Chapter 53

Nick war an diesem Abend so nervös, wie noch nie. Immer wieder nahm er, wenn Calleigh es nicht mitbekam die kleine mit Samt ausgelegte Schachtel aus seiner Hosentasche und schaute sich den Ring an. Ob er ihr gefällt? Ob sie wirklich „Ja" sagt, oder ob sie mir einen Korb gibt? Nick gingen etliche Fragen durch den Kopf, wie sie reagieren würde, aber dadurch wurde er immer nur nervöser.

„Was ist los Nick, geht es dir nicht gut?", fragte Calleigh ihren Freund.

„Doch alles in Ordnung, Cal.", sagte Nick und lächelte.

„Was verschafft mir eigentlich die Ehre, dass du heute gekocht hast und alles so toll dekoriert hast.", fragte sie lächelnd und neugierig.

„Ach, ich hatte nur Lust dich ein wenig zu verwöhnen. Wir haben in den letzten Wochen kaum Zeit füreinander gehabt, da dachte ich, ich nutze es mal aus. Cal, bist du glücklich hier in Las Vegas?", Nick sah sie über den Tisch hinweg verliebt an.

„Nick, das ist total lieb von dir!"

Calleigh stand auf und ging auf ihren Freund zu.

„Sag mal was ist los mit dir? Du weißt doch, dass ich sehr glücklich hier in Vegas bin, gerade wegen dir.", sagte sie lächelnd.

Jetzt ergriff Nick die Gelegenheit. Er fasste all seinen Mut zusammen, stand auf und kniete sich vor Calleigh.

„Calleigh Duquesne, ich liebe dich über alles, willst du meine Frau werden?"

Nick hatte die Schatulle während er sprach aus seiner Hosentasche gezogen und den Ring herausgenommen. Calleigh stand da und war total sprachlos. Sie hatte nur ein Gefühl und zwar das, dass sie eine der glücklichsten Frauen der Welt war. Sie seufzte und antwortete überglücklich:

„Ja, Nicholas Stokes, ich will deine Frau werden."

Er streifte ihr den Ring über ihren Finger, er passte wie angegossen. Er nahm seine Verlobte in die Arme und küsste sie zärtlich und intensiv.

„Danke Nick, der Ring ist ja wunderschön, woher wusstest du meine Ringgröße?"

„Naja ich habe Grissom gefragt wie er Sara's Verlobungsring gekauft hat, er hatte damals einen Ring von Sara mitgenommen und Cath.... na ja und ich hatte einen Ring von dir dabei und Sara hat ihn mit ausgesucht.", entgegnete er ihr lächelnd.

„Nick du bist echt wahnsinnig, der Ring hat doch sicher ein Vermögen gekostet?", Calleigh schaute Nick fragend an.

„Cal es ist nicht wichtig wie viel der Ring gekostet hat, wichtig ist nur, dass er zu dir passt und dir gefällt!", sagte er und schaute seine Verlobte liebevoll an.

„Nick ich bin einfach sprachlos. Der Ring ist einfach gigantisch.", lächelte sie.

Calleigh schlang die Arme um ihn und küsste ihn fordernd. Dieser Kuss löste in Nick ein großes Verlangen aus.

Calleigh sah Nick verliebt an und sagte:

„Ich liebe dich Nick, sehr sogar. Du glaubst nicht wie glücklich du mich mit deinem Antrag gemacht hast."

Ihr blieb nicht verborgen wie Nick auf den Kuss reagiert hatte. Sie zog ihn hinter sich her ins Schlafzimmer.

„Und jetzt Nicky, jetzt mache ich dich glücklich.", sagte sie und schaute ihn verlangend an.

Die Beiden flüsterten sich immer wieder liebevolle Sachen ins Ohr, die ihre Begierde immer mehr steigerte!

Keine 10 Minuten später lagen sie zusammen im Bett und gaben sich beide einander hin.

