Chapter 13


Sara war müde, als sie bei Grissom am Haus ankamen. Es war zwar erst 3 Uhr Nachmittag, aber die Nacht hinterließ ihre Spuren.

„Ist es ok wenn wir um 8 Uhr essen?", Sara sah ihn erschöpft an.

„Ja sicher, bin dann spätestens um 8 Uhr bei dir".

„Ok Grissom, bis später, bye".

„Bis später Sara" sagte Griss.

Als Sara in ihrem Haus angekommen war, war sie so müde, dass sie sich erstmal hinlegte.

Grissom ging der Tag nicht aus dem Kopf. Er liebte Sara, sie war einfach die Frau die er schon lange liebte. Schon damals in San Fransisco liebte er sie. Aber sie war noch so jung, sie war sein Schützling. Grissom freute sich auf heute Abend.

Sara schlug die Augen auf, sie hatte 2 Stunden geschlafen, und fühlte sich schon besser. Sie bereitete das Abendessen vor. Sie wollte als Vorspeise Tomaten-Mozzarella auf Ciabatta-Brot herrichten und als Hauptspeise, Farfalle mit einer Paprika-Auberginen Soße. Sie bereitete alles vor, so dass sie später nur noch das Ciabatta-Brot belegen und die Nudeln kochen musste.

Sara wollte Cath und Nick noch anrufen um zu wissen, wann sie am Wochenende kommen würden. Sonntag hatte sie Geburtstag. Sara freute sich, dass sie ihre Freunde sehen konnte, aber auch etwas Demut lag in ihrem Gemüt, denn wenn das Wochenende kam, war Grissom nicht mehr hier. Das stimmte sie etwas traurig. Sie wählte die Nr. von Cath.

„Brown", erklang eine Stimme am anderen Ende.

Sara war etwas verwirrt, hatte sie Warrick's Nr. ausversehen gewählt, oder warum war er am Telefon.

„Warrick, hier Sara, sag habe ich mich jetzt verwählt?" fragte Sara verwirrt.

„Hi Sar, nein du hast dich nicht verwählt, nur Cath ist gerade unter der Dusche."

„Ah ok, dann sag ihr bitte, sie soll mich zurückrufen", Sara war jetzt total verwirrt.

Was hatte Warrick bei Cath zu suchen, und warum ging er an ihr Handy. Er hatte doch bestimmt ihre Nr. erkannt. Sara verstand nichts mehr. Sie beschloss sich erstmal zu duschen und dann auf Cath's Anruf zu warten.

Als sie aus der Dusche kam, klingelte ihr Handy.

„Cath?" fragte Sara.

„Ja Sara, hier Cath".

„Sag mal warum geht Warrick an dein Handy und was sucht er in deiner Wohnung?"

„Hm, also, wie soll ich es dir sagen, Warrick und ich sind seit ein paar Wochen ein Paar", sagte Cath etwas unsicher.

Stille am Telefon.

„Sar, bist du noch da?" fragte Cath ängstlich.

Sara brach in Lachen aus.

„Cath ich glaube es ja nicht, du hast es wirklich endlich geschafft, ich freue mich riesig für dich!" sagte Sara erfreut.

„Oh ich dachte schon du wärst böse, weil wir es dir nicht schon im Krankenhaus gesagt hatten".

„Nein Cath, ist schon alles ok, ich freue mich wirklich für euch beide, ihr passt so gut zusammen!"

„Ja genauso gut wie du und Gil", Cath stichelte Sara damit.

„Hmpf, ich glaube echt nicht, dass das noch was in diesem Jahrhundert wird", sagte sie hoffnungslos.

„Warum, ich dachte er wäre in Miami bei dir".

„Ja ist er auch und wir haben echt schöne Tage zusammen, aber irgendwas ist zwischen uns, dass uns nicht näher kommen lässt." seufzte Sara.

„Erzähl mir nicht, dass er immer noch so verschlossen ist".

„Na ja wenn sich Griss mal öffnet, dann ist es ja schön, aber genauso schnell zieht er sich wieder zurück, fehlt eigentlich nur noch, dass er wieder anfängt sich zu entschuldigen, weil er seine Gefühle nicht so zeigen kann."

„Ich bin froh, wenn er am Wochenende wieder weg ist. Dann habe ich wenigstens nicht noch mehr schmerzhafte Erinnerungen an ihn.", sagte Sara traurig.

