Chapter 42
„Ich weiß Cath, ist schon gut, was ist los?"
„Ich stelle mal auf laut Sara, der Sheriff steht neben mir.", sagte Cath leicht entnervt.
„Ok Cath, danke.", Sara stellte ebenfalls ihr Handy auf laut, damit Grissom mit hören konnte.
„Sara, entschuldigen sie die Störung, aber wir haben hier ein großes Problem, wir brauchen sie beide hier schnellsten im CSI-Labor.", der Sheriff machte eine Pause, die Sara sofort nutzte.
„Sheriff, was wollen sie uns damit sagen, wir sind in den Flitterwochen und kommen ja schon in 3 Tagen wieder. Was ist jetzt so wichtig, dass nicht 3 Tage warten kann?", Sara schaute Grissom an, während sie sprach und er zuckte mit den Schultern.
„Wir haben hier zu wenig Leute. Ecklie musste Procter und Damien bei ihnen aus der Schicht holen und in die Spätschicht stecken, da in der Spätschicht ein schwieriger Fall aufgetreten ist und sie alle verfügbaren Leute brauchen.", schloss der Sheriff.
„Ja aber was macht dann mein Team, dann ist ja Duquesne mit den beiden Level 2 CSI alleine?", Sara konnte sich schon vorstellen was jetzt kommt.
Sie schaute Grissom an, der wohl dasselbe dachte wie sie. Denn er machte ein Gesicht, als ob er dem Sheriff an die Gurgel springen wollte.
„Ja Sara, Duquesne ist im Moment alleine mit den beiden."
Sara atmete hörbar aus. Sie wusste nicht was sie davon halten sollte.
„Aber ich müsste jetzt mal mit Gil sprechen.", fuhr der Sheriff fort.
„Habe auf Lautsprecher Sir, sie können reden.", sagte Sara.
„Gil, auch aus ihrer Schicht musste ich mir zwei Leute nehmen, Sanders und Brown."
„Sheriff das können sie doch nicht machen.", jetzt hatte Grissom das Wort ergriffen.
„Bei mir in der Schicht sind jetzt nur noch Stockes und Willows und bei Sara, Duquesne mit den zwei anderen CSI's, damit kann doch kein Mensch arbeiten.", Grissom sah Sara verwirrt an, als er mit dem Sheriff sprach.
„Ja deshalb rufe ich auch an, ich müsste sie bitten, sofort mit dem nächsten Flug nach Vegas zu kommen, wir brauchen sie beide im Labor!", sagte der Sheriff etwas leise.
„Sheriff wir sind in den Flitterwochen und hatten hier schon einen Fall zu lösen, geht es wirklich nicht ohne uns?", fragte Sara sauer.
„Sara, ich würde nicht anrufen, wenn ich sie beide nicht dringend hier in Vegas bräuchte. Sie sind Leiterin und Supervisorin der Tagschicht und Gil das selbige der Nachtschicht, ich brauche sie hier, dringend!", der Sheriff hatte ein Flehen in seiner Stimme.
„Ok Sheriff, wir schauen, wann der nächste Flug geht und kommen so schnell wie möglich.", sagten beide als sie sich kurz zugenickt hatten.
„Vielen Dank an sie beide, sie haben etwas bei mir gut."
„Wir erinnern sie daran Sheriff.", sagte Gil, bevor er auflegte.
„Tss ja so schnell gehen die Flitterwochen vorbei. Der Alltag hat uns wieder.", murrte Sara sichtlich sauer.
„Darling, wir hatten wunderschöne Flitterwochen, lass uns den letzten Abend genießen, denke nicht, dass wir heute Nacht noch einen Flug bekommen.", sagte Grissom und nahm Sara in den Arm.
Sara rann eine Träne die Wange runter.
„Hey wir haben uns auch in Vegas, ich laufe dir nicht weg. Du wirst mich nie wieder los mein Schatz!"
„Ja, ich weiß Gil, aber es nervt eben. Aber was soll man machen. Es ist eben unser Job. Aber glaube mir der Sheriff wird mir das büßen.", sagte Sara mit einem Schmunzeln auf den Lippen.
