Chapter 49
Grissom war nach dem Zusammenbruch nie wieder der Alte. Er vergrub sich in seine Arbeit. Er hatte sein ungeborenes Baby verloren und seine Frau. Inzwischen waren sie schon fast 2 Jahre geschieden. Er hatte nie wieder etwas von Sara gehört. Er hatte in den 2 Jahren mehrmals versucht sie anzurufen, aber Sara hatte immer wieder abgeblockt. Auch jetzt, 2 Jahre danach liebte er sie noch immer noch genauso wie damals, als er sie das erste Mal sah.
Das Team hatte sich an den Zustand von Grissom gewöhnt. Cath hatte einige male zu ihm gesagt, er solle irgendwie versuchen weiterzuleben. Aber er konnte es nur sehr schwer. Sara war schließlich nicht irgendeine Frau, sondern seine Sara. Sie hatte inzwischen auch wieder ihren Mädchennamen, Sidle, angenommen. Als er das letzte Mal in Miami anrief, hatte sie sich wieder mit Sidle gemeldet. Es riss sein Herz noch mal in tausend Stücke.
„Grissom, kommst du.", sagte Cath.
„Cath, geht ihr nur, ich habe hier noch Schreibkram zu erledigen, haltet mich auf dem Laufenden, was den Fall angeht.", sagte er.
Sie hatten eine neue Spur im Fall Carter. Sie hatten den Mörder der 3 bisher nicht gefasst und Cath und Call, wie er sie inzwischen nannte, hatten eine Spur.
Grissom waren die 2 Jahre wie eine Ewigkeit vorgekommen. Er stand auf und buchte einen Flug nach Miami. Ein letztes Mal, wollte er versuchen Sara zurückzugewinnen. Es war seine Sara!
Von Horatio hatte er erfahren, dass sie ihm das Strandhaus von damals abgekauft hatte. Er wusste wo er sie fand.
In Miami angekommen, fuhr er direkt zum Haus. Die Erinnerungen daran taten weh. Das letzte Mal, als er hier war, war es, als sie geheiratet hatten. Ihm liefen die Tränen übers Gesicht.
Als er vor dem Haus parkte, holte er tief Luft. Er klingelte an der Tür. Aber niemand machte auf. Er ging um das Haus zum Stand. Da saß sie. Sie war so wunderschön und hatte sich nicht verändert. Sara saß mit dem Rücken zu ihm. Als er dicht bei ihr stand, legte er ihr die Hand auf den Rücken.
Plötzlich klingelte sein Handy.
Grissom suchte nach seinem Handy.
„Grissom", meldete er sich verwirrt.
„Gil, hier Cath, kommst du noch mal ins Labor, bevor du zu Sara fährst?"
„Äh… ja", sagte er und legte auf.
Grissom realisierte jetzt erst so langsam, dass alles nur ein Albtraum war. Er fuhr mit der Hand neben sich aber die Bettseite war leer. War es doch kein Traum? Hatte Sara ihn doch verlassen? Diese Panik kroch wieder langsam in ihm hoch. Er sprang regelrecht aus dem Bett. Er machte den Schrank auf. Sara's Sachen, sie waren noch da. Sie war ja noch im Krankenhaus.
Grissom war unsagbar froh, dass alles nur ein Albtraum gewesen war. Er nahm das Telefon und rief im Krankenhaus an.
„Grissom", meldete sich Sara.
Sie meldet sich noch mit Grissom, dachte er. Der Traum hatte ihn doch mehr mitgenommen, als er dachte.
„Hey Darling, ist alles ok mit dir?", fragte er ziemlich mitgenommen.
„Ja sicher ist alles ok mit mir. Ist mit dir alles in Ordnung du klingst etwas erschöpft.", sagte sie besorgt.
„Nein alles ok Darling. Ich wollte nur hören ob bei dir alles ok ist. Ich komme dann zu dir.", er versuchte fröhlich zu klingen.
Sara konnte es in seiner Stimme hören, dass irgendetwas war. Aber sie wollte ihn jetzt nicht drängen.
„Ich freue mich auf dich, Honey. Bis später.", sagte sie und legte auf.
