Ein Interview mit Edward
Also, meine Leser, damit ihr euch nicht langweilt, hab ich euch erstmal ein kleines Pausen-Kapitel geschrieben. Ich hoffe, es gefällt euch!
Durch ein Beschwörungsritual der drei Hexen aus „Charmed", haben Fans den jungen (na ja, vielleicht auch nicht ganz so jung …), gutaussehenden, hypnotischen Edward Cullen aus dem Buch „Bis(s) zum Morgengrauen" heraufbeschworen, der jetzt verwirrt auf einem Stuhl, irgendwo in einem Raum mitten in Berlin Stadtmitte sitzt. Entgeistert schaut er mich an. Na dann kann's ja losgehen!
„Edward trifft Bella, Bella trifft Eddie.", begann ich und schaute Edward an, der mich immer noch verwirrt anstarrte.
„Hey! Nenn mich nicht Eddie!" Ui, aggressiv … Also ich finds sexy! Hehe …
„Ok, ok. Also Edward. Besser?" Ich kicherte. Er hatte also noch immer keine Ahnung, wo er war.
„Sehr viel besser. Mach weiter. Aber, wo bin ich eigentlich?"
„Also, wie gesagt treffen sie sich und bleiben für immer zusammen. Wo du bist? Das verrate ich nicht." Er schien verärgert zu sein.
„Du hast etwas vergessen." Hm? Ich dachte, er würde sich aufregen, weil er wieder zurück ins Buch wollte. Zurück ins Buch … Wie hörte sich das denn an! Wir sind doch nicht in der Welt von Maggie aus „Tintenherz" …
„Was habe ich vergessen?", fragte ich ihn verwirrt.
„Du weißt genau, was." Er schaute mich mit seinem hypnotischen Blick an. Oh Gott! Dass ich so was einmal zu sehen bekomme! Ein richtiges Weltwunder!!! Aber was hatte ich denn vergessen? Er wartete, und schien wohl immer noch sauer zu sein. Wie süß! Es sieht immer so niedlich aus, wenn er sich aufregte. Nicht hyperventillieren. Es läuft noch alles nach Plan.
„Oh. Ah ja, richtig. Also, sie verliebten sich ineinander. Wie sehr ich mir wünsche, mit Bella den Platz tauschen zu können … Hat die es gut. Die kann wenigstens mit Edward", ich stockte und merkte, was ich da überhaupt sagte. Mein Gesicht wurde knallrot. Das war überhaupt nicht gut … Jetzt schaute er mich an – sichtlich amüsiert. Auch das noch.
„Ok, erzähl mal weiter.", sagte er, und verschränkte die Arme vor seiner Brust.
„Da gibt's nicht mehr viel zu sagen."
„Hm? Ich dachte, du liebst mich."
„Hä? Liebst du nicht Bella?"
„Ja, doch. Aber ich meinte dies, als ein Fan." Ach so …
„Ja, klar liebe ich dich!" Mist. „Äh, ist ja auch egal. Aber warum hast du das denn nicht früher gesagt?"
„Hab ich nicht?"
„Nö. Also Eddie"
„Nenn-mich-nicht-Eddie!"
„Wieso denn nicht – Eddie?"
„Wage es nicht …"
„… mich noch einmal Eddie zu nennen "
„Aaaaargh!" Hach, wie süß das aussieht, wenn er wütend wird!
„Also Eddie" Er seufzte. Er war eindeutig genervt. Juhuuu!
„Also gut. Was ist?"
„Ich dachte mir, du möchtest vielleicht etwas trinken." Jetzt schaute er mich an, als wäre das gerade eben ein Scherz gewesen.
„Ich glaube nicht, dass du"
„Aber natürlich habe ich! Zwar nicht ganz dein Favorit, aber na ja. Magst du Hasen-Geschmack? Oder willst du vielleicht doch lieber Puma? Lässt sich noch arrangieren …"
„Es würde besser sein, aber wo wir jetzt schon dabei sind …" Ich reichte ihm das Glas Hasenblut.
„Hier. Bitte."
„Danke."
„Also, weiter geht's."
