Es wäre schön, wenn vielleicht jemand ein Review abgeben würde, wie ihm die Story gefällt. Ansonsten viel Spaß beim Lesen!
Chapter 43
Sara saß im Wartezimmer und konnte ihre Tränen nicht mehr zurückhalten. Sie war froh, dass sie mittlerweile alleine im Raum war, so konnte es keiner sehen. Warum nur musste sie auch solche Gefühlsschwankungen haben. Sara verfluchte sich in diesem Augenblick.
Wo war Grissom? Er konnte sie doch nicht alleine lassen hier, er hatte doch versprochen hier zu sein. Er war doch sonst immer überpünktlich. Irgendwas ist doch passiert. Sie spürte Panik in sich hochkommen.
Eine Hand legte sich auf ihre Schulter. Sara drehte sich um und schaute ihn ein etwas abgehetztes Gesicht.
„Was ist los, warum weinst du?", die Person, der die Hand gehörte schaute sie sorgenvoll an?
„Gil, da bist du ja!", Sara flog regelrecht in seine Arme.
„Hey Darling, ist alles ok, stimmt irgendetwas mit unserem Baby nicht? Tut mir leid, dass ich so spät komme, aber der Highway war wieder zu, ich stand jetzt fast 2 Stunden im Stau.", sagte Grissom und sah Sara besorgt an.
„Mit dem Baby ist alles ok, ich… ich habe mir nur wahnsinnig Sorgen um dich gemacht, weil du nicht hier warst. Ich dachte dir wäre etwas passiert.", den letzten Satz sagte sie leise und schluckte.
„Tut mir leid Darling, ich wollte dich ja anrufen, aber mein Handy liegt bei dir im Büro, ich habe es wohl heute bei dir liegen gelassen.", sagte er entschuldigend.
„Ist egal Honey, Hauptsache du bist jetzt hier.", sagte sie erleichtert.
„Sieh mich an Sara, hast du geglaubt ich komme nicht. Hast du gedacht ich lasse dich im Stich?", er sah sie ernst an.
„Nein das habe ich nicht Gil, ich habe mir nur Sorgen gemacht, dir könnte etwas zugestoßen sein. Ich weiß du würdest mich nicht im Stich lassen! Ich vertraue dir Honey.", antwortete Sara ehrlich.
„Ich liebe dich Darling.", sagte Grissom und gab ihr einen zärtlichen Kuss.
„Ich liebe dich auch Griss.", antwortete Sara als sie sich von dem Kuss gelöst hatte.
Einige Minuten später rief der Arzt Sara auf.
Als sie ins Sprechzimmer kamen, begrüßte der Arzt sie und Sara sollte sich auf die Liege legen, damit er mit der Ultraschalluntersuchung beginnen konnte.
„So, dann schauen wir mal wie es dem Kleinen geht.", sagte der Arzt und verteilte das Gel auf Sara's Bauch.
„Wir würden auch gerne wissen, was es ist, wenn es denn zu sehen ist.", sprach Grissom den Arzt an.
„Ja schauen wir gleich mal. Erstmal schauen und messen wie groß es ist.", sagte der Arzt.
Der Arzt sah in Sara's Karte nach, in welcher Schwangerschaftswoche sie war. Sie war jetzt in der 19. Woche schwanger.
„Sehen sie, hier sind die Hände und hier die Füße.", sagte der Arzt.
Grissom und Sara sahen entzückt dem kleinen Wesen im Monitor zu. Es bewegte sich, die klitzekleinen Hände machten eine Faust. Es sah fast so aus, als würde das Kleine seine Hand in den Mund stecken.
„Ja, das sind die Vorteile eines 3D Ultraschalls. Ah jetzt kann ich eindeutig sehen, was es wird, wollen sie selber mal schauen?", der Arzt hatte just in dem Moment, als das Baby die Beine etwas spreizte ein Standbild gemacht.
Sara und Gil nickten nur begeistert und schauten auf den Monitor. Grissom hatte Sara's Hand genommen und drückt sie leicht.
Beide sahen sich an und lächelten.
„Es wird ein Mädchen!?", sprach Grissom mehr zu Sara als zum Arzt.
„Es stimmt, oder?", fragte sie den Arzt.