Grissom ging unter die Dusche. Er zitterte noch ein wenig. Er hatte ja schon einige Alpträume gehabt, aber keiner war so schlimm wie dieser. Das warme Wasser, das auf ihn herab rieselte, tat gut. Die Erinnerungen an den Traum, konnte er nicht verdrängen. Alles überkam ihn, die Tränen die ihm über das Gesicht liefen, konnte er nur bedingt wahrnehmen. Die vergangenen Wochen/Jahre kamen in ihm hoch. Alles was in den letzten 2 Jahren geschehen war, kam nun hervor. Nur langsam konnte er sich beruhigen. Er schwor sich, dass er Sara ab jetzt nicht mehr alleine ließ.
Als Grissom fertig war, zog er sich an und packte geistesabwesend, mit den Gedanken immer bei Sara, seinen Koffer.
Auf Frühstück und Kaffee verzichtete er heute. Er wollte so schnell wie möglich zu ihr ins Krankenhaus.
Eine Weile später stand Grissom mit seinem Koffer in Sara's Zimmer und seine Frau schaute ihn irritiert an.
„Gil, was willst du mit dem Koffer hier?", fragte sie verwundert.
„Ich werde dich nicht mehr alleine lassen, ich bleibe über Nacht bei dir. Ich werde keine Nacht mehr alleine in unserem Bett schlafen. Ich vermisse dich Sara.", endete er atemlos.
Sara starrte ihn verblüfft an. So kannte sie ihren Mann nun wirklich nicht. Sie freute sich sehr, denn auch sie vermisste Grissom sehr. Sie lag nachts stundenlang wach und konnte nicht einschlafen.
„Honey das ist ja großartig, aber was sagen die Ärzte?", sie sah in fragend an.
Just in dem Moment kam Dr. Kennedy zur Tür herein und hinter ihr, schoben zwei Pfleger ein zweites Bett in ihr Zimmer.
„Ah sie sind schon da Dr. Grissom.", sagte die Ärztin und gab ihm die Hand.
Grissom hatte von zu Hause aus, mit den Ärzten telefoniert und ihnen den Vorschlag gemacht. Sie waren sofort mit einverstanden. Sie wussten wie Sara aufblühte, wenn ihr Mann bei ihr war. Sie konnten sich nichts Besseres für ihre Genesung vorstellen, als dass er bei ihr war. Die Gefahr der Depressionen war zu groß, so dass es die beste Idee war.
Sara schaute dem Treiben ungläubig, aber glücklich zu. Sie war froh, dass ihr Mann bei ihr war.
„Sara ich müsste sie noch kurz untersuchen, auch müssten wir eine Ultraschalluntersuchung machen.", sagte Dr. Kennedy.
„Ist irgendwas nicht in Ordnung.", fragte Gil erschrocken.
„Nein, das ist nur Routine Dr. Grissom aber sie können gerne im Zimmer bleiben.", sagte sie und lächelte.
Grissom als auch Sara atmeten erleichtert auf. Grissom setzte sich zu seiner Frau ans Bett und nahm ihre Hand. Sara sah ihn strahlend an und drückte seine Hand leicht.
„Hatten sie heute Nacht wieder irgendwelche Schmerzen, oder hat die kleine Lady bei Ihnen wieder Turnübungen veranstaltet?", fragte Dr. Kennedy und sah Sara an.
„Schmerzen eigentlich nur, wenn sie mich tritt, was sie heute Nacht zur genüge getan hat. So heftig, wie sie heute Nacht getreten hat, war es noch nie.", sagte Sara ehrlich.
Grissom sah sie und Dr. Kennedy mit zusammengekniffenen Augen an. Warum hatte Sara ihm davon nichts erzählt?
„Ihrem Baby geht es gut Sara.", sagte Dr. Kennedy und sah Grissom und Sara lächelnd an.
Sie untersuchte Sara noch und verabschiedete sich dann.
„Jetzt raus mit der Sprache Gil, warum willst du hierbleiben.", fragte Sara als sie alleine waren.
Grissom konnte und wollte es ihr jetzt nicht sagen.
„Darf ich dich denn nicht so vermissen, dass ich in deiner Nähe sein will.", sagte er gespielt beleidigt.
„Natürlich Honey, ich habe dich ja auch schrecklich vermisst, aber ich spüre doch, dass etwas nicht in Ordnung ist.", sie durchbohrte ihren Mann mit Blicken.
