Titel: Cleveland – die Kate Akten

Staffel 1 Folge 17: Wie man eine Frau backt

Autor: Endymion

Idee: Endymion

Datum: 30.10.04

Disclaimer: I do not own the characters in this story, nor do I own any rights to the television shows "Buffy the Vampire Slayer" or "Angel". They were created by Joss Whedon and belong to him, Mutant Enemy, Sandollar Television, Kuzui Enterprises, 20th Century Fox Television, the WB Television Network and UPN Television.
Copyright: bei Mir

Was bisher geschah:

Staffel 1 Folge 16

Angela: „Eure Welt ist wirklich kompliziert, was die Liebe angeht. Da fällt mir ein, Kate hatte Tommy, ich habe Pike, Charlie hat wahrscheinlich auch jemanden, aber was ist mir dir Andrew? Willst du keine Freundin haben?"

Andrew: „Nun, so leicht ist das auch wieder nicht."

Später:

Charlie: „Sag mal, warum packst du eigentlich?"

Joey: „Ich habe die Firma gerade aufgekauft. Nun werde ich nach Nebraska ziehen und dort die Firma leiten."

Charlie: „Bitte, bitte tu es nicht. Gib uns noch eine Chance. Ich liebe dich."

Joey: „Und ich bitte dich, meine Wohnung augenblicklich zu verlassen und mir nie, nie wieder unter die Augen zu treten. RAUS."

Elisabeth Rohm als Kate Lockley

Shannen Doherty als Charlie Silverstone

Tom Lenk als Andrew Wells

Luke Perry als Pike

Anthony Stewart Head als Rupert Giles

Rose McGowan als Angela

Gaststar:

Alyssa Milano als Sandy

Es war Andrews freier Tag, deshalb schlief er lange an diesem Morgen. Um 11Uhr wachte er dann allerdings doch auf. Er hatte sich vorgenommen, seinen nächsten freien Tag dafür zu verwenden, sich die Bücher, die Lindsay ihnen hinterlassen hatte, einmal durch zu sehen. Viele der Bücher drehten sich um Gesetze, vermutlich waren sie Überbleibsel aus Lindsays Jurastudium. Nach einer Weile stieß er auf die Bücher über Dämonen. Lindsay hatte sie von W&H bekommen, damit er seine Kunden und deren Vorlieben kennen lernen konnte. Lindsay hatte sie ihnen gelassen, da er angenommen hatte, dass die Bücher ihnen im Kampf gegen die Mächte der Finsternis helfen würden. Lustlos blätterte Andrew einige der Bücher durch. Ein paar der Dämonen hatte er bereits selbst beschworen. Ein paar interessante Stellen fand er schon. Nun stieß er auf eine Reihe von Büchern, die in einem dunkelroten Einband waren. Sie zogen ihn geradezu magisch an, deshalb nahm er sich das erste aus der Reihe. Er öffnete es und erkannte, dass es Zauberbücher waren. Dort waren viele verschiedene Sprüche für alle Gelegenheiten drin. Er dachte sich, dass sicher Charlie diese Bücher gut gebrauchen konnte und er nahm sich vor, sie ihr zu geben. Als er weiter blätterte, entdeckte er einen Spruch, der ihn ganz besonders interessierte. Es ging darum, wie man sich eine Frau erschaffen konnte, die einem jeden Wunsch erfüllt. Andrew überlegte, was er wohl mit all den Millionen Dollar anfangen würde, die er sich von ihr wünschen konnte. Schnell las er weiter und so weiter er kam, um so mehr verfinsterte sich sein Gesicht. Dieser Spruch erstellte einem keine Jeannie sondern eine eigene Sklavin, die einem jeden ihr möglichen Wunsch erfüllen konnte. Der Spruch hatte sicher vielen Magiern gedient, die sich einen privaten Harem damit erschaffen hatten. Andrew überlegte, ob wohl auch Lindsay diesen Spruch angewendet hatte. Dann las er, dass es sich nur teilweise um einen Spruch handelte. Viel eher war es ein Rezept, dessen Abschluss ein Spruch war. Er wollte schon umblättern, da ging ihm Angelas Bemerkung durch den Kopf, dass er als Einziger in der Gruppe die ganze Zeit durch solo war. So fasste er den Entschluss, sich eine solche Frau zu backen. Er musste sie ja nicht für perverse Sexspielchen benutzen, er konnte sie einfach den anderen als seine Freundin vorstellen. Gesagt getan. Andrew schrieb sich die Zutaten auf, die er brauchte. Ein paar der Sachen, wie Milch, Eier und Mehl hatte er im Haushalt, einige andere brauchte er allerdings noch aus dem Zauberladen. Der Zauberladen von Cleveland war nicht gerade Giles und Anyas Magicbox, aber er hatte die wichtigsten Sachen da. Und die Gegenstände auf der Liste waren teils gewöhnlich, daher würde der Laden sie haben. Andrew zog sich eine Jacke an und ging zum Laden. Er gab dem Verkäufer die Liste. Der Verkäufer las sich die Liste durch, dann wendete er sich an Andrew.

