Fangen wir dann auch mal mit Kapitel 12 an. Das Kapitel wird etwas kürzer als der Rest, das nächste dafür etwas länger c:
Viel Spaß beim weiteren Lesen!
Schritte.
Mit polternden Schritten begab sich Detective Inspector Lestrade die Treppe hinauf in die Wohnung der Baker Street. Die leicht roten Wangen deuteten an, dass er gerannt sein musste. „Sherlock! Wo bist du?" Der junge Mann saß in seinem Sessel vor dem Kamin. „Hier drüben."
Der Detective blickte zu ihm und ging auf ihn zu. Mit dunklen Augenringen und blutunterlaufenen Augen blickte Sherlock zu ihm. „Du siehst furchtbar aus, Sherlock." „So fühle ich mich auch." Seufzend deutete er auf den Sessel, der ihm gegenüber stand. „Sie können sich setzen, das wird wahrscheinlich seine Zeit brauchen." Kurz zog der Ältere seine Brauen zusammen, nahm aber ohne Widerworte Platz.
Als eine Schweigepause entstand, blickte Lestrade sich um und sah zu Sherlocks Schreibtisch. „Und, hast du etwas herausfinden können?" Da der Boden und weiteres mit gestapelten Papieren versäht war, wusste Lestrade, dass Sherlock an dem Fall gearbeitet haben musste und sich wieder alle möglichen Dinge notiert hatte. Da der Jüngere nicht antwortete, sah der Detective ihn wieder an. „Sherlock? Hörst du mir zu?" „Anscheinend nicht.."
Die Launen des jungen Mannes waren ihm nicht unbekannt, jedoch machte ihn die unsichere, leicht zittrige Stimme stutzig. Kurz zog er die Augenbrauen zusammen. „Du hast mich angerufen, weil du mit mir über etwas Wichtiges reden wolltest. Also.. Worum geht es?" Sherlock wandte den Blick ab. Es war nicht so, als wollte er es ihm wieder verschweigen, jedoch musste er sich eingestehen, dass es schwieriger war sein Schweigen zu brechen als er dachte. Der junge Mann biss sich auf die Unterlippe und kaute unsicher auf ihr herum.
Erwartungsvoll blickte Lestrade zu ihm. Er wusste, dass es seine Zeit brauchte, bis Sherlock mit ihm sprach und er wollte sie ihm geben. „Sie wissen doch, was am Samstag für ein Tag ist, oder?" Der Detective musste nicht lange überlegen, um zu wissen, worauf er hinaus wollte. „Wie könnte ich das vergessen, Sherlock." Als keine weitere Antwort kam und der junge Mann ihn mit einem müden und traurigen Blick ansah, wusste er, was er ihm sagen wollte. Überrascht weitete Lestrade die Augen. „Sherlock, wenn du dazu noch nicht bereit bist, musst du es mir nicht erzählen. Du kannst dir Zeit lassen damit, du brauchst-" „Ich möchte es Ihnen aber erzählen."
Es war kaum mehr als ein Flüstern, was Sherlock von sich gab, Lestrade hatte es aber so deutlich gehört, dass er sich nicht sicher war, ob er sich dieses nur eingebildet hatte. Kurz schluckte er und ließ sich auf die Lehne zurücksinken. Er war verwundert über die Tatsache, dass Sherlock sich ihm nach zehn Jahren anvertrauen wollte, jedoch war er froh darüber.
Es ist schonmal ein Schritt in die richtige Richtung.
Leicht zitternd holte der junge Mann Luft und fing an zu sprechen.