Der Arzt nickte zustimmend und fuhr mit der Untersuchung fort.
Sara hatte ein Strahlen auf dem Gesicht. Sie lächelte ihren Mann voller Liebe an, der ihr das gleiche Lächeln zurück schenkte.
„Ja Sara, wir bekommen eine Tochter.", sagte er noch mal bestätigend und blinzelte seine Freudentränen weg.
„Ihr kleines Mädchen, ist jetzt ca. 22 cm groß und wiegt... einen Moment... gleich haben wir es… 290g. Also alles bestens, sie entwickelt sich prächtig."
„Schon so groß ist sie.", sagten Griss und Sara beinahe gleichzeitig. Sie bekamen Beide vor Staunen den Mund nicht mehr zu.
„So jetzt wollen wir noch nach dem Herz der jungen Dame schauen.", sagte der Arzt scherzhaft.
Er wechselte im Computer auf ein Diagramm, auf dem man sehen konnte wie schnell und regelmäßig das kleine Herzchen schlug.
Einen Moment herrschte Stille im Behandlungszimmer. Grissom sah Sara mit leuchtenden Augen an. Dieses kleine Wesen war seine Tochter. Sara und sein Kind, eine kleine Grissom. Er konnte es immer noch nicht fassen. Die Frau, die er all die Jahre liebte, schenkte ihm bald so ein wunderbares kleines Wesen. Nie hätte er sich das träumen lassen. Grissom war überwältig von den Gefühlen, die seine Tochter, die ja noch nicht einmal geboren war, in ihm hervorriefen.
Sachte drückte er immer wieder Sara's Hand und sah sie liebevoll an.
„Also das Herz schlägt wunderbar regelmäßig. Jetzt schon mit 130 Schläge die Minute, pumpt es ca. 30l Blut durch die Adern.", erklärte der Arzt den Beiden.
Als der Arzt fertig war mit der Untersuchung, gab er Sara ein Tuch, damit sie sich das Gel vom Bauch wischen konnte. Grissom, nahm ihr sanft das Tuch aus der Hand und grinste sie an.
„Lass mich das machen Darling."
Er wischte zärtlich seiner Frau das Gel vom Bauch. Dabei blieb Sara nicht verborgen, dass er einige Sekunden seine Hand auf ihrem Bauch verweilen lies! Sie lächelte Gil an, wie sie es schon so oft getan hatte, und er es liebte.
„Wissen sie denn schon einen Namen für ihr Kind?", fragte der Arzt sie, der während der Untersuchung mitbekommen hatte wie sich die beiden ansahen.
„Ja sie soll Vanessa heißen.", sagte Grissom dem Arzt.
„Ein schöner Name, hat er eine besondere Bedeutung, oder warum ausgerechnet Vanessa?", der Arzt wollte mehr über seine Patientin herausfinden. Er fand es besser ein klein wenig über persönliche Verhältnisse zu wissen, falls es irgendwann mal zu Komplikationen kam.
„Ja, hat er. Vanessa ist der Name einer wunderschönen Schmetterlingsgattung.", sagte Sara.
Der Arzt sah Sara etwas verwundert an. Gil hatte nur eine Grinsen auf dem Gesicht und leuchtende Augen.
„Mein Mann ist Wissenschaftler.", sagte Sara grinsend, als sie bemerkte, wie der Arzt sie ansah.
Der Arzt nickt nur verständlich mit einem leichten Lachen.
Als sie wieder zu Hause waren, schob Sara die Spinatlasagne in den Ofen, die sie schon ein Tag zuvor vorbereitet hatte.
Sie setzte sich zu Gil, der auf der Couch im Wohnzimmer saß. Sie sah blass und müde aus. Sie musste unweigerlich gähnen.
„Ich bin froh, wenn es im Labor wieder etwas ruhiger wird, damit ich ein wenig zur Ruhe komme.", sagte sie zu Grissom.
„Du siehst nicht gut aus Sara, du solltest dich nicht so übernehmen, Calleigh ist doch auch noch da.", Grissom sah sie mit hochgezogener Auenbraue an.
„Calleigh arbeitet mindestens genauso viel wie ich. Sie und Nick sehen sich genauso wenig wie wir beide.", sagte sie etwas vorwurfsvoll.
