Chapter 15


Als er begriff was geschehen war, dass es seine Schuld war, dass Sara Nick liebte. Fühlte er nur noch Leere in sich.

Sie sah Grissom an und erkannte seine Traurigkeit, seinen Schmerz, seine Hilflosigkeit gegenüber dieser Situation. Warum nur hatte sie es vorher nie bemerkt. Jetzt wo es zu spät ist, wo sie ihm alles an den Kopf geschmissen hatte, wurde sie das erste Mal aus Gil Grissom schlau.

"Deswegen liebst du also Nick.", sagte er in einem Ton, den Sara aufsehen ließ.

"Ja ich liebe Nick, Gil, aber nicht so wie dich!" sagte sie mit weicher Stimme und einem Lächeln, dass Grissom so liebte. Er hielt den Atem an.

"Nick liebe ich wie einen Bruder, er ist mein bester Freund, wir haben schon viel zusammen durchgestanden, schöne aber auch weniger schöne Tage. Er war immer für mich da, wenn ich ihn brauchte."

Sie stand nun nahe genug bei Grissom um zu sehen, dass auch er geweint hatte.

"Aber dich Gil Grissom, dich liebe ich so wahnsinnig ..."

"Sch.. Darling".

Weiter kam sie nicht, denn Grissom legte seinen Finger auf ihre Lippen, er sah ihr tief in die Augen. Sie konnte sein Herz fast schlagen hören, so nah war er ihr. Grissom schaute Sara in ihre wunderschönen Augen, die er so sehr liebte. Er legte seine Hand in ihren Nacken und zog sie an sich ran und küsste sie. Grissom küsste Sara noch zärtlicher und leidenschaftlicher als heute Mittag. Sara schmiegte sich an ihn und legte ihre Arme um seinen Nacken. Sie erwiderte den Kuss ebenso leidenschaftlich und zärtlich. Es gab nichts mehr um die beiden herum. Sie hörten nur noch das Herz des anderen, das bis zum Hals schlug.

"Sara Sidle, ich liebe dich, mehr als ich jemals sagen könnte! Ich liebe dich seit so vielen Jahren.", sagte Grissom und schaute sie zärtlich und verlangend an.

Sara blieb das Herz stehen. Diesmal war sie es, die ihn innig küsste. Für beide war es, als wären alle Schmerzen, die sie in den vergangen Jahren hatten einfach nie da gewesen. Sara hatte Gil so viel Liebe zu geben. Sie beschloss ihm zu zeigen, dass man lieben konnte, auch wenn man kein gefühlsbetonter Mensch war, wenn er sie nur lassen würde. Aber sie war sich sicher, er würde darauf eingehen.

"Es tut mir so unsagbar leid, dass ich so ein Dummkopf war Sara", sagte Gil.

Grissom küsste sie wieder und wieder und wieder. Er wollte sie einfach nicht mehr loslassen, er war so glücklich, dass Sara ihn liebte.

"Gil, darf ich dich was fragen?", sie schaute ihn liebevoll an.

"Darling, du darfst mich alles fragen", sagte er lächelnd.

Sara schmolz bei diesem Lächeln dahin. Wie sie doch dieses Lächeln liebte an Gil.

"Ich weiß, du kannst nicht gut mit Gefühlen umgehen. Und ich möchte uns nicht noch mehr weh tun. Erlaube mit bitte, dir zu zeigen, dass man auch lieben kann ohne ein gefühlsbetonter Mensch zu sein". Jetzt lächelte Sara ihn an.

"Sara, Darling, ich kann dir zwar manchmal nicht beschreiben was ich fühle, aber ich kann es dir zeigen, wenn du es zulässt. Und ja, ich würde es gerne wissen wie man lieben kann.", sagte er und erstickte jeder ihrer Worte in Küssen.

Die Küsse der beiden wurden immer inniger und leidenschaftlicher. Sie hatten die ganzen Jahre alle Gefühle unterdrückt und jetzt kam alles wieder raus.

Grissom's Hand fuhr ihren Rücken entlang, unter ihre Bluse. Als er ihre Nackte Haut an ihrer Taille spürte, wuchs sein Verlangen.

Sara erschauderte, ihr Begehren Gil Grissom endlich zu spüren war unermesslich.

Grissom nahm Sara auf seine Arme und trug sie ins Schlafzimmer. Als Sara neben Grissom lag, schaute sie ihn mit einem erotischem lächeln an. Keiner von beiden sagte auch nur ein Wort mehr. Es war auch nicht nötig, denn sie wussten was der andere fühlte. Sie waren beide einfach nur endlos glücklich und gaben sich dem Glück hin, nachdem sie sich so viele Jahre verzehrt hatten.

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Grissom war am nächsten Morgen als erster wach. Sara lag ihn seinen Armen und lächelte im Schlaf. Es war kein Traum, seine Sara lag neben ihm, in seinen Armen. Diese Frau, die er schon seit so vielen Jahren liebte, und fast verloren hätte. Sara machte die Augen auf und sah Grissom zärtlich an.

