Chapter 32
„Gil… Gil…. GIL", Horatio riss Grissom völlig aus den Gedanken.
„Wie? Was?...", er schaute Horatio verdutzt an.
Horatio musste grinsen.
„Wo warst du mit deinen Gedanken, du warst auf jeden Fall nicht in der Nähe?", sagte er lachend.
„Ach ich habe nur ein wenig an die Vergangenheit gedacht.", gab Grissom zu.
Er fühlte sich ertappt bei seinen Gedanken.
„Was wolltest du jetzt eigentlich von mir wissen?", Grissom sah Horatio fragend an.
„Ich habe dich gefragt, wann wir in der Kirche sein müssen, wann die Trauung beginnt?", Horatio stellte ihm die Frage nochmals.
„Ach so, entschuldige. Die Trauung ist um 14 Uhr. Ich denke, wir sollten uns um 13 Uhr auf den Weg machen."
„Ja, das wäre besser, denn wir brauchen ja mindestens 30 Minuten zu Kirche.", sagte Horatio.
Grissom sah auf seine Uhr und erschrak, es war schon 11 Uhr. Er sollte sich langsam mal duschen.
„Grissom, Horatio wollt ihr auch etwas essen?" fragte Warrick die beiden.
„Nein danke für mich nicht, ich bin so nervös ich bekomme kein Bissen runter und muss mich langsam mal fertig machen.", sagte er lachend.
„Was ist mit dir Horatio? Ein Burger zum Mittagessen?", Warrick sah ihn fragend an.
„Ja also für mich kann es schon ein Burger sein."
Warrick fuhr schnell zu einem Fastfoodrestaurant und holte für Horatio und ihn Burger.
Grissom indessen war im Schlafzimmer und nahm seinen Anzug und seine Sachen mit ins Badezimmer um zu duschen und sich umzuziehen.
Er dachte noch mal kurz zurück an San Fransisco und musste lächeln. Diese Buch, das Sara erwähnte, hatte er ihr letztes Jahr zum Geburtstag geschenkt. Er war ein seltenes Exemplar, von dieser Ausgabe gab es nur 2 Stück. Er hatte es in San Fransisco in dem kleinen Laden gekauft, wo er oft auf Sara traf. Er wusste, dass sie es nie bekommen hatte, denn es war schwierig dran zu kommen. Grissom selbst hatte es, nach langen Recherchen mit dem Inhaber von dem Laden, der sich an ihn und Sara noch erinnern konnte, von einer Bibliothek aufgekauft. Er war froh, darüber, es bekommen zu haben, denn er wusste sie suchte seit damals noch immer nach diesem Exemplar.
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Sara lächelte in Gedanken, wenn sie sich an San Fransisco erinnerte. Damals dachte sie nie daran, dass sie einmal Dr. Gil Grissom heiraten werde und ein Kind von ihm bekommen würde.
„Hey Sar-Honey, weißt du dass du total niedlich bist, wenn du so lächelst.", sagte Greg, der auf die Terrasse kam.
Sara fuhr hoch. Greg hatte sie erschreckt.
„Greggo, ich habe dir schon mal gesagt, du sollst dich nicht so an mich ranschleichen."
„Sorry aber du sahst einfach zu niedlich aus.", sagte er grinsend.
„Ach Greggo, was soll ich nur mit dir machen?", sagte sie lachend und stand auf um zu Cath und Calleigh ins Haus zu gehen. Greg folgte ihr.
„Wir sollten mal einen Plan aufstellen wer wann ins Badezimmer geht. Wir haben hier ja schließlich fast 5 Frauen.", sagte Sara und grinste Greg schadenfroh an.
„Warum 5?" Calleigh schaute sie verwirrend an.
„Naja, wir beide, Cath, Linds und Greggo, der wohl am längsten von uns braucht.", erwiderte sie lachend.
„Sara, dass war jetzt gemein von dir.", beschwerte sich Greg.
„Nein Greg, Sara hat nur die Wahrheit gesagt.", entgegnete Cath ihm lachend.
Auch Calleigh, Lindsay und Nick, konnten sich das Lachen nicht verkneifen.
Alle von Vegas wussten, dass Greg sehr viel Wert auf sein Äußeres gab und extrem lange brauchte.
