Kapitel 18 – Bücher über Bücher
„Steht da noch mehr?", wollte Draco dennoch wissen und zog Blaise das Buch aus der Hand.
Er las sich alles noch einmal durch und sah Blaise grinsend an.
„Was ist?", fragte dieser, er kannte dieses Grinsen, Draco hatte etwas entdeckt.
„Hier sieh mal. Ganz unten auf der Seite.", er gab das Buch wieder seinem Freund, stand auf und ging zum Register der Bibliothek Bücher, welches sich bei Madam Pince befand. Die Bibliothekarin schaute den Slytherin schweigend und verwirrt an.
Nach einer Weile hatte Draco das, was er suchte, in dem Register gefunden. Er ging direkt zu dem Regal und kam nach einer Weile mit einem kleinen verstaubten Buch in der Hand wieder. Er setzte sich wieder zu Blaise und besah sich das kleine Buch genau.
„Das hat wohl schon lange keiner mehr gelesen.", stellte er trocken fest und pustete den dicken Staub von dem Einband.
Blaise musste angesichts des vielen Staubes husten.
„Man… wo stand das denn?"
„Hinten… in einem der letzten Regale.", antwortete Draco und öffnete es vorsichtig.
„Oh. Na… da geht doch nie einer hin. Da stehen die unwichtigen Bücher. Das weiß jeder.", murrte Blaise und warf einen neugierigen Blick in das Buch.
„Ich weiß. Aber für uns wird es wichtig sein. Hoffe ich.", meinte Draco leise.
Auf den ersten Seiten stand nichts was die beiden interessierte. Der Blonde blätterte jede Seite vorsichtig um.
„Hier.", sagte er schließlich.
Blaise beugte sich zu Draco und beide lasen still.
Jack Green
Über den Vampir Jack Green,
ist nur wenig bekannt.
Er wurde etwa im Jahre 1695 erschaffen.
Zu Lebzeiten war sein Name Jack Smith, er war ein junger Arzt, der gerade mit dem Studium fertig geworden war.
Nach seiner Verwandlung durch den Vampir Thorn Green war es still um ihn.
Thorn Green, bekannt für seine Blutrünstigkeit, verschwand ebenfalls für viele Jahre.
Erst im Jahre 1730 tauchten beide wieder auf.
Jack Green, der nun,
der Gefährte von Thorn war,
war wahrscheinlich für die Veränderung des blutrünstigen Vampirs verantwortlich.
Bekannt ist, dass der Vampir Jack Green
einen positiven Einfluss auf Thorn Green hatte.
Was wahrscheinlich auch daran lag, dass er zu seinen Lebzeiten Medizin studierte.
Und er, obwohl er nun selbst ein Vampir war, den Menschen gegenüber trotz allem nicht abgeneigt war.
Aus den verschiedenen Quellen wissen wir, dass Jack Green keine Menschen tötete um an das für ihn wichtige Blut zu kommen.
Stattdessen war er dafür verantwortlich,
dass der Vampir Green – Clan
begann mit den verschieden Blutbanken der Welt zu verhandeln
um so, an das für sie
überlebenswichtige Blut zu gelangen.
Jack Green ist es zu verdanken,
dass der Green – Clan nicht mehr wahllos Menschen tötete.
Auch war er dafür verantwortlich, dass sich Thorn aus der Zaubererwelt zurückzog, denn auch diese hatte er unsicher gemacht.
Jack Green ist im Gegensatz zu Thorn Green wissenshungrig,
belesen
und er versteht es,
die verschiedensten Dinge zu sehen.
Er ist eine sehr starke Persönlichkeit,
durch ihn hat sich der Clan neu formiert,
er hat den Clan stärker vereint.
Sie waren nicht mehr nur ein Clan, in dem die Mitglieder denselben Namen hatten, sondern sie wurden im Laufe der Jahre zu einer festen Gemeinschaft.
