You Found Me
A.N.:
Das Lied „You Found Me" von Kelly Clarkson hat mir sehr bei
diesem Kapitel geholfen. Danke, Kelly!
Ich bin echt neugierig,
was ihr unter diesem Titel versteht. Vielleicht kommen Edward und
Bella ja jetzt zusammen? Oder auch nicht. Ihr werdet es ja
sehen.
AnN: Vielleicht wird sich dein Wunsch bald erfüllen, und
sie kommen wirklich zusammen. hehe
Twilight2: Nochmals danke
für deine Liebe Nachricht Es hat mich echt gefreut! Ich bin
übrigens auch gespannt, wie Bella reagieren wird. gg
Thunderbird:
Ja ja, ich weiß, dass ich dir mit dem Referat deine Laune verdorben
habe, Alex, tut mir echt leid. Aber ich wollte ja nicht mein
Referatsthema nehmen, also hab ich deins genommen, weil mir nicht
eingefallen ist, was es noch für Referate gab.
Hehe, sorry.
Und
dass ich den polnischen Upier nicht erwähnt habe … Das habe ich
wohl vergessen.
an Alle: Ja, ich weiß, dass Rosalie Bella
mag, aber ich habe es mit Absicht so gestaltet. Ich mag Rose
eigentlich, und sie hatte es ja in der originalen Geschichte ja auch
nicht leicht. Außerdem sollte sie auch mal ins Spiel kommen gg
Sie
hilft teilweise nämlich auch bei den Verkupplungsversuchen von
Alice, Jasper und Emmett mit. Im Hintergrund schmieden sie nämlich
allesamt Pläne, was das für Pläne sind, werdet ihr auch bald
wissen gg
So, jetzt halte ich aber meinen Mund. Los geht's,
und viel Spaß!
Bella
Nach
dem Unterricht fand ich Edward lässig an der Wand gelehnt, die Arme
vor der Brust verschränkt, im Flur.
„Hi", säuselte er. Bei
dem Klang seiner unwiderstehlich, verführerischen Stimme gaben meine
Knie nach.
„Hi", hauchte ich benommen. Was er wohl jetzt
vorhatte? Er rückte von der Wand ab, und kam langsam auf mich zu. Er
schaute mir tief in die Augen – sein Blick war ernst. Dann stützte
er sich mit einem Arm neben mir ab, und dass ohne seinen Blick von
mir zu nehmen.
„Sag mal", hauchte er, und nahm eine
Haarsträhne aus meinem Gesicht zwischen seine Finger und wickelte
sie wieder auf, mein Herz raste.
„Hast du vielleicht heute Lust
mit mir ins Kino zu gehen?" Ich musste einen klaren Kopf bewahren,
damit ich ihm antworten konnte. Aber sein Blick ruhte immer noch auf
mir, und die Wörter, die ich formulieren wollte ergaben überhaupt
keinen Sinn. Schweigend wartete ich darauf, bis ich mich wieder
beruhigt hatte.
„Ja, klar" Ich blinzelte hilflos. Wie machte
er das?! Vielleicht bekam ich dann auch gleich die Gelegenheit, ihn
auszufragen.
„Jetzt gleich?", fragte er weiter. Irgendwas
versteckte sich in seinem Blick. War es etwa … Angst?
Ich nickte
stumm. Er ging neben mir her, und fragte mich alles Mögliche: nach
meinem Kurs, meine Kindheit, und nach Jungs. Das Geständnis, das ich
überhaupt keine Beziehungen gehabt hatte – wenn dann nur ein paar
Schwärmereien auf der High School – ließ mich erröten. Doch ihm
ging es anscheinend genauso, denn plötzlich fing er so an zu
stammeln, dass ich ihn einfach nur anstarren konnte – so süß fand
ich es.
Als wir bei seinem Auto angelangt waren, nahm er mir meine
Tasche ab, und verstaute sie auf dem Rücksitz. Dann ging er zur
Beifahrerseite und hielt mir die Tür auf.
