Kenneth Fleischmeister wartete an diesem Tag vergeblich auf seine Frau. Dabei hatte er sich große Mühe gegeben, was die Observierung der Nachbarschaft betraf.

Nicht nur, dass er sich nun fast sicher war, dass aller Wahrscheinlichkeit nach halb Ankh-Morpork unter einer Decke mit dem Dieb steckte, er wusste nun auch, wo er als nächstes zuschlagen würde.

Sein gebrochenes Bein verursachte ihm große Probleme, deshalb hatte er gehoffte, dass Charlotte bald nach Hause kommen würde. Sie musste ihm helfen, Fenster und Türen zu sichern.

Doch er blieb allein und so hoffte er nur, dass der Einbrecher keinen wehrlosen Mann im Rollstuhl ermorden würde, wenn dieser ihm zufällig in die Quere kommen sollte.

Gefesselt an den Stuhl konnte er nichts tun, außer ein Zeuge zu sein, wenn es passierte. Er hoffte, dass er ein lebendiger Zeuge sein würde.

Er hatte beobachtet, wie unten ihm Hof zwei Frauen sich unterhielten und verdächtige Fingerzeige zu ihn nach oben ans Fenster tätigten. Ohne Zweifel planten sie einen Einbruch durch dieses Fenster, in seiner Wohnung. Jetzt, wo er wehrlos und seine Frau allein war.

Er hoffte, dass Charlotte zur Tatzeit nicht im Haus sein würde. Überall war es sicherer als hier. Und er konnte seine Frau nicht beschützen. Er kam ja noch nicht einmal hinunter in die Küche, um sich mit einer Bratpfanne zu bewaffnen.

Es sei denn...

Er versuchte es.

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