Kapitel 8 Das Ein mal Eins der Zauberei

Endlich in seinem Zimmer angekommen, nahm er das Buch, genauer unter die Lupe. Das Cover bestand aus schwarzem Leder, nur auf der Frontseite war etwas gedruckt der Rest des Buches war blank. Außer dem Titel und den zwei Stäben, konnte der nichts finden, kein Autor oder etwas anderes.

'Egal', dachte sich Harry, 'mal schauen was drin steht.', und er versuchte das Buch zu öffnen. Er untersuchte den Lederriemen, mit dem das Buch verschlossen war. Der Riemen verschwand auf der Vorder- und Rück-Seite in einem golden quadratischen Metallverschluss. Zu Harrys Unmut, konnte er keinen Hebel oder Knopf finden mit dem sich der Verschluss entriegeln ließe. Obwohl er spüren konnte, dass das Buch eine magische Ausstrahlung verbreitete, hatte er keinen blassen Schimmer, wie er das Buch öffnen sollte. Er zog an dem Riemen, drückte beide Metallplättchen gleichzeitig, aber nichts half. Er spielte sogar mit dem Gedanken, den Lederriemen einfach durchzuschneiden, als ihn auf einmal eine Idee durch den Kopf schwirrte, 'Wenn dies ein magisches Buch ist, vielleicht lässt es sich ja dann nur mit Magie öffnen.'

Er berührte den Verschluss, mit seinem Zeigefinger und ließ etwas Magie fließen und tatsächlich hörte er ein Klicken und der Verschluss sprang auf.

Mit vor Erregung zitternden Händen, öffnete er das Buch. Zu seiner Enttäuschung stand nur auf der ersten Seite etwas, der Rest des Buches war leer und was dort auf der ersten Seite stand, verunsicherte ihn etwas.

Leser dieses Buches, sei gewarnt!

Wer nicht reinen Herzens ist oder nur nach Macht strebt,

wird den Tod finden!

Dem Reinherzigen und Wissbegierigen

gegenüber offenbart sich die Welt der Magie

zur Bekämpfung des Bösen.

Darum überlege klug!

Bist du bereit?

Dann lege deine Hände auf diese Seite und schließe die Augen.

Harry dachte darüber nach, ob er die Bestimmungen erfüllte.

War er wirklich würdig?

War er reinen Herzens?

Ein Gefühl der Sicherheit durchflutete plötzlich seinen Körper und er wusste dass er nichts befürchten musste. Langsam aber bestimmt legte er seine Hände auf die Seite und schloss die Augen.

Es fühle sich so an, als ob das Buch, an seinen Handflächen saugte und dann spürte er wie die Magie aus ihm herausgezogen wurde. Die Magie floss in so einer Größenordung durch seine Hände, wie niemals zuvor. Seine Handflächen brannten förmlich, eine leichte Panik überflog ihn, aber er versuchte dieses Gefühl zu bekämpfen. Das Gefühl der Sicherheit gab ihn Kraft der Panik entgegenzuwirken, obwohl er erschreckend schnell ermüdete.

Zwei Minuten später übermannte ihn die Müdigkeit und sein Kopf landete mit einem dumpfen Knall zwischen seinen Händen auf das Buch.

In dieser Nacht hatte Harry einen seltsamen Traum. Es war so, als ob er nicht alleine träumte, als ob noch Jemand bei ihm war, dem er alle seine Erfahrungen und Erinnerungen zeigte. Er durchlebte sein kurzes Leben in diesem Traum, mit allen guten und schlechten Zeiten.

Am nächsten Morgen wurde er durch ein klapperndes Geräusch geweckt. Er hob den Kopf und stellte fest, dass er anscheinend die ganze Nacht in seinem Buch geschlafen hatte. Irgendwie fühlte er sich noch etwas erschöpft. Er stand auf, holte das Tablett mit seinem Frühstück, aß es geistesabwesend auf und legte sich wieder in sein Bett. Gegen Mittag wachte er von alleine auf und fühlte sich schon viel erholter.

Durch die Nacht am Schreibtisch war er ziemlich verspannt und er machte erst einmal ein bisschen Stretching und Tai Chi. Nachdem er seine Übungen beendet hatte, brachte seine Tante auch schon das Mittagessen.

Als er mit dem Essen fertig war, schaute er neugierig in das Buch und schlug es in der Mitte auf, aber die Seiten waren immer noch leer. Langsam blätterte Harry, von der Mitte zum Anfang, Seite für Seite, aber die Seiten blieben leer. Er gab die Hoffnung schon auf, erst kurz vorm Ende oder eher am Anfang waren die Seiten bedruckt.

Mit neuem Mut, fing er an zu lesen, aber dieses Mal von Anfang an.