„Sara du weißt, dass wir ebenfalls viel zu tun habe, wir sind momentan an einem schwierigen Fall dran."
„Ihr seid immer an einem schwierigen Fall dran, manchmal denke ich, meine Arbeit zählt für dich nicht.", sagte sie etwas lauter.
„Das ist nicht richtig, und das weißt du auch."
„Ja, ja, Dr. Grissom weiß wieder was richtig ist."
Mit diesen Worten stand sie wütend auf und ging in die Küche um die Lasagne aus dem Ofen zu holen.
Grissom schüttelte den Kopf. Er verstand sie manchmal einfach nicht, was sie meinte, er hatte doch nur gesagt, dass er viel zu tun hatte. Er schob es auf die Schwangerschaft.
Das Abendessen verlief schweigsam bei Beiden. Sara war immer noch sauer auf Gil, sie war der Meinung er respektiere ihre Arbeit nicht.
Als sie gegessen hatten, fuhren in dieser Nacht beide zum Labor. Sara wollte den anderen mitteilen, dass sie ein Mädchen bekamen. Sie hatte Nick nur kurz auf seine SMS geantwortet, und geschrieben, dass sie heute Abend in die Schicht mitkommen würde.
Als Sara mit Grissom in seinem Büro saß, spürte sie wieder diese Übelkeit. Sie versuchte sich zusammenzureißen. Noch gelang es ihr. Sie wollte nicht schon wieder vor Grissom sich übergeben müssen, denn sie wusste er würde sich gleich wieder Sorgen machen und sie wieder bemuttern. Und darauf hatte sie nun wirklich gar keine Lust. Denn wie sie Grissom kannte, würde er ihr noch sagen, dass sie lieber nicht mehr arbeiten sollte.
Ein wenig später saß sie zusammen mit Greg und Warrick im Gemeinschaftsraum.
„Nun sag schon Sara, was ist los, warum bist du hier?", fragte Warrick interessiert.
Greg, der wusste warum Sara hier war, grinste bis hinter beide Ohren. Endlich mal wusste er vor den anderen bescheid, worum es ging.
„Nicht so neugierig Warrick, wenn alle da sind, werde ich es Euch schon mitteilen."
„Warum hat mir Cath nicht gesagt, dass du mitkommst?"
„Na ganz einfach Warrick, weil Cath es auch noch nicht weiß.", entgegnete sie grinsend.
„Was weiß ich nicht.", Cath war just in dem Moment mit Grissom in den Raum gekommen, als Sara Warrick antwortete.
„Du weißt nicht was Sara uns sagen will.", antwortete Greg für Sara.
„Nein, weiß ich nicht. Warum was willst du uns sagen Sara? Ist irgendwas mit dem Baby?", fragte Cath neugierig.
„Cath es ist alles in Ordnung, bis auf dass ich mich immer noch ständig übergeben muß.", sagte Sara.
Nick war der letzte, der in den Gemeinschaftsraum kam, auch Calleigh war mitgekommen. Sie konnte es sich nicht nehmen lassen, heute schon von Sara zu erfahren, ob es nun ein Junge oder ein Mädchen wurde.
Grissom setzte sich gegenüber von Sara. Die allerdings den Blickkontakt mit ihm vermied. Seit dem kleinen Streit von heute Abend, redeten sie kaum miteinander. Auch Grissom vermied es Sara anzuschauen, er verstand einfach nicht, warum sie so wütend war.
„Jungs und Mädels, ich war heute beim Arzt, und wir wissen jetzt was wir bekommen.", sagte sie als ein wenig Ruhe eingekehrt war.
„Jetzt mach es doch nicht so spannend Sweety, ich platze gleich vor Neugier.", sagte Greg.
„Ja Sara, los sag schon.", Nick knetete nervös Calleighs Hand, die ab und zu schmerzvoll das Gesicht verzog.
„Also…." Jetzt schaute sie das erste Mal Grissom an, der verstand, dass er weitermachen sollte.
„…. wir bekommen ein Mädchen.", vollendete Grissom den Satz mit einem Strahlen auf dem Gesicht.
