Chapter 47

Die beiden Teams arbeiteten wie verbissen an dem Fall. Sie wollten und konnten sich keine Pause oder auch nur lange genug Schlaf leisten. Sie wollten endlich den Mörder zur Strecke bringen.

Sasha, Calleigh, Nick und Warrick, hatten die Befragung der Freunde und der wenigen Angehörigen übernommen. Sie hatten jedem eine DNA-Probe und Blutprobe entnommen. Doch keine stimmte auch nur in einem Detail mit den DNA-Proben von dem Unbekannten überein.

Calleigh ging in den Pausenraum in dem Sasha mit Reena und Raph saß.

„Sasha komm bitte mit, wir befragen noch mal ein paar Freunde von Melanie Carter. Reena, Raph, habt ihr schon was bei den letzten DNA-Proben rausbekommen?"

„Nein, die die wir bisher untersucht haben, waren nicht identisch.", antwortete Raph.

„Hm das ist echt ein schwieriger Fall, es kann doch nicht sein, dass der Täter unbekannt verzogen ist oder vom Erdboden verschluckt ist.", sagte Reena und sah Calleigh an.

„Ach Reena, wir finden ihn schon, und wenn ich dafür jeden Stein umdrehen muss. Du kennst doch den Spruch von Grissom ~ Beweise lügen nicht ~, irgendwann wird er einen Fehler gemacht haben oder machen, und dann sind wir da und haben ihn.", sagte Calleigh überzeugt.

„Oh ja, den Spruch kenne ich zur Genüge.", frag nicht, wie oft ihn Grissom damals in San Fransisco während den Vorlesungen losgelassen hat.", lachte Sasha.

Sasha und Calleigh machten sich auf den Weg zu ein paar Freunden von der Toten Melanie Carter.

„Nick, schwing mal die Hufe, ich wollte heute noch los.", rief Warrick durch das halbe Labor.

„Ja doch Warrick, jetzt mach mal langsam, ich will nur noch schnell meine Probe bei Greg ins Labor bringen", Nick machte einen Bogen um Warrick und stieß direkt mit Cath im Labor zusammen.

„Hey Nicky, mal nicht so stürmisch.", sagte Cath mit einem Grinsen.

„Ach Cath, dein Mann drängt schon wieder, ich muss mich beeilen.", gab Nick zerknirscht zurück.

Er wandte sich Greg zu, der gerade eine der DNA-Analysen untersuchte.

„Greggo, ich habe hier noch eine DNA-Probe, könntest du die bitte noch untersuchen?", fragte er ihn.

„Oh man Nick, ich habe echt genug zu tun, du und Warrick haut ständig ab und seit Sara und Hodges in der Tagschicht sind habe ich alles an der Backe kleben. Da Cath und Grissom auch ständig unterwegs sind.", Greg war leicht sauer, weil er seit Tagen schon im Labor saß und die DNA-Analysen durchführte.

„Hey Greg, ich kann ja auch nichts dafür, beschwer dich da bei Grissom und Cath, die machen die Aufgabenverteilung. Aber bei der nächsten Befragung tauschen wir und du gehst mit Warrick und ich bleibe ihm Labor.", Nick klopfte seinem Kollegen aufmunternd auf die Schulter.

Dann drehte er sich um und ging zu Warrick um sich der Befragung der Freunde zu widmen.

Cath hatte das Gespräch von Nick und Greg mitbekommen und sah Greg durchdringend an.

„Wenn du nicht sofort sagst, warum du so schlecht drauf bist, wirst du im Labor versauern.", sagte sie ernst.

„Ach Cath, entschuldige, aber ich bin zurzeit einfach nicht so gut drauf. Ich denke wir wollen alle schnellstens den Mörder der drei finden und wir kommen einfach nicht weiter. Und außerdem liegt Sara immer noch im Krankenhaus und ich war noch keine einziges Mal bei ihr.", sagte er etwas bedrückt.

„Oh Greggo, warum sagst du nichts?"