„Also, nachdem wir hier ja 3 Badezimmer haben, gehen Linds und ich in eines. Dann du Sara in eines der anderen, denn du brauchst glaube ich heute am längsten und die Friseurin kommt auch in einer Stunde um deine Haare zu machen. Greg sollte wohl auch zuerst gehen. Calleigh, Linds und ich beeilen uns, dann kannst du ins Badezimmer.", sagte Cath.
„Ich warte dann bis Greggo mal auftaucht, ich bin schnell fertig, ich war schon bei Grissom unter der Dusche.", sagte Nick und sah Greg lachend an.
Eine Stunde später als es an der Tür klingelte, waren Calleigh und Greg noch im Badezimmer. Es war unglaublich, aber Greg brauchte länger als Sara.
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Sie hatten inzwischen 12.30h und Grissom hatte sich fertig gemacht. Er holte die Ringe aus der Schublade und schaute sie noch mal an. Die Ringe hatten sie in Las Vegas rausgesucht. Es waren Eheringe aus Silber, der von Sara hatte einen kleinen, dreieckigen Diamant eingearbeitet. Die Gravierung innen lautete wie folgt auf seinem Ring!
In ewiger Liebe! Sara
Auf Sara's Ring:
In ewiger Liebe! Gil
Er klappte das Kästchen wieder zu und steckte es in seine innere Anzugtasche.
Grissom konnte es kaum glauben. In ein paar Stunden würde er endlich Sara Sidle heiraten. Und in ein paar Monaten würde sie ihr gemeinsames Kind zur Welt bringen. Grissom musste schlucken, er hatte einen Kloß im Hals, wenn er daran dachte. Aber es machte ihn zum glücklichsten Mann.
Er ging zum Schrank und holte Sara's Hochzeitsgeschenk raus. Er hoffte, es würde ihr gefallen. Grissom hatte sich etwas Besonderes für sie einfallen lassen. Er lachte leise, bei dem Gedanken, dass andere Frauen Schmuck bevorzugten. Aber seine Sara, war eben anders. Er ließ das Geschenk in eine Tasche gleiten und ging ins Wohnzimmer wo schon Warrick, Horatio und Jim warteten. Jim war vor einer halben Stunde angekommen. Er hatte noch einen wichtigen Fall in Vegas und konnte nicht vorher kommen.
Jim ging auf ihn zu.
„Und bist du nervös?", fragte er ihn?
„Ich würde lügen, wenn ich sagen würde Nein.", gab er lachend zurück.
„Horatio würdest du die bitte an dich nehmen und in der Kirche weiter geben, ich glaube ich bin zu nervös?"
„Ja sicher doch, als Trauzeuge sollte ich sie schon sicher aufbewahren. Werde sie dann in der Kirche dem Ringträger geben."
„Hast du sonst alles? Deinen Trauspruch?", fragte ihn Horatio.
Grissom sah ihn erschreckt an.
„Oh verdammt, ich wusste ich habe was vergessen.", sagte er und stürzte noch mal ins Schlafzimmer.
Nick, Warrick, Horatio und Jim fielen in ein Lachen ein. So hatten sie Grissom noch nie gesehen. Er war völlig durch den Wind und total nevös.
„Unglaublich, dass irgendeine Frau unseren Grissom mal so aus der Fassung bringt.", warf Jim lachend ein.
„Nicht irgendeine Frau, Jim, ihn kann nur Eine aus der Ruhe bringen, Sara Sidle.", entgegnete ihm Warrick lachend.
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Sara war inzwischen frisiert und geschminkt. Das Make-up war ganz nach ihrem Typ und Geschmack. Es betonte ihre Augen und ihren Mund. Die Haare hatte sie sich hochstecken lassen. Sie hatte sie sich auf der rechten Seite hochstecken lassen und mit einer Haarspange, mit roten Blumenblüten darauf, feststecken lassen. Die Lippen im leichten roten Lippenstift, der perfekt zu ihrem Teint passte.
Cath und Calleigh waren bei Sara im Schlafzimmer und halfen ihr beim Ankleiden.
„Geht das so, oder ist die Korsage zu eng geschnürt?", fragte Cath sie, als Sara ein wenig seufzte.
Ihre Korsage wurde vorne geschnürt, deswegen konnte Cath erkenne, dass Sara etwas blass war.
„Nein schon ok, Cath, ich bin nur extrem nervös.", gab sie leicht lächelnd zurück.