Auch wenn der Clan in der ganzen Welt verstreut ist, so hatten sie, wo es vorher viele Anführer gab,
nur noch einen Anführer
und dieser war Thorn Green,
da er der stärkste und mächtigste Vampir zu dieser Zeit war.
Jack war nicht mehr nur sein Gefährte sondern auch sein engster Vertrauter, der einzige auf den Thorn je gehört hatte, dessen Meinung er akzeptierte.
Man muss dazu sagen, dass Thorn Green schon vor Jack verschiedene Gefährten hatte, allerdings waren diese Beziehungen anders.
Bei den Vampiren kommt es nicht selten vor, dass auch wenn sie einen Gefährten haben, sich mit anderen Vergnügen, so tat auch Thorn dies bei seinen anderen Gefährten.
Doch in der Beziehung mit Jack war er zum ersten Mal treu,
Jack war nicht nur sein Gefährte und Vertrauter, sondern er wurde für Thorn die wichtigste Person überhaupt.
Im Gegensatz zu seinen früheren Gefährten, hatte sich Thorn in Jack verliebt.
Was bei Vampiren nicht sehr oft vorkommt.
Ihre Liebe wuchs mit den Jahren immer mehr. Beide vertrauten sich blind.
Waren immer für einander da.
Auch der Clan bekam Thorns Veränderung mit, sie wussten wie er vor Jack war und lernten Thorn nun von einer anderen Seite kennen.
Der Clan wuchs zusammen.
Sie wurden, zu einer Familie.
Bekannt ist, dass egal was geschieht, der
Green – Clan dank Jack zusammen hält.
Er hat dafür gesorgt dass die Mitglieder für einander einstehen.
Auch ist er enger Vertrauter von dem Vampir William Green.
Jack besitzt wie alle des Green - Clans eine Magie die mit der, der Zaubererwelt nicht zu vergleichen ist.
Diese Magie ist sehr stark, sie benötigen im Gegensatz zu den Zauberern keinen Zauberstab, da ihre Magie Zauberstablos ist.
Nach Thorns Tod 1945 verschwand Jack Green.
Vermutlich, da er den Verlust seines geliebten Gefährten nicht überwinden konnte.
Wo er sich seitdem aufhält und ob er noch existiert, wissen wir leider nicht.
Eines jedoch ist uns noch bekannt,
Jack ist seit Thorns Tod der Anführer des Green – Clans.
Sein enger Vertrauter, seine rechte Hand, ist kein geringerer als der Vampir
William Green.
„Mehr steht da nicht.", seufzte Draco leise, als er zu Ende gelesen hatte.
Auch wenn Sal ihm schon einiges über Jack erzählt hatte, war das, was er gerade gelesen hatte, neu für ihn.
Sal hatte ihm nur erzählt, wie er mit Jack zusammen kam und das er diesen Vampir geliebt hatte und noch immer liebt.
Draco schloss für einen Moment die Augen, all das was er in den letzten Stunden herausgefunden hatte, beschäftigte ihn sehr.
Er wusste, dass er unbedingt mit Sal reden musste, er wollte endlich wissen woran er war.
Er hatte das Gefühl, dass Sal für Jack nur eine Art Ersatz für diesen Thorn war. Da die beiden sich sehr ähnlich sahen.
Leise beschlich ihn die Angst, dass auch er nur eine Art Ersatz für Sals geliebten Jack war… er schüttelte den Kopf und schnaufte. Nein… so richtig glauben konnte er das nicht, aber eine leise Befürchtung blieb in seinem Innersten.
Draco öffnete wieder die Augen und starrte auf das Buch in seinen Händen.
Blaise der eine Weile auf das Buch sah, kramte plötzlich auf dem Tisch herum und nahm das Buch, in welchem er Thorn entdeckt hatte, wieder an sich.
Draco beobachtete ihn stumm.
„Nichts.", seufzt er und legte das Buch wieder auf den Tisch.
Auf Draco' s fragenden Blick hin meinte er nur: „Ich hatte gehofft, dass noch etwas da drin steht… wegen dem Clan und so."
