Chapter 24
„Warum darf ich nicht zu ihr? Was ist los mit ihr? Verheimlichst du mir was Nick?", Greg war völlig aufgebracht.
„Nein Greg ich verheimliche dir nichts. Versuche sie zu verstehen, dass sie erst mal Zeit braucht um mit allem klar zu kommen.", sagte Nick beschwichtigend.
„Greg, gib ihr Zeit bis morgen, versuche dich in sie reinzuversetzen, was würdest du an ihrer Stelle machen, wenn du so etwas erlebt hättest?", Warrick sprach zwar zu Greg, sah aber Cath an, die es auch nicht verstehen konnte.
Beide, Cath und Greg nickten.
„Na dann sollten wir für heute nach Hause gehen und etwas schlafen, denke unseren Beiden geht es gut. Wir überlassen sie sich selbst erst mal, glaube das brauchen beide jetzt.", sagte Nick.
Nick fuhr nicht nach Hause sondern ins Hotel Mercure, wo Calleigh auf ihn wartete. Er hatte ihr vorhin am Telefon nur das Nötigste erzählt. Er brauchte sie jetzt und freute sich auf sie.
°°°°°°°°°°°°°°°
Am nächsten Morgen wachte Grissom schon früh auf. Er vermisste Sara, er wäre gerne bei ihr um ihr zu sagen, dass er sie gut verstehen konnte, wie sie sich fühlt. Und um sie wissen zu lassen, dass sie nicht alleine ist.
„Guten Morgen Dr. Grissom.", riss ihn Dr. Anston aus den Gedanken.
„Wie geht es ihnen heute?"
„Guten Morgen Dr. Anston, es geht schon besser.", antwortete ihm Grissom.
„Das freut mich zu hören, in 2-3 Tagen werden ihnen die Fäden gezogen, dann geht die Heilung auch voran!", sagte er.
„Kann ich noch was für sie tun?"
„Ja da wäre tatsächlich was, wäre es möglich Ms. Sidle auf ihrem Zimmer zu erreichen?", Grissom sah ihn fragend an.
„Sicher, ich werde ihnen gleich die Nummer geben lassen von ihrem Telefon im Zimmer.", sagte Dr. Anston.
Eine halbe Stunde später kam eine Schwester mit der Telefon-Nr. von Sara's Zimmertelefon herein.
Grissom überlegte ob er anrufen sollte, oder ob er ihr Zeit lassen sollte. Er entschied sich dafür, sie anzurufen. Er vermisste sie und wollte wenigsten ihre Stimme hören.
Er wählte ihr Nr.
„Ja hier Sidle.", sagte es am anderen Ende der Leitung.
„Hey Darling, wie geht es dir?", Grissom hielt den Hörer zitternd in der Hand.
„Honey, wie schön dich zu hören, mir geht es ganz gut. Aber wie geht es dir?", sie klang besorgt.
„Mach dir keine Gedanken um mich, ich komme schon wieder in Ordnung.", sagte er leicht lächelnd, als er hörte wie Sara sich über seinen Anruf freute.
„Gil, ich…", sie kam nicht weiter, denn er unterbrach sie.
„Sara du musst nichts sagen, es ist alles ok, ich verstehe dich."
„Ich wusste es, dass du mich verstehst, wenn mich jemand versteht, dann du!", sagte sie erfreut.
„Ich vermisse dich Gil."
„Ich vermisse dich auch Sara."
Als sie aufgelegt hatten, weinte Sara. Sie konnte nicht aufhören, aber das wollte sie auch nicht. Sie wusste egal was auch geschehen würde, Gil war bei ihr. Die Gedanken, die sie gestern hatte, waren wie weggeblasen. Sie dachte dass es erstaunlich war, wie gut ihr Grissom tat.
An diesem Tag kam Greg endlich zu seinem Besuch. Er freute sich, Sara lächeln zu sehen.
„Sar-Honey, ich habe mir große Sorgen um dich gemacht", er sah ernst aus.
„Greggo ich bin wieder ok, ich habe Schlimmes durchlebt die letzten Monate. Gestern sah es für mich so aus, als ob mich das ganze einfach erdrückte.", sagte sie ehrlich.
„Was ist der Punkt, der dich jetzt anders denken lässt.", Greg sah sie fragend an.
„Grissom, ich habe mit ihm vorhin gesprochen, er hat mich hier angerufen. Weißt du Greg, du wirst sicher gemerkt haben, dass wir, du und ich, uns manchmal einfach ohne Worte verstehen."
„Ja Sar, das weiß ich, so sollte es bei Freunden auch sein.", sagte er.
„Genau, und das was ich mit dir und Nick habe, habe ich in ähnlicher Weiße mit Gil. Er vertraut mir blind und weiß wann er mich gehen lassen soll und wann nicht."
