Chapter 38

Als Sara das nächste Mal aufwachte war es schon hell draußen. Sie hatte sich an Grissom gekuschelt. Wenn sie an die letzte Nacht dachte, musste sie lächeln. In dem ganzen Jahr, hatten sie sich noch nie so innig und lange geliebt wie in dieser Nacht. Wenn sie daran dachte, wurde ihr schon wieder ganz heiß. Gil verstand es sie verrückt zu machen.

Sie strich ihm liebevoll über seine Wangen. Grissom seufzte im Schlaf. Sara dachte darüber nach, wie glücklich sie seit einem Jahr war. Endlich war sie Gil's Frau. Er vertraute ihr und das war ihr wichtig.

„Guten morgen Darling."

Sara sah in ein paar strahlende eisblaue Augen.

„Guten Morgen, hast du gut geschlafen?"

„Nach dieser Nacht auf jeden Fall", sagte Grissom grinsend.

Grissom zog sie an sich ran und küsste sie fordernd. Sara's Körper reagierte sofort wieder auf den Kuss und ihr entrann ein leichtes Stöhnen.

Er musste grinsen, als er merkte wie sie darauf reagierte. Bei ihm war es nicht anders, er konnte sich einfach nicht von ihr lösen.

Als sie es doch geschafft hatten sich zu lösen, schauten sie sich verlangend in die Augen. Es war als würde das Begehren nicht zu stoppen sein, dass sie füreinander empfanden.

„Sara, ich ……"

„Sch… Griss, ich weiß.", antworte sie und küsste ihn, dass ihm der Atem wegblieb.

Er drückte sie sanft in das Kissen und glitt über sie. Sara stöhnte vor Verlangen auf.

Als sie sich voneinander lösten nahm Grissom Sara zärtlich in den Arm und strich ihr sanft über den Bauch.

„Ich liebe euch beide.", sagte er zärtlich und sah Sara liebevoll an.

„Ich denke wir lieben dich auch.", Sara konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen

„Hey, was soll das heißen ihr denkt, Mrs. Grissom?", er hatte sich über sie gebeugt.

Hatte sie an den Handgelenken gepackt und schaute in ein paar braune, lachende Augen.

„Fang nicht schon wieder damit an. Das hatten wir schon mal.", sie konnte sich kaum noch das Lachen verkneifen.

„Gib es zu du es hat dir doch gefallen.", jetzt hatte Grissom ein belustigtes Zucken um seine Augen.

„Ich habe nie das Gegenteil behauptet. Aber dir war es auch nicht wirklich unangenehm.", sie grinste ihn frech an.

Sie hob leicht den Kopf, da sie ja mit den Händen nicht an ihn rankam. Sie biss ihm sanft und leicht in seine Unterlippe, dass etwas weiter unten eine Reaktion bei ihm hervorrief.

„Sara Grissom, du bist ein Biest.", sagte er lachend.

Jetzt konnte sich auch Sara nicht mehr halten. Sie musste ebenfalls lachen.

„Ich habe mich nur gewehrt.", entgegnete sie ihm mit einem unschuldigen Blick.

Grissom senkte den Kopf und umschloss ihre Lippen mit einem langen zärtlichen Kuss.

Sara sah ihn liebevoll an.

„Ich liebe dich mehr als ich beschreiben kann, Gil."

„Ich liebe dich auch Sara."

Sie lagen noch eine ganze Weile schweigend nebeneinander und sahen sich einfach nur an und küssten sich.

„So langsam habe ich Hunger."

„Ja, etwas zu essen könnte ich auch vertragen, obwohl ich könnte meinen Hunger auch auf andere Weise stillen.", Grissom sah Sara liebevoll an.

„Gil Grissom, diese Seite kenne ich gar nicht an dir. Aber sie gefällt mir!"

Sara war etwas erstaunt aber dennoch glücklich, dass Gil so sein konnte. Sie hatte ihn in den letzten 24 Stunden so anders als all die Jahre erlebt. Sie war froh darüber, dass er sich ihr gegenüber endlich ein wenig öffnen konnte.

Grissom bemerkte, wie Sara das Gesicht verzog. Sie murmelte nur noch „Entschuldigung Gil." und verschwand eilig ins Bad.

Er hörte nur noch wie sie würgte und sich übergeben musste.

„Alles in Ordnung?", fragte er sie als sie wieder ins Schlafzimmer kam.

„Hm geht schon, ich habe so das Gefühl, als ob unser kleines hier mich noch ganz schön auf Trapp halten will.", sie versuchte zu lächeln.

Grissom, sah dass es ihr nicht gut ging. Sie sah blass aus und zitterte am ganzen Körper.

