p class="MsoNormalCxSpFirst"emPuh, hier fiel es mir wirklich schwer das Kapitel an eine Draco-Version anzupassen. Daher ist hier am meisten geändert worden – ich hoffe es ist mir gelungen./em/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"em style="mso-bidi-font-style: normal;"Jetzt viel Spaß beim Kapitel./em/p
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p class="MsoNormalCxSpMiddle"Den Rest des Tages blieben sie im Bett. Zwischendurch rief der doch ein bisschen verwöhnte Erbe nach einem Hauselfen um Erdbeeren in Trüffelcreme und kleine Häppchen zu ordern. Seiner Mutter gegenüber ließ er einfach ausrichten er sei noch geschafft vom Feiern und das er Zeit für sich bräuchte um über seine Zukunft nachzudenken. Das ihm diese im Moment nur bis zum nächsten Ständer wichtig war, verschwieg er natürlich./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Erst am frühen Abend brachen sie, endgültig ausgelutscht - in jeder Hinsicht - zusammen. Seufzend rappelte Harry sich vom Bett auf und begann seine Sachen zusammen zu suchen. Diesen Teil hasste er immer. Diese Minuten voller peinlich berührtem Schweigen bis man endlich gehen kann. Draco schien es nichts auszumachen. Er kramte sich neue Sachen hervor, warf Harry gut gelaunt seine Unterwäsche an den Hinterkopf und schien vollauf zufrieden mit sich und der Situation. Zurecht, wie Harry gedanklich zugeben musste. Es war zwar ein holpriger Start gewesen, aber der befriedigendste Tag seit langem./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Leise öffnete Draco die Tür und spähte den Gang entlang. Dann gab er Harry ein Zeichen und sie schlichen nach unten. Fast hätten sie es unbemerkt zur Eingangstür geschafft. Doch auf den letzten Metern öffnete sich auf einmal die Tür zu einem Salon und ausgerechnet Snape trat heraus. Verdammt, fluchte Harry und schloss ergeben die Augen. Warum grade der. Snape war dank Hermines schnellem Einsatz und einem längeren Aufenthalt im St. Mungos lebend aus der Schlacht gekommen und war aufgrund von Dumbledores Erinnerungen, die bei Gringotts lagerten, nur mit einer Kündigung und einer Strafzahlung davon gekommen. Doch wie auch Draco anfangs, schien sein ehemaliger Hasslehrer ihn nicht zu erkennen. Mit unbewegtem Gesicht sah er ihn an./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"„Ein Liebhaber, Draco? Hier? Ist dies ein Anflug einer späten Rebellion?", schnarrte er mit der verhassten höhnischen Stimme. Wenn auch mit deutlich weniger Schärfe als früher Harry gegenüber. Seine kalten Augen musterten ihn von Kopf bis Fuß. Unwillkürlich kam in Harry der Wunsch hoch den Zauberstab zu ziehen. Tief durchatmend unterdrückte er den Reflex und quälte ein höfliches Lächeln auf seine Lippen./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Noch bevor Draco etwas anderes tun konnte als planlos "Ähh, das ... also ..." zu sagen, trat nun auch seine Mutter aus dem Salon und wurde von Snape über den überraschenden „Verehrer" ihres Sohnes informiert. Harry und Draco sahen sich erschrocken an. Das war nun wirklich nicht geplant. Die sonst so miesepetrige Dame jedoch lächelte und das Strahlen ließ sie gleich zehn Jahre jünger aussehen./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"„Wie wundervoll. Draco, du hast mir nicht mitgeteilt das wir Besuch erwarten. Möchten Sie sich uns beim Dinner anschließen?", fragte sie zuvorkommend – nicht, dass es wirklich eine Frage gewesen wäre. Ein Nein stand eindeutig nicht zur Debatte. Die Dame des Hauses wartete nicht einmal auf eine Antwort, sie wirbelte elegant herum und schritt forsch Richtung Esszimmer. Zumindest vermutete Harry das./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Draco stierte finster seinen Paten nieder und zischte: "Dieses Jahr gibt es garantiert kein Geschenk, du unerträgliche Fledermaus!" Snape verzog nur die Mundwinkel zu etwas, das wohl ein Lächeln sein sollte, tätschelte seinem Patenkind in typischer Häme die Schulter und folgte Dracos Mutter. "Giftarsch", schimpfte Draco und sah Harry um Verzeihung heischend an./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Harry atmete tief durch. Ihm war schlecht und er hatte einen gewaltigen Kloß im Hals. So etwas hatte er vermeiden wollen. Wieso hatte er sich nur auf jemanden eingelassen der ihn kannte? Dennoch lächelte er dem schönen Blonden matt zu und folgte den Anderen den übertrieben edlen Flur hinab in das Esszimmer./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Als sie eintraten in das Zimmer, wich Harry wie erschlagen zurück. Dieser Raum war … wow. So etwas hatte er wirklich noch nie gesehen. Und, um ehrlich zu sein, er hätte gut darauf verzichten können. So viel zum Thema die Malfoys hätten Geschmack. Er war rund, sodass man auf den ersten Blick die geballte Opulenz ersehen konnte und alles war über und über mit Gold verziert. Die übertrieben vielen Verzierungen an den Wänden, der Decke und den Möbelstücken – alles Gold. Die grüne Wandfarbe half nicht unbedingt die Belastung auf die Augen zu verringern. Die Decke schmückte ein gewaltiges Gemälde von magischen Wesen, ein pompöser Kronleuchter, natürlich ebenfalls in sattem Gold, thronte mittig über dem Tisch. Dieser war zumindest ein bisschen schlichter, mit einer Platte aus weißem Marmor auf verschlungen goldenen Beinen. Die massiven Stühle hatten grüne Bezüge, als müsste man unbedingt deutlich machen das hier Slytherins wohnen. Völlig erschlagen wandte Harry sich Draco zu. Der hatte zumindest den Anstand peinlich berührt zu blicken. Immerhin. Allein dieses, äußert geschmacklose, Zimmer könnte ganz Hogsmeade ein komplettes Jahr lang finanzieren./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"„Das ist nur der offizieller Dinnerbereich", hauchte Draco in Harrys Ohr. „Unser privates Familien-Esszimmer ist wesentlich normaler, das schwöre ich dir!"/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Harry wurde aus seinem fassungslosen Schweigen gerissen als Lucius Malfoy, elegant wie immer, auf ihn zutrat und sich höflich vorstellte. Die blonden Haare des Familienvorstands waren in den letzten Jahren ausgebleicht zu einem sehr hellen Weißblond und ein kleines Nachkriegsbäuchlein spannte seine Robe. Das war Harry letzte Nacht gar nicht aufgefallen. Naja, er hatte auch mehr versucht sich zu verstecken, als den Vater seines früheren Rivalen zu mustern. Doch der Reinblüter strahlte noch immer dieselbe Selbstverliebtheit und Souveränität aus wie damals. Auch Lucius war auf Bewährung entlassen worden, wenn auch nur weil er beim Endkampf gekniffen hatte, Askaban völlig überfüllt war nach der Schlacht und er im Gegenzug die Winkelgasse wieder aufbaute mit seinem Gold. Von dem Deal hatten alle profitiert./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Guten Abend, mein Name ist Lucius Malfoy und wie heißen Sie, wenn ich fragen darf?", fragte der Lord und wies höflich auf einen Platz am Tisch./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Oh, entschuldigen Sie", murmelte Harry mit glühenden Ohren. Er hatte glatt vergessen das ihn keiner erkannte und er sich vorstellen musste. Sie setzten sich. "Mein Name ist ... Ray." Draco hob eine Augenbraue, schwieg aber. Harry grinste verschwörerisch in seine Richtung. Das ihn hier niemand zu erkennen schien war irgendwie unerwartet amüsant. Ray war sein Name auf Reisen gewesen, es erschien ihm passend ihn auch weiterhin zu verwenden, auch wenn die Anwesenden deutlich verstimmt waren über diese unangebrachte Kurzvorstellung. Doch sie sagten nichts, wofür Harry außerordentlich dankbar war./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Auch der Rest der Familie (und Snape) setzte sich und Harry nutzte den kurzen, chaotischen Moment um den Rest der Anwesenden zu betrachten. Narzissa Malfoy hatte sich erstaunlich gut gehalten. Ihre Frisur saß so akkurat, dass nur ein Zauber das bewerkstelligen konnte, ihr Kleid wirkte in diesem Raum geradezu dezent, trotz der sich stetig verändernden Stickerei auf der himmelblauen Seide. Snape hatte sich offenbar endlich die Haare gewaschen und geschnitten, sodass sie nun fluffig um sein markantes Gesicht fielen. Von den Falten der Bitterkeit und des ständigen Zorns konnte es dennoch schwer ablenken. Dafür war seine früher in tristem schwarz gefärbte Robe einem beinahe fröhlichen Anthrazit-Grau gewichen./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Ein goldener Teller landete vor Harry und gab dabei eine leise, kurze Klaviermelodie von sich. Er schrak auf und sah reich gefüllten Schalen dabei zu, wie sie über den Tisch wirbelten als würden sie eine Show aufführen. Das Menü war ebenso übertrieben angeberisch wie der Raum. Irgendwelche kleinen, magischen Tierwesen in aufregenden Posen erstarrt, perfekt gebraten, mit herrlich duftenden Kräutern und wirbelnden, schimmernden Saucen umschmeichelt, schwebten in die Mitte des Tisches, zerlegten sich dort wie von selbst und levitierten sich auf die Teller./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Draconis, willst du uns denn nun verraten warum du uns deinen Freund erst heute präsentierst? Und das so unerwartet, wir hätten ihn selbstverständlich gebührend in Empfang genommen, wenn wir von seinem Besuch gewusst hätten", empörte Lady Malfoy sich mit gerunzelter Stirn. Verhaltenes Glucksen ertönte von der früheren Kerkerfledermaus und übertönte das leise Klirren des Bestecks. Harry probierte stumm sein filetiertes Mondkalb./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Aber Mutter!" Draco sah aus wie Zwölf, wie er verzweifelt versuchte sich gegen seine Mutter zu behaupten, "ich wusste doch gestern nicht mal das ich heute Besuch haben würde!"