„Du lässt jetzt mal die DNA-Analyse sein und gehst direkt zu Grissom und fragst ihn, wann du Sara besuchen kannst. Ich mache hier für dich weiter. Ich kann auch noch Hodges rufen, wenn nötig.", lächelte sie ihn an.

„Danke Cath, bist ein Schatz.", sagte Greg und gab ihr einen Kuss auf die Wange.

Greg machte sich gleich auf den Weg zu Grissoms Büro.

„Hey Grissom, hast du einen Moment für mich.", fragte Greg ihn.

„Ja, komm rein Greg, was gibt es?", fragte er erstaunt.

„Na ja ich wollte mal fragen wie es Sara geht und wann wir sie mal besuchen können?"

„Sara geht es inzwischen wieder etwas besser, aber sie muss sich schonen. Ich denke, sie freut sich wenn du sie besuchst."

„Oh super, kannst du mich und Reena entbehren, wir sind auch in 2 Stunden wieder da."

Greg hoffte Grissom würde diesem ungewöhnlichen Wunsch zustimmen. Denn es war ihm wichtig, dass er schnellstens zu Sara kam, er hatte sie seit ihrem Zusammenbruch im Labor nicht mehr gesehen. Sie durfte die ganze Zeit wegen ihres Zustandes keinen Besuch empfangen.

„Ok Greg, aber nur unter einer Bedingung, kein Wort zu Sara über den Fall oder ähnliches. Sie darf sich unter keinen Umständen aufregen. Und was Reena angeht, musst du mit Calleigh reden, denn sie ist ihre Supervisorin, solange Sara nicht da ist.", sagte Grissom zustimmend.

„Calleigh ist mit Sasha bei der Befragung und ich wollte sie jetzt nicht unbedingt anrufen und stören.", gab Greg zurück.

„Ok, dann macht euch Beide auf den Weg zu Sara und seid bitte in 2 Stunden wieder hier."

„Danke Grissom, bis später.", sagte Greg und verschwand schnellstens aus dem Büro, bevor er es sich noch anders überlegen konnte.

Calleigh und Sasha waren inzwischen bei den Freunden von der toten Melanie Carter angekommen.

Sasha klopfte an die Tür. Eine Stimme von drinnen wollte wissen wer da war.

„Las Vegas Police, wir sind vom CSI und würden ihnen gerne ein paar Fragen wegen Melanie Carter stellen.", antwortete er.

Eine Frau kam an die Tür und bat sie herein. Calleigh und Sasha unterhielten sich eine Weile mit der Frau und deren Ehemann über Melanie Carter. Beide waren geschockt, als sie erfuhren, dass Melanie tot war.

„Dürften wir sie um einen DNA-Probe bitten?", fragte Calleigh die Beiden.

Beide stimmten selbstverständlich zu.

„Ich werde mit dem Stäbchen gerade einmal in ihren Mund fahren und ein wenig ihrer Spucke aufnehmen.", erklärte sie ihnen.

Als sie fertig war, verstaute Calleigh die Probe in ihren CSI-Koffer.

„Können sie uns noch ein paar Verwandte und Freunde von Melanie sagen", Sasha sah das Ehepaar fragend an.

„Ja, also Verwandte hatte Melanie hier keine, glaube nur in Russland, glaube Ivan Strotkie hieß der Cousin, soweit ich mich erinnere, den Nachnamen, weiß ich nicht mehr. Freunde fällt mir jetzt eigentlich nur Diana Egrason ein. Melanie war eher eine Einzelgängerin.", schloss die Frau.

„Sollten ihnen noch etwas einfallen, dann rufen sie mich an. Hier ist meine Karte.", sagte Calleigh und gab dem Ehepaar jeweils eine Karte.

Calleigh und Sasha suchten ebenfalls die besagte Freundin Diana Egrason auf. Aber die wusste auch nichts weiter, als dass sie Einzelgängerin war und Verwandte in Russland noch hatte.

Sara vernahm ein leichtes Klopfen. Sie war erstaunt, wer sie jetzt besuchen wollte. Von beiden Teams waren doch alle mit dem Fall beschäftigt, soweit Griss ihr gesagt hatte.

