Titel: Cleveland – die Kate Akten

Staffel 1 Folge 14: Die Abschiedsparty

Autor: Endymion

Idee: Endymion

Datum: 17.10.04

Disclaimer: I do not own the characters in this story, nor do I own any rights to the television shows "Buffy the Vampire Slayer" or "Angel". They were created by Joss Whedon and belong to him, Mutant Enemy, Sandollar Television, Kuzui Enterprises, 20th Century Fox Television, the WB Television Network and UPN Televison.
Copyright: bei Mir

Was bisher geschah:

Staffel 1 Folge 13:

Charlie: „Kate, willst du die ganze Gruppe rausschmeißen?"

Kate: „Welche Gruppe denn, Charlie? Ich sehe hier nur Einzelpersonen, die es nicht mal einen Tag schaffen, ohne Streit auszukommen. Unter solchen Bedingungen kann ich nicht arbeiten. Ich löse hiermit die Gruppe auf. Ich werde von nun an nur noch mit Giles arbeiten. Was der Rest macht, ist mir egal. Ich habe es so satt, ständig Babysitter für euch zu spielen, und euch zu retten, wenn es brenzlig wird. Seht doch, wie ihr alleine klar kommt. Wenn ihr die Gruppe wieder haben wollt, müsst ihr mir erst mal beweisen, dass ihr ohne Streit zusammen arbeiten könnt. Und nun Alle raus hier. Für dich gilt das allerdings nicht, Charlie, denn du bist nach wie vor Kellnerin, aber ansonsten war es das von meiner Seite her."

Kurz darauf:

Andrew: „Wieso bist du nicht drinnen bei deiner Schicht?"

Charlie: „Ich habe gekündigt. Wenn sie dich so rausschmeißt, habe auch ich keine Lust mehr, für sie zu arbeiten."

Später in der Folge:

Kate: „Giles, meinen sie ich habe richtig gehandelt? Werden die 4 nun endlich zusammen finden?"

Giles: „Du hast das geplant und absichtlich gemacht, damit die 4 eine Gruppe werden?"

Kate: „Natürlich, ich mag sie alle 4 sehr gerne. Ich hoffe, durch den gemeinsamen Feind, den ich ihnen erschaffen hab, mich, kommen sie zusammen, da sie nun für etwas zu kämpfen haben, bzw. gegen meine Behauptungen."

Giles: „Nun, ich hoffe dieses Vorhaben gelingt. Aber den ehrlichen Weg hätte ich bevorzugt."

Pike: „Angela, hast du uns etwa aus freiem Willen geholfen?"

Angela: „Ja, weil ich…"

James: „Weil sie dich liebt."

Charlie: „Wie bitte? Hab ich irgendwas verpasst?"

James: „Soll das heißen, Pike hat nicht andauernd geschwärmt und euch von Angelas Rettungsaktion erzählt?"

Pike: „Das hab ich nicht gemacht, um sie zu schützen."

James: „Nun Angela, da du anscheinend lieber auf der Seite deines Liebsten kämpfen willst, soll dein Wunsch dir erfüllt werden, aber dein Traummann ist sterblich: So wie du."

Charlie: „Das könnte eine Falle von Angela und James sein. Wie kannst du ihr dieses Theater abnehmen?"

Pike: „Was hätte sie denn davon?"

Charlie: „Sie könnte Informationen über die Jägerin sammeln."

Andrew: „Hört auf."

Lindsey: „Andrew hat Recht. Wir fangen schon wieder an, uns zu streiten, dabei sollten wir längst dabei sein, einen Fall zu lösen."

Charlie: „Dann lös den Fall doch mit Pike und seiner Dämonentussi. Ich bin weg."

Pike: „Wenn sie glaubt, ich würde ihr jetzt hinterher rennen, hat sie sich geschnitten. Sie sollte sich nicht so viel darauf einbilden, dass sie zaubern kann. Komm Angela, wir gehen."

Angela: „Halt, du solltest deinen Freunden helfen."

Pike: „Vergiss es. Kein Interesse. Nada, niente, nullo, zero!"

Andrew: „Was machen wir jetzt?"

Lindsey: „Nun, ich weiß was ich mache. Ich löse diesen Fall hier mit dir zusammen und dann nehme ich den Job in Los Angeles an, der mir vor kurzem angeboten wurde."

Andrew: „Du willst Cleveland verlassen?"