„Weiter mit was?" Er saß da, hielt sein Glas in der Hand … Ich wäre jetzt am Liebsten zu ihm hingerannt und hätte ihn das Glas weggerissen, auf seinem Schoß geworfen und ihn dann abgeknutscht. Aber wer weiß, ob er mich dann nicht weggeschubst hätte … Oh, er kann doch bestimmt meine Gedanken lesen, oder?
„Wieso kann ich ihre Gedanken nicht lesen? Ist sie auch so ein Sonderfall wie Bella?" Sonderfall? Schönen Dank auch. Na ja, aber wie könnte er denn, wenn ich mein „Anti-Gedankenleser-Spray" benutzt hatte?
„Na, was wohl? Weiter mit dem Interview, du Dummerchen."
„Das hier ist ein INTERVIEW?"
„Ja, klar! Schließlich bist du ja nicht mehr in Forks, sondern in Deutschland. Also, mach Sitz und sei brav, ja?"
„Ich bin nicht mehr in Forks??? BELLA!"
„Schhh, komm mal wieder runter! Du bist sozusagen eine erfundene Figur aus einem Buch, also"
„Ich bin was?"
„Lässt du mich wohl ausreden?", fuhr ich ihn an, er setzte sich erschrocken hin. Ich musste mir ein Kichern unterdrücken. „Eine Frau, namens Stephenie Meyer hat von dir und Bella geträumt, und um diesen Traum nicht zu vergessen, hat sie ihn aufgeschrieben, und dann ´ne Story draus gemacht. Schau – all deine Fans. Lovely."
„Damit hätten wir das ja wohl geklärt. Obwohl – ich habe ja wirklich sehr viele Fans … Kann ich jetzt nach Forks zurück? Bella wird jeden Moment aufwachen und dann ausrasten, wenn sie merkt, dass ich nicht da bin!"
„Ich, wir sind noch nicht fertig. Tut mir Leid für Bella, aber die muss noch ein wenig warten. Sorry." Er knurrte, blieb aber sitzen. Hm, meine Autorität lässt mich also nicht im Stich. Gut zu wissen.
„Hey, sei nicht sauer auf mich, ok? Es ist schließlich nicht meine Schuld. Ich mach dies ja nur, damit die Fans ihren Willen bekommen. Darunter natürlich auch ich!"
„Du gehst mir echt auf die Nerven …"
„Gleichfalls, also weiter geht's, Eddie."
„Edward!"
„Ja, ok. Also. Hast du schon mal mit Bella geschla-"
„Hey! Das geht dich nichts an!"
„Na ja, doch. Bella will dies schließlich, und sie hat mich gefragt, ob du das jemals vorhattest, es zu tun."
„Hat sie dich gefragt?"
„Klar, was denkst du denn? Hast du ihren Geruch hier in diesem Raum nicht bemerkt? Sie war schon hier und hat ebenfalls ein Interview gehalten. Und sie war nicht so ein Sturkopf, wie du." Ich guckte ihn grimmig an. „Oh, was ist das? Edward wird ja rot!!! Oh, wie süß! Lass mich ein Foto davon machen!"
„N-nein, nein. Ich muss gehen, Ciao."
„Och komm schon, Sweetie. Nur ein Bild!"
„Nenn mich nicht so. Nur Bella darf das."
„Ach ja? Und warum hat sie sich dann bei mir beschwert, dass sie es nicht darf, hm?"
Stille. „Wenn sie dich zum Beispiel so nennt, dann tickst du sofort aus, und wirst sauer. Und als sie dann hier ein Gespräch mit mir hatte, hat sie dich schließlich Freak genannt. So."
Wieder Stille.
„Kann ich jetzt bitte, bitte gehen?" Mein Gott, ist er süß!
„Ja, vielleicht. Aber erst will ich ein Foto von dir –und mir." Seufzend erhob er sich, ich platzierte die Kamera an der richtigen Stelle, und stellte mich neben ihn. Obwohl …
„Nein, ich will auf deinem Schoß sitzen." Er schaute mich unergründlich an, setzte sich aber wieder, und ich setzte mich auf seinen Schoß. Dann leuchtete der Blitz auf.