„Sara, bitte du musst mir nichts vormachen, ich bin dein Mann. Die Zeiten sind vorbei, wo du alles alleine bewältigen musst."

Grissom nahm Sara zärtlich in die Arme und drückte sie sanft an sich.

„Tschuldige Gil, es war die Gewohnheit. Es ist nicht fair von mir, du versuchst dich mir zu öffnen und ich mache gerade das Gegenteil."

„Sara ich bin immer für dich da. Das war ich schon immer, auch wenn wir es nicht wahr haben wollten."

„Ich weiß."

Sie lehnte sich seufzend an seine Schulter. Ihr ging es wirklich nicht gut. Die Übelkeit machte ihr zu schaffen. Außerdem hatte sie ein leichtes Ziehen im Bauch gehabt, als sie sich vorhin übergeben musste.

„Ich gehe jetzt erstmal unter die Dusche, denke, dann geht es mir wieder besser."

„Ich werde mal schauen, was ich zum Frühstück zaubern kann."

Als Sara geduscht hatte, ging es ihr tatsächlich wieder besser.

Sie ging raus auf die Terrasse, wo Grissom schon das Frühstück gerichtet hatte.

„Geht es dir wieder besser Darling?", Grissom sah sie besorgt an.

„Ja es geht wieder."

„Du solltest morgen gleich zum Arzt gehen hier."

„Ja ich werde heute Calleigh fragen, ob sie mir einen empfehlen kann."

„Würdest du mitgehen morgen?"

Sara wusste nicht wie Grissom reagieren würde, sie wünschte sich, dass er mit ihr kam, denn es beruhigte sie, wenn er in ihrer Nähe war.

„Ja sicher gehe ich mit Sara, meinst du ich lasse dich allein hingehen?!"

Sara ging auf ihn zu und setzte sich auf seinen Schoß.

„Danke, ich möchte nämlich nicht alleine hingehen."

„Sara, das ist unser Kind und ich liebe dich, warum also sollte ich nicht mitgehen."

Grissom nahm sie in die Arme und zog Sara an sich. Sara weinte.

„Hey Darling, es wird schon alles gut werden, ich bin bei dir."

„Ich hatte vorhin so ein Ziehen im Bauch, ich habe Angst."

„Warum hast du nichts gesagt? Wir sollten gleich heute zu einem Arzt gehen, ich werde Calleigh anrufen.", sagte er in einem Ton, der kein Widerspruch duldete.

Grissom ging nach drinnen um sein Handy zu holen. Er war besorgt um seine Frau. Warum sagte sie ihm nicht, was los war. Vertraute sie ihm nicht? Grissom konnte es nicht verstehen.

Als er Calleigh angerufen hatte und die Nr. von einem Arzt hatte, der heute Dienst schob, ging er mit der Nr. wieder auf die Terrasse und gab sie Sara.

Calleigh war geschockt über den Anruf von Grissom.

„Was ist los? War das Sara?", Nick sah Calleigh fragend an.

„Es war Grissom, Sara ging es heute Morgen nicht gut, sie hat sich wieder übergeben und hatte ein Ziehen im Bauch."

Nick sah Calleigh erschrocken an. Was war mit Sara, war die Feier gestern zu viel für sie? Nick wollte sofort zu ihr, um bei ihr zu sein.

„Lass uns bitte sofort hinfahren, sie braucht mich jetzt."

„Sweety ich verstehe dich, dass du bei ihr sein willst, aber Gil ist bei ihr. Meinst du nicht die beiden wollen das erstmal alleine regeln. Es ist ihr Kind und sie haben zudem gestern erst geheiratet.", Calleigh sah Nick verständnisvoll an.

„Ok du hast recht, aber das ist eben irgendwie normal bei uns, ich glaube ich muss mich auch erstmal daran gewöhnen, dass sie verheiratet ist und Grissom für sie da ist.", sagte er.

„Tut mir leid Babe, aber du weißt hoffentlich dass ich für dich jederzeit das gleiche machen würde.", sagte er und schaute Calleigh liebevoll an.

„Danke Nick, ich weiß es. Und ich verstehe dich sehr gut, ich würde bei Horatio das gleiche tun.", sagte sie lächelnd.

„Wir werden heute Abend beim Barbecue schon erfahren was los ist. Und Gil hat versprochen, wenn sie vom Arzt wieder zurück sind, sagen sie Bescheid", endete Calleigh.

Nick nahm Calleigh ihn seine Arme und zog sie sanft an sich ran um sie zärtlich zu küssen.

Sara rief bei dem Arzt an und bekam gleich einen Termin für den Nachmittag.

„Darling es wird sicher alles in Ordnung sein.", beruhigte Grissom sie.

„Ja vermutlich war es nur durch das Übergeben, dass ich das Ziehen hatte."

