Titel: Cleveland – die Kate Akten

Staffel 1 Folge 12: Die Gabe

Autor: Endymion

Idee: Endymion

Datum: 14.10.04

Disclaimer: I do not own the characters in this story, nor do I own any rights to the television shows "Buffy the Vampire Slayer" or "Angel". They were created by Joss Whedon and belong to him, Mutant Enemy, Sandollar Television, Kuzui Enterprises, 20th Century Fox Television, the WB Television Network and UPN Televison.
Copyright: bei Mir

Was bisher geschah:

Staffel 1 Folge 4:

Kate: „Hast du neben dem Feuerzauber noch andere Kräfte?"

Charlie: „Ich kann ein Paar Zauber sprechen, aber ich habe meine Aktive Kraft noch nicht erhalten. Und ich weiß auch noch nicht, was es sein wird."

Kate: „Eine aktive Kraft?"

Charlie: „Ja, meine Mutter ist gut im Umgang mit Tarotkarten, sie kommuniziert auf diese Weise mit den Mächten der Ewigkeit, und ihr wurde gesagt, ich werde mit der Jägerin zusammen arbeiten, und ich werde, wenn ich sie brauche, meine Aktive Kraft erhalten."

Staffel 1 Folge 10:

Pike und Angela sitzen in einer Bar.

Angela: „Und, was tust du hier Pike?"

Pike: „Ach, ich hatte Ärger mit der Jägerin. Hält sich für was Besseres und macht mit einem Ex-Anwalt von Wolfram und Hart rum. Aber verträgt keine Kritik."

Angela: „Hah und das hältst du für ein Problem? Diene mal 24 Stunden James. Du musst dich ständig entschuldigen für jede Frage oder jede Bemerkung und selbst das ist ihm nicht Recht, am liebsten hätte der nen Gedankenleser, der ihm jeden Wunsch erfüllt, bevor er ihn ausspricht."

Pike: „Was ist nur aus den Gruppen geworden, wo jeder gleichberechtigt ist?"

Angela: „Oh ja."

Angela stand auf, ging zu Pike und gab ihm einen Kuss. Zuerst war Pike überrascht, dann erwiderte er den Kuss. Plötzlich allerdings merkte er, dass der Kuss ihm seine Lebensenergie entzog. Dann schwanden ihm die Sinne und er wurde Ohnmächtig. Angela nahm ihn auf den Arm, verließ mit ihm die Kneipe und teleportierte sich dann zurück ins Haus von James. Dort fesselte sie Pike an die Wand.

Später befreite sie ihn von James und rettete ihn und entließ ihn in die Freiheit.

Elisabeth Rohm als Kate Lockley

Shannen Doherty als Charlie Silverstone

Tom Lenk als Andrew Wells

Luke Perry als Pike

Anthony Stewart Head als Rupert Giles

Christian Kane als Lindsey McDonald

Drew Fuller als James Ashton aka der Meister des Grauens

und

Rose McGowan als Angela

Kate stand in der Kneipe hinter der Theke. Sie hatte gerade einen Gast bedient. Jetzt schaute sie zum 100. Mal auf die Uhr. Es war mittlerweile schon nach 1 Uhr. Sie fragte sich, wo Charlie blieb. Die sollte ja eigentlich die nächste Schicht übernehmen. Sie hätte schon vor 10 Minuten da sein müssen. Kate seufzte innerlich, dann ging sie hoch in Andrews Zimmer. Dieser saß auf seinem Bett und war in ein Buch vertieft. Der Titel des Buches lautete: Schwulsein im neuen Jahrtausend, cool oder normal. Kate räusperte sich, damit Andrew sie bemerkte. Dieser schreckte hoch, klappte das Buch zu und schaute Kate an.

Andrew: „Hi Kate, kann ich dir irgendwie behilflich sein?"

Kate: „Charlie ist noch immer nicht aufgetaucht. Ich bräuchte dringend jemanden, der ihre Schicht übernimmt."

Andrew: „Oh, kein Problem. Willst du noch auf den Friedhof?"

Kate: „Nein, ich glaube ich gehe nach Hause."

Andrew: „Es steht mir ja eigentlich nicht zu, darüber zu reden, aber du hast seid dem Tag, an dem Tommy die Stadt verlassen hat, kein mal mehr gejagt."

Kate: „Mir ist momentan nicht danach."

Andrew: „Aber du bist doch die Jägerin."

Kate: „Nun, die Welt hat mir meinen Freund genommen, warum sollte ich sie also verteidigen?"

Andrew: „Weil die selbe Welt es dir ermöglicht hat, deinen Freund aus dem Reich der Toten zurück zu holen. Wie viele Menschen kennst du, von denen du das behaupten kannst?"

Kate: „Aber er ist wieder weg gegangen, er hat mich erneut verlassen."

Andrew: „Aber Willow hat dich doch gewarnt, dass so etwas passieren könnte."

Kate: „Übernimm einfach meine Schicht und spar dir deine Kommentare. Ich hab für so was momentan einfach nicht die Nerven."

Andrew: „Wie du meinst. Es wäre sowieso Giles Aufgabe gewesen, dich darauf anzusprechen, nicht meine."

Nun bekam Kate doch ein schlechtes Gewissen, denn Giles hatte sie sehr wohl schon auf dieses Thema angesprochen. Mehrmals. Sie überlegte, wie sie das Gespräch in eine andere Richtung lenken konnte.

Kate: „Interessantes Buch, das du da liest."

Andrews Kopf wurde rot.

Andrew: „Ich stehe in letzter Zeit wie du weißt, mit Matt in Mailkontakt. Ich wollte zumindest nachvollziehen können, wie es ihm so geht und was er in letzter Zeit so durchgemacht hat."

Kate: „Nun, du solltest zumindest wissen, dass wenn du mir etwas sagen willst, ich sicher keine bösartigen Kommentare ablassen würde, und das ich Verständnis hätte."

Andrew: „Verständnis für was?"

Kate deutete mit einem Blick in Richtung Buch.

Andrew: „Oh, wie gesagt, mich betrifft das ja nicht. Wir sollten runter gehen, vielleicht warten die Gäste."

Sie gingen gemeinsam runter. Unten verabschiedete Andrew sich von Kate. Diese verließ die Kneipe. Er hingegen ging rum und erkundigte sich nach weiteren Wünschen der Gäste.

Ein Haus in der Stadt:

Angela saß angekettet in ihrem Zimmer. Nachdem sie Pike zur Flucht verholfen hatte, war der Meister nicht gerade gütig mit ihr umgegangen. Er hatte drei Energiekugeln auf sie geschmissen. Keine davon war tödlich gewesen, aber jede davon war mit sehr großen Schmerzen verbunden. Plötzlich öffnete sich die Tür und James trat ein.

James: „Bist du nun bereit, mir bedingungslose Treue zu schwören, oder willst du noch etwas hier im Zimmer bleiben?"

Angela: „Ich bin bereit, Meister."

James: „Ich werde also nicht mehr Pausenlos Entschuldigungen von dir zu hören bekommen, sondern endlich ein paar Erfolgsberichte?"

Angela: „Ja Meister, ihr könnt Euch auf mich verlassen."

James: „Du würdest jeden meiner Befehle sofort ausführen?"

Angela: „Aber ja, Meister."

James: „Selbst wenn der nächste Befehl – bring Pike um – lauten würde?"

Angela stockte einen Moment, doch dann beantwortete sie auch diese Frage mit einem ja. James schaute sie an.

James: „Wieso wohl, glaube ich dir nicht?"

Angela: „Weil ich gestockt habe, meister?"

James: „Ja. Ich werde dich wohl noch eine Weile hier behalten müssen."

James verließ das Zimmer. Angela hingegen verfluchte sich selbst für ihre Schwäche hinsichtlich dieses Menschenmannes namens Pike. Sie wusste nicht mal, was sie so toll an ihm fand. War es wirklich nur der Umstand das es ihnen beiden nicht gut ging in der Gruppe, in der sie waren?

In einer Scene-Disco:

Charlie tanzte ausgelassen. Als sie die Tanzfläche verließ, weil sie Durst bekommen hatte, schaute sie kurz auf die Uhr. Als sie sah, dass es schon weit nach 1Uhr nachts war, bekam sie einen Schreck. Sie hatte ihre Schicht in der Bar verpasst. Das schlimmste daran war, dass Kate seid Tommy weg war, so fürchterlich reizbar war. Anstatt sich einen Drink zu genehmigen, steuerte sie Richtung Ausgang zu. Als sie dir Tür erreicht hatte, und die Klinke berührte, bekam sie einen fürchterlichen Migräneanfall. Sie fühlte sich, als ob jemand mit einem Hammer auf ihren Kopf einschlagen würde. Gleichzeitig sah sie Bilder aus der Disco. Sie sah diese Bilder aus jemand anders Augen. Dieser Jemand schien eine Frau zu würgen. So schnell wie die Schmerzen gekommen waren, verschwanden sie auch wieder. Plötzlich sah sie wieder durch ihre eigenen Augen und sie sah auch die Tür vor sich. Sie zuckte mit den Schultern. Dann drückte sie die Klinke erneut. Dieses Mal passierte nichts. Sie öffnete die Tür und verschwand nach draußen.

Als sie um 2Uhr in der Kneipe ankam, war anstatt einer wütenden Kate nur Andrew da. Wie sie sofort erfuhr, war er als Vertretung für sie eingesprungen. Sie dankte ihm und fragte ihn, ob er bereit sei, auch den Rest der Schicht zu machen. Als er bejahte, ging sie raus und fuhr mit dem Auto nach Hause. Dort nahm sie sich Briefpapier und begann einen Brief an ihre Mutter. Diese war eine Hexe nach alter Manier. Sie mochte Telefone nicht. Sie benutzte immer Briefe. Als sie den Brief fertig geschrieben hatte, klebte sie eine Briefmarke drauf, sprach einen alten Zauberspruch, der dafür sorgte, dass niemand als eine andere Hexe lesen konnte was dort stand. Jeder andere würde dort nur Schwachsinn zu lesen bekommen, wie zum Beispiel: Der Ball ist eckig oder die erde ist eine Scheibe. Dann schickte sie den Brief ab. In dem Brief stand:

Liebe Mom,

ich glaube ich habe heute meine aktive Kraft erhalten. Ich finde zwar, der Begriff passiv würde hier besser passen, aber in unserem Sinne ist es eine aktive Kraft. Ich habe heute eine Vision erhalten. Zumindest nehme ich das an. Ich berührte die Klinke einer Tür und Bilder der Vergangenheit strömten auf mich ein. Ich sah wie eine Frau erwürgt wurde. Einher mit dieser Vision ging das Gefühl starker Kopfschmerzen. Mörderischer Kopfschmerzen möchte ich fast sagen. Denkst auch du, dies ist meine Magische Kraft? Bitte antworte bald.

Deine dich liebende Tochter Charlie

PS: Ich vermisse dich und die Familie.

Nachdem sie den Brief weggeschickt hatte, ging sie zu Bett.

Am Nächsten Morgen wachte Andrew erst um 14Uhr auf. Nachdem er geduscht, rasiert und sich angezogen hatte, fiel ihm auf, dass seine Zahnpasta lehr war. Er ging zum nächstgelegenen Geschäft und kaufte sich eine neue Tube. Als er einen Blick auf den Zeitungsstapel warf, sah er als Fette Überschrift: ERNEUT MÄDCHEN IN DISCO ERWÜRGT VORGEFUNDEN. Das interessierte ihn und er kaufte zusätzlich zur Zahnpasta auch noch die Zeitung. Auf dem Rückweg zur Bar fing er schon an, die Zeitung zu lesen. Er öffnete die Tür der Bar, ohne hin zu sehen, und stieß prompt mit Jemandem zusammen. Es war Charlie, die er angerempelt hatte. Beide entschuldigten sich, und sie bückte sich, um die Zeitung aufzuheben. Als sie die Zeitung berührte, bekam sie erneut diese grässlichen Kopfschmerzen zusammen mit Bildern eines Mädchens, welches in einer Disco erwürgt wurde. Dieses Mal allerdings war es ein anderes Mädchen. Als die Vision vorbei war, sah sie, wie besorgt Andrew sie anschaute. Bevor sie allerdings einen Kommentar abgab, schaute sie kurz auf die Zeitung, der sie die erneute Vision verdankte. Sie erkannte die Leiche des Mädchens das dort abgebildet war, als das Mädchen aus ihrer gestrigen Vision wieder. Sie erklärte Andrew schnell den Stand der Dinge, dann widmete sie sich dem Artikel etwas näher. Dort stand geschrieben, dass Ann Elisabeth Moderick gestern um 1 Uhr in einer beliebten Disko erwürgt wurde. Dies geschah mitten unter der tanzenden Menge. Aber keiner hatte es mitbekommen. Nach den Berichten einiger Augenzeugen, war das Mädchen nicht in Begleitung gewesen. Eine Frau hatte gesehen, dass sie plötzlich einen Erstickungsanfall bekommen hatte. Sie hatte sich zuerst an den Hals gefasst und dann sah es so aus, als ob sie nach etwas unsichtbaren greifen wollte, dass sich um ihren Hals gelegt hatte. Charlie legte die Zeitung weg.

