Titel: Cleveland – die Kate Akten

Staffel 1 Folge 16: Der Mann den ich liebe

Autor: Endymion

Idee: Endymion

Datum: 24.10.04

Disclaimer: I do not own the characters in this story, nor do I own any rights to the television shows "Buffy the Vampire Slayer" or "Angel". They were created by Joss Whedon and belong to him, Mutant Enemy, Sandollar Television, Kuzui Enterprises, 20th Century Fox Television, the WB Television Network and UPN Televison.
Copyright: bei Mir

Was bisher geschah:

Staffel 1 Folge 15:

Kate: „James hat mir sein Geheimnis erzählt."

Giles: „Sein Geheimnis? Was für ein Geheimnis?"

Kate: „Wer sein Vater war."

Giles: „Und wer war sein Vater?"

Kate: „Trevor Lockley."

Giles: „Trevor Lockley? Dein Vater? Das macht ihn ja zu deinem Bruder."

Kate: „Halbbruder."

Elisabeth Rohm als Kate Lockley

Shannen Doherty als Charlie Silverstone

Tom Lenk als Andrew Wells

Luke Perry als Pike

Anthony Stewart Head als Rupert Giles

Rose McGowan als Angela

Gaststar:

Julian McMahon als Joey Oldman

Vor 2 Wochen:

Charlie stand vor dem Spiegel. Sie konnte sich mal wieder nicht entscheiden, welches Kleid sie anziehen sollte. Sie nahm ein eng anliegendes Lederkleid aus dem Schrank und stellte sich damit vor den Spiegel.

Charlie: „Hi, ich bin Charlie, und verdammt heiß auf Sex, wer will als erstes?"

Sie legte das Kleid wieder zurück und nahm ein langes, weißes mit Blümchen aus dem Schrank. Wieder hielt sie das Kleid vor sich und schaute dabei in den Spiegel.

Charlie: „Hi, ich bin Sandra Dee. Ich rauche nicht, bin harmlos und Jungfrau. Wer will einen harmlosen Abend mit mir verbringen?"

Charlie überlegte kurz, ob sie das Kleid zurück in den Schrank legen sollte, oder es nicht lieber gleich in die Mülltonne kloppen sollte. Sie entschied sich für den Schrank. Dann nahm sie ein Schwarzes mit einem recht freizügigen V-Ausschnitt. Auch damit stellte sie sich vor den Spiegel.

Charlie: „Hi, ich bin Charlie, und heiß genug, um in die In-Disco zu kommen. Außerdem bin ich auf Männerfang, aber nicht zu leicht zu haben."

Perfekt, dachte Charlie und entschied sich für dieses Kleid. Sie verschwand damit ins Bad, zog es an, und passte direkt ihr Makeup dem Kleid an. Dann verließ sie die Wohnung und fuhr mit dem Auto zur Disco. Sie kam ohne Probleme rein. Drinnen ging sie an die Bar. Der Barkeeper dort kannte sie schon.

Barkeeper: „Das Übliche?"

Charlie: „Ja, wie immer bitte."

Der Barkeeper gab ihr einen Sekt und sie ging auf die Tanzfläche. Eine Weile tobte sie sich dort aus, dann ging sie zu den Sitzplätzen. Dort genehmigte sie sich einen Schluck ihres Sektes. Plötzlich kam ein Mann auf sie zu. Sie musterte diesen Mann. Er gefiel ihr wirklich gut.

Mann: „Darf ich mich zu ihnen setzen?"

Charlie: „Aber ja, der Platz ist frei, setzen sie sich ruhig."

Mann: „Ich habe sie tanzen sehen. Sie tanzen wirklich gut. Wollen wir gleich eine Runde zusammen tanzen?"

Charlie: „Für gewöhnlich tanze ich nicht mit Männern, deren Name ich nicht kenne."

Mann: „Mein Name ist Joey Oldman."

Charlie: „Freut mich, mein Name ist Charlie Silverstone."

Joey: „Was tun sie denn, wenn sie gerade nicht bezaubernd aussehen und auf einer Tanzfläche rumwirbeln?"

Charlie: „Nun, dann bediene ich Leute in der Bar einer Freundin. Und was tun sie, wenn sie gerade keine schwarzhaarigen Frauen anbaggern?"