„Echt? Cool, endlich mal noch ein Mädel beim CSI.", sagte Greg grinsend und legte – mit Saras Einverständnis - ein Ohr auf ihren Bauch, also ob er hören könnte, was die Kleine da drin sagte.
„Greg ich warne dich, das ist meine Tochter, lass die Finger von ihr.", Grissom meinte es nicht so ernst, wie es sich anhörte. Dennoch fuhr Greg erschrocken zusammen und setzte sich wieder auf seinen Stuhl.
Cath, Calleigh, Nick, Warrick und auch Sara, konnten sich ein Lachen nicht verkneifen.
„Hey Sara, das ist super, ich freue mich für euch.", Calleigh umarmte erst Sara und dann Grissom, der allerdings das Umarmen eher zögerlich annahm.
Sara, die ihren Mann aus den Augenwinkeln beobachtete, musste unwillkürlich ein wenig grinsen. So war er eben, nur niemanden an sich ranlassen Dr. Gil Grissom, dachte sie.
„Sara, das ist echt toll, ein Mädchen, hätte ich aber nicht erwartet.", sagte Warrick.
„Was denn dann Warrick, vielleicht ein Alien?", zog Nick seinen Kollegen auf.
„Nein, aber ich dachte eher an einen Stammhalter, wenn ich so an Grissom denke……", weiter kam er nicht, denn Cath warf ihm einen Blick zu, der zu bedeuten hatte, er solle doch lieber den Mund halten, bevor Grissom ihm ganz den Kopf abreist.
„Grissom, ich finde es klasse, bald hast du 2 Frauen um dich rum, ich beneide dich.", sagte Nick und grinste Calleigh an.
„Danke Nick. Für mich persönlich ist es egal, ob Mädchen oder Junge, Hauptsache es ist gesund!", sagte er mit ein wenig Stolz in seiner Stimme.
Am nächsten Tag, als Sara mit ihrem Team versammelt war. Erzählte sie auch ihnen die Neuigkeiten. So langsam war sie auch mit Raph und Hodges beim Du angelangt. Sie war stolz auf ihr Team, sie hatten sich gut eingearbeitet und der Zusammenhalt war auch gut. Zwar vermisste sie ihr altes Team, aber die neue Aufgabe bot ihr nicht viel Zeit darüber nachzudenken.
Sara war froh, dass sie auch Reena und Sasha an ihrer Seite hatte, sie kannte die beiden gut und wusste dass sie gute Arbeit machten.
„Hey, geht es dir gut?", fragte Reena, Sara, als sie noch im Gemeinschaftsraum zusammen saßen.
„Ja, sicher geht es mir gut, warum fragst du?"
„Na ja du siehst mitgenommen aus, ist irgendetwas mit Grissom?"
Sasha, der das Gespräch mitbekommen hatte, rückte näher an die beiden ran um zu hören, was sie sprachen.
„Nein, ja, wir hatten eine kleine Meinungsverschiedenheit gestern, aber geht schon, bin eben vielleicht ein wenig überreizt zur Zeit.", gab sie als Antwort.
„Kein Wunder, du bist ja auch schwanger.", kam von Sasha nun.
„Ach Sasha, dieser Kommentar kann ja nur von dir kommen.", konterte Reena sarkastisch.
„Ach Reena, ich bitte dich, hör auf. Bist du immer noch sauer wegen Sanders?"
„Das hat mit Greg nichts zu tun.", entgegnete sie ihm scharf.
„Ach auf einmal ist dir Greg nicht mehr wichtig, das klang allerdings vor ein paar Tagen noch anders.", Sasha grinste Reena diabolisch an.
„Habe ich irgendetwas verpasst? Reena was läuft da mit Greggo?", Sara sah von Reena zu Sasha.
„Nein, ich war nur vor ein paar Tagen mit Greg was trinken, mehr nicht."
„So nennst du das also, nur was Trinken.", entgegnete Sasha.
Hodges kam ins Zimmer und erzählte Sara, dass er eben Sofia Curtis auf dem Flur getroffen hatte.
„Wir haben einen 419.", sagte er.
Sara zog ebenso, instinktiv wir ihr Mann es immer tat, die Augenbraue hoch und sah ihn argwöhnisch an.