Verkäufer: „Ich werde ihnen die Sachen verkaufen, aber dann will ich sie hier nie wieder sehen."

Andrew: „Wie bitte?"

Verkäufer: „Ich verachte Menschen wie sie."

Andrew: „Was hab ich denn gemacht?"

Verkäufer: „Ich weiß, was man rausbekommt, wenn man all diese Zutaten zusammen nimmt."

Andrew: „Nun, sie kennen nur die halbe Wahrheit. Ich will sie nicht dafür benutzen."

Verkäufer: „Sondern?"

Andrew: „Nun, ich bin etwas einsam und will mir eine Freundin basteln."

Verkäufer: „Junger Mann, sie sollten lieber mehr unter Menschen, vielleicht mal in die Disco, oder was ihre Generation sonst so treibt. Da gibt es auch Frauen. Diese Frau die sie da erschaffen wollen wird kaum über Intelligenz verfügen. Sie wurden nur erzeugt um Gelüste und Wünsche der Männer zu erfüllen, nie aber um ein geistreiches Gespräch zu führen oder die Einsamkeit längerfristig zu mindern."

Andrew: „Nun, wenn es noch niemand versucht hat, bin ich halt der Erste."

Verkäufer: „Nun und was machen sie, wenn sie sie nicht mehr als Freundin wollen?"

Andrew: „Ich weiß es nicht. Im Buch stand ein Bann-Spruch mit dem Man sie wieder in den Teig zurück verwandeln kann."

Verkäufer: „Kommt das nicht einem Mord gleich? Sie sind doch nicht Gott. Sie können doch nicht Leben nehmen und geben wie es ihnen gefällt. Denken sie mal darüber nach."

Andrew: „Ich werde drüber nachdenken."

Der Verkäufer packte die Dinge zusammen und gab sie Andrew. Andrew bezahlte und verließ den Laden. Dann ging er zurück in die Wohnung.

Er schlug die Warnungen des Verkäufers aus dem Kopf. Er backte das Rezept so, wie es im Buch stand. Dann steckte er den Teig in den Ofen. Als es fertig gebacken war, legte er die kleine Form einer Frau auf den Küchenboden. Er angelte sich einen Bademantel und legte ihn neben die Form aus Teig. Dann sprach er den Spruch. Die kleine Form wuchs plötzlich auf seine Größe an. Dann nahm die schemenhafte Frauenfigur die er geformt hatte richtig Gestalt an und verwandelte sich vor seinen Augen in das reizendste Wesen, dass er je gesehen hatte. Nun erwachte die Gestalt zu Leben. Sie fing an zu atmen und schlug die Augen auf. Ihr Blick fiel auf Andrew.

Frau: „Ihr Wunsch sei mir befehl."

Andrew: „Du sollst von nun an Sandy heißen."

Sandy: „Ja Meister."

Andrew: „Nenn mich doch bitte Andrew."