Sara ruhte sich den Rest des Vormittags auf der Terrasse aus. Sie waren beide froh, dass sie schon alles im Haus hatten für das Barbecue heute Abend. Sie wollten ein Abschlußessen machen, da morgen das Team, Calleigh, Reena und Sasha wieder nach LV flogen.

Sara und Grissom saßen am Nachmittag bei ihrem Arzttermin, er hatte Sara untersucht und jetzt warteten sie darauf, dass er kam um mit ihnen zu sprechen.

Beide sprachen nicht viel miteinander. Grissom hatte nur Saras Hand genommen und drückte sie leicht. Sara fühlte sich, trotz alldem glücklich, dass ihr Mann bei ihr war.

„Mrs. Grissom, wie fühlen sie sich jetzt?", fragte der Arzt, als er wieder ins Sprechzimmer kam.

„Eigentlich ganz gut, von der Übelkeit spüre ich jetzt nichts, auch kein Ziehen oder sonstige Schmerzen.", antwortet Sara.

Grissom hielt noch immer ihre Hand. Er wollte nur endlich wissen, was mit ihrem Baby war.

„Also erstmal, mit dem Baby ist alles in Ordnung, es entwickelt sich genau richtig.", sagte der Arzt.

Er lächelte, als er das Ehepaar aufatmen sah.

„Wegen der Übelkeit gebe ich ihnen Tabletten mit. Sie sollten allerdings auf Kaffee verzichten und lieber stattdessen Tee trinken. Ein wenig kürzer treten sollten sie auch, nicht so viel Stress an sich ranlassen."

„Ansonsten ist alles in Ordnung und das Ziehen war sicher nur eine Reaktion auf das Übergeben. Sollten sie diese Übelkeit noch länger als 2-3 Wochen anhalten, oder sollte es gar stärker werden, sollten sie Ihrem Arzt in Vegas davon erzählen."

Sara nickte, sie war so froh, dass alles in Ordnung war.

Als sie aus der Praxis gingen, atmete Grissom hörbar aus. Er war so froh darüber, dass alles in Ordnung war.

„Wollen wir noch einen Kaffee oder eher gesagt ich einen Tee trinken gehen.", Sara sah Grissom lächelnd an.

„Ja gute Idee, einen Kaffee kann ich gut gebrauchen jetzt."

Vorher aber ergriff Sara die Initiative und zog Grissom an sich ran, sie fuhr mit ihrer Zunge über seine Lippen.

„Darling was machst du?", Grissom sah sie mit blitzenden Augen an.

„Nichts, ich wollte dir nur zeigen, dass ich dich liebe.", entgegnete sie grinsend.

„Na wenn das so ist…."

Seine Lippen legten sich auf die ihre und Gil erforschte mit seiner Zunge ihren Mund. Sara erwiderte seinen Kuss ebenso leidenschaftlich und gab sich ganz diesem wunderbaren Kuss hin.

Grissoms Hände wanderten und ihr Shirt an ihrem Rücken entlang. Sara quiekte vor Entzücken auf.

„Darling, ich denke es ist besser, wenn wir zu Hause weitermachen.", sagte sie lachend, als er ihren Mund wieder freigab.

„Hm schade."

In Grissoms Augen blitzte die Begierde, die er für seine Frau empfand.

Nachdem Sara ihren Tee und Grissom seinen Kaffee getrunken hatte, fuhren sie wieder zurück zum Haus.

Sie fuhren gerade auf dem Freeway, als Sara plötzlich aufschreckte.

Grissom fuhr sofort neben ran. Er war nur dankbar, dass dort gleich eine Nothaltebucht war.

„Was ist passiert? Hast du wieder Schmerzen?", Grissom sah sie entsetzt an.

„Nein, mir ist nur eingefallen, dass ich Nicky anrufen sollte. Er sitzt bestimmt bei Calleigh und macht sich Sorgen."

„Sara, du machst mich wirklich in jeder Hinsicht wahnsinnig.", gab Grissom erleichtert und lachend zurück.

„Dachte das liebst du so an mir.", sagte sie neckend.

Grissom schüttelte nur lachend den Kopf und fuhr wieder auf den Freeway, während Sara ihr Handy rauskramte. Sie drückte ihre Kurzwahl für Nick's Handy.

Es kam nicht mal zum 2. Freizeichen, da nahm Nick schon an.

„Sar-Honey, na endlich, ist alles in Ordnung? Was hat der Arzt gesagt? War es gestern zuviel für dich?... Nun sag schon.", klang Nick panisch am Telefon, er wusste dass es Sara ist, da er die Nr auf seinem Display sehen konnte.