/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Mrs. Malfoy wirkte pikiert. "Oh. Nun denn, ich freue mich, dass Sie entschlossen haben sich uns bei einem bescheidenen Dinner anzuschließen ... Ray, richtig?" Ihr war anzuhören das sie den kurzen Namen und das Fehlen eines Familiennamens missbilligte. Harry verschluckte sich an dem köstlichen Fleisch, eine aufdringliche Servierte tupfte ihm den Mund ab, und nickte eilig./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Darf man fragen wo ihr euch kennengelernt habt? Arbeiten Sie ebenfalls als Kurator oder im Handel magischer Antiquitäten? Sie machen einen recht ungewöhnlichen Eindruck", unterbrach Lucius höflich die peinliche Pause./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Harry lächelte nur und antwortete trocken: "Nicht direkt, Mr. Malfoy, Sir. Ihr Sohn hat mich in einer Bar gesehen und nun sitze ich hier." Er genoss die irritierten Blicke der beiden Eltern. Snape jedoch schnaubte belustigt und lehnte sich genüsslich feixend mit seinem Elfenwein zurück./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Harry wartete das auch die anderen begriffen was er andeutete, doch die Lady schüttelte nur den Kopf und murmelte: "Die Jugend findet die Liebe an seltsamen Orten." Also gut, blieb der ehemalige Lehrer wohl der Einzige, der kapierte das er nur ein One-Night-Stand war./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Kümmerst du dich ebenfalls um wertvolle Dinge?", bohrte Snape mit einem amüsierten Glitzern in den schwarzen Augen nach und warf seinem Patensohn einen überraschend liebevollen Blick zu./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Harry grinste anzüglich zu der Schönheit neben sich rüber, schnurrte: "Manchmal" und genoss es wie der Kopf des Eisprinzen knallrot wurde./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Lucius schien, wie seine Ehefrau, ebenfalls auf dem falschen Thestral zu sitzen. "Ich muss sagen, ich bin erleichtert mein Sohn", prostete er Draco zu. "Ich befürchtete bereits der Krieg hätte dir deine edelsten Stücke genommen. Nun wirklich, mit Sechsundzwanzig noch nicht verlobt zu sein, ist skandalös. Mein Vater hätte dies nicht gebilligt", verkündete er./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Eilig legte Harry eine Hand auf Dracos und hielt ihn zurück, bevor dieser seinem eigenen Vater im Muggel-Stil den Kopf einschlagen konnte. Deutlich verstimmt schluckte der ehemalige Slytherin seinen Ärger hinunter und pikste ein Stück Erumpent-Braten mit seinem Speisemesser auf./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Wisst ihr schon wie ihr Dracos Räumlichkeiten umgestalten wollt? Oder wollt ihr euch hier ein eigenes Haus errichten?", badete Lucius unwissentlich weiter im Fettnäpfchen./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Nun, ich", betonte Harry, "habe momentan noch keinen Hauptwohnsitz, aber ich überlege hier in England eins zu kaufen."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Oh, das ist ja wundervoll", seufzte Narzissa. "Gleich hinter dem Wäldchen an der Nordseite des Manors ist noch Land zu erwerben. Es gehört zum Zabini-Manor, aber Francesca plant meines Wissens nach zurück nach Italien zu reisen und ihr Anwesen daher zu vermitteln. Es ist eine malerische Landschaft, ihr Gärtner und Architekt sind wahrhaft Künstler."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Vielen Dank Narzissa, aber ich werde erst noch sehen müssen ob ich mich hier in England wirklich wohlfühle", beendete Harry höflich den Austausch./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Die Dame des Hauses schien noch etwas sagen zu wollen, doch Snape schüttelte mahnend den Kopf, sie schien den Hinweis zu verstehen und so widmeten sich alle wieder dem Essen. Irgendwann wandten sich die Gespräche den Aktienkursen zu, der geplanten Expansion von Gringotts und der neuen Handelsbestimmungen zwischen Großbritannien und dem magischen China./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Harry beugte sich zu seinem Lover und räusperte sich leise. "Hey, warum denkt deine Familie wir seien zusammen?", murmelte er. Draco fuhr sich peinlich berührt durch die Haare und rutschte auf seinem Stuhl herum./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Ebenso leise erwiderte er: "Meine Familie glaubt seit Jahren ich hätte einen geheimen Freund oder eine Freundin, sie können sich keinen anderen Grund vorstellen warum ich noch unverheiratet bin, so viele Heiratskandidaten ausschlug und ihnen nie jemanden vorstelle." Entschuldigend sah er zu Harry, der stumm die Augen rollte. "Verrate ihnen nichts, okay? Spiel einfach mit! Sonst lassen sie mich nie in Ruhe", zischte Draco. /p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Der erneut unfreiwillige Retter im Ausweglosen verzog das Gesicht, beließ es aber sonst bei einem gezischten: "Nur fürs Essen, danach bin ich weg, verstanden?" Der Malfoy-Erbe nickte erleichtert und hauchte Harry einen Kuss auf die Wange, was seine Mutter zufrieden beobachtete. Harry dagegen war gar nicht zufrieden. Aber er würde mitspielen und sie glauben lassen was sie wollten. Nur lügen würde er eben nicht. So viel Anstand hatte er immerhin./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Mit diesem Beschluss machte er sich endlich über das Essen her. Merlin, ist das köstlich, schwärmte er in Gedanken. Diese Vielfalt und die punktgenaue Zubereitung der exotischen Köstlichkeiten konnte problemlos mit Hogwarts' Küche mithalten, fand Harry. So gut hatte er seit Jahren nicht mehr gegessen, obwohl er ja schon lange nicht mehr hungern musste. Doch diese Hauselfen kochten wirklich fantastisch und so langte er ordentlich zu. Er hatte englisches Essen wirklich vermisst. So probierte er von jedem Gericht einen kompletten Teller, bevor er pappsatt im Stuhl zurück sank und sich zufrieden über seinen zum Platzen gefüllten Bauch strich. Okay, beim Nachtisch schlug er auch nochmal zu, aber wo gab es schon so wundervoll duftende Custard Tarts mit herrlich fluffigem Teig? Und ja, sieben Stück mochten leicht übertrieben sein, aber wie oft würde er schon noch so gute 5-Sterne-Kost kriegen?/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Nach dem Essen schenkte Lucius den offenbar obligatorischen Sonntäglichen Elfenwein aus. Harry verzichtete dankend, immerhin musste er nachher noch Apparieren und mit einem Schaudern erinnerte er sich zurück wie verflucht stark dieser Wein war. Er hatte ihn einmal in Skandinavien probiert und empfand wirklich keine Lust wie damals zu zersplintern oder kotzend im Tropfenden Kessel anzukommen./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Ein missbilligender Laut ertönte. Irritiert sah er sich um und sah Narzissa ihn mit eisiger Miene ihn musternd. Harry durchfuhr es kalt. Hatte sie ihn erkannt? Wie hatte er sich verraten? Er öffnete den Mund, doch keine Worte kamen heraus. Er hatte einen gewaltigen Kloß im Hals. Würde sie der Presse erzählen wie er nun aussah? Ihn als Betrüger darstellen? Hilflos sah er zu Draco, der ebenfalls alarmiert zu seiner Mutter sah. Doch die hochwohlgeborene Hexe stand nur auf, zog sich ihren Ring vom Finger und drückte ihn mit undurchdringlichem Gesicht Harry in die Hand. Ratlos starrte er auf das wertvolle Objekt aus Drachengold und Diamanten./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Es tut mir leid, Mrs. Malfoy, aber ich verstehe nicht", hauchte er mit leiser Stimme. Ihm war das alles zu viel, er war überfordert./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Die Dame schnalzte missbilligend mit der Zunge und erklärte das Draco endlich eine gute Partie gefunden hat, mit der sie auch einverstanden sein können. Doch sie werden nicht zulassen, dass er ihren Ruf ruiniert, also werden sie heiraten, und zwar schon nächste Woche./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Draco fiel vor Schreck der Löffel auf den Boden. span style="mso-spacerun: yes;" /spanSnape verschluckte sich und hustete ausgiebig, Lucius Malfoy starrte ihn mit verengten Augen an. Harry wollte einfach nur weg. Schon wieder sah man nur seinen Titel und sein Erbe in ihm./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Zissa, Liebste, ist alles in Ordnung?", fragte der Lord kühl, sichtlich auf eine Erklärung wartend, während er mit einem Schwenk seines Stabes den Paten seines Sohnes vorm Ersticken bewahrte./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Was bei Salazars haarigen Hoden …", wimmerte Draco und bekam prompt eine Schelte seiner Mutter, die er ignorierte. „Ach komm schon, es war seine Idee, ich hatte im Grunde gar kein Mitspracherecht", log er hastig. „Das ist doch kein Grund weshalb du mich überstürzt verheiraten musst!", flehte er und warf Harry einen um Verzeihung heischenden Blick zu./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Feiges Frettchen", formte Harry lautlos mit den Lippen in Dracos Richtung und starrte ihn finster an./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Bei allen guten Geistern, Frau, was ist denn los?", unterbrach Lucius ihr stummes Gespräch, deutlich genervt./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Narzissa zog Harry hoch und verkündete: "Draco und Ray bekommen ein Baby."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Warte, was?/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Stille./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Kinnladen klappten auf, ein Glas fiel um, Harry plumpste zurück auf seinen Stuhl. Das kam unerwartet./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"„Verzeihung Liebes", durchbrach Lucius mit dezentem Amüsement die Stille, „Ray erscheint mir doch recht … männlich."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Snape räusperte sich. "Nun, in anderen Ländern ist dies durchaus im Bereich des Möglichen. Spanien, Holland und ... meines Wissens nach Rumänien erlauben zum Beispiel eine neuartige, hier noch nicht zugelassene Variante des Vielsafttrankes. Dadurch wird ein männlicher Körper für ein Jahr in seine weibliche Version verwandelt."