Sara stand im Moment nur mit Korsage, Slip und den weißen Strümpfen vor den beiden und hoffte, dass Greg nicht wieder, eine seiner Anwandlungen bekam und hereinplatzte.
„Calleigh gibst du mir bitte mal meine Schuhe und die beiden Strumpfbänder."
Als Sara sich Schuhe und Strumpfbänder übergestreift hatte ging es ans Kleid.
„Also ich weiß ja nicht, was Grissom dazu sagt, wenn er dich heute Nacht so sieht. Aber ich würde nicht lange mehr zögern.", sagte eine Stimme von der Tür her.
„Greg verschwinde, du hast hier nichts zu suchen." Cath, nahm ein Kissen und schmiss es Greg an den Kopf.
Greg war lachend aus dem Zimmer verschwunden.
„Aber ich muss Greggo recht geben, ich denke nicht, dass Gil noch viel sagen wird, wenn er dich so sieht. Ich denke jegliche Diskussion, selbst von unserem Bugman wird hier verstummen.", Cath sah Sara und Calleigh lachend an, die sich ebenfalls vor Lachen gerade den Bauch hielten.
„Ich glaube das beste ist, wenn du in den Unterrock steigst, das ist besser, bevor wir noch deine Frisur zerstören.", sagte Calleigh.
Als Sara den Unterrock anhatte, ging es daran, das Kleid über den Kopf zu bringen, ohne dass ihre Frisur darunter litt.
Als sie das Kleid an hatte, war sie froh darüber.
„Ich hoffe das Ausziehen geht etwas einfacher, als das Anziehen.", sagte sie mit einem Grinsen im Gesicht.
„Denke mal, Gil wird dir sicher gerne dabei behilflich sein.", sagte Cath grinsend.
Calleigh schnürte ihr das Kleid hinten zu und Sara zog sich die Ohrringe an, die sie von Nick's Mutter geschenkt bekommen hatte.
„Wow, die Ohrringe sind ja traumhaft, wo hast du die denn gekauft?", fragte Cath, die die Ohrringe bewunderte.
„Die habe ich von Nicky's Mom geschenkt bekommen. Nicky hatte ihr wohl erzählt, dass ich nichts Altes bzw. kein Familienschmuck habe."
„Die sind echt wundervoll.", bewunderte jetzt auch Calleigh die Ohrringe.
Sara legte ihre Stola über die Schultern und drehte sich vor dem Spiegel.
„Okay Miss Sidle, sind sie fertig?", fragte Cath sie lachend, als sie sie betrachtete.
„Ja, Mrs. Willows-Brown, ich bin fertig.", sagte sie lachend.
„Naja ich wollte dein Name noch mal aussprechen, in ein paar Stunden heißt du ja nicht mehr Sidle.", neckte Cath sie.
„Bist du bereit, vor die sabbernden Jungs da draußen zu treten?" fragte Calleigh lachend.
„Ja, gehen wir mal, aber nach eurer Aussage zu urteilen müsst ihr Nicky und Greggo festbinden, damit sie nicht umkippen.", sagte Sara lachend.
Sarah ging nach draußen wo, schon Greg, Nick und Lindsay gespannt warteten.
Sie diskutierten gerade angespannt über einen Kinofilm. Als plötzlich Nick verstummte und Sara anstarrte.
Auch Greg und Lindsay bekamen keinen Ton mehr raus.
„Oh WOW, ich habe zwar schon immer gewusst du bist schön, aber das übertrifft ja alles.", kam Nick über die Lippen als er seine Sprache wieder gefunden hatte.
„Sar-Honey, ich habe dich zwar schon im Kleid gesehen, aber jetzt siehst du einfach traumhaft aus. Anders kann ich mich nicht ausdrücken.", sagte er noch etwas sprachlos.
Sara lächelte etwas verlegen. Sie hätte selbst nie gedacht, dass sie so eine Wirkung auf die Jungs hatte. Langsam stieg ihre Nervosität.
„Sara alles in Ordnung? Geht es dir und dem Kleinen gut?", Cath sah sie besorgt an.
„Ja alles in Ordnung, du weißt doch die Nervosität.", sagte Sara und legte ihre Hand auf den Bauch. Irgendwie hatte sie das Gefühl, dass das kleine Leben in ihr, ihr die Ruhe geben würde, die sie brauchte um nicht ganz davonzulaufen vor Aufregung.