Der Blonde nickte, auch er hatte gehofft noch etwas mehr herauszufinden.
Blaise sah wieder auf den Stapel an Büchern, die vor ihnen lagen.
Plötzlich stand er auf und ging, ohne auf Draco's fragenden Blick zu reagieren, zu Madam Pince.
Bei ihr angekommen räusperte sich Blaise, um die Aufmerksamkeit der Bibliothekarin zu bekommen.
„Sie wünschen?", fragte sie leise.
„Ähm… Ich suche ein Buch."
„Und welches?"
„Ich… ich habe keine Ahnung.", sagte er ernst.
Madam Pince, sah den Slytherin verwirrt an. „Wenn sie nicht wissen welches Buch sie suchen, dann kann ich ihnen nicht helfen.", sagte sie schließlich und richtete ihre Brille.
„Haben sie schon in dem Register für die Schüler nachgesehen?", wollte sie dennoch wissen. Blaise nickte leicht.
„Ich…", begann er brach aber ab, da er nicht wusste wie er ihr erklären sollte was er suchte, da er selbst
es nicht einmal genau wusste.
Er wollte sich schon umdrehen als ihn ein Madam Pince aufhielt.
„Wissen sie wenigstens… um was es in dem Buch gehen soll?", fragte sie leise und sah Blaise aufmerksam an.
„Ähm… um Vampire."
„So? Aha… und um was genau?", wollte sie wissen.
„Um ihre Geschichte… Familie… die Clans.", Blaise war sich nicht sicher ob es überhaupt ein Buch in Hogwarts darüber gab.
„Einen Moment bitte.", unterbrach sie ihn und hob ihren Zauberstab in die Luft. Sie murmelte ein paar Worte und in der Luft erschien eine Liste mit Buchtiteln, es dauerte eine Weile, bis sie schließlich etwas fand.
„Also… wir haben hier… Vampire und wie man sie vernichtet.", flüsterte sie und sah den Slytherin an.
„Ähm… nein so was nicht. Eher was über ihre Entstehung und Familie.", sagte Blaise schnell.
„Hm… einen Moment… ja hier ist ein Buch… Oh… das ist seltsam.", murmelte sie und runzelte die Stirn.
„Was denn?", wollte Blaise wissen und sah auf die Liste die immer noch in der Luft schwebte.
„Das Buch… es ist unter der Kategorie Nicht Magische Wesen eingeordnet. Hm… es heißt, Die Geschichte der Untoten.", sagte sie.
„Wo steht es?"
„In dem Regal über Nicht Magische Wesen. Im hinteren Bereich der Bibliothek."
„Danke… Madam Pince.", sagte Blaise schnell, drehte sich um und ging zu Draco.
„Was ist?", fragte der Blonde sofort.
„Ich glaube ich habe noch was gefunden.", grinste er und ging zu dem Regal, welches Madam Prince ihm genannt hatte. Nach 10 Minuten kam er mit dem Buch in der Hand wieder zurück.
Schweigend gab er es Draco, dieser las den Titel und sah Blaise an.
„Die Geschichte der Untoten?", fragte er unsicher.
„Ja.", sagte Blaise nur.
Draco blätterte in dem Buch herum und seine Augen wurden, bei dem was er da überflog, immer größer. Er klappte das Buch geräuschvoll zu, stand von seinem Stuhl auf und sah seinen Freund entschlossen an.
„Gehen wir… in mein Zimmer.", sagte er und Blaise nickte zustimmend.
Ohne die anderen Bücher wieder wegzuräumen, machten sich auf den Weg in die Kerker.
Gerade als die beiden Slytherins die Bibliothek verlassen wollten, betrat Hermine diese. Sie hatte gerade noch sehen können an welchem Tisch die beiden gestanden hatten und steuerte diesen entschlossen an. Sie sah schon von Weitem die vielen Bücher dort liegen und runzelte die Stirn.
