Kapitel 4 Ich bin ein Zauberer?

In dieser Nacht, hatte Harry einen merkwürdigen Traum. Er träumte von einem fliegenden Motorrad, von Einhörnern die auf einer Lichtung grasten und von vielen anderen wunderlichen Sachen. Was ihn allerdings beunruhigte war das Ende seines Traums. Er hörte eine Frau schreien "NEIN, nicht Harry!" danach sah er ein grünes Licht, er hörte ein höhnisches Lachen, dann kam noch einmal ein grünes Licht und er wachte mit einer schmerzenden Narbe auf. Er rieb sich die Stirn "Was hatte dies zu bedeuten?" dachte er sich, ob es damit zusammen hing das er ein Zauberer war? Er lies die gestrigen Ereignisse noch einmal Revue passieren um sie zu analysieren. Eins fiel ihm direkt auf, immer wenn etwas passierte, fühlte er dieses Kribbeln, aber wie kann man zaubern, wenn man gar nicht weis das man ein Zauberer ist? Fragen über Fragen und Eins wusste Harry genau, in seinen Büchern, würde er keine Antwort finden.

In seiner kindlichen Phantasie, dachte er sich die verrücktesten Theorien aus, die es gab. Aber Theorie ist Theorie und Praxis ist Praxis, und so begann Harry an zu üben, seine Bücher hatte er schon fast alle durch und nun hatte er jetzt ein neues Ziel.

Er nahm eins von Dudleys alten Stofftieren, legte es vor sich auf den Boden, fuchtelte mit den Händen rum und rief "WERD GRÜN!" aber nichts passierte. Er probierte es noch ein paar Mal, aber leider ohne Erfolg.

In den folgenden Wochen probierte Harry alles Mögliche, ohne den geringsten Erfolg. Langsam fragte er sich ob er wirklich ein Zauberer ist, nach Tante Magdas Zwischenfall war nichts mehr Passiert. Er starre frustriert auf die Stofftiere die vor ihm auf den Boden lagen.

"Nichts, aber auch gar nichts!" fluchte er leise vor sich hin und starrte auf einen Clown, der ihn höhnisch anzugrinsen schien. Er machte eine schlagende Bewegung mit der Hand und lies seinen Frust mit einen Schrei raus "AARRGG", und der Clown flog weg und klatschte an die Wand.

Harry saß wie angewurzelt da und glotzte ungläubig auf den Clown. Wie hatte er es geschafft, fragte er sich. Denn dieses Mal spürte er kein Kribbeln, vielmehr als ob etwas durch ihn hindurchgeflossen wäre. Er probierte es direkt noch einmal mit einen anderen Stofftier, aber dieses Mal flog das Stofftier nicht weg, es kippe einfach nur um. Für Harry war dies aber trotzdem ein großer Erfolg. Er probierte verschiedene Theorien mit denen er unterschiedliche Ergebnisse hatte. Als Fazit stellte er fest, das Zaubern aus drei Faktoren bestand, Wille, Glauben und Konzentration, obwohl mit einer kleinen Handbewegung konnte man das Zaubern etwas erleichtern. Er übte mit Rechts und mit Links. Als er abends auf seine Hände schaute, erschrak er. Seine Fingerkuppen waren Rot angelaufen, taten aber nicht weh. Er war allerdings zu müde um sich darüber Gedanken zu machen und schlief ein. Als er sich am morgen seine Hände anschaute, waren sie völlig normal, er zuckte kurz mit den Schultern und fing an weiter zu zaubern, er hatte ja sonst nichts zu tun.