„Wir werden ihn am Wochenende nicht mehr antreffen? Komisch er hat nichts davon erzählt, als er mich gestern anrief und ich ihn fragte, wann er denn wieder komme. Er sagte nur, er hätte noch ein paar Wochen Urlaub".

„Man aus diesem Mann soll noch einer schlau werden", grummelte Sara.

„Sar ich finde es schade, dass er zu deinem Geburtstag nicht da ist. Aber vergiss ihn, er ist es nicht wert. Nicht dafür, dass er dir immer wieder weh tut.", sagte Cath tröstend.

„Aber ihr kommt doch, oder?", fragte Sara.

„Ja aber sicher, Greggo kann es schon gar nicht erwarten zu dir zu kommen um dir seine neuesten Neuigkeiten zu erzählen", lachte Cath.

„Das ist schön Cath, ich freue mich so, euch alle zu sehen! Sag mal ist Nick auch in der Nähe, ich hätte ihn gerne mal gesprochen."

„Nein, der ist mit Warrick gerade unterwegs zu einem Fall. Aber ich gehe auch gleich zur Schicht, dann kann ich ihm ja sagen er soll dich anrufen", bot Cath Sara an.

„Ja das wäre echt toll von dir Cath", freute sich Sara.

„Bitte sage Warrick und Greggo von mir liebe Grüße und gib Greggo einen Kuss von mir".

„Sara das muss doch jetzt nicht sein mit dem Kuss für Greggo, oder?" fragte Cath unsicher.

„Klar Cath, du sollt ihm ja einen Kuss auf die Wange geben und ihn nicht abknutschen. Das ist die Rache, weil du mir nicht gesagt hast, dass du mit Warrick zusammen bist.", Sara lachte.

„Hmpf, mir bleibt wohl nichts anderes übrig, als es zu tun, womöglich fragst du Greggo noch danach", Cath lachte nun auch.

„Danke Cath, bist ein Schatz. Vergiss Nicky nicht zu sagen, dass er anrufen soll, ich muss ganz wichtig mit ihm reden.", erinnerte sie Cath.

„Ja mache ich Sar. Wir landen übrigens am Freitag um 18 Uhr in Miami, könntest du uns am Flughafen abholen, wir haben doch erst später ein Auto?"

„Ja sicher mache ich das" sicherte Sara zu.

„OK, dann sehen wir uns am Freitag, mach es gut Kleine und schick Grissom in die Wüste", sie lachte.

„Mal sehen, bis Freitag Cath, bye!"

„Bye Sara!"

Sara sah auf die Uhr, es war schon gleich 7 Uhr, sie musste jetzt langsam mal etwas anziehen, wie sie Gil Grissom kannte, kam er wieder eine halbe Stunde zu früh.

Als sie angezogen war, dekorierte sie den Tisch. Sie wählte einen Rotwein für das Essen aus. Gerade, als sie fertig war, den Tisch zu dekorieren, klingelte wieder ihr Handy.

„Sidle"

„Hi Honey, hier ist Nick".

„Hey Nicky, wie geht es dir?"

„Danke, geht so, viel Arbeit, wenn Grissom nicht da ist, aber sonst freue ich mich am Wochenende dich zu sehen.", sagte er.

„Und wie ist es bei dir?"

„Mir geht es immer besser, denke ich habe bald wieder meine alte Form", sagte Sara.

„Das meinte ich jetzt nicht Sar, das wusste ich auch so schon, weil ich dich kenne", entgegnete er ihr lachend.

„Was meinst du Nick, du meinst doch nicht etwa unseren werten Chef, Dr. Gil Grissom?" fragte sie lachend.

„Doch ganz genau den meine ich".

„Ach Nicky, wäre das Leben doch nicht so kompliziert", sagte Sara ernst.

„Sar was ist los, Honey? Du weißt, du kannst mir alles sagen.", sagte Nick.

„Nicky ich weiß nicht was ich tun soll, sobald ich mich Gil nähere, zieht er sich auch schon wieder zurück. Sobald er sich geöffnet hat, ist es auch schon wieder vorbei", Sara hatte Tränen in den Augen.

„Soll ich am Wochenende mal ein Wörtchen mit ihm reden?"

„Nein Nicky, er ist am Wochenende nicht mehr da."