Elisabeth Rohm als Kate Lockley

Shannen Doherty als Charlie Silverstone

Tom Lenk als Andrew Wells

Luke Perry als Pike

Anthony Stewart Head als Rupert Giles

Christian Kane als Lindsey McDonald

Drew Fuller als James Ashton aka der Meister des Grauens

Rose McGowan als Angela

Andrew wachte auf. Während er dabei war, aufzuwachen, wunderte er sich, wo er war. Nur langsam fiel ihm ein, dass er in Lindseys Wohnung war. Kate hatte ihn aus seinem Zimmer in der Bar geworfen. Gekündigt hatte sie ihm auch. Lindsey war trotzt des Streits so nett gewesen, ihm anzubieten, bei ihm zu wohnen, oder genauer gesagt, er hatte ihm seine Wohnung angeboten, da er bald Cleveland verlassen würde. Wie war das noch gewesen. Andrew versuchte sich zu erinnern. Langsam fiel ihm ein, dass Lindsey sich selbst für unwichtig hielt. Aus diesem Grund hatte er einen Job in Los Angeles angenommen, der ihm schon vor längerer Zeit angeboten worden war.

Zur selben Zeit wachte auch Lindsey auf. Er schlurfte in die Küche, um sich einen Kaffee zu machen. Dann ging er an den Pc um seine Mails zu checken. Wie er sofort erkennen konnte, war auch die Mail von seinem zukünftigen Arbeitsgeber in Los Angeles dabei. Er klickte auf die Mail, um sie zu öffnen. Da stand, dass er bereits übermorgen anfangen sollte. Sie hatten ihm eine Wohnung in Los Angeles eingerichtet, so dass er sich nicht um den Umzug kümmern musste. Insgeheim wunderte er sich, wie sie das innerhalb einer Nacht geschafft hatten. Erst gestern Nacht hatte er die Entscheidung getroffen, den Job anzunehmen. Außerdem wunderte er sich, welche Firma so scharf darauf war, einen gefeuerten Wolfram und Hart Exmitarbeiter bei sich zu haben. Auch das Gehalt, welches er beziehen würde, war gerade zu königlich. Da er sich geschworen hatte, nie wieder arm zu sein, gefiel es ihm. Nun kam auch Andrew ins Arbeitszimmer, wo Lindsey am PC saß.

Andrew: „Guten Morgen, Lindsey"

Lindsey: „Guten Morgen, Andrew. Gut das du da bist. Ich habe einen Plan und brauche deine Hilfe."

Andrew: „Oh, worum geht es?"

Lindsey: „Ich habe den Job wie gestern besprochen, angenommen. Sie wollen, dass ich bereits übermorgen anfange. Deshalb will ich heute Abend eine Abschiedsparty organisieren. Ich hoffe, dass Alle hinkommen, und das als Anlass nehmen, sich zu vertragen."

Andrew: „So weit so gut, aber wozu brauchst du mich?"

Lindsey: „Wenn ich sie alle einlade, würden sie nicht kommen. Deshalb will ich, dass du das übernimmst. Pike kann mich weit weniger leiden als dich."

Andrew: „Ok, ich mach's. Soll ich Kate schon im Vorfeld von Angela erzählen?"

Lindsey: „Ich denke, das wäre besser. Das könnte sonst auf der Party für einige Verwirrung sorgen."

Andrew: „Ich finde die Aktion klasse. Hoffentlich bekomm ich Pike, Charlie und Kate dazu, hin zu kommen."

Lindsey: „Erzähle ihnen, was auch immer du willst, so lange sie dort erscheinen, ist das gut."

Andrew: „An welche Urzeit hattest du gedacht?"

Lindsey: „Hmm, gute Frage, sagen wir 21Uhr?"

Andrew: „In Tommys Bar?"

Lindsey: „Wenn Kate es erlaubt."

Andrew: „Ok, Befehl wird ausgeführt."

Zur selben Zeit in der Wohnung von Pike:

Pike wachte langsam auf. Seine Arme umschlangen noch immer Angelas Körper. Er hauchte ihr einen Kuss auf die Wange, als er aufstand. Dann zog er sich leise an und schlich aus der Wohnung. Kurz nachdem er die Tür leise zugezogen hatte, wachte Angela auf. Sie tastete mit ihrer Hand die rechte Seite des Bettes ab, wo sie Pike vermutete, aber der war nicht da. Plötzlich war sie hellwach. Sie zog sich den BH, einen Slip und ein T-Shirt von Pike an, dann ging sie in der Wohnung umher. Nirgends fand sie ihn. Plötzlich fühlte sie etwas, was sie noch nie gefühlt hatte. Sie musste eine Weile überlegen, was das war. Als sie in die Küche kam und den Kühlschrank öffnete, erkannte sie, dass dieses Gefühl Hunger war. Sie hatte Hunger. Da sie keine Ahnung hatte, wie die verschiedenen Sachen schmeckten, nahm sie ein paar Verschiedene aus dem Kühlschrank. Zuerst ein Ei. Sie erinnerte sich daran, mal einen Sterblichen beobachtet zu haben, wie er das Ei in eine Pfanne geschlagen hatte. Irgendwie hatte er das Ei in zwei Hälften geteilt. Sie suchte einige Schubladen ab, bis sie die gewünschten Gegenstände fand. Ein Brettchen und ein Messer. Sie legte das Ei auf das Brettchen, schwang das Messer und ließ es auf das Ei hernieder sausen. Das Messer allerdings durchtrennte das Ei nicht, sondern gab ihm einen Schubs, durch den das Ei auf dem Boden landete. Dort war es zerbrochen und eine durchsichtige und eine Orange Flüssigkeit liefen heraus.