Joey: „Dann arbeite ich in meiner Firma."

Charlie: „Oh, was für eine Firma haben sie denn?"

Joey: „Eine Computerfirma. Wir reparieren Computer und schreiben Programme."

Charlie: „Ein Mathegenie also."

Joey: „Nun, das ist richtig. Ich hoffe allerdings, dass das nicht gegen mich spricht."

Charlie: „Nein, keine Sorge. Allerdings verstehe ich nicht viel von Computern. Ich chatte nur damit, und rufe meine Mails ab."

Joey: „Dann kann ich mich ja bei Gott bedanken."

Charlie: „Wieso?"

Joey: „Nun, dass sie heute Nacht nicht chatten, sondern sich dafür entschieden haben, in die Disco zu kommen."

Charlie lächelte. Auch der Mann lächelte sie an. Sie entschied sich dafür, ihm eine ernsthafte Chance zu geben.

Charlie: „Nun, ich werde jetzt nach Hause gehen. Ich werde ihnen meine Telefonnummer da lassen. Falls sie sich also mit mir verabreden wollen, rufen sie mich doch bitte an."

Joey: „Wann passt es ihnen denn am besten?"

Charlie: „Nun, nicht vor 10Uhr morgen früh."

Joey: „Verraten sie mir, wie die Bar heißt, bei der sie arbeiten?"

Charlie: „Das ist Tommys Bar."

Joey: „Dort fahre ich jeden Tag vorbei, liegt auf dem Weg zu meiner Arbeit. Würde es ihnen was ausmachen, wenn ich anstatt sie anzurufen, einfach dort rein komme?"

Charlie: „Nein, das wäre natürlich auch ok."

Charlie warf Joey noch ein bezauberndes Lächeln zu, dann verschwand sie aus der Disco.

Heute:

Charlie, Andrew und Kate arbeiteten in der Bar. Da gerade nichts los war, saßen sie zusammen und unterhielten sich.

Kate: „Muntert mich doch bitte auf, gibt's bei euch etwas neues im Liebesleben?"

Andrew: „Nun, leider nicht. Ich finde hier in Cleveland irgendwie niemanden."

Charlie: „Ich habe vor zwei Wochen einen Mann kennen gelernt, seid dem gehen wir jeden Abend aus. Ich denke bald ist es amtlich, dass wir ein Paar sind."

Kate: „Und du hast mir, deiner besten Freundin nichts davon erzählt?"

Charlie: „Nun, ich wollte erst sicher gehen, ob es etwas Festes werden kann."

Andrew: „Und habt ihr schon?"

Charlie: „Aber nein. Natürlich gibt es welche, die ich schneller ranlasse, aber ihn liebe ich wirklich, und da will ich mir Zeit lassen."

Andrew: „Wenn du ihn wirklich liebst, warum dann Zeit lassen?"

Charlie: „Damit er nicht denkt, dass ich leicht zu haben bin."

Andrew: „Gut, dass ich Frauen nicht verstehen muss. Das wäre eine Lebensaufgabe für einen Mann."

Kate: „Wann stellst du ihn uns vor?"

Charlie: „Ich denke morgen, wenn heute alles gut läuft."

Andrew: „Ohne eure romantische Stimmung verderben zu wollen, es könnte auch ein Dämon sein."

Charlie: „Wie kannst du das über ihn sagen, ohne ihn zu kennen?"

Andrew: „Nun, Xander war mal mit ner Frau aus, die sich als Dämon entpuppt hat."

Charlie: „Wir wissen doch schon von Anya."

Andrew: „Doch nicht Anya. Es war nachdem er sich von Anya getrennt hat. Die Frau wollte ihn opfern für das Urböse. Und dann gabs auch noch diese Lehrerin, Miss French, sie war eine Gottesanbeterin."

Kate: „Nun, dafür sollte man sie nicht bestrafen, ob du es glaubst oder nicht, viele Menschen gehen in die Kirche."

Andrew: „Nein, nicht gottesfürchtig, sondern eine Gottesanbeterin. Das Insekt."

Charlie: „Ups."

Andrew: „Alles was ich damit sagen will, ist eigentlich nur, sei vorsichtig. Du kannst nie wissen, mit wem oder was du da zusammen bist."