Grissom beugte sich über sie und nahm sie in den Arm. Er zog sie fest an sich ran und legte seine Lippen auf die ihre und küsste sie zärtlich und voller Leidenschaft. Ein Kuss, der nicht ausgehungerter sein könnte. Er war in dem Moment einfach nur glücklich sie in seinen Armen zu haben und sie zu küssen. Sie erwiderte diesen Kuss mit dem gleichen Verlangen und Leidenschaft wie er. Sara hatte die Arme um seinen Hals geschlungen, sie klammerte sich regelrecht an ihn. Sie spürte in dem Kuss wie sehr er sie liebte. Auch Grissom spürte ebenfalls die Liebe und die Leidenschaft, die Sara ihm mit diesem Kuss entgegenbrachte.
Als sie sich voneinander gelöst hatten, schauten sie sich einfach nur glücklich an und Sara schmiegte sich in Grissoms Arme, der sich mittlerweile zu ihr ins Bett gelegt hatte.
„Ich liebe dich Specialgirl.", sagte Gil, der als er wieder das Wort ergriff.
„Ich liebe dich auch Gil.", Sara sah ihn verliebt an.
„Und dich liebe ich auch meine Kleine", Grissom hob das Shirt von Sara hoch und küsste ihren runden Bauch.
„Uh.. ich glaube das sollte heißen, sie dich auch.", lachte Sara.
Das Baby in dem Bauch hatte Sara wieder einen Tritt verpasst, als Grissom sein Kopf auf Sara's Bauch legte. Grissom grinste glücklich vor sich hin.
„Sara, versprich mir, dass du dich schonst.", sagte er ernst und schaut seine Frau an.
„Gil, bitte verrate mir mal, wie ich es hier nicht machen sollte. Mir ist schon so langweilig, dass ich nachts nicht schlafe. Ich komme mir so nutzlos vor! Ich möchte endlich wieder aufstehen und mal rausgehen.", Sara konnte ihre Tränen nicht mehr zurückhalten.
„Hey Darling, das ist doch nur zum besten von unserem Kleinen und jetzt bin ja ich da, ich werde bei der Arbeit etwas kürzer treten, und dafür öfters bei dir sein.", sagte er und gab Sara einen leichten Kuss auf ihre Nase und wischte zärtlich ihr Tränen weg.
Sara nickte und schmiegte sich wieder an ihn.
„Warum haben wir eigentlich immer so viel Pech. Ich meine all die Jahre, bekommen wir es nicht auf die Reihe uns näher zu kommen und wenn wir endlich zusammen sind, scheint sich alles gegen uns verschworen zu haben", sagte sie traurig.
„Sara du willst doch jetzt nicht etwa sagen, dass es besser wäre, wenn wir nicht zueinander gefunden hätten.", Gil schaute sie mit weit aufgerissenen Augen an.
„Nein Gil, so etwas würde ich nicht einmal denken! Ich bin glücklich, mit dir verheiratet zu sein, und ich habe dir geschworen, „in guten wie in schlechten Zeiten". Und das habe ich nicht nur so daher gesagt. Das Glück, dass ich mit dir habe, wiegt alles schlechte Millionen Fach auf!"
„Danke Darling, das tat gut. Aber mir geht es genauso, ich möchte dich nie wieder vermissen müssen, es ist jetzt schon schlimm genug.", gab er grinsend zurück.
„Ich glaube du musst langsam mal gehen Gil, Cath wartet sicher auf dich.", sagte sie, nach einer Weile stille.
„Willst du mich los werden Sara?", fragte Gil scherzhaft.
„Glaube mir, mir wäre es lieber, du wärst den ganzen Tag bei mir. Aber ihr habt ja schließlich noch einen Fall zu lösen. Seid ihr eigentlich schon weitergekommen, habt ihr Neues erfahren?", Sara sah in neugierig an.
„Nein, bis jetzt noch nichts was uns der Lösung des Falles näher bringen würde.", gab Gil zurück.
Er durfte ihr jetzt noch nicht erzählen, was sie rausgefunden hatten. Als sie gestern bei dem Waffenhändler waren, hatte der ihnen erzählt, dass er die Waffe an einen Ausländer verkauft hatte. Er hatte ein Tattoo auf der Hand, ein roten Stern. Außer dass es ein Mann war, der ca. 1,85 m groß war und schwarze Haare hatte, konnte der Waffenhändler ihnen nichts Genaueres sagen. Er hatte einen stark ausgeprägten ausländischen Akzent.