Charlie: „Verdammt, genau das ist meine erste Vision gewesen. Und ich hatte sie genau zur Tatzeit. Sie hat nicht, wie ich angenommen hab von der Vergangenheit gehandelt. Meine Vision die ich gerade hatte, wird sicher von heute Abend gehandelt haben, denn jetzt ist nirgends mehr eine Disco geöffnet."

Andrew: „In dem Artikel stand erneut. Schau mal, ob irgendwo in der Zeitung der erste Fall noch erwähnt wird. Vielleicht war das jetzt ein Blick in die Vergangenheit."

Charlie blätterte die Zeitung durch. Auf der letzten Seite fand sie noch einen kleinen Artikel, der sich um den ersten Mord drehte. Auf dem Foto erkannte sie die Frau, die sie gerade in ihrer zweiten Vision gesehen hatte. Dies war also eine Vision der Vergangenheit gewesen.

Andrew: „Meinst du, der Mörder schlägt heute wieder zu?"

Charlie: „Ich weiß es nicht. Ich hoffe, nein."

Die Tür öffnete sich und Kate kam herein.

Kate: „Charlie, wo warst du gestern? Wieso vernachlässigst du deine Pflichten?"

Andrew: „Das ist jetzt nebensächlich. Charlie hatte gestern eine Vision von einem Mord. Wir müssen den Fall untersuchen."

Charlie: „Ich war in der Disco und hab nicht so ganz auf die Zeit geachtet. Aber dort hatte ich die Vision eines Mordes. Ich denke, die Mächte der Ewigkeit wollen, dass wir den Mörder aufhalten. Es stand heute auch in der Zeitung."

Charlie reichte Kate die Zeitung. Diese durchblätterte sie kurz und legte sie dann weg.

Kate: „Ok, es sei der verziehen. Aber ich hab nicht so wirklich Lust auf Monsterjagd zu gehen. Ihr könnt ja mal schauen, was ihr herausfinden könnt. Und wenn ihr den Mörder habt, ruft ihr mich an, ich erledige ihn kurz und geh dann wieder."

Charlie: „Was ist denn das für eine Einstellung?"

Andrew: „Frag sie bloß nicht, sie ist gerade auf die Welt sauer und will deshalb selbiger nicht mehr helfen."

Kate: „Ich fühle mich einfach nicht gut in letzter Zeit und wäret ihr meine Freunde würdet ihr mich unterstützen anstatt mir dauernd Moralpredigten zu halten. Reicht es denn nicht, dass ich hier in der Kneipe meinem menschlichen Job nachgehe?"

Charlie: „Schon gut, schon gut. Aber du solltest dich bald wieder einkriegen. Die „Mein Freund hat mich verlassen"-Nummer werden wir nicht ewig dulden."

Kate grummelte etwas vor sich hin, nahm sowohl einen Stift als auch einen Block und verschwand ins Lager um zu schauen, was neu geordert werden musste. Andrew indess seufzte und verschwand wieder in sein Zimmer. Heute hätte er die Nachmittagsschicht gehabt, aber die übernahm Charlie für ihn. So konnte er sich noch ein Paar Stunden aufs Ohr hauen.

Als ihre Schicht vorbei war, ging Charlie nach hause um sich für die Disco umzuziehen. Sie hoffte, dass sie dort eine weitere Vision haben würde, damit sie den Dämon vernichten könnte. Als sie sich umgezogen hatte, rief sie bei Giles an.

Giles: „Guten Tag? Rupert Giles hier."

Charlie: „Hi Giles, ich bins, Charlie."

Giles: „Hi Charlie, was gibt es?"

