Chapter 11
Sie stiegen in Grissom's Auto ein und fuhren nach Miami zu dem Restaurant, welches Horatio empfohlen hatte.
Grissom hatte einen Tisch reservieren lassen, als Sara zusagte für heute Abend. Das Restaurant war schön gemütlich. Sara atmete erleichtert auf. Sie wollte kein romantisches Dinner und das war absolut auch kein Platz dafür. Sara war dankbar dafür.
„Wie ist es dir so ergangen in den letzten 2 Wochen, Sara?", fragte Grissom, als sie saßen und bestellt hatten.
„Mir tut das hier richtig gut, ich bin endlich wieder ich selbst.", Sara strahlte als sie das sagte.
„Man sieht es dir an, du siehst sehr gut aus. Es steht dir gut, dass du etwas Farbe bekommen hast.", machte Grissom ihr das Kompliment.
„Ja ich liebe Miami einfach", sagte sie lachend.
„Was so eine neue Liebe doch ausmacht", neckte sie Grissom.
„Uhm… du bist unmöglich Griss", lachte Sara
Als der Kellner kam, bestellten sie ihr Essen, Grissom ein Steak und Sara eine Gemüse Quiche mit Mozzarella.
„Wie geht es in Las Vegas zu, hattet ihr viel zu tun in den letzten Wochen?" fragte Sara.
„Ja es war viel zu tun, du weißt, Vegas schläft nie, auch nicht die Verbrecher."
Grissom erzählte ihr von seinem letzten Fall, ein 5-fach Mord.
„Wir sind immer noch dran, den Mörder zu fassen" sagte Grissom.
„Bist du deswegen hier in Miami?", Sara sah Grissom fragend an.
„Nein ich bin wegen dir hier, ….. ich habe dich vermisst", Grissom nahm ihre Hand und schaute ihr in ihre wundervollen tiefbraunen Augen.
„Gil Grissom, was ist mit dir los? Du wirst doch nicht etwa Gefühle zeigen?", sagte Sara lachend, damit Grissom nicht bemerkte, dass er sie geschockt hatte mit dieser Aussage.
„Ich….."
Als der Kellner kam verstummte Grissom.
Nach dem Essen versuchte Grissom von dem Thema abzulenken, in dem er von Cath, Nick und den anderen anfing zu erzählen.
Als sie den Nachtisch gegessen hatten, bezahlte Grissom und sie fuhren zum Strandhaus zurück.
„Hast du noch Lust auf einen Kaffee mit rein zu kommen?" fragte Sara.
„Ja gerne" sagte Grissom.
Als sie im Haus waren machte Sara für sich und Grissom einen Kaffee.
„Sara, ich habe heute Mittag dein Gespräch mit Catherine mitbekommen, du willst Las Vegas verlassen?", Grissom sah sie ernst und durchdringend an.
„Ja Griss, ich werde hier nach Miami gehen, ich habe mit Horatio heute alles geregelt", sagte sie ehrlich.
Grissom war, als hätte man ihm soeben den Boden unter den Füßen weggezogen.
Er sah sie traurig an.
„Warum Sara?", es war nur ein flüstern.
Sara standen die Tränen in den Augen, sie hätte Grissom gerne gesagt, dass sie wegen ihm nicht mehr in Vegas bleiben wollte, aber sie konnte es nicht! Sie hatte Angst vor seiner Reaktion darauf.
„Ich bin nicht mehr glücklich in Vegas, Gil", Tränen liefen über ihr Gesicht.
Gil Grissom kam auf sie zu und nahm sie in die Arme, ohne auch nur ein Wort zu sagen, sah er sie an. Er hatte Tränen in den Augen. Er verlor gerade zum zweiten Mal innerhalb ein paar Wochen „seine" Sara.
Sara setzte sich auf die Couch. Sie musste weg aus der Umarmung, bevor sie wieder verletzt wurde.
„Entschuldige Gil, ich hätte es dir eher sagen sollen, aber ich wollte und konnte es nicht", sie sah in schmerzerfüllt an.
„Sara, bitte geh' nicht……", nun liefen auch Grissom die Tränen.
„Grissom, ich kann nicht ….", Sara weinte, sie konnte nun die Tränen nicht mehr zurückhalten.
„Sch Darling, es ist ok", Grissom nahm sie wieder in die Arme.