„Ok Specialgirl, dann erhole dich mal gut, und pass auf dich und unsere Kleine gut auf!", sagte er und gab ihr zuerst einen Kuss auf ihren Bauch und dann küsste er Sara.
„Bye Honey. Und grüße mir die Anderen."
„Mach ich, bye Specialgirl.", sagte er und ging zur Tür. Dort drehte er sich noch einmal um und sah, dass Sara schon wieder eingeschlafen war. Lächelnd machte er die Tür auf und ging hinaus!
„Reena, kommst du mal bitte in mein Büro.", Grissom kam gerade am Beweisraum vorbei, als er Reena sah.
„Ja Griss, was ist los? Geht es Sara nicht gut?", fragte sie besorgt.
„Nein, nein alles in Ordnung bei Sara. Sie ist nur ziemlich deprimiert und langweilt sich. Wie lange hast du noch Schicht heute?", fragte er sie.
„Ich habe eigentlich schon Schluss, habe nur noch etwas mit Greg besprochen, warum?"
„Kannst du dann wieder zu Sara ins Krankenhaus fahren, sie fühlt sich so alleine gelassen."
„Ja sicher, das war sowieso mein Plan gewesen.", sagte Reena erfreut.
„Ich danke dir Reena, was du für Sara tust.", sagte Grissom und sah sie lächelnd an.
„Da gibt es nichts zu danken, das ist selbstverständlich und ich tue es gerne! Greg fährt gleich mit ins Krankenhaus und Cath löst uns dann ab. Wenn sie etwas geschlafen hat.", erwiderte Reena.
„Prima ich danke Euch, ihr tut mir einen sehr großen Gefallen damit.", sagte er erleichtert.
Er wollte nicht, dass Sara alleine war. Zu groß war die Angst, ihr oder dem Baby konnte etwas passieren.
Es war für Grissom ungewohnt, tagsüber zu arbeiten und nachts zu schlafen. Aber es hatte sich so eingependelt dass er tagsüber da war und Cath Nachts. Aber das änderte sich meistens dann im Wochentakt. Im Moment war Lindsay auf Klassenfart, so dass Cath lieber Nachts arbeitete. Aber sobald Lindsay wieder da war, wollte sie lieber Tags arbeiten, solange sie noch mit 2 Teams zusammenarbeiten.
Grissom vertiefte sich in seinen Computer und suchte etwas über das Tattoo, welches der Besitzer vom Waffenladen erwähnt hatte. Aber er fand nichts was hilfreich wäre.
Als sein Telefon im Büro klingelte, schreckte er auf.
„Grissom", meldete er sich.
„Gil, hier Warrick. Die junge Frau ist aufgewacht und ist vernehmungsfähig."
„Das sind ja mal gute Nachrichten, danke Warrick. Sage Nick bescheid, wir treffen uns gleich auf dem Parkplatz und fahren ins Krankenhaus."
Die drei machten sich auf den Weg ins Krankenhaus.
Guten Tag Miss Potter, mein Name ist Gil Grissom vom CSI und das sind meine Kollegen Warrick Brown und Nick Stokes.
Die junge Frau, die im Bett lag, nickte den drei CSI's zu.
„Miss Potter, wir haben ein paar Fragen an sie.", begann Nick.
Miss Potter nickte abermals.
„Ja, ich weiß, ich werde ihnen alles sagen was ich weiß.", antwortete sie leise.
„Konnten sie den Mann erkennen, der sie angeschossen hat?", fragte Grissom.
Die junge Frau schüttelte den Kopf. Es war dunkel. Aber ich kenne den Mann. Ich habe ihn vor ein paar Wochen schon einmal beobachtet, als er einen Mord verübte.
Nick, Warrick und Grissom starrten sich verblüfft an.
„Warum haben sie es der Polizei nicht gemeldet?", fragte Warrick.
„Na ja wie sie bestimmt schon rausbekommen haben, habe ich mit Drogen gehandelt. Da konnte ich doch nicht einfach zur Polizei gehen.", sagte sie matt.