„Danke", sagte ich
und lächelte.
„Keine Ursache", gab er zurück, und schlug
grinsend die Tür zu. Als auch er dann im Auto saß, drehte er die
Heizung hoch, und kramte in einem Schubfach voller CDs herum.
Schließlich schien er das zu finden, was er gesucht hatte. Er legte
eine unbeschriftete CD in den Player, und mir stockte der
Atem.
„Claire de Lune?", fragte ich verblüfft.
„Du
kennst Debussy?" Er lächelte.
„Nicht viel", gab ich zu.
„Nur meine Lieblingsstücke."
„Das ist auch eins meiner
Lieblingsstücke." Langsam drehte er sich um, und schenkte mir mein
allerliebstes, schiefes Lächeln. Wir schauten uns in die Augen, sein
Blick war unergründlich. Die ganze Zeit ging mir das Wort ‚Vampir'
durch den Kopf, und ich wollte schon den Mund aufmachen, um das Thema
anzusprechen, doch er war schneller.
„Bella", begann er und
ich merkte, wie er langsam nervöser wurde; seine Hände umklammerten
mit aller Gewalt das Lenkrad.
„Ich und meine Familie" Ich
erstarrte. Wusste er etwa, dass ich ihm auf die Schliche gekommen
war?
„Nun ja, wir sind zu dem Entschluss gekommen, dir etwas zu
erzählen." Er holte tief Luft.
„Sicher hast du gemerkt, dass
sie anders sind als ich, als du. Als alle anderen."
Vorsichtig
schaute er mich aus seinen Augenwinkeln an, um meine Reaktion zu
überprüfen. Ich nickte.
„I-Ich weiß, was du meinst.", sagte
ich leise. Er schwieg.
„Du solltest eigentlich nie davon
erfahren. Aber da ich so oft mit dir zusammen bin, und du so meine
Familie besser kennst, als all die anderen in der Schule." Er
merkte, wie ich zusammengezuckt hatte. Er wollte doch nicht etwa
gehen?
Edward griff nach hinten, in seine Tasche, und nahm
irgendetwas hervor. Ich erkannte, dass es ein Buch war. Doch nicht
etwa …
„Ich habe das hier vor der Bibliothek gefunden, als ich
dich abgeholt hatte." Er legte mir das Buch auf den Schoß. Dann
schwieg er für eine Weile.
„E-Es wäre wohl besser, wenn ich
und meine Familie uns zurückziehen würden" Ich erstarrte. Für
kurze Zeit schloss er seine Augen. Verzweifelt kämpfte ich gegen die
Tränen an, die versuchten zu entkommen. Der Schmerz in der Brust war
so groß, dass ich darin versinken könnte. E-Er durfte nicht gehen!
Er durfte nicht!
Es war mir egal, dass ich von der Existenz seiner Vampir-Familie wusste.
Gekränkt
senkte ich meinen Kopf. Auf einmal spürte ich, wie das Auto anhielt,
und Edward den Motor ausschaltete. Wir waren irgendwo auf einer
Landstraße. Ich merkte nicht, wie er seinen Arm ausstreckte, wie er
mein Kinn nahm, und mich zwang ihn anzusehen.
„Aber ich weiß
nicht, ob ich das kann", flüsterte er, sein Blick war ebenso
schmerzerfüllt, wie meiner.
„D-Du willst also nicht gehen?"
Langsam bewegte er seinen Kopf hin- und her, ohne mich aus den Augen
zu lassen. Seine Finger strichen zärtlich von meiner Schläfe herab
zur Wange.
Er nahm mein Gesicht zwischen seine Hände und hauchte
einen Kuss auf meine Stirn.