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Sara saß gedankenverloren im Schaukelstuhl im Kinderzimmer. Inzwischen hatten sie es komplett eingerichtet. Sie hatten alles ziemlich neutral gehalten. Sara wollte nicht das typische Rosa-Kinderzimmer. Sie wollte dass alles aufeinander abgestimmt war. So hatten sie sich für ein helles Holz, Ahorn, entschieden. Die Matratze und der Bettbezug, sowie der Himmel waren noch verpackt. Grissom und Sara waren der Meinung, es reicht, wenn sie im 8. Monat damit anfangen es auszupacken und alles fertig zu machen. Aber das Kinderbett, der Schrank, sowie die Wickelkommode standen schon. An Bildern konnte Sara sich nicht entscheiden, sie kannte sich nicht so gut aus, was für ein Babyzimmer passend war. Sie hatte sich vorgenommen Cath danach zu fragen.

„Hey Darling, hier oben bist du.", sagte Grissom, der ins Zimmer getreten war.

„Ja, sorry ich weiß auch nicht, der Schaukelstuhl zieht mich magisch an.", lachte sie.

„Soll ich ihn bis unsere Kleine auf der Welt ist, ins Wohnzimmer oder ins Arbeitszimmer stellen?", fragte er.

„Das würdest du machen? Danke Honey, das wäre toll. Stelle ihn am besten ins Wohnzimmer, dann kann ich mich rein setzen und lesen."

Sara stand auf und Gil trug den Stuhl hinunter ins Wohnzimmer.

„Danke Honey. Jetzt habe ich auch im Wohnzimmer mein Ruhepool.", lächelte sie.

Grissom war gerade dabei den Kamin anzuzünden als Sara sich mit einem tiefen Ächzer auf die Couch fallen lies.

„Oh man ich glaube ich habe heute Abend zu viel gegessen.", sagte sie lachend und hielt ihre Hand auf den Bauch.

„Na ja der Kellner im Restaurant hat schon komisch geschaut, als du noch zwei mal nachbestellt hast.", Grissom schmunzelte bei dem Gedanken.

Sara hatte heute wieder mal bewiesen, dass Schwangere unter einer richtigen Fresssucht leiden können. Sie hatte den Kellner bald zur Verzweiflung gebracht.

„Ich glaube der war froh, als wir wieder weg waren.", lachte Sara.

„Dessen bin ich mir ziemlich sicher Darling.", neckte er seine Frau.

Grissom setzte sich ebenfalls neben Sara auf die Couch und sie legte ihren Kopf an seine Schulter. Sanft strich er ihr eine Haarsträne aus dem Gesicht. Leise seufzte Sara auf.

„Danke Honey, für den tollen Abend.", sie sah ihn liebevoll an.

„Nichts zu danken Specialgirl, mir hat er genauso gefallen.", er schaute ihr tief in ihre braunen Augen.

Eine ganze Weile saßen sie einfach nur schweigend nebeneinander. Grissom hatte Sara inzwischen in den Arm genommen und streichelte ihr sanft über den Arm.

„Sara, ich muss dir was sagen.", fing er an.

Sara sah ihren Mann erstaunt an. Sie wusste nicht, was er ihr sagen wollte.

„Ich habe mit unseren Freunden abgesprochen, dass immer jemand im Haus ist, wenn ich nicht da bin", Grissom sah Sara ernst an.

„Das ist jetzt nicht dein ernst Gil, sag mir bitte dass das ein Scherz ist!", Sara sah Gil unverständlich an.

Sie fühlte sich wie ein kleines Kind, das gegen ihren Willen, einen Babysitter aufgedrückt bekam.

„Doch Darling ich meine es ernst. Du weißt genau, du sollst dich schonen und darfst so gut wie nichts tun. Ich möchte dich einfach nicht alleine lassen. Bitte verstehe doch.", sagte er fast flehend.

Grissom hoffte, dass Sara sich nicht zu sehr darüber aufregen würde.

„Honey muss das wirklich sein? Ich meine es ist schon gut, bin ja auch froh, dass jemand hier ist, aber gleich alle?"