Sandy: „Jawohl, Andrew."

Es dauerte einige Zeit, bis Andrew Sandy halbwegs beigebracht hatte, normal zu reden. Er zeigte ihr ein paar Filme, von denen sie die Umgangsweisen der Menschen untereinander lernen sollte und auch die Sprache verinnerlichen konnte. Nach ein paar Stunden führte er das erste richtige Gespräch mit ihr. Es drehte sich zwar nur über das Wetter, aber man merkte ihr von der Sprache und Umgangsart nichts mehr an. Er beschloss, sie in der Bar zu testen. Charlie und Kate waren sicher gerade bei ihrer Schicht. Er harkte sich bei Sandy unter und sie gingen gemeinsam zur Bar. Dort angekommen sah er nicht nur Charlie und Kate, sondern die komplette Truppe. Sie traten ein und gingen zu seinen Freunden.

Andrew: „Habe ich irgend ein Treffen verpasst?"

Charlie: „Nein, nichts dergleichen. Stellst du uns die Frau an deiner Seite vor?"

Andrew: „Leute, das ist Sandy. Sie ist meine neue Freundin."

Pike: „Glückwunsch Andrew."

Angela: „Hast du sie gerettet, so wie ich es dir vorgeschlagen habe?"

Andrew: „Nein, nein. Nichts so spektakuläres. Wir haben uns einfach nur beim Bäcker getroffen."

Sandy: „Wir wollten beide das letzte Stück Erdbeerkuchen. Da haben wir beschlossen, es gemeinsam zu essen. Nun sind wir zusammen."

Giles: „Wo kommen sie denn her, Sandy?"

Sandy: „Nur von den allerbesten Lieferern."

Giles: „Wie bitte? Ich verstehe nicht."

Andrew: „Ha ha, ist sie nicht witzig, Leute? Sie kommt aus New York."

Charlie: „Oh in New York war ich mal. In welchem Stadtteil haben sie denn gelebt?"

Andrew: „In Queens."

Kate: „Sag mal Andrew, warum lässt du deine Freundin nicht selber antworten?"

Andrew: „Gegenfrage, warum quetscht ihr meine Freundin so aus?"

Kate: „Ok, ok du hast Recht. Reden wir über was anderes. Ich war gestern im Kino und…"

Sandy: „Kino? Was ist das?"

Charlie: „So eine große Halle mit vielen Stühlen drin. Und eine Leinwand, wo man eine Bilderreihenfolge sieht, die eine Geschichte erzählt."

Sandy: „Das hört sich toll an, Andrew lass uns da doch auch mal rein gehen."

Andrew: „Hahaha ist sie nicht witzig?"

Alle: „Nein!"

Andrew: „Man kanns auch übertreiben, komm Sandy, wir gehen."

Andrew zog Sandy mit sich aus der Bar. Sie gingen nach Hause. Andrew kochte das Essen und Sandy schaute weitere Filme.

Zur selben Zeit in der Bar:

Charlie: „Ich will ja nichts sagen, aber irgendwie ist Andrews Freundin komisch oder?"

Kate: „Ja, total weltfremd."

Angela: „Gegen die bin ja selbst ich bewandert in der zwischenmenschlichen Beziehung und der Geschichte von und über Menschen."

Pike: „Ich hätte Andrew nie so eingeschätzt."

Kate: „Wie?"

Pike: „Nun, er hat sich ne Freundin gesucht, die super aussieht aber anscheinend nichts im Kopf hat. Ich hätte von ihm eher erwartet, dass er sich eine Freundin sucht, mit der er reden kann."

Charlie: „Ja, irgendwie hast du Recht. Das passt nicht zu Andrew."

Kate: „Man merkte ja auch gleich, dass es ihm ziemlich peinlich war."

Giles: „Können wir jetzt bitte mit dem lästern aufhören? Ich dachte ihr seid Andrews Freunde. Schämen solltet ihr euch. Mit wem Andrew zusammen ist, das geht euch nichts an. Ich denke, wenigstens das hättet ihr lernen sollen aus unserem letzten Abenteuer. Besonders du, Charlie."