„Seit wann verteilst DU hier die Fälle?"
„Ich habe Sofia versprochen ich nehme es in die Hand.", gab er in seiner selbstsicheren Art zurück.
„Bis du die Fälle verteilst lieber Hodges, wird noch ein wenig Zeit vergehen.", sagte Sara und stand auf und suchte Sofia um mit ihr die Details zu klären.
Sara trommelte ihr Team zusammen, als sie alles mit Sofia geklärt hatte und sie fuhren an den Tatort.
Dort angekommen, erwartete sie eine Frauenleiche. Tom Burnes, der Gerichtsmediziner, hatte die Leiche schon freigegeben.
Der Tatort lag in einer abgelegenen Seitenstraße.
„Reena und Sasha ihr nehmt euch die Mülltonnen vor." „Calleigh und Hodges, ihr schaut euch bitte hier in der Straße etwas um.", Sara sah ihr Team an und die 4 nickten.
Sara schaute sich die Leiche an und wurde blass. Raphael der neben ihr stand, bemerkte es und rief sofort nach Calleigh.
„Sara geht es dir gut?", fragte Calleigh.
„Calleigh bitte schau dir mal die Leiche an, ob dir etwas auffällt.", sagte sie tonlos.
Calleigh untersuchte die Leiche und erstarrte. Die Frauenleiche wurde erstochen, die Stichmuster glichen den tödlichen Stichen von Emma Miles und den Verletzungen von Melissa Offer.
Sara kam gerade vom Autopsieraum wieder, sie hatte sich noch mal davon überzeugt, dass es wirklich die gleichen Stiche waren wie bei den anderen beiden. Sie fühlte Übelkeit in sich aufsteigen. In ihrem Büro angekommen, setzte sie sich erstmal auf den Stuhl. Wenige Minuten später kam Grissom rein.
„Hey, was machst du denn hier, du solltest eigentlich zu Hause sein und schlafen.", sagte sie ungläubig.
„Ja, eigentlich, aber wir fahren mal wieder eine Doppelschicht, der Fall den wir haben ist nicht einfach.", sagte er murrend.
„Darling, was ist los? Geht es dir nicht gut?", fragte er besorgt.
„Nein mir geht es ganz und gar nicht gut, wir haben einen 419, eine Frauenleiche, erstochen.", sagte sie matt.
Grissom wunderte sich, warum sie so reagierte. Normal war es nicht so, dass eine Frauenleiche sie so belastete. Irgendwas musste mit der Leiche sein. Aber er war im Moment mit anderen Dingen beschäftigt, er musste seiner Frau sagen, dass sie heute Nacht die Leiche von Bobby Carter gefunden hatten. Er wurde ebenfalls erstochen, während seines Freigangs. Grissom wusste nicht, wie er es Sara schonend beibringen sollte. Er entschied sich, es ihr nicht zu sagen, er wollte nicht, dass sie sich zu sehr aufregte.
„Wolltest du etwas wichtiges von mir?", fragte Sara Grissom.
„Nein, ich wollte nur mal sehen, wie du so mit deinen Fällen zurechtkommst."
„Das kann ich dir sagen, wir haben eine bisher unbekannte Frauenleiche die erstochen wurde. Die Stichwunden sind die gleichen wie bei der Toten Emma Miles und Melissa Offer."
Grissom starrte sie entgeistert an. Er musste es ihr sagen, dass Carter ebenfalls erstochen wurde. Aber er konnte es nicht über sich bringen. Griss hatte Angst, dass es sie zu sehr mitnahm. Er überlegte sich, ob es nicht besser wäre, er würde den Fall zu sich in die Nachtschicht holen, damit sie nicht überfordert war. Grissom beschloss es mit Ecklie zu besprechen.
„Das hört sich nicht gut an, meinst du du schaffst das?", fragte er sie, aber war sich schon sicher dass er ihr den Fall abnehmen würde zur Sicherheit.
„Ja ich schaffe das, es ist zwar nicht leicht, aber es ist eine Herausforderung für mein Team und mich. Die erste große Herausforderung, wo ich beweißen kann, wie gut mein Team ist.", sagte sie ernst.
„Ich muß mal eben zu Ecklie.", sagte Grissom.