"Guten Morgen Darling, hast du gut geschlafen?", fragte er lächelnd.

"Ja ich habe so gut geschlafen, wie schon lange nicht mehr." sagte sie und küsste Grissom zärtlich.

Es ist kein Traum, Grissom liebt mich und er ist wirklich hier und hält mich in seinen Armen. Sara konnte ihr Glück kaum fassen. Sie konnte sich nicht vorstellen, wie sie nur ohne Gil Grissom leben konnte. Er war schon seit sie ihn kannte ein Teil von ihr. Auch wenn sie es nicht so wahrhaben wollte, sie liebte ihn über alle Maßen!

"So Darling, jetzt werde ich gemein sein und dich aus dem Bett schmeißen, du willst ja schließlich bis zum Wochenende in Form sein, für Nick.", Grissom grinste Sara an.

"Wie kannst du nur so gemein sein Griss. Siehst du nicht dass ich noch fast schlafe", sagte sie lachend.

Grissom zog Sara an sich und küsste sie leidenschaftlich.

"Hm, mehr" flüsterte Sara Grissom ins Ohr.

"Darling ich glaube du bist wach genug um Joggen zu gehen", sagte er grinsend als er sich von ihr gelöst hatte.

"Du...", Sara verkniff sich die Bemerkung und grinste Grissom an.

Sara zog sich um und ging zum Strand, wo Grissom schon auf sie wartete. Sie joggten ihre übliche Runde und gingen anschließend schwimmen.

Im Wasser küssten sich Grissom und Sara wieder und konnten nicht voneinander lassen.

Plötzlich hielt Sara inne,

"Wir müssen Nick und Catherine anrufen", sagte sie grinsend.

"Sara, ich glaube kaum, dass du hier und jetzt ein Telefon hast und außerdem lass sie doch zappeln. Cath hat es uns mit Warrick auch erst später erzählt.", entgegnete er ihr.

"Du weißt von Cath und Warrick", fragte sie erstaunt.

"Ja, Cath hat es mir gestern erzählt, als ich sie anrief und ihr mein Herz ausgeschüttet habe", gab Grissom zu,

Sara musste lachen.

"Genau das habe ich gestern bei Nick gemacht, deswegen hatte er mich gestern Abend auch angerufen", sie lachte,

"Sara, jetzt habe ich eine Frage an dich", er schaute sie ernst an.

"Gestern als du mit Nick telefoniert hast, hast du zu ihm gesagt, dass du ihn nicht heiraten willst. Hatte Nick dir einen Heiratsantrag gemacht?" fragte Grissom sie,

"Ja und Nein Gil, Nick fragte mich aus Spaß, ob ich ihn denn nicht liebte und ihn heiraten wolle. Er versuchte mich aufzumuntern und es gelang ihm dadurch ja auch, weil ich sofort lachen musste am Telefon. Denn ja, ich liebe Nick wie einen Bruder, und das weiß er auch. Davon abgesehen, bin ich kein Mensch der so auf das Heiraten steht. Ich halte davon nicht viel, das weißt du ja auch, wir hatten ja schon öfters dieses Thema in der Schicht. Du warst doch nicht etwa eifersüchtig und dachtest ich liebe Nick wirklich?", sie grinste Grissom an.

Grissom konnte nicht genug davon bekommen, wenn Sara ihn liebevoll Gil nannte. Sara benutzte seinen Vornamen sonst kaum.

"Doch Darling das war ich, es war hart für mich, denn ich dachte ich hätte dich verloren.", flüsterte er, weil der Gedanke daran ihm weh tat.

Sara nahm ihn fester in die Arme und sah ihn direkt in die Augen.

"Gil, ich liebe dich von ganzen Herzen und niemand anderen. Für mich gibt es seit Jahren nur noch dich. Auch wenn du es nicht wahrhaben wolltest!", Sara sah Grissom zärtlich an.

"Sara ich liebe dich auch so sehr. Meine Sara.", flüsterte er ihr ins Ohr und küsste sie

Sie gingen gemeinsam unter die Dusche und Grissom zeigte Sara, wie sehr er sie liebte. Anschließend frühstückten sie gemütlich auf der Terrasse.

"Gil, mich würde mal interessieren, wie du mich gefunden hast!" Sara war neugierig, das wollte sie ihn schon die letzten Tage fragen.

"Das mein Darling, bleibt mein Geheimnis", grinste Grissom.

"Das bringt mich auf eine Idee, ich muss gleich unbedingt ins Crime-Lab um mit Horatio zu sprechen." sagte sie.

"Horatio hat nichts erzählt, wo ich dich finde. Er hat dicht gehalten Sara.", sagte Gil.

"Nein ich will nicht deswegen zu Horatio. Ich denke du hättest mich nach meinem Urlaub gerne wieder in Vegas im Labor? Oder täusche ich mich", sagte sie zu Grissom grinsend.

"Das meinst du ernst? Du bleibst in Vegas?" Grissom konnte es nicht glauben.

