Der schwarze Samtanzug schmiegte sich perfekt an das nächtliche Panorama Ankh-Morporks an, sodass niemand die Gestalt bemerkte, die zum Sprung ansetzte und vom Dach auf einem kleinen Balkon landete.

Lautlos schlich sie durch die offen stehende Tür in das Schlafzimmer eines Mädchens. Es schlief bedenkenlos weiter, als der verdächtige Besucher die Zimmertür öffnete und die Wohnung betrat, die Treppe nach unten glitt und in der Küche einen gezielten Griff in die Keksdose unternahm, die unsichtbar in einem Geheimfach des Kamins darauf wartete Geplündert zu werden.

Der Einbrecher hinkte ein wenig, als fühle er sich beim Laufen nicht wohl, als schmerzten ihn seine Schritte. Dennoch war es ihm gelungen schnell, zielstrebig und leise durch der fremde Haus zu wandeln.

Goldmünzen fanden sich in der Keksdose. Echte Goldmünzen nicht die blassen Metallplättchen, die man in Ankh-Morpork als Zahlungsmittel missbrauchte.

Sie verschwanden allesamt in einer Bauchtasche.

Die Keksdose blieb jedoch keineswegs leer zurück.

Da ertönte ein Geräusch. Es war das Knurren eines träumenden Hundes, der sich bald außerhalb seines Traumes mit ähnlichen Motiven wie während desselben konfrontiert sehen würde.

Der Dieb beeilte sich das Küchenfenster zu öffnen. Es quietschte ein wenig, aber das tat nichts zur Sache. Der Dieb drückte das Glas auf, schwang sich auf das Fensterbrett und hinaus, wo er schon nach einem Meter den schlammigen Boden berührte.

Unter seiner Maske zeichnete sich ein diabolisches Lächeln ab, als er sich noch einmal umsah.

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