„Ja Sara, ich bin der Meinung dass es sein muss. Und sie lösen sich natürlich ab. Meinst du ich lass die ganze Horde auf einmal hier einfallen. Dann kann ich dich gleich wieder ins Krankenhaus einliefern, weil du mich dann anflehst ich soll dich wieder hinbringen!", Grissom grinste seine Frau an.

„Da muss ich dir recht geben. Mir reicht ja Greg oder Nick schon im Solo, aber dann noch zusammen und mit den Anderen und jeden Tag, ich glaube dann gehe ich echt freiwillig wieder ins Krankenhaus."

„Sara ich bin froh, dass du es einsiehst. Ich mache mir eben Sorgen um dich!", sagte Grissom und sah Sara erneut ernst an.

„Ich weiß Honey. Es ist ja auch OK, auch wenn ich nicht so begeistert davon bin."

Sie saßen noch eine Weile vor dem Kamin, tranken Tee und Grissom erzählte ihr, was sie bisher im Fall Carter herausgefunden hatten.

„Hm, wenn ich wieder darf, werde ich mal meine Connections zu Interpol spielen lassen, wenn sie immer noch nicht kooperieren.", sagte Sara.

Grissom sah sie verdutzt an.

„Du hast Connections zu Interpol?"

„Ja, Honey, du erinnerst dich sicher noch an den Fall, den wir vor 4 Jahren hatten. Als wir mit Interpol zusammengearbeitet haben. Ich war damals in Italien und habe den Mörder mit Luka Dacanti ausfindig gemacht."

„Ja sicher erinnere ich mich an den Fall, das war damals verdammt gute Arbeit von dir!"

„Ich weiß.", sagte sie und grinste ihn an.

„Aber was hat das jetzt mit Interpol zu tun?", Gil war immer noch nicht schlauer.

„Na ja Luka ist seit dem Fall bei Interpol, wir sind damals ein paar Mal zusammen ausgegangen, als der Fall abgeschlossen war. Du erinnerst dich, ich habe mir anschließend 2 Wochen Urlaub genommen, die ich dort verbracht habe."

Sara wusste wie ihr Mann auf diese Nachricht reagieren würde und grinste von einem Ohr zum anderen. Grissom stand der Mund offen. Er wusste, dass sie in Italien Urlaub gemacht hatte, das war das erste Mal seit Jahren und auch bis zu ihrer Hochzeitsreise, das letzte Mal, dass sie so lange Urlaub gemacht hatte. Aber er hatte nicht gedacht, dass sie dort eine Affäre hatte.

„Aha da hast du also zwei Wochen bei diesem Luka Dacanti verbracht.", sagte er schärfer als beabsichtigt.

„Nein ich habe 2 Wochen in Italien Urlaub gemacht und hatte ab und zu ein Date mit Luka.", verbesserte sie ihren eifersüchtigen Mann.

„Hm ok, und du hast noch immer die Nr. von ihm?", Grissoms Eifersucht konnte er kaum unterdrücken.

„Sicher ich habe seine Nummer, im Büro, schließlich zahlt es sich aus Connections bei Interpol zu haben.", sagte sie immer noch grinsend.

„Connections nennst du das also.", sagte er jetzt ziemlich gereizt.

Sara konnte nicht mehr an sich halten und musste unweigerlich lachen.

„Honey, du hast keinen Grund eifersüchtig zu sein. Schließlich bin ich mit dir verheiratet und bekomme ein Kind von DIR und nicht von Luka. Außerdem warst damals du derjenige der mich abblitzen lassen hat. Also beschwer dich nicht, dass ich mich amüsiert habe.", gab sie zurück.

„Amüsieren konntest du dich ja schon immer gut. Hat man ja gemerkt, als du von der Polizei betrunken angehalten worden bist.", sagte er nun, aber bereute auch gleich, dass er das gesagt hatte.