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Du meine Güte", murmelte Lucius und stürzte eilig seinen Wein hinunter./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Unleugbar ist es wirklich faszinierend", belehrte ihn der Professor. "Jedoch auch riskant. Laut der Januar-Ausgabe von em style="mso-bidi-font-style: normal;"Alchemy, Ancient Art and Science/em, ist dieses Verfahren zwar vielversprechend, bringt aber bedauerlicherweise enorme Probleme mit sich, weshalb die Person, die den Trank nimmt, unentwegt von Heilern überwacht werden muss. Die Personen nutzen oft Illusionszauber um weiterhin männlich auszusehen, wodurch immerhin die Wahrscheinlichkeit steigt eine Identiätsstörung zu vermeiden."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Sie sind also derzeit eine Frau?", versicherte sich Lucius und sah Harry mit hochgezogenen Augenbrauen an. Der blinzelte nur. Was, bei Morganas Zauberstab, ging denn hier ab?/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Auch die unerträgliche Fledermaus sah aus als würde er nun an seiner One-Night-Stand-Theorie zweifeln./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Dracos Vater wirkte eindeutig missbilligend. „Das ist inakzeptabel. Jemand unseres Standes kann sich nicht auf derartig experimentelle Versuche einlassen, die weiß Salazar welche Nebenwirkungen mit sich bringen. Zumal die Kinder reichlich verstört sein dürften, durch derartigen Irrsinn."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Narzissa wirkte nun auch leicht besorgt, riss sich aber deutlich am Riemen. "Du hast natürlich Recht, das ist wirklich eine ... ungewöhnliche Vorgehensweise ... Aber Lucius, auf diese Weise kommen wir doch zu einem Erben der Familie, der Name des ehrwürdigen Hauses Malfoy wird nicht aussterben, nur weil unser Sohn Männer bevorzugt. Ist das nicht eine positive Entwicklung?" Sie wandte sich an ihren Sohn und lächelte ihn warmherzig an. „Ich gratuliere euch beiden. Wir werden euch natürlich eine Nannyelfe kaufen um euch so gut wie möglich zu unterstützen", versprach sie./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Harry, der die ganze Zeit nur wie erstarrt dagesessen hatte und das alles verzweifelt als schrecklichen Scherz einer Bande Slytherins sehen wollte, schnaubte empört über diese Vermutungen. Eine Frau, er? Schwanger?! Hallo?! "Klär' das!", zischte er seinem Lover zwischen zusammen gebissenen Zähnen zu. Was für ein Albtraum./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Draco schien ebenfalls heillos überfordert. Er holte tief Luft und sagte dennoch mit erstaunlich fester Stimme: "Aufhören! Es genügt!" Alle starrten ihn an. Draco räusperte sich. "Ray ist keine Frau, Vater. Auch nicht Übergangsweise und auch nicht unter Illusionen. Gar nicht. Er ist ein Mann, wie ja wohl deutlich zu sehen ist", ergänzt er. Harry verschränkte die Arme und starrte finster in die Runde. Seine hellen Tätowierungen hoben sich deutlich von seinen braun gebrannten Armen ab. Der Malfoyerbe fuhr fort: "Er ist nicht Schwanger. Und er ist auch nicht mein Freund. Ich meine, wir kennen uns schon von früher, aber gestern haben wir uns zum ersten Mal seit langem wieder gesehen und, naja, also ... wir sind angetrunken miteinander ins Bett gehüpft. Ganz einfach. Was unglaublich war", fügte er an "Ray" gerichtet schnell hinzu./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Harry grinste dem schönen Blonden versöhnlich zu und genoss die entsetzen Gesichter der Reinblüter. Irgendwie war das schon witzig. Snape, als der wohl Unbeteiligste im Raum, schien das ebenso zu sehen und entschuldigte sich unbewegt, aber galant für die Unterstellungen./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Verärgert wandte sich der Lord an seine Gemahlin und zischte wie sie auf diese peinliche Vermutung kam./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Er hat so gut gegessen ... und er wollte nichts trinken ... und er hat so seinen Bauch gestreichelt ... und Draco sagte stets er bringt erst jemanden mit, wenn er auch bereit ist eine Familie zu gründen", hauchte eine sichtlich unter Schock stehende Narzissa./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Entschuldige Mutter", murmelte Draco zerknirscht. "Ich wollte vermeiden, dass ihr mich wieder wegen einer Beziehung nervt und es kam mir unpassend vor Ray als One-Night-Stand vorzustellen."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Sein Pate lachte leise, Lucius schüttelte nur den Kopf. Die Hauselften machten sich unauffällig daran den Tisch abzuräumen. Kurz wünschte sich Harry an ihre Stelle, er hätte jetzt lieber etwas um seine Hände zu beschäftigen und nicht bei diesem unangenehmen Schweigen zusammen in diesem pompösen Raum zu sitzen./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Für den Familienvorstand schien das Thema aber noch nicht vorbei zu sein. Ernst sah er seinen Sohn an. "Wie gut kennt ihr euch denn? Nichts für ungut mein Sohn, aber Draconis, es ist gefährlich mit einem losen Bekannten einfach so in hilfloser Lage die Nacht zu verbringen. Im Krieg ..."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Der Krieg ist vorbei, Vater!", warf Draco genervt ein./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Doch Lucius schien das wachzurütteln. Die nächsten - endlosen - fünf Minuten hielt sie ihrem Sohn eine Predigt die sich gewaschen hatte. Dass er sie so hatte auflaufen lassen, schien sie nicht so einfach wegstecken zu können. Harry kam unwillkürlich der trotzige Gedanke das ja wohl niemand etwas für ihre verqueren Gedankengänge konnte, aber er schwieg. Sein Liebhaber hingegen nicht. Er sprang auf und feuerte zurück. Das Slytherins keine Gefühlskalten Steine waren, wie Harry früher immer dachte, wurde in diesem Moment mehr als deutlich. Die beiden erinnerten ihn an zwei wütende Drachen. Oder Jarveys, ergänzte er in Gedanken, als er ihr gezischtes Geschimpfe so hörte. Er hasste Streit. Konzentriert sah er auf die polierte Tischplatte und versuchte die lauten Stimmen auszublenden. Nur hin und wieder drangen Satzfetzen zu ihm durch. Offenbar waren sie dazu übergegangen sich alles an den Kopf zu werfen, was sie je am anderen gestört hatte./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""... bin kein kleines Kind mehr ..."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""... die Familie bedeutet dir nichts ..."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""... habt mich direkt in den Krieg gezwungen ..."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""... undankbar, verwöhnt, gierig ..."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""... habt mich nie auf eigenen Beinen stehen lassen ..."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""... meine Entscheidung wie ich lebe und wenn ich bis hundert Single bleibe ..."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""... leichtsinnig und Gedankenlos ..."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Es reicht!", brüllte Harry und sprang auf. Er hatte genug. Die Familie sah bereits zunehmend besorgt aus und Harry hatte das Gefühl es beenden zu müssen, bevor einer etwas sagte das nicht wieder gut zu machen war. Er wollte nicht schuld sein, dass die Familie sich nach all dem, was sie während des Krieges durchgestanden hatten, nun doch zerstritten. Vielleicht war es an der Zeit ehrlich zu sein. So könnte er zumindest den Fokus von Draco ablenken und den Streit fürs Erste beenden./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Lord Malfoy, ich ... ich denke ich sollte was erklären. Wir kennen uns bereits besser als es vielleicht rüber kam. Mein Name ist nicht Ray. Oder besser gesagt, so nenne ich mich zwar auf Reisen, aber mein richtiger Name ist Harry. Draco hat mich anfangs auch nicht erkannt. Es tut mir leid, dass ich hier nichts gesagt habe, es war nicht geplant das ich mit euch esse und das hat mich etwas aus der Bahn geworfen, es tut mir wirklich aufrichtig leid."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Fassungslose Gesichter starrten ihn an. Lucius war das wohl zu viel, er lehnte sich auf seinem Stuhl nach vorne und bat, gequält seine Stirn reibend, um eine Minute. Sofort erschien ein Glas Wasser vor dem Hausherrn. Narzissa setzte sich wieder und strich sorgfältig ihr Kleid glatt, offenbar in dem Versuch sich zu sammeln und ihre Gedanken zu sortieren. Der ehemalige Spion blieb nicht so ruhig./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Ist das dein Ernst?! Du verdammter, missratener Bengel! Erst verschwindest du, niemand weiß ob du noch am Leben bist, und dann kommst du Jahre später wieder an und schleichst dich unter falschem Namen in der Gesellschaft ein? Ich sollte dich in Grund und Boden fluchen, du undankbares Kind!", fluchte er. Besorgt wich Harry einen Schritt zurück. Genau deshalb hatte er seinen Namen nicht nennen wollen./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Geht's noch?!", schrie Draco und sah sauer zu seinem Paten hinüber./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Snape schnaubte wütend, sah den ehemaligen Gryffindor mit tiefer Verachtung an, drehte sich mit fliegenden Haaren um und stürmte raus./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Setzt euch bitte", sagte Lucius. Stumm taten Draco und Harry es. "Mr. Potter … oder sollte ich Harry sagen? Ich muss sagen, dass ich wirklich enttäuscht bin, dass Sie das Gefühl hatten uns täuschen zu müssen. Der Krieg ist vorbei, meine Frau hat Ihnen das Leben gerettet, mein Sohn wollte damals unbedingt auf Ihrer Seite stehen und hatte offenkundig mit Ihnen ein kleines Tête-à-Tête und Sie haben vor dem Gamot für mich und meine Familie ausgesagt. Es besteht kein Grund sich vor uns zu verstecken."