Hallöchen! Entschuldigt die lange Pause zwischen den Kapiteln, aber wir mussten erstmal darüber nachdenken, wie wir unsere Kapitel fortsetzen werden. An alle Johnlock Fans da draußen.. Wir haben lange überlegt. Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass wir KEIN Johnlock verwenden werden. Die Beziehung zwischen Sherlock und John wird eher brüderlich vonstatten gehen. Verzeiht, wenn wir euch damit vor den Kopf stoßen. Trotzdem viel Spaß beim Lesen! 3


Kälte.

Der Betonboden war kalt.

Die Kälte machte sich bemerkbar, obwohl er seinen Mantel anhatte. Sherlock öffnete die Augen für einen Spalt. Sein Schädel dröhnte und er hatte das Gefühl, dass er gleich explodieren würde. Seine Sicht war verschwommen und er brauchte einige Momente, um herauszufinden was passiert war und wo er sich überhaupt befand. Seine Hände zitterten, als er sich an die Schläfen fasste.

„Sherlock?", hörte er eine Stimme, die eindeutig Lestrade gehören musste. Der DI beugte sich über ihn, fasste ihn an die Schulter und schüttelte ihn sachte. Langsam kam Sherlock wieder zu Besinnung, er merkte wie sich sein Blick wieder klärte und sah Lestrade direkt in die Augen. Jetzt fiel ihm wieder ein, wo er war und er wurde sich darüber bewusst, was passiert sein musste. „Ist alles okay?" Ein besorgtes Lächeln konnte Lestrade sich nicht verkneifen. „Ja.. Alles okay. Denke ich." Sherlock rieb sich kurz seine Schläfen und versuchte sich aufzurichten. Der Detective Inspector stützte den jungen Mann am Arm und blickte ihn an. „Denkst du wirklich, dass alles okay ist? Man fällt nicht einfach so in Ohnmacht." „Sie wissen doch, Lestrade. Ich hatte schon immer einen Hang zum Dramatischen."

Sherlock blickte sich wieder im Raum um. Er war kurz davor gewesen, den Rest der Tat zu rekonstruieren, als er den Faden verlor und schließlich umkippte. Was da auch in seinem Kopf passiert war, er konnte es sich nicht erklären und es war ihm sehr gleichgültig. Jetzt wollte er erstmal den Fall lösen. Lestrade musterte den jungen Mann neben sich und war nicht begeistert.

Blasser als sonst. Dass das überhaupt möglich ist.

„Ich sollte dich zu einem Arzt bringen. Nicht, dass du etwas Ernstes hast." „Mir geht es gut, Lestrade. Das war nur ein kurzer Black Out, mehr nicht." Kurz sah er sich noch einmal im Raum um. „Ich hab alles, was ich an Informationen brauche. Wenn Sie so nett wären, würde ich mir gerne die Opfer etwas genauer ansehen." Lestrade seufzte. Er wusste, dass eine Diskussion mit ihm zu nichts führen würde. „Gut. Ich fahre dich ins St. Bartholomew's. Da kannst du dir die beiden ansehen. Ich kann dir aber nicht mehr als fünf Minuten geben. Ich habe jetzt schon Stress, weil ich dich hier an den Tatort geholt habe." Sherlock nickte kurz als Bestätigung.

o.o

Sherlock schloss die Tür hinter sich und sah zu Lestrade, der bereits die Leichen rausholen ließ. Als beide auf den Metalltischen lagen, konnte Sherlock sich an seine Arbeit machen. Er deckte den Körper des ersten Opfers auf. Das Gesicht war kalkweiß, die Augen geschlossen und rot umrandet. Der Mund war ebenfalls geschlossen. Sherlock konnte sich den Gesichtsausdruck vorstellen, den die Person hatte, bevor sie in die Gerichtsmedizin gebracht worden war. Die Augen vor Schock aufgerissen und der Mund zu einem stummen Schrei geöffnet. Er beugte sich über den toten Körper, um sich die Wunde etwas genauer anzuschauen.

Ein klaffendes Loch in der rechten Brust.

Der Mörder musste das Messer fest in den Körper gestoßen und zugedrückt haben. Anders hätte diese Wunde nicht entstehen können.
Nachdem er mit der ersten Leiche fertig war, fing er an die zweite zu betrachten. Etwas war anders an ihr. Ihre Wunde schien viel größer gewesen zu sein – der Tod qualvoller. Was war an diesem Opfer anders gewesen? Hatte der Mörder die junge Frau gekannt? Hatte sie sich mehr gewehrt als der Mann, der neben ihr getötet worden war? Sherlock wusste nicht, was er davon halten sollte.

„Die anderen Opfer. Wie sahen ihre Wunden aus? Eher so wie die des Mannes?" Er deutete auf das Loch in der Brust. „Oder eher wie die der Frau?" Sein Blick viel auf die Leiche neben ihm. Lestrade sah sich beide Leichen noch einmal an. „Wie die der Frau. Die anderen Opfer haben genau so große Wunden." Sherlock legte den Kopf schief und starrte stumm auf die Leiche. In seinem Kopf ratterte es und Lestrade wusste, dass er nicht mehr ansprechbar war. Sherlock Holmes wusste, dass es eine Verbindung zwischen den Opfern geben musste.

o.o

Sherlock hatte nichts gefunden.

Nichts, was auf eine Verbindung hindeutet.

Wie war das möglich? „Ich werde dir alle Informationen zusammensammeln, die wir bis jetzt haben. Wenn du mehr über die anderen Opfer weißt, fällt es dir vielleicht einfacher eine Verbindung zwischen allen zu finden." Lestrade sah zu dem jungen Detektiv, der neben ihm herging. Er schien zwar in Gedanken versunken zu sein, jedoch nickte er.

Langsam spürte Sherlock, dass seine Kopfschmerzen wieder heftiger wurden und sein Kopf nicht mehr klar denken konnte. Er brauchte einen neuen Schuss, das war ihm klar. Das Zittern in seinen Händen kehrte wieder und seine Sicht wurde verschwommen. Lestrade sah ihn verwirrt an. „Sherlock?" Er hob die Augenbrauen. Der junge Mann neben ihn fing an zu schwanken. „Sherlock! Du brauchst einen .."

Um ihn herum wurde es dunkel.