„Wissen sie eigentlich dass sie sich noch mehr strafbar gemacht haben?", Grissom versuchte ruhig zu bleiben.
Das was er gerade gehört hatte, konnte er nicht glauben, die Frau hatte einfach nichts gesagt, als ein anderer jemand umbrachte. Die Fassungslosigkeit war allen 3 CSI-Mitarbeitern ins Gesicht geschrieben.
„Können sie uns irgendetwas über den Mann erzählen?", fragte Nick sie nun.
„Ja er hat ein Tattoo an der Hand, es war ein roter Stern, so weit ich mich erinnern kann.", sagte sie.
Miss Potter erzählte den drei noch, wie der Mann aussah. Das traf die gleiche Beschreibung wie von dem Ladenbesitzer.
Grissom nahm sein Handy und rief Brass an.
„Ja Jim, hier Gil.", sagte er als sich Capt. Brass gemeldet hatte.
„Hey Gil, was gibt es?"
„Ich brauche sofort hier einen Polizisten, der eine Zeugin im Krankenhaus bewacht. Es geht um den versuchten Mord an Miss Potter.", sagte Grissom.
„Okay Gil, ich schicke sofort einen Officer vorbei!"
„Danke dir Jim, bis später, bye.", sagte er und legte auf.
„Miss Potter, es kommt gleich ein Officer, den wir vor ihrer Tür postieren. Nur zur Sicherheit, wir wissen nicht, ob derjenige, der sie angeschossen hat, noch mal kommt und versucht sie umzubringen.", Grissom sah die junge Frau an.
„Danke", mehr konnte sie nicht sagen, dass sie noch ziemlich schwach war.
Als die drei CSI's vor der Tür waren. Unterhielten sie sich kurz darüber.
„Nick, Warrick, könntet ihr hier bleiben, wenn der Officer gleich kommt?"
„Ja sicher, aber was willst du denn machen?", fragte Warrick.
„Ich werde schnell meine Frau besuchen gehen, wenn wir schon mal hier sind.", er grinste die zwei anderen verschmitzt an.
„Ja klar, geh nur, wir werden später auch noch mal bei ihr reinschauen.
Grissom machte sich auf den Weg in den 3. Stock, wo Sara lag.
Vorsichtig drückte er die Klinke an ihrer Türe zum Zimmer herunter und ging hinein.
Sara schlief friedlich. Er ging an ihr Bett und strich ihr sanft über die Wange. Ihr Shirt war ein wenig hochgerutscht und gab ihren runden Bauch ein wenig frei.
Gil musste bei dem Anblick lächeln. Seine Frau war so wunderschön. Er gab ihr einen kleinen Kuss auf den Bauch und dann beugte er sich zu ihr hinauf und gab ihr einen leichten Kuss auf die Lippen.
Sara blinzelte verschlafen.
„Honey, was machst du hier, ist etwas passiert?", fragte sie verschlafen.
„Nein alles ok, ich war nur dienstlich hier im Krankenhaus und wollte nur mal nach dir schauen.", sagte er und lächelte Sara an.
„Oh das ist toll, bleibst du ein wenig?", fragte sie hoffnungsvoll.
„Nein, tut mir leid, ich muss gleich wieder zurück ins Labor, schlaf du nur weiter. Cath wird denke ich auch bald kommen.", sagte er.
„Okay Honey, danke, dass du noch mal hier warst."
Sie richtete sich ein wenig auf und schlang die Arme um den Hals ihres Mannes.
„Ich liebe dich Gil.", sagte sie und legte ihre Lippen auf seine und knabberte leicht an seiner Unterlippe.
„Sara, was tust du denn?"
In Grissom machten sich Gefühle bemerkbar, die er einfach in letzter Zeit verdrängt hatte.
„Ich? Gar nichts! Habe dich nur geküsst.", sagte sie und grinste unschuldig.
„Sara du bist echt ein Biest."
Grissom küsste nun Sara erneut und schob langsam seine Zunge in ihren Mund. Langsam fuhr er mit seiner Hand über ihren Bauch hinauf zu ihren Brüsten und umschloss sie leicht. Sara entrann ein leichtes Stöhnen. Der Kuss von Grissom wurde intensiver und erregender.
„Wer von uns beiden ist hier unmöglich.", sagte Sara atemlos, als sie sich gelöst hatte.