„Nur meine Familie wird gehen. Für
eine Weile. Sie brauchen nur etwas Zeit, um sich darauf einzustellen,
dass ich nicht mehr der Einzige bin, der was davon weiß. Ich aber
habe beschlossen, hier zu bleiben. Ich kann dich nicht verlassen. Ich
kann nicht …"
Mein Herz flatterte bei diesen Worten, und ich
nahm mir meinen Mut zusammen, beugte mich zu ihm herüber, und
umarmte ihn so fest ich nur konnte. Sanft legte er seine Hände auf
meine Taille, und setzte mich auf seinen Schoß. Ich legte meinen
Kopf an seine Schulter und schloss die Augen.
Beruhigende Stille
umhüllte uns, das Einzige was ich hörte, waren seine Atemzüge und
sein Herzschlag. Edward vergrub sein Gesicht in mein Haar, und für
einen kurzen Augenblick dachte ich, dass unsere Beziehung mehr als
eine gewöhnliche Freundschaft war. Als er gesagt hatte, dass es
besser wäre, wenn er und seine Familie sich zurückzuziehen würden,
war der Schmerz so groß, dass mir klar wurde, dass ich das nicht bei
einem normalen Freund empfinden würde. Der Schmerz war so stark,
dass ich sogar geweint hatte. Mein Herz raste.
Ich richtete meinen
Blick auf Edward, der mich so liebevoll anschaute, dass es in meinem
Inneren nur so schrie nach Freude. Seine Lippen berührten wieder
meine Stirn, ich hörte ihn seufzen. Plötzlich grinste er.
„Bist
du bereit ins Kino zu gehen?" Meine gute Laune war mit einem Schlag
wieder da. Ich kletterte von seinem Schoß und setzte mich wieder auf
den Beifahrersitz.
„Überhaupt nicht – lass uns fahren!" Er
lachte, ließ den Motor an und so fuhren wir wieder einmal in die
Stadt.
Das Kino war ziemlich groß, und mir blieb vor Erstaunen
der Mund offen. Edward ging rüber zur Kasse und kaufte sich zwei
Tickets für irgendeinen Film, während ich auf eines der vielen
Sessel saß und ihn nachstarrte. Er setzte mir mein Schmachten über
ihn ein Ende, als er mir plötzlich einen Eimer Popcorn vor die Nase
hielt.
„Nicht schlafen, Bella", ermahnte er mich neckend. Ich
musste kichern. Wir gingen zum Kinosaal Nummer sieben und nahmen in
den hintersten Reihen Platz. Edward reichte mir noch eine Flasche
Cola, nahm meine Jacke, und legte sie auf dem Sitz daneben. Nach etwa
fünf Minuten gingen die Lichter aus, und Werbungen kamen auf der
Leinwand zum Vorschein. Edward aß genüsslich sein Popcorn und ich
schaute ihm vergnügt dabei zu. Das war irgendwie besser als der
Film.
Als er merkte, wie sehr ich ihn anblickte, wandte er seine
Augen von der Leinwand ab, und schaute mir direkt ins Gesicht. Ich
dachte, ich würde gleich platzen vor Freude!
Ein Schrei ließ
mich zusammenzucken. Ich sah, dass der Film ein Gruselfilm
war.
„Edward!", zischte ich. „Musste das ausgerechnet so
ein Film sein?!"
„Oh, magst du sowas nicht?" Er grinste
breit. Ich stöhnte.
„Nein", erwiderte ich und hielt mir die
Hände vors Gesicht.
„Aber Angst vor meiner Familie scheinst du
wohl nicht zu haben", sagte er leise und runzelte die Stirn. Ich
schwieg. Mit kurzem Zögern nahm ich die Hände weg, und erblickte
Monster, die sich gegenseitig zerfleischten. Ihre Opfer, die noch
Menschen waren, suchten Unterschlupf in einem Supermarkt. Edward und
ich fingen lauthals an zu lachen. Dieses Versteck war nicht gerade
sehr einfallsreich. Von da an machten er und ich uns über diesen
Film lustig. Er machte die Menschen nach, die plötzlich im Nebel
verschwanden, und seine Mimik brachte mich zum Lachen. Die Frau
hinter mir zischte, ich solle gefälligst leise sein. Ich hielt mir
also immer eine Hand vor dem Mund, die andere auf dem Bauch gepresst,
um mich zu beruhigen, sobald Edward irgendwelche Kommentare vor sich
hin murrte.