Angela: „Verdammt."

Angela sichte etwas zum aufwischen. Als sie endlich Küchentücher gefunden hatte, beseitigte sie damit die angerichtete Bescherung. Innerlich fluchte Angela noch immer. Früher hatte sie nie Hunger gehabt, und falls sie einfach Lust hatte, etwas zu Essen, dann hatte sie es sich selbst erschaffen. Aber sich Essen zu kochen schien ihr ein Ding der Unmöglichkeit. Plötzlich hörte sie, wie sich die Tür öffnete und leise wieder schloss. Sie ging zum Flur, wo sie Pike entdeckte.

Angela: „Ein Glück, dass du da bist."

Pike: „Wie siehst du denn aus? Total verschmiert."

Angela: „Ich habe versucht, ein Ei zu halbieren."

Pike: „Wozu denn das?"

Angela: „Ich habe Hunger und ich habe früher mal einen sterblichen dabei gesehen, wie er ein Ei getrennt hat, und dann die 2 Hälften in eine Pfanne gegeben hat."

Pike: „Was wolltest du denn machen, Spiegelei oder Rührei?"

Angela: „Irgend etwas, das satt macht."

Pike: „Nun, dann habe ich das richtige dabei. Ich habe hier frische Brötchen vom Bäcker."

Angela: „Spitze, denk ich zumindest."

Pike: „Hast du denn noch nie Brötchen gegessen?"

Angela: „Als Dämon war ich aufs Essen oder Trinken nicht angewiesen."

Pike: „Aber du hast doch mit mir in einer Bar was getrunken."

Angela: „Nun, ich spüre zwar den Alkohol, aber nicht so stark wie ein Mensch, schätze ich, und schmecken tu ich gar nichts. Ich hätte Dreck von der Straße genau so essen können, wie etwas aus einem Laden für Spezialitäten aus Paris. Vom Geschmack war das gleich."

Pike: „Nun, dann warte erst mal ab, bis du Kuchen, Schokolade und Chips probiert hast, ach ja, und Eiskrem."

Angela: „Nun lass uns erst mal mit den Brötchen anfangen. Gib mal eins her."

Pike: „Warte, ich hole noch Butter, Wurst und Käse aus dem Kühlschrank."

Angela: „Wozu? Wollten wir nicht Brötchen essen?"

Pike: „Damit belegt man die Brötchen."

Angela: „Oh."

Pike deckte in Windeseile den Tisch. Nun zeigte er Angela, wie man ein Brötchen aufschnitt,

es mit Butter bestrich und es dann belegte. Angela machte es ihm gleich. Langsam fand sie es nicht mehr so schlimm, sterblich zu sein. Sie kam sich zwar noch etwas verloren vor, aber erkannte auch die Vorzüge, die ein solches Leben einem boten. Plötzlich klingelte es an der Tür. Pike ging hin und machte auf. Andrew stand draußen.

Pike: „Hi Andrew, komm rein."

Andrew: „Hi Pike, Angela."

Angela: „Oh, hallo Andrew."

Pike: „Darf ich fragen, was du willst?"

Andrew: „Also passt auf. Ich weiss, ihr wart nicht immer die besten Freunde von Lindsey, aber er fährt in 2 Tagen weg. Ich habe vor, heute Abend eine Abschiedsfeier für ihn zu veranstalten. Würdet ihr kommen?"

Pike: „Zu dem?"

Angela: „Eine Party? So mit Musik und Partyhäppchen und Chips und Alkohol?"

Andrew: „Öhm, ja."

Angela: „Ohh, Pikey, bitte bitte lass uns da hin gehen. Ich will so gerne mal eine Party feiern."

Pike: „Nun, wenn du mir versprichst, mich nie, wirklich nie wieder Pikey zu nennen, sag ich ja."

Angela stand auf und fiel Pike um den Hals. Sie bedeckte ihn mit tausend Küssen.

Pike: „Wann und wo soll sie denn steigen?"

Andrew: „Ich hatte gehofft, in Tommys Bar um 21Uhr. Ich muss aber noch mit Kate reden."

Pike: „Na dann, viel Erfolg."

Andrew: „Ich rufe euch an, falls sich der Ort ändert, also falls ich nicht anrufe, feiern wir in der Bar. Also dann, man sieht sich."