„Was? Er haut noch vor deinem Geburtstag ab?" fragte er entsetzt.

„Ja, aber vielleicht ist es auch gut so, da fällt mir der Abschied von Vegas nicht ganz so schwer."

„Nicky bei mir hat es gerade geklingelt, wird Grissom sein, kannst du mich in einer Stunde noch mal anrufen?" fragte Sara.

„Klar Honey, mache ich, auch wenn ich dich wahnsinnig vermissen werde bis dahin" lachte Nick.

„Bis später, hab dich lieb Kleine ", sagte Nick.

„Bye Nicky, hab dich auch lieb und vermisse dich".

Sara ging noch während des Telefonierens an die Türe, es war wie sie geahnt hatte, Grissom.

Er bekam nur noch das „Bye Nicky und vermisse dich" mit. Sara war schon wieder mit Nick am telefonieren, Grissom war eifersüchtig auf Nick. Er hatte das Gefühl, dass er bei Sara keine Chance gegen Nick hatte.

„Hi Gil, komm rein", begrüßte Sara ihn.

„Hi Sara, na Essen schon fertig, ich bin am verhungern" er grinste sie an

Sara rutschte das Herz in die Hose. Warum nur musste er mir immer wieder so weh tun?

„Fast Grissom. Du kannst schon mal den Wein aufmachen, er steht auf dem Tisch. Ich bin eben noch mal in der Küche."

Sara gab die Nudeln ins kochende Wasser und belegte schnell das Ciabatta und trug es hinaus auf die Terrasse, wo sie gedeckt hatte.

„Hier schon mal ein kleiner Appetitanreger".

„Hm sieht gut aus, und ich muss sagen ich bin auch echt hungrig", sagte er lachend.

„Bist du wieder ok Sara?" fragte er sie nach einer Weile.

„Ja ich habe heute Mittag noch ein wenig schlafen können. Hatte ja heute Nacht nicht wirklich so gut geschlafen und vor allem unbequem", Sara grinste.

„Ja das kann ich nur bestätigen, mit dem unbequem", gab Grissom lachend zu.

Sara ging in die Küche um die Hauptspeise zu holen.

„So, hier nun meine Hauptspeise, ich hoffe es ist gut geworden".

„Also riechen tut es ja schon wunderbar!" macht er ihr das Kompliment.

Grissom hob sein Glas Wein an.

„Lass uns erstmal anstoßen Sara!", sagte er weich.

Sara wurde heiß und kalt, wenn sie hörte wie er es sagte. Da lag etwas in seiner Stimme, dass sie angenehm erschaudern ließ.

Sarah erhob ebenfalls ihr Glas. Grissom schaute sie zärtlich an. Sara spürte einen Schmerz in ihrem Herzen, ihr wurde bewusst, was auch geschehen mag, Grissom würde niemals über seine Gefühle sprechen. Geschweige denn ihr sagen, was er für sie empfindet.

„Ich danke dir für den schönen Tag Sara, es hat mir viel Spaß gemacht. Auf unsere Freundschaft," sagte er und prostete ihr zu.

„Auf unsere Freundschaft", entgegnete sie ihm tonlos.

„Lass es dir schmecken Grissom", sagte sie um ihren Schmerz zu verstecken.

Was war das? Hatte er gerade gesagt Freundschaft? Heute Mittag küsste er sie leidenschaftlich im Meer und jetzt prostete er ihr auf ihre Freundschaft. Sara verstand die Welt nicht mehr. Warum tat er das?

„Das Essen schmeckt sehr gut Sara, ich wusste nicht, dass du so gut kochen kannst", sagte er.

„Du weißt vieles nicht über mich!", sagte Sara etwas zu schroff.

Grissom sah sie mit seiner typischen Art an, der hochgezogenen Augenbraue, wenn er etwas nicht verstand oder unpassend fand.

Während des ganzen Essens sprachen sie kein Wort mehr. Nur die Blicke von Grissom genügten ihr. Er konnte nicht wissen was in Sara vorgeht. Wie auch, wenn man Gil Grissom ist, weiß man von Gefühlen nichts. Es war als würde Sara jemand den Hals zuschnüren. Sie bekam keinen Bissen mehr runter. Tränen standen ihr in den Augen. Sie schluckte mehrmals, damit Grissom ihre Tränen nicht sah.