„Oh ich muß noch das Geschenk für Gil holen, das hätte ich beinahe vergessen."
„Ok dann lasst uns mal losfahren, wir haben schon 13.20h, und wir brauchen sicher 15 Minuten.", sagte Nick
„Cath, du fährst mit mir mit Sara im Brautauto. Lindsay, du und Calleigh fahrt mit Greg."
„Okay Mädels, dann wollen wir mal.", sagte Greg.
Als sie vor den SUV's standen, staunte Sara nicht schlecht. Der SUV von Nick war nicht wieder zu erkennen. Er war mit einem riesigen Blumenbouquet, das lauter rote und weiße Rosen enthielt geschmückt.
„Wow, wer hat das denn organisiert?", fragte sie Nick.
„Das meine liebe Sar, ist mein Hochzeitsgeschenk für euch beide.", sagte Nick vor Freude grinsend.
„Danke dir Nicky, ich weiß nicht was ich sagen soll, eine tolle Überraschung! Vielen Dank!", Sara umarmte den freudestrahlenden Nick.
Cath half Sara hinten in den SUV einzusteigen. Sie hatten sich geeinigt, dass der SUV wohl das beste Auto wäre mit dem Kleid, wo Sara noch normal sitzen konnte.
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Grissom, Horatio, Jim und Warrick waren inzwischen in der Kirche angekommen. Sie hatten unterwegs noch den Brautstrauß für Sara abgeholt.
„Puh, langsam fange ich auch an nervös zu werden.", sagte Horatio, der neben Grissom und Jim noch im Nebenraum der Kapelle stand.
„Ich gehe mal langsam nach draußen und schaue ob alles klappt.", sagte Jim.
Grissom konnte ihm nur zunicken, denn er hatte jetzt erst richtig einen Kloß im Hals.
„Meinst du sie kommen bald?", fragte Grissom nach einer Weile Horatio.
Horatio konnte sich das Lachen nicht verkneifen.
„Gil, so habe ich dich ja noch nie erlebt, sonst konnte dich noch nie etwas aus der Ruhe bringen. Sara hat es dir echt angetan."
„Hey, schließlich heirate ich gleich, die Frau, die ich schon seit 10 Jahren liebe und es ihr erst vor einem Jahr sagen konnte. Wenn das kein Grund ist zum nervös werden, dann weiß ich auch nicht.", gab er scherzend zurück.
Die Tür ging auf und Nick kam herein. Er pfiff anerkennend durch die Zähne.
„Mensch Grissom, du siehst ja auch nicht schlecht aus in dem Anzug.", sagte er voller Bewunderung.
„Danke Nick. Ich denke du bist wegen dem hier.", sagte Grissom lachend und gab Nick den Brautstrauß für Sara.
„Danke Grissom. Ich glaube ihr solltet jetzt mal in die Kirche gehen. Bis gleich.", verabschiedeter er sich.
Horatio sah Grissom an, der nickte und sie gingen in die Kirche. Als sie den Mittelgang zum Altar vorschritten beobachte Grissom, dass die Kirche fast voll war. Viele von ihnen kannte er. Es waren Kollegen vom CSI oder vom LVPD. Einige seiner Kollegen vom Williams College waren ebenfalls da.
Als sie am Altar waren, übergab Horatio dem Ringträger, ein Neffe von Nick, die Ringe, der sie behutsam mit Hilfe von Horatio auf dem Ringkissen festband, so dass sie später leicht zu entnehmen waren.
Immer wieder blickte er beinahe hilfesuchend zu Horatio und Jim, seinen Trauzeugen hinüber. Mr. und Mrs Stokes saßen auf ihren Plätzen und unterhielten sich leise mit Greg, der neben ihnen in der 1. Reihe saß. Mit jeder Minute die verstrich, wurde Grissom nervöser. Sein Kragen schien ihm die Luft abzuschnüren und er hatte feuchte Hände. Wie sie wohl aussieht? Was sie an hat? Sie wird auf jeden Fall wunderschön sein.
Grissoms Blick wanderte durch die Kirche. Alles bekannte Gesichter. Da hinten sitzt Conrad Ecklie neben dem Sheriff von Las Vegas. Da hinten sitzen die Kollegen von der Tagesschicht vom CSI. Auf der anderen Seite der Kirche die Freunde von Sara und ihre ehemaligen Kollegen vom CSI in San Fransisco.