„Nicky jetzt beruhige dich erstmal. Also bei mir ist alles in Ordnung, eben die Tücken der Schwangerschaft. Ich soll jetzt erstmal kein Kaffee mehr trinken und habe eben Tabletten gegen die Übelkeit bekommen."

„Gott sei Dank, man Kleine du machst mich echt wahnsinnig."

„Uhm… das habe ich heute schon mal gehört.", sagte Sara mit einem schmunzelnden Blick auf Grissom.

„Hörzu Sar, Calleigh und ich kommen heute Abend etwas früher, und helfen euch bei den Vorbereitungen. Und du schonst dich.

„Man, was habt ihr nur alle, du bist ja noch schlimmer als Gil, und das soll was heißen. Nicky mir geht es gut und ich lasse mich nicht auf das Abstellgleis stellen.", entgegnete sie Nick grummelnd.

Von der Fahrerseite kam nur ein undeutliches Gemurmel. Grissom sah sie mit hochgezogener Augenbraue an. Manchmal war Sara einfach zu stur.

„Sara, wir meinen es nur gut. Wir sehen uns heute Abend."

„Ja ich weiß und das ist mein Problem, zu viele meinen es zu gut mit mir."

Sara wurde langsam etwas wütend, dass man sie so behandelte.

„Pass auf dich auf Kleine. Ich hab dich lieb! Bye."

„Bye Nicky, hab dich auch lieb. Bitte sag Calleigh liebe Grüße.", sagte Sara und beendete das Telefongespräch.

Grissom sah dass Sara wütend war. Er nahm ihre Hand und drückte sie leicht.

„Darling, Nick macht sich eben nur Sorgen um dich, wie ich auch. Nehme es ihm nicht übel. Er hat dich nun mal sehr gern. Du hast damals bei seiner Entführung genauso reagiert als er wieder zur Arbeit kam.", sagte Grissom zu ihr.

„Verdammt das war etwas anderes. Nick war verletzt. Er war lebendig begraben. Da darf man sich doch auch mal Sorgen um seinen besten Freund machen. Aber ich bin schwanger und es ist alles in Ordnung also hört endlich auf mich wie ein Rohes Ei zu behandeln.", fauchte sie Grissom an.

Das zweite Mal bei dieser Rückfahrt, fuhr Grissom neben ran.

„Was ist jetzt? Warum hältst du schon wieder an? ", Sara funkelte ihn wütend an.

„Sara, jetzt höre mir mal zu. Nick und ganz besonders ich, machen uns große Sorgen um dich. Ich weiß wie stur du sein kannst, ich kenne dich schon lange genug. Jetzt beruhige dich erstmal wieder. Es verlangt ja keiner von dir, dass du untätig rumsitzen sollst, nur eben ein wenig kürzer treten.", Grissom sagte es mit sanfter Stimme um Sara nicht noch wütender zu machen.

„Ich weiß Gil, aber das Gefühl, ständig bemuttert zu werden, ist mir zu viel. Ich denke ich weiß was gut für mich und das Baby ist. Meinst du wirklich ich würde etwas riskieren um unser Baby zu verlieren?", sie sah ihn fragen an.

„Nein Darling, ich weiß du würdest unser kleines immer schützen. Aber du weißt selber wie viel Stress du die letzten Wochen hattest. Das das auf Dauer nicht gut ist, müsstest du ja selber einsehen."

„Honey bitte lass uns jetzt nicht streiten, es sind immerhin unsere Flitterwochen und ich möchte sie mit dir genießen. Ich verspreche dir, dass ich etwas kürzer trete, aber dafür hört du und Nicky auf, mich zu behandeln als wäre ich todkrank."

Grissom musste unweigerlich lachen, als Sara zu Ende gesprochen hatte.

„Warum lachst du?", sie sah ihn irritiert an.

„Noch vor einem Jahr hättest du bei so einem Gespräch nicht eingelenkt, sondern hättest das Gespräch abgebrochen und wärst wieder weggelaufen."

Jetzt musste auch Sara grinsen.

„Wie du siehst hat mich unsere Beziehung auch verändert, worüber ich sehr froh bin."

„Ja darüber bin ich sehr froh. Am meisten bin ich froh darüber, dass ich dich habe, ohne dich wäre ich einfach nicht glücklich."

„Ich bin auch sehr glücklich."

Sara zog Grissom an sich ran und schlang die Arme um ihm, so gut es im Auto ging. Sie legte ihre Hand auf seine Wange und küsste Grissom sanft. Er erwiderte ihren Kuss genauso zärtlich.

Als sie weiterfuhren nahm Grissom Saras Hand und ließ sie erstmal nicht mehr los.

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Wie versprochen kamen Nick und Calleigh abends früher, um den beiden zu helfen. Sara sah müde und abgespannt aus.