„Ecklie? Ist der jetzt schon da?", fragte Sara ihn.
„Ja, er hatte einen Termin mit dem Sheriff, bis gleich Darling.", sagte er und verschwand, aber nicht ohne dass er ihr einen leichten Kuss aufgedrückt hatte.
Sara wusste nicht, was sie von dem Gespräch halten sollte. Aber sie konnte nicht weiter darüber nachdenken, weil Reena mit Neuigkeiten ins Büro kam.
„Sara, ich habe gerade die Fingerabdrücke durch die Datenbank laufen lassen. Aber leider habe ich nichts gefunden. Aber die Kleider haben etwas ergeben, es sind zwei verschiedene DNS Merkmale auf der Kleidung. Die eine gehört unserer Unbekannten, die andere konnten wir leider noch nicht zuordnen. Sasha und Hodges untersuchen gerade noch die restliche Kleidung und Calleigh und Raph überprüfen gerade den Inhalt der Tasche. Allerdings haben wir auch keinen Ausweis und keinen Führerschein in der Handtasche gefunden. Lediglich ein Bild, dass die Unbekannte mit einem Mann zeigt."
Reena gab Sara das Beweisstück. Das Bild war in einer Beweistüte. Sara zog sich Latexhandschuhe an und nahm das Bild heraus. Als sie sah, wer auf dem Bild neben der Unbekannten war, musste sie einen Schrei unterdrücken.
„Das habt ihr bei der Toten gefunden?", fragte sie und kämpfte mit den Tränen.
„Ja, warum? Was ist los Sara?", Reena war verwirrt, warum ihre Chefin sie noch mal fragte woher sie das Bild hatte.
„Hat es Calleigh schon gesehen?"
„Nein hat sie noch nicht."
„Bitte hole mir sofort Calleigh, sag ihr ich will sie dringend sprechen. Geh bitte!", setzte sie hinzu.
„Ist ja ok, ich geh ja schon."
Reena konnte sich nicht erklären was in Sara gefahren war. Sie beschloss Calleigh nach dem Gespräch mit Sara zu fragen.
Als Calleigh in Sara's Büro kam, fand sie eine geschockte und auf das Bild starrende Sara vor.
„Was ist los Sara?"
„Calleigh sieh dir das Bild an bitte.", sagte sie tonlos.
Calleigh sah auf das Bild und ließ ein leises „Oh Gott" aus.
„Ich dachte, es wäre vorbei, ich habe wirklich gedacht, ich kann jetzt in Ruhe leben mit meiner Familie.", sie legte ihre Hand auf ihren Bauch und strich sanft darüber.
Der Mann auf dem Bild war Mark Carter, der Cousin von den toten Brüdern David und Bobby Carter.
„Vielleicht ist das alles nur ein Zufall Sara.", begann Calleigh die Stille zu durchbrechen.
„Ja vielleicht. Ich werde erstmal im Gefängnis anrufen und mich nach Mark Carter erkundigen."
„Soll ich das machen?", fragte Calleigh sie.
„Danke Calleigh, aber nein, das muss ich selber machen, Mark Carter hätte mich damals fast umgebracht, ich habe es immer wieder verdrängt und jetzt werde ich damit konfrontiert. Ich muss den Zusammenhang rausfinden und muss damit endgültig abschließen", sie sah Calleigh ernst und mit Tränen in den Augen an.
Als sie die Tränen etwas weggeblinzelt hatte, griff sie nach dem Telefon und wählte die Nr. von dem Gefängnis. Sie ließ sich mit dem Gefängnisdirektor verbinden.
Inzwischen klopfte es an der Tür und Conrad Ecklie kam herein.
„Sara ich muss ….."
Er stockte, als er sah, dass sie telefonierte uns setzte sich auf den freien Stuhl neben Calleigh.
„Was? Das kann nicht sein. Wie wurde er umgebracht? Das CSI? Heute Nacht? Ja, ich danke ihnen, bye.", sagte Sara
Sara sah Ecklie verwirrt an.
„Was ist los Conrad?", fragte sie.
„Sara, ich muss den Fall von ihrer unbekannten Toten an die Nachtschicht übergeben.", sagte er ruhig, aber er schien sich unwohl zu fühlen.