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Harry fühlte beißende Schuld in sich aufsteigen. Er hatte immer nur an sie als die fiesen Slytherins und Todesser gedacht, nie daran wie Narzissa ihr Leben riskiert hatte um sein Leben zu retten, für die bloße Chance ihren Sohn retten zu können. Oder daran wie Draco die Seiten wechselte, als er auf der Gewinner-Seite stand. Verlegen nippte er an seinem Glas./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"„Es wird hier immer einen Platz für Sie geben, Mr. Potter, wenn Sie es möchten. Ob Sie nun mit Draco zusammen sind oder nicht. Und ich denke, wir würden es alle … begrüßen, wenn Sie blieben. Insbesondere Draco", betonte Narzissa./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Harrys Blick glitt zu ihrem Sohn, der seine Mutter mit zusammengekniffenen Augen warnend ansah. Seine Wangen waren noch leicht gerötet. Wegen des Streits? Oder war es ihm unangenehm? Kurz blitzte in Harry die Hoffnung auf, dass Draco … Verärgert schalt er sich einen Narren. em style="mso-bidi-font-style: normal;"Typisch naive Gryffindors/em, seufzte er innerlich und bemühte sich, sich seine Gedanken nicht ansehen zu lassen./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"„Wissen Sie", fuhr Narzissa fort, „als wir damals zusammen in der Winkelgasse waren, um die Schulsachen für Hogwarts zu besorgen - da hat er die nächsten Tage nicht etwa von seinem bevorstehenden Schuleintritt gesprochen, von seinem Zauberstab oder dem neuesten Besenmodell, das er unbedingt haben wollte."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"„Mutter", zischte Draco und Harry bemerkte den Hauch von Entsetzten auf seinen Zügen, während Narzissa unbeirrt fortfuhr: „Stattdessen erzählte er mir von einem Jungen mit den wohl erstaunlichsten Augen, die ihn an die Farbe der Schuppen eines walisischen Grünlings erinnerten. Sein Lieblingsdrache seit Kindertagen und auch später noch-"/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"„Mutter! Genug!", zischte der Malfoyspross und seine Wangen glühten in einem dezenten Rot, was in Harry die altbekannte Neugier weckte. Auch seine eigenen Wangen brannten heiß, doch die Hoffnung loderte in ihm. Vielleicht bestand ja doch die Möglichkeit … Mühsam riss er sich am Riemen. Doch wie zu ihrer Schulzeit, konnte er einem Geheimnis nicht widerstehen, weswegen er die Gastgeberin nun auch noch ermutige, den bösartigen Seitenblick ihres Sohnes ignorierend./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"„Nein? Über was hat sich Draco sonst ausgelassen? Ich hätte gewettet unser kleiner Eisprinz hätte die nächsten Wochen nur noch von sich geredet", spottete er und stupste seinen einstigen Rivalen neckend an./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Sofort funkelten die Augen der Dame begeistert und sogar ein feines, damenhaftes Lächeln verzog ihre Lippen. „Nun, später", wiederholte sie, mit einem tadelnden Blick zu ihrem Sohn, wegen der Unterbrechung eben", „als er in Hogwarts war, handelte sein erster Brief nicht von seiner Auswahlzeremonie, sondern von dem Jungen der sein Herz gestohlen hatte – und es zu Boden warf. Jedes Jahr aufs Neue, in jedem Brief, in sämtlichen Ferien, ging es um Sie, Mr. Potter. Um das begeisterte Funkeln Ihrer Augen, das offene Lachen das er so selten zu hören bekam, die Leidenschaft Ihrer Wut, die geschmeidigen Bewegungen beim Fliegen und um Ihre Magie, die Ihn umschmeichelte, selbst wenn Sie ihn verfluchten."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Harry sah Draco sprachlos an. Die Freude brannte warm in seinem Inneren. Dieser war jedoch alles andere als begeistert./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"„MUTTER!", donnerte Draco, sein ganzer Körper zitterte, seine Fäuste bebten, während er den warnenden Blick seines Vaters ignorierte. „Es reicht. Genug von den alten Zeiten, Harry hat ja nun das Missverständnis geklärt und daher wird er jetzt gehen!", bestimmte der Blonde und riss den verstörten Schwarzhaarigen etwas unsanft aus seinem Stuhl./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"„Draco!", versuchte Narzissa ihren Sprössling zur Räson zu bringen, sichtlich nicht zufrieden mit dessen rüden Benehmen. Doch Lucius legte ihr seine Hand auf, sein Blick schien alles zu sagen und so lehnte sich die Dame zurück, nickte nur knapp und endete mit sorgfältiger Bestimmtheit: „Also, em style="mso-bidi-font-style: normal;"Harry/em, ich würde mich freuen Sie hier häufiger sehen zu dürfen". Sanft legte sie ihre Hand auf die ihres aufseufzenden Gemahls./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Harry wurde aus dem Raum gezerrt und rief etwas überrumpelt über seine Schulter: „Vielen Dank für das Essen, Mr. und Mrs. Malfoy!"/p
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p class="MsoNormalCxSpMiddle"Sie waren schon im Foyer angekommen, als er sich endlich aus dem eisernen Griff winden konnte. „Hey Draco, jetzt warte doch mal", beschwor der ehemalige Gryffindor seinen Lover, doch der schritt zielstrebig auf den Kamin zu, ließ ihm keine Wahl als zu folgen./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Angekommen griff er in eine teuer wirkende Schale und warf das grüne Pulver ins Feuer, das daraufhin grün aufloderte. „Also dann Potter. Wir sehen uns", knurrte der Blonde so eisig, dass sich Harry kurzerhand in ihre Schulzeit zurückversetzt fühlte. Sofort regte sich Trotz in ihm. Mit drei ausladenden Schritten war er ebenfalls beim Kamin angekommen, doch statt in die Flammen zu schreiten, packte er den Blonden am Kragen und presste ihn gegen den steinernen Rand./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"„Was soll das Malfoy? Eben noch haben wir uns in deinen Laken geräkelt und jetzt kommst du mir so? Nachdem ich die Scharade beim Essen mitgespielt habe, nur um dir die Schande zu ersparen – völlig umsonst im Endeffekt?!", fauchte er angepisst und für einen langen Moment starrten sie sich Wutentbrannt gegenseitig an. Nach einigen endlosen Sekunden seufzte Harry auf, lockerte seinen Griff, bevor er seine Stirn gegen die des schönen Blonden lehnte. „Es tut mir leid, aber so will ich nicht gehen, Draco."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Der Blonde sah zur Seite, mittlerweile waren auch seine Ohren von einer süßen Röte überzogen. Fasziniert strichen Harrys Finger darüber, ließen seinen Gegenüber zusammenzucken. „Ich wünschte ich könnte die letzte Stunde aus meinen Erinnerungen streichen", murmelte der Blonde nun wieder zugänglicher./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Harry lachte leise, wissend das es alles war, was er an Entschuldigungen von dem stolzen Adelssohn erwarten konnte, und stupste seine Nase sachte gegen die des ehemaligen Slytherins. „Ach ich weiß nicht. Ich war ziemlich positiv überrascht. Außer über Snape. Das habe ich nicht anders erwartet." Ein schwaches Lachen entkam seinem Gegenüber, ehe die blassen Finger sich auf seine Brust legten und ihn sanft, aber bestimmt fortschoben./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"„Nunja, es ist nicht mehr zu ändern. Du solltest dennoch jetzt gehen", murmelte Draco und deutete auf die Flammen./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Doch der Retter der Zaubererwelt schüttelte den Kopf, schlenderte in Richtung Haustür. „Ich mag flohen nicht. Ich werde apparieren. Und Draco?" Sein Lover hatte ihn zur Tür begleitet und sah ihn fragend an, während Harry begann zu grinsen. „Da du ja jetzt mehr als genügend freie Zeit zur Verfügung hast, lass uns doch nächste Woche in der Winkelgasse treffen. Ich lade dich auf eine Tasse Tee ein. Es wäre schön mehr über diese walisischen Grünlinge zu hören."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Dracos stand der Mund offen vor eindeutiger Überforderung, ehe er sich wieder fasste und ein schüchternes Lächeln, das Harry unglaublich niedlich fand, zur Schau trug. „Klingt gut."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"„Dann ist es abgemacht.", freute sich der Schwarzhaarige und einem Impuls folgend beugte er sich vor, hauchte einen keuschen Kuss auf diese einladenden Lippen und raunte: „Bis nächste Woche. Und, Draco … Ich freue mich. Das du mich mitgenommen hast." Der Slytherin verzog keine Miene und doch spürte Harry sein Strahlen. Ihre Magie umschlang einander förmlich und ließ Harrys Herz schneller schlagen. Ein Sturm tobte in den grauen Augen des Blonden./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Tja Potter, dann muss ich dich jetzt wohl leider behalten. Immer diese streunenden Löwen …", neckte er und küsste Harry seinerseits, bevor er ihn nachdrücklich nach draußen schob und, offenbar verlegen ob seiner eigenen Courage, zurück stolperte./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Lachend wandte sich Harry ab. Beschwingter als je zuvor knirschten seine Schritte über den weißen Kies. Am schmiedeeisernen Tor angekommen, wandte er sich ein letztes Mal um, sah wie Draco eilig die Tür zuschlug, und beruhigte sein rasendes Herz. Ein warmes, vorfreudiges Gefühl in seiner Brust begleitete ihn bis nach Hause, wo er sich erstmal mit einem Schluck Feuerwhiskey davon erholte, dass die Malfoys ihm beinahe ein Kind angehängt hatten. So ein verrücktes Wochenende. Und doch … zum ersten Mal, seit er sich erinnern konnte, fühlte Harry sich angekommen./p
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p class="MsoNormalCxSpMiddle"em style="mso-bidi-font-style: normal;"So, meine kleinen Schwarzleser und Tarnumhangträger, jetzt seid ihr dran!/em/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"em style="mso-bidi-font-style: normal;"Hat euch die Annäherung der beiden gefallen?/em/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"em style="mso-bidi-font-style: normal;"War die Beschreibung der Umgebung gut oder zu viel?/em/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"em style="mso-bidi-font-style: normal;"Ist der Sex peinlich, langweilig oder heiß gewesen?/em/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"em style="mso-bidi-font-style: normal;"Fandet ihr die Darstellung der Malfoys überzeugend?/em/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"em style="mso-bidi-font-style: normal;"Schießt los, was hat euch gefallen, was hat euch gestört, was habt ihr für Tipps?/em/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"em style="mso-bidi-font-style: normal;" /em/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"em style="mso-bidi-font-style: normal;"Habt eine schöne Woche, br /eure Morgana-Lilith/em/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"em style="mso-bidi-font-style: normal;"Jetzt viel Spaß beim Kapitel./em/p
