Chapter 14



Dann klingelte Sara's Handy.

„Sidle" ging sie ran.

„Hi Sar, hier ist Greg".

„Hey Greggo wie geht es dir?" fragte sie freudig.

Greg hatte perfektes Timing, sie freute sich über Ablenkung.

„Sag mal stimmt es, dass Cath mir ein Kuss von dir geben soll?", fragte er Sara erstaunt.

„Ja Greggo das stimmt, das habe ich Cath gesagt. Allerdings sollte sie dir den Kuss nur auf die Wange geben, ich bin unschuldig, wie sie dich auch immer geküsst hat", sagte sie lachend.

„Hmpf, ja es war auf die Wange. Sag Sar-Honey, bekomme ich den einen richtigen Kuss, wenn ich am Wochenende zu dir komme?", fragte er neugierig.

„Ist es mit deiner Freundin schon wieder aus, oder warum willst du mich wieder küssen?" neckte Sara ihn.

„Ja, sie hat mich verlassen, kannst du dir das vorstellen Sar', mich hat eine Frau verlassen!", rief er vor Empörung.

„Greggo, das ist doch kein Wunder bei deinem Verschleiß an Frauen. Du hast ja nicht nur eine Freundin sondern gleich mehrere gleichzeitig. Da war ja Nick nicht so schlimm wie du.", Sara lachte lauthals, als sie sich Gregs Mimik vorstellte.

„Oh man Sar, ich brauche wieder eine Freundin", jammerte Greg.

„Greggo, dann geh heute Abend in ein Casino und such dir eine, bei mir hast du keine Chancen, so Leid es mit tut, aber das musste ich dir mal sagen." gab Sara zurück, sie war nah an einem Lachanfall.

„Sar Honey, bitte, nur ein Kuss am Wochenende und ich bin der glücklichste Mann auf der Welt", bohrte er weiter.

„Greggo, hör auf zu jammern und gib mir mal Nicky, du rufst ja wohl von seinem Handy aus an. Ich vermute er wollte dich gar nicht telefonieren lassen" gab sie lachend zurück.

„Hm ok Sar', du weißt aber auch alles", knurrte Greg.

„Bis zum Wochenende, bye Kleine".

„Bye Greggo, und nicht auflegen, ich will Nicky sprechen".

Grissom der das Gespräch notgedrungen mitbekam war am grinsen. Greg hatte wohl mal wieder eine Freundin weniger. Immer das gleiche mit Greg, dann machte er sich wieder an Sara ran. Es imponierte ihn, wie offen Sara mit ihm umging, ohne ihn zu verletzen.

„Honey hier Nick".

„Hey Nicky, sag mal was war denn mit Greggo wieder los?"

„Sry Honey, aber er wollte unbedingt mit dir telefonieren, er hat mir einfach das Telefon aus der Hand gerissen.", gab Nick lachend zu.

„Schon gut Nicky, ich habe ihn ja wieder auf den Boden zurück geholt", sagte sie lachend.

Grissom unterbrach sie kurz, er teilte ihr mit, dass er kurz raus zum Auto müsse.

Sara ging mit dem Telefon in ihr Schlafzimmer.

„Sag mal störe ich dir gerade mit Grissom.", fragte Nicky Sara grinsend.

„Nein Nicky, da ist und wird es nie was geben, was du stören könntest", sagte sie traurig.

„Hey Honey, was ist wieder los bei dir, Süße ich habe das Gefühl seit Grissom aufgetaucht ist, hast du mehr Probleme, als du vorher je geahnt hast", sagte er ernst.

„Hm, kann schon sein. Wir haben gerade zu Abend gegessen. Er hat einen Salut ausgesprochen, auf unsere Freundschaft!" sagte sie ärgerlich.

„Nein Sar, das kann doch nicht sein. Oh man dieser Mann ist echt nicht mehr normal".

„Ja, diese Erkenntnis hatte ich schon vor Jahren, deswegen liebe ich ihn ja" sagte sie trocken.

„Sar ich weiß, wie sehr du ihn liebst, aber er verletzt dich ständig, das ist es nicht wert."

„Egal Nicky, spätestens am Wochenende ist Schluss damit und dann bin ich bald sowieso hier in Miami und hoffe dass ich ihn vergessen werde, mit der Zeit."

„Oh Sara, meine Kleine, Kopf hoch, bald bin ich bei dir, dann lassen wir es uns so richtig gut gehen", versuchte Nick sie aufzumuntern.

„Ja Nicky, darauf freue ich mich schon sehr".

„Sara, liebe mich und heirate mich, dann hast du keine Probleme mehr mit Gil Grissom", scherzte Nick.