Alle: „Ja Giles."

In Andrews Wohnung:

Andrew war mit dem Essen kochen fertig. Sandy und er fingen an zu essen. Andrew brachte ihr bei, wie Menschen essen. Immerhin lernte Sandy ziemlich schnell. Schon nach 20 Minuten konnte sie perfekt mit Gabel, Löffel und Messer umgehen. Auch die Tischregeln hatte sie schnell gelernt.

Andrew: „Also die Leute die euch nur für bestimmte Sachen benutzt haben, haben wohl nicht gemerkt, wie gut ihr lernt und was für eine große Aufnahmefähigkeit ihr habt. Zur Belohnung, weil du heute so fleißig warst und so viel gelernt hast, gehen wir ins Kino."

Sandy: „Klasse. Da freue ich mich aber, das ist voll korrekt von dir, Alter!"

Andrew: „Oh Gott, wo hast du denn das gelernt?"

Sandy: „Hey immer locker bleiben, Kumpel."

Andrew: „Hör mal Sandy, könnten wir bitte zu einem besseren Sprachgebrauch zurück kehren?"

Sandy: „Aber sicher doch, Andrew. Wenn dies dein Wunsch ist, werde ich diesem folge leisten."

Andrew: „Sehr schön."

Sandy: „Welchen Film werden wir uns im Kino anschauen?"

Andrew: „Lass uns das entscheiden, wenn wir dort sind."

Sandy: „Aber sicher doch."

Gerade als die Beiden aufbrechen wollten, klingelte das Telefon. Andrew nahm ab.

Kate: „Hi Andrew. Wir bräuchten deine Hilfe. Ein Vampir schleicht in der Stadt herum. Wir wollen ihn alle suchen. So mehr helfen, um so schneller finden wir ihn."

Andrew: „Ok, ich bin auf dem Weg. Wo treffen wir uns?"

Kate: „Gar nicht. Nimm dein Handy mit, und such den östlichen Teil der Stadt ab. Solltest du ihm begegnen, ruf mich an."

Andrew: „Geht klar, Kate."

Andrew erklärte Sandy die Situation und verschwand aus der Wohnung. In der Zwischenzeit widmete sich Sandy wieder den Filmen. Gerade hatte sie einen Film namens American Pie entdeckt. Sie schaute ihn sich an.

Im westlichen Bereich der Stadt:

Pike und Angela suchten zusammen im westlichen Bereich. Sie unterhielten sich während der Suche.

Angela: „Ich muss immer noch an Sandy denken. Sag mal, fandest du sie hübsch?"

Pike: „Aber natürlich."

Angela: „Hübscher als mich?"

Pike: „Aber, aber, Schatz. Du bist mir doch das Liebste auf der Welt."

Angela: „Oh, wirklich?"

Pike: „Aber ja."

Angela schmolz dahin. Dann allerdings ging ihr auf, dass er sich um die Antwort gedrückt hatte.

Angela: „Nun, ich bin dir also das Liebste, aber bin ich für dich hübscher als Sandy?"

Pike: „Lass es mich so sagen, alle Sterne dieses Universums kommen nicht gegen deine Schönheit an."

Angela: „Das hast du aber schön gesagt. Wie romantisch…. Hey, du hast ja immer noch nicht auf meine Frage geantwortet."

Pike: „Ich habe dir nun schon zwei mal geantwortet."

Angela: „Du findest Sandy also hübscher als mich. Sonst hättest du das sofort verneint."