„Gil, das ist nicht fair von dir. Du weißt, das das einmal war und ein Ausrutscher! Und mit Luka ist nie mehr gelaufen als ein paar Mal Essen gehen. Ich konnte und wollte nicht mehr. Wenn du jetzt immer noch nicht begreifst, dass ich nur dich liebe und dich die ganzen Jahre geliebt habe, ist dir nicht mehr zu helfen.", jetzt war Sara ernst geworden.

„Es tut mir leid Sara, aber… ."

„Nichts aber Gil, du musst mich nicht verletzten nur weil du eifersüchtig wirst. Es war jahrelang schlimm genug für mich.", Sara musste die Tränen runterschlucken, sie drehte ihren Kopf zur Seite, dass es Grissom nicht sah.

Grissom sah, dass er seine Frau tief verletzt hatte und es tat ihm leid, er wollte sie doch nie wieder verletzen, dass hatte er sich geschworen. Zärtlich nahm er sie in die Arme.

„Darling, tut mir leid, ich bin ein Idiot. Ich wollte dich nicht verletzen.", sagte er und legte eine Hand unter ihr Kinn und drehte ihren Kopf, so dass sie ihn ansehen musste.

„Honey, glaube mir und vertraue mir einfach, wie du es die letzten 2 Jahre getan hast. Dann kannst du mich auch nicht verletzen.", sagte sie und küsste ihren Mann zärtlich und liebevoll.

„Darling, ich kann nur immer wieder sagen, es tut mir leid und dass ich ein Idiot war.", sagte er und erwiderte ihren Kuss.

„Nein du bist kein Idiot, Honey, nur manchmal ein wenig zu schnell eifersüchtig.", sagte sie lachend, als sie sich von ihm gelöst hatte.

„Aber weißt du was, ich liebe es an dir, wenn du eifersüchtig wirst. Das zeigt mir einfach, wie sehr du mich liebst.", neckte sie ihren Mann liebevoll.

„Ja Specialgirl, du bedeutest mir einfach sehr viel, deswegen bin ich eben auch eifersüchtig.", sagte er etwas kleinlaut.

Ihr tat ihr Mann leid. Sie wusste, er wollte sie nicht verletzen, er hatte eben Angst sie zu verlieren. Sie hatten schon genug mitgemacht, dass solche Gefühle einfach aufkamen.

Jetzt nahm Sara Griss zärtlich in die Arme.

„Ich bin und war schon immer deine!", sagte sie und küsste ihn abermals innig und zärtlich.

„Also, wenn ihr meine Hilfe braucht, dann gib mir bescheid!", sagte sie einige Zeit später.

„Ja, wenn wir nichts erreichen mit dem Schreiben, dann nehme ich gerne deine Hilfe in Anspruch, auch wenn es mir nicht so passt.", gab er zurück.

Sara schmunzelte, dass ihr Mann eifersüchtig war, machte ihn irgendwie noch attraktiver. Aber das behielt sie lieber für sich.

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Am nächsten Abend kamen Cath und Warrick und Calleigh und Nick wie verabredet zum Essen. Gil und Sara wollten Cath und Nick wegen der Patenschaft fragen.

Sie waren gerade mit dem Abendessen fertig und hatten sich ins Wohnzimmer gesetzt. Sara hatte den Kamin angemacht und sie saßen nun alle davor und tranken einen Kaffe, bzw. Calleigh und Sara einen Tee.

Grissom saß auf der Couch, Sara hatte es sich auf seinem Schoß bequem gemacht und er legte die Arme um sie.

„Wir würden euch gerne etwas sagen.", fing Calleigh an und lächelte Nick an.

Sara und Gil grinsten sich an, sie wussten was jetzt kam. Nick hatte ihr vorhin schon von gestern erzählt.

„Nick und ich haben uns verlobt", fuhr Calleigh fort.

„Uhm Nicky, Calleigh, das ist ja toll", rief Cath aus.

„Herzlichen Glückwunsch ihr beiden.", viel Warrick mit ein.

Beide umarmten das Brautpaar und gratulierten ihnen.

Auch Sara und sogar Gil gratulierten und umarmten die beiden.