„Herein" rief sie.

Greg und Reena betraten das Krankenzimmer. Sie erschraken, so blass und schlecht hatte Sara noch nie ausgesehen.

„Hey Sara, wie geht es dir und deiner Kleinen?, fragte Reena.

„Geht schon besser, danke."

„Schönes Zimmer hast du hier, hier könnte man es direkt aushalten.", sagte Greg.

„Greggo, wir können ja gerne tauschen, wenn du willst. Mir ist stinklangweilig hier so alleine."

„Also wenn ich ehrlich bin, so ein wenig Schlaf könnte mir auch nicht schaden.", gähnte Reena.

„Ihr habt wohl viel zu tun im Labor?", fragte Sara.

„Ja schon ein wenig, aber es geht schon.", antwortete Greg schnell.

Er lenkte gleich auf ein anderes Thema, damit Sara nicht von der Arbeit oder dem Fall anfing und warf Reena einen bösen Blick zu.

„Du Sar-Honey, was hältst du denn davon, wenn wir mal so eine Art kleine Einweihungsparty machen, wenn du wieder zu Hause bist. Ihr habt nämlich noch überhaupt keine Party gemacht, als ihr eingezogen seid."

„Hm, ich weiß nicht Greggo, vielleicht solltest du darüber mit Grissom reden. Weiß nicht wirklich ob er davon begeistert ist.", sagte sie etwas leise.

„Sara ist alles in Ordnung mit dir?", fragte Reena besorgt.

„Ja ist schon ok, nur meine Kleine tritt hier wieder wie verrückt.", sagte sie lächelnd.

Sara nahm Reenas Hand und führte sie an die Stelle wo ihre gelegen war. Reena konnte ein Strahlen nicht mehr von ihrem Gesicht bringen.

„Sara, ich bin froh, dass es dir und dem Baby gut geht.", begann Greg.

„Danke noch mal Greggo-Darling, das du für mich da warst, als ich so Schmerzen hatte."

„Das war doch selbstverständlich Sara, du weißt doch, ich bin immer für dich da, wie du auch für mich, du bist schließlich meine Freundin.", lächelte er und nahm Sara's Hand.

Plötzlich ging die Tür auf und Calleigh und Sasha kamen herein.

Sie staunten nicht schlecht, als sie Greg und Reena sahen.

„Hey, Sara, wir hatten geklopft, aber da keiner geantwortet hatte, sind wir einfach reingekommen.", sagte Calleigh und lächelte Sara an.

„Geht es dir wieder besser?", Sasha sah Sara fragend an.

„Hey ihr zwei, entschuldigt, habe wohl das Klopfen überhört. Ja Sasha mir geht es schon wieder besser. Die Kleine hier in meinem Bauch tritt zwar heftig, aber das gehört wohl dazu.", sagte sie scherzhaft.

„Was macht ihr denn hier Greg, Reena?", fragte Calleigh etwas verwirrt.

„Na ja ich habe Grissom um Erlaubnis gebeten, wir wollten Euch in der Befragung nicht stören, deswegen hat er es Reena auch erlaubt. Er meinte es tut Sara mal ganz gut, wenn sie ein wenig Besuch bekommt."

Zum dritten Mal innerhalb einer halben Stunde ging nun die Türe auf und Nick und Warrick standen im Zimmer. Die zwei CSI's blickten genauso verwirrt drein wie auch Calleigh und Sasha, als sie ins Zimmer kamen.

„Hey, was macht ihr denn alle hier?", Warrick hatte ein Grinsen im Gesicht.

„Na ja rate mal Warrick, wir besuchen Sara und ihr Alien.", gluckste Greg.

„Ha ha, sehr witzig wieder mal, Greggo."

„Sara….", weiter kam Warrick nicht, denn Sara schnitt ihm das Wort ab.

„Danke Warrick mir und der Kleinen geht es gut, und nein es ist nichts, ich bin nur ein wenig müde.", sagte sie lachend.