Grissom rief bei der Fluggesellschaft an und bekam den nächsten Flug am Morgen um 5 Uhr.
Als sie am nächsten Morgen im Flugzeug saßen, waren beide recht schweigsam. Sie hatten eine wunderschöne Nacht verlebt und wollten beide nicht zurück in den Alltag. Aber sie wussten auch, dass sie gebraucht wurden.
„Stop Sara, nicht reingehen.", rief Gil ihr zu, als sie aus dem Taxi ausstiegen, welches sie vom Flughafen nach Hause gefahren hatte.
„Warum was ist los?", Sara sah verwirrt zu Grissom, der gerade das Taxi bezahlte.
Grissom hatte das Taxi bezahlt und nahm Sara ihre Koffer aus der Hand und stellt sie neben sie. Er legte seine Hand unter ihre Knie und trug sie über die Schwelle.
„Willkommen zu Hause Mrs. Grissom.", sagte er und sah ihr dabei liebevoll in die Augen.
Er setzte sie auf der Couch ab und beugte sich über sie und gab ihr einen langen zärtlichen Kuss, den sie mit voller Hingabe erwiderte.
„Ich liebe dich Sara."
„Ich dich auch Griss."
Sara schmiegte sich an Grissom, der sich mittlerweile neben sie gesetzt hatte.
Am nächsten Tag war Sara wieder im CSI-Labor. Calleigh war dankbar, dass sie ihre Flitterwochen früher als geplant beendet hatte.
Sara und Calleigh saßen bei Sara im Büro und besprachen die Fälle. Für Sara war es ungewohnt, sie war jetzt die Supervisorin und hatte allerhand zu tun. Sie kannte noch nicht einmal alle ihrer Leute. Aber es war einfach keine Zeit, denn die Fälle mussten unbedingt besprochen werden.
Greg und Reena hatten ihr Büro renoviert, es gefiel ihr sehr gut. Sie hatten sogar ein Bild von „ihrem" Schmetterling an die Wand gehängt. Ein paar Pflanzen und Blumen hatten sie noch reingestellt. Genauso, dass sie sich wohl fühlte, nicht zu viel aber auch nicht zu wenig. Die Bilder an der Wand, waren auch genau nach ihrem Geschmack. Sie musste Reena und Greg unbedingt dafür danken.
„Calleigh könntest du den anderen sagen, dass wir uns in einer halben Stunde im Besprechungsraum treffen?"
„Ja mach ich Sara…. und willkommen in der Tagschicht.", Calleigh lächelte ihr warm zu.
„Danke dir, mal schauen, wie wir das meistern, mit so wenigen Leuten und ich bin mal gespannt auf meine beiden neuen CSI's."
Calleigh ging aus dem Büro um den anderen zu sagen, dass dann die Besprechung war.
Sara sah sich noch mal im Büro um und lächelte, bevor sie sich über ihren ersten Fall als Supervisorin hermachte. Sie durchblätterte die Akte. Calleigh hatte in den 2 Wochen gute Arbeit geleistet, Sara war froh, dass sie so eine gute CSI an ihrer Seite hatte. Reena und Sasha waren auch beide gute CSI's, aber Calleigh verfügte über mehr Erfahrung als die anderen Beiden.
Sara ging in den Besprechungsraum, sie war etwas nervös. Schließlich erwarteten jetzt alle von ihr zu erfahren, welche Fälle sie bearbeiteten, und vor allem die wenigsten kannten sie. Alle waren schon versammelt, natürlich bis auf Reena und Sasha, die ja in der Spätschicht zurzeit waren.
Mit Calleigh hatte sie schon ausgemacht, dass sie eine der beiden „Neuen" unter ihre Fittiche nahm.
„Guten Morgen wünsche ich Euch", sagte Sara, als sie eintrat.
„Guten Morgen Sara, schöne Flitterwochen gehabt?", begrüßte sie eine bekannte Stimme.
Sara sah in die Richtung, aus der die Stimme kam.
