So meine lieben! Dieses Kapitel wurde von meiner lieben Co. Autorin verfasst, welche John und Sherlocks Teffen einfach nur unglaublich passend geschildert hat - Ich kam mir beim Lesen vor, wie in der Serie!Ich wünsche euch allen viel Spaß bei Kapitel 7.

Danke nochmal, dass du das geschrieben hast, meine liebe ;*


Müdigkeit.

Schwere Müdigkeit.

Sie lastete auf seinen Schultern und vor allem auf seinen Augenlidern, die Sherlock nun mühsam öffnete. Mit einem Seufzen richtete er sich auf. Es war kalt in seinem Zimmer. Er hatte vergessen das Fenster zu schließen.

Idiot!

Der junge Detektiv ärgerte sich über seine eigene Dummheit. Er schloss es und sah in die Stadt hinaus. Da das Fenster nicht gerade vor Sauberkeit glänzte, versetze es London in einen leicht schmierigen Braunton. Irgendwo da draußen war Irene Adler, die Frau, die ihn gestern Abend nicht nur einmal die Sprache verschlagen hatte, was sowieso noch nie vorgekommen war und das lag nicht daran, dass sie splitternackt gewesen war.

Der nervige Signalton seines Telefons holte Sherlock aus seinen Gedanken. Er verdrehte die Augen, als er sah von wem die Nachricht war – Lestrade. Doch dann weiteten sie sich als er die Nachricht las.

Sherlock ich mache mir Sorgen, deshalb habe ich Dr. Watson beauftragt heute Mittag mal bei dir vorbeizuschauen und einen Bluttest zu machen. - Lestrade"

Sein Ernst?

Natürlich machte der Detective Inspector sich Sorgen um ihn, doch war ein Bluttest nicht ein wenig übertrieben? Erst wunderte er sich, doch dann zuckte Sherlock die Achseln; protestieren hätte eh nichts genutzt. Wenn Lestrade sich einmal was in seinen kleinen Kopf setzte zog er das auch durch.

o.o

Sherlock öffnete die Haustür und wie er erwartet hatte, stand der einen halben Kopf kleinere Dr. John Watson vor ihm. Er lächelte ihn müde an und seine Augen verrieten Sherlock, dass der Arzt keine so ruhige Nacht hatte wie er. Nach der Ankündigung von ihm war der Detektiv seinem zweitjüngsten Fall nachgegangen und nachdem er keinen Schritt weiter gekommen war, war er froh, dass es gegen ein Uhr an der Tür geklingelt hatte.

„Er hat es nicht überlebt, oder?", fragte Sherlock den Doktor zur Begrüßung. „Woher…?" wollte Dr. Watson seine Gegenfrage stellen doch der Detektiv unterbrach ihn. „Ihr Hemd ist nicht richtig geknöpft, das lässt auf Stress und Verwirrung schließen, außerdem sind noch Spuren von Schweiß auf ihrer Stirn zu erkennen, was heißt am Ende haben sie so verzweifelt versucht das Leben des Patienten zu retten, dass sie in Panik geraten sind und total hektisch wurden. Dies wiederum deutet darauf hin, dass sie schlampig mit ihrer Arbeit wurden und ihn schließlich verloren haben. Ist es nicht so?"

Watson atmete hörbar aus. „Nein nicht ganz.", er machte eine kurze Pause bevor er weitersprach und Sherlock zog verwundert eine Augenbraue hoch. Der Arzt sprach weiter. „Der Patient ist nicht tot, er wird wahrscheinlich für immer im Koma liegen." „Verdammt! Die Indizien hab ich völlig falsch gedeutet!" Sherlock ärgerte sich.

Wenn der Patient tot wäre, dann wäre Dr. Watson nicht so geknickt, sondern man würde ihm nichts anmerken können. Doch da die Familie nun über den Patienten entscheiden muss, wird er sich noch eine Weile mit ihm herumschlagen müssen. Da hätte ich sofort drauf kommen müssen!

Der Detektiv hätte sich am liebsten selbst gegen den Kopf geschlagen, ließ es aber doch bleiben. Dann bemerkte er den geschockten Blick von John. „Was denn? Ich liege nun mal ungern falsch.", versuchte Sherlock sich zu rechtfertigen, doch die Aussage brachte ihm nur einen verwirrten Blick ein und schließlich ließ er den Doktor in seine Wohnung.