Andrew verließ die Wohnung der beiden Verliebten. Nun führte ihn sein Weg zu Giles, denn der wohnte von Pike aus gesehen, am nächsten.

Dort angekommen, klingelte er mehrmals, bis eine brummige Stimme sich durch die Sprechanlage meldete.

Giles: „Ja?"

Andrew: „Giles, ich bin es Andrew. Könnte ich kurz rauf kommen?"

Giles antwortete nicht, drückte aber dafür auf den Knopf um Andrew zu öffnen. Auch seine Wohnungstür öffnete er. Als Andrew hoch kam, musterte er ihn. Dann, für ihn ganz ungewöhnlich, zog er Andrew an sich ran und umarmte ihn.

Giles: „Ich bin wirklich froh, dass du das gestern überlebt hast."

Andrew: „Dank ihrer Hilfe."

Giles: „Gern geschehen. Wie geht es Lindsey?"

Andrew: „Das ist der Grund meines Besuches. Es geht ihm gut. Aber er hat beschlossen, die Stadt zu verlassen. Er hat nen Job in Los Angeles angenommen. Deshalb wollte ich eine Abschiedsparty für ihn schmeißen und ich wollte sie dazu einladen, Giles."

Giles: „Ok, wann und wo steigt die Party?"

Andrew: „Wenn alles gut geht, um 21Uhr in Tommys Bar."

Giles: „Wenn alles gut geht?"

Andrew: „Nun, ich muss noch Kate einladen, und sie fragen, ob das mit der Bar ok ist."

Giles: „Na dann, viel Glück. Ich werde um 21Uhr da sein. Ruf mich an, falls sich der Ort noch ändern sollte."

Andrew: „Wird gemacht. Bis dann."

Giles sah Andrew hinterher, als er die Wohnung verließ, die Treppen runter stürzte und aus dem Haus rannte.

Charlie lag in ihrem Bett und schaute Fernsehen. Gelangweilt schaute sie die Mattscheibe an, aber die Bilder flimmerten mehr an ihr vorbei, als dass sie in ihren Geist eindringen würden. Langsam fragte sie sich, warum sie schon aufgestanden war. Schließlich war sie nun Arbeitslos. Sie fragte sich gerade, ob es wohl klug gewesen war, bei Kate zu kündigen. Der Arbeitsmarkt sah hier in Cleveland nicht gerade berauschend aus, in der Gastwirtschaft. Zur Not könnte sie ja zum Fernsehen gehen. Vielleicht brauchten sie noch eine hübsche Wahrsagerin. Dann würden die Leute endlich mal etwas Wahres hören, und nicht diesen ganzen ausgedachten Blödsinn. Plötzlich klingelte es. Charlie überlegte, wer um diese Uhrzeit wohl bei ihr vorbeikommen würde. Vielleicht war es ja Pike, der ihr sagen wollte, dass sie Recht hatte. Nun stand sie auf, zog sich den Bademantel über und ging in gemächlichem Schritt zur Tür. Als sie öffnete, stand Andrew vor ihr.

Charlie: „Ach du bist es bloß. Na, dann komm mal rein."

Andrew: „Auch dir einen wunderschönen guten Morgen, Charlie."

Charlie: „Nun, dafür, dass du Arbeitslos und Obdachlos bist, bist du ja sehr fröhlich gestimmt."

Andrew: „Obdachlos? Ich wohne doch jetzt bei Lindsey."

Charlie: „Bis ihr das nächste Mal Streit habt, und er dich rauswirft."

Andrew: „Das wird nicht passieren. Er verlässt die Stadt und überlässt mir die Wohnung."

Charlie: „Er verlässt die Stadt?"

Andrew: „Achja richtig, das ist ja auch der Grund, warum ich hier bin. Lindsey nimmt einen Job in Los Angeles an. Er fängt dort in 2 Tagen schon an. Ich möchte heute Abend eine Abschiedsparte für ihn schmeißen. Dafür wollte ich dich einladen."

Charlie: „Oh, eine Party wäre jetzt genau das Richtige. Wann und wo soll sie denn steigen?"

Andrew: „Um 21Uhr in Tommys Bar."

Charlie: „In Tommys Bar? Bei Kate?"

Andrew: „Ach komm, ein Mal wirst du sie wohl noch ertragen können. Es ist das letzte Mal für eine lange Zeit, dass wir Lindsey sehen."

Charlie: „Ok, ok, ich werde da sein. Es wundert mich allerdings, dass Kate ihr Ok dazu gegeben hat."

Andrew: „Nun, ich habe sie noch nicht gefragt, aber ich bin guter Dinge, was das betrifft."

Charlie: „Ok, aber melde dich noch mal, falls der Ort sich ändern sollte."

Andrew: „Ok, werde ich machen."

Charlie: „Ach ja, wer kommt eigentlich Alles?"

Andrew: „Ich hoffe die komplette Clique."

Charlie: „Wird eine gewisse Exdämonin auch dabei sein?"

Andrew: „Ja, ich habe sie und Pike beide eingeladen."

Charlie: „Nun, dann sollte ich vielleicht lieber nicht kommen."

Andrew: „Ach komm, mach jetzt keinen Rückzieher, nur wegen Angela."

Charlie: „Nun, ich werds mir überlegen. Das ist das Positivste in der Richtung, was du von mir jetzt hören wirst."

Andrew: „Ok, wir sehen uns dann also um 21Uhr in der Bar."

Noch bevor Charlie etwas erwidern konnte, war Andrew aus der Wohnungstür verschwunden. Nun musste er nur noch zu Kate. Da es für die Bar noch zu früh war, ging er zu ihrer Wohnung. Er musste mehrmals klingeln, bis Kate ihm endlich öffnete. Total verschlafen stand sie vor ihm.

Kate: „Du bekommt deinen Job und deine Wohnung nicht zurück, Andrew."

Andrew: „Auch dir einen wunderschönen guten Morgen, Kate."

Kate: „Was willst du noch von mir? Ich denke, ich hab mich gestern klar ausgedrückt."

Andrew: „Nun, ich denke du solltest wissen, dass Lindsey in zwei Tagen die Stadt verlassen wird. Er fühlt sich nutzlos hier und hat deshalb einen Job in Los Angeles angenommen."

Kate: „Lindsey verschwindet hier?"

Andrew: „Spreche ich Chinesisch? Das habe ich doch gerade gesagt."

Kate: „Also das war es nicht, was ich mit der Aktion gestern erreichen wollte."

Andrew: „Wie dem auch sei, ich will heute Abend für Lindsey eine Abschiedsparty geben und Alle dazu einladen. Auch dich."

Kate: „Oh, wann und wo soll die Party denn steigen?"

Andrew: „Um 21Uhr. Und wenn es geht, in Tommys, bzw. deiner Bar."

Kate: „Na, ausnahmsweise. Es verlässt uns ja nicht jeden Tag ein Gruppenmitglied."

Andrew: „Gruppenmitglied? Ich dachte wir wären keine Gruppe mehr."

Kate: „Nun, du weißt, was ich meine damit."

Andrew: „Nun, wir haben ein neues Gruppenmitglied, falls man das Wort noch anwenden kann."

Kate: „Wie? Wen denn?"

Andrew: „Angela."

Kate: „Bitte was? Ich muss mich wohl verhört haben."

Andrew: „Angela hat Pike und Charlie auf dem Friedhof gerettet. Als Strafe dafür hat James ihr ihre Kräfte genommen und sie zur Sterblichen gemacht."

Kate: „Warum sollte sie Pike helfen wollen?"

Andrew: „Es war wohl nicht das erste mal. Als wir alle in den Urlaub geflogen sind, und Pike wegen dem Streit hier geblieben ist, hatte James ihn entführen lassen. Da hat Angela ihn wohl auch schon befreit. Naja, wie dem auch sei, die Beiden lieben sich. Sie werden also als Paar auf diese Party kommen."

Kate: „Klasse, laden wir doch noch mehr Dämonen ein, die mich halb tot geprügelt haben."

Andrew: „Aber sie ist jetzt kein Dämon mehr."

Kate: „Ok, ok, ich ignoriere zur Feier des Tages sogar das. Also dann bis 21Uhr."

Andrew: „Auf wiedersehen, Kate."

Nun verließ Andrew Kates Wohnung. Noch hatte er den Schlüssel zur Bar, so dass er direkt Verschiedenes für die Party einkaufen konnte und auch direkt dort aufbauen konnte. Als er gerade heimgehen wollte, kam eine Gruppe von 20 Leuten in die Bar. Er hatte vergessen, die Tür wieder abzuschließen, so dass die Gruppe gedacht hatte, die Bar sei offen. Sie setzten sich an die verschiedenen Tische.

Andrew: „Aber meine Damen und Herren, die Bar ist geschlossen."

Frau: „Nehmen sie lieber unsere Bestellungen entgegen anstatt hier frech zu werden, junger Mann."

Andrew: „Aber…"

Mann: „Kein aber junger Mann, hol nen Zettel und nen Stift und fang an zu bedienen."