Charlie: „Nun, sollte er sich als Insekt entpuppen, hab ich ja noch Hekate."

Kate: „Hast du schon mal einen Dämonenerkennungszauber auf ihn ausgesprochen?"

Pike: „Auf wen?"

Kate: „Auf ihren neuen Freund."

Angela: „Du hast einen neuen Freund, Charlie?"

Charlie: „Wo kommt ihr zwei denn plötzlich her?"

Pike: „Nun, ich hatte etwas früher frei und wir zwei wollen noch kurz eine Kleinigkeit zu uns nehmen, bevor wir zum Schwimmbad fahren."

Charlie: „Ok, ich bring euch gleich was, und ja, ich habe wahrscheinlich einen neuen Freund."

Angela: „Wahrscheinlich?"

Charlie: „Nun, wir haben noch nicht geklärt, ob wir nun ein Paar sind, oder nicht."

Angela: „Eure Welt ist wirklich kompliziert, was die Liebe angeht. Da fällt mir ein, Kate hatte Tommy, ich habe Pike, Charlie hat wahrscheinlich auch jemanden, aber was ist mir dir Andrew? Willst du keine Freundin haben?"

Andrew: „Nun, so leicht ist das auch wieder nicht."

Angela: „Ach, du rettest einfach einem Mädchen das Leben, dann wird das schon klappen, so hat es ja auch zwischen mir und Pike geklappt."

Kate: „Also Angela, es muss doch auch noch etwas wie Anziehung geben. Nur mit Leben retten alleine ist es auch nicht getan."

Angela: „Och, keine Ahnung, bei mir hat es so geklappt."

Charlies Handy klingelte. Sie verschwand nach draußen und nahm ab.

Joey: „Hi Sonnenschein."

Charlie: „Hi Hengst."

Joey: „Nun, du weißt doch noch gar nicht, ob ich diesen Titel verdiene."

Charlie: „Nun, ich weiß auch noch nicht, ob du den Titel Schatz verdienst."

Joey: „Darüber wollte ich heute Abend mit dir reden, lass uns doch einen Tisch bei Paolo's nehmen, um 19Uhr."

Charlie: „Einverstanden."

Charlie legte auf und ging zurück in die Bar.

Charlie: „Er will um 19Uhr mit mir bei Paolo's über uns reden."

Kate: „Gratuliere."

Pike: „Wie kannst du so sicher gehen, dass er ja sagt."

Kate: „Sonst würde er wohl kaum zu Paolo's gehen. Jemand der Schluss machen will, geht nen Kaffee trinken, nicht Italienisch essen."

Pike: „Interessant, wie gut du uns Männer zu kennen glaubst."

Kate: „Das hat nichts mit Mann oder Frau zu tun, das würde jeder so machen."

Charlie: „Nun, wir werden es ja sehen."

Um 18:40Uhr verließ Charlie die Bar und fuhr mit dem Auto zu Paolo's. Dort wartete Joey schon auf sie. Sie gingen zusammen an den Tisch.

Joey: „Wir gehen nun seid zwei Wochen aus. Jeden Abend."

Charlie: „Ja, und jedes Mal war es wirklich schön."

Joey: „Nun, es fällt mir nicht leicht, diese Frage zu stellen, aber als was siehst du uns?"

Charlie: „Ich hätte mir zwar gewünscht, dass du das zuerst sagst, aber ich sehe uns als Paar."

Joey: „Dann sind wir nun also offiziell zusammen?"

Charlie beantwortete diese Frage mit einem Kuss anstatt einem ja, aber Joey verstand.

Charlie: „Kann ich dich morgen meinen Freunden vorstellen? Sie fragen mir schon Löcher in den Bauch."

Joey: „Aber sicher. Wo wollen wir uns präsentieren?"

Charlie: „In der Bar. Zwei meiner Freunde arbeiten dort, wie ich, bzw. der einen gehört die Bar. Und die restlichen Cliquenmitglieder hängen dort öfter mal rum."

Joey: „Gut, dann werde ich dort morgen hinkommen."

Charlie: „Nun wo wir zusammen sind."

Joey: „Ja?"

Charlie: „Da sollten wir unsere Beziehung ausbauen, oder?"

Joey: „Wie meinst du das?"