„Ja Sara, er wusste es schon immer, aber manchmal sind wir Männer einfach zu stolz und zu stur es zuzugeben.", sagte Greg lachend und gab ihr einen Kuss auf die Stirn.
„Ich hoffe du findest irgendwann einmal auch so jemanden!", sagte sie.
„Sara, das habe ich schon, ich habe dich als Freundin."
Sara musste über Greg lachen. Er war schon süß der „kleine" Greggo. Sie hatte ihn echt gerne.
„Greg ich meinte jetzt, dass du irgendwann mal eine Freundin findest, mit der du so sein kannst wie wir beide.", sagte sie immer noch lachend.
„Ich weiß Sar-Honey, was du meinst.", Greg musste jetzt auch lachen.
Cath kam die Tür rein und sah die beiden lachen. Sie freute sich, dass es Greggo mal wieder geschafft hatte. Ihm konnte Sara einfach nicht widerstehen bei seinen „Witzen".
Cath ging zu Sara ans Bett, als Greg gegangen war und drückte ihre Hand.
„Danke Cath, dass du versucht hast mich zu verstehen.", sagte Sara.
„Danke nicht mir, sondern Gil. Er liebt dich wirklich sehr Sara. Er hat mir zu denken gegeben.", sage sie.
„Ich weiß Cath, deswegen liebe ich ihn so. Er ist wie er ist und ich möchte ihn niemals anders haben.", Sara grinste.
„Oh man ihr beide seid schon ein Paar, erst findet ihr nicht zueinander, dann kann euch nichts, aber wirklich nichts mehr trennen!", Cath freute sich sehr für Sara.
°°°°°°°°°°°°°°°-
Ein paar Tage später bekam Grissom die Fäden gezogen. Er war schon wieder im Begriff langsam aufzustehen. Während Sara, die noch mal operiert werden musste, wegen einer Nierenquetschung, noch im Bett bleiben musste.
Sie telefonierten jeden Tag miteinander. Sie vermissten einander und wollten sich sehen. Es lag nun an Grissom diesmal den ersten Schritt zu tun und zu Sara zu gehen. Er wollte nichts lieber als das. Er versuchte jeden Tag aufs Neue ein paar Schritte mehr zu laufen. Grissom hatte sich in den Kopf gesetzt zu Sara zu laufen und nicht im Rollstuhl hingefahren zu werden.
Nick, Cath, Greg und Warrick, kamen jeden Tag abwechselnd zu den beiden.
„Man Grissom, du bist aber auch echt stur, warum lässt du dich nicht von mir im Rollstuhl zu Sara fahren?", sagte Nick ein paar Tage später.
„Nein Nick auf meinen beiden Füßen gehe ich zu ihr, auch wenn du es nicht verstehst.", sagte er entschlossen.
Als er ein paar Tage später zu Sara ins Zimmer kam, schlief sie gerade. Sara wusste nicht, dass Grissom kommen wollte. Sie wusste überhaupt noch nicht, dass er schon wieder angefangen hatte aufzustehen. Die anderen mussten auch versprechen ihr nichts zu verraten.
Grissom betrachtete Sara wie sie schlief. Er war glücklich, dass sie lebte und dass er bei ihr war. Er setzte sich zu ihr ans Bett und nahm ihre Hand.
„Gil? Was machst du denn hier? Geht es dir denn schon wieder so gut?", Sara freute sich so sehr, dass er bei ihr war.
„Hey Darling, gut geschlafen?", fragte er grinsend.
„Ich habe dir zuerst die Fragen gestellt.", lachte sie.
„Ja mir geht es schon wieder besser, Greg, Nick, Cath und Warrick haben mir geholfen auf die Beine zu kommen."
„Sie haben mir nichts gesagt. Ich nehme an, du hast sie zum Schweigen verpflichtet. Aber sage mir bitte, wie hast du es bei Greg geschafft?", sie grinste.
„Ach sagen wir mal so, ich habe Greg damit gedroht, dass er auf unserer Hochzeit nicht mit dir tanzen darf.", Grissom strahlte Sara an.
„Und warum ich hier bin….?"
Grissom beugte sich zu Sara und küsste sie zärtlich auf ihren Mund.
„… weil ich dich vermisst habe und dich sehr liebe.", beendete er den Satz.
„Ich liebe dich auch Honey"
Jetzt zog Sara, Gil vorsichtig zu sich ran und küsste ihn leidenschaftlich.
„Habe dich auch so sehr vermisst.", sie schenkte Grissom wieder eines ihrer Lächeln, die er so liebte.
°°°°°°°°°°°°°°°-
Eine Woche später wurde Grissom entlassen. Sara musste noch im Krankenhaus bleiben, sie war noch nicht fit genug.