Nick umarmte Sara herzlich und gab ihr einen Kuss auf die Wange. Calleigh und Grissom hielten sich zurück, denn die beiden sollten sich erstmal aussprechen.

„Was haltet ihr davon, wenn ihr ein Stück am Strand spazieren geht, und Calleigh und ich machen hier schon mal weiter", sagte Grissom.

Sara nickte und auch Nick war einverstanden.

Als sie eine Weile am Strand schweigend nebeneinander hergelaufen waren, brach Sara als erstes das Schweigen. Sie blieb stehen und sah Nick unsicher an.

„Es tut mir leid Nicky, dass ich mich heute Mittag am Telefon so benommen habe."

„Ich wollte dich nicht aufregen Honey, aber ich habe mir eben den ganzen Tag schon wahnsinnig Sorgen gemacht."

„Ich weiß, mein Mann hat mich heute Mittag schon in die Mangel genommen.", erwiderte sie und lächelte Nick an.

„Ich musste ihm versprechen, ein wenig kürzer zu treten. Es ist ja nur, weil plötzlich mich jeder so bemuttert."

„Typisch Sara wieder, sich von keinem helfen zu lassen. Aber ich bin froh, dass du wenigstens Gil an dich ran lässt.", sagte er lachend.

„Nicky das ist jetzt nicht fair. Wie oft schon habe ich mich bei dir ausgeheult wegen Griss."

„Ja bei mir, wir sind ja auch schon lange befreundet. Aber wie lange hast du Gil nicht an dich rangelassen?"

„Hm ok ich gebe es ja zu, aber ich habe mich gebessert.", entgegnete sie lachend.

„Ja das hast du in der Tat, denn du hättest dich niemals von selbst entschuldigt.", neckte Nick sie.

„Wer sagt dann dass ich mich von alleine entschuldigt habe, vielleicht hat mich mein Mann ja auch dazu gezwungen.", konterte sie.

„Sicher Sara, ganz besonders Grissom, er zwingt dich zu etwas, was du überhaupt nicht willst.", grinste Nick.

„Ok, du hast gewonnen. Danke Nicky, für deine Freundschaft.", Sara umarmte ihn und gab ihm einen Kuss auf die Wange.

„Wollen wir wieder zu den anderen gehen?", vielleicht braucht ja Griss noch meine Hilfe, was ich allerdings stark bezweifele bei Calleigh.

Sara nickte und hackte sich bei Nick unter.

„Meinst du die zerfleischen sich gerade unten am Strand."

„Hm so wie ich meine Frau einschätze, wird sie sich bei Nick entschuldigen, aber nicht ohne mit ihm über irgendetwas anderes zu diskutieren.", sagte Grissom lachend.

„Ich denke Nick wird ihr sicher klar machen, warum er sich so verhält. Er hat sich heute große Sorgen um sie gemacht."

„Nicht nur Nick, Calleigh, ich mir auch."

„Ist wirklich alles in Ordnung Griss?", Calleigh sah ihn fragend an.

„Ja der Arzt hat gesagt es sei alles in Ordnung."

„Das ist gut. Ich denke auch nicht, so wie ich Sara kennen gelernt habe, dass sie das Leben eures Baby's leichtsinnig gefährdet. Sie weiß was sie tut."

„Ja das weiß sie wirklich.", stimmte Grissom ihr zu.

Als Nick und Sara bei den beiden anderen ankamen hatten diese schon den Grill aufgebaut und Calleigh war gerade dabei den Tisch zu decken.

„Kann ich dir helfen Babe?"

„Ja Sweety, du kannst den Tisch weiter decken. Ich schneide das Brot auf.", antwortete Calleigh

„Alles wieder in Ordnung bei dir und Nick?", Grissom war hinter Sara getreten.

Sara stand am Grill und versuchte die Kohle anzubekommen.

Er zog sie zu sich und sie drehte sich zu ihm um.

„Ja, wir haben alles geregelt. Danke Darling."

„Du musst mir nicht danken, das hast du gemacht, ich habe mich nicht bei ihm entschuldigt.", sagte er lächelnd und nahm ihr sanft das Feuerzeug und den Grillanzünder aus der Hand

„Und das ist Männersache, das mach ich schon.", setzte er grinsend hinzu.

„Na ja Männersache vielleicht nicht. Aber ich bekomme es sowieso nicht auf die Reihe, also versuche du dein Glück.", konterte sie lachend und kniff Gil sanft in die Seite.

„Du musst auch immer das letzte Wort haben.", Grissom schüttelte lachend den Kopf.

Er küsste sie sanft, bevor Sara ins Haus ging um die Tür aufzumachen, an der es gerade geklingelt hatte.