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p class="MsoNormalCxSpMiddle"Den Rest des Tages blieben sie im Bett. Zwischendurch rief der doch ein bisschen verwöhnte Erbe nach einem Hauselfen um Erdbeeren in Trüffelcreme und kleine Häppchen zu ordern. Seiner Mutter gegenüber ließ er einfach ausrichten er sei noch geschafft vom Feiern und das er Zeit für sich bräuchte um über seine Zukunft nachzudenken. Das ihm diese im Moment nur bis zum nächsten Ständer wichtig war, verschwieg er natürlich./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Erst am frühen Abend brachen sie, endgültig ausgelutscht - in jeder Hinsicht - zusammen. Seufzend rappelte Harry sich vom Bett auf und begann seine Sachen zusammen zu suchen. Diesen Teil hasste er immer. Diese Minuten voller peinlich berührtem Schweigen bis man endlich gehen kann. Draco schien es nichts auszumachen. Er kramte sich neue Sachen hervor, warf Harry gut gelaunt seine Unterwäsche an den Hinterkopf und schien vollauf zufrieden mit sich und der Situation. Zurecht, wie Harry gedanklich zugeben musste. Es war zwar ein holpriger Start gewesen, aber der befriedigendste Tag seit langem./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Leise öffnete Draco die Tür und spähte den Gang entlang. Dann gab er Harry ein Zeichen und sie schlichen nach unten. Fast hätten sie es unbemerkt zur Eingangstür geschafft. Doch auf den letzten Metern öffnete sich auf einmal die Tür zu einem Salon und ausgerechnet Snape trat heraus. Verdammt, fluchte Harry und schloss ergeben die Augen. Warum grade der. Snape war dank Hermines schnellem Einsatz und einem längeren Aufenthalt im St. Mungos lebend aus der Schlacht gekommen und war aufgrund von Dumbledores Erinnerungen, die bei Gringotts lagerten, nur mit einer Kündigung und einer Strafzahlung davon gekommen. Doch wie auch Draco anfangs, schien sein ehemaliger Hasslehrer ihn nicht zu erkennen. Mit unbewegtem Gesicht sah er ihn an./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"„Ein Liebhaber, Draco? Hier? Ist dies ein Anflug einer späten Rebellion?", schnarrte er mit der verhassten höhnischen Stimme. Wenn auch mit deutlich weniger Schärfe als früher Harry gegenüber. Seine kalten Augen musterten ihn von Kopf bis Fuß. Unwillkürlich kam in Harry der Wunsch hoch den Zauberstab zu ziehen. Tief durchatmend unterdrückte er den Reflex und quälte ein höfliches Lächeln auf seine Lippen./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Noch bevor Draco etwas anderes tun konnte als planlos "Ähh, das ... also ..." zu sagen, trat nun auch seine Mutter aus dem Salon und wurde von Snape über den überraschenden „Verehrer" ihres Sohnes informiert. Harry und Draco sahen sich erschrocken an. Das war nun wirklich nicht geplant. Die sonst so miesepetrige Dame jedoch lächelte und das Strahlen ließ sie gleich zehn Jahre jünger aussehen./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"„Wie wundervoll. Draco, du hast mir nicht mitgeteilt das wir Besuch erwarten. Möchten Sie sich uns beim Dinner anschließen?", fragte sie zuvorkommend – nicht, dass es wirklich eine Frage gewesen wäre. Ein Nein stand eindeutig nicht zur Debatte. Die Dame des Hauses wartete nicht einmal auf eine Antwort, sie wirbelte elegant herum und schritt forsch Richtung Esszimmer. Zumindest vermutete Harry das./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Draco stierte finster seinen Paten nieder und zischte: "Dieses Jahr gibt es garantiert kein Geschenk, du unerträgliche Fledermaus!" Snape verzog nur die Mundwinkel zu etwas, das wohl ein Lächeln sein sollte, tätschelte seinem Patenkind in typischer Häme die Schulter und folgte Dracos Mutter. "Giftarsch", schimpfte Draco und sah Harry um Verzeihung heischend an./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Harry atmete tief durch. Ihm war schlecht und er hatte einen gewaltigen Kloß im Hals. So etwas hatte er vermeiden wollen. Wieso hatte er sich nur auf jemanden eingelassen der ihn kannte? Dennoch lächelte er dem schönen Blonden matt zu und folgte den Anderen den übertrieben edlen Flur hinab in das Esszimmer./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Als sie eintraten in das Zimmer, wich Harry wie erschlagen zurück. Dieser Raum war … wow. So etwas hatte er wirklich noch nie gesehen. Und, um ehrlich zu sein, er hätte gut darauf verzichten können. So viel zum Thema die Malfoys hätten Geschmack. Er war rund, sodass man auf den ersten Blick die geballte Opulenz ersehen konnte und alles war über und über mit Gold verziert. Die übertrieben vielen Verzierungen an den Wänden, der Decke und den Möbelstücken – alles Gold. Die grüne Wandfarbe half nicht unbedingt die Belastung auf die Augen zu verringern. Die Decke schmückte ein gewaltiges Gemälde von magischen Wesen, ein pompöser Kronleuchter, natürlich ebenfalls in sattem Gold, thronte mittig über dem Tisch. Dieser war zumindest ein bisschen schlichter, mit einer Platte aus weißem Marmor auf verschlungen goldenen Beinen. Die massiven Stühle hatten grüne Bezüge, als müsste man unbedingt deutlich machen das hier Slytherins wohnen. Völlig erschlagen wandte Harry sich Draco zu. Der hatte zumindest den Anstand peinlich berührt zu blicken. Immerhin. Allein dieses, äußert geschmacklose, Zimmer könnte ganz Hogsmeade ein komplettes Jahr lang finanzieren./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"„Das ist nur der offizieller Dinnerbereich", hauchte Draco in Harrys Ohr. „Unser privates Familien-Esszimmer ist wesentlich normaler, das schwöre ich dir!"/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Harry wurde aus seinem fassungslosen Schweigen gerissen als Lucius Malfoy, elegant wie immer, auf ihn zutrat und sich höflich vorstellte. Die blonden Haare des Familienvorstands waren in den letzten Jahren ausgebleicht zu einem sehr hellen Weißblond und ein kleines Nachkriegsbäuchlein spannte seine Robe. Das war Harry letzte Nacht gar nicht aufgefallen. Naja, er hatte auch mehr versucht sich zu verstecken, als den Vater seines früheren Rivalen zu mustern. Doch der Reinblüter strahlte noch immer dieselbe Selbstverliebtheit und Souveränität aus wie damals. Auch Lucius war auf Bewährung entlassen worden, wenn auch nur weil er beim Endkampf gekniffen hatte, Askaban völlig überfüllt war nach der Schlacht und er im Gegenzug die Winkelgasse wieder aufbaute mit seinem Gold. Von dem Deal hatten alle profitiert./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Guten Abend, mein Name ist Lucius Malfoy und wie heißen Sie, wenn ich fragen darf?", fragte der Lord und wies höflich auf einen Platz am Tisch./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Oh, entschuldigen Sie", murmelte Harry mit glühenden Ohren. Er hatte glatt vergessen das ihn keiner erkannte und er sich vorstellen musste. Sie setzten sich. "Mein Name ist ... Ray." Draco hob eine Augenbraue, schwieg aber. Harry grinste verschwörerisch in seine Richtung. Das ihn hier niemand zu erkennen schien war irgendwie unerwartet amüsant. Ray war sein Name auf Reisen gewesen, es erschien ihm passend ihn auch weiterhin zu verwenden, auch wenn die Anwesenden deutlich verstimmt waren über diese unangebrachte Kurzvorstellung. Doch sie sagten nichts, wofür Harry außerordentlich dankbar war./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Auch der Rest der Familie (und Snape) setzte sich und Harry nutzte den kurzen, chaotischen Moment um den Rest der Anwesenden zu betrachten. Narzissa Malfoy hatte sich erstaunlich gut gehalten. Ihre Frisur saß so akkurat, dass nur ein Zauber das bewerkstelligen konnte, ihr Kleid wirkte in diesem Raum geradezu dezent, trotz der sich stetig verändernden Stickerei auf der himmelblauen Seide. Snape hatte sich offenbar endlich die Haare gewaschen und geschnitten, sodass sie nun fluffig um sein markantes Gesicht fielen. Von den Falten der Bitterkeit und des ständigen Zorns konnte es dennoch schwer ablenken. Dafür war seine früher in tristem schwarz gefärbte Robe einem beinahe fröhlichen Anthrazit-Grau gewichen./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Ein goldener Teller landete vor Harry und gab dabei eine leise, kurze Klaviermelodie von sich. Er schrak auf und sah reich gefüllten Schalen dabei zu, wie sie über den Tisch wirbelten als würden sie eine Show aufführen. Das Menü war ebenso übertrieben angeberisch wie der Raum. Irgendwelche kleinen, magischen Tierwesen in aufregenden Posen erstarrt, perfekt gebraten, mit herrlich duftenden Kräutern und wirbelnden, schimmernden Saucen umschmeichelt, schwebten in die Mitte des Tisches, zerlegten sich dort wie von selbst und levitierten sich auf die Teller./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Draconis, willst du uns denn nun verraten warum du uns deinen Freund erst heute präsentierst? Und das so unerwartet, wir hätten ihn selbstverständlich gebührend in Empfang genommen, wenn wir von seinem Besuch gewusst hätten", empörte Lady Malfoy sich mit gerunzelter Stirn. Verhaltenes Glucksen ertönte von der früheren Kerkerfledermaus und übertönte das leise Klirren des Bestecks. Harry probierte stumm sein filetiertes Mondkalb./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Aber Mutter!" Draco sah aus wie Zwölf, wie er verzweifelt versuchte sich gegen seine Mutter zu behaupten, "ich wusste doch gestern nicht mal das ich heute Besuch haben würde!"