Chapter 16
Als sie zu Hause waren, zog Grissom Sara mit zur Couch.
„Was hältst du von relaxen", grinste er sie an.
„Gute Idee Honey, aber zuerst möchte ich noch etwas loswerden."
Sara holte tief Luft.
„Wie lange bleibst du noch bei mir hier in Miami?", fragte sie .
Grissom grinste Sara an.
„Was grinst du so?", fragte sie ärgerlich.
„Sara, meinst du wirklich ich gehe hier weg ohne dich? Nein Darling, ich verlasse Miami erst zusammen mit dir, wenn du wirklich wieder in Ordnung bist.", er sah sie zärtlich an und lächelte.
„Außerdem möchte ich an deinem Geburtstag bei dir sein!", fügte er hinzu.
„Gil, ich liebe dich!"
„Ich liebe dich auch Sara."
„Hattest du etwa deswegen so schlechte Laune auf dem Heimweg? War es das, was dich bedrückte?", fragte Grissom Sara.
„Ja ich hatte Angst, dass du nicht mehr hier wärst am Sonntag."
„Darling, nie würde ich dein Geburtstag verpassen wollen!", sagte er sanft.
Grissom nahm Sara in die Arme und küsste sie hemmungslos leidenschaftlich.
Bald schon übermannte beide die Leidenschaft und das Bett war ihre Endstation.
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Ein paar Tage später gingen sie gegen Abend zum Strand und veranstalteten ein Picknick.
Sara lehnte sich an Grissom und seufzte. Sie fühlte sich so glücklich und geborgen bei Grissom. Aber sie dachte auch darüber nach, was es für Probleme im Lab gab, wenn sie nach zurück nach Vegas kamen. Wenn sie nur an Ecklie dachte, wurde ihr flau im Magen. Den Mann mochte sie nicht und er sie wohl auch nicht. Sie hatten beide schon mehrere Auseinandersetzungen miteinander gehabt.
„Worüber denkst du nach?", wollte Grissom wissen.
„Ich dachte gerade darüber nach, wie es wohl wird, wenn wir zurück in Vegas sind. Ich musste an Ecklie denken!", entgegnete sie.
Grissom musste lachen.
„Du denkst jetzt schon an einen anderen Mann und wir machen nur ein Picknick, na das kann ja lustig werden in Zukunft", Grissom grinste.
„Grissom ich meine es ernst. Du kennst Ecklie, wie er auf mich zu sprechen ist."
„Mach dir da mal keine Gedanken, er wird schon nicht beißen und wenn doch, beißt du einfach zurück, du hast schon einmal bewiesen, dass du Ecklie gewachsen bist, also mach dir keine Gedanken."
„Hm vielleicht hast du ja Recht! Ich stelle mir Ecklie's Gesicht gerade vor, wenn er davon erfährt", sagte sie und grinste auch.
Grissom verschluckte sich an seinem Eistee vor lachen.
„Sara bitte nicht weiter machen, sonst muss ich mir wirklich auch noch Ecklie's Gesicht vorstellen. Du kannst dir vorstellen, dass das nicht gerade antörnend wirkt", er versuchte Luft zu holen, aber konnte nur lachen.
Sara konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.
Sie schmiegte sich enger an ihn und er nahm sie fest in die Arme.
„Meine Sara", flüsterte Gil überglücklich.
„Ja Honey, deine und nur deine", sagte sie zärtlich und gab ihm einen langen innigen Kuss
„Ich möchte dich nie wieder verlieren, Sara. Ich habe einfach zu viel gelitten die letzten Wochen. Es fing an, als du überfallen wurdest, als ich, bevor ich zu dir ins Krankenhaus kam, nicht wusste ob du überhaupt noch lebst. Dann die gute Nachricht, gleich wieder verbunden mit einer schlechten, du lebst, aber keiner wusste, ob du es schaffen würdest, ich war verzweifelt" .
„Gil, mir geht es wieder gut und ich lebe!", sagte Sara leise zu Grissom.
„Dann die ganzen letzten Wochen, als ich nicht wusste wo du warst. Ich wollte mit dir sprechen, doch du hast mich immer wieder abgewiesen."
Grissom sprach das erste mal offen und frei über seine Gefühle zu ihr. Sara wollte ihm einfach nur zuhören und ihn festhalten.
„Es war die Hölle. Dich jetzt in meinen Armen zu wissen ist das Schönste, was ich mir je erträumt habe. Und glaube mir Darling ich habe fast jede Nacht von dir geträumt in den letzten Jahren!", sagte er mit belegter Stimme.
Sara streichelte ihm zärtlich über seine Wange und seine Lippen und küsste diese ebenso zärtlich.
Sara hatte Tränen in den Augen, auch sie dachte an die letzten Wochen und Jahre. Die erst mal vergebliche Liebe zu Gil Grissom, hatte sie fast zu einem nervlichen Wrack gemacht.