Die nächsten Wochen, vergingen für ihn, wie im Fluge. Inzwischen konnte er die Stofftiere in Formation durch den Keller fliegen lassen. Um dem Ganzen ein bisschen mehr Pep zu geben, schaffte er es, den unabhängigen Gebrauch seiner Augen, auf seine Arme zu Übertragen. Er machte sich ein Spaß daraus, mit einer Hand die Stofftiere zu dirigierten und mit der Anderen versuchte er sie abzuschießen. Inzwischen schaffte er es seine Magie gut zu dosieren, weil bei seinen ersten Versuchen, ein paar Stofftiere dran glauben mussten. Zu Beginn war er noch unsicher und legte unwissendlich zu viel Energie in den Zauber. Mr. Hoppel, zum Beispiel, ein Plüschhase, bekam dies zu spüren, als die Woge der Magie ihn traf, zerplatze er und die Wattefüllung schneite auf Harry herab. Trotz seiner Begierde zu zaubern vernachlässigte er seine Bücher nicht. Er schloss einen lustigen Kompromiss, mit einer Hand zauberte er und mit der anderen hielt er ein Buch und las. Wenn der Arm, mit dem er zauberte müde wurde, wechselte er einfach. So konnte er den ganzen Tag lesen und zaubern.

Einige Wochen später gelang es ihm endlich auch die Farbe der Stofftiere zu verändern, aber es war nicht leicht. Er musste alles selbst herausfinden, weil er keine Bücher über Magie besaß, obwohl was er bisher vollbracht hatte, war in der gegenwärtigen Zauberwelt völlig unbekannt, weil es Allgemein bekannt war 'Zum zaubern braucht man einen Zauberstab!'

Tage später saß Harry frustriert auf seinem Bett. Er hatte alle seine Theorien ausprobiert, aber ohne Erfolg. Das Färben wurde nicht leichter, er hatte auch schon versucht die Form der Stofftiere zu verändern, aber nichts passierte. Sachen leichter machen, fliegen und schweben lassen, wegstoßen und aufrufen, dies alles beherrschte er sehr gut, alles andere blieb ihm verschlossen. Plötzlich wurde er aus seinen Gedanken gerissen als etwas gegen sein Kellerfenster bumste. Er schaute auf. Vor seinem Kellerfenster lag ein roter Ball. Erwunderte sich woher der Ball kam, ein paar Minuten später bekam er seine Antwort. Ein Mädchen mit blonden Haaren, kam suchend in den Garten, sie war circa acht Jahre alt. Sie konnte den Ball und Harry nicht sehen, weil vor dem Kellerfenster ein paar Sträucher wuchsen.

"Hier!" rief Harry durch das auf Kipp stehende Kellerfenster. Das Mädchen sah sich erschrocken um, weil sie niemanden sehen konnte.

"Hier unten hinter den Sträuchern!" versuchte Harry sie zu dirigieren. Sie kam langsam näher und kroch zwischen den Sträuchern zu Harry hin.

"Wer bist du?" fragte sie unsicher " ich wusste nicht das Dudley noch einen Bruder hat."

"Mein Name ist Harry und ich bin nicht Dudleys Bruder. Ich bin Dudleys Neffe!"

"Und was machst du da im Keller?"

"Ich wohne hier."

"Wie! Du wohnst im Keller! Warum?" wollte sie wissen.

"Als ich noch ein Baby war, sind meine Eltern gestorben und seit dem, wohne ich hier." erklärte er traurig.

"Ohh! Das tut mir Leid! Aber wenn du willst kannst du mit uns spielen." versuchte sie ihn aufzumuntern.

"Das geht leider nicht, weil die Dursleys mich nicht raus lassen. Und geh jetzt lieber bevor die Dursleys dich sehen. Ich möchte nicht, dass du Ärger bekommst!"

Sie Kroch langsam wieder zurück, weil sie kannte die Dursleys, die keine angenehmen Leute waren.

Harry fragte noch kurz "Wie heißt du eigentlich?"

"Lydia" und damit war sie auch schon verschwunden.

Harry wusste nicht, dass dieses unbedeutende Ereignis dramatische Folgen, für Harry und die Dursleys, haben sollte.

REVIEWS

Ich danke euch allen die einen Review geschrieben haben. Ich bin angenehm Überrascht, dass euch diese Geschichte gefällt.

Nun ein paar Antworten

Harry wird natürlich anders sein als im Original, dies ist schließlich eine AU!!

Ich werde auch einige Ereignisse mit einbauen, aber den Stein der Weisen wird es nicht geben, hab ich schon zu oft in anderen AU's gelesen.

Harrys Narbe wird auch eine wichtige Rolle spielen aber anders als ihr denkt! Mehr wird nicht verraten.