„Ich muss gestehen, dass du eigentlich ziemlich gut riechst.", sagte er, an mich gewandt. Ich wurde knallrot und schaute weg.
„Kann ich jetzt gehen?"
„Ähm, ne."
„Was denn noch?", fragte er genervt.
„Ein Autogramm." Ich zückte das Foto, das ich aufgenommen hatte und reichte es ihm. Er unterschrieb es schnell, und ich schaffte es noch nicht einmal, zu blinzeln. Dann reichte er es mir. Ich wäre beinahe in Ohnmacht gefallen, sosehr freute ich mich.
„Und jetzt?", fragte er mich.
„Ja, vielleicht. Aber ich fürchte, dass ich nicht weiß, wie du wieder ins Buch zurückkommst."
Er stöhnte auf, dann blickte er auf die Uhr.
„Bella wird sich bestimmt schon Sorgen machen!"
„Wird sie nicht. Sie weiß schon, dass du hier sitzt.", sagte ich munter. Und dann hatte ich die Idee.
„Beiß mich."
„Hä?"
„Ich hab gesagt, du sollst mich beißen. Und dann darfst du auch wieder zurück."
„Und was ist, wenn du mich reinlegst??"
„Kein Sorge. Ich meine es wirklich ernst. Ich möchte schließlich genauso werden, wie du." Er schaute mich verunsichert an.
„Los, mach schon. Willst du nun zu deiner Bella, oder nicht??"
„Ja, doch."
„Dann mach." Widerwillig stand er wieder auf, nahm meine Hand, und biss zu. Zufrieden mit sich selbst schaute er dann wieder auf.
„Wow, das ging ja einfach."
„Ja, vielleicht verwandelst du Bella dann endlich mal."
„Und wie komme ich jetzt wieder zurück?"
„Drück einfach auf den roten Knopf, da in der Ecke und stell dich neben das Buch. Dann wirst du in ein paar Sekunden wieder in Forks sein. Aber ich warne dich: An dieses Interview wirst du dich noch dein ganzes Leben lang erinnern."
Und damit fing der Schmerz an. Edward trug mich noch in mein Schlafzimmer, verabschiedete sich und gab mir noch ein kleines Küsschen auf die Stirn und schon war er weg.
Als ich schließlich ein Vampir war, verbrachte ich meine Zeit damit, andere Leute zu verwandeln, ich wurde zum Filmstar und so wurde ich weltberühmt. Und wem hatte ich dies zu verdanken? Natürlich Edward, und den drei „Charmed" Hexen, ohne die er überhaupt nicht zu uns nach Deutschland gekommen wäre.
Inzwischen wieder bei Bella & Edward in Forks
„Und? Wie war das Interview?", fragte Bella mich, als ich zu ihr ins Zimmer gebeamt worden war. Ich schaute sie genervt an. „Was?"
„Du nennst mich einen Freak?"
„Na ja, du willst doch anders nicht genannt werden.", murmelte sie.
„Ok, ok. Meinetwegen darfst du mich so nennen, wie du willst."
„Okay, Eddie!"
„Aber, bitte, bitte nicht Eddie!" Sie hatte einfach keine Ahnung …
„Na, schön." Jetzt dachte ich daran, wie einfach es für mich gewesen war, als ich dieses andere Mädchen gebissen hatte.
„Und du willst wirklich zum Vampir werden?" Sofort war sie aufgeregt.
„Ja!!"
„Okay, morgen nach der Schule.", sagte ich mit einem breitem Grinsen und ihre Auge fielen fast aus ihrem wunderschönen Gesicht. „Kein Scherz. Ich mache Ernst."
Sie fiel mir um den Hals und legte sich anschließend schlafen.
Am Samstag war sie dann bereits ein Vampir und sie schien sehr zufrieden zu sein. Alice konnte es schon nicht abwarten, die Hochzeit zu planen … Und ich hatte wohl auch kein Problem damit, es zu tun, was Bella auch zufrieden feststellte.
ENDE