Grissom und die anderen kamen jeden Tag und besuchten sie. Grissom blieb bis spät Abends bei ihr. Sie wollte ihn kaum gehen lassen. Sie freute sich, wenn sie endlich wieder nach Hause durfte. Nur noch 4 Monate dann war die Hochzeit und es gab noch so viel zu tun.
Ein paar Tage später war es so weit, Sara durfte auch endlich nach Hause. Ihr zu Hause war zurzeit bei Grissom. Sie hatten sich geeinigt bei ihm im Haus zu leben.
Sie war überglücklich endlich wieder alleine mit Grissom im Haus zu sein. Keine Schwester die reingeplatzt kam, wenn sie sich küssten.
„Woran denkst du?", Sara sah Grissom fragend an.
„Dass ich Glück habe, dass ich dich habe!", sagte er und sah sie verliebt an.
„Gil, können wir über die Entführung reden?", sie sah in ernst an.
„Ja sicher Darling, ich wollte damit warten, bis du so weit bist.", sagte Grissom.
„Mir liegt auch viel auf dem Herzen, was ich dir sagen möchte."
„Dann fang du an Honey, ich höre dir zu.", sagte Sara und setzte sich zu Grissom auf die Couch.
„Ich fange am besten damit an, dass ich mehr als zuvor an uns und unsere Beziehung glaube und dich endlich heiraten möchte. Ich habe mit angehört was du gesagt hast in der Lagerhalle. Ich konnte nicht reagieren oder mit dir reden, aber ich habe gehört wie du für unsere beiden Leben gekämpft hast. Ich danke dir Sara. Das ist viel mehr als ich je erwartet habe.", er sah ihr ernst in die Augen.
„Es war für mich eine Situation, wie ich sie noch nie hatte. Ich habe und fühle mich so sehr mit dir verbunden, wie mit noch nie einem Menschen. Ich dachte wenn ich nichts tue, stirbst du. Oh Honey, ich hatte wahnsinnige Angst davor. Ich sehe fast täglich tote Menschen. Aber als du neben mir lagst und so schwer geatmet hast, hatte ich nur noch Panik. Es tut mir leid, wenn ich mich in Gefahr gebracht habe, aber ich wollte etwas tun. Im Krankenhaus, hatte ich als ich aufgewacht bin den Gedanken wieder wegzulaufen. Ich wollte dir nicht weh tun, ich wollte nicht, dass du leidest wegen mir.", Sara sah nun auch Grissom an.
„Sara, Darling, ich dachte mir, dass du so ähnlich reagieren würdest. Aus diesem Grund habe ich auch Cath und Nick gesagt, dass sie deine Entscheidungen respektieren müssen. Ich wusste du brauchtest deine Zeit um das Erlebte zu verarbeiten. Was hat dich dann doch umgestimmt?"
„Umgestimmt hat es mich, als Nick kam und mir gesagt, dass du es verstehst wie ich reagiere und dass du zu ihnen gesagt hast, sie sollen mir Zeit geben. Ich dachte in dem Moment nur, das ist die Liebe, wie ich sie für dich empfinde. Ich war mir mit allem auf einmal so sicher wieder.", Sara lächelte.
„Sara uns verbindet so viel und das wird uns nie jemand kaputtmachen. Du weißt wie schwer ich mir in diesen Sachen tue, aber ich habe von dir eines gelernt. Das es nichts bringt sich zu verschließen. Sonst säßen wir heute nicht gemeinsam hier."
„Ich weiß und auch wenn ich in der Lagerhalle zuerst nicht verstanden habe, was du mir damit sagen wolltest, dass unser Liebe immer da sein wird. Als ich im Krankenhaus aufgewacht war, wusste ich es dann." Sara sah Grissom innig an.
Grissom hatte Sara in seine Arme gezogen und küsste sie begehrend und zärtlich.
„Gil ich liebe dich so sehr!"
„Ich liebe dich auch Sara, mehr als ich dir jemals sagen kann!"
„Übrigens ich weiß dass du in San Fransisco schon in mich verliebt warst. Ich war genauso in dich verliebt, aber es durfte damals einfach nicht sein. Und Darling, ich möchte mir dir auch Kinder haben.", Grissom grinste sie an.
Sara sah in verblüfft an.
„Du hast es ja tatsächlich mitbekommen, ich dachte wirklich du konntest es nicht hören.", sie lief rot an.
Er nickte grinsend und küsste sie wieder.
Die Beiden vergaßen alles um sich herum als sie sich küssten. In ihrem Kuss wuchs das Verlangen nach mehr. Grissom trug Sara unter Küssen ins Schlafzimmer.
°°°°°°°°°°°°°°°
Ein paar Tage später, waren beide wieder zurück im Lab. Als sie vor dem CSI parkten, sah Sara Grissom von der Seite an.
„Ist es für dich ok wieder reinzugehen?"