Nun erkannte Andrew unter den Leuten auch einen recht bekannten Kritiker, der gerade in einer Kolumne verschiedene Bars vorstellte. Andrew wusste, dass diese Kolumne zur Zeit bei der Masse sehr beliebt war. Deshalb ging er hinter die Theke, um einen Stapel Speisekarten zu nehmen. Außerdem nahm er noch einen Stift und den Block mit. Er teilte die Speisekarten an den verschiedenen Tischen aus. Dann ging er die verschiedenen Tische durch und nahm die Bestellungen auf. Nun erschien Charlie in der Bar. Als Andrew gerade hinter die Bar trat, folgte sie ihm.

Charlie: „Eigentlich hatte ich fragen wollen, ob die bei den Partyvorbereitungen etwas Hilfe brauchst, nun aber frage ich mich, was du hier machst. Hat Kate dich nun wieder eingestellt, wo ich gekündigt hab?"

Andrew: „Nein nein, aber siehst du den Herr da hinten? Er ist ein berühmter Kritiker und schreibt gerade eine Kolumne über Bars. Ich hatte vergessen, die Tür zu schließen, als ich hier alles für die Party vorbereitet hab und da kam die Truppe hier rein. Er halt auch. Und da ich nicht möchte, dass die Bar ne negative Schlagzeile macht, kümmere ich mich um den Betrieb."

Charlie: „Nun, ich mag Tommy sehr gerne, ich helfe dir also heute aus, wenn du willst. Allerdings, ich mache das nur für Tommy, nicht für Kate."

Andrew: „Das würdest du tun? Vielen, vielen Dank."

Die Zwei waren gut drei Stunden beschäftigt. Sie konnten die Bar nicht schließen, da der Kritiker einfach nicht gehen wollte. Deshalb kamen immer neue Leute herein. Charlie und Andrew waren fast pausenlos am Servieren. Immer wieder mussten sie Tische decken, abräumen, Leute bedienen. Plötzlich kam Kate in die Bar. Sie war sehr erstaunt, als sie eine volle Bar sah, die von Andrew und Charlie geführt wurde, als hätte sie Beide nie entlassen. Sie schnappte sich die Beiden unauffällig und verschwand mit ihnen in den Nebenraum.

Kate: „Was um Himmelswillen macht ihr hier?"

Andrew: „Einer der Gäste ist ein Kritiker. Als ich für Lindseys Abschiedsfeier hier alles vorbereitet hab, kam er zusammen mit einer Gruppe von ungefähr 20 Personen herein. Ich habe ihn wiedererkannt, deshalb blieb mir nichts Anderes übrig, als ihn und die andere Leute zu bedienen."

Charlie: „Und nach einer kurzen Zeit kam ich hinzu. Ich wollte ihm eigentlich bei den Partyvorbereitungen helfen, aber dann hab ich ihm servieren geholfe."

Kate: „Woher weißt du, dass der Mann ein Kritiker ist? Die agieren doch lieber unbekannt."

Andrew: „Nun, ich habe mal mit ein Paar anderen Barkeepern, Aushilfen und Kellnern geredet. Einer von ihnen hat eine Liste aller Kritiker. Die hat er mir per Mail mal geschickt, mit den Bildern der Kritiker versteht sich."

Kate: „Ihr Zwei seid wirklich erstaunlich, dass ihr das für mich getan habt. Bitte, lasst uns den albernen Streit vergessen, und arbeitet wieder für mich."

Charlie: „Nun, ich werde es mir überlegen, aber wir sollten nun zurück gehen, ich denke nicht, dass der Kritiker es mag, wenn alle Bedienungen gleichzeitig verschwinden, aber jetzt wo du da bist, Kate, solltest du mithelfen. Du könntest die Kasse übernehmen."

Kate: „Ok, lets go back to work."

Nach einigen Stunden endlich ging der Kritiker und auch die Gäste gingen nach und nach. Als der letzte Gast die Bar verlassen hatte, drehte Andrew schnell das Schild von Geöffnet auf geschlossen und drehte den Schlüssel rum. Gerade als sich die Drei ausruhen wollten, klopfte es an der Tür.

Kate: „Wer ist denn das jetzt noch?"

Mit einer bösen Vorahnung schaute Andrew auf seine Uhr. Wie er vermutet hatte, es war 21Uhr. Dies teilte er auch Charlie und Kate mit. Beide stöhnten. Doch dann ging Charlie zur Tür. Davor standen Angela und Pike. Nach einer recht eisigen gegenseitigen Begrüßung, traten die Beiden ein.

Angela: „Schön ist es hier. Hallo Andrew… Kate."

Andrew: „Hi Angela, Pike."

Kate: „Hallo Pike. Guten Abend, Angela."

Kate ging nahe zu Angela ran.

Kate: „Stimmt es was sie sagen? Du bist jetzt sterblich?"

Angela: „Ja."

Kate holte zum Schlag aus und traf Angela in der Magengegend. Der Schlag war so heftig und überraschend gekommen, dass Angela 2 Meter nach hinten taumelte, wo sie gegen einen Wand schlug.

