Chapter 54

Als Sara und Grissom am nächsten Morgen ins CSI-Labor kamen, war die Freude groß, dass es Sara wieder besser ging.

„Ich komme später, wenn ich gehe, noch mal in deinem Büro vorbei und erzähle dir, was ich rausgefunden habe.", sagte Sara zu ihrem Mann und ging in ihr Büro.

Reena, die Nachtschicht hatte, kam gähnend zu ihr ins Büro.

„Morgen Sar, wie geht es dir und Baby Grissom?"

„Danke Baby Grissom und mir geht es gut.", schmunzelte Sara.

„Ich habe heute als erstes die Ehre, bei dir zu bleiben. Heute Nachmittