Chapter 31

Am nächsten Morgen wurde Sara durch den Wecker ihres Handy's geweckt. Sie war noch etwas müde, schließlich war es spät geworden.

Cath steckte den Kopf zur Türe rein.

„Morgen Süsse, gut geschlafen?"

„Morgen Cath, ja eigentlich schon.", sagte sie immer noch gähnend.

„Sag mal Cath, hättest du irgendwas gegen die Nervosität, die bringt mich noch um."

„Ach ist ja interessant. Sara Sidle ist nervös!" Cath konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.

„Ja Cath, es ist furchtbar, so nervös war ich nicht mal bei meinem Abschluss in Havard.", sagte sie lachend.

„Wir frühstücken jetzt erstmal, dann geht es dir schon etwas besser, glaube mir.", sagte Cath.

„Oh ja und einen Kaffee, glaube den einen nimmt mir mein Kleines nicht übel.", sagte sie und strich sich gedankenverloren über ihren Bauch.

„Aber nur einen, denn alles andere nimmt dir dein Kleines sicher übel.", sagte Cath lachend.

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Grissom hatte die Nacht kaum ein Auge zu getan. Er hatte sich so daran gewöhnt, neben Sara aufzuwachen, dass er automatisch mit der Hand neben sich langte. Aber da war es leer. Er vermisste Sara und war nervös. Wie sie wohl aussehen wird? Greg hat ja schon ein wenig was verlauten lassen über das Brautkleid. Aber nicht genug, dass er sich eine Vorstellung davon machen konnte.

Er ging erstmal in die Küche um sich einen Kaffee zu holen. Er wäre fast über Greg gestolpert, der mitten im Wohnzimmer sein Lager aufgeschlagen hatte. Grissom musste grinsen. Greg lag auf dem Rücken und hatte den Arm über seine Augen gelegt und schnarchte leise vor sich hin. Sie hatten gestern nicht wenig getrunken. Ihn hatte es gewundert, dass Nick, Greg und Warrick überhaupt noch stehen konnten.

Grissom rieb sich die Schläfe, ihm ging es nicht viel besser. Er hatte einen Kater. Er konnte sich nicht erinnern, wann er das letzte Mal so einen Kater hatte. Oh doch, das letzte mal war in San Fransisco, als er mit Sara und ihren Freunden in einer damals relativen neuen Bar waren. Sie hatten ihn den ganzen Tag überredet mitzukommen. Aber erst als Sara sagte, dass sie mitgehen würde, hatte er sich breitschlagen lassen. Wenn er daran zurückdachte, waren es schöne Erinnerungen, damals hätte er Sara beinahe gesagt wie wichtig sie für ihn ist. Aber es war einfach noch zu früh.

„Morgen Gil", holte Horatio ihn aus den Gedanken.

„Morgen Horatio", Grissom sah Horatio an und stellte fest, dass er auch ziemlich mitgenommen wirkte.

„Oh man brummt mir der Schädel.", Greg der sich von seiner Schlafkoje erhoben hatte, rieb sich den Kopf.

„Ich glaube wir hatten gestern alle ein wenig viel.", stellte Grissom fest.

„Jemand einen Kaffee?", fragte Nick, der mit Warrick in der Terrassentür stand und grinste.

„Wie lange seid ihr schon wach, dass ihr so ausseht?", Greg sah die beiden an und schüttelte den Kopf.

„Hm sagen wir mal, wir haben eine Dusche und zwei Kopfschmerztabletten Vorsprung.", sagte er lachend.

„Griss ich hoffe, du hast nichts dagegen, ich habe schon Kaffee gekocht.", sagte Warrick.

„Nein ist schon in Ordnung, ich könnte jetzt auch einen vertragen.", sagte er leise, denn sein Kopf brummte fürchterlich.

Er nahm sich eine Tasse und setzte sich auf die Terrasse zu Horatio und Greg.

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Sara, hatte sich inzwischen geduscht und saß jetzt bei Cath in der Küche und trank ihren Kaffee.

Sie war müde und ihr war übel. Sie musste sich heute Morgen schon zweimal übergeben. Sie hoffte nur, dass es jetzt vorbei war für den Tag.

Sie war in Gedanken und schreckte plötzlich auf.

„Cath ich habe keinen Brautführer.", sagte sie mit Tränen in den Augen.

Cath sah dass Sara völlig durch den Wind war und wollte sie beruhigen.

„Bleibe ruhig Sara, wir finden schon jemanden, notfalls wird es sicher Jim übernehmen.", sagte sie lächelnd.