/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Mrs. Malfoy wirkte pikiert. "Oh. Nun denn, ich freue mich, dass Sie entschlossen haben sich uns bei einem bescheidenen Dinner anzuschließen ... Ray, richtig?" Ihr war anzuhören das sie den kurzen Namen und das Fehlen eines Familiennamens missbilligte. Harry verschluckte sich an dem köstlichen Fleisch, eine aufdringliche Servierte tupfte ihm den Mund ab, und nickte eilig./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Darf man fragen wo ihr euch kennengelernt habt? Arbeiten Sie ebenfalls als Kurator oder im Handel magischer Antiquitäten? Sie machen einen recht ungewöhnlichen Eindruck", unterbrach Lucius höflich die peinliche Pause./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Harry lächelte nur und antwortete trocken: "Nicht direkt, Mr. Malfoy, Sir. Ihr Sohn hat mich in einer Bar gesehen und nun sitze ich hier." Er genoss die irritierten Blicke der beiden Eltern. Snape jedoch schnaubte belustigt und lehnte sich genüsslich feixend mit seinem Elfenwein zurück./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Harry wartete das auch die anderen begriffen was er andeutete, doch die Lady schüttelte nur den Kopf und murmelte: "Die Jugend findet die Liebe an seltsamen Orten." Also gut, blieb der ehemalige Lehrer wohl der Einzige, der kapierte das er nur ein One-Night-Stand war./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Kümmerst du dich ebenfalls um wertvolle Dinge?", bohrte Snape mit einem amüsierten Glitzern in den schwarzen Augen nach und warf seinem Patensohn einen überraschend liebevollen Blick zu./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Harry grinste anzüglich zu der Schönheit neben sich rüber, schnurrte: "Manchmal" und genoss es wie der Kopf des Eisprinzen knallrot wurde./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Lucius schien, wie seine Ehefrau, ebenfalls auf dem falschen Thestral zu sitzen. "Ich muss sagen, ich bin erleichtert mein Sohn", prostete er Draco zu. "Ich befürchtete bereits der Krieg hätte dir deine edelsten Stücke genommen. Nun wirklich, mit Sechsundzwanzig noch nicht verlobt zu sein, ist skandalös. Mein Vater hätte dies nicht gebilligt", verkündete er./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Eilig legte Harry eine Hand auf Dracos und hielt ihn zurück, bevor dieser seinem eigenen Vater im Muggel-Stil den Kopf einschlagen konnte. Deutlich verstimmt schluckte der ehemalige Slytherin seinen Ärger hinunter und pikste ein Stück Erumpent-Braten mit seinem Speisemesser auf./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Wisst ihr schon wie ihr Dracos Räumlichkeiten umgestalten wollt? Oder wollt ihr euch hier ein eigenes Haus errichten?", badete Lucius unwissentlich weiter im Fettnäpfchen./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Nun, ich", betonte Harry, "habe momentan noch keinen Hauptwohnsitz, aber ich überlege hier in England eins zu kaufen."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Oh, das ist ja wundervoll", seufzte Narzissa. "Gleich hinter dem Wäldchen an der Nordseite des Manors ist noch Land zu erwerben. Es gehört zum Zabini-Manor, aber Francesca plant meines Wissens nach zurück nach Italien zu reisen und ihr Anwesen daher zu vermitteln. Es ist eine malerische Landschaft, ihr Gärtner und Architekt sind wahrhaft Künstler."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Vielen Dank Narzissa, aber ich werde erst noch sehen müssen ob ich mich hier in England wirklich wohlfühle", beendete Harry höflich den Austausch./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Die Dame des Hauses schien noch etwas sagen zu wollen, doch Snape schüttelte mahnend den Kopf, sie schien den Hinweis zu verstehen und so widmeten sich alle wieder dem Essen. Irgendwann wandten sich die Gespräche den Aktienkursen zu, der geplanten Expansion von Gringotts und der neuen Handelsbestimmungen zwischen Großbritannien und dem magischen China./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Harry beugte sich zu seinem Lover und räusperte sich leise. "Hey, warum denkt deine Familie wir seien zusammen?", murmelte er. Draco fuhr sich peinlich berührt durch die Haare und rutschte auf seinem Stuhl herum./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Ebenso leise erwiderte er: "Meine Familie glaubt seit Jahren ich hätte einen geheimen Freund oder eine Freundin, sie können sich keinen anderen Grund vorstellen warum ich noch unverheiratet bin, so viele Heiratskandidaten ausschlug und ihnen nie jemanden vorstelle." Entschuldigend sah er zu Harry, der stumm die Augen rollte. "Verrate ihnen nichts, okay? Spiel einfach mit! Sonst lassen sie mich nie in Ruhe", zischte Draco. /p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Der erneut unfreiwillige Retter im Ausweglosen verzog das Gesicht, beließ es aber sonst bei einem gezischten: "Nur fürs Essen, danach bin ich weg, verstanden?" Der Malfoy-Erbe nickte erleichtert und hauchte Harry einen Kuss auf die Wange, was seine Mutter zufrieden beobachtete. Harry dagegen war gar nicht zufrieden. Aber er würde mitspielen und sie glauben lassen was sie wollten. Nur lügen würde er eben nicht. So viel Anstand hatte er immerhin./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Mit diesem Beschluss machte er sich endlich über das Essen her. Merlin, ist das köstlich, schwärmte er in Gedanken. Diese Vielfalt und die punktgenaue Zubereitung der exotischen Köstlichkeiten konnte problemlos mit Hogwarts' Küche mithalten, fand Harry. So gut hatte er seit Jahren nicht mehr gegessen, obwohl er ja schon lange nicht mehr hungern musste. Doch diese Hauselfen kochten wirklich fantastisch und so langte er ordentlich zu. Er hatte englisches Essen wirklich vermisst. So probierte er von jedem Gericht einen kompletten Teller, bevor er pappsatt im Stuhl zurück sank und sich zufrieden über seinen zum Platzen gefüllten Bauch strich. Okay, beim Nachtisch schlug er auch nochmal zu, aber wo gab es schon so wundervoll duftende Custard Tarts mit herrlich fluffigem Teig? Und ja, sieben Stück mochten leicht übertrieben sein, aber wie oft würde er schon noch so gute 5-Sterne-Kost kriegen?/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Nach dem Essen schenkte Lucius den offenbar obligatorischen Sonntäglichen Elfenwein aus. Harry verzichtete dankend, immerhin musste er nachher noch Apparieren und mit einem Schaudern erinnerte er sich zurück wie verflucht stark dieser Wein war. Er hatte ihn einmal in Skandinavien probiert und empfand wirklich keine Lust wie damals zu zersplintern oder kotzend im Tropfenden Kessel anzukommen./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Ein missbilligender Laut ertönte. Irritiert sah er sich um und sah Narzissa ihn mit eisiger Miene ihn musternd. Harry durchfuhr es kalt. Hatte sie ihn erkannt? Wie hatte er sich verraten? Er öffnete den Mund, doch keine Worte kamen heraus. Er hatte einen gewaltigen Kloß im Hals. Würde sie der Presse erzählen wie er nun aussah? Ihn als Betrüger darstellen? Hilflos sah er zu Draco, der ebenfalls alarmiert zu seiner Mutter sah. Doch die hochwohlgeborene Hexe stand nur auf, zog sich ihren Ring vom Finger und drückte ihn mit undurchdringlichem Gesicht Harry in die Hand. Ratlos starrte er auf das wertvolle Objekt aus Drachengold und Diamanten./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Es tut mir leid, Mrs. Malfoy, aber ich verstehe nicht", hauchte er mit leiser Stimme. Ihm war das alles zu viel, er war überfordert./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Die Dame schnalzte missbilligend mit der Zunge und erklärte das Draco endlich eine gute Partie gefunden hat, mit der sie auch einverstanden sein können. Doch sie werden nicht zulassen, dass er ihren Ruf ruiniert, also werden sie heiraten, und zwar schon nächste Woche./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Draco fiel vor Schreck der Löffel auf den Boden. span style="mso-spacerun: yes;" /spanSnape verschluckte sich und hustete ausgiebig, Lucius Malfoy starrte ihn mit verengten Augen an. Harry wollte einfach nur weg. Schon wieder sah man nur seinen Titel und sein Erbe in ihm./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Zissa, Liebste, ist alles in Ordnung?", fragte der Lord kühl, sichtlich auf eine Erklärung wartend, während er mit einem Schwenk seines Stabes den Paten seines Sohnes vorm Ersticken bewahrte./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Was bei Salazars haarigen Hoden …", wimmerte Draco und bekam prompt eine Schelte seiner Mutter, die er ignorierte. „Ach komm schon, es war seine Idee, ich hatte im Grunde gar kein Mitspracherecht", log er hastig. „Das ist doch kein Grund weshalb du mich überstürzt verheiraten musst!", flehte er und warf Harry einen um Verzeihung heischenden Blick zu./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Feiges Frettchen", formte Harry lautlos mit den Lippen in Dracos Richtung und starrte ihn finster an./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Bei allen guten Geistern, Frau, was ist denn los?", unterbrach Lucius ihr stummes Gespräch, deutlich genervt./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Narzissa zog Harry hoch und verkündete: "Draco und Ray bekommen ein Baby."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Warte, was?/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Stille./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Kinnladen klappten auf, ein Glas fiel um, Harry plumpste zurück auf seinen Stuhl. Das kam unerwartet./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"„Verzeihung Liebes", durchbrach Lucius mit dezentem Amüsement die Stille, „Ray erscheint mir doch recht … männlich."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Snape räusperte sich. "Nun, in anderen Ländern ist dies durchaus im Bereich des Möglichen. Spanien, Holland und ... meines Wissens nach Rumänien erlauben zum Beispiel eine neuartige, hier noch nicht zugelassene Variante des Vielsafttrankes. Dadurch wird ein männlicher Körper für ein Jahr in seine weibliche Version verwandelt."