„Jetzt habe ich aber noch eine Bitte", sagte Calleigh, als sie sich wieder gesetzt hatten.

„Könntet ihr mich bitte Cal nennen, ich meine inzwischen bin ich schon einige Monate in Vegas und es hat sich eine tolle Freundschaft zu Euch allen entwickelt. Auch wenn mir manchmal Miami fehlt, fühle ich mich sehr wohl bei euch!", sprach Calleigh in die Runde.

„Klar Cal.", war Warricks Antwort und er grinste sie an.

Die anderen Drei stimmten ebenfalls zu.

„Cath, wie lange ist Lindsay noch auf Klassenreise?", fragte Gil.

„Linds ist noch 3 Wochen weg, sie ist im Schüleraustausch in Deutschland für 6 Wochen.", antwortete Cath.

„Ok, das ist gut.", nickte Gil nachdenklich.

„Warum wolltest du das jetzt wissen?", Cath sah Grissom verwirrt an.

„Ich wollte den Plan aufstellen wegen Sara und der Schicht. Ecklie ist nicht da, so muss ich die Leitung des Labors übernehmen und die Pläne aufstellen.", sagte er nicht begeistert von der Sache.

Grissom hasste nichts mehr als die Leitung für das ganze Labor zu übernehmen. Er war zufrieden und glücklich mit der Position, die er hatte als Leiter und Supervisor der Nachtschicht.

„Achso, also wenn es dir recht ist, würde ich gerne erstmal in der Nachtschicht bleiben, bis Linds wieder da ist.", sagte sie.

„Ja, das ist ok Cath, denn ich würde gerne nachts bei Sara sein, damit sie nicht alleine ist. Ich habe ihr übrigens von meinem Plan erzählt.", sagte er grinsend.

Cath schaute jetzt Sara an, die nicht gerade froh drein schaute, als Gil das mit dem Plan erzählte.

„Sara, wir waren am Anfang auch nicht begeistert davon, aber als Gil uns die Situation erklärt hat, waren wir alle mit einverstanden.", übernahm jetzt Nick das Wort.

„Es ist ja alles soweit eigentlich eine gute Idee, aber ich fühle mich schon wie ein kleines Kind. Ich bin erwachsen und kann auf mich selber aufpassen. Dass ab und zu mal jemand da ist, finde ich gut, aber gleich ständig? Naja dagegen wehren kann ich mich nicht.", sagte Sara leicht gereizt.

„Sara wir versprechen dir, dass wir dir auch nicht zu sehr auf die Nerven fallen, wir halten uns dezent im Hintergrund. Aber warum kannst du dich nicht dagegen wehren?", Warrick sah sie nun fragend an.

„Dann wehre dich mal gegen Griss, wenn er von etwas überzeugt ist.", sagte sie nun wieder lachend.

„Ok, das ist schwierig.", Warrick sah sie grinsend an.

„He, so schlimm bin ich auch nicht, ich mache mir eben Sorgen um Sara und das nicht ohne Grund.", sagte er etwas beleidigt.

Sara seufze auf und sah Warrick mit einem Blick der zu bedeuten hatte „Habe ich es dir nicht gesagt." an.

„Cal, wegen dem Fall Carter, Sara hat Connections zu Interpol.", sagte er in einem ruhigen Ton.

Wenn Grissom daran dachte, kam in ihm wieder die Eifersucht hoch.

„Das ist gut, dass wir wenigstens etwas in der Hand haben, um an die Datenbank ranzukommen. Mich würde nur gerne interessieren warum die uns nicht an die Datenbank ranlassen.", Cal war nachdenklich geworden.

„Soll ich vielleicht morgen gleich mal meine Beziehungen spielen lassen? Dann könnt ihr wenigstens weiterarbeiten und müsst nicht auf die Erlaubnis von Interpol warten.", fragte Sara.