Sara lehnte sich an ihn und dann brach alles aus ihr raus, was mit Daniel Carter geschehen war. Wie es gewesen ist, als er sie niedergestochen hatte. Alles kam nur so raus, die Tränen liefen ihr nur so über das Gesicht. Grissom wischte ihr die Tränen sanft aus dem Gesicht. Er hielt Sara die ganze Nacht in den Armen. Irgendwann hatte sie aufgehört zu weinen und war eingeschlafen. Und irgendwann, spät in der Nacht als er keine Tränen mehr hatte, schlief Grissom mit Sara in den Armen ein.
Am nächsten Morgen war Sara als erste wach. Sie lag mit dem Kopf auf seiner Brust und er hatte den Arm um sie gelegt und hielt sie fest. Sie musste weg von Grissom, bevor er aufwachte, es war ihr peinlich dass sie sich so an ihn geschmiegt hatte. Sara löste sich aus der Umarmung, ohne dass Grissom aufwachte.
Sara zog sich um und ging Joggen. Sie hörte mal wieder eines ihrer Lieblingslieder: „One more Try". Und sie dachte an gestern Abend. Es war schön, bei ihm in den Armen zu liegen. Auch das Aufwachen war schön, jemanden an seiner Seite zu haben, dem man vertrauen kann.
Grissom wurde wach und wunderte sich, wo Sara war. Dann fand er einen Zettel, auf dem Stand:
Guten Morgen, Langschläfer, bin Joggen:-)
S.
Auch er zog sich um und machte sich auf den weg zum Joggen. Er hoffte, dass er ihr begegnete. Falls nicht. Schrieb er einfach unter den Zettel
Ich auch! ;-)
G.
Grissom war sich nicht sicher in welche Richtung Sara Joggen gegangen war, aber er war sich sicher, sie würde am Strand Joggen. Er dachte ebenfalls über den gestrigen Abend nach und war etwas traurig darüber, dass der Überfall Sara immer noch so zu schaffen machte. Er überlegte was es für ein Grund hatte, warum sie in Vegas nicht mehr glücklich war. Grissom dachte aber nicht daran, dass es wegen ihm war. Aber er wollte nicht, dass Sara ging. Nach einer Weile sah er sie, sie kam ihm entgegen. Aber Sara sah Grissom nicht. sie war viel zu sehr auf ihre Musik konzentriert. Als sie plötzlich fast mit Grissom zusammentraf, sah sie ihn.
"Guten Morgen Gil, gut geschlafen?", fragte sie lächelnd.
"Na ja ein wenig unbequem die Couch, aber ansonsten war es wunderbar", Grissom grinste sie an.
"Und du Sara, wie hast du geschlafen?" hakte er jetzt nach.
"Na ja abgesehen von den Alpträumen eigentlich ganz gut, wobei ich das Aufwachen am besten fand!" jetzt musste Sara grinsen.
Grissom machte ein ziemlich verwirrtes Gesicht. Man sah, dass es in seinem Kopf ratterte und er überlegte. Er schaute ziemlich verwirrt drein.
"Was hast du heute so vor?" riss Sara, Grissom aus seinen Gedanken.
"Ähm eigentlich nichts besonderes", antwortete er, immer noch etwas verwirrt.
"Warum?"
"Na ja ich dachte bevor die Meute in ein paar Tagen einfällt, könnten wir ein wenig Sightseeing machen. Außerdem müsste ich auch mal einkaufen. Denn so wie ich meine Jungs kenne, fallen die wieder über meinen Kühlschrank her", sage sie lachend.
Ihre Jungs? Von wem sprach Sara? Grissom sah noch verdutzter drein als eben. Sara bekam einen Lachanfall als sie Grissom's Gesicht sah.
"Mit meinen Jungs meine ich Nick und Greg", prustete sie los.
"Nick hat so die Angewohnheit, mir den Kühlschrank halb leer zu essen".
"Du kennst Nick ja ziemlich gut, wenn du weißt was er für Gewohnheiten hat", sage Grissom etwas brummig.
Er wusste zwar, dass die beiden schon seit langem befreundet waren, aber dass Sara Nick so gut kannte, rief bei ihm Eifersucht hervor.
"Ja sicher, was meinst du wie oft er bei mir übernachtet wenn wir nach der Schicht noch was trinken waren und er nicht mehr fahren konnte." sagte Sara, und wunderte sich warum Grissom so reagierte.
Grissom überlegte, dass er oft Sara und Nick gesehen hatte, als sie gemeinsam zur Schicht kamen. Aber das war für ihn nicht ungewöhnlich, da sie sich ja auf dem Parkplatz zufällig hätten treffen können, zumindest dachte er das. Grissom wusste nicht was er davon halten sollte, zumal Sara ja am Telefon gesagt hatte, dass sie Nick lieb hatte.