Charlie: „Wir sollten den nicht Jugendfreien Bereich einer Beziehung erreichen."

Joey: „Wenn du es wirklich willst, dann nichts lieber als das."

Charlie: „Dann hätten wir heute eine Frage zu klären."

Joey: „Und wie lautet die?"

Charlie: „Bei mir oder bei dir?"

Joey: „Dann bei dir."

In der Bar:

Andrew: „Sag mal Kate, findest du es nicht merkwürdig, dass sich James nicht mehr meldet, seid du von deiner kleinen Zeitreise zurück bist?"

Kate: „Beschrei so was bloß nicht. Er könnte im nächsten Moment durch diese Tür gestürzt kommen."

Wie aufs Stichwort öffnete sich die Tür. Sowohl Kate als auch Andrew erwarteten nun, dass wirklich James durch diese Tür kam. Er kam natürlich nicht, dafür aber kamen Charlie und ihr Freund Joey rein.

Charlie: „Ich wollte ihn euch noch kurz vorstellen, bevor wir heim fahren."

Joey: „Ich bin Joey Oldman, freut mich euch kennen zu lernen."

Kate: „Freut mich, ich bin Charlies beste Freundin, Kate."

Andrew: „Ich bin Charlies Mitarbeiter Andrew, es freut mich dich kennen zu lernen."

Nachdem sie sich ein paar Minuten unterhalten hatten, kamen Pike und Angela rein. Die Drei wurden schnell einander vorgestellt. Nach ein paar Minuten des Redens verabschiedeten sich Charlie und Joey und verließen die Bar.

Angela: „Der ist ja zu gut um wahr zu sein."

Pike: „Du hast Recht."

Andrew: „Es würde mich nicht wundern, wenn James ihn geschickt hat."

Kate: „Irgendwie habt ihr Recht. James hat sich schon seid mehr als 2 Wochen nicht gemeldet und vor ca. 2 Wochen hat Charlie ihn kennen gelernt."

Andrew: „Wer sagt es ihr?"

Angela: „Ich könnte das machen."

Pike: „Schatz, nimm es mir nicht übel wenn ich das so offen sage, aber ich denke es sollte jemand mit ihr reden, den sie mag und dem sie vertraut und in die Kategorie gehörst du nicht."

Andrew: „Soll ich?"

Kate: „Nein, für so etwas sind beste Freundinnen da, nicht die Mitarbeiter."

Pike: „Wir könnten auch erst alleine etwas spionieren und erst mit ihr reden, wenn wir Beweise haben."

Andrew: „Nenn es nicht spionieren, nenn es, sich sorgen machen, und aufpassen."

Angela: „Nun, das ist aber sehr umschmeichelt."

Kate: „Aber es klingt besser."

Andrew: „Und wer wird nun auf ihn aufpassen?"

Kate: „Das mache ich."

In der Nacht positionierte sich Kate vor Joeys Wohnung. Um 2Uhr nachts sah sie in seinem Zimmer das Licht angehen. Als sie durch das Fenster schaute, bemerkte sie, wie er sich anzog. Dann verließ er die Wohnung. Sie versteckte sich hinter einer Mülltonne und wartete bis er aus dem Haus getreten war und in eine Seitenstraße gegangen war. Sie folgte ihm leise. Wieder bog er um eine Seitenstraße. Sie war gerade auf dem Weg in diese Richtung, als sie von dort einen Schrei hörte. Die Stimme die geschrieen hatte war aber nicht die seine gewesen, sondern die einer jungen Frau. Nun nahm Kate an Tempo zu. Von Joey war nichts mehr zu sehen, als sie ankam. Lediglich die Leiche einer blonden Frau lag auf der Straße. Kate ging zum nächsten Münztelefon und verständigte mit gefälschter stimme die Polizei, dass sie eine Leiche gefunden hatte. Dann verschwand sie nach Hause.

Am nächsten Tag in der Bar:

Kate und Charlie hatten die Mittagsschicht erwischt. Da war erfahrungsgemäß nicht viel los. So nutzte Kate die Zeit um mit Charlie über Joey zu reden.

Kate: „Ich muss dir etwas Schlimmes erzählen."

Charlie: „Was ist denn los?"