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Du meine Güte", murmelte Lucius und stürzte eilig seinen Wein hinunter./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Unleugbar ist es wirklich faszinierend", belehrte ihn der Professor. "Jedoch auch riskant. Laut der Januar-Ausgabe von em style="mso-bidi-font-style: normal;"Alchemy, Ancient Art and Science/em, ist dieses Verfahren zwar vielversprechend, bringt aber bedauerlicherweise enorme Probleme mit sich, weshalb die Person, die den Trank nimmt, unentwegt von Heilern überwacht werden muss. Die Personen nutzen oft Illusionszauber um weiterhin männlich auszusehen, wodurch immerhin die Wahrscheinlichkeit steigt eine Identiätsstörung zu vermeiden."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Sie sind also derzeit eine Frau?", versicherte sich Lucius und sah Harry mit hochgezogenen Augenbrauen an. Der blinzelte nur. Was, bei Morganas Zauberstab, ging denn hier ab?/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Auch die unerträgliche Fledermaus sah aus als würde er nun an seiner One-Night-Stand-Theorie zweifeln./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Dracos Vater wirkte eindeutig missbilligend. „Das ist inakzeptabel. Jemand unseres Standes kann sich nicht auf derartig experimentelle Versuche einlassen, die weiß Salazar welche Nebenwirkungen mit sich bringen. Zumal die Kinder reichlich verstört sein dürften, durch derartigen Irrsinn."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Narzissa wirkte nun auch leicht besorgt, riss sich aber deutlich am Riemen. "Du hast natürlich Recht, das ist wirklich eine ... ungewöhnliche Vorgehensweise ... Aber Lucius, auf diese Weise kommen wir doch zu einem Erben der Familie, der Name des ehrwürdigen Hauses Malfoy wird nicht aussterben, nur weil unser Sohn Männer bevorzugt. Ist das nicht eine positive Entwicklung?" Sie wandte sich an ihren Sohn und lächelte ihn warmherzig an. „Ich gratuliere euch beiden. Wir werden euch natürlich eine Nannyelfe kaufen um euch so gut wie möglich zu unterstützen", versprach sie./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Harry, der die ganze Zeit nur wie erstarrt dagesessen hatte und das alles verzweifelt als schrecklichen Scherz einer Bande Slytherins sehen wollte, schnaubte empört über diese Vermutungen. Eine Frau, er? Schwanger?! Hallo?! "Klär' das!", zischte er seinem Lover zwischen zusammen gebissenen Zähnen zu. Was für ein Albtraum./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Draco schien ebenfalls heillos überfordert. Er holte tief Luft und sagte dennoch mit erstaunlich fester Stimme: "Aufhören! Es genügt!" Alle starrten ihn an. Draco räusperte sich. "Ray ist keine Frau, Vater. Auch nicht Übergangsweise und auch nicht unter Illusionen. Gar nicht. Er ist ein Mann, wie ja wohl deutlich zu sehen ist", ergänzt er. Harry verschränkte die Arme und starrte finster in die Runde. Seine hellen Tätowierungen hoben sich deutlich von seinen braun gebrannten Armen ab. Der Malfoyerbe fuhr fort: "Er ist nicht Schwanger. Und er ist auch nicht mein Freund. Ich meine, wir kennen uns schon von früher, aber gestern haben wir uns zum ersten Mal seit langem wieder gesehen und, naja, also ... wir sind angetrunken miteinander ins Bett gehüpft. Ganz einfach. Was unglaublich war", fügte er an "Ray" gerichtet schnell hinzu./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Harry grinste dem schönen Blonden versöhnlich zu und genoss die entsetzen Gesichter der Reinblüter. Irgendwie war das schon witzig. Snape, als der wohl Unbeteiligste im Raum, schien das ebenso zu sehen und entschuldigte sich unbewegt, aber galant für die Unterstellungen./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Verärgert wandte sich der Lord an seine Gemahlin und zischte wie sie auf diese peinliche Vermutung kam./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Er hat so gut gegessen ... und er wollte nichts trinken ... und er hat so seinen Bauch gestreichelt ... und Draco sagte stets er bringt erst jemanden mit, wenn er auch bereit ist eine Familie zu gründen", hauchte eine sichtlich unter Schock stehende Narzissa./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Entschuldige Mutter", murmelte Draco zerknirscht. "Ich wollte vermeiden, dass ihr mich wieder wegen einer Beziehung nervt und es kam mir unpassend vor Ray als One-Night-Stand vorzustellen."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Sein Pate lachte leise, Lucius schüttelte nur den Kopf. Die Hauselften machten sich unauffällig daran den Tisch abzuräumen. Kurz wünschte sich Harry an ihre Stelle, er hätte jetzt lieber etwas um seine Hände zu beschäftigen und nicht bei diesem unangenehmen Schweigen zusammen in diesem pompösen Raum zu sitzen./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Für den Familienvorstand schien das Thema aber noch nicht vorbei zu sein. Ernst sah er seinen Sohn an. "Wie gut kennt ihr euch denn? Nichts für ungut mein Sohn, aber Draconis, es ist gefährlich mit einem losen Bekannten einfach so in hilfloser Lage die Nacht zu verbringen. Im Krieg ..."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Der Krieg ist vorbei, Vater!", warf Draco genervt ein./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Doch Lucius schien das wachzurütteln. Die nächsten - endlosen - fünf Minuten hielt sie ihrem Sohn eine Predigt die sich gewaschen hatte. Dass er sie so hatte auflaufen lassen, schien sie nicht so einfach wegstecken zu können. Harry kam unwillkürlich der trotzige Gedanke das ja wohl niemand etwas für ihre verqueren Gedankengänge konnte, aber er schwieg. Sein Liebhaber hingegen nicht. Er sprang auf und feuerte zurück. Das Slytherins keine Gefühlskalten Steine waren, wie Harry früher immer dachte, wurde in diesem Moment mehr als deutlich. Die beiden erinnerten ihn an zwei wütende Drachen. Oder Jarveys, ergänzte er in Gedanken, als er ihr gezischtes Geschimpfe so hörte. Er hasste Streit. Konzentriert sah er auf die polierte Tischplatte und versuchte die lauten Stimmen auszublenden. Nur hin und wieder drangen Satzfetzen zu ihm durch. Offenbar waren sie dazu übergegangen sich alles an den Kopf zu werfen, was sie je am anderen gestört hatte./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""... bin kein kleines Kind mehr ..."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""... die Familie bedeutet dir nichts ..."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""... habt mich direkt in den Krieg gezwungen ..."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""... undankbar, verwöhnt, gierig ..."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""... habt mich nie auf eigenen Beinen stehen lassen ..."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""... meine Entscheidung wie ich lebe und wenn ich bis hundert Single bleibe ..."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""... leichtsinnig und Gedankenlos ..."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Es reicht!", brüllte Harry und sprang auf. Er hatte genug. Die Familie sah bereits zunehmend besorgt aus und Harry hatte das Gefühl es beenden zu müssen, bevor einer etwas sagte das nicht wieder gut zu machen war. Er wollte nicht schuld sein, dass die Familie sich nach all dem, was sie während des Krieges durchgestanden hatten, nun doch zerstritten. Vielleicht war es an der Zeit ehrlich zu sein. So könnte er zumindest den Fokus von Draco ablenken und den Streit fürs Erste beenden./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Lord Malfoy, ich ... ich denke ich sollte was erklären. Wir kennen uns bereits besser als es vielleicht rüber kam. Mein Name ist nicht Ray. Oder besser gesagt, so nenne ich mich zwar auf Reisen, aber mein richtiger Name ist Harry. Draco hat mich anfangs auch nicht erkannt. Es tut mir leid, dass ich hier nichts gesagt habe, es war nicht geplant das ich mit euch esse und das hat mich etwas aus der Bahn geworfen, es tut mir wirklich aufrichtig leid."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Fassungslose Gesichter starrten ihn an. Lucius war das wohl zu viel, er lehnte sich auf seinem Stuhl nach vorne und bat, gequält seine Stirn reibend, um eine Minute. Sofort erschien ein Glas Wasser vor dem Hausherrn. Narzissa setzte sich wieder und strich sorgfältig ihr Kleid glatt, offenbar in dem Versuch sich zu sammeln und ihre Gedanken zu sortieren. Der ehemalige Spion blieb nicht so ruhig./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Ist das dein Ernst?! Du verdammter, missratener Bengel! Erst verschwindest du, niemand weiß ob du noch am Leben bist, und dann kommst du Jahre später wieder an und schleichst dich unter falschem Namen in der Gesellschaft ein? Ich sollte dich in Grund und Boden fluchen, du undankbares Kind!", fluchte er. Besorgt wich Harry einen Schritt zurück. Genau deshalb hatte er seinen Namen nicht nennen wollen./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Geht's noch?!", schrie Draco und sah sauer zu seinem Paten hinüber./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Snape schnaubte wütend, sah den ehemaligen Gryffindor mit tiefer Verachtung an, drehte sich mit fliegenden Haaren um und stürmte raus./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Setzt euch bitte", sagte Lucius. Stumm taten Draco und Harry es. "Mr. Potter … oder sollte ich Harry sagen? Ich muss sagen, dass ich wirklich enttäuscht bin, dass Sie das Gefühl hatten uns täuschen zu müssen. Der Krieg ist vorbei, meine Frau hat Ihnen das Leben gerettet, mein Sohn wollte damals unbedingt auf Ihrer Seite stehen und hatte offenkundig mit Ihnen ein kleines Tête-à-Tête und Sie haben vor dem Gamot für mich und meine Familie ausgesagt. Es besteht kein Grund sich vor uns zu verstecken."