Charlie erklärte ihm im Kurzdurchgang, was passiert war.

Giles: „Du gehst dort doch hoffentlich nicht alleine hin, oder?"

Charlie: „Oh, jetzt wo sie es sagen, ich sollte vielleicht Pike oder Andrew mitnehmen."

Giles: „Warum nicht Kate?"

Charlie: „Kate geht es immer noch nicht besser. Sie leidet noch immer, da Tommy sie verlassen hat."

Giles: „Sie ist die Jägerin, sie sollte trotzdem die Welt retten können. Buffy hat damals sogar ihren Freund getötet, um die Welt zu retten."

Charlie: „Nun, mittlerweile ist Kate aber nur eine Jägerin, nicht die Jägerin, ich nehme an, so was nimmt ne Menge Druck."

Giles: „Ja, ich denke du hast Recht. Trotzdem werde ich jetzt mal in die Bar fahren und ein ernstes Wort mit ihr reden. Nimm du doch am besten Lindsey mit. Er würde sich sicher freuen. Er fühlt sich sowieso etwas außen vor, da er nicht wie die Anderen Magie beherrscht oder wie Pike schon ewig gegen Dämonen kämpft."

Charlie: „Giles, es geht doch hier um meinen Schutz oder? Sollte ich da nicht jemanden mitnehmen, dem ich vertrauen kann? Ich meine, ich vertraue Lindsey zwar, was seine Absichten angeht, aber was sein Können angeht, so ist mein Vertrauen nicht gerade hoch."

Giles: „Dann nimm doch ihn und Pike oder ihn und Andrew mit."

Charlie: „Ok, ok, sie haben mich überredet, ich werde ihn und Pike gleich anrufen."

Giles: „Du bist ein Schatz."

Charlie: „Wenn ich weiter auf sie höre bin ich wahrscheinlich bald ein toter Schatz."

Giles: „Aber Charlie!"

Charlie: „Schon gut, schon gut, es war ja nur ein Scherz. Bye Giles."

Charlie legte auf, und rief dann Pike und Lindsey an. Sie verabredete sich mit ihnen um 22Uhr vor der Disco.

22Uhr – vor der Disco

Charlie erreichte die Disco als erste. Lange musste sie allerdings nicht warten, denn Lindsey kam schon kurz nach ihr an.

Lindsey: „Hallo Charlie. Schön das ich dir helfen kann."

Charlie: „Ich bin froh, dass du gekommen bist."

Lindsey: „Weißt du, ich habe vor kurzem einen Karatekurs angefangen."

Pike: „Schön zu hören."

Beide drehten sich um. Pike war eben angekommen.

Pike: „Ok, wir sollten rein gehen, vielleicht bekommst du ja ne Vision und wir können diesen mörderischen Wahnsinn stoppen."

Die drei gingen zur Warteschlange und stellten sich an. Plötzlich kam Andrew um die Ecke.

Charlie: „Hi Andrew, hier sind wir."

Andrew: „Oh, ihr seid hier? Was wollt ihr hier? Warum habt ihr mich nicht eingeladen, wenn ihr schon ausgeht?"

Charlie klärte ihr schnell auf.

Lindsey: „Wir würden doch unseren Lieblingsdämonenbeschwörer mitnehmen, wenn wir feiern gehen würden."

Pike: „Genau, wir würden nur die Anwaltspfeife daheim lassen."

Andrew: „Fangt doch nicht schon wieder an."

Lindsey: „Ach, Pike ist bloß sauer. Buffy konnte er damals haben, aber Kate bekommt er nicht rum, da sie eher auf jemand mit meinem Kaliber steht."

Pike: „Ach ja? Welches Kaliber wäre das? Dumm und Unnütz?"

Lindsey: „Nun, Charlie scheint mich hilfreich zu finden, sonst wäre ich ja jetzt wohl kaum hier, oder Charlie?"

Charlie blieb aber jeglicher Kommentar erspart, da sie nun den Türsteher erreicht hatte. Er begutachtete sie kurz und lies sie dann passieren. Als er Andrew sah, hielt er ihn zurück.

Türsteher: „Dürfte ich mal ihren Ausweis sehen? Sie sehen für mich nicht wie 21 aus."

Charlie bekam die Szene beim eintreten mit. Sie blieb hinter dem Türsteher stehen und murmelte ein paar lateinische Worte.