Warrick stand mit offenem Mund da und starrte die lachende Sara an. Nick stand daneben und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.

Er ging auf Sara zu und umarmte sie und gab ihr einen Kuss auf die Wange.

„Hey Sweety, schön, dass es dir gut geht.", sagte Nick und lächelte sie an.

Greg und Nick saßen an Sara's rechte Seite ein wenig auf dem Bett und Reena, Sasha und Calleigh hatten es sich auf der anderen Seite bequem gemacht. Wobei Reena immer wieder der Kopf schwer wurde und sich an Sasha lehnte. Nicht ohne dass es Greg verborgen blieb. Warrick hatte sich an das Fußende des Bettes bei Sara gestellt.

Sara blühte richtig auf, als sie ihre Freunde um sich hatte. Ihr war es in den letzten Tagen so langweilig geworden, obwohl Griss ja jeden Tag sie besuchen kam. Aber sie verbrachte die meiste Zeit alleine mit ihren Büchern und Zeitschriften, die Grissom ihr mitbrachte.

"Es ist richtig schön, euch um mich zu haben, mir ist immer so langweilig, ihr könntet ruhig öfters kommen um mich zu besuchen.", sagte Sara seufzend.

"Sar-Honey, das würden wir ja gerne, aber Grissom hat uns gesagt, du darfst noch keinen Besuch empfangen.", Greg sah Sara direkt an.

"Ich weiß Greggo, aber jetzt geht es mir ja besser, und jetzt könnt ihr mich gerne öfters besuchen.", lächelte sie in die Runde.

Plötzlich hielt sich Sara wieder den Bauch. Sie war abermals ganz blass geworden.

"Alles ok Sara.", Warrick sah sie erschrocken an.

"Alles ok Warrick, willst du mal fühlen, die Kleine hat mal wieder getreten."

"Ähm ich weiß nicht ob ich das kann.", sagte er leise.

"Natürlich kannst du das, gib mir mal deine Hand.", sagte sie und nahm Warricks Hand

Warrick legte die Hand auf Sara's Bauch. Er spürte die Bewegung des Babys durch Sara's T-Shirt worauf Warricks Hand lag.

"Das ist ja kaum zu glauben, die Kleine tritt ja sogar.", sagte er begeistert.

"Na klar Warrick, was meinst du was es sonst tut, vielleicht mit dir reden?", lachte Greg und alle stimmten in das Lachen mit ein.

Warrick war fasziniert was so ein kleines Ding in Sara machte.

"Leute ich glaube wir haben bald den nächsten Vater im Team.", witzelte Nick.

"Warrick wird sicher ein guter Vater, er kann ja schon ein wenig bei Lindsay üben.", sprang Greg gleich drauf ein.

"Jetzt muss er nur noch Cath davon überzeugen.", grinste Sara, die sich den Bauch schon vor Lachen hielt.

"Ob das so einfach ist, Cath zu überzeugen, dass sie ein Alien-Baby will?", Greg prustete laut los.

Warrick sah Greg böse an.

Alle im Zimmer lachten lauthals. Sara hatte sich schon lange nicht mehr so gut gefühlt. Sie hielt ihre Hände auf dem Bauch, denn ihre Tochter schien den Spaß zu verstehen und drehte womöglich Purzelbäume in ihrem Bauch.

Plötzlich ertönte von der Tür her eine Stimme.

"Was zum Henker tut ihr hier? Ich dachte ihr arbeitet."

Alle starrten zu Tür. Grissom stand da und in seinen Augen konnte Sara die Besorgnis lesen.

"Ihr solltet Sara nicht überfordern, sie braucht Ruhe.", sagte er mit gefährlich scharfer Stimme.

"Gil, bitte beruhige dich mal wieder, mir geht es gut. Mir ging es die letzten Wochen nicht besser, seit ich hier im Krankenhaus bin.", übernahm Sara.

Sein Gesicht erhellte sich ein wenig. Aber er starrte immer noch fassungslos, auf das Bild das sich ihm bot im Zimmer. Sara umringt von ihren Freunden und Team. Nick und Greg hatten die Hand auf ihren Arm gelegt.