Gil Grissom begann damit, unauffällig von einem Bein aufs andere zu treten. Und mitten zwischen den CSI's, alle Kollegen und Freunde von der Nachtschicht aus dem Labor, wie Hodges, Wendy und Mandy und Archie. Grissom wurde aus seinen Gedanken gerissen, als ihn Horatio anstupste. „Der Kaplan kommt, also geht es gleich los.", raunte er ihm zu. Grissom nickte nur. Dann stand Kaplan Turner auch schon vor ihm und reichte ihm die Hand.
„Freut mich sie hier zu sehen, Dr. Grissom. Aufgeregt?" „Ein bisschen, Sir." Der Kaplan lächelte ihn aufmerksam zu. „Keine Sorge. In etwas mehr als einer Stunde haben sie es überstanden." Grissom lächelte zurück bevor er sich zu seinen Trauzeugen wandte: „Ich glaube jetzt wird's ernst." „Tja, Gil. Normal würde ich ja jetzt sagen, noch hast du Zeit es dir zu überlegen, aber Sara würde mich dafür glatt umbringen lassen.", lachte Jim leise.
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Nick brachte Sara ihren Brautstrauß, der aus roten und weißen Rosen bestand, die in einem Wasserfall nach unten fielen.
Sara wurde zunehmend nervöser. Cath und Calleigh brachten ihr Kleid noch mal in Ordnung und legten ihre Schleppe richtig aus als sie am Eingang vom Kirchenschiff standen. Calleigh verabschiedete sich von den anderen und ging in die Kirche um zu sagen, dass es losgehen konnte.
Die Blumenkinder standen vor Sara. Es waren die beiden Nichten von Nick, sie sahen entzückend aus, in ihren Kleidchen.
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Grissom stellte sich neben den Altar, straffte sich und wartete. Er war gespannt wie sie aussah. Aber zuerst kamen die Blumenkinder in ihren blauen Kleidern mit jeweils einem kleinen, weißen Rosenstrauß in der Hand auf ihn zu. Dann folgte Cath, im gleichen Kleid und die Spannung in Grissom steigerte sich ins unermessliche.
Auch Sara und Nick, die noch im Gang des Vorraumes standen, warteten ungeduldig. Sara war nun mindestens genauso nervös wie Gil, was Nick schmunzeln lies. So zappelig kannte er sie nicht. „Ganz ruhig, Sara. Tief einatmen und wieder aus. Bereit?" Ein Nicken war die einzige Antwort die Nicholas Stokes erhielt. „Dann wollen wir." Er hielt ihr seinen linken Arm hin damit sie sich einhaken konnte und führte sie hinter die Glastüren.
Die leise Musik steigerte sich zum Hochzeitsmarsch und alle erhoben sich. Dann gingen die beiden Glastüren auf und Gil sah sie. Sie war so wunderschön. Er hatte viel erwartet gehabt, aber dass sie in solch einem romantischen Kleid die Kirche betreten würde, war eine ganz neue Seite an ihr. Sie war einfach unbeschreiblich schön. Und sie war seine Sara. In seinen Augen sammelten sich die Tränen. Er konnte nichts dagegen machen. Auch die Trauzeugen warfen sich verstohlene Blicke zu. Würdevoll und langsam schritt Sara am Arm ihres besten Freundes Nick über den roten Teppich, den Kirchengang entlang zum Altar. Sie war froh, dass sie am Arm von Nick ging, so konnte sie ihre Aufregung damit kompensieren, indem sie Nicky's Arm sanft drückte.
Nick bemerkte diese kleine Geste und musste unweigerlich lächeln. Er sieht wirklich verdammt gut aus, wie er da so steht. Dein Gil. Ich liebe ihn, mehr als alles andere, schoss ihr durch den Kopf als sie Grissom so betrachtete. Er strahlte seine ganze Stärke aus, aber gleichzeitig schien er in Sara's Augen auch so verwundbar wie nie zuvor.
Dann waren sie am Altar angekommen und Nick übergab mit einem festen Händedruck Sara an Grissom.
„Danke, Nick."
„Pass bloß auf sie auf, Griss."
„Das werde ich."