Kate: „Nun, durch das Gerede von Andrew und Pike bin ich dem Thema Joey gegenüber unsicher gewesen. Wir haben alle angenommen, dass er ein Dämon ist. Deshalb habe ich ihn gestern Nacht beschattet."

Charlie: „Du hast was? Du spionierst meinem Freund hinterher?"

Kate: „Nun, sei lieber froh, dass ich es gemacht hab. Er scheint zwar kein Dämon zu sein, dafür aber ein Mörder."

Charlie: „Wie bitte?"

Kate: „Nun, gestern Nacht um 2 Uhr ist er aufgestanden. Er hat sich angezogen und sein Haus verlassen. Er ist in eine dunkle Seitenstraße eingebogen und hat dort eine Frau ermordet."

Charlie: „Das hast du gesehen?"

Kate: „Ja, das heißt nein nicht ganz."

Charlie: „Wie meinst du das?"

Kate: „Ich habe ihn in diese Straße einbiegen sehen, kurze Zeit später ein Mädchen schreien hören und als ich dort ankam, war die Frau tot und er weg."

Charlie: „Du warst doch mal Detective. Du solltest wissen, dass das Indizien sind, aber das es deshalb nicht feststeht ob es so gewesen ist."

Kate: „Aber ich bin nicht dumm. Wenn etwas quakt wie eine Ente, geht wie eine Ente und Aussieht wie eine Ente, dann ist es auch eine Ente."

Charlie: „Und genau das ist es auch, eine Ente."

Kate: „Nein, das wird sich nicht als falsch rausstellen. Ich bin mir sicher."

Charlie: „Ist mir egal. Ich werde mich heute Abend mit ihm Treffen, denk doch was du willst. Und wag es ja nicht, ihm weiter hinterher zu spionieren."

Am Abend:

Charlie und Joey hatten sich wieder für ein Essen verabredet. Da er allerdings so lange arbeiten musste, trafen sie sich bei ihm an der Wohnung, um danach gemeinsam das Stück zu laufen. Unterwegs unterhielten sie sich über die neuesten Filme. Dann blieb Joey plötzlich stehen.

Charlie: „Was ist los?"

Joey deutete auf eine kleine einsame Gasse.

Joey: „Das ist eine Abkürzung."

Innerlich hörte Charlie plötzlich Kate, die ihr erzählte, dass Joey eine Frau in einer Seitenstraße umgebracht hatte. Obwohl sie sich davon nicht hatte beeinflussen lassen wollen, bekam sie nun ein Gefühl des Unwohlseins.

Charlie: „Lass uns lieber auf der großen hell beleuchteten Straße bleiben."

Joey: „Hast du Angst? Ich werde dich beschützen."

Charlie: „Und wer…. beschützt dich, wenn wir Beide dort überfallen werden?"

Joey: „Ok, ok, gehen wir halt den langen Weg."

Charlie: „Sag mal, wie war denn dein gestriger Abend?"

Joey: „Stürmisch."

Charlie: „Wann bist du denn ins Bett gekommen? Du wirkst müde."

Joey: „Recht früh. Müde bin ich durch die Arbeit."

Charlie: „Na, dann bringen wir das Essen schnell hinter uns, damit du danach schnell ins Bett kommst."

Joey: „Du benimmst dich irgendwie komisch heute. Darf ich erfahren, wieso?"

Charlie: „Nun, du lügst mich ja auch an."

Joey: „Wie bitte? Wann hab ich gelogen? Erklärst du mir bitte was los ist?"

Charlie: „Nun, ich weiß, dass du gestern nicht früh ins Bett gekommen bist. Du bist um 2 Uhr Nachts aufgestanden und hast in einer Seitenstraße in der Nähe deiner Wohnung eine Frau getötet."

Joey. „Bitte was? Hast du sie noch alle?"

Charlie: „Nun leugne es doch nicht auch noch."

Joey: „Das ist ein Scherz oder?"

Charlie: „Bist du nun um 2 Uhr nachts aufgestanden oder nicht?"

Joey: „Ja, das bin ich. Ein Kunde rief an, er brauchte sofort Hilfe. Und in meiner Firma ist es üblich, den Kunden jederzeit zu helfen. Woher weißt du eigentlich, dass ich um 2 Uhr nachts aufgestanden bin? Das würde mich jetzt mal interessieren."