Es war Greg mit Reena und Sasha. Keine zwei Minuten später kamen Horatio, Cath, Warrick, Lindsay und Jim.

Als Sara mit Reena, Calleigh, Cath und Lindsay am Tisch saßen. Erzählte sie den anderen was heute geschehen war.

Alle waren froh, dass es nichts Ernstes war und es Sara gut ging.

Die Männer standen am Grill und tranken Bier und unterhielten sich über die Hochzeitsfeier von gestern. Gesprächsthema Nr. 1 waren Sasha, Reena und Greg. Da Reena ja nun den Strauß gefangen hatte, wollte jeder wissen, wer den nun der glückliche war.

Warrick hatte den ganzen Tag schon Greg damit aufgezogen, dass Reena ja sicher nicht ihn heiraten wolle. Greg hatte gestern auf der Hochzeitsfeier die ganze Zeit sie angebaggert. Aber er hatte einen ernst zu nehmenden Kontrahenten, nämlich Sasha. Er verstand es mindestens genauso gut mit den Mädels umzugehen wie Greg.

Greg stand am Grill und drehte das Essen.

„Sag mal Greggo, was tust du eigentlich jetzt, nachdem dich Reena so hat abblitzen lassen.", ärgerte ihn Nick.

„Sie mich abblitzen lassen? Nein da irrst du dich lieber Nicky, ich wollte nur Sasha ein paar Chancen geben, bevor ich zur Höchstforum auflaufe.", antworte Greg und grinste

„Du hast doch sowieso keine Chancen bei Reena, sie bevorzugt nämlich keine jüngeren Männer. Oder sollte ich besser sagen Jungs.", lachte Sasha.

Die umstehenden beobachten mit Lachen das Schauspiel zwischen Greg und Sasha.

„Dann hast du aber auch keine Chance Sasha, denn so wie du dich benimmst, bist du ein Kind geblieben. Außerdem kann so ein junger Lover durchaus Vorteile haben.", erwiderte Greg lachend.

„Oder was meinst du Griss, Sara ist doch auch um einiges jünger als du, hat doch gewisse Vorteile.", Greg grinste Grissom an.

Grissom verschluckte sich an seinem Bier und begann zu husten.

Sara, die gerade dazu kam, antwortet aber für ihn.

„Klar Greggo, hat alles seine Vorteile, aber auch einen älteren Partner zu haben hat durchaus seine Vorteile. Aber die erzähle ich dir, wenn wir alleine sind.", Sara hatte ein breites Grinsen im Gesicht.

Jetzt war es auch um die Fassung der anderen geschehen. Sie konnten sich vor Lachen nicht mehr halten. Das mit Sara hatte ihnen den Rest gegeben.

Sara ging auf Grissom zu und schmiegte sich an ihn. Er versuchte sich von dem Wortwechsel der beiden gerade zu erholen.

„Sara Grissom, habe ich dir schon mal gesagt, dass du ein kleines Biest bist.", flüsterte er ihr lachend ins Ohr.

„Oh ja Griss, hast du.", sie sah ihn mit ihren tiefbraunen, funkelnden Augen an.

Er beugte sich zu ihr und küsste sie fordernd. Sara bemerkte wie es sie durchfuhr, als er sie küsste. Sie konnte bei jedem Kuss von ihm einfach dahin schmelzen.

„Ich glaube das Steak hier ist fertig."

„Sara, darf ich dir das erste Steak anbieten?", Greg sah sie an und grinste diabolisch.

„Sehr witzig Greggo, du bist echt wieder ein Witzbold.", entgegnete ihm Sara ironisch.

„Ich wollte doch nur, dass du nicht vom Fleisch fällst. Ich meine welcher Mensch kann sich schon nur von Gras und Pflanzen ernähren."

Sara wollte auf Greg zustürmen. Aber Grissom war schneller, er hielt sie fest, denn er wusste, dass Greg sie damit auf die Palme bringen konnte. Er wollte nicht dass es eskalierte zwischen den Beiden.

„Lass mich los Gil, damit ich unserem kleinen Greggo mal zeigen kann, was es heißt sich mit mir anzulegen."

„Nichts da, ich will heute nicht, dass ihr das Haus auseinander nehmt.", antwortete Grissom lachend.

„Gil lass mich bitte, dem Kleinen muss man mal zeigen wie man mit Älteren umzugehen hat.", zischte Sara.

Jetzt ergriff Nick die Initiative.

„Sar bleib ruhig, ich mach das schon, wenn wir wieder in Vegas sind.", er grinste Greg diabolisch an.

Sara beruhigte sich wieder, sie dachte sich nur, dass Greg seine gerechte „Strafe" von Nick schon bekommen würde.

