Chapter 28
Eine Weile später fuhren sie zu Grissom's Townhouse. Beide waren ziemlich müde von dem Tag und so schliefen beide gleich ein als sie im Bett lagen.
Am nächsten Tag fuhren sie mit vollgepackten 2 Autos zum neuen Haus. Sie wollten heute das erste Mal im neuen Haus schlafen und hatten schon einige Dinge mitgenommen.
Nick und Greg waren auch schon am Haus als die beiden ankamen. Sie hatten Frühstück mitgebracht, wie versprochen.
Alle gingen nach dem Frühstück gleich an die Arbeit. Nick half Sara beim Streichen des Kinderzimmers.
„Du hast doch das Lindgrün ausgesucht? Oder irre ich mich?", fragte sie Nick.
„Ja sicher, Griss hat mir da ganz freie Hand gelassen, so wie ich ihm beim Schlaf- und Wohnzimmer. Warum fragst du?", sie sah Nick verwundert an.
„Na ja dieses Grün hast du ja auch in deinem Schlafzimmer.", sagte er lachend.
„Na ja es gefällt mir eben und da es ja neutral bleiben sollte, fande ich es eine gute Farbe.", entgegnete Sara.
Grissom und Greg strichen gerade die Badezimmer.
Nick und Sara hörten nur wie Greg sich bei Grissom noch mal wegen gestern Abend entschuldigte. Sie sahen sich beide an und lachten.
„Hat sich Greg so viele Gedanken gemacht?", fragte Sara Nick.
„Naja du kennst doch Greggo, wie er ist. Er wollte in keinem schlechten Licht da stehen bei Grissom.", Nick musste Lachen, wenn er an Greg dachte wie er sein konnte.
„Oh man ich glaube ich sollte Greg mal sagen, dass Gil kein Ungeheuer ist.", sagte Sara.
Am Nachmittag waren die Renovierungsarbeiten abgeschlossen. Die Möbel, die sie vor einigen Tagen gekauft hatten, wurden geliefert.
Als sie alles aufgebaut hatten, was es fast schon Abend. Greg, Nick und Sara fuhren mit 3 Autos zu ihrer Wohnung und räumten aus. Sara hatte schon die meisten Sachen in Umzugkartons verstaut. Denn eigentlich wollte sie ja zu Gil ins Townhouse ziehen.
Jim Brass, der am Nachmittag vorbeigekommen war, fuhr mit Grissom zum Townhouse um seine Sachen abzuholen. Er hatte ebenfalls schon fast alles in Kartons gepackt.
So ging es relativ schnell, so dass sie nach 3 Stunden fast fertig waren.
Alle waren müde und hungrig. Da kam Jim eine Idee.
„Sara, Jungs, ich lade euch zum Essen ein! Ich denke nicht, dass ihr in dem Chaos kochen wollt.", Brass sah Sara und Grissom an.
„Nein sicher nicht, danke Jim für die Einladung, glaube wir sind alle ziemlich erledigt!", sagte Sara.
Es wurde nicht sehr spät, denn jeder wollte nur noch nach Hause und schlafen.
Sara und Grissom verbrachten die erste Nacht im neuen Haus!
Am nächsten Tag verbrachten sie den Tag mit Aus- und Einräumen.
Im Arbeitszimmer fand sich Platz für Grissom's Insektensammlung und auch noch für Sara's Sachen.
Am Montag im Labor, ging alles seinen gewohnten Arbeitsgang. Sie hatten glücklicherweise nicht viel zu tun, denn Sara ging es an dem Tag nicht so gut. Sie musste sich ständig übergeben und hatte tiefe Ringe unter den Augen.
„Darling, alles in Ordnung?", fragte Grissom sie, als sie sich in der Pause in Grissom's Büro gegenüber saßen.
„Hm es geht so, mir ist heute wirklich nicht so gut. Wer hat eigentlich gesagt dass Schwangerschaft was schönes sei?", sagte sie zynisch.
Grissom musste Grinsen. Aber er machte sich auch Sorgen um sie.
„Ich glaube du gehst für heute nach Hause.", sagte er mitfühlend.
„Ja, ich glaube es ist wirklich besser, vielleicht hilft mir ja ein Bad und etwas Schlaf.", sagte sie müde.
„Bis später Honey.", sagte Sara und gab Grissom einen flüchtigen Kuss.
„Bis später Darling, und ruhe dich aus.", sagte Grissom.
Als Sara zu Hause war, gebadet hatte, ging es ihr schon ein wenig besser. Sie war froh schlafen zu können.
Sie hörte nicht, wie Grissom am frühen Morgen von der Schicht kam. Als sie gegen Mittag aufwachte, hatte er sich an sie gekuschelt und schlief noch. Sara strich ihm liebevoll übers Gesicht, er merkte es nicht. Sie stand auf, und kochte Kaffee und machte etwas zum Frühstück.
Sara ging es richtig gut. Nichts zu spüren von Übelkeit.
„Morgen Darling.", Grissom stand hinter ihr und umarmte sie.
„Morgen Honey, schon ausgeschlafen?", fragte sie Grissom.
„Ja als ich aufgewacht bin, war das Bett so leer, da konnte ich nicht mehr einschlafen.", sagte er grinsend.
„Oh du Armer, dafür habe ich dir aber auch schon Frühstück gemacht. Ich denke mal nicht, dass du nach der Schicht etwas gegessen hast?"
„Um... nein ich war so müde und wollte gleich zu dir nach Hause.", sagte er mit halbvollem Mund.
„Warum hast du mich denn nicht geweckt, als du nach Hause gekommen bist?", fragte sie ihn ein wenig vorwurfsvoll.
„Du hast so ruhig geschlafen, da wollte ich dich nicht wecken. Der Schlaf hat dir doch gut getan, oder?"
„Ja hat er, ich fühle mich gut, keine Spur von Müdigkeit oder Übelkeit.", Sara war froh.
„Hm, nur noch ein paar Tage, dann habe ich dich wieder für mich in Miami.", sagte Grissom in Gedanken.
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Ein paar Stunden später war es vorbei mit Träumen. Sie hatten heute viel zu tun. Grissom und Nick hatten einen Mord. Sara und Greg eine Vergewaltigung, das Opfer lag schwerverletzt im Krankenhaus.
Inzwischen waren Cath und Warrick auch wieder vom Urlaub zurück. Beide hatten noch eine Menge Papierkram zu erledigen, der sich in ihrem Urlaub angehäuft hatte.
Als Greg und Sara von ihrem Tatort wieder im Labor waren, trafen sie auf Cath und Warrick im Pausenraum.
„Sara, hast du schon alle organisiert wegen der Hochzeit?", fragte Cath sie.
„Ja ein paar Kleinigkeiten noch, aber Calleigh erledigt das für mich.", sagte sie.
„Fliegt ihr beide am Donnerstag mit nach Miami?", Sara sah Cath und Warrick fragend an.
„Ich ja, ich konnte Ecklie's Herz erwärmen mir freizugeben.", sagte Cath.
„Sorry Sara, aber ich komme erst Montag nach, irgendjemand muß ja Greg unter Kontrolle halten.", sagte er grinsend.
„Hey was soll das.", beschwerte sich Greg.
„Ich bin eben kein Workaholic, wie ihr. Ich habe schließlich noch ein Privatleben, im Gegensatz zu euch nehme ich mir Urlaub. Habe eben nur noch zwei Wochen, und da die Hochzeit ja erst Samstag in einer Woche stattfindet, habe ich noch genug Zeit nach Miami zu kommen.", gab er grinsend hinzu.
Der Fall den Sara und Greg hatten, schien ziemlich schwierig zu werden. Das Opfer, ein 16 Jähriges Mädchen, verdächtigte ihren Lehrer, sie vergewaltig zu haben. Das erwies sich als ziemlich schwierig, denn das Mädchen konnte nicht reden, da sie ihr Peiniger krankenhausreif geschlagen hatte. Dafür redete der Lehrer um so mehr um sich reinzuwaschen. Sie konnten keine eindeutigen Beweise sichern bei dem Mädchen, da sie sich bevor sie zusammengebrochen war, geduscht hatte.
„Warrick, könntest du uns mit dem Fall helfen?", wir brauchen noch jemanden, der denn Fall abschließt mit Greg, wenn ich nicht mehr da bin.
„Ja sicher, könnt ihr mich mal Aufklären über alles, was ihr bis jetzt habt."
Sara und Greg erzählten Warrick die Details ihres Falls.
Greg und Sara fuhren noch mal ins Krankenhaus zu dem Mädchen.
Warrick widmete sich den Beweisen im Labor.
Als die beiden vom Krankenhaus wieder zurück waren, saßen die 3 im Beweisraum und überprüften noch mal alles.
„Hm ich glaube ich gehe mal meinen Flug umbuchen.", sagte Sara etwas enttäuscht.
„Der Fall ist wichtig, ich habe ja noch ne ganze Woche, es reicht ja wenn Gil rüber fliegt."
„Sara, das ist deine Hochzeit, nichts kann wichtiger sein.", sagte Greg.
„Greggo, zu meiner Hochzeit bin ich ja rechtzeitig in Miami, Gil fliegt ja schon rüber und kann einiges managen. Außerdem reicht es wenn ich Sonntag oder Montag mit euch fliege auch noch.", sagte sie ernst.
„Sara hat Recht Greg, es ist nun mal unser Job!", pflichtete Warrick ihr bei.
Sara sah in dankbar an.
Sie wollte gleich ins Büro zu Grissom gehen und ihm sagen, dass sie noch in Vegas bleiben musste. Wie würde er es auffassen? Heute morgen hatte er sich noch gefreut, mit ihr ein paar Tage allein zu verbringen.
Sie achtete nicht darauf, das Grissom's Bürotür zu war. Sie klopfte kurz an und machte die Tür auf. Grissom schien sie nicht gehört zu haben. Sara verstand auch gleich warum er sie nicht gehört hatte.
Er saß auf seinem Stuhl und mit dem Gesicht zu ihm, Catherine auf dem Schreibtisch.
Das war aber nicht dass was Sara schockte, sondern, das was sie mit anhören musste, als sie die Tür öffnete.
„Ich gehöre Dir und will dich für immer lieben."
„Ich liebe dich auch Grissom und ich gehöre nur dir.", antwortete Catherine mit einem Kichern.
Grissom stand auf und umarmte Catherine.
Inzwischen war Warrick hinter Sara getreten, die beiden sahen sich an und schlossen leise und wortlos die Tür.
Grissom und Cath, bekamen von all dem nichts mit.
Sara war übel, sie rannte in die Umkleide. Warrick ging ihr hinterher.
„Hey alles ok Sara?", fragte er.
„Du fragst mich allen ernstes ob alles ok mit mir ist?", sagte Sara, der die Tränen kamen.
„Hast du nicht gehört was die beiden gesagt haben?", fuhr sie fort.
„Doch habe ich Sara, aber ich kann und will es nicht glauben.", sagte er.
„Mein Gott Warrick, deine Frau flüstert meinem zukünftigen Mann Liebesgeständnisse ins Ohr! Hältst du das für normal?", fragte sie ihn?
„Nein ich halte das für absolut unnormal.", sagte er und auch er begriff langsam was Grissom und Catherine da gesagt hatten.
„Kann deine Frau denn nicht genug von dir bekommen, oder warum muss sie sich an meinen Freund ranmachen?", fragte sie ihn wütend.
„Sara was soll das? Vielleicht war es ja Grissom der sie dazu aufgemuntert hat.", sagte er verletzt.
„Wer weiß wie lange das mit den beiden schon geht.", fügte er hinzu und ging aus dem Umkleideraum.
Sara war geschockt, sie wusste nicht was sie denken sollte. Alles drehte sich. Hatte er das eben wirklich zu Catherine gesagt? Hatte SIE das eben zu Grissom gesagt. Sara konnte es nicht glauben. Sie konnte nicht mehr und wurde von Weinkrämpfen geschüttelt.
Eine Weile später kam Nick in die Umkleide.
„Sara, Honey, was ist los, geht es dir nicht gut, ist was mit dem Baby?", fragte er sie.
Sara hatte völlig vergessen, dass sie schwanger war, sie konnte an nichts mehr denken, seit sie die Szene mit Grissom und Catherine gesehen hatte.
„Nein Nick, dem Baby geht es gut.", sagte sie weinend.
Sie erzählte Nick die ganze Geschichte. Nick stand da mit offenem Mund und hörte ihr zu.
„Sara, das kann nicht sein, nicht Grissom, er liebt dich. Du hast dich sicher verhört."
„Nein Nick, habe ich nicht. Frage Warrick, er hat es auch mitbekommen, er stand hinter mir.", sagte sie voller Schmerz und Wut.
„Oh Sara, das tut mir so leid, wie geht es Warrick?"
„Weiß ich nicht, er sollte mal lieber seine Frau etwas besser im Auge behalten."
„Sara, weiß du von was du redest? Warrick kann doch nichts dafür, was meinst du wie er sich fühlt?"
„Wie er sich fühlt? Wie fühle ich mich, ich bekomme ein Baby von einem Mann, der eine Andere liebt!", sagte sie voller Wut.
„Ich muss wieder an die Arbeit.", sagte sie noch kurz angebunden und verschwand.
Nick schaute ihr verwirrt und geschockt hinterher.
Sara widmete sich wieder den Beweisen, sprach aber kein Wort mit Warrick.
Sie war verletzt und enttäuscht. Sie wusste nicht was sie machen sollte. Traurig nahm sie ihren Verlobungsring vom Finger und ließ ihn in ihre Tasche gleiten.
Sie wollte mit Grissom nicht reden, sie wusste nicht einmal wie es weitergehen sollte. Sie wollte in weniger als 2 Wochen heiraten und ihr zukünftiger Mann betrog sie womöglich schon länger.
Als die Schicht zu Ende war, steckte Grissom seinen Kopf in den Beweisraum. Sara saß noch immer an den Beweisen, sie war alleine im Raum.
„Hey Sara, kommst du mit nach Hause?", fragte er sie.
„Nein ich habe noch zu arbeiten, wir sehen uns später.", sagte sie tonlos.
„Du musst leider morgen alleine nach Miami fahren, ich habe noch einen wichtigen Fall.", fügte sie hinzu.
„Ja, habe es schon von Ecklie gehört, tut mir leid Darling.", sagte er mitfühlend.
Grissom merkte, dass etwas nicht mit ihr stimmte. Aber er wollte jetzt nicht mit ihr reden, nicht im Labor.
„Ok, ich warte auf dich zu Hause.", sagte er, ein wenig enttäuscht, als sie nicht mehr antwortete.
Er stand noch in der Tür, aber Sara blickte sich nicht um, sie sagte nichts mehr.
Grissom ging und Sara saß im Beweisraum und konnte ihre Tränen nicht zurückhalten. Noch vor ein paar Stunden, war sie so glücklich gewesen.
Die nächsten Tage bis zum Abflug von Catherine und Grissom, war Sara kaum ansprechbar, sie beschäftigte sich mit dem Fall eingehend.
Sie verabschiedete sich am Donnerstagmorgen von Grissom, mit der Begründung, dass sie wegen dem Fall früher ins Labor musste.
Grissom wusste nicht was mit ihr war. Er kam nicht an sie ran, sie redete kaum mit ihm. Er vermisste seine Sara. Er nahm sich vor, am Wochenende mit Nick darüber zu reden. Vielleicht wusste er ja etwas.
„Ich liebe dich und vermisse dich jetzt schon. Hoffentlich kommst du bald nach.", rief Grissom ihr hinterher, als sie zum Wagen ging.
Aber von Sara kam keine Reaktion.
Sara stürzte sich in die Arbeit. Sie wusste nicht was sie tun sollte. Sie wollte einfach nicht darüber nachdenken.
Sie waren nur 3 CSI in den folgenden Nachtschichten. Greg, Warrick und sie. Nick war mit Cath und Grissom schon nach Miami geflogen.
Greg kam im Labor auf Sara zu.
„Entweder du erzählst mir jetzt was los ist, oder ich rede nie wieder mit dir.", sagte er ernst.
„Greg, lass mich bitte, ich habe genug Probleme.", sagte sie entnervt.
„Nein Sara, ich lasse dich nicht, ich bin dein Freund und ich will wissen was los ist. Was geht zwischen dir und Warrick ab? Warum giftet ihr euch beide so an. So was tut man nicht als Freunde.", Greg war inzwischen wütend geworden.
„Greg du verstehst das nicht, das ist eine Sache zwischen mir und Warrick.", sie sah ihn mit funkelten Augen an.
Warrick kam ins Labor und wollte wieder gehen, als er Sara sah.
„Halt, du bleibst hier, ich will jetzt wissen was los ist.", sagte Greg und schaute Warrick durchdringend an.
„Greg, halt dich da gefälligst raus. Das geht dich nichts an, das ist unser Privatleben.", schrie Sara wutentbrannt und verließ das Labor.