"Warum seid ihr eigentlich alle hier. Greg und Reena weiß ich. Aber was ist mit euch Nick und Warrick. Cath wartet im Labor auf euch und eure Proben.", Griss sah seine CSI's strafend an.

"Ja, wir wollten ja sowieso gerade gehen.", gab Nick kleinlaut zurück.

"Ich denke, wir sollten uns dann auch mal wieder Richtung Labor gehen, bevor Grissom uns noch im Labor morgen einsperrt.", sagte Calleigh scherzend zu ihrem Team.

Reena, die fast eingeschlafen war, schreckte hoch, als Sasha sich erhob.

"Ähm, was ist los.", murmelte sie.

"Du hast geschlafen Kleine.", lachte Greg und sah sie lächelnd an.

"Oh", entfuhr es ihr nur, als sie Grissom sah.

Der hatte mittlerweile ein breites Grinsen auf dem Gesicht.

"Ich glaube ihr geht ins Labor und gebt eure Proben ab, und dann geht ihr erst mal nach Hause schlafen.", sagte er und blickte die kompletten 2 Teams an.

"Oder was meinst du Calleigh, können wir unsere Leute entbehren für ein paar Stunden?"

"Sicher, ich habe ja noch Hodges und Raph im Labor, die beiden hatten heute Nacht ihre "freie Nacht". sagte Calleigh.

"Das ist fein, komm Gregilein, lass uns nach Hause fahren.", sagte Reena, immer noch etwas durcheinander.

Die CSI's im Zimmer sahen sich an und prusteten los. Bis auf Reena, konnten sich die andern das Lachen nicht verkneifen. Reena stand da und sah recht verwirrt aus.

"Was ist denn jetzt wieder los? Habe ich was verpasst?", fragte sie verdattert.

"Oh Reena, weißt du was du eben gesagt hast?", Sara konnte vor Lachen kaum sprechen.

Nick übernahm.

"Also Reena, 1. du hast Greg - Gregilein genannt und 2. hast du zu Greg gesagt, dass ihr nach Hause fahren sollt.", prustete Nick los.

Jetzt war es an Reena rot anzulaufen. Was hatte sie sich nur wieder dabei gedacht. Was sollte Greg jetzt von ihr halten.

"Ok, dann lasst uns mal ins Labor fahren.", rettete Warrick die Situation.

Sie verabschiedeten sich von Sara und versprachen sie bald wieder zu besuchen.

Endlich war Griss mit Sara alleine.

"Hey Specialgirl, wie geht es dir heute?", er ging auf sie zu, und gab ihr einen innigen Kuss.

Er zog ihr T-Shirt leicht hoch und küsste ihren Bauch.

"Und wie geht es dir meine Kleine?", fragte er grinsend?

Sara liebte es, wenn Grissom so war. Sie war sehr glücklich darüber, dass Grissom ihr gegenüber die Gefühle zugelassen hatte.

"Hey Honey, mir geht es heute ganz gut. Es war toll dass die Anderen da waren, das hat mich wieder aufgebaut!

"Ja du siehst echt gut aus. Es ist schön, dass sie dir so gut getan haben.", sagte er, während er sich zu ihr ans Bett setzte und sie sich an ihn schmiegte.

"Na, da warst du aber vorhin noch ganz anderer Meinung Supervisor Gil Grissom.", neckte sie ihren Mann liebevoll.

"Die Jungs sind ja auch ohne etwas zu sagen eine ganze Weile verschwunden, wobei Cath und ich uns schon dachten wo sie sind.", grinste er.

"Ich werde mal für die ganzen Blumen hier ein paar Vasen holen gehen. Bin gleich wieder zurück, lauf nicht weg.", scherzte er.

"Oh man, du bist ja heute wieder gut drauf.", lachte sie.

Er stand auf und beugte sich noch mal zu ihr und küsste sie zärtlich und verlangend, bis beide keine Luft mehr bekamen. Als sie sich gelöst hatten, grinste er und ging die Vasen holen und ließ eine leicht verwirrte Sara zurück.