Sie vermied es ihren Mann anzuschauen. Aber sie spürte, dass er leicht seine Hände verkrampfte, als sie es sagte. Sanft drückte sie ihm seine Hand, sie wollte ihm zu verstehen geben, dass es nur rein beruflich war. Seine Hände wurden wieder lockerer und verflochten sich mit den ihren. Er hatte wohl gemerkt, was Sara ihm damit sagen wollte.

„Ja eigentlich wäre das eine gute Idee, denn sonst fassen wir den Mörder in 10 Jahren noch nicht.", bemerkte Warrick jetzt.

„Was meinst du Griss?", Sara sah ihren Mann fragend an.

Sie wollte seine Zustimmung haben. Er sollte sich nicht übergangen fühlen, sonst passierte das gleiche wie gestern.

„Ja, ok Sara, machen wir das so, aber danach gehst du gleich wieder nach Hause.", sagte er mahnend.

„Zu Befehl, Sir.", sagte sie lachend und gab ihm einen leichten Kuss auf die Nase.

Sara stand auf und ging in die Küche um die Getränke zu holen. Grissom ergriff die Möglichkeit, dass die anderen sich unterhielten und ging ihr nach. Er trat an sie hinten ran und legte die Arme um sie.

„Habe ich dir heute schon mal gesagt, wie sehr ich dich liebe?", flüsterte er ihr ins Ohr.

Sara drehte sich um und sah in seine eisblauen Augen.

„Ja, gerade eben! Ich liebe dich aber auch sehr!", entgegnete sie ihm und schlang ihre Arme um seinen Hals.

„Danke dass du für mich da bist.", Gil sah sie ernst an.

„Honey, ich bin immer für dich da, genauso wie du für mich.", sie lächelte ihren Mann verliebt an.

„Ich verspreche dir auch, wenn ich Luka morgen angerufen habe, dass ich nicht länger im Büro bleibe."

„Ich weiß Darling, tut mir leid, wenn ich manchmal etwas übertreibe."

„Ist schon ok, noch ist es nicht zu viel. Aber glaub mir, wenn es ausartet werde ich mich schon bemerkbar machen.", lachte sie.

Jetzt lachte Grissom auch, er kannte seine Frau, wenn ihr etwas nicht passte, machte sie sich nicht nur bemerkbar. Wenn er an die Vergangenheit dachte, die Auseinandersetzung mit Ecklie, musste er schmunzeln. So war aber seine Sara.

„Worüber grinst du so?", fragte sie ihren Mann.

„Eigentlich nur über deinen Satz, du machst dich bemerkbar, wenn dir etwas nicht passt. Ich musste gerade an deine Auseinandersetzung mit Ecklie damals denken."

„Ja, das war schon heftig damals. Aber ich bin heute noch der Meinung, dass ich nicht übertrieben habe und …. ."

Grissom schnitt ihr das Wort ab, als er sie zärtlich küsste.

„Darling, das ist Vergangenheit und geklärt!", sagte er liebevoll, bevor er sie erneut küsste.

„Du hast ja recht, komm lass uns wieder raus gehen zu den Anderen, die fragen sich sicherlich wo wir so lange bleiben. Wir sollten Cath und Nick nicht so lange auf die Folter spannen.", lachte Sara.

Beide gingen sie Arm in Arm aus der Küche wieder ins Wohnzimmer. Grissom hatte Sara die Getränke abgenommen und stellte sie auf den kleinen Couch-Tisch.

Sara und Gil setzten sich beide nebeneinander wieder auf die Couch.

Sie bemerkten grinsend, dass Nick Lippenstift im Gesicht hatte. Da konnte wohl noch jemand nicht die Finger voneinander lassen, dachte Sara.

„Ähm Nicky, du hast hier was an der Wange.", versuchte Sara leise ihm zu zu flüstern und zeigte auf die gleiche Stelle bei ihr im Gesicht.

„Was? Wo habe ich was?", fragte Nick erstaunt und lauter als ihm gleich recht war.

Cal war inzwischen fast in ihrem Sitz zusammengesunken und vor Scham rot angelaufen. Während Cath, Warrick und Grissom sich ein Lachen nicht verkneifen konnten.