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Harry fühlte beißende Schuld in sich aufsteigen. Er hatte immer nur an sie als die fiesen Slytherins und Todesser gedacht, nie daran wie Narzissa ihr Leben riskiert hatte um sein Leben zu retten, für die bloße Chance ihren Sohn retten zu können. Oder daran wie Draco die Seiten wechselte, als er auf der Gewinner-Seite stand. Verlegen nippte er an seinem Glas./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"„Es wird hier immer einen Platz für Sie geben, Mr. Potter, wenn Sie es möchten. Ob Sie nun mit Draco zusammen sind oder nicht. Und ich denke, wir würden es alle … begrüßen, wenn Sie blieben. Insbesondere Draco", betonte Narzissa./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Harrys Blick glitt zu ihrem Sohn, der seine Mutter mit zusammengekniffenen Augen warnend ansah. Seine Wangen waren noch leicht gerötet. Wegen des Streits? Oder war es ihm unangenehm? Kurz blitzte in Harry die Hoffnung auf, dass Draco … Verärgert schalt er sich einen Narren. em style="mso-bidi-font-style: normal;"Typisch naive Gryffindors/em, seufzte er innerlich und bemühte sich, sich seine Gedanken nicht ansehen zu lassen./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"„Wissen Sie", fuhr Narzissa fort, „als wir damals zusammen in der Winkelgasse waren, um die Schulsachen für Hogwarts zu besorgen - da hat er die nächsten Tage nicht etwa von seinem bevorstehenden Schuleintritt gesprochen, von seinem Zauberstab oder dem neuesten Besenmodell, das er unbedingt haben wollte."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"„Mutter", zischte Draco und Harry bemerkte den Hauch von Entsetzten auf seinen Zügen, während Narzissa unbeirrt fortfuhr: „Stattdessen erzählte er mir von einem Jungen mit den wohl erstaunlichsten Augen, die ihn an die Farbe der Schuppen eines walisischen Grünlings erinnerten. Sein Lieblingsdrache seit Kindertagen und auch später noch-"/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"„Mutter! Genug!", zischte der Malfoyspross und seine Wangen glühten in einem dezenten Rot, was in Harry die altbekannte Neugier weckte. Auch seine eigenen Wangen brannten heiß, doch die Hoffnung loderte in ihm. Vielleicht bestand ja doch die Möglichkeit … Mühsam riss er sich am Riemen. Doch wie zu ihrer Schulzeit, konnte er einem Geheimnis nicht widerstehen, weswegen er die Gastgeberin nun auch noch ermutige, den bösartigen Seitenblick ihres Sohnes ignorierend./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"„Nein? Über was hat sich Draco sonst ausgelassen? Ich hätte gewettet unser kleiner Eisprinz hätte die nächsten Wochen nur noch von sich geredet", spottete er und stupste seinen einstigen Rivalen neckend an./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Sofort funkelten die Augen der Dame begeistert und sogar ein feines, damenhaftes Lächeln verzog ihre Lippen. „Nun, später", wiederholte sie, mit einem tadelnden Blick zu ihrem Sohn, wegen der Unterbrechung eben", „als er in Hogwarts war, handelte sein erster Brief nicht von seiner Auswahlzeremonie, sondern von dem Jungen der sein Herz gestohlen hatte – und es zu Boden warf. Jedes Jahr aufs Neue, in jedem Brief, in sämtlichen Ferien, ging es um Sie, Mr. Potter. Um das begeisterte Funkeln Ihrer Augen, das offene Lachen das er so selten zu hören bekam, die Leidenschaft Ihrer Wut, die geschmeidigen Bewegungen beim Fliegen und um Ihre Magie, die Ihn umschmeichelte, selbst wenn Sie ihn verfluchten."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Harry sah Draco sprachlos an. Die Freude brannte warm in seinem Inneren. Dieser war jedoch alles andere als begeistert./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"„MUTTER!", donnerte Draco, sein ganzer Körper zitterte, seine Fäuste bebten, während er den warnenden Blick seines Vaters ignorierte. „Es reicht. Genug von den alten Zeiten, Harry hat ja nun das Missverständnis geklärt und daher wird er jetzt gehen!", bestimmte der Blonde und riss den verstörten Schwarzhaarigen etwas unsanft aus seinem Stuhl./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"„Draco!", versuchte Narzissa ihren Sprössling zur Räson zu bringen, sichtlich nicht zufrieden mit dessen rüden Benehmen. Doch Lucius legte ihr seine Hand auf, sein Blick schien alles zu sagen und so lehnte sich die Dame zurück, nickte nur knapp und endete mit sorgfältiger Bestimmtheit: „Also, em style="mso-bidi-font-style: normal;"Harry/em, ich würde mich freuen Sie hier häufiger sehen zu dürfen". Sanft legte sie ihre Hand auf die ihres aufseufzenden Gemahls./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Harry wurde aus dem Raum gezerrt und rief etwas überrumpelt über seine Schulter: „Vielen Dank für das Essen, Mr. und Mrs. Malfoy!"/p
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p class="MsoNormalCxSpMiddle"Sie waren schon im Foyer angekommen, als er sich endlich aus dem eisernen Griff winden konnte. „Hey Draco, jetzt warte doch mal", beschwor der ehemalige Gryffindor seinen Lover, doch der schritt zielstrebig auf den Kamin zu, ließ ihm keine Wahl als zu folgen./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Angekommen griff er in eine teuer wirkende Schale und warf das grüne Pulver ins Feuer, das daraufhin grün aufloderte. „Also dann Potter. Wir sehen uns", knurrte der Blonde so eisig, dass sich Harry kurzerhand in ihre Schulzeit zurückversetzt fühlte. Sofort regte sich Trotz in ihm. Mit drei ausladenden Schritten war er ebenfalls beim Kamin angekommen, doch statt in die Flammen zu schreiten, packte er den Blonden am Kragen und presste ihn gegen den steinernen Rand./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"„Was soll das Malfoy? Eben noch haben wir uns in deinen Laken geräkelt und jetzt kommst du mir so? Nachdem ich die Scharade beim Essen mitgespielt habe, nur um dir die Schande zu ersparen – völlig umsonst im Endeffekt?!", fauchte er angepisst und für einen langen Moment starrten sie sich Wutentbrannt gegenseitig an. Nach einigen endlosen Sekunden seufzte Harry auf, lockerte seinen Griff, bevor er seine Stirn gegen die des schönen Blonden lehnte. „Es tut mir leid, aber so will ich nicht gehen, Draco."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Der Blonde sah zur Seite, mittlerweile waren auch seine Ohren von einer süßen Röte überzogen. Fasziniert strichen Harrys Finger darüber, ließen seinen Gegenüber zusammenzucken. „Ich wünschte ich könnte die letzte Stunde aus meinen Erinnerungen streichen", murmelte der Blonde nun wieder zugänglicher./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Harry lachte leise, wissend das es alles war, was er an Entschuldigungen von dem stolzen Adelssohn erwarten konnte, und stupste seine Nase sachte gegen die des ehemaligen Slytherins. „Ach ich weiß nicht. Ich war ziemlich positiv überrascht. Außer über Snape. Das habe ich nicht anders erwartet." Ein schwaches Lachen entkam seinem Gegenüber, ehe die blassen Finger sich auf seine Brust legten und ihn sanft, aber bestimmt fortschoben./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"„Nunja, es ist nicht mehr zu ändern. Du solltest dennoch jetzt gehen", murmelte Draco und deutete auf die Flammen./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Doch der Retter der Zaubererwelt schüttelte den Kopf, schlenderte in Richtung Haustür. „Ich mag flohen nicht. Ich werde apparieren. Und Draco?" Sein Lover hatte ihn zur Tür begleitet und sah ihn fragend an, während Harry begann zu grinsen. „Da du ja jetzt mehr als genügend freie Zeit zur Verfügung hast, lass uns doch nächste Woche in der Winkelgasse treffen. Ich lade dich auf eine Tasse Tee ein. Es wäre schön mehr über diese walisischen Grünlinge zu hören."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Dracos stand der Mund offen vor eindeutiger Überforderung, ehe er sich wieder fasste und ein schüchternes Lächeln, das Harry unglaublich niedlich fand, zur Schau trug. „Klingt gut."/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"„Dann ist es abgemacht.", freute sich der Schwarzhaarige und einem Impuls folgend beugte er sich vor, hauchte einen keuschen Kuss auf diese einladenden Lippen und raunte: „Bis nächste Woche. Und, Draco … Ich freue mich. Das du mich mitgenommen hast." Der Slytherin verzog keine Miene und doch spürte Harry sein Strahlen. Ihre Magie umschlang einander förmlich und ließ Harrys Herz schneller schlagen. Ein Sturm tobte in den grauen Augen des Blonden./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle""Tja Potter, dann muss ich dich jetzt wohl leider behalten. Immer diese streunenden Löwen …", neckte er und küsste Harry seinerseits, bevor er ihn nachdrücklich nach draußen schob und, offenbar verlegen ob seiner eigenen Courage, zurück stolperte./p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"Lachend wandte sich Harry ab. Beschwingter als je zuvor knirschten seine Schritte über den weißen Kies. Am schmiedeeisernen Tor angekommen, wandte er sich ein letztes Mal um, sah wie Draco eilig die Tür zuschlug, und beruhigte sein rasendes Herz. Ein warmes, vorfreudiges Gefühl in seiner Brust begleitete ihn bis nach Hause, wo er sich erstmal mit einem Schluck Feuerwhiskey davon erholte, dass die Malfoys ihm beinahe ein Kind angehängt hatten. So ein verrücktes Wochenende. Und doch … zum ersten Mal, seit er sich erinnern konnte, fühlte Harry sich angekommen./p
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p class="MsoNormalCxSpMiddle"em style="mso-bidi-font-style: normal;"So, meine kleinen Schwarzleser und Tarnumhangträger, jetzt seid ihr dran!/em/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"em style="mso-bidi-font-style: normal;"Hat euch die Annäherung der beiden gefallen?/em/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"em style="mso-bidi-font-style: normal;"War die Beschreibung der Umgebung gut oder zu viel?/em/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"em style="mso-bidi-font-style: normal;"Ist der Sex peinlich, langweilig oder heiß gewesen?/em/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"em style="mso-bidi-font-style: normal;"Fandet ihr die Darstellung der Malfoys überzeugend?/em/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"em style="mso-bidi-font-style: normal;"Schießt los, was hat euch gefallen, was hat euch gestört, was habt ihr für Tipps?/em/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"em style="mso-bidi-font-style: normal;" /em/p
p class="MsoNormalCxSpMiddle"em style="mso-bidi-font-style: normal;"Habt eine schöne Woche, br /eure Morgana-Lilith/em/p