„Meinst du er würde das machen?" sie schaute Cath hoffnungsvoll an.

„Sicher, du kennst doch Jim, er macht das sicher gerne."

Sara war ein wenig wohler. Warum nur, war sie so nervös, das war doch sonst nicht ihre Art. Nein, das war ganz und gar nicht Sara Sidle. Gott, bald bin ich Sara Grissom. Sara wurde noch nervöser aber sie freute sich darauf.

Im Radio spielten sie das Lied „Make a Memory" von Jon Bon Jovi. Sara lächelte und ihre Gedanken schweiften weit ab von der Gegenwart. Sie dachte ca. 10 Jahre zurück. Damals, als sie Gil Grissom kennenlernte. Ihre Freunde wollten unbedingt rausfinden wie Dr. Grissom privat war. Natürlich interessierte es sie auch. Sie war begeistert von ihm und seinen Vorträgen und hielt große Stücke auf ihn.

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Flashback ca. 10 Jahre zurück:

Sara hatte nicht wirklich viel Lust an diesem Abend auszugehen, aber ihre Freunde wollten unbedingt, dass sie mitkam. Eigentlich hätte sie ja gerne einen ruhigen Abend gehabt, denn ihr Job beim CSI war manchmal ganz schön anstrengend.

Komm schon Sar, gib dir einen Ruck und gehe mit.", sagte Reena, ihre Freundin.

Sie saßen im Hörsaal und diskutierten darüber was sie am Abend machen sollten.

Reena, ich wollte eigentlich später noch mal in den Laden gehen, den wir entdeckt hatten. Ich versuche schon seit Monaten, ein ganz bestimmtes Buch über Physikalische Gesetze „Models of theoretical Physic" von Josiah Willard Gibbs zu ergattern."

Das kannst du immer noch machen, komm mir zu liebe.", Reena sah sie smilend an.

Also gut, wann und wo?", fragte sie ihre Freundin.

Wir treffen uns um 7 in der Bar, wollen für Sasha noch etwas vorbereiten, er hat doch Geburtstag. Du singst doch wieder?"

Omg, ok wenn es sein muss."

Beide widmeten sich dem Vortrag von Dr. Grissom über Entomolgie, der gerade begonnen hatte.

Sara und ihre Freunde besuchten öfters Vorlesungen an den örtlichen Universitäten um sich weiterzubilden.

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Grissom saß mit seinem Kaffee in der Hand auf der Terrasse und ließ seine Erinnerungen an San Fransisco zurückwandern.

Grissom wurde von einigen Teilnehmern seines Kurses gefragt, ob er heute Abend mit in eine Bar komme. Aber er lehnte ab. Auch als Sasha ihn fragte und sagte er würde in seinen Geburtstag reinfeiern, war er sich nicht wirklich sicher, er war lieber alleine und wollte ein Buch lesen.

Dr. Grissom hatte die Diskussion von Reena und Sara mitbekommen. Sie war ja nicht zu überhören, so laut wie die beiden gesprochen hatten. Sie hatten ihn auch gefragt ob er mitkommen würde, aber er hatte erst abgelehnt, bis dieser besagte Sasha gesagt hatte, dass er seinen Geburtstag reinfeiern würde. Er hatte versprochen nach dem Vortrag seine Antwort zu geben. Jetzt da Sara mitging und singen wollte, würde er zusagen. Er war einfach zu neugierig, dass jemand wie Sara Sidle singen würde, das hätte er ihr nicht zugetraut.

Grissom war schon ein paar Monate hier an der San Fransisco State University und hatte Sara Sidle als wissbegierig und voller Elan für sein Fach erlebt. Er wollte eine andere Seite an Sara kennenlernen, deswegen sagte er nach dem Vortrag für den Abend zu.

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Sara musste in Gedanken lächeln, denn der Abend war seit langem der Schönste, den sie erlebt hatte damals. Gerade wegen Gil.

Also gut Sasha, ich komme heute Abend zu ihrer Geburtstagsfeier.", hörte Sara, Dr. Grissom sagen.

Hast du das gehört Sar?" Reena starrte sie genauso fassungslos an wie Sara Dr. Grissom.

Ja Reena, habe ich, verdammt warum muss jetzt auch noch Dr. Grissom. mitgehen, das wird peinlich."

Warum peinlich?"

Erde an Reena, ich soll singen heute Abend, vor unserem Lektor?"

Na und, du kannst doch singen, was machst du dir Gedanken?"