Während Grissom nun Sara's Arm nahm, stellte sich Nick zu Catherine. Grissom konnte es nicht verhindern, eine Träne bahnte sich ihren Weg über seine Wange hinab. Auch Sara hatte es nicht geschafft, ihre Tränen zurück zu halten. „Ich liebe dich, Sara.", flüsterte Grissom ihr zu, bevor sich ihre Lippen zu einem unsagbar zärtlichen Kuss trafen. Die anwesenden Gäste nahmen mit Verblüffung zur Kenntnis, dass die beiden Hauptpersonen so von ihren Gefühlen überwältigt wurden.
Kaplan Turner begann mit dem Gottesdienst. Zuerst wurde gesungen, dann las er das Evangelium vor:
Da ist einer, der steht allein und hat weder Kind noch Bruder, doch ist seiner Mühe kein Ende, und seine Augen können nicht genug Reichtum sehen. Für wen mühe ich mich denn und gönne mir selber nichts Gutes? Das ist auch eitel und eine böse Mühe. So ist's ja besser zu zweien als allein; denn sie haben guten Lohn für ihre Mühe. Fällt einer von ihnen, so hilft ihm sein Gesell auf. Weh dem, der allein ist, wenn er fällt! Dann ist kein anderer da, der ihm aufhilft. Auch, wenn zwei beieinander liegen, wärmen sie sich; wie kann ein Einzelner warm werden? Einer mag überwältigt werden, aber zwei können widerstehen, und eine dreifache Schnur reißt nicht leicht entzwei.
bevor er zur Predigt überging.
„Wie die Beiden im Evangelium, so habt auch ihr, Sara und Gil, Prüfungen zu bestehen gehabt. Eure Liebe aber war stark genug, alle diese schweren Prüfungen zu meistern. Nun sitzt ihr hier, im Kreise eurer Verwandten, Freunde und Kollegen und wollt euch vor Gott das Eheversprechen geben. Wisst ihr, ich habe schon viele Paare getraut, aber noch keines war wie ihr. Ihr habt füreinander mehr als einmal euer Leben riskiert, ihr habt allen Widrigkeiten getrotzt und ihr werdet bald einem kleinen Baby das Leben schenken."
„Sara, Gil. Erhebt euch bitte und reicht euch die rechte Hand." Cath nahm Saras Brautstrauß entgegen und Horatio nahm das Kissen mit den Ringen von Nick's Neffen, um einen Schritt vor zu treten. Grissom und Sara reichten sich die Hände und sahen Kaplan Turner erwartungsvoll an.
„Im Angesicht Gottes und der versammelten Gemeinde, frage ich dich, Gilbert Grissom, willst du Sara Ann Sidle lieben und ehren, achten und schützen in guten wie in schlechten Tagen, bis dass der Tod euch scheidet?"
Grissom hatte sich mittlerweile in Sara's braunen Augen verloren. Er antwortete mit einem dicken Klos im Hals:
"Ja, ich will."
Kaplan Turner lächelte und die Trauzeugen warfen sich glücklichen Blick zu.
„So frage ich auch dich, Sara Ann Sidle. Willst du Gilbert Grissom lieben und ehren, achten und schützen in guten wie in schlechten Tagen, bis dass der Tod euch scheidet?"
Sara ging es keinen Deut besser als Grissom. Auch sie hatte einen riesigen Klos im Hals und wusste nicht, ob ihr ihre Stimme noch gehorchen würde.
„Ja, ich will.", antwortete sie kaum hörbar.
„Falls irgendeiner der hier Anwesenden, etwas gegen diese Verbindung von Gil und Sara haben sollte, so möge er jetzt sprechen, oder für immer schweigen."
Erwartungsgemäß meldete sich niemand und so fuhr der Kaplan fort:
"Nehmt diese Ringe, um euer Eheversprechen für alle sichtbar zu machen."
Horatio übergab dem Kaplan das Kissen mit den beiden Ringen und Gil griff als erstes zu.
„Sara, nimm diesen Ring als Zeichen meiner unendlichen Liebe;
Als ich dich das erste mal sah, sah ich Liebe;
Und das erste mal als du mich berührtest, verliebte ich mich;
Und nach all dieser Zeit, bist du die Einzigste,
die ich von ganzem Herzen und für immer Liebe!"
Grissom sah ihr dabei mit so viel Liebe in die Augen, dass Sara fast schwindelig wurde. Langsam und mit leicht zitterigen Fingern schob er ihr den schlichten Ring über den Finger bevor er kurz ihre Hand drückte.