"Ja Gil, ich bleibe bei dir in Vegas", sagte sie leise und schaute ihn innig an.

"Sara, Darling, das ist wunderbar, denn wir brauchen dich. Damit meine ich jetzt nicht nur im Labor. Aber am meisten brauche ich dich Sara, ich möchte dich nie wieder gehen lassen.", sagte er jetzt leise.

Sie umarmte ihn und gab ihm einen Kuss auf die Stirn und sagte: "Das wirst du auch nicht müssen".

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"Schade Sara, wir hätten dich gerne in unserem Team gehabt, gerade nach dem Verlust von Speedle, fehlt uns ein hervorragender CSI, aber ich kann dich verstehen", sagte Horatio mit einem Lachen.

Als sie wenig später mit den anderen von Horatio's Team zusammen saßen. Gab Ryan Grissom ein Fax.

"Grissom du hast hier noch dein Fax von der Autovermietung. Als ich dir sagte, welchen Wagen Sara gemietet hatte und welche Adresse sie angegeben hat, warst du so schnell weg und hattest es hier liegen lassen", sagte Ryan.

Grissom lief rot an und grinste.

"Ryan es ist wirklich super von dir, wie du deine Arbeit machst, aber das hätte unter uns bleiben sollen", sagte Horatio einem Lachanfall nahe.

Sara grinste. So hatte er sie also gefunden. CSI eben durch und durch. Sie musste lachen.

"Ähm, das tut mir jetzt aber leid Grissom", sagte Ryan und sah schuldbewusst zu seinem Chef Horatio.

"Ist schon ok, Ryan. Ist jetzt nicht mehr so wichtig, aber das Fax nehme ich mit, als Andenken", sagte Grissom ebenfalls lachend.

"Manchmal ist es schon gut, dass der Freund ebenfalls ein CSI ist", sagte Sara, und sah dabei Grissom lachend an.

Sie verabschiedeten sich von Horatio und dem Team und versprachen noch mal vorbeizukommen bevor sie wieder nach Vegas flogen.

„Wollen wir noch Mittagessen gehen hier?", fragte sie Grissom.

„Ja so langsam macht sich der Hunger bemerkbar, aber allerdings nicht nach Essen, sondern nach dir Darling", neckte Grissom sie.

Sara lachte.

„Grissom wir sind hier mitten in Miami, und du kannst an nichts anderes denken".

„Ich kann schon seit ein paar Tagen an nichts anderes mehr denken.", flüsterte er ihr zu.

„Gil reiß dich zusammen und lass uns Mittagessen gehen, ich habe auch noch Hunger nach normalen Essen", sie schüttelte den Kopf und lachte.

„Spielverderberin", neckte Grissom sie.

Als sie nach dem Essen wieder auf dem Heimweg waren, brannte Sara etwas auf dem Herzen. Sie wollte wissen, ob Grissom immer noch vor hatte am Wochenende nach Vegas zurück zu fliegen.

Sie hatte einfach Angst, er würde sagen, dass er wegen der Arbeit zurück wollte. Oder hatte sie vielmehr Angst, dass er nicht wusste, dass sie am Sonntag Geburtstag hatte.

Grissom sah, dass etwas nicht mit ihr stimmte.

"Hey Darling, was ist los, du schaust so traurig?" er sah besorgt aus.

"Nichts Honey", log sie.

"Du kannst mir alles sagen Sara, gerade wenn dich etwas beschäftigt oder traurig stimmt." sagte Grissom liebevoll.

Sie sollte nicht das Gefühl bekommen, dass er sie zu etwas drängen wollte.

"Ich ... ich weiß nicht wie ich anfangen soll Griss, ich habe Angst", sagte sie leise.

Grissom fuhr neben ran und nahm Sara in die Arme.

"Sara, Darling, ich bin immer für dich da, ich möchte dich nicht zu etwas drängen was du nicht willst. Aber du musst keine Angst haben mir zu sagen, was dich beschäftigt. Ich liebe dich nicht nur, ich bin auch dein Freund und höre dir zu." sagte Grissom liebevoll

Sara's Herz machte einen Sprung. Sie liebte ihn genauso, doch hatte sie Angst vor einer erneuten Enttäuschung. Sie hatte schon zu viele Enttäuschungen hinnehmen müssen. Sie wollte einfach dass Schluss ist damit. Sie sah Grissom an, in seine Augen entdeckte sie das Vertrauen, dass er ihr entgegenbrachte und die Liebe, nach der sie sich so gesehnt hatte. Sie wollte diese Liebe nie wieder vermissen müssen. Die lächerliche Angst, wandelte sich in Panik um. Es war eigentlich geradezu lächerlich so eine Panik zu machen.

„Wir fahren jetzt erstmal wieder zurück zum Haus, und dann kannst du wenn du willst es mir sagen, aber wenn nicht ist es auch in Ordnung", sagte Grissom.

Er hätte zu gerne gewusst was Sara grämte.