Reena verstand Sara nicht wirklich.

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„Hey Grissom, schläfst du mit offenen Augen?", Greg sah ihn grinsend an.

Greg holte Grissom aus seinen Gedanken mit Sara.

„Sei mal nicht so vorlaut Greg, ich bin immer noch dein Supervisor.", sagte Grissom und versuchte ernst dabei zu bleiben.

„Sorry Mr. Grissom, ich wollte sie in Ihren Gedanken nicht stören.", sagte er etwas verwundert und schmollend.

Greg schnappte sich seine Sachen, die er zusammengepackt hatte und machte sich mit Nick auf zu Sara, Calleigh, Cath und Lindsay.

Greg hatte sich bereit erklärt den Fahrer für die Ladies zu spielen. Und Nick wollte Sara mit der Nachricht überraschen, dass er ihr Brautführer sein wollte.

Grissom's Gedanken trieben ihn wieder zurück in die Vergangenheit.

Grissom war nicht wirklich begeistert von einer „Party", aber er war neugierig auf Sara.

Hallo Dr. Grissom", eine bekannte Stimme ließ ihn sich umdrehen.

Hallo Sara, schön sie zu sehen.", sagte er mit einem leichten Lächeln.

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„Sara, Nick und Greggo sind hier.", rief Cath ihr zu.

„Hey, Nicky, hey Greggo, ihr seht ja aus, als habt ihr eine anstrengende Nacht hinter euch gehabt.", lachte Sara.

„Es ging, war nur etwas zuviel Alkohol, aber ich brauche jetzt erstmal eine Kopfschmerztablette, bevor ich mich noch mal etwas hinlege.", sagte Greg.

Nick setzte sich zu Sara, die ein Lächeln im Gesicht hatte.

„Du siehst aus, als hättest du gerade etwas Schönes geträumt Honey."

„Ich habe nur ein paar schöne Gedanken an die Vergangenheit gehabt.", erwiderte sie.

Nick nahm Sara's Hände und schaute sie an.

„Sara, hättest du etwas dagegen, wenn ich dich heute Mittag zum Altar führe?"

„Nick, das würdest du wirklich tun?" Sarah hatte Tränen in den Augen und fiel Nick um den Hals.

„Ich danke dir Nicky, das ist wundervoll. Ich habe heute Morgen schon Panik gehabt, da ich keinen Brautführer hatte."

„Keine Ursache Honey, du weißt doch, ich bin immer für dich da und am wichtigsten Tag in deinem Leben sowieso.", grinste er.

Nick gab Sara einen Kuss auf die Wange und ging ebenfalls rein, um noch ein wenig zu schlafen, denn auch er hatte nicht viel geschlafen.

Sara hing schon wieder ihren Gedanken nach.

Amüsieren sie sich gut Dr. Grissom?", Sara sah ihn mit ihren braunen Augen direkt an.

Eigentlich ja, aber ich bin nicht wirklich so begeistert von so viel Menschenmassen.", er lächelte Sara ebenfalls an.

Sara starrte ihn fasziniert an. Ihr fiel das erste Mal auf, dass er so wahnsinnig eisblaue Augen hatte. Sie verlor sich glatt in seinen Augen. Irgendwas beschäftigte sie an diesem Mann. Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals.

Als sie sich bewusst wurde, dass sie ihn so anstarrte, wurde sie rot.

Ich muss dann mal auf die Bühne.", murmelte sie und verschwand eilig.

Sara wo warst du, wir suchen dich die ganze Zeit schon.", Reena sah sie fragend an.

Ich habe mich mit Dr. Grissom unterhalten."

Das muss ja interessant gewesen sein, wenn du nicht mal gehört hast, dass wir dich ein paar mal gerufen haben."

Sara musste gottseidank nicht mehr antworten, denn das Licht auf der Bühne ging an und sie ging mit der Band (ein paar ihrer Freunde, auch Reena) auf die Bühne.

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Grissom nippte an seinem Kaffee und hörte nicht, was Warrick gerade zu ihm gesagt hatte, er war noch zu sehr mit seinen Gedanken an Sara beschäftigt.

Grissom beobachtete Sara, sie stand auf der Bühne und nahm das Mikro in die Hand.

Sie räusperte sich kurz und fing an zu sprechen.

"Wir möchten unserem Freund heute Nacht ein kleines Ständchen zu seinem Geburtstag bringen. Sasha das ist für dich, Happy Birthday."

Die Band fing an zu spielen und Sara klatschte dabei in die Hände, so gut es mit Mikro ging und begann sich leicht im Rhythmus zu bewegen.