Kurz sah sie sich in der Bibliothek um, nur um festzustellen, das außer Madam Prince niemand mehr hier war.
Sie setzte sich und nahm eines der Bücher in die Hand. Nachdenklich las sie den Titel.
Hermine blätterte in dem Buch und fragte sich, was die beiden damit wollten, in dem Buch stand nichts, zumindest für sie, Interessantes drin.
Sie schaute sich die Bücher, die noch auf dem Tisch lagen an und nahm sich eines, welches noch aufgeschlagen war.
Vorsichtig hob sie es hoch und als sie auf die aufgeschlagene Seite sah, wurden ihre Augen groß und ihr Herzschlag beschleunigte sich.
Auf dem Bild das dort war, sah sie Sal.
Hermine schloss die Augen und versuchte sich zu beruhigen. Als sie sie wieder öffnete besah sie sich das Bild noch einmal und schüttelte den Kopf.
„Das ist nicht Sal… die Augen sie sind anders.", flüsterte sie.
Dann sah sie das neben dem Bild noch ein Text stand mit einer großen Überschrift.
„Einer der Gefürchtetsten und Berüchtigtsten Vampire aller Zeiten war Thorn Green."
Hermine war so in dem Buch vertieft, dass sie nicht bemerkte, wie jemand in die Bibliothek kam und sich hinter sie stellte.
Als sie plötzlich eine Hand auf ihrer Schulter spürte, fuhr sie erschrocken zusammen, sprang von dem Stuhl hoch und drehte sich aufgewühlt um.
Nur um in das ihr so vertraute Gesicht zu sehen.
Hermine brachte kein Wort heraus und sah ihr Gegenüber stumm an. Beobachtete, wie er sich hinkniete um das Buch, welches sie vor Schreck fallen gelassen hatte, aufzuheben.
Er las den Titel und ein kleines Lächeln, welches sie schon seit langem nicht mehr gesehen hatte, legte sich auf seine Lippen.
„Die Bücher sind interessant. Oder?", fragte er leise.
„Ähm… Ja.", erwiderte sie zögerlich.
„Hast du sie… alle… gelesen?", fragte er und zeigte auf den Stapel, der auf dem Tisch lag.
Hermine schüttelte den Kopf.
„Nein… nur das große braune dort und das, was du in der Hand hast.", antwortete sie schließlich.
„Hm…", machte er nur und legte das Buch zu den anderen. Er sah sie an und ihr wurde unter seinem fragenden Blick unwohl. Sie wusste nicht was sie tun oder sagen sollte. Verlegen senkte sie den Blick und blieb weiterhin vor ihm stehen.
Er seufzte und ging langsam auf sie zu, bei ihr angekommen legte er, wie vorhin, seine Hand auf ihre Schulter. Hermine hob ihren Kopf und er konnte Tränen in ihren Augen sehen.
„Ich… es tut mir alles… so leid.", schluchzte sie und wollte sich von ihm abwenden. Doch er hielt sie fest und zog sie, ohne darüber nachzudenken, in eine freundschaftliche Umarmung.
„Es ist… ist alles in Ordnung.", sagte er leise und strich ihr beruhigend über den Rücken.
Hermine schmiegte sich an ihn und konnte nicht glauben, dass sie hier in seinen Armen lag. Nach einer Weile löste er die Umarmung und sah ihr in die Augen.
„Hermine.", nannte er leise ihren Namen.
„Sal.", schluchzte sie und wischte sich verlegen die Tränen weg.
„Ja… so heiße ich.", sagte er und grinste sie an.
Hermine erwiderte unsicher sein Lächeln und nickte.
„Sal… ich… ich möchte mich bei dir… entschuldigen. Ich weiß, dass ich…"
„Es ist ok.", unterbrach er sie.
Doch Hermine schüttelte energisch den Kopf.
