Hallo liebe Leser! Ich bin nach einer wirklich langen Pause zurück und habe euch ein neues Kapitel mitgebracht. Ich will euch auch gar nicht lange aufhalten also lest los!
„Wenn ich das richtig verstehe. Du und Blaine geht mit diesem Sebastian in eine Bar für Schwule?" Rachel konnte es nicht fassen, was sie da hörte. Wie konnte Kurt nur zu so etwas ja sagen. Wenn er nur wüsste, wie dieser Sebastian drauf war.
Sie konnte es einfach nicht verstehen. Erst recht da Blaine gar nicht wollte, dass sie dort hingehen. Was sie eindeutig verstehen konnte, schließlich war der neue Warbler viel zu arrogant, schleimig und hatte dazu noch eine komische Frisur.
Dazu kam noch das Blaine einen Freund hatte. Einen fantastischen, talentierten, nicht schleimigen, arroganten oder gar zu egoistischen Freund, mit dem Rachel gerade telefonierte.
Sie konnte nicht glauben, dass Kurt sich so beeinflussen lassen konnte. Schließlich war es eindeutig seine Schuld. Das machte er hundertprozentig nur um Blaine zu zeigen, dass es mehrere Seiten zu ihm gab. Dass er auch leben konnte. Dass er Spaß haben konnte. Dass er so sein konnte, wie Sebastian sich selbst beschrieb. Sodass Blaine gar keinen Grund haben würde, auf den anderen Warbler neugierig zu werden.
Das konnte nur schief gehen.
Kurt war, nach ihrer Diva zur anderen Diva Meinung, nicht aus diesem Holz geschnitzt und würde diese Entscheidung noch am späteren Abend bereuen.
Als Kurt auf Rachels Frage schließlich mit Ja antwortete, stieß sie einen Seufzer aus und wies ihn drauf hin, sich vor Sebastian in acht zu nehmen und ihr alles zu berichten. Sie brauchte schließlich noch mehr Informationen über ihre neue Konkurrenz und noch mehr Gründe ihn zu verabscheuen.
Die paar die sie bis jetzt gesammelt hatte reichten noch lange nicht aus, um ihm später das Handwerk zu legen. Und das Handwerk legen würde sie ihm. Sie war schließlich die Rachel Berry. Die, von der schon jeder einmal etwas gehört haben sollte.
Außer Sebastian.
Dies ärgerte Rachel immer noch. Es ärgerte sie mehr als sie zugeben würde. Ihr Stolz war ihr da mal wieder im Weg. Sie konnte es einfach nicht fassen das Smythe sich einfach nicht über seine Feinde informieren würde. Und sie war ein ernst zu nehmender Feind. Auch wenn er es nicht so sah. Er fühlte sich anscheinend schon wie ein Gewinner.
Aber sie würde es ihm zeigen. Sie würde es allen zeigen. Schließlich war sie die Rachel Berry. Finn wäre stolz auf sie. Finn!
"O mein Gott, Kurt! Du glaubst gar nicht, was gleich passieren wird!" Kreischte Raschel in ihr Handy. Es war noch ein älteres Model mit Tasten aber sie liebte es. Schließlich war es ein Geschenk ihrer Väter für ihre Rolle als Maria.
Und ihre Väter waren so stolz auf sie, als sie erfahren haben, dass ihr Baby im Schulmusical eine Hauptrolle spielen würde.
Sie hatten sofort die Notenblätter aus dem großen, dunklen Wandschrank geholt und zusammen am teuren Klavier Lieder angestimmt. Die Nachbarn waren zwar nicht so begeistert aber es war ein gelungener Familienabend.
Mit einem Seufzen schloss an der anderen Leitung, Kurt kurz seine Augen und murmelte vor sich hin. Er wusste, dass Finn nicht gut für Rachel war. Er konnte dies auch zugeben, obwohl er sein Stiefbruder war. Die beiden waren einfach zu unterschiedlich und Finn beachtete nie, wie Rachel sich fühlte.
Es würde ihm nicht wundern, wenn Rachels Geduldsfaden bald reißen würde und es ihr reicht, so schlecht immer und immer wieder von Finn behandelt zu werden. Er hoffte nur, um so eher, um so besser. So würden die Schmerzen die Rachel erleiden müsste, nicht so tief sitzen als in ein paar Jahren.
„Du triffst dich mit Finn." Es war eindeutig keine Frage, den beiden war die Antwort sehr geläufig.
Zurzeit tat Rachel schließlich nichts anderes mehr außer sich mit Finn treffen, sehr zum Leid ihrer Freunde, die ihr schon oft versucht hatten ins Gewissen zu reden, es bis jetzt jedoch nie geschafft haben zu ihr durchzudringen. Zum Glück ließ sie aber ihre Gesang und Tanz Trainingseinheiten nie zu kurz kommen. Das wäre der Weltuntergang für sie.