Er bewarf mich mit Popcorn, als ich mich darüber
lustig gemacht hatte. Doch eine Szene erschreckte mich sosehr, dass
ich mich plötzlich an ihn geklammert hatte. Amüsiert schaute er
mich an, ich räusperte mich und rückte wieder von ihm ab. Meine
Haut fing langsam an zu glühen.
Am Ende des Films betrachtete ich
den Boden zu meinen Füßen – es sah aus, wie in einem Saustall:
Popcorn war überall verstreut, an manchem Stellen sah ich sogar
braune Flecken auf dem blauen Teppich – es war Cola. Schnell
machten Edward und ich aus dem Staub, bevor jemand und dafür
anmeckern würde.
Wir aßen noch was in McDonalds, anschließend
gingen wir zu seinem Auto. Auf dem Weg dorthin verfolgten uns Männer
– vermutlich welche von einer Baustelle. Sie riefen nach mir, und
luden mich zu einem Drink ein. Ich schaute zu Edward, und mir fiel
der große Abstand auf, der zwischen uns war. Wahrscheinlich dachten
die Männer deshalb, ich wär allein.
Meine Schritte wurden
schneller, und ich wollte so schnell wie möglich im Auto sitzen,
doch Edward nahm meine Hand, und hielt sie fest. Das reichte aber
nicht, denn die Männer hinter mir riefen immer noch. Sofort dachte
ich an diesen abscheulichen John, der mir meine Ankunft in Alaska zur
Hölle gemacht hatte.
Edward machte die Beifahrertür auf, ich
stieg ein, und in wenigen Sekunden war er selbst auch schon im Auto.
Plötzlich klopfte es am Fenster neben mir – es war zur Hälfte
heruntergelassen.
„Hey Süße, willst du mitkommen? Einen
trinken? Wir laden dich ein.", sagte ein Mann auf Englisch, der
äußerlich ziemlich bedürftig war, er zwinkerte. Ich spürte, wie
Edward neben mir versuchte, sich zu beruhigen.
„Nein",
erwiderte er kühl. „Wir sind beschäftigt." Bevor ich auch nur
blinzeln konnte, griff er mich am Nacken, beugte sich zu mir herüber
und küsste mich – auf den Mund. Mit der anderen Hand betätigte er
einen Knopf, sodass das Fenster sich wieder schloss. Enttäuscht zog
die Gruppe von dannen.
Ich war zuerst überrascht von diesem Kuss
– es war mein Erster. Doch schließlich seufzte ich wohlig.
Endlich.
Edward
ließ mich los, sein Gesicht war wenige Zentimeter von meinem
entfernt. Er prüfte meine Reaktion. Und er sah, wie ich errötete.
Das reichte ihm als Antwort, denn er küsste mir noch einmal. Wie von
allein schlangen sich meine Arme um seinen Hals.
Als er meinen
Mund freigab, flüsterte er meinen Namen. Lächelnd befreite er sich,
mit einer Hand nahm er meine, mit der anderen umfasste er das Lenkrad
und ließ den Motor an.
Meine Gefühle für ihn – sie kamen nun
endlich zum Vorschein. Und es war schöner, als ich jemals gedacht
hätte.
Is this a dream?
If it
is
Please
don't wake me from this high
I'd
become comfortably numb
Until
you opened up my eyes
To
what it's like
When
everything's right
I
can't believe
You
found me
When
no one else was lookin'
How
did you know just where I would be?
Yeah,
you broke through
All
of my confusion
The
ups and the downs
And
you still didn't leave
I
guess that you saw what nobody could see
You
found me
You
found me
A.N.: Ich hoffe, euch hat's gefallen. Auch wenn das Kapitel so kurz war. Na, glaubt ihr nun, dass sie zusammen sind? gg