„Hodges, was machen sie denn hier, hat Ecklie sie in die Tagschicht versetzt? Haben wir nicht genug Mitarbeiter im Labor?", Sara war verwirrt David Hodges hier in der Tagschicht zu sehen.
„Nein Sara, ich bin der „Neue" in ihrem Team.", sagte er auf seine selbstsichere Art und grinste sie an.
„Seit wann sind sie ein CSI? Ich dachte sie wären Labor-Techniker."
„Ich habe den CSI Level 1 schon gehabt als ich hier in Las Vegas angefangen habe, aber ich wollte im Labor arbeiten. Ich war beim CSI in Los Angeles und habe dort meine Ausbildung zum CSI gemacht.", erklärte er ihr.
„Aber wie kommen sie dann zu Level 2?", Sara konnte sich das nicht erklären.
„Bin ich noch nicht, das möchte ich ja hier werden. Deswegen bin ich ja bei ihnen. Ein neues Team der perfekte Platz für mich. Ich bin davon überzeugt bei ihnen könnte ich es weit bringen.", Hodges grinste Sara an.
Wie immer war Hodges völlig überzeugt von sich. Eigentlich mochte Sara Hodges ja, auch wenn er manchmal ein wenig überheblich und arrogant rüber kam.
„Na dann willkommen in meinem Team Hodges und auf gute Zusammenarbeit. Calleigh ist ihr Mentor, sie wird sich ein wenig um sie kümmern!", sagte sie freundlich.
Der zweite neue CSI, war ein junger Mann namens Raphael Thommson. Er war ein CSI Level 2, und hatte seine Ausbildung in New York gemacht. Wie sich schnell herausstellte nannten ihn alle nur noch Raph.
Sara hatte ihr Team gut in Griff und auch Hodges arbeitete sich gut ein. Reena und Sasha kamen ein paar Tage später wieder zu ihrem Team zurück. Sie hatten den Fall erfolgreich in der Spätschicht gelöst.
Für Sara und Grissom war es nicht leicht, sich daran zu gewöhnen, dass sie sich kaum sahen. Man konnte Sara jetzt deutlich ansehen dass sie schwanger war. Ihr Bauch war keine Wölbung mehr, sondern schon rund und kugelig. Die Übelkeit war auch besser geworden.
Heute Abend hatte sie einen Termin beim Arzt. Sie freute sich auf den Termin, denn heute bekam sie gesagt, ob es Mädchen oder Junge ist.
Die letzten Wochen, waren hart für sie. Sie hatte teilweise 2-3 Schichten hintereinander arbeiten müssen, so dass ihr Privatleben stetig zu kurz kam. Privat sah sie Grissom kaum noch, denn wenn sie endlich frei hatte, war Grissom entweder in einer Doppelschicht oder sie sahen sich für eins zwei Stunden, dann musste er zur Schicht. Sara seufzte bei dem Gedanken, wie es erst werden sollte, wenn das Baby da ist.
Sie saß in ihrem Büro als es klopfte.
Sie hob erstaunt den Kopf, denn es war erst 5 Uhr und sie war heute früher gekommen, weil sie noch eine Menge Schreibkram erledigen musste.
„Hey Darling, du bist ja schon da.", Grissom steckte den Kopf in ihr Büro.
„Hi Gil, ja ich habe noch eine Menge Papierkram zu erledigen."
Grissom kam auf sie zu und gab ihr einen zärtlichen Kuss.
„Typisch Sara, du bist und bleibst ein Workaholic.", sagte er grinsend.
„Das musst ausgerechnet Du mir sagen, du warst die letzten Wochen ja auch kaum noch zu Hause.", neckte sie ihren Mann.
„Ich verspreche dir, das wird sich ändern Sara, es tut mir leid, aber bei uns häufen sich die Fälle nur so in der Nachtschicht. Und wir sind leider nicht so perfekt wie Supervisorin Sara Grissom und lösen die Fälle so schnell auf!" er sah sie lachend an.