„Nein es ist nicht ok. Ich habe mich so… so schlecht und furchtbar benommen. Wir waren Freunde… und ich habe diese Freundschaft mit Füßen getreten. Habe nicht, wie ich es sollte, zu dir gehalten. Ich habe nicht auf mein Gefühl gehört… Sondern… sondern…"
„Sondern, du hast zu dem Jungen gehalten, den du liebst.", ergänzte er ihren Satz.
„Ja.", gab sie schuldbewusst zu und erneut liefen ihr die Tränen über die Wangen.
„Hermine… ich weiß dass du mich nicht hasst. Wir waren Freunde… und du hast mir sehr wehgetan, als du so reagiert hast."
„Es tut mir leid.", schluchzte sie.
„Ich weiß. Aber wir können beide nicht ungeschehen machen was passiert ist. Und ich kann es auch nicht so schnell vergessen.", sagte er ernst.
„Es tut mir so leid."
„Hermine… bitte hör auf zu weinen.", seufzte er und sah sie an.
„Tschuldigung.", schniefte sie.
Sal reichte ihr ein Taschentuch und setzte sich an den Tisch. Mit hochgezogener Augenbraue sah er sie an und wartete bis auch sie sich hinsetzte.
Leicht schüttelte er den Kopf, als er sie hier in der Bibliothek gesehen hatte, so vertieft in ein Buch, hatte er sich an die Zeit erinnert, als sie noch Freunde waren und er wusste das er sie vermisst hatte.
Zuerst wollte er sie nur von weitem beobachten und dann seinen Weg zu Draco fortsetzen.
Aber er konnte nicht so einfach gehen, vorsichtig um sich zu vergewissern ob sie ihn wirklich hasste, hatte er einen Teil ihrer Gedanken gelesen, doch nur den, der etwas mit ihm zu tun hatte. Nun wusste er mit Sicherheit dass sie ihn nicht hasste, sondern dass sie unsicher war. Innerlich ärgerte er sich, dass er nicht schon vorher ihre Gedanken gelesen hatte, da er sie als seine Freundin vermisste.
Er hatte mit seinem Vater, als dieser begann ihn in Legilimentik und Okklumentik zu unterrichten vereinbart, dass sie niemals ohne einen triftigen Grund die Gedanken von anderen lesen werden.
Sal, der sich bis auf wenige Ausnahmen, vor allem was Draco betraf daran hielt, konnte auch diesmal nicht anders. Er war einmal mit Hermine befreundet gewesen und konnte nicht verstehen, warum sie ihn nun so verachtete. Doch alles was er fand war, dass sie unsicher war.
Unsicher… wie sie sich ihm gegenüber verhalten sollte. Unsicher… wie sie mit der neuen Situation umgehen sollte.
Und unsicher… ob Ron sie überhaupt liebte und sie ihn.
Es dauerte eine Weile bis Hermine sich beruhigte und sich zu ihm setzte. Sal sah sich die Bücher genau an und sein Grinsen wurde mit jedem Buch, das er sah, immer größer. Er wusste, dass Draco und Blaise hier waren und sie sich diese Bücher vor Hermine angesehen hatte.
#Sie sind wahre Slytherins. #, ging es ihm durch den Kopf.
„Sal… ich… kann ich… dich was fragen?", wollte Hermine wissen.
„Und was?", Sal sah sich seine ehemalige beste Freundin an und konnte, auch ohne ihre Gedanken zu lesen erkennen, dass sie neugierig war.
Hermine angelte sich das Buch, in dem das Bild von Thorn war, schlug die Seite auf und hielt es Sal entgegen, der nahm es und sah sie fragend an.
„Kennst du diesen Thorn?", unsicher sah sie Sal an, da sie mit dieser Frage das Thema wechselte und nicht genau wusste, wie er nun reagieren würde.
Der betrachtete das Bild und strich sanft über den Text der daneben stand. Seufzend schloss das Buch und legte es wieder auf den Tisch.
„Nein, ich kenne ihn nicht. Er ist ja auch schon… lange tot."