Cal, die sich gleich wieder gefasst hatte, wischte Nick zärtlich den Lippenstift von der Wange.

„Ähm, ja danke Sweety.", sagte er verlegen.

„Nick, Cath, wir würden euch beide gerne etwas fragen, das ist auch der Grund, warum wir euch heute Abend eingeladen haben.", versuchte Grissom abzulenken.

„Wir wollten, dich Nicky und dich Cath fragen, ob ihr die Paten von unserer kleinen Tochter werden würdet.", fuhr Sara fort.

„Oh, ich soll Patenonkel werden?", Nick grinste von einem Ohr zum andern.

„Ja sicher, danke Sara, danke Gil, ich freue mich echt.", sagte Cath und umarmte freudig Beide nacheinander.

„Ja Nicky, du sollst Patenonkel werden!", antwortete Sara auf Nicks Frage.

„Ja aber klar doch. Das ist ja super. Ich werde Patenonkel, Cal hast du das gehört?"

Cal nickte lachend.

Nick war freudig aufgesprungen und umarmte zuerst Sara und dann Grissom, der nicht wirklich begeistert von Nick's Umarmung war.

Jetzt waren die andern in Lachen ausgebrochen, als sie das Gesicht von Gil sahen, als Nick ihn stürmisch und mit Begeisterung umarmte.

„Wie habt ihr euch das denn mit den Namen gedacht?", fragte nun Warrick.

„Na ja unsere Kleine soll ja Vanessa heißen. Und dann kommen eben die Namen von Catherine und Nick dazu.", sagte Sara.

„Also wird die Kleine dann Vanessa Nick Catherine heißen, oder wie habt ihr euch das gedacht.", fragte Warrick erneut interessiert.

„Nein, unsere Tochter wird dann auf den Namen, Vanessa Catherine Nicholas, getauft.", beantwortete Gil Warricks Frage.

„Ach ja stimmt, du heißt ja eigentlich Nicholas.", sagte Warrick lachend zu Nick.

„Ja, Warrick und du weißt auch, dass ich Nick lieber habe.", sagte Nick und sah Warrick strafend an.

„Oh Nicholas wird böse.", ärgerte Warrick ihn.

Nick warf ihm einen bösen Blick zu. Warrick fand es besser sich zurück zu halten, denn bei seinem Namen verstand Nick keinen Spaß.

Der Abend verlief noch recht harmonisch und lustig für die 6 Kollegen. Später am Abend verabschiedeten sie sich von Sara und Gil.

Sara war sehr müde, so dass sie darauf hin auch bald ins Bett gingen. Als sie im Bett in Gils Armen lag, wollte sie noch etwas loswerden.

„Gil, du bist mir bitte nicht böse, wegen Morgen!?"

Es war mehr eine Bitte als eine Frage.

„Nein Sara es ist schon ok, ich finde es gut. Hoffe, dass wir dann endlich bald weiterkommen, langsam zerrt der Fall an meinen Nerven.", sagte er.

Irgendetwas in seiner Stimme war, dass Sara sich aufrichtete und ihn anschaute.

„Ich weiß, wie sehr dich der Fall beschäftigt. Und glaube mir, es vergeht kein Tag dass ich auch nicht daran denke.", sagte sie leise und strich ihm zärtlich über sein Gesicht.

„Vielleicht haben wir ja Glück und können den Fall möglichst bald abschließen."

Grissom wollte so schnell wie möglich dieses Thema abschließen, da er nicht wollte, dass Sara in ihrem Zustand sich noch Sorgen um ihn machte. Er musste vorsichtig sein, sie durfte sich nicht aufregen. Er hatte sie gestern schon genug aufgeregt mit seiner dummen Eifersucht.

„Ich glaube wir sollten jetzt schlafen, Specialgirl."

Sara legte sich wieder in ihr Kissen und er nahm sie liebevoll in die Arme und gab ihr einen leichten Kuss.

... TBC