„Ehrlich gesagt, ein wenig seltsam ist es schon. Aber ich freue mich auf die Arbeit."
„Ja mir geht es genauso. Wobei ich vielleicht eher als Angst als seltsam beschreiben würde."
„Lass uns reingehen Darling.", sagte Grissom und gab ihr einen leichten Kuss.
Gemeinsam, gingen sie ins Labor. Dort wurden sie schon von den anderen CSI's herzlich empfangen.
„Hey willkommen zurück ihr beiden.", sagte Warrick, als er sie sah.
Sara ging erst mal in den Aufenthaltsraum um einen Kaffee mit den anderen zu trinken. Grissom ging direkt in sein Büro, dort fühlte er sich noch am wohlsten im Moment.
„Sara, alles ok bei dir?", fragte sie Nick.
„Ja, ich denke schon Nick, ein wenig mulmig ist mir schon, aber das wird sicher auch vergehen.", sie nickte ihm zu.
Nach einer Weile ging es Sara schon wieder besser. Sie arbeitete mir Greg an einem Fall und untersuchte mit ihm die Beweise.
„Hast du was gefunden?", fragte sie Greg.
„Hm ich bin mir nicht sicher, aber das hier könnte doch von dem Auto sein, welches unser Opfer angefahren hat.", sagte sie nachdenklich.
Sara war froh sich wieder auf ihre Arbeit konzentrieren zu können, ohne dass ihr dabei das Erlebte im Weg stand.
Greg sah sie grinsend an.
„Was grinst du so?" fragte sie ihn.
„Du bist echt wieder die „alte" Sara. Gibt sich voll und ganz den Beweisen hin."
„Greg du neunmalschlauer, arbeite lieber, als mich zu analysieren.", sagte sie lachend.
Als sie später nach Schichtende zu Grissom ins Büro kam, bot sich ihr das gleiche Bild, wie Greg wohl bei ihr gesehen hatte. Grissom war gebeugt über die Insektenbeweise von einem Fall.
„Hey Honey, was machen deine Freunde?"
Grissom sah auf und grinste Sara an.
„Ich glaube denen geht es gut.", erwiderte er lachend.
„Tut mir leid, dass ich mich nicht habe blicken lassen, aber Greg und ich hatten einen schwierigen Fall."
„Ist schon in Ordnung Sara, ich war hier mindestens genauso beschäftigt.", sagte Grissom lächelnd.
„Warum grinst du jetzt so?", Grissom sah sie fragend an.
„Na ja ich erinnere mich gerade daran was Greg vorhin zu mir gesagt hat. Er meinte ich wäre wieder die „alte" Sara, weil ich mich so in die Beweise reingehängt habe.", sagte sie lachend.
„Und genauso kommst du mir gerade vor. Ich kenne es nicht anders, als dass du dich deinen Insekten widmest.", sprach sie weiter.
Grissom grinste breit, er legte die Beweise zur Seite und sah Sara an.
„Miss Sidle, was halten sie davon, wenn wir für heute Schluss machen und ich ihnen zu Hause meine Insektensammlung zeige."
Sara musste lachen.
„Mr. Grissom, das halte ich für eine gute Idee, ich wollte schon immer etwas über ihre eigenartige Insektensammlung wissen."
Grissom zog sie an sich ran und küsste sie. Dann gingen sie gemeinsam nach Hause, auch wenn die Insekten Nebensache waren, hatten sie viel Spaß.
°°°°°°°°°°°°°°°
Es waren schon ein paar Wochen vergangen, seit sie zurück im Labor waren. Cath steuerte Mittags direkt auf Sara zu, die bei Grissom im Büro saß.
„Hi Gil, ich muss dir Sara entführen.", sagte sie mit einem Grinsen.
Sara hatte zuvor mit Cath ausgemacht, dass sie heute auf Brautkleidsuche gingen. Sie hatten sich für den Rest der Schicht freigenommen.
Grissom sah verwundert zu Sara, die ein Grinsen im Gesicht hatte.
„Frauensache", sagte sie zu ihm.
„Wann bist du wieder zurück?", fragte er sie.
„Ich weiß es nicht, wir sehen uns dann zu Hause.", antwortete sie ihm und gab ihm einen Kuss.
Sie rannte regelrecht in den Umkleideraum. Ihr ging es gar nicht gut heute. Sie überlegte was sie wohl gegessen hatte, dass ihr so übel war. Sie schob es auf die Gemüse-Lasagne von heute Mittag.
Grissom sah verwirrt zu Cath, die noch bei ihm im Büro war.
„Was war das denn? Geht es ihr nicht gut?", er war besorgt.
„Ich kann mir schon denken was sie hat, ich mach das schon, du bekommst sie heute Abend wieder." sagte Cath zu Grissom und verließ grinsend das Büro.
... TBC