Angela lief weinend davon. Pike rannte hinter ihr her. Angela achtete mehr auf ihn, als auf die Straße auf der sie lief. Sie stieß mit jemandem zusammen. Sie stammelte eine Entschuldigung hervor, doch der, den sie angerempelt hatte, packte sie am Arm. Sie schaute zu ihm auf und merkte, dass sie den Vampir angerempelt hatte, den sie suchten. Der Vampir drehte sie geschickt zu sich hin, so dass ihr Hals an seinem Mund war. Doch da kam Pike. Er verständigte kurz Kate, dann aber zückte er den Pflock und griff den Vampir an. Dieser lies Angela los, um Pikes Schläge abzuwehren. Dieser Vampir war ein zäher Brocken. Er tötete nicht aus Hunger, sondern aus Vergnügen, deshalb hatte die Gruppe nach ihm gesucht. Er war recht stark. Weit stärker, als die Vampire, die Pike regelmäßig erledigte. Er nahm Pike, stemmte ihn mit beiden Armen über sich und warf ihn dann gegen eine Wand. Dann kam er auf Pike zu. Angela griff nach ihrem Pflock und ging auf den Vampir los.

Angela: „Du wirst meinen Freund nicht umbringen, verstanden?"

Vampir: „Nun, vielleicht sollte ich dich umbringen. Sicher wäre James darüber sehr erfreut."

Angela: „Wie bitte?"

Vampir: „Die ganze Unterwelt weiß, dass James tobt und wütet, wenn er deinen Namen hört."

Angela: „Das passt doch gar nicht zu ihm. Er ist doch immer sehr beherrscht und ruhig. Er hat mich auch bestraft ohne groß mit der Wimper zu zucken."

Vampir: „Meinst du, dich sterblich zu machen, war das einzige, was er mit dir vorhat?"

Angela: „Nun, er scheint kein Kopfgeld auf mich ausgesetzt zu haben, deshalb denke ich, dass es nicht mehr gibt. Andererseits könnte er wütend werden, wenn du mich einfach so tötest. Vielleicht hat er noch was mit mir vor."

Vampir: „Ich kann dich ja zum Vampir machen. Dann verlierst du auch diese widerliche Seele."

Angela: „Untersteh dich. Diese Seele hatte ich selbst als ich noch Dämon war."

Vampir: „Nun, ohne hättest du dich sicher nicht verliebt. Und jetzt machen wir den großen James Test."

Angela: „Wie geht der?"

Vampir: „Ich bringe dich langsam um. Ich sauge dich also langsam aus. Wenn James etwas mit dir vorhat, wird er herbei kommen. Tut er das nicht, mache ich dich zum Vampir."

Der Vampir sprang auf Angela zu. Als sie versuchte, ihn mit dem Pflock zu treffen, hielt er ihre Hand so fest gedrückt, dass sie vor Schmerzen den Pflock loslassen musste. Dann biss er sie und fing an ihr Blut zu trinken. Plötzlich wurde er von ihr weg gezogen.

Vampir: „James?"

Kate: „Nein, Jägerin. Fängt aber beides mit J an."

Der Vampir stürzte sich auf Kate. Die Beiden schlugen wechselseitig aufeinander ein. Mal führte Kate, mal führte der Vampir. In dem Augenblick kamen Charlie, Andrew und Giles an.

Charlie: „Göttin Hekate, lasse diesen Vampir verbre…"

Giles hielt ihr den Mund zu.

Giles: „Er ist viel zu nah an Kate dran, als dass du ihn verbrennen lassen kannst, Charlie."

Charlie: „Oh, sie haben Recht."

Andrew nahm einen Pflock und rannte auf den Vampir zu. Giles hingegen rannte zu Pike und Charlie rannte zu Angela. Sie nahm ein Taschentuch aus ihrer Tasche und legte es Angela auf die Wunde um die Blutung zu stillen. Andrew schaffte es, den Vampir so weit abzulenken, dass Kate endlich eine Chance bekam, den Vampir zu pfählen, was sie dann auch tat. Andrew und Kate stürzten danach zu Charlie.

Kate: „Was ist mit Angela?"

Charlie: „Nun, zuerst die Gute oder die Schlechte Nachricht?"