„Na ja wenn du nicht willst, frage ich eben meine andere Traumfrau.", sagte Greg und ging mit einem Steak auf dem Teller auf Reena

„Darf ich meine Traumfrau das erste Steak anbieten", säuselte Greg und sah Reena an.

„Traumfrau? Habe ich was verpasst? Lief da was gestern zwischen euch?", Calleigh konnte sich ein Grinsen gegenüber Reena nicht verkneifen.

„Ja… ich mein Nein, ähm.. ja danke Greg, das ist lieb von dir.", stotterte Reena.

Jetzt war es an Greg, dem der Mund offen stand. Reena hatte ihn mit ihren meergrünen Augen so angestrahlt, dass er nicht wusste was er sagen sollte.

Greg lief rot an und war nervös.

„Bi…tttt..e schön.", stotterte nun auch er und versuchte Reena nicht anzuschauen.

Sara, und die anderen hatten den Wortwechsel oder eher gesagt die Blicke der beiden mitbekommen. Sie standen da und grinsten die beiden an.

„Was?", wollte Reena von Sara wissen, die sie immer noch angrinste.

„Ach nichts Reena, gar nichts. Finde es einfach nur süß wie verliebt ihr beide seid.", jetzt war es an Sara Greg eins auszuwischen, auch wenn es auf Reena's Kosten mitging.

„Ich verliebt in Reena? Ach Sar das ist doch lächerlich. Darf ich jetzt nicht mal einer Kollegin ein Steak anbieten.", Greg war schon wieder rot geworden.

„Sicher Greg, darfst du, aber so hast du mir noch nie Essen angeboten.", schaltete sich jetzt Cath ein.

Calleigh saß daneben und dachte dass sie gleich platzte vor Lachen.

„Und schließlich sagst du ja immer ich wäre deine Lieblingskollegin.", beendete Cath den Satz.

Reena saß da und es hatte ihr die Sprache verschlagen.

„Reena was sagst du dazu, ist Greg nicht eine gute Partie? Ihr bekommt sicher ein paar süße Kinder.", setzte Sara hinzu.

„Uhm…. ich mit Greg Kinder und überhaupt Greg heiraten? Nein danke Sar, ich stehe eher auf erwachsene Männer."

Jetzt hatte Reena ihren Sarkasmus wieder gefunden. Greg stand da wie ein begossener Pudel und zog sich schweigend zurück.

Jetzt hatten es auch die anderen am Grill mitbekommen, was sich am Tisch abspielte und konnte sich ein Lachen nicht verkneifen, als sie Gregs Gesicht sahen.

Sara merkte, dass es Greg verletzt hatte, was Reena gesagt hatte. Sie ging auf ihn zu.

„Alles ok Greg?"

„Ja sicher was soll auch sein?"

„Ich meinte gerade dass es dich etwas verletzt hat, was Reena gesagt hat. Glaube mir Reena's Mund ist manchmal schneller als sie denken kann.", versuchte Sara die Situation aufzulockern.

„Danke Sar, aber das macht mir wirklich nichts. Wir fliegen morgen nach Vegas zurück, da sehe ich sie sowieso kaum. Und mein Typ ist sie sowieso nicht."

Sara wusste dass Greg log, aber sie ließ ihn in Ruhe.

Calleigh war hinter sie getreten.

„Da läuft doch was zwischen den beiden?"

„Ja ich denke auch, aber ich kenne Greg und Reena, die würden das jetzt niemals zugeben.", sagte Sara.

„Na ja dann lassen wir sie mal in Ruhe, vielleicht kann ich ja in Vegas mal mit ihr reden.", antwortete Calleigh.

Greg war inzwischen wieder bei Sara und schaute sie vorwurfsvoll an.

„Warum sagst du mir nicht was heute mit dir los war? Ich dachte wir sind Freunde?", der Vorwurf in seiner Stimme war nicht zu hören.

„Greg es tut mir leid, aber ich habe es niemanden gesagt."

„Und was war mit Nick? Sara ist alles ok bei dir? Geht es dir gut?"

„Nick wusste es nur, weil Grissom bei Calleigh angerufen hatte wegen einem Arzt. Und ja es geht mir gut. Und noch etwas, hör auf damit mich zu bemuttern, aus diesem Grund habe ich nichts gesagt.", Sara funkelte ihn wütend an.

„Es tut mir leid Sar, ich mache….."

Weiter kam Greg nicht, denn Sara fiel ihm ins Wort.

„Ja ich weiß Greg du machst dir Sorgen um mich. Aber mir geht es wirklich gut und ich passe auf mich auf, bitte mach dir keine Sorgen!", sie schaute Greg bittend an.

„Ok Sar, aber wenn etwas ist, sag bitte bescheid. Du weißt ich bin immer für dich da!"

„Klar Greggo, danke dir!"