Grissom hatte die Vasen in der Hand und wollte gerade die Tür zu Saras Zimmer öffnen, als diese bereits von innen geöffnet wurde. Er sah sich Dr. Pierce gegenüber.

„Ah, schön sie zu sehen, Dr. Grissom."

„Ganz meinerseits."

„Wenn ich sie schon hier treffe, könnte ich wohl kurz unter vier Augen mit ihnen reden?" Grissom wurde augenblicklich wieder nervös.

„Sicher."

„Kommen sie." Der Arzt wollte ihn etwas von der Tür wegführen, aber Grissom wollte zuerst kurz zu Sara.

„Es wäre besser, wenn ihre Frau nicht wüsste, dass ich mit ihnen reden wollte, Sir."

Die Nervosität wich der puren Angst.

„Keine Sorge. Ich geh solang zu ihr und entschuldige dich.", Cath war gerade hinter ihm aufgetaucht.

„Danke."

Kaum war Cath durch die Tür und hatte diese geschlossen, führte der Doktor Grissom zu seinem Büro.

„Setzen sie sich bitte."

Gil hatte Mühe, das Zittern seiner Hände unter Kontrolle zu halten. Ihm schwante nichts Gutes.

„Um was geht es, Dr. Pierce? Wie geht es Sara und dem Baby?"

Der Arzt räusperte sich, ehe er begann:"

"Es geht den beiden den Umständen entsprechend gut. Sie sind zum Glück stur wie es wohl nur CSI's sein können." Der Arzt konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.

„Aber?"

Grissom hatte ihn bei seinem Statement genau beobachtet und festgestellt, dass das nicht alles gewesen sein konnte.

„So wie die Dinge liegen, wird sie die Schwangerschaft nicht bis zum Ende bringen können."

Grissom sah ihn mit einem gequält-entsetzten Blick an.

„Was heißt das, nicht bis zum Ende bringen können?"

Sie wird doch nicht, ich darf gar nicht dran denken. Nein, das darf nicht sein. Wieder kroch Panik in Gil hoch und er bekam leicht schwitzige Hände.

„Ich meine damit, dass wir das Baby aller Wahrscheinlichkeit nach, früher per Kaiserschnitt holen müssen. Alles andere wäre zu gefährlich. Wenn wir Glück haben, können wir es bis Ende Dezember hinauszögern."

Grissom war nun völlig geschockt.

„Was heißt das?", er sah den Arzt mit einem Blick an, der ihn zu durchbohren schien und dem Doktor sichtlich unangenehm war.

Dr. Pierce blickte auf die Unterlagen auf seinem Schreibtisch.

„Ich will ehrlich sein, Dr. Grissom."

Nun trafen sich die Blicke der beiden Männer.

„Je länger das Baby im Bauch der Mutter ist, desto besser sind seine Chancen, ohne Spätfolgen auf die Welt zu kommen. Die Medizin ist zwar im Stande, Säuglinge von 600 g durchzubringen, allerdings haben diese Babys meist Behinderungen."

Das saß. Grissom fühlte sich, als ob jemand ein Messer direkt in sein Herz gestoßen hätte und es millimeterweise darin umdrehte. Er hätte am liebsten seinen Tränen freien Lauf gelassen, aber das brachte er nicht über sich.

„Und was soll ich jetzt tun?"

Seine Stimme versagte beinahe ihren Dienst. Dem Arzt tat es leid, diesem Pärchen solche Neuigkeiten überbringen zu müssen.

„Sie können da nicht viel tun, Mr. Grissom. Das ist eine Laune der Natur. Sorgen sie nur dafür, dass sich ihre Frau schont, und sich vor allen Dingen nicht aufregt. Jede Art von Stress könnte erneut Wehen auslösen. Wie sie sicher bemerkt haben dürften, ist sie ziemlich niedergeschlagen. Ich hoffe dass sich das nicht zu einer Depression auswächst. Sonst haben wir mit noch mehr Problemen zu kämpfen."

TBC