„Gil, hier konnte ich das erste Mal wieder ich selbst sein. Hier konnte ich die taffe und selbstsichere Sara Sidle sein, die ich schon lange nicht mehr war. Deine Zurückweisungen hatten mich jedes Mal weiter runter gezogen. Ich liebte dich schon als ich nach Vegas kam, das war der Grund warum ich kam. Du warst nicht mehr mein Mentor, aber du warst mein Vorgesetzter."
Grissom streichelte Sara über ihren Arm, er hörte ihr einfach nur zu und sah sie an.
„Es war schlimm für mich, immer wieder aus mir rauszugehen, dir zu zeigen und dich spüren zu lassen, was ich für dich empfinde, so wie im Krankenhaus als ich zu dir sagte, dass ich dich brauche, um dann wieder verletzt zu werden. Es war einfach zuviel, deswegen bin ich hierher gegangen, ich versuchte dich zu vergessen, ein für alle mal den Namen Gil Grissom aus meinem Gedächtnis zu streichen. Ich wollte nicht wieder verletzt werden." Sara lief eine Träne übers Gesicht.
Grissom küsste ihr die Träne weg und hielt sie fest in seinen Armen.
„Sara Sidle, ich brauche dich!", sagte er mit rauer Stimme
„Ich brauche dich auch Gil Grissom", sagte sie und sah ihn zärtlich an.
Sie verbrachten eine Weile schweigend Arm in Arm und waren froh, dass sie alles rausgelassen hatten.
Grissom fand die Sprache als erster wieder.
„Weißt du worauf ich mich freue Sara? Auf das Gesicht von Nick, Cath, Warrick und Greg", sagte er schmunzelnd.
„Ja darauf freue ich mich auch schon den ganzen Tag", sie musste auch lachen.
„Wann kommen die 4 eigentlich morgen an?" Grissom sah Sara fragend an.
„Cath sagte mir, dass der Flieger um 18 Uhr hier in Miami landen würde.", antwortete sie ihm.
„Sag mal Darling, was wünschst du dir denn zum Geburtstag?"
„Dich Honey, sonst bin ich glücklich. Brauche nur dich und meine Freunde, mehr möchte ich nicht. Ich halte nichts von großen Geschenken, obwohl dein Buch über die Physikalischen Gesetze letztes Jahr, war schon einfallsreich!" neckte sie ihn.
„Das weißt du noch", fragte er verblüfft.
„Sicher, ich habe es auch hier mit dabei.", sagte sie schmunzelnd.
Grissom staunte nicht schlecht. Sara lass tatsächlich das Buch, dass er ihr letztes Jahr zum Geburtstag geschenkt hatte. Er hatte es damals sehr sorgfältig ausgesucht und gehofft, dass es ihr gefalle.
„Nick war sogar etwas beleidigt, dass er nichts zu seinem Geburtstag bekommen hat.", Sara lachte.
„Ach deswegen war er so schlecht auf mich zu sprechen letztes Jahr", Grissom musste grinsen.
Sara fröstelte. Grissom legte seinen Arm enger um sie. Es begann allmählich zu dämmern.
„Wollen wir rein gehen, uns einen Film anschauen?" fragte er Sara.
„Das ist ja mal eine gute Idee von dir Dr. Gil Grissom!", neckte sie ihn liebevoll.
„Ja Miss Sidle, ab und zu habe auch ich ganz gute Einfälle", sagte er grinsend.
Als sie im Haus waren, duschten beide erst mal ausgiebig miteinander. Als sie dann endlich auf der Couch landeten und den Film anschauten, war es schon reichlich spät.
Sara war schon 20 Minuten später eingeschlafen. Grissom weckte sie mit einem Kuss.
„Darling komm mit mir ins Bett. Ich kann mich erinnern, dass die Couch nicht so bequem war zum schlafen", sagte er schmunzelnd.
„Ja ist sicher bequemer im Bett", sage sie schläfrig.
Als sie im Bett lagen schmiegte sich Sara an Grissom und er nahm sie in den Arm. Nach ein paar Minuten waren sie so eingeschlafen.
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Sara war am nächsten Morgen als erste wach. Sie lag noch immer eng an Grissom geschmiegt in seinen Armen. Sie schaute auf den Wecker, es war erst 7 Uhr. Sie wollte Grissom noch schlafen lassen. Sara betrachtete Grissom lächelnd. Wie süß er aussah, wenn er schlief. Sie konnte es noch immer nicht fassen. Sie hatte Grissom dazu gebracht, sich ihr zu öffnen. Er ließ Gefühle zu und vertraute ihr. Die Aussprache hatte Sara gestern sehr gut getan. Sie hoffte mit Hilfe von Grissom wieder die zu werden, die sie war, bevor der Überfall von David Carter war. Sara hatte es noch immer nicht ganz überwunden. Aber sie wusste, solange sie Gil an ihrer Seite hatte, konnte es nur besser werden. Sie lächelte glücklich und schaute Gil verliebt an.