Der Abend verlief recht lustig und gemütlich.

Cath gab ein paar Kindergeschichten von Lindsay zum Besten, die ihre Mutter vorwurfsvoll anschaute.

„Mom, warum musst du mich immer so blamieren vor allen.", beschwerte sich Lindsay

„Linds ich blamiere dich doch nicht. Die meisten kennen dich seit du in die Windeln gemacht hast."

„Am längsten kennt dich aber Gil, der hat dich schon kurz nach der Geburt gehalten. Erinnerst du dich noch Gil, als Linds auf die Welt kam und Eddie sie dir in den Arm gedrückt hatte?", Cath sah Grissom lachend an.

„Ja Cath, wie könnte man die kleine Linds vergessen. Besonders weil mein Hemd ziemlich nass war, als ich sie dir wieder gab.", entgegnete Grissom lachend.

„Ja richtig, Lindsay hatte dich ja so gerne, dass sie dich gleich anpinkeln musste.", Cath musste lachen, wenn sie sich daran erinnerte.

„Oh Linds, das war ja ein guter Einstand.", neckte Nick sie.

„Omg das wird mir zu peinlich, ich gehe mal ein wenig an den Strand.", Lindsay wurde rot und stand vom Tisch auf um ein wenig an den Strand zu gehen.

Die anderen konnten sich ein Grinsen nicht verkneifen.

Ohne weitere Peinlichkeiten seitens Cath, verlief der Abend ruhig. Erinnerungen wurden ausgetauscht und Greg gab das Hochzeitvideo von Sara und Gil zum Besten. Es war ihm sehr gut gelungen und Sara und Gil waren beeindruckt.

Als es Zeit wurde sich zu verabschieden, war es Horatio, der als erster ging.

„Danke Sara und Gil für die Einladung, ich hoffe ihr besucht mich mal in den 2 Wochen, in denen ihr noch hier seid."

„Machen wir sicher. Bye Horatio und Danke für deine Hilfe.", entgegnete Grissom.

Cath mit Lindsay, Warrick und Jim brachen auch auf. Ebenso wie Greg, Reena und Sasha.

„Guten Flug Cath und halte mir das Team zusammen bis ich in 2 Wochen wieder da bin.", sagte Grissom scherzend.

„Gil, ich denke ich bekomme das schon in den 2 Wochen hin, ist ja nicht das erste Mal dass ich Supervisorin bin.", entgegnete sie lachend.

Sara verabschiedete sich noch von Nick und Calleigh.

„Ich wünsche dir einen guten Einstand in Las Vegas. In 2 Wochen bin ich auch da, dann bist du nicht mehr so alleine."

„Danke Sara. Ich denke die 2 Wochen werden nicht leicht und ich bin sicher froh wenn du wieder da bist. Aber ich habe ja noch Reena und Sasha, die ich kenne, von daher wird es vielleicht ein klein wenig leichter.", antwortete Calleigh lächelnd.

Calleigh drehte sich um, um sich von Grissom zu verabschieden und lies Nick noch einen Moment mit Sara alleine. Greg war zu den beiden getreten.

Sara umarmte ihre beiden Freunde.

„Jungs, ich danke euch für die wundervolle Hochzeit und alles! Wir sehen uns in Vegas, wenn ich zurück bin."

„Sara da gibt es nichts zu danken, das haben wir gerne gemacht.", sprach Nick.

„Bitte versprich uns, dass du auf dich aufpasst. Schone dich ein wenig, du hast Flitterwochen.", sagte Greg und sah Sara ernst an.

„Nicky, Greggo ich verspreche es euch, ihr müsst euch keine Sorgen machen. Außerdem wird Griss schon dafür sorgen, dass ich mich schone.", antwortete sie lachend.

Sie küssten sich zum Abschied auf die Wange und Greg und Nick gingen zum Auto, wo die anderen warteten.

Grissom war hinter sie getreten und hatte sie ihn den Arm genommen. Sara lehnte sich mit dem Kopf an seine Schulter.

Beide winkten den anderen noch mal zum Abschied, dann gingen sie wieder ins Haus.

„Jetzt habe ich dich endlich 2 Wochen für mich alleine.", Grissom sah seiner Frau tief in die Augen.

„Ja, jetzt können unsere Flitterwochen beginnen."

Sara konnte seinem Blick kaum standhalten, so ein Verlangen war in seinen Augen zu sehen.

Langsam näherte sich Grissom Saras Gesicht. Sara legte ihre Hand auf seine Wange. Jetzt war es um Grissoms Fassung geschehen. Er küsste sie fordernd und verlangend, dann hob er sie hoch und blickte ihr tief in die Augen während er sich mit ihr auf den Weg zum Schlafzimmer machte.

... TBC