Charlie: „Er ist mit mir hier, sie brauchen seinen Ausweis nicht."

Der Türsteher sagte unter Trance: „Sie sind mit der Dame hier, ich brauche ihren Ausweis nicht."

Charlie: „Und nun wünschen sie dem Herrn noch einen schönen Abend."

Türsteher: „Ich wünsche ihnen einen angenehmen, schönen Abend, Sir."

Andrew bedankte sich und ging mit Charlie zusammen rein.

Charlie: „Wie wolltest du denn hier rein kommen, wenn ich nicht gewesen wäre?"

Andrew: „Oh, weißt du, ich habe einen gefälschten Ausweis, nach diesem Ausweis bin ich gerade erst vorgestern 21 geworden."

Während die Zwei noch etwas rumblödelten, stieß eine Frau im Vorbeigehen Charlie an.

Frau: „Oh, entschuldigen sie, war keine Absicht."

Charlie allerdings bekam die Entschuldigung gar nicht mit. Ihr Gesicht war schmerzverzogen. Vor ihrem inneren Auge sah sie, wie die Frau die sie angerempelt hatte, auf dem Parkplatz vor der Disco erwürgt wurde.

Frau: „Geht es ihnen nicht gut? Kann ich ihnen helfen?"

Charlie: „Oh, danke es geht schon wieder."

Die Frau verließ sie, dann klärte Charlie Andrew auf. Pike und Lindsey, die die Situation von weitem mitverfolgt hatten, kamen auf Charlie und Andrew zu.

Pike: „Hattest du eine neue Vision?"

Charlie: „Ja, die Frau, die mich angerempelt hat, ist die nächste. Sie wird nachher auf dem Parkplatz erwürgt."

Lindsey: „Es sei denn, wir, die Retter der Nacht, verhindern es."

Andrew: „Die Retter der Nacht? Hältst du das hier für ein Spiel?"

Lindsey: „Ich wollte doch nur auch mal etwas cooles sagen."

Andrew: „Cool wäre aber gewesen: „Wir werden sie Retten, auf das die Macht mit uns sei!" oder etwas in der Art."

Lindsey: „Ich will mal wissen, seid wann du der Maßstab für Coolness bist."

Pike: „Lindsey, hör endlich auf."

Charlie: „Hört alle 3 auf, und zwar sofort. Die Frau ist gerade raus gegangen."

Charlie rannte zum Ausgang, ihre 3 Begleiter folgten ihr. Draußen sahen sie, wie ein Dämon mit 5 Augen anfing, die Frau zu würgen. Pike rannte auf den Dämon zu und trat ihn in den Rücken. Der Dämon ließ die Frau los, griff mit einer Hand nach Pike, hielt ihn hoch, schüttelte ihn und schmiss ihn gegen eins der Autos. Pike sackte bewusstlos zusammen.

Lindsey: „Ich weiß, was das für ein Dämon ist. Ich kenne ihn."

Charlie: „Du kennst dieses Ding?"

Lindsey: „Er war einer meiner Kunden bei W&H."

Andrew: „Ok, wer ist es, und wichtiger, wie vernichten wir ihn?"

Lindsey: „Lasst mich das mal machen."

Bevor Charlie oder Andrew etwas sagen konnten, rannte Lindsey auf den Dämon zu.

Andrew: „Mir reicht es, ich rufe Kate an. Sie muss herkommen und uns helfen."

Charlie verfolgte mit dem einen Auge, wie Andrew zum nächsten Münztelefon ging und mit dem anderen, wie sich Lindsey dem Dämon näherte.

Lindsey: „Hallo Mr. Okwok, es ist lange her, seid wir uns zuletzt in Los Angeles sahen."

Dämon: „Mr. McDonald. Sie sind hier in Cleveland?"

Lindsey: „Was wollen sie hier?"

Dämon: „Sie kennen mich doch, sie wissen, was ich will."

Lindsey: „Die Lebenskraft junger Frauen."

Dämon: „Richtig Mr. McDonald. Bei W&H gab es so ein Gerücht, sie sollen dort gekündigt haben."

Lindsey: „Das stimmt."

Dämon: „Dann sind wir nun auf verschiedenen Seiten. Sie kennen meine Schwäche, deshalb müssen sie sterben."