Als Grissom die Augen aufmachte, blickte er in ein paar tiefbraune strahlende Augen.
„Guten Morgen Gil, hast du gut geschlafen?" fragte sie ihn.
„Ja sehr gut sogar, mit so einer Frau, wie dich, in den Armen kann man doch nur gut schlafen", sagte er liebevoll.
„Ja das hast du recht, in deinen Armen zu schlafen ist ebenfalls sehr schön und tut gut!", sagte sie.
Grissom zog Sara an sich und küsste sie zärtlich. Sie standen nur auf um joggen zu gehen. Danach frühstückten sie im Bett und verbrachten auch den ganzen Vormittag im Bett.
Sara freute sich auf ihre Freunde. Sie vermisste Nick und die anderen. Es waren jetzt schon fast eineinhalb Monate her, seit sie Cath, Nick, Warrick und Greg zuletzt gesehen hatte.
„Kommst du mit schwimmen Gil?", fragte Sara.
„Nein Darling, gehe du mal schwimmen, ich muss eben noch kurz telefonieren.", sagte er und grinste dabei geheimnisvoll.
„Warum grinst du so, wenn du telefonieren musst. Du telefonierst doch nicht etwa mit Hodges?", fragte sie lachend.
„Nein Sara, bestimmt nicht mit Hodges", sagte er und grinste.
„Ok Darling, dann gehe ich heute mal alleine schwimmen", sagte sie und gab Gil einen liebevollen Kuss.
Sara ging zum Meer hinunter um zu schwimmen. Sie schwamm mittlerweile wieder so gut wie vor dem Überfall. Sie war wieder gut in Form, das war für sie sehr wichtig. Sie liebte den Sport und wollte in Form sein, wenn sie nach Las Vegas zurück ging. Nur noch ein paar Wochen, dann ging sie wieder nach Vegas. Sie hatte gemischte Gefühle. Sie freute sich, dass nun mit Grissom zusammen sein konnte. Aber auch etwas unsicher, was wohl die anderen im Lab dazu sagten.
Eine halbe Stunde später ging sie wieder zum Haus zurück. Grissom saß mit einer Forensic-Zeitschrift auf der Terrasse und schaute auf, als sie kam.
„Hey Darling, wie war das schwimmen?"
„War prima, ich bin wieder so weit in Form um es mit Nick aufzunehmen.", gab sie lachend zurück.
„Wissen die anderen eigentlich, das du länger bleibst?" fragte sie Grissom.
„Ja ich hatte Cath vor ein paar Tagen angerufen und gesagt, dass ich hier noch etwas länger an einem schwierigen Fall zu arbeiten hätte."
„Gilbert Grissom, du bist einfach unmöglich", neckte sie ihn.
„Sara Ann Sidle, du weißt dass ich es gar nicht mag, wenn man meinen ganzen Vornamen ausspricht."
Grissom wusste auch, dass sie es nicht mochte mit ihrem zweiten Vornamen angesprochen zu werden.
„Hmpf ok, Waffenstillstand Gil, du nennst mich nicht mehr Sara Ann und ich dich nicht mehr Gilbert!", sagte sie lachend.
Grissom kam auf sie zu und schaute ihr in ihre wundervollen braunen Augen. Sara schaute Grissom an, er hatte in den letzten Tagen genauso Bräune wie sie bekommen. Seine blauen Augen kamen dadurch noch mehr als sonst zum Vorschein.
Sie lächelte ihn an und wurde von ihm innig und leidenschaftlich geküsst. Jedes Mal, wenn Gil Grissom sie küsste, blieb ihr Herz stehen. Sie war so verliebt in ihn. Sie wusste, sie wollte ihr Leben mit ihm verbringen.
„Sara, ich liebe dich", sagte er und sah sie zärtlich an.
„Ich liebe dich auch Gil", sagte sie heißer.
Er küsste sie wieder, diesmal leidenschaftlicher und fordernder als zuvor. Sara verlor sich darin.
Sie löste sich schweren Herzens von Gil und ging unter die Dusche. Sie wollten noch, bevor sie die anderen vom Flughaben abholten, zu einem Fischerdorf in die Nähe fahren. Gil hatte dort wohl schon sehr gut gegessen, als er gelegentlich in Miami war.
Als sie fertig geduscht hatte, überlegte sie, was sie anziehen sollte. Sie entschied sich für die gleichen Sachen, wie vor einer Woche, als Gil hier ankam. Die weiße Kniehose und das Camouflage-Top.
Als sie aus dem Schlafzimmer kam, stand Grissom schon fertig angezogen da und wartete auf sie.
„Warum nur brauchen Frauen immer so lange", scherzte er.
„Glaube das Thema hatten wir erst vor einer Woche", sagte Sara lachend.
„Genau und ich hatte dir damals schon gesagt, dass du genauso schön bist, wenn du gerade aufgestanden bist, und ich kann mich nur wiederholen.", sagte er grinsend.