Grissom sah sie mit seinen eisblauen Augen an und grinste.
„Ich liebe dich auch Sara, das wollte ich dir nur zeigen."
„Das ist dir aber gut gelungen.", lachte sie, als es an der Tür klopfte.
Nick und Warrick steckten den Kopf zur Tür rein.
„Dürfen wir euch stören?", fragte Warrick und grinste.
„Warrick, Nicky, wie schön euch zu sehen.", freute sich Sara.
„Hey Sar-Sweety, wie geht es dir?", fragte Nick sie.
„Mir geht es schon besser.", sagte Sara mit einem Blick auf Grissom der immer noch ein Grinsen im Gesicht hatte.
„Das ist ja mal schön zu hören.", sagte Nick.
„Wie geht es deiner Kleinen?", fragte sie nun Warrick.
„Ich glaube, im Moment schläft sie. Die ganze Nacht hat sie mich ja auch auf Trapp gehalten.", lachte Sara.
„Ich hoffe du darfst bald wieder nach Hause."
„Ich denke in ein zwei Wochen darf ich wieder nach Hause, Warrick.", sagte sie glücklich.
„Sag mal Gil, bist du jetzt zu Sara ins Krankenhaus gezogen? Oder warum steht hier noch ein zweites Bett.
„Ja Warrick, ich schlafe hier bei Sara im Krankenhaus.", entgegnete ihm Grissom.
„Geht es dir so schlecht Sar, weil Grissom hier bleibt.", frage Nick sie.
„Nein, so schlecht geht es mir nicht, aber ich finde es schön, meinen Mann bei mir zu haben.", Sara griff die Hand von Grissom und drückte sie sanft.
„Und ich will ohne Sara nicht schlafen.", setzte Grissom grinsend hinzu.
„Ich glaube wir sollten wieder gehen.", sagte Grissom, mit dem Blick auf die fast schon schlafende Sara.
Er gab ihr noch einen letzten Kuss und die anderen Beiden verabschiedeten sich ebenfalls von ihr und ließen Sara weiterschlafen.
Wie immer drehte sich Grissom noch mal an der Türe nach ihr um. Er sah in ein paar müde Augen die ihn glücklich ansahen.
„Schlaf gut, Specialgirl, bis heute Abend.", sagte er noch mal und folgte Nick und Warrick nach draußen.
Im Labor angekommen, jagten sie sofort alles an Beweisen noch mal durch den Computer. Sie saßen den ganzen Tag dran. Sie waren ziemlich down, denn keiner hatte auch nur ein brauchbares Ergebnis gefunden.
Auf einmal schrie Greg richtig gehend auf.
„Ja ich habe eine Übereinstimmung.", rief er.
„Übereinstimmung womit?", fragten Warrick, Grissom und Nick gleichzeitig.
„Die Fingerabdrücke des unbekannten Täters, der Miss Potter angeschossen hat, sind die gleichen, wie die des Unbekannten, der die junge Carter, deren Vater und dessen Freundin umgebracht hat!", Greg grinste von einem Ohr zum anderen.
„Das heißt, wir haben es hier mit einem Mann zu tun, der einen roten Stern als Tattoo hat und einen ausländischen Akzent hat.", sagte Nick wiederholend.
„Ja, aber leider sind wir hiermit kein Deut weiter, denn wir wissen immer noch nicht wer der Täter war.", sagte Warrick.
„Das ist schon richtig Warrick, aber zumindest können wir mit den Informationen in der näheren Umgebung, sowie Freunde und Bekannte der Carters und dessen Freundin, näher untersuchen.", Grissom sah sein Team durch den Rand seiner Brille an.
„Ich gehe mal zu Calleigh und werde mit ihr noch mal die ganzen Freunde und Verwandten, der Freundin von Carter, die wir verhört haben, durchgehen. Vielleicht fällt uns ja irgendetwas auf.", sagte Nick.
„Greg, wir beide werden uns in die Datenbanken von Großbritanien und Deutschland vornehmen und hier nach den Abdrücken suchen. Vielleicht stoßen wir hierbei auf etwas Brauchbares.", sagte Warrick.
„Ok ich werde mir die Akte von den beiden Carters vornehmen, wer weiß, vielleicht finden wir ja irgendeinen Hinweis.", sagte Grissom.
… TBC