„Uhhm .. ich bin ja froh, dass sich „meine" Verbrecher so leicht überführen lassen. Aber im Moment sitze ich auch an einem hartnäckigen Fall dran, ich hoffe wir können den Mörder bald überführen."
„Heute Abend aber gehe rechtzeitig raus, damit wir den Termin nicht verpassen. Ich will schließlich wissen ob wir eine Tochter oder einen Sohn bekommen."
„Nein, keine Sorge, den verpasse ich schon nicht. Treffen wir uns um 5 vor der Praxis?", Sara sah ihn fragend an.
„Ja ich bin da Sara."
„Ich gehe jetzt erstmal nach Hause und hole mir ein wenig Schlaf.", sagte er und gab Sara einen Kuss und ging aus ihrem Büro, wo er fast mit Greg zusammen stieß.
„Was machst du hier Greg, die Schicht ist zu Ende, oder willst du freiwillig bei Sara noch eine Schicht dran hängen, kann ich dir gerne organisieren!", er sah Greg streng an, hatte aber eine lustiges Zucken um seine Augen.
Greg sah Grissom unsicher an.
„Ich … Uhm.. ich wollte Sara nur mal hallo sagen.", stotterte er.
„Gil, lass Greggo in Ruhe und geh nach Hause.", kam Sara Greg lachend zur Hilfe.
„Na dann bis heute Mittag Darling. Bye Greg und komm ausgeschlafen heute Nacht zur Schicht!", sagte Grissom und ging.
„Danke Sara, ich dachte schon dein Mann reißt mich gleich in Stücke.", sagte er erleichtert.
„Hm was ist los, hast du wieder irgendetwas angestellt im Labor?"
Normal reagierte Grissom auf Greg nur so, wenn er ihn wieder zur Weißglut gebracht hatte.
„Na ja, ich habe ihm ein paar Dinge von Opa Olaf erzählt. Aber er war mehr an den Beweisen interessiert.", Greg grinste.
„Oh Greggo, kein Wunder dass er so mies drauf ist. Du weißt doch wie er darauf reagiert.", entgegnete sie ihm lachend.
„Jetzt mal Thema Wechsel, ist Reena schon hier?", Greg sah Sara fragend an.
„Nein Greg, wir haben kurz nach 5 Uhr morgens, und die Schicht beginnt erst um 7, das weißt du doch."
„Ja hätte ja sein können, dass sie früher hier ist, weil….."
„Ja, weil?", fragte Sara neugierig.
„Ach nichts.", versuchte Greg zu beschwichtigen.
„Greg jetzt mal raus mit der Sprache was läuft da mit Reena und dir?"
„Ja das würde mich auch mal interessieren", kam eine Stimme von der Tür her.
„Nicky, was machst du denn hier? Habe ich heute Tag der offenen Tür oder so etwas?", fragte sie lachend.
„Ja sieht ganz danach aus, als wärest du einfach unabkömmlich für die beiden."
„Gil, was tust du denn jetzt noch hier? Ich dachte du wärest nach Hause?", Sara sah ihren Mann verwirrt an.
„Ich war noch in meinem Büro um was zu holen", er hielt sein Buch hoch, als ob er sich verteidigen müsste.
„Außerdem habe ich gehofft, dass Greg schon weg wäre und ich meine Frau ohne neugierige Zuschauer küssen kann.", gab er grinsend zurück.
Er ging auf sie zu, nahm sie zärtlich in die Arme. Seine Lippen berührten ihre und Sara verlor sich in dem Kuss. Als er von ihr abließ war sie außer Atem und schaute Grissom verwirrt an. Seit wann küsste er sie hier im Labor so. Das war nicht normal. Was doch zwei Männer in ihrem Büro für Wirkung auf ihn hatten! Sara konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.
„So, jetzt gehe ich aber. Wir sehen uns heute Nacht Jungs und haltet Sara nicht so lange von der Arbeit ab.", verabschiedete er sich.
Sara stand noch immer mit einem Grinsen und etwas verwirrten Gesichtsausdruck in ihrem Büro.