Bevor Lindsey etwas sagen konnte, erwischte ihn die Hand von dem Dämon. Dieser hatte Schwung geholt, und traf Lindsey so hart, dass dieser ebenso wie Pike gegen ein Auto knallte. Auch Lindsey war nun bewusstlos.

Charlie: „Halt! Du wirst meinen Freunden kein Leid mehr zufügen."

Dämon: „Du musst die junge Dame sein, die sich mehrfach meiner Augen bedient hat."

Charlie: „Sie haben das gemerkt?"

Dämon: „Ja, wenn jemand hellsieht und das durch meine Augen, egal ob in der Gegenwart oder der Vergangenheit, dann spüre ist das."

Charlie: „Gut, und nun werden sie Spüren, wie sich FEUER anfühlt. Göttin Hekate, höre auf den Wunsch deiner Dienerin, lasse einen Feuerregen auf den Dämon niederprasseln."

Ein paar Lavasteine prasselten auf den Dämon nieder.

Dämon: „Ja, Ja, weiter so, dieses herrliche kitzelnde Gefühl gefällt mir. Ist das alles, was du zu Stande bringst, Hexe? Also wenn du nicht mehr zu bieten hast, dann bin ich jetzt wohl am Zug."

Kate: „Nun, was ist, wenn sie Freunde zu bieten hat?"

Dämon: „Freunde? Wenn sie solche Schwachköpfe sind, wie die beiden hier, dann nur her mit diesen Freunden."

Andrew tauchte hinter Kate auf.

Charlie: „Wie hast du es geschafft, so schnell hier zu sein?"

Kate: „Nun, Giles hat ein ernstes Wort mit mir geredet. Ich war schon auf dem Weg, als Andrew bei meinem Handy angerufen hat.

Kate näherte sich dem Dämon. Sie gab ihm einige kräftige Tritte.

Dämon: „Du bist die Jägerin."

Kate: „Du hast es erfasst, ich bin die Jägerin aus Cleveland und so lange ich hier lebe sollen keine Menschen mehr sterben."

Der Dämon stürzte sich nun auf Kate. Er umgriff ihren Hals mit seiner Hand. Dann hob er sie hoch und fing an, sie zu würgen. Gleichzeitig wachte Lindsey wieder auf.

Lindsey: „Kate, hör mir zu, er hat nur eine einzige Schwachstelle, seine 5 Augen. Wenn sie alle erblinden, stirbt er."

Kate nahm mit letzter Kraft ihren Pflock und stach dem Dämon ein Auge aus. Als dieser vor Schmerz aufbrüllte, lies er Kate los. Diese sackte zusammen. Während dem Würgen hatte der Dämon ihr viel Energie abgezogen. Sie war zu geschwächt, um weiter zu machen. Charlie nahm einen Pflock aus ihrer Handtasche und ging nun auf den Dämon los. Sie erreichte aber keins seiner 4 restlichen Augen.

Dämon: „Anstatt dich nur K.O. zu schlagen, hätte ich dich gleich umbringen sollen, Lindsey du Verräter."

Lindsey griff sich nun einen Pflock und ging auf den Dämon los. Der Dämon ergriff ihn und hielt ihn hoch. Zu weit entfernt, um eins seiner Augen erreichen zu können.

Dämon: „Eins weißt du aber noch nicht über mich. Ich kann auch die Kraft der Männer aussaugen, ich mag nur Frauen lieber. Aber für dich werde ich heute eine Ausnahme machen."

In der Zwischenzeit hatte Andrew die Frau in Sicherheit gebracht, die noch immer am Schauplatz gewesen war.

Frau: „Wie kann ich ihnen jemals Danken?"

Andrew: „Legen sie sich einfach hin, schlafen sie, und morgen wird ihnen das hier schon wie ein Traum vorgekommen sein."

Frau: „Wahrscheinlich haben sie Recht."