Kate: „Nun sind wir quitt, denke ich. Nun steht einer Freundschaft nichts mehr im Weg. Außerdem finde ich es gut zu sehen, wie viel dir dieser Schlag ausmachen konnte. Das kann nur bei einer wirklichen Sterblichen passieren. Und der Schlag war so überraschend, dass du es nicht Schauspielen konntest."

Angela: „Ok, nun sind wir also quitt. Und warum verdächtigen mich bloß alle des Schauspiels?"

Kate: „Weil James ein Trickser ist. Da du seine Bedienstete warst, wäre ein Trick in dieser Richtung also nicht zu unwahrscheinlich gewesen."

Pike: „Schlag meine Freundin bloß nie wieder."

Angela: „Pike, reg dich ab, es ist ok. Es war fair und nun ist es erledigt, mach bitte keine große Sache daraus. Meine erste Party will ich genießen. Hat vielleicht jemand eine Schmerztablette?"

Gerade als sie die Frage gestellt hatte, kam Giles kurz gefolgt von Lindsey rein.

Lindsey: „Ihr seid alle gekommen, das freut mich. Ich möchte diesen letzten Abend nicht nur zu dieser Feier nutzen, sondern ich möchte euch auch noch ein Paar ernst gemeinte Worte mit auf den Weg geben. Aber das werde ich am Ende des hoffentlich fröhlichen Abend machen."

Die Party lief recht friedlich ab, die richtige Stimmung kam allerdings nicht auf. Um 0Uhr wollten Pike und Angela gehen.

Angela: „Lindsey, wärst du so nett, uns jetzt zu sagen, was du zu sagen hast? Pike und ich würden recht gerne gehen."

Lindsey: „Nun denn, Freunde, hört mir bitte einen Augenblick zu."

Andrew ging zur Stereoanlage und stellte sie aus. Nun schauten alle zu Lindsey.

Lindsey: „Ich weiß, dass ich einigen Unfrieden in diese Gruppe gebracht habe. Meine Vergangenheit ist nicht die Beste, weshalb es hier öfter Zoff gab. Nichts desto Trotz, sehe ich anders als Kate, diese unsere Gemeinschaft hier, die wir hier stehen, als eine Gruppe. Ich war das schwächste Glied. Ich kann nicht kämpfen, habe wenig Wissen, und bin dieser Gruppe nie von nutzen gewesen. Trotzdem denke ich, dass ich heute Abend etwas leisten kann. Nicht nur kann, sondern sogar muss. Ich muss euch allen noch einmal ins Gewissen reden. Gestern haben Andrew und ich einen Dämon platt gemacht. Wir wären beide dabei beinahe gestorben. Bedenkt doch bitte, wie erfolgreich ihr als Gruppe seid, wie schwer es dagegen für euch einzeln ist, Dämonen zu bekämpfen. Pike, früher hast du pro Nacht einen Vampir gekillt, wenn drei entstanden sind. Bedenke bitte mal, was für Dämonen du hier in der Gruppe umgebracht hast. Kate, du glaubst, als Jägerin seiest du unbesiegbar und du würdest alles alleine mit deinem Wächter schaffen, aber das ist falsch, so falsch. Du wirst an und mit der Gruppe wachsen. Sie werden deine Stütze und dein Halt sein, der dich vor dem Wunsch beschützen wird, zu sterben. Giles, sie sind der Älteste und sollten auch der Vernünftigste sein. Außerdem sollten sie durch die Zusammenarbeit mit Buffy doch gelernt haben, wie wichtig eine Gruppe sein kann. Charlie, wurdest du nicht hierher geschickt, um mit der Jägerin zusammen zu arbeiten? Und wurden dir deine Kräfte nicht von den Mächten der Ewigkeit geschenkt, damit du die Jägerin im Kampf unterstützen kannst? Und Andrew, wolltest du Kate nicht helfen, um deine Vergangenheit wieder gut zu machen? Wie ihr seht, habt ihr alle einen guten Grund, als Gruppe zusammen zu arbeiten. Und ganz davon abgesehen, kann ich viel beruhigter nach Los Angeles fliegen, wenn ich weiß, dass ich eine starke Gruppe verlasse, als ein paar Einzelpersonen, die wohl bald sterben werden. Deshalb meine Bitte an euch, vergebt euch gegenseitig und Arbeitet endlich wieder zusammen. Vergesst die doofen Streiterein, deren Anlass oft sogar ich war. Meinetwegen braucht ihr nun nicht mehr streiten. Und wenn ihr euch schon nicht gleich vertragen wollt, dann denkt bitte einmal darüber nach. Und Kate, nun noch ein paar letzte Worte zu dir. Wir alle haben Verständnis dafür, dass es dir nicht gut geht, und das du enttäuscht bist darüber, dass Tommy dich verlassen hat, aber lass deine Wut darüber nicht an der Welt oder der Gruppe aus, beide können dafür nichts. Du kannst wegen einer kleinen privaten Niederlage nicht aufhören, die Welt zu retten. Und ebenso wenig solltest du deshalb aufhören, deinen Freunden eine gute Freundin zu sein. Die Angst verlassen zu werden, oder dein Herz anderen Menschen zu öffnen, die dich verletzten könnten, darf nicht dein weiteres Leben bestimmen. Bitte denke darüber nach und hab ein Einsehen."