„Wie bitte?", kam es von Calleigh.
„Conrad, das können sie nicht machen, das ist mein Fall, das wissen sie auch. Was will Gil mit meinem Fall, und vor allem warum sagt er mir nichts?", Sara's Augen funkelten wütend Ecklie an.
„Sara, ich, es tut mir leid. Ihr Mann hat mich drum gebeten.", sagte er kleinlaut.
„Ich kann mir schon vorstellen, es geht um Mark Carter, er wurde heute Nacht während seines Freigangs erstochen.", Sara sprach ungewohnt ruhig. In ihr brodelte es.
Calleigh starrte sie verblüfft an. Jetzt war auch noch Mark Carter tot und Grissom hatten den Fall in der Nachtschicht.
Jetzt kam Grissom ins Büro. Sara warf ihm ein Blick zu, der tausend Bände sprach. In ihren Augen funkelte die blanke Wut und Enttäuschung. Sie versuchte ruhig zu bleiben.
„Danke Ecklie, dass sie wenigstens so ehrlich waren.", sagte sie aber sah Grissom dabei mit einem stechenden Blick an.
„Könntet ihr uns bitte für einen Moment alleine lassen?"
„Ja, ich bin im Labor, wenn du mich brauchst.", sagte Calleigh, die ebenfalls Grissom einen wutentbrannten Blick zuwarf.
„Ich bin wieder in meinem Büro.", damit schloss Ecklie von außen die Tür zu Sara's Büro.
„Es tut mir leid Sara.", begann Grissom kleinlaut.
„Was tut dir leid? Dass du mir meinen Fall wegnimmst? Dass du mir verschwiegen hast, dass Mark Carter umgebracht wurde? Oder dass du mit mir vorher nicht darüber gesprochen hast, dass du mir den Fall wegnehmen willst? Wie konntest du nur zu Ecklie laufen und ihn die „Drecksarbeit" machen lassen. Ich dachte du hast Vertrauen zu mir Gil Grissom.", schloss sie wütend und enttäuscht.
„Sara, lass mich erklären…"
„Na auf die Erklärung bin ich gespannt.", sie funkelte ihn mit ihren braunen wütenden Augen an.
„Ich wollte es dir ja vorhin sagen, aber ich dachte es ist besser, dass du nichts davon erfährst. Du hättest dich nur wieder aufgeregt und du sollst doch an das Baby denken."
„Was soll das Gil, meinst du ich kann den Fall nicht bearbeiten, weil ich schwanger bin? Ich habe dir schon mal gesagt, behandele mich nicht wie eine Schwerkranke. Was ich mir und meinem Baby zumuten kann und was nicht, das weiß ich selber am besten. Aber Gil Grissom weiß ja über alles bestens Bescheid. Du wusstest ja auch jahrelang, was das Beste für mich ist."
Das hatte seine Wirkung nicht verfehlt. Grissom stand Sara gegenüber und wurde nun auch wütend.
„Sara das ist nicht fair, was musst du jetzt wieder unsere Vergangenheit mit ins Spiel bringen, ich dachte darüber wären wir uns einig gewesen. Wie oft soll ich dir noch sagen, dass es ein Fehler war. Lässt du mich jetzt mein ganzes Leben lang dafür büßen?", nun war es an Gil, der bald die Fassung verlor.
Grissom stand Sara gegenüber sie schauten sich beide wütend an. Sara holte Luft, sie hatte ein Ziehen im Bauch, aber sie ignorierte es. Sie war im Moment zu wütend auf ihren Mann.
„Ich wollte doch nur, dass du dich nicht aufregst und unserer Kleinen nichts passiert.", sagte er wieder etwas ruhiger.
„Du denkst nur an das Kleine, das war ja klar. Aber hast du mal einen Moment nachgedacht, wie ich mich fühle? Verdammt Grissom, warum musst du dich in meine Arbeit einmischen. Ach ich vergaß ja, meine Arbeit ist ja nicht wichtig! Aber vergiss es Grissom, ich behalte den Fall, es ist mein Fall und MEIN Team klärt diesen Fall auch auf! Bitte verlass' jetzt mein Büro, ich habe zu arbeiten."
… TBC