Kate: „Die Schlechte"

Andrew: „Die Gute"

Charlie: „Nun, die Gute ist, dass sie sein Blut nicht getrunken hat. Die Schlechte allerdings ist, dass sie sehr viel Blut verloren hat. Da wir nicht wissen, ob ihr Blut menschlich ist, können wir nicht mit ihr ins Krankenhaus, oder?"

Andrew: „Ich finde, wir sollten es riskieren."

Kate: „Andrew hat Recht, sie muss sofort in ein Krankenhaus und ich schätze, Pike auch. Wir sollten ihn auch checken lassen, nicht dass er was gebrochen hat."

Giles: „Ich bringe die zwei ins Krankenhaus. Geht ihr ruhig wieder nach hause."

Andrew verabschiedete sich und ging zurück nach Hause. Dort erwartete Sandy ihn bereits. Sie hatte nur ein hauchdünnes Seidenkleid an.

Sandy: „Willkommen zurück Andrew."

Andrew: „Hi Sandy."

Sandy: „Nun will ich, dass du dich entspannst, damit ich dir für diesen Tag danken kann."

Andrew: „An welche Art des dankens hast du denn gedacht?"

Sandy: „An das, woran ihr Männer 90% des Tages denkt."

Andrew: „Du redest von Sex, oder?"

Sandy: „Ja genau."

Andrew: „Woher weißt du überhaupt, dass es so was wie Sex gibt?"

Sandy: „Während du weg warst, habe ich American Pie geschaut. Da mich das Thema interessiert hat, hab ich danach gesurft und mit ein paar Pornos angesehen. Ich bin also bestens im Bilde über das, was wir jetzt tun."

Andrew: „Aber das ist etwas, was nur 2 Verliebte miteinander tun sollten."

Sandy: „Was mich betrifft, so liebe ich dich, und was dich betrifft, du bist ein Mann, ihr wollt immer."

Sandy ging zu Andrew und bevor er noch etwas erwidern konnte, küsste sie ihn leidenschaftlich. Dann ging sie mit ihrer Hand tiefer und öffnete seine Hose. Bevor sie weiter machen konnte, schob Andrew sie von sich weg.

Andrew: „Ich kann nicht."

Sandy: „Brauchst du Viagrah? Das bieten sie dir in den Mails sehr oft an."

Andrew: „Nein, ich bin vollkommen gesund. Es gibt einen anderen Grund."

Sandy: „Was ist der Grund?"

Andrew: „Ich empfinde nichts für dich."

Sandy: „Es gibt Männer, die dafür bezahlen und sie empfinden auch nichts für die Frauen, die ihnen ihre Dienste anbieten."

Andrew: „Außerdem, obwohl du wunderschön bist, macht mich dein Körper nicht an."

Sandy: „Wieso nicht? Bin ich zu dick? Zu dünn? Willst du, dass ich mich blond färbe?"

Andrew: „Daran liegt es nicht."

Sandy: „Aber woran dann?"

Andrew: „Ich weiß es nicht, ok?"

Andrew machte die Hose wieder zu, griff nach seiner Jacke und stürmte aus der Wohnung. Er musste jetzt dringend mit jemandem reden. Ihm schoss Giles als erste Möglichkeit durch den Kopf. Das verwarf er allerdings wieder, da Giles nicht die Art Person war, die locker über so etwas reden konnte. Während er rannte, merkte er, dass er sich unbewusst in Richtung Kates Wohnung bewegte. Nun stand er sogar davor. Er schellte. Es summte, er öffnete die Tür und ging in ihre Wohnung noch bevor sie ihn hereingebeten hatte. Dann erzählte er ihr die ganze Geschichte. Wie Sandy entstanden war und was sich gerade ereignet hatte.

Kate: „Vielleicht bist du wirklich einer der Menschen, die Liebe brauchen für den Sex."

Andrew: „Was stimmt bloß nicht mit mir?"

Kate: „Mit dir ist alles in Ordnung. Ich finde es sogar sehr gut, dass du abgelehnt hast. Egal aus welchen Gründen. Und was Sandy selbst betrifft, kann ich dir auch nicht sagen, was du mit ihr machen sollst. Ich weiß auch nicht, ob wir damit einen Mord begehen, indem wir den Zauber lösen. Vielleicht besorgen wir ihr einfach einen Pass und dann kann sie durch die Welt ziehen."