„Ja Nicky ich liebe dich, aber heiraten… du weißt doch ich bin keine Person zum heiraten" antwortete sie lachend.

Was Sara nicht wusste, dass Grissom gerade wieder zu Tür reinkam und ihren letzten Satz mitgehört hatte, was absolut nicht zu überhören war, denn Sara klang dabei laut und lachend. Grissom's Herz bleib stehen. Sara liebte Nick also doch. Er hatte ihr wohl einen Heiratsantrag gemacht. Grissom wusste nicht wie ihm geschah. In ihm begann sich alles zu drehen, er hatte das Gefühl, jemand zog ihm gerade den Boden unter den Füßen weg. Er hatte Tränen in den Augen. Es schmerzte so sehr.

„Ok Sara, wir sehen uns am Wochenende, pass auf dich auf Kleine!"

„Ja ich freue mich auf das Wochenende, bye Nicky!" verabschiedete sich Sara.

Sara ging nach draußen und blieb wie angewurzelt stehen. Sie sah Grissom, aber irgendwas hatte sich verändert. Grissom saß auf der Couch und war in sich zusammengesackt. Er wirkte ausgelaugt und am Ende.

„Hey Gil, was ist los?" fragte Sara, die sich Sorgen machte.

„Oh hey Sara, schon fertig mit telefonieren, alles ok, ich denke ich gehe dann mal wieder, Danke für das Abendessen" sagte er tonlos.

„Was soll das Grissom?", Sara kam sich vor wie in einem schlechten Film.

Plötzlich hörten sie Schüsse. Sara bekam Panik, sie stürzte sich auf den Boden, hinter die Couch, dort blieb sie zitternd und starr vor Angst sitzen.

Grissom war inzwischen rausgelaufen um nachzuschauen, was los war. Er war erleichtert, als er feststellte, dass es nur ein Schreckschuss war, den Sportler am Strand abgefeuert hatten, da sie einen Wettkampf veranstalteten. Grissom ging wieder rein, er konnte Sara erst nicht entdecken, dann sah er eine hilflose Sara, voller Angst und mit Tränen, die ihr die Wangen runterliefen, hinter der Couch sitzen.

Er ging auf sie zu und wollte sie in die Arme nehmen. Sie stand auf und schaute ihn hasserfüllt an.

„Lass das Grissom", zischte sie ihn an.

„Geh einfach und lass mich in Ruhe. Du hast mich genug verletzt die letzten Jahre, ich habe keine Kraft mehr, ich bin am Ende.", sagte Sara weinend.

Sara wurde von Weinkrämpfen geschüttelt. Sie wusste, sie hatte verloren was Grissom anging. Der einzige Mensch, der ihr helfen konnte über das Erlebte hinwegzukommen. Sie dachte an den Kuss von heute Mittag. Sie konnte einfach nicht mehr. Sie liebte ihn zu sehr um sich noch mehr weh tun zu lassen.

„Sara ich weiß, dass du Angst hast wegen David Carter. Aber die Angst geht auch wieder", sagte Grissom.

Sie sah ihn an, in seinen Augen sah sie Tränen. Warum weinte er? Er wollte doch nur Freundschaft, er war derjenige, der sie ständig immer aufs Neue verletzte.

Grissom nahm Sara jetzt in die Arme. Sie sank in seinen Armen zusammen, ihre Beine gaben nach. Grissom fing sie auf.

„Grissom bitte lass mich…..", sagte sie

„Sara, bitte hör mir zu ……."

„Nein Gil Grissom jetzt hörst du mir mal zu. Was zur Hölle empfindest du dabei mich immer wieder zu verletzen? Macht es dir Spaß so mit mir zu spielen? Ich gehe seit Jahren durch die Hölle, versuche an dich ranzukommen und kaum habe ich es geschafft, und schon wieder bekomme ich eine Abfuhr. Was soll das? Heute Mittag küsst du mich und heute Abend bietest du mir deine Freundschaft an? Nein Grissom nicht mit mir!

Der wahre Grund warum ich nach Miami gehe, bist du, ich halte es in deiner Nähe nicht mehr aus. Jeden Tag aufs Neue mit dir zu Arbeiten, dich zu sehen und zu wissen du kannst deine Gefühle nicht zulassen. Zu wissen ich bin nur ein Spielzeug für dich. Ich hasse dich Gil!", es brach alles aus Sara raus, sie konnte sich nicht mehr halten vor weinen, es tat alles so weh.

Grissom starrte sie an. Er wusste nicht wie ihm geschah. Er hatte sich noch nie so hilflos gefühlt. Gil

Grissom wusste zum ersten Mal in seinem Leben nicht mehr weiter. Er wusste keine Antwort auf all das.