In seinem dunklen Wohnzimmer setzte er sich auf seine alte Couch. „Nun, Lestrade meinte Sie wollten einen Bluttest machen. Also?" Sherlock war ungeduldig und langsam langweilte ihn die ganze Situation. „Ja einen Moment bitte. Ich würde Ihnen gern noch ein paar Fragen stellen." „Natürlich. Ärzte müssen immer Fragen stellen.", der Detektiv verdrehte die Augen. „Also, fragen Sie, was Sie zu fragen haben."

„Haben Sie in letzter Zeit nochmal daran gedacht sich einen Schuss zu setzen?", fragte Watson sofort. Er hatte bemerkt, dass Sherlocks Geduld sich in Maßen hielt. „Das gefällt mir. Endlich mal jemand der zum Punkt kommt. Und um auf Ihre Frage zu antworten, vielleicht ein- oder zweimal." Wenn Sherlock ehrlich gewesen wäre, hätte er gesagt, dass er immer daran dachte - außer zwischen zeitlich als Irene Adler in seiner Wohnung aufgetaucht war. Den Gedanken an diese Frau verwarf er sehr schnell.

„Okay, das hört sich ja gar nicht so schlecht an. Ich glaube Sie sind auf einem sehr guten Weg. Haben Sie noch Spritzen hier?" Watson musste sicher gehen, dass Sherlock, auch wenn er in Versuchung geriet, keine Drogen mehr nehmen würde. „ Ja hinten in der obersten Schublade meines Schreibtisches..- Nein, natürlich nicht!" Ausnahmsweise sagte Sherlock mal die Wahrheit, sein Vorrat war aufgebraucht und wenn er einen gehabt hätte wäre er längst schwach geworden. „Sicher?" Der Arzt sah ihn forschend an. „Ich würde wohl wissen, wenn ich noch welche hätte."

Sherlock erwiderte den Blick genervt. „Nun dann werde ich jetzt mal zur Sicherheit den Bluttest machen." Dr. Watson holte eine kleine Schachtel aus seiner Tasche, die er lässig über die Schulter geworfen hatte. Darin befanden sich ein Stäbchen, eine kleine Spritze und ein gefalteter Zettel. „Ich werde Ihnen ein bisschen Blut abnehmen. Das ist ein Drogenschnelltest, wenn Sie also doch in den letzten paar Stunden Drogen genommen haben. werde ich es spätestens in 5 Minuten wissen."

Er sah Sherlock nochmal in die Augen, dann schob er die Spritze in dessen Arm. Das Blut füllte sie innerhalb weniger Sekunden. John tropfte etwas davon auf das Stäbchen. „Nun müssen wir ca. zwei Minuten warten.", stellte der Doktor fest. „Wollen Sie einen Tee?"Sherlock wollte wenigstens ein bisschen höflich sein. Er mochte den Arzt – eigentlich. ,,Nein, danke ich möchte keinen- aha, das Stäbchen verfärbt sich."

Das lange Plastikstäbchen hatte langsam eine zarte, blassrosa Nuance angenommen. „Und bin ich schwanger, Doktor?" Sherlock grinste den Arzt frech an, der konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. „Nein der Test ist negativ. Tut mir leid! Und doch herzlichen Glückwunsch. Vielleicht schaffen Sie den Entzug ja wirklich!"

„Hatten Sie Zweifel?" der Detektiv lächelte Watson herausfordernd an. „Ich nicht, aber Lestrade meinte, Sie würden es keine 24 Stunden durchhalten, wenn Sie aus dem Krankenhaus raus sind." „Tja da hat er sich geirrt, wie in so vielen Dingen." „Das heißt nicht, dass Sie nicht vielleicht doch noch schwach werden, deshalb werde ich nun jeden zweiten Tag vorbeikommen und diesen Test mit Ihnen durchführen. Sie müssen mich also nun etwas öfter aushalten." John lächelte freundlich.

Na toll – mit 19 einen Babysitter!

„Okay dann freu ich mich auf den nächsten Drogentest übermorgen." Den Sarkasmus in seiner Stimme konnte er sich nicht verkneifen, dann erhob Sherlock sich von seiner Couch und ging Richtung Tür. Er öffnete sie schwungvoll und trat heraus. „So. ich muss los. War ein schönes Treffen mit Ihnen. Wir können ja übermorgen weiter reden." Als Watson raus getreten war, zog Sherlock die Tür der 221b zu und lief mit schellen Schritten zur Straße - ohne den Arzt noch zu verabschieden. Er hatte nun wichtigeres vor. Jetzt würde er die Frau treffen.

Irene Adler.