Rachel ließ ein Quietschen hören und legte mit einem „Ja, bis später." auf. Sie konnte kaum ein breites Grinsen, das durch ihre Freude kam, unterdrücken. Endlich würde sie den nächsten Schritt mit ihrem Finn gehen.
Etwas Nervosität war vorhanden, es war schließlich ihr erstes Mal. Sie war jedoch zuversichtlich, dass Finn es so schön wie nie für sie machen würde. Er wollte schließlich das Beste für sie. Sie war sich sicher. Hundertprozentig sicher.
Eindeutig ist aber für sie auch, dass sie Finn einen weiteren verletzenden Ausrutscher nie verzeihen würde. Dafür war sie schon zu viel von ihm verletzt wurden. Natürlich gewissenhaft denkend, dass er ihr Finn ist und sich so etwas nicht leisten wird.
Mit einem kleinen Auflachen klopfte sie an die Tür zu Finn Zuhause. Als diese schließlich von einem strahlenden Finn geöffnet wurde, konnte sie ihre Freude nicht mehr zurückhalten und sprang ihn an dem Hals. Er lachte dabei auf und drückte ihr einen Kuss auf den Haaransatz.
Er konnte sein Glück kaum fassen Rachel nach so einer langen, erschöpfenden Zeit als seine Freundin zu haben und sie in seinen Armen halten zu dürfen. Er wusste, dass sie ihn glücklich machen konnte. Für eine gewisse Zeitspanne. Er musste schließlich zugeben, dass sie ihre Fehler hatte. Fehler, die er bis jetzt kompensieren musste. Ein Glück, das sie davon nichts mitbekommen hatte. Es wäre fatal für ihre Beziehung wenn sie herausbekommen würde was er in seiner Freizeit mit ein paar bestimmten Magazinen und Videoclips trieb und mit der Vorstellung es sei Rachel.
Nur ohne ihre nervige Stimme.
Ihre Stimme konnte ihm wirklich etwas in den Wahnsinn treiben. Zum Glück bekam sie nie mit, wie er automatisch abschaltete, wenn sie sprach. Dies passierte meist bei langen und anstrengenden Gesprächen, wo er lieber Football schauen würde oder sie einfach nur halten würde. Am liebsten mit einem großen Pflaster über ihrem Mund, sodass sie nicht mit Fachwörtern um sich schmeißen würde, die die Großartigkeit des Footballs auf unschöne Weise darstellt. Warum konnte sie nicht ein bisschen wie Quinn sein?
Mit einem breiten Grinsen führte er Rachel schließlich in die Küche. Wie ein Gentleman zog er galant den Stuhl vom Tisch und ließ sie hinsetzen.
Zum Glück bemerkte sie dabei nicht, wie er die nahestehende Topfpflanze ungeschickt umwarf.
…
Mit einem Seufzen gab Rachel ihr gefallen an dem Gericht, was Finn für sie gezaubert hatte, zur Kunde.
„Das war wunderbar." Sagte sie und meinte es, sie konnte es nicht fassen, dass er es geschafft hatte, ein Produkt was als Fleischersatz da ist nach Fleisch schmecken zu lassen.
Er war einfach ihr Traummann und tat alles für sie.
Da bemerkte sie wie sein Blick zur Verpackung des Ersatzproduktes glitt. Sie konnte ihren Augen nicht trauen, was sie da las. Mit ungläubigem Blick sprang sie auf und griff nach der Verpackung.
„Was ist das?" Fragte sie aufgebracht und hielt es ihm unter die Nase. Er konnte nur stottern und sie mit unschuldigen Augen ansehen. Er wusste nicht, was er falsch gemacht hat. Der Abend war doch bis jetzt perfekt.
Ihr reichte es aber und sie warf es ihm vor die Füße. Wie konnte er ihr das nur antun. Er wusste doch, dass sie Veganerin war. Er wusste es seit ein paar Jahren. Seit er sie kannte, wusste er es. Und jetzt machte er trotzdem den gleichen Fehler.
Sie konnte spüren, wie ihr die Tränen in die Augen stiegen, als sie nur daran dachte, welches unschuldige Tier sie dort gegessen hatte. Nicht einmal Noah hatte diesen Fehler begangen. Und Noah war wirklich etwas unbedacht. Aber er erinnerte sich trotz allem, dass sie Veganerin war.
Wie konnte er nur.
Er war ihr Freund! Nicht Noah. Finn! Finn Hudson war ihr verdammter Freund, der so etwas wissen sollte.
Sie schnappte sich drauf ihren Mantel und war auf dem Weg aus dem Haus zustürmen, um sich daheim auf der Toilette zu übergeben und das arme Tier was sie gegessen hatte aus ihrem Körper zu bekommen.