Charlie: „Nun, eine Freundin von mir hat dich überwacht."

Joey: „Du spionierst mir hinterher?"

Charlie: „Wechsel jetzt bloß nicht das Thema. Du bist ein Mörder."

Joey: „Das du mir wirklich zutraust ein Mörder zu sein, ich kanns nicht glauben."

Charlie: „Du verschwindest in eine Gasse, direkt darauf ist ein Schrei zu hören, meine Freundin kommt dort an und entdeckt eine tote Frau. Was bitte würdest du an meiner Stelle denken?"

Joey: „Da wir zusammen sind, würde ich sofort ausschließen, dass du damit etwas zu tun hast. Ein Paar sollte sich dieses Vertrauen entgegen bringen. Findest du nicht?"

Charlie: „Nun, Vertrauen hilft nichts gegen hammerharte Fakten."

Joey: „Weißt du was? Es reicht mir. Ich hatte dir beim Essen erzählen wollen, dass ich die Chance habe, eine große Firma aufzukaufen und das ich das nicht tun werde, damit wir hier zusammen wohnen können. Aber nun werde ich es tun. Und wenn du so von meiner Schuld überzeugt bist, dann melde das der Polizei. Die werden schon rausfinden, dass ich es nicht war."

Joey verschwand und Charlie kehrte nach Hause zurück.

Zur selben Zeit in der Leichenhalle:

Kate war in die Leichenhalle eingebrochen. Sie wollte sich die Tote noch ein Mal ansehen und herausfinden, wie Joey die Frau umgebracht hatte. Nach und nach nahm sie den Toten die Tücher vom Gesicht. Beim letzten angekommen, erkannte sie endlich die Frau wieder. Sie wollte sie gerade untersuchen, als sich diese aufrichtete. Kate bekam einen Schreck, ging ein paar Schritte rückwärts und stolperte, woraufhin sie hinfiel.

Frau: „Oh, mein erstes Opfer."

Das Gesicht der Frau veränderte sich.

Kate: „Ein Vampir."

Frau: „Ja, nun schrei schön, Schätzchen, dann geht es dir so, wie mir gestern, da hab nämlich ich erstmals einen Vampir gesehen."

Kate: „Nun, du bist nicht mein erster Vampir. Ich habe nicht nur viele gesehen sondern auch viele vernichtet."

Frau: „Ach bitte, heute ist doch keine Märchenstunde. Aber wo ich gerade von Stunde rede, gerade hat deine letzte Stunde geschlagen."

Kate: „Nun, eins steht fest, Komikerin warst du nicht in deinem Leben, und Schriftstellerin auch nicht. So eine grässliche Überleitung. Außerdem hat diese Stunde schon vor 40 Minuten begonnen. Wenn dies also meine letzte Stunde war, hat sie vor 40 Minuten geschlagen."

Frau: „Mecker, mecker mecker. Kannst du auch noch was anderes als meckern?"

Kate: „Ja, Vampire wie dich killen zum Beispiel."

Kate angelte nach ihrer Tasche und fischte einen Pflock heraus. Dann ging sie auf die Vampirin zu und trat ihr ein paar Mal kräftig in den Bauch. Dann hielt sie den Pflock bereit und killte die Vampirin. Als sie gerade gehen wollte, kam ein Vampir durchs Dachfenster herein.

Vampir: „Du hast gerade die Frau meiner Träume gekillt. Die habe ich mir gestern ausgesucht. Mit ihr wollte ich den Rest meines Lebens zusammen bleiben."

Kate: „Du hast sie gestern in dieser kleinen Gasse gekillt?"

Vampir: „Doch nicht gekillt. Ich hab ihr ewiges Leben geschenkt. Gekillt hast du sie gerade."

Kate: „Mehr wollte ich nicht wissen."

Bevor der Vampir reagieren konnte rammte Kate ihm einen Pflock ins Herz. Dann nahm sie ihr Handy aus der Handtasche und rief Charlie an.

Charlie: „Hallo?"

Kate: „Hi Charlie, ich bins Kate."

Charlie: „Ich hab gerade mit Joey Schluss gemacht. Du hattest Recht. Er hat mich belogen und so getan als hätte er die ganze Nacht geschlafen. Als ich ihn auf den Mord angesprochen hab, hat er natürlich geleugnet, aber es war klar, dass er lügt."