Andrew: „Du hast Recht, dass ist die beste Lösung."

Kate: „Und nun zu deinem anderen Problem. Entweder du bist wirklich einer der Menschen, die nur Liebe und Sex zusammen haben wollen. Es könnte aber auch etwas anderes dahinter stecken. Das wäre auch nicht schlimm. Du sagst, ihr Körper hat dich kein Bisschen angemacht, oder? Was empfindest du, wenn du Männerkörper siehst?"

Andrew: „Männerkörper? Hm, ich fühle mich geborgen."

Kate: „Und du hast noch keine Frau getroffen, bei der du dich so fühlst?"

Andrew: „Nein, warum fragst du?"

Kate: „Vielleicht hast du ja einfach die Richtige noch nicht gefunden?"

Andrew: „Nein, das kann nicht sein. Der Zauber, der Sandy erschaffen hat, erschafft einem immer die Wunschfrau. Sie sah ja auch klasse aus, aber gefühlt hab ich nichts."

Kate: „Für dieses Gespräch bin ich glaube ich der falsche Ansprechpartner, wenn es in die Richtung geht, in die ich denke, in die es gehen wird. Nicht, weil ich solche Menschen nicht leiden mag oder so, sondern einfach, weil ich in diesem Gebiet keine Erfahrungen habe."

Andrew: „In welchem Gebiet? Wen meinst du denn, sollte ich ansprechen?"

Kate: „Ich denke, du solltest darüber mit Matt reden."

Andrew: „Mit Matt? Denkst du, ich bin?"

Kate: „Ja, genau das denke ich. Und noch mal. Ich mag dich gleich viel wie vorher. Aber ich bin in diesem Gebiet kein guter Ansprechpartner."

Andrew: „Ich glaube sogar, du hast Recht."

Kate besorgte Sandy eine Aufenthaltsgenehmigung und einen Falschen Pass. Sie verließ die Stadt um woanders ihr Glück zu finden. Sie war die erste gebackte Frau, die jemals leben durfte.

Andrew indes saß am PC. Er verfasste eine Email an Matt.

Lieber Matt,

heute ist einiges in Cleveland passiert. Da ich dich nicht mit der Dämonengeschichte langweilen will, komme ich direkt zum Punkt. Ich habe heute ein Zauberbuch gefunden, in dem es einen Zauber gab, mit dem man sich das Mädchen seiner Träume erschaffen, bzw. backen konnte. Da ich so lange solo war, besser gesagt, da ich noch nie eine Freundin hatte, habe ich diesen Zauber ausgesprochen. Er hat funktioniert und eine wunderschöne Frau stand vor mir. Ich habe sie meinen Freunden als meine Freundin vorgestellt. An dem einen Tag an dem sie hier war, hat sie einige Filme geschaut um zu lernen, wie das Leben ist. Sie hat unter anderem auch American Pie gesehen. Habe ich dir je von Willow Rosenberg erzählt? Die Frau sieht genau so aus, wie eine Schauspielerin aus dem Film, na ja um zum Thema zurück zu kommen, du kannst dir sicher denken, was kam. Sie wollte mit mir schlafen. Im entscheidenden Augenblick allerdings konnte ich nicht. Ich habe lange nachgedacht, woran das lag. Sie ist ja die Traumfrau für mich, also richtiges Aussehen und so weiter. Bei dem klärenden Gespräch mit Kate, das direkt nach der Sache stattfand, kamen wir beide mich betreffend auf eine Idee. Nun, wir haben beide eine Vermutung. Ich denke, na ja, eher nehme ich an, um es auf den Punkt zu bringen, ich bin schwul. Zumindest denke ich das. Bitte schreib mir, was du gerade denkst.

Mit freundlichen Grüßen

Andrew Wells.

Ende Folge 17