Grissom starrte sie dort oben auf der Bühne an, als hätte er noch nie eine Frau gesehen. Irgendwas hatte sie an sich, was ihn faszinierte. Sie hatte nichts besonderes an. Ein engeres Shirt und eine Jeans. Sie war kaum geschminkt. Aber er hatte das Gefühl, noch nie eine erotischere Frau gesehen zu haben als Sara. Dieses Lächeln was sie hatte. Diese Frau machte ihn, wenn auch unbewußt, verrückt damit.

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Sara's POV

Sara stand auf der Bühne und die Band begann zu spielen. Sie war trotz vorheriger Nervosität total in ihrem Element. Sie sah Reena und die Band an, die mit ihr diesen Song interpretierte, sie nickten sich zu und fingen an zu singen.

Celebration - Kool and the Gang

YAHOO! YAHOO! - (Its a Celebration)
Celebrate good times
come on ! - Let's celebrate
Celebrate good times
come on ! - Let's celebrate

There's a party going on right here a celebration
to last troughout the years.
So bring your good times and your laughter too
we're gonna celebrate your party with you
Come on now (Celebration)
let's all celebrate and have a good time.
(Celebration)
We go celebrate and have a good time.

It's time to come together, it's up to you
What's your pleasure, (Everyone around the world come on!)
YAHOO! YAHOO! - (Its a Celebration)
Celebrate good times
come on ! - Let's celebrate
Celebrate good times
come on ! - Let's celebrate


We're gonna have a good time tonight, let's celebrate
it's alright, we're gonna have a good time tonight
let's celebrate, it's alright...baby (Celebration)
we're gonna have a good time tonight, let's celebrate
it's alright, (Celebration)We're gonna have a good time tonight
let's celebrate, it's alright.

YAHOO! YAHOO

(Lets Celebrate)(Its a Celebration)
YAHOO! YAHOO - (Its a Celebration)
Celebrate good times
come on ! - Let's celebrate
Celebrate good times
come on ! - Let's celebrate

YAHOO! YAHOO (Its a Celebration)
Celebrate good times
come on ! - Let's celebrate
Celebrate good times
come on ! - Let's celebrate


Come on and celebrate - tonight
'cause everything's gonna be
alright.
Let's celebrate

Sara, Reena und die Band performten den Song wirklich gut, es machte ihnen viel Spaß! Sie standen auf der Bühne und tanzten zur Musik. Beide hatten das wirklich sehr gut drinnen, als ob sie es jeden Tag machten.

Sara versuchte während dem Lied nach Grissom Ausschau zu halten. Sie fand ihn und ihre Blicke begegneten sich für einen kurzen Moment. Sara stockte der Atem, als sie ihn ansah. Sie versuchte den Blick wieder zu Sasha zu wenden, der jetzt auf die Bühne kam.

Reena und Sara nahmen Sasha in die Mitte und er sang mit. Es war ein schönes Gefühl für Sara mit ihren Freunden zu singen. Ab und zu tat sie das gerne zu besonderen Anlässen. Beide, Reena und Sara strahlten Sasha an und klatschten in die Hände, dass die Zuschauer auch mitmachten. Der Song riss einige mit, die klatschend in den Rhythmus einfielen.

Sara freute sich, dass sie es geschafft hatten Sasha damit zu überraschen.

Sie liebte es einfach zu singen. Das war eine Seite an ihr, die die anderen gerne mochten, da war sie ganz anders als im Job, nicht so ernst. Einfach befreit und lustig!

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Grissom's POV

Grissom stand immer noch wie angewurzelt da. So hatte er sie noch nicht erlebt. Der Song passte einfach zu ihr und zu ihrer Stimmung.

Er war sich nicht sicher, aber er dachte für einen Moment, sie würde ihn anschauen.

Grissom begriff im ersten Moment nicht, was los war mit ihm. Er war doch nicht in Sara Sidle verliebt. Nein das durfte nicht sein, er war ihr Mentor, und 15 Jahre älter als sie. Aber sie faszinierte ihn auf irgendeine Art und Weise und sie war ihm wichtig geworden in den letzten Monaten. Er hatte schon einige Male mit Sara auf dem Campus gesprochen wenn sie sich getroffen hatten. Oder auch in dem kleinen antiquaren Bücherladen um die Ecke. Sie war sehr oft dort und stöberte. Einige Male waren sie sich dort schon über den Weg gelaufen und hatten sich in Diskussionen über Entomologie und Physik verstrickt. Er bewunderte ihre Ansichtsweise von manchen Dingen.