„Man was hast du denn mit unserem Chef gemacht? Hast du ihn verhext oder so?", durchbrach Greg ihre Gedanken.
„Nein Greggo, das ist Liebe.", schmunzelte Nick.
„Ah so, also ich muss mich dann auch so benehmen, wenn ich liebe", sagte er entgeistert.
Greg verrollte die Augen und Nick grinste ihn an.
„Jungs jetzt kommt mal wieder zurück auf die Erde.", sagte Sara, da sie befürchtete, die beiden würden sich gleich an die Gurgel gehen.
„Genau, was ist jetzt mit Reena." nahm Nick das Gespräch von eben wieder auf.
Sara schaute Greg interessiert an. Sie wusste dass da was war, aber sie wusste nicht genau was.
„Nun sag schon Greggo, lass dir nicht alles aus der Nase ziehen.", versuchte Sara, Greg etwas zu entlocken.
„Mit Reena und mir ist nichts, wir sind nur Freunde, die ab und zu mal zusammen was trinken gehen.", sagte er etwas zu dementierend.
„Na klar Nick, erzähl das Opa Olaf aber nicht uns.", scherzte Nick.
Sara konnte sich ein lautes Lachen nicht verkneifen, denn gerade noch vor eine paar Minuten hatten sie das Thema Opa Olaf.
„Sar wann erfahren wir denn ob es eine Sie oder ein Er wird?", fragte Greg neugierig um das Gesprächsthema in eine andere Richtung zu lenken.
„Heute Abend habe ich einen Termin. Da wird uns gesagt was es wird.", entgegnete sie freudig.
„Was wäre dir lieber Sweety, ein Mädchen oder ein Junge.", fragte Nick sie.
„Hm das ist mir egal, Hauptsache es ist gesund!", sagte sie und stopfte sich ein Stück Sandwich in den Mund, da sie noch nichts gefrühstückt hatte.
„Wenn euer Kind genauso Hunger hat wie du, Sar, dann gute Nacht.", grinste Greg.
„Was soll das heißen Greggo, ich habe noch nichts gefrühstückt, außerdem muss ich irgendwas essen, damit mir nicht übel wird.", sagte sie verteidigend.
„Du hast schon immer mit großem Appetit gegessen.", neckte Nick sie.
„Wenn ich Hunger habe, esse ich eben. Ich kann dem „ich esse nichts, ich muss schlank bleiben" nichts abgewinnen.", sagte sie etwas schmollend.
„Außerdem bin ich schwanger.", gab sie hinzu.
Nick und Greg mussten ein Lachen unterdrücken. Denn sie wussten, wenn sie jetzt lachten, würde Sara sauer werden. Sie war in der Schwangerschaft mit Gefühlsschwankungen nicht gerade wenig bedacht worden.
Sara stand ungeduldig vor der Praxis, es war viertel vor 5 und von Grissom weit und breit nichts zu sehen. Sie versuchte es auf seinem Handy, aber er ging nicht ran. Vedammt, wo ist er denn nur, er kann mich doch jetzt nicht hängen lassen, dachte sie sich.
Sie fühlte sich nicht wohl, heute Mittag musste sie sich wieder übergeben, das war wieder so heftig gewesen, dass sie eine halbe Stunde brauchte, um sich zu erholen.
Sie trippelte nervös von einem Bein aufs andere. Sie konnte Griss nirgendwo entdecken. Langsam wurde sie ungeduldig.
Als es 5 vor 5 war, ging sie in die Praxis. Sie setzte sich, nachdem sie sich angemeldet hatte, ins Wartezimmer. Grissom war immer noch nicht aufgetaucht. Inzwischen hatte Sara schon etliche Male bei ihm angerufen. Aber keine Antwort. Ihr wurde übel. Sara bemühte sich nicht aus dem Wartezimmer zu rennen um auf die Toilette zu kommen.
Am Empfang lächelte ihr eine Arzthelferin ermutigend zu, als sie wieder ins Wartezimmer ging.