Nun war Sara an der Reihe. Sie griff ebenfalls nach dem Ring und begann:
"Gil, nimm diesen Ring als Zeichen meines unendlichen Vertrauens in dich!
Lege mich wie ein Siegel auf dein Herz,
wie ein Siegel auf deinen Arm.
Denn meine Liebe ist stark wie der Tod
und Leidenschaft unwiderstehlich wie das Totenreich.
Ihre Glut ist feurig und eine Flamme,
so dass auch viele Wasser die Liebe nicht auslöschen
und Ströme sie nicht ertränken."
Damit strich sie den Ring über seinen Finger und verschlang ihre Finger mit den seinen.
Jeder in der Kirche konnte in diesem Moment fühlen, was die beiden sich bedeuteten. Auch Cath und Nick standen die Tränen in den Augen und selbst Jim Brass und Horatio waren um ihre Fassung bemüht.
„Hiermit erkläre ich euch Kraft meines Amtes als Geistlicher, zu Mann und Frau. Sie dürfen die Braut küssen."
Das lies Grissom sich nicht zweimal sagen.
Er trat auf Sara zu, legte seine Hand an ihre Taille, zog seine Augenbraue in seiner so typischen Weise nach oben und lächelte Sara an. Sara nickte leicht ehe sich ihre Lippen trafen. Zuerst war der Kuss zärtlich, aber schnell entwickelte sich daraus all das Feuer und die Leidenschaft, die sie miteinander verband. Die anwesenden Gäste begannen begeistert Beifall zu klatschen und die Trauzeugen grinsten über das ganze Gesicht. Das Brautpaar trennte sich erst, als sie völlig außer Atem waren und lächelte sich wissend zu.
Dann ergriff Kaplan Turner wieder das Wort. Er musste ja noch den Segen erteilen.
„Kniet nieder."
Grissom und Sara knieten sich vorsichtig auf die kleine Bank vor dem Altar und senkten die Köpfe etwas als Kaplan Turner seine Hände vorsichtig darauf legte.
„Was der Herr zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht trennen. Gehet hin in Frieden, Gottes Segen sei mit euch. Im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes, Amen."
Mit einer kleinen Geste deutete er dem Brautpaar, sich wieder zu erheben.
„Viel Glück Euch beiden. Und alles Gute."
„Danke."
Er wandte sich an die Trauzeugen.
„Dürfte ich jetzt bitte die Trauzeugen, Nicholas, Stokes, Jim Brass, Catherine Willows und Hoartio Cane, bitten hier zu unterschreiben.". Er deute auf das Buch, das neben dem Altar lag. In der Zeit stimmte der Kaplan ein weiteres Lied an.
Als das Lied geendet hatte, verabschiedete Kaplan Turner die Gemeinde mit den Worten:
"Nun gehet hin in Frieden. Der Herr sei mit euch. Amen."
Cath reichte Sara den Brautstrauß bevor ihr Gil seinen Arm bot und die Orgel sich zu einem Crescendo steigerte. Gemeinsam schritten sie den Gang entlang hinter den Nichten von Nick her welche die Blumenkinder waren, während ihnen alle anderen folgten. Im Vorraum der Kirche stoppten sie kurz, da ihnen Kaplan Turner noch gratulieren wollte.
Diese Zeit nutzten die Trauzeugen und einige der uniformierten Gäste um sich zum Ehrenspalier aufzustellen. Die Hochzeitsgäste waren schon nach draußen gegangen und so waren Grissom und Sara die Letzten, die noch im Vorraum standen. Als Kaplan Turner die schweren Holztüren der Kirche öffnete, rief. Capt. Jim Brass
"Achtung! Zieht die Waffen!"
Daraufhin konnte man ein leises Lachen hören, das aus der Menge kam. 16 Officers hielten rote langstielige Rosen in die Höhe und bildeten damit einen Spalier.
Capt. Brass fuhr fort:
"Wir präsentieren zum ersten Mal in der Öffentlichkeit: Mr. und Mrs. Dr. Gil Grissom!"
Gil blickte Sara an seinem Arm liebevoll an, bevor er mit ihr die Stufen hinab durch das Spalier schritt. Als sie am Ende angekommen waren, grinste Jim: "Willkommen Mrs. Sara Grissom und Mr. Gil Grissom"
... TBC
Ich hoffe Euch hat es gefallen, dann bitte bitte reviewt doch meine Story!
