So stelle ich mich also der Kritik der anspruchsvollen Scheibenwelt-Fans!

Dies ist eine Parodie auf den Film "Über den Dächern von Nizza", bzw. den Kriminalroman "Le Chat sucht Le Chat".

Es treten auf:
Hauptmann Samuel Mumm
Feldwebel Frederick Colon
Korporal Nobby Nobbs
Gefreiter Karotte Eisengießersohn

Fähnrich Kenneth Fleischmeister
Charlotte Freemont
Lilian Craine
und viele mehr...

Ich verdiene weder Geld noch Anerkennung hierfür, denn weder die Figuren (die meisten jedenfalls), noch die Welt gehören mir. Auch die Handlung ist - da es sich um eine Parodie handelt - verständiger Weise - gespickt mit Zitaten und Anspielungen.
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Ankh-Morpork lag gekleidet in nacht- und nebelbedingter Dunkelheit und wartete. Also wollte die Stadt einen flüchtigen Eindruck der Unschuld heucheln, absorbierte sie Licht und Geräusche.
Wir befinden uns in Ankh, dem wohlhabenderen Stadtteil der Zwillingsmetropole am Ankh-Strom.
Hier waren die Nächte ruhiger und sicherer, als weiter unten im quirligen Morpork mit seinen Handels und Vergnügungsvierteln. Hier lebte man gesünder, besser und länger. Die giftigen Sumpfgase, die sich in den schlammigen Untiefen den Ankhs bildeten wurden für gewöhnlich Opfer einer permanenten Inversionswetterlage und stiegen nie bis zu den Häusern in den Siedlungen Ankhs hinauf, waberten nur ziellos auf der Suche nach atmenden Wesen umher, ließen keine Gasse aus und fanden ihren Weg hinein in die Lungenbläschen der Bürger.
Die Morporkianer jedoch kümmerte es jedoch kaum, welche Giftgase sich in ihren Köpern festsetzten. Nach Generationen von selektiver Evolution hielten sie es für erwiesen, gegen den Dunst immun geworden zu sein. Einige Quacksalber beteuerten sogar, ein echter Morporkianer brauche die Gase zum Leben und sie destillierten nicht Sauersoff aus der Umgebungsluft sondern Ammoniak.
Ausgerechnet heute jedoch entschloss sich der Giftdunst allen meteorologischen Gegebenheiten zu trotzen und hinauf in die bessere Gesellschaft zu kriechen.
Schlechte Luft war man hier nicht gewohnt und man verbrachte den Abend und die Nacht bei geschlossenen Fenstern, mit Pestmasken auf dem Gesicht im Bett.
Alles war still, in keinem Haus brannte auch nur eine Öllampe. Man war sich nicht sicher, ob die Flussdämpfe nicht vielleicht brennbar waren und zu unkontrollierbaren Explosionen führen würde#n.

Wenn ein Mensch eines Hauses in der Königsstraße gerade in diesem Augenblick von Einschlafproblemen und akuter Neugier an sein Fenster getreten wäre hätte er folgenden beobachten können: Eine schwarze Gestalt wand sich geschmeidig durch den Dunst, bewegte sich schnell wie eine Katze, lautlos und das die vertikale Wand eines mehrstöckigen Hauses hinauf.
Die Gestalt hob sich farblich kaum von ihrer Umgebung ab. Sie war einzig dadurch zu erkennen, dass die Luft einen leichten, grünlichen Schimmer aufwies, während sie ganz in schwarz gekleidet war. Schwarz von Kopf bis Fuß und wenn es in ihrem Anzug Schlitze für die Augen gab, so waren die so klein, dass man sie vom Fenster aus nicht sehen konnte.
Überhaupt wäre es schwer gefallen überhaupt etwas zu erkennen, denn wie ein Schatten in der Nacht, wie ein Chamäleon im Regenwald, tarnte sich die Gestalt und war auch schon im nächsten Augenblick verschwunden.
Niemand hätte sagen können, ob sie sich auf's Dach oder in ein unvorsichtigerweise geöffnetes Fenster geschwungen hatte.
Leider, oder den Göttern sein Dank – kommt auf die Perspektive an – fühlte niemand der Anwohner das Bedürfnis sich ans Fenster zu begeben und nach Fassadenkletterern Ausschau zu halten.

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