„Ja… aber er sieht dir ähnlich.", sagte Hermine leise.
Sal stand von dem Stuhl auf, ging zu dem Fenster neben dem Tisch und sah hinaus.
„Ich weiß.", seufzte er und schloss für einen Moment die Augen. Hermine hatte ihn genau beobachtet und ahnte, dass er ihr zu diesem Thema nicht viel sagen würde.
„Er war… ein Vampir. Aber das weißt du ja… du hast ja den Text gelesen.", seine Stimme war leise und Hermine hatte Mühe ihn zu verstehen. Sal straffte seine Schultern, drehte sich um und setzte sich wieder auf den Stuhl. „Was hast du alles raus gefunden?", fragte er ernst.
„Das… das dieser Thorn Green mit einem Jack zusammen ist."
„WAR!", unterbrach Sal sie laut.
„Ja… war, er war mit diesem Jack zusammen bis Thorn vernichtet wurde. Auch dieser Will taucht in dem einen Buch auf… ist dieser Will dein Freund? Der blonde Vampir?", Hermine war sich nicht sicher, ob sie so viele Fragen stellen durfte.
Ob Sal ihr auch nur eine davon beantworten würde. Doch sie war schon froh darüber, dass er überhaupt mit ihr redete.
„Hermine, Hermine… du bist ganz schön neugierig.", grinsend sah er sie an.
Hermine bekam rote Wangen und schaute verlegen auf ihre Hände.
„Wie früher.", als sie das hörte, hob sie ihren Kopf und sah ihn fragend an.
Sal der ihren blick bemerkte lächelte leicht.
„DU warst schon immer neugierig. Aber es stimmt, was du gelesen hast. Und ja, dieser Will aus dem Buch… ist der blonde Vampir. Er ist mein Freund… mein bester Freund. Er nimmt mich so wie ich bin… ich brauche mich bei ihm und bei Dad nicht verstellen.", erklärte er und Hermine wurde bewusst, wie sehr sie ihn verletzt hatte.
„Ich hoffe, du kannst mir irgendwann… einmal verzeihen. Es tut mir… ehrlich leid. Ich hätte für dich da sein sollen.", ernst sah sie ihn an.
„Ja… irgendwann.", stimmte er ihr zu und legte seine Hand vorsichtig auf ihre. Beide sahen sich in die Augen und wussten, dass sie versuchen würden ihre Freundschaft wieder aufzubauen.
Sie würde vielleicht nicht mehr so wie früher sein, aber in einem war sich Hermine jetzt sicher, sie würde um ihre Freundschaft kämpfen.
Sal räusperte sich und sah Hermine entschuldigend an. „Tut mir leid Mine…", begann er, wurde aber von Hermine unterbrochen.
„Mine?", fragte sie leise, das hatte er immer zu ihr gesagt als sie noch gute Freunde waren.
„Ja… Mine.", bestätigte er ihr. Hermine sah ihn dankbar an und schluckte, sie hatte nicht zu hoffen gewagt dass er ihr irgendwann verzeihen konnte.
„Ich muss jetzt gehen.", sagte Sal, stand auf und wollte die Bibliothek schon verlassen als er Hermines leise Worte hörte.
„Könnten… wir mal wieder miteinander reden?"
Sal drehte sich wieder zu Hermine um und betrachtete sie stumm, dann nickte er. „Sicher… wenn du Lust zum reden hast… du weißt ja wo die Räume von meinem Dad sind.", sagte er und wusste, dass er mit diesem Satz Hermine herausforderte. Sie hatte, wie viele Schüler und Lehrer, Angst vor seinem Vater.
Es würde für sie eine große Überwindung sein.
„Ja, ich weiß wo Professor Snape's Räume sind.", erwiderte sie.
„Gut.", Sal drehte sich mit diesem Wort wieder zum Gehen um und verließ die Bibliothek, um sich auf den Weg zu seinem schwersten Gespräch zu machen.
TBC?
Bis Bald
Lg love-dark