Die Frau fuhr davon und Andrew gesellte sich wieder zu den Anderen. Er sah, wie der Dämon Lindsey in einer Hand hielt und ihn erwürgte. Außerdem sah er, dass eins der 5 Augen von einem Pflock durchstochen war und das sich Lindsey vergebens bemühte, ihm einen Zweiten Pflock in ein weiteres Auge zu rammen. Nun trat der Dämon Charlie mit seinem Bein, so dass sie 5 Meter weit flog und gegen die Wand der Disco knallte. Das war zu viel für Andrew. Er schnappte sich einen Pflock, schlich sich an den Dämon ran, überraschte ihn von hinten und schaffte es sogar, ein weiteres Auge des Dämons zu zerstören. Dadurch, dass der Dämon so überrascht von dem Angriff war, lies er Lindsey los. Dieser nutzte die Gunst der Stunde um nun endlich auch seinen Pflock ins eines der übrigen 3 Augen des Dämons zu rammen.

Lindsey: „Wir müssen nur noch 2 Augen zerstören, dann haben wir ihn erledigt."

Gerade als Lindsey fertig gesprochen hatte, traf ihn die Faust des Dämons im Magen. Von Schmerz gekrümmt, sackte er zusammen. Andrew schaute sich um. Pike lag noch immer bewusstlos neben einem der Autos. Auch Kate lag noch sehr geschwächt auf dem Boden, allerdings war sie wieder aufgewacht. Lindsey lag vor Schmerz gekrümmt am Boden und Charlie bewusstlos neben der Wand.

Andrew: „Es sieht so aus, als würde sich das zwischen dir und mir entscheiden."

Dämon: „Das ich nicht lache. Ein Zwerg wie du. Was willst du schon tun?"

Andrew: „Ich könnte dir eine Horde Dämonen auf den Hals hetzen."

Dämon: „Ah, ein Dämonenbeschwörer. Das eignet sich nicht gerade als gute Fähigkeit, um für die gute Seite zu kämpfen. Schon mal überlegt, für das Böse anzutreten?"

Andrew: „Nun, ich war mal auf der Bösen Seite, aber ich muss gestehen, dass mir die gute Seite besser gefällt, weißt du. Außerdem will ich dich darauf aufmerksam machen, dass wir unter dem Schutz eines größeren Dämons stehen, als dir."

Dämon: „Und wer sollte das sein?"

James: „Das dürfte dann wohl meine Wenigkeit sein, Okwok."

Der Dämon erbleichte, dann verbeugte er sich vor James.

Dämon: „Meister des Grauens, ich hatte keine Ahnung, dass dies ihre Schützlinge sind."

James: „Das sind sie auch nicht, aber ich möchte diese Gruppe selbst erledigen."

Dämon: „Jawohl Meister, ich werde mich zurück ziehen."

James: „Aber, aber… Ich bin doch kein Unmensch. Du darfst dir einen aussuchen, den du selbst erledigen möchtest. Mal abgesehen von der Jägerin. Die werde ich zu meinem ganz eigenen Vergnügen erledigen."

Andrew: „Aber James, das kannst du nicht tun, du wolltest uns doch alle erledigen."

James: „Ich wüsste nicht, dass ich dir erlaubt habe, mich zu duzen."

James streckte seine Hand aus und eine unsichtbare Macht legte sich um Andrews Hals und begann ihn zu würgen. Kurz vor der Ohnmächtigkeit hörte James auf.

James: „Wag es nie wieder, mich direkt anzusprechen, du niedrige Kreatur. Und du, Okwok, wähle nun."

Dämon: „Ich will Lindsey töten, Mei"

Noch bevor der Dämon den Satz beenden konnte, hatten sich sowohl Andrew als auch Kate auf ihn gestürzt, jeder hatte eins der Augen durchstochen. Der Dämon kippte um und war tot. Seine Überreste verwesten extrem schnell und zerfielen innerhalb weniger Sekunden zu Staub, welcher vom Wind davon getragen wurde.

James: „Jägerin, ich hatte gar nicht mitbekommen, dass du noch wach warst."

Kate: „Wie könnte ich schlafen, wenn ich deine Gegenwart verpassen könnte."

James: „Da magst du Recht haben Jägerin, wir sehen uns."

James verschwand in einem Wirbel von blauem Licht.

Nach einer Weile wachte der Rest der Gruppe wieder auf. Sie fuhren nach Hause und legten sich hin. Sie alle hatten etwaige Verletzungen, die sie auskurieren mussten. Abgesehen von Andrew, der wie durch ein Wunder heil davon gekommen war. Er übernahm in den Nächsten Tagen freiwillig alle Schichten in der Bar.

Ende Folge 12