und sucht nach den richtigen Tabletten. Sie öffnet sie dann und nimmt zwei Tabletten raus: "Hier, drauf steht du musst zwei nehmen und danach was essen." Morgan nickt und schluckt die Tabletten. Garcia steht wieder auf: "Ich mach dir schnell ein Brot. Ich muss erst noch was anderes einkaufen." Morgan nickt wieder sprachlos und hustet kurz heftig.
POV Derek:
Ich überlege ernsthaft nicht doch zurück ins Krankenhaus zu gehen. Ich bemerke dass meine Gesundheit leidet. Aber wenn jetzt die Medis hier bei mir sind, wird da sicher nicht mehr so schlimm. Wenn's mir ein wenig besser geht, dann klappt das schon… Hoffe ich.
Kurz darauf kommt Garcia zurück: "Hier, ich hab dir ein Käsebrot gemacht. Morgen geh ich einkaufen, dann kannst du mir sagen, was du gerne möchtest." "Ich esse alles.", Morgan nickt: "Dankeschön."
Reid arbeitet währenddessen ununterbrochen. Er kommt schnell vorwärts und John hilft ihm sehr. Beide arbeiten nun zusammen und Reid hofft dass John bald allein zurechtkommt. Kurz hatten sich die Beiden einen Snack gegönnt, dann drängte Reid auch schon wieder weiter. Er hatte ein schlechtes Gefühl, was Morgan betraf, und wollte wieder zu ihm.
Morgan war erneut eingeschlafen und schlief die ganze Nacht durch. Auf einmal wurde er wieder wach. Er bekam keine Luft mehr. Seine Lunge fühlt sich so an als würde sie fest zusammengepresst werden, er war nicht in der Lage normal einzuatmen. Er versuchte Luft zu holen, doch es ging einfach nicht. Er geriet in Panik und wollte um Hilfe schreien, aber es klappte nicht. Er schlug mit der Hand gegen sein Bett und ähnliches, um auf sich aufmerksam zu machen.
POV Derek:
Ich kann nicht atmen! Ich hab Angst! Ich will nicht ersticken! Ich bekomm keine Luft! Hilfe! Warum hilft mir denn niemand?!