Doch bevor sie die Tür erreichen konnte, hielt er sie am Arm fest und zog sie an sich. Sie währte sich erst dagegen, doch gab dann nach, als er ihr beruhigend ins Ohr flüsterte. „Hey, es tut mir leid." Das sollte es auch. Er konnte ihr schließlich nichts Schlimmeres antun. Sie war eine Veganerin, verdammt noch mal.
So jetzt hatte sie es getan. Sie hatte geflucht. Es ging eindeutig mit ihr bergab.
„Aber du musst wissen ich bin ein Fleisch Esser und ich brauche das. Es ist gut für meinen Körper. Und wenn es gut für meinen ist, dann …" Sie konnte nicht fassen, was sie da zu hören bekam.
Sofort riss sie sich von ihm los und machte sich wieder auf dem Weg zur Tür. Er hielt sie jedoch wieder davon ab diese zu öffnen und sagte.
„Ich meine doch nur das andere Mädchen in deinem Alter das auch essen also kannst du doch …" Sie hörte ihm nicht mehr zu. Sie wollte ihm gar nicht mehr zu hören. Es war, als ob er sie gar nicht verstand. Als ob ihre Essgewohnheiten ihm egal sind. Als ob sie ihm egal ist.
"Du willst doch unseren zukünftigen Kindern, die wir hier großziehen werden, nicht …" Absolut ungeheuerlich, was sie da aus seinem Mund hörte.
Er wollte, dass sie mit ihm Kinder groß zog. Kinder, die wir hier groß ziehen sollen. Er wusste doch, dass sie nach New York gehörte. Er wusste von Anfang an, dass es ihr Traum ist und dass sie diesen, über Leichen hinweg, verfolgen würde.
Wie konnte er da auch nur annehmen, dass sie hier bleiben würde und ihren Traum aufgeben. Sie hatte diesen Traum schließlich schon seit Kindertagen gehegt und gepflegt und alles daran gesetzt, um ihm jeden Tag ein Stück näher zu kommen.
Kannte er sie wohl gar nicht? Hatte sie sich in ihm so getäuscht?
"Und Quinn würde …"
Das war es. Jetzt reichte es ihr eingültig. Sie sah rot. Wie konnte er nur. Jetzt verglich er sie mit Quinn. Wollte er den gar nicht auf sie Rücksicht nehmen sondern so eigensinnig und engstirnig sein. Nun das konnte er haben.
Mit rotem Kopf stürzte Rachel schließlich aus der Tür und warf über ihre Schulter eine letzte Antwort auf seine unbewusst gestellte Frage.
„Es ist aus!"
Das war der letzte Strohhalm. Der Allerletzte aus einer Reihe von Strohballen. Und dieses Mal würde es endgültig sein. Das wusste sie.
Er würde Rachel Berry kennenlernen und jeder der ihr im Weg stand würde untergehen. Dazu gehörte besonders dieser Smythe. Dieser Pinguine von Warbler. Er würde Rachel Berry kennenlernen. Sie würde ihm zeigen, wer sie war und das man sich nicht mit ihr anlegte. Sie würde ihn unter ihrem 6 cm hohen Absatz wie einen schlecht getroffenen Ton zermalmen.
Krieg war von ihrer Seite aus erklärt und würde umgehend gegen diese A capella pfeifenden und singenden Affen ausbrechen. Sie würde sie nieder singen und sich die Trophäe holen. Sie würden sie aus ihren kalten, toten Händen reisen müssen, bis Rachel ihre Trophäe aufgeben würde.
Krieg war erklärt und Rachel Berry war bereit Schach gegen jeden zu spielen der dachte er könnte sie schlagen. Sie würde ihnen zeigen, wie falsch sie lagen. Sie war auf einer Mission. Eine Mission, die ihr ganzes Talent von ihr fordern würde.
Rachel Berry hatte Blut geleckt und war bereit auszuteilen.
Mit diesem Gedanken setzte sie sich in ihr Auto und schaltete das Radio an. Sie musste grinsen und fing an mitzusingen.
I'm gonna fight 'em all
A seven nation army couldn't hold me back
Sie stieß ein Lachen aus und ließ Finns Haus sowie eine kaputte Beziehung hinter sich. Eine Beziehung die niemals mehr so seien würde, wie Finn es sich wünschte und ein schönes erstes Mal, das nie passiert ist. Wie konnte sie auch nur erwarten das für sie alles perfekt verlaufen würde. Wie nur? Aber sie war eine Berry. Und eine Berry bekommt ihr Happy Ending.
Mit neu aufflammender Wut presste sie ihr Handy an ihr Ohr.
„Kurt!"
Danke für das lesen! Ich freue mich außerdem immer total über eure Reviews und wollte mich bei euch dafür bedanken. Außerdem werde ich diese Story bald ins Englische übersetzen für meine englischen Leser. Ich hoffe es hat euch gefallen und bis bald.
LG NadiixD