"Grissom?" Sara riss ihn mal wieder aus seinen Gedanken.
"Ja, oh entschuldige, ja klar wir können gerne Sightseeing und Shoppen gehen.
Grissom als auch Sara freuten sich, den Tag miteinander verbringen zu können.
Sara schaute gedankenverloren aufs Meer hinaus.
"Ich würde gerne mal so eine Art Schiff-Sightseeing machen, weißt du was ich meine Grissom?"
"Meinst du dass wir am Hafen in Miami einsteigen und die umliegenden Inseln und Fischerdörfer erkunden?
"Ja genau, du hast es richtig getroffen, was hältst du davon?"
"Das ist zwar eine sonderbare Idee, aber ok gerne, warum eigentlich nicht"
"Wollen wir dann mal wieder weiter laufen, sonst können wir das vergessen, wenn wir hier weiter rumstehen", sagte Grissom grinsend zu Sara.
"Ja klar, sorry, habe ich dich aufgehalten?" fragte Sara schuldbewusst.
"Nein, nein, ich war ja auf der Suche nach dir, bzw. hoffte, ich habe die richtige Richtung genommen."
Jetzt musste Sara grinsen.
Sie joggten ca. eine halbe Stunde nebeneinander her, dabei veranstalteten sie immer wieder eine Art Wettlauf. Sara bewunderte Grissom, dass er so in Form war. Sie war noch lange nicht weit, dass sie wieder so laufen konnte, wie vorher. Sie wurde etwas traurig. Sie war etwas außer Puste.
Grissom bemerkte es und fragte:
"Alles in Ordnung Sara?"
"Ja, bin nur etwas außer Puste, bin eben noch nicht wieder so richtig in Form."
"Hey ich mache dir ein Angebot. So lange ich noch hier bin, laufe ich mit dir, wir bekommen dich schon wieder in Form" sagte er ernsthaft.
"Das würdest du echt machen, danke dir Griss"
Sara war froh über den Vorschlag, denn sie wusste Grissom war gut in Form und sie brauchte jemanden der sie hier leitete damit sie wieder Fit wurde.
"Wie lange bleibst du denn hier?" fragte sie vorsichtig.
"Ich denke bis zum Wochenende" sagte er.
Sara wurde etwas traurig, das hieß, er blieb nicht zu ihrem Geburtstag. Sie hätte ihn gerne hier gehabt.
"Grissom, ich würde gerne noch schwimmen gehen. Ich muss etwas tun, damit ich wieder fit werde" sagte sie als sie kurz vor dem Haus waren.
"Ok Sara, ich muss jetzt erst mal duschen und mich umziehen. Sehen wir uns später?"
"Ja, wir können ja am Hafen frühstücken und dann gleich auf ein Schiff gehen. Ich komme bei dir vorbei, du wohnst ja Richtung Miami, da muss ich ja sowieso vorbei. Gib mir die Adresse, ich finde das mit dem Navigationsgerät schon"
"OK, würde sagen 10Uhr ist eine gute Zeit" sagte Grissom.
Sara schaute auf die Uhr, sie hatten 8 Uhr jetzt, und nickte.
Sara zog sich aus und ging ins Wasser um zu schwimmen. Grissom schaute ihr noch kurz hinterher, dann ging er.
Nach dem Schwimmen duschte Sara. Als sie aus der Dusche kam, sah sie die Notiz von heute morgen, sie musste lächeln, als sie sah, was Grissom drunter geschrieben hatte.
Ein hellblaues Top mit der Aufschrift "Loves Miami", musste es sein, dazu passend eine schwarze Kniehose. Sie suchte nach ihren Snickers und ihrem Baseballcap. Drunter zog sie sich vorsichtshalber mal einen Bikini an. Sara schaute auf die Uhr, es war schon gleich 9:45 Uhr. Sie brauchte ca. 15 Min. zu Grissom, sie musste sich beeilen.
Als Sara sich auf den Weg machte zu Grissom, musste sie schmunzeln. Noch vor ein paar Wochen, hätte sie niemals von Grissom erwartet, dass er mit ihr Sightseeing gehen würde. Sara musste lachen, bei der Vorstellung, wenn sie es den anderen im Team erzählte. Ihr Chef, Gil Grissom auf Sightseeingtour.