Der erste Teil des Buches war im Prinzip eine Gebrauchsanweisung, dort wurde erklärt wie das Buch funktionierte und die verschiedenen Aspekte der Magie. Das Buch war nichts anderes als ein interaktiver Lehrer erst wenn man ein Kapitel erfolgreich abgeschlossen hatte kam ein neues oder weiterführendes dazu. Dort wurde auch beschrieben, dass ein Magier nicht nur zaubern konnte, sondern auch noch andere Talente hatte, die man allerdings nur mit viel Übung erlernen konnte.

Kaum hatte Harry die letzten Worte gelesen, da verschwanden auch schon die Worte und die Seite war wieder blank. Er schlug die erste Seite auf und fand dort wie beschrieben die verschiedenen Themenbereiche, die er einfach nur mit dem Finger antippen brauchte um sie zu lesen.

Begeistert fing er an zu lesen. Er las zuerst die Einführung, in der er erfuhr dass es verschiedene Handbewegungen zur Ausführung der Zauber gab, dass man sich später in ein oder mehrere Tiere verwandeln konnte und noch vieles mehr.

Einen Abschnitt fand er besonders interessant. Er handelte von den aktiven magischen Austrittstellen, wie zum Beispiel die Handflächen, dies war die primäre Austrittstelle, wenn man allerdings einen Zauber perfekt mit den Händen beherrschte und wusste wie sich der Zauber 'anfühlte' , konnte man eine sekundäre Austrittstelle erschaffen. Die sekundäre Austrittstelle konnte sich überall am Körper befinden, manche benutzten die Stirn und andere wider die Brust um nur einige Beispiele zu nennen.

Harry dachte sofort daran, dass dies, in Verbindung mit Kampfstort wahrscheinlich ziemlich nützlich wäre.

Harry war so fasziniert von dem Buch, dass er seine täglichen Besuche in der Bibliothek vernachlässigte. Nachdem er den theoretischen Teil durchgelesen hatte, kamen nun endlich die ersten praktischen Aufgaben. Nun machte sich eine Langerprobte Gewohnheit wieder bezahlt, mit der rechten Seite las er das Buch und mit der linken. setzte er das Gelesene direkt in die Praxis um.

Einige Wochen waren nun schon vergangen, Harry hatte schon viel gelernt und hatte dabei festgestellt, dass zaubern eigendlich nicht so schwer ist. Das Schwierigste war, um ein guter Magier zu werden, die ganzen zusätzlichen Fähigkeiten zu erlernen, sowie Auren sehen, teleportieren, Selbstverwandlung, Magie 'lesen' und noch einiges mehr.

Zu seiner großen Enttäuschung, konnte er bei diesen Übungen, nicht vie beim Zaubern, gleichzeitig lesen und üben. Er hatte probiert gleichzeitig zu meditieren und zu lesen, aber ohne Erfolg, weil er sich nicht so gut entspannen konnte, wenn er gleichzeitig las. Diese Unannehmlichkeit verlangsamte Harrys vorankommen erheblich, obwohl er im Gegensatz zu einem anderen Zauberer immer noch sehr viel schneller lernte.

Zwei Monate waren in der Zwischenzeit vergangen und Harry machte nun erhebliche Fortschritte, obwohl er immer noch mit Auren- sehen beschäftig war. Er hatte gelernt, dass es zwei Arten von Auren gab, aktive und passive. Alle Lebewesen besaßen aktive Auren, anhand der Aura konnte man die Gesinnung sehen, ob gut oder böse, freundlich oder feindlich zum Beispiel. Man konnte auch anhand der Aura die magische Stärke einschätzen. Verzauberte Gegenstände oder Artefakte besaßen passive Auren, aus denen konnte ein erfahrener Zauberer die Eigenschaften des Zaubers lesen, ob zum Beispiel ein Schutzzauber wirkte oder welche Eigenschaften ein magisches Artefakt hatte.

Zur Perfektionierung dieser Fähigkeit muss man viel üben, lesen half dort nicht weiter.

Er widmete sich nun auch den sekundären Austrittsstellen. Nach reichlicher Überlegung, hatte er sich für die Füße und Augen entschlossen.

So konnte er seine Kicks magisch verstärken, bei seinen ersten Versuchen, flogen allerdings seine Schuhe immer weg. Er musste lernen die Magie durch seine Schuhe wirken zu lassen, weil ansonsten die Schuhe das erste Hindernis darstellten.

Als er seine Augen trainierte, geriet er in Panik, weil nach seinem ersten Versuch konnte er nicht mehr klar sehen und seine Augen brannten wie Feuer.

Nach einer unruhigen und sorgenerfüllten Nacht wachte Harry auf und stellte zu seiner Verwunderung fest, dass das trainieren der Augen einen besonderen Nebeneffekt hatte. Er konnte nun noch besser sehen als vorher und als er sein Zauberbuch betrachtete, konnte er noch feinere Muster in der Magie des Buches sehen, obwohl er sie noch nicht 'lesen' konnte, da er keine andere magische Gegenstände zum Studieren besaß.