Inzwischen war es schon 15 Minuten nach 5 und Gil war immer noch nirgends zu sehen. Sie hatte Angst, er würde nicht kommen. Sie brauchte ihn doch.
Sara nahm sich eine Zeitschrift, ein Boulevardblatt um sich abzulenken. Aber das half nichts, was interessierte sie jetzt die Probleme irgendwelche Promis. Sie hatte selber genug davon. Ständig starrte sie auf ihr Handy dass eine SMS kam oder ein Anruf. Dass sich Grissom melden würde. Wenigsten bescheid zu sagen, dass er später kam.
Allmählich begann Sara sich Sorgen zu machen. Sie hoffte Grissom war nichts passiert. Ihr Magen verkrampfte sich bei dem Gedanken. Plötzlich spürte sie wieder diesen Schmerz im Unterleib. Leise stöhnend legte sie ihre Hand auf den Bauch.
„Hey Kleines nicht doch, deinem Daddy geht es gut, da bin ich mir sicher.", murmelte sie fast lautlos auf ihren Bauch schauend in sich hinein.
Sie atmete ein paar Mal langsam ein und aus, damit sie sich beruhigte. Sie zog ein weiteres Mal ihr Handy aus der Tasche und hoffte eine Nachricht von Griss vorzufinden. Tatsächlich da war eine SMS angekommen. Freudig öffnete sie die Nachricht, aber sie war nicht von Grissom, sondern von Nick, ob sie schon etwas wusste, wegen dem Baby. Sie wollte und konnte jetzt nicht zurückschreiben. Zu panisch war sie gerade, weil ihr Mann sich nicht meldete.
„Miss Sidle bitte."
Sara schaute auf, es war die Arzthelferin, die ihr aufmunternd zugenickt hatte vorhin.
„Ähm ja, jetzt heiße ich Grissom, könnten sie das bitte ändern?", sagte sie mit einem leichten Lächeln.
„Sicher Mrs. Grissom, machen wir gleich.", antwortete ihr die Sprechstundenhilfe.
„Ich habe hier einen Becher für den Urintest, danach müssten sie ins Labor für die Blutabnahme, ich warte dort auf sie.". , sie zeigte auf eine Tür, die sich am Ende des Ganges befand.
„Danke, ich werde danach gleich ins Labor kommen."
Sara nahm den Becher und ging in die Toilette, als sie fertig war, stellte sie den Becher in die Durchreiche im Außenbereich der Toilette und ging zum Labor.
„Wie geht es ihnen Mrs. Grissom?", fragte die Arzthelferin.
„Geht so, die Übelkeit, macht mir ein wenig zu schaffen, aber ansonsten blendend."
„Ja das kenne ich, als ich meine Tochter bekam, ging es mir erst nach dem 7. Monat besser", sie sah Sara lächelnd an.
Die innere Unruhe brachte Sara fast an den Wahnsinn. Sie hatte immer noch kein Zeichen von Grissom, warum er nicht hier war.
Sara zuckte ein wenig zusammen, als ihr die Sprechstundenhilfe, die Nadel in den Arm stach, da sie mit ihren Gedanken bei ihrem Mann war.
„Geht es so?", fragte sie die Arzthelferin besorgt.
„Ja alles in Ordnung, geht schon.", antwortete Sara lächelnd.
„So, das war es schon, sie können sich jetzt noch mal ins Wartezimmer setzen, der Doc ruft sie dann auf.", sagte die Frau zu ihr, als sie ihr die Nadel aus dem Arm gezogen hatte.
Sara ging zurück ins Wartezimmer, es war nicht mehr so voll. Sie schaute auf die Uhr. Es war schon fast 6 Uhr. Wo war er bloß? Sie wählte noch mal die Nr. von zu Hause, aber da ging nur die Mailbox ran. Auch am Handy konnte sie ihren Mann nicht erreichen.
Sie musste sich zusammenreisen um nicht zu weinen. Sie hatte Angst, dass Grissom etwas passiert wäre. Aber sie schaffte es nicht ganz, ein paar Tränen bahnten sich ihren Weg über ihre Wangen.
… TBC