Andrew: „Was du sagst ist richtig. Aber verzeihen ist nicht immer leicht."

Kate: „Charlie, Andrew irgendwas liegt euch beiden doch noch an mir, oder zumindest an dieser Bar. Ich finde, Lindsey hat vollkommen Recht. Ich möchte mich bei euch allen entschuldigen für das, was passiert ist. Mein Schmerz über den erneuten Verlust von Tommy hat mich übermannt und mich vergessen lassen, was ich noch habe. Ich habe nur noch daran gedacht, was ich nun nicht mehr habe, und dadurch aus den Augen verloren, was für wunderbare Leute ich kenne. Pike, Giles, Charlie, Andrew und Lindsey, bitte vergebt mir. Lasst uns wieder eine Gruppe werden, eine, die stärker ist, als es je eine Gruppe war. Lasst uns an unserer Freundschaft arbeiten und wieder werden, was wir eins waren, nein, lasst uns sogar besser werden, als wir eins waren."

Alle stimmten ein. Angela aber schaute traurig zu Boden. Kate bemerkte das und kam auf sie zu, zusammen mit Charlie.

Kate: „Herzlich willkommen in unserer Gruppe, Angela. Als eine Freundin von Pike bist du auch unsere Freundin."

Die beiden umarmten sich.

Charlie: „Lass uns einfach vergessen, was vorher war Angela. Nun bist du sterblich und du bist nun ein Mitglied unserer Gruppe. Auch ich heiße dich herzlich in unserem Kreis willkommen."

Die beiden gaben sich die Hand. In der Sekunde bahnte sich bei Charlie eine Vision an. Sie sah in Bruchstücken, wie Angela und Pike in einem Kreis standen. Der Kreis um sie bestand aus Feuer, keiner der beiden konnte diesen Kreis verlassen. Sie beide hatten Schwerter in der Hand. Ein neues Bild erschien, bei dem Pike Angela das Schwert in den Magen rammte. Gleichzeitig rammte auch sie ihm das Schwert in die Kehle. Beide vielen tot um.

Angela: „Charlie, ist alles ok?"

Charlie brauchte einige Sekunden, um in die Wirklichkeit zurück zu finden.

Kate: „Hattest du wieder eine Vision? Was hast du gesehen?"

Charlie: „Die Zukunft."

Die beiden schauten Charlie verständnislos an. Charlie überlegte indes, was gerade passiert war. Bei dem Handschlag hatte sie keine negativen Schwingungen von Angela wahrgenommen. Sie hatte nur einen Menschen gefühlt. Wie es trotzdem zu dieser Vision hatte kommen können, war ihr ein Rätsel. Nach einiger Zeit gestand sie sich ein, dass dies vielleicht gar keine Vision gewesen war, sie war wahrscheinlich nur kurz eingenickt und hatte einen Albtraum gehabt. Wieso sollten sich zwei Liebende sonst umbringen. Außerdem ging von Angela nur noch Herzlichkeit und Güte aus.

Am nächsten Abend war die Gruppe versammelt am Flughafen. Sie verabschiedeten sich alle von Lindsey. Charlie, die die Vision von Angela nicht aus dem Kopf kriegen konnte, tat so, als fiele sie hin, und hielt sich dann an Angela fest. Es kam keine Vision. Nun beschloss sie entgültig, dass das gestern nur ein Albtraum gewesen war. Lindsey kam nun auf sie zu. Die beiden umarmten sich.

Lindsey: „Du hast ja meine Mailaddresse. Teil mir bitte mit, wenn hier etwas passieren sollte und ihr mich braucht, oder auch, wenn Andrew meine Wohnung niederbrennen sollte."

Charlie: „Du kannst dich auf mich verlassen."

Nachdem sich Lindsey von allen verabschiedet hatte, stieg er in den Flieger. Die Gruppe ging nun auf die Aufsichtsrampe, um den Start des Flugzeuges zu verfolgen. Sie winkten dem Flugzeug hinterher und auch Lindsey winkte von drinnen. Er hatte nun ein gutes Gefühl für die Gruppe. Sie würden ihren Weg machen.

Ende Folge 14