Kate: „Genau deshalb ruf ich an. Er war es nicht. Die getötete Frau ist hier gerade im Leichenschauhaus wieder aufgewacht und der Vampir der sie erschaffen hat kam auch vorbei. Du musst das mit Joey klären, schnellstmöglich."

Charlie: „Und was soll ich ihm sagen? Wir haben dir nachspioniert, weil wir dich für einen Dämon hielten und es tut uns Leid. Soll ich ihm so etwas sagen?"

Kate: „Nun, ich weiß nicht, aber sprich mit ihm, bevor es zu spät ist."

Charlie: „Ok, mal schauen was sich machen lässt. Und Andrew bring ich um. Er und seine Dämonengeschichten. Also, bye."

Kate: „Bye bye und viel Glück."

Charlie legte auf und ging schnurstracks zu Joeys Wohnung. Dort angekommen klingelte sie ununterbrochen bis er ihr aufmachte. Sie trat ein.

Charlie: „Der Mord hat sich gerade aufgeklärt. Es tut mir so Leid, dass ich dich verdächtigt habe. Du hast Recht. Ich hätte mehr Vertrauen in dich haben müssen."

Joey verließ das Zimmer. Charlie folgte ihm.

Charlie: „Bitte, bitte, du musst mir vergeben. Ich liebe dich doch."

Joey nahm sein Zeug und packte es in verschiedene Koffer, dass verließ er auch dieses Zimmer und ging ins Nächste. Charlie folgte ihm weiterhin und redete und beteuerte wie Leid es ihr tat. Als sie geendet hatte, schaute Joey sie an.

Joey: „Sag mal Charlie, bist du jetzt fertig?"

Charlie: „Ja."

Joey: „Du hast mir nicht nur einfach nicht vertraut. Du hast mir nicht vorgeworfen, ich wäre fremd gegangen oder so, sondern du hast mir vorgeworfen ich hätte einen Menschen umgebracht. Außerdem hast du mich beschatten lassen. Nachdem wir uns knapp 2 Wochen kennen. Wenn Ehefrauen ihre Männer nach mehrjähriger Ehe beschatten ist das schon schlimm, aber wie wahnsinnig muss man sein, um einen Mann nach 2 Wochen Bekanntschaft beschatten zu lassen?"

Charlie: „Nun, es ist ja nicht so, als ob ich mir einen Detektiv genommen hätte. Genau genommen hab ich auch nie gesagt, ich will, dass du beschattet wirst. Meine Freundin hat es von sich aus getan und mir dann alles berichtet."

Joey: „Was immer noch nichts an der Tatsache ändert, dass du mich für einen Mörder gehalten hast. Wenn du mich fragst, du und deine Freundin, ihr seid wahnsinnig. So ist das."

Charlie: „Sag mal, warum packst du eigentlich?"

Joey: „Ich habe die Firma gerade aufgekauft. Nun werde ich nach Nebraska ziehen und dort die Firma leiten."

Charlie: „Bitte, bitte tu es nicht. Gib uns noch eine Chance. Ich liebe dich."

Joey: „Und ich bitte dich, meine Wohnung augenblicklich zu verlassen und mir nie, nie wieder unter die Augen zu treten. RAUS."

Nachdem er das letzte Wort gebrüllt hatte, verließ Charlie die Wohnung. Am Eingang jedoch blieb sie noch ein mal stehen.

Charlie: „Ich weiß, du hasst mich gerade. Aber solltest du es irgendwann einmal schaffen, mir zu vergeben, dann bitte komm zu mir zurück. Denn ich liebe dich und ich werde warten."

Joey: „Ich hasse dich nicht, ich bin einfach wahnsinnig enttäuscht von dir. Und nun geh."

Charlie verließ nun entgültig die Wohnung wie auch das Haus. Dann ging sie nach Hause. In ihrer Wohnung angekommen legte sie sich ins Bett, griff sich das Kopfkissen und weinte. Am nächsten Morgen ging sie noch ein mal zu Joeys Wohnung. Unten an der Klingel war der Name bereits abmontiert worden und auch die Wohnung war leer.

Ende Folge 16