So verbrachte Harry die Zeit mit seinen Training und Studium der Magie. In der Zwischenzeit hatte er noch ein paar interessante Fähigkeiten entdeckt, wie man mit Hilfe der Magie seine Schnelligkeit und Stärke verbessern konnte. Dann hatte er noch mit Geistesmagie begonnen. Es handelte sich nicht direkt um Magie sondern vielmehr um das lesen von Gedanken, das Blocken vom eindringen des Gegners und das Ordnen der Gedanken, dieses erhöhte das Lern- und Merk- vermögen.

Dann stieß er auf ein besonderes Kapitel indem wurde beschrieben, dass es ein Gegenstück zu den Austrittsstellen gab. Es betraf die magische Regeneration.

Jeder Körper eines Magiers besaß ein gewisses Maß an Magie oder Mana, wie es manche nannten, man könnte es auch als den Tank eines Magiers bezeichnen, es gab kleine und große Tanks. Wenn der Tank zu klein war konnte diese Person keine Magie ausüben, diese Personen wurden Squibs genannt. Das 'Tankvolumen' eines Magiers konnte man anhand der Größe der Aura abschätzen, aber was nützt ein großer Tank, wenn das Befüllen zu lange dauert, dies könnte in einem Kampf tödlich sein. Um dem entgegenzuwirken musste man seinen 'Tank' leeren, um so ein magisches Vakuum zu erzeugen, dadurch werden die magischen Poren erweitert, durch die der Körper die Magie aus der Umgebung aufnahm. Dies war ein langwieriger und ermüdender Prozess, weil beim ersten Mal, diesen Zustand für einen Monat beibehalten musste. Es gab extra einen speziellen Zauber, der dafür sorgte das die aufgenommene Magie direkt wieder verbraucht wurde. Durch den ständigen Mangel an Magie, fühlte er sich schlapp und müde. Er las kaum und an Training, wagte er nicht einmal zu denken.

Als er nach einen Monat den Entleerungszauber aufhob, konnte er fühlen wie die Magie in seinen Körper strömte.

Danach musste man diese Prozedur, allerdings dann nur noch für ein bis zwei Wochen, alle paar Wochen wiederholen, bis man mit dem Ergebnis zufrieden ist. Harry wiederholte diese Prozedur so lange und exzessiv bis er den Punkt erreicht hatte an dem der Entleerungszauber keine Wirkung mehr hatte, die Magie konnte nun ohne Widerstand durch Harry hindurchfließen.

Nach all dem Training wurde es langsam wieder Sommer. Die Dursley hatten Harry all die Jahre ignoriert und in Ruhe gelassen, sie hatten sogar Dudley verboten mit Harry zu sprechen, aber irgendetwas war nun anders. Wenn Harry die Dursley sah, schauten sie ihn gesorgt an und murmelten etwas vor sich hin

Eines Morgens im Juli, wurde das Geheimnis gelüftet, als Onkel Vernon rief, "Junge! Komm nach unten wir müssen mit dir reden."

Harry kam verwundert die Treppe herunter, in all den Jahren hatten die Dursley ihn noch nie zu sich in die Küche gerufen. Dort saßen nicht nur sein Onkel und seine Tante, auch Dudley saß dort mit am Tisch. Er hatte Dudley lange schon nicht mehr gesehen, aber was er dort sah konnte schon nicht mehr Gesund sein. Dudley hatte es fast geschafft so breit zu sein wie er groß war. Seine Po-Backen hingen rechts und links vom Stuhl herunter und seine gierigen Augen saßen tief in seinen fetten Schädel. Er hatte das größte Doppelkinn, das Harry jemals bei einen gleichaltrigen gesehen hatte, zu allem Überfluss gurrte Tante Petunia um Dudley herum, das er viel essen müsste, damit er Groß und Stark wird, während Dudley sich gierig ein Pfannkuchen nach den anderen hereinzwängte. Harry fragte sich nur wann Dudley letztendlich platzen würde, dies erinnerte ihn vielmehr an eine Schweinemast, als an eine gesunde Ernährung.

Onkel Vernon holte Harry aus seinen Gedanken zurück.

"Hör zu Junge! Diesen Sommer kommst du in die Schule mit Dudley zusammen. Ich möchte keine klagen über abnormales Verhalten hören. Dudley wird mir natürlich Bericht erstatten, sobald du etwas anstellst."

Obwohl Dudley nicht gerade mit Intelligenz gesegnet war, hatte er das Talent, Vorteile für sich auszunutzen und sein Vater hatte ihn gerade so eine Art Freikarte gegeben. Harry wusste, dass das Leben im Lingusterweg in naher Zukunft schwieriger werden würde, aber dennoch machte er sich keine allzu großen Sorgen.

AN:

Sorry Leute für diese Verspätung !

Aber um ehrlich zu sein hatte ich WoW gezockt und zum anderen habe ich unheimliche Schwierigkeiten meine Ideen in Worte zu fassen. Meistens schreibe ich an ein paar Zeilen mehr als eine Stunde! Seufz ich wünschte es würde schneller gehen.

Ich werde mir mühe geben schneller zu posten aber ich mache keine Versprechen die ich nicht halten kann.