Er ging an die Bar und bestellte sich einen Whiskey. Die Erkenntnis mit Sara hatte ihn irgendwie mitgenommen. Er wusste es durfte nicht sein, aber er konnte sich auch nicht gegen die Gefühle im Inneren wehren.

Es blieb nicht bei einem Whiskey, 2 weiter folgten.

Gott Gil Grissom was tust du, du trinkst sonst fast nie und jetzt schon den 3. hintereinander. Er schaute wieder auf die Bühne, wo inzwischen die beiden Mädels Sascha umarmten und ihm zum Geburtstag gratulierten.

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Sara ging wieder ans Mikro. Sasha stellte sich neben sie und Reena ging an die Bar um sich was zu trinken zu holen.

Sara sah Sasha mit einem Grinsen an und wurde ernst und begann wiederum zu singen, diesmal ohne Band.

Happy Birthday to you,

Happy Birthday to you,

Happy Birthday dear Sasha,

Happy Birthday to you!

Sie selbst zitterte ein wenig bei diesem Lied, denn das brachte in ihr immer wieder Emotionen zum Vorschein, die sie lieber nicht haben wollte. Sara sang das Lied mit Emotion pur und das hörte man auch in ihrer Stimme.

Inzwischen hatte sie Sasha mit ihrer anderen Hand in den Arm genommen und sah ihm beim singen in die Augen und lächelte ihn an.

Als sie geendet hatte, war sie überrascht von der Stille, bis ein donnernder Applaus die Bar durchdrang. Es war ihr etwas peinlich.

Danke, vielen Dank!", sagte sie ins Mikro und steckte es gleich wieder auf den Ständer.

Danke Sar, das zu hören ist immer wieder schön, besonders, wenn du es für mich singst.", Sasha gab ihr einen Kuss auf die Wange.

Gerne Sasha, du weißt ihr seid gute Freunde von mir und dafür blamiere ich mich sogar vor unserem Prof.", gab sie lachend zurück.

Ach ja stimmt, ich dachte während du gesungen hast, unserem lieben Dr. Grissom fallen gleich die Augen aus dem Kopf."

Sara knuffte Sasha leicht in die Seite, und gab ihm einen Kuss auf die Wange und sie verschwanden Hand in Hand hinter der Bühne.

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Grissom's POV

Grissom konnte nicht glauben, das das dieselbe Sara war, die mit ihm sonst über irgendwelche Thesen in der Entomologie diskutierte.

Er war sich sicher, so einer Frau begegnete er nicht noch einmal. Sie war ein Gegensatz in sich selber.

Er ging an die Bar um Sasha zu gratulieren, danach wollte er eigentlich nach Hause gehen und versuchen Sara, wie er sie heute erlebt hatte zu vergessen.

Alles gute zum Geburtstag Sasha.", sagte Grissom und gab ihm die Hand.

Danke Dr. Grissom. Sagen sie, wie hat ihnen Sara gefallen, oben auf der Bühne?", fragte er lachend.

Das war beeindruckend, so kenne ich sie gar nicht."

Sara, dachte sie hätten nur die Physik und das diskutieren über Entomologie im Kopf.", er sah nun Sara an, die neben Sasha stand.

Nein Dr. Grissom, manchmal habe sogar ich noch ein Privatleben.", lachte sie.

Dieses Lachen, da war es wieder, er musste sich zusammen reisen. Es lag sicher am Whiskey, den er getrunken hatte. Wie viel es inzwischen war, wusste er nicht.

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Sara's POV

Sara konnte ihre Augen von Grissom nicht wenden, der Mann faszinierte sie einfach. Sie hatte noch nie jemanden getroffen, mit dem sie sich stundenlang über theoretische Physik und Entomologie unterhalten konnte, ohne dass es dabei langweilig wurde.

So, kam sie mit ihm jetzt auch ins Gespräch.

Mit einem weiteren Bier in der Hand und einige Stunden später, saß sie inzwischen mit Dr. Grissom in einer Sitzecke und unterhielt sich mit ihm. Oder besser gesagt sie diskutierte wieder einmal.

Ich gehe mir mal noch ein Bier holen, wollen sie auch noch etwas?", sie schaute Grissom mit ihren braunen Augen an.

Danke, ich habe noch.", sagte er lachend und hielt sein halbvolles Glas Whiskey hoch.

Sara ging an die Bar und holte sich noch ein Bier. Sie hatte heute Abend auch genug getrunken und war müde, sie würde wohl bald nach Hause gehen.

Als sie zurück zu Grissom kam, saßen Sasha und Renna bei ihm.

Hey Sar, singst du mit uns noch etwas?", Sasha sah sie fragend an.

Sorry Leute, aber ich glaube das war genug für heute, ich habe glaube ich auch schon genug getrunken.", sagte sie und zeigte auf ihre Flasche.

Sar bitte, für uns, mit der Band.", Reena sah sie bittend an.

Nope Leute, ich bin nach dem Alkohol nicht mehr in der Lage, sorry."

Ok verstehe ich Sar, aber nächste Woche singst du doch wieder mit uns.", fragte Sasha.

Ja, nächste Woche könnt ihr wieder mit mir rechnen.", gab sie ehrlich zurück.

Dann spielen wir auch mal wieder zusammen unser Duo mit der Gitarre.", Sasha sah sie jetzt grinsend an.

Meinetwegen Sasha, nur heute nicht mehr, ich denke ich werde dann auch bald gehen.", sagte sie.

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Grissom's und Sara's POV

Grissom verfolgte das Gespräch der 3 aufmerksam. Sara konnte Gitarre spielen? Er nahm sich vor, sie danach zu fragen.

Sara verabschiedete sich von ihren Freunden und fragte Grissom, ob er sie noch ein Stück begleitete, da er ja vorher gesagt hatte, er wolle auch gehen.

Ich gehe gerne noch ein Stück mit ihnen Sara.", sagte er erfreut.

Also sie vor Sara's Appartement angekommen waren, diskutierten die beiden, diesmal ging es um ihren Job beim CSI.

Ich habe gehört, sie arbeiten beim CSI in Las Vegas Dr. Grissom.", fragte Sara neugierig.

Ja, ich bin hier nur ab und zu Gastdozent, eigentlich bin ich wie sie ein CSI.", sagte er lachend.

Wir in Frisco gehen vertraut miteinander um unter den CSI's", lenkte sie ein.

Sie gab ihm die Hand.

Angenehm Dr. Grissom ich bin Sara.", sagte sie mit einem lustigen Zucken um ihre Augen.

Grissom musste lachen.

Dann nennst du mich aber bitte nur Grissom und lässt das Dr. weg, ich bin schon alt genug, Sara.", gab er lachend zurück.

Er streckte ihr ebenfalls die Hand entgegen.

Ok Grissom. Aber alt bist du keineswegs, Alter ist eine Einstellungssache und wie heißt es so schön, man ist so alt wie man sich fühl. ", sie lachte herzlich und gab Grissom einen leichten Kuss auf die Wange.

Oh Gott Sara, was hast du getan, du hast deinen Mentor und Lektor auf die Wange geküsst, nachdem er dir das Du angeboten hat. Sie dachte, warum kann sich jetzt nicht ein Loch auftun und ich kann darin verschwinden. Das war eindeutig zuviel Alkohol. Hoffentlich ist er jetzt nicht zu geschockt.

Grissom stand da wie angewurzelt, konnte die Augen von ihr nicht wenden. Es war, als hätte ihn jemand aus einem 100jährigen Schlaf geweckt. Er hatte Gefühle, die er nicht zuordnen konnte. Er musste ihr sagen, was sie für ihn bedeutete.

Ich gehe dann mal schlafen, Gute Nacht Grissom.", sagte Sara schüchtern und streckte ihm die Hand entgegen.

Gute Nacht Sara, schlafe gut!", sagte er immer noch völlig verdattert von dem Kuss und gab ihr die Hand.

Sara wollte gerade ihre Türe aufschließen als Grissom hinter ihr sie rief.

Sara….",

Sie drehte sich zu ihm um.

Ja Grissom?"

Wir sehen uns Montag im Kurs.", sagte er weiter.

Ja sicher doch.", sagte sie und ging in ihr Appartement.

Was sollte das eben? Was hatte Grissom nur? Warum fragte er sie ob sie am Montag in den Kurs kam. Sie wunderte sich. Aber freute sich ihn Montag wieder zu sehen. Sie konnte ihn einfach nicht vergessen. Sie war verliebt in Dr. Gil Grissom, ihren Mentor.

Grissom konnte nicht über seinen Schatten springen. Er konnte es ihr nicht sagen. Aber er nahm sich vor, es ihr bald zu sagen.

Beide wussten zu diesem Zeitpunkt nicht, dass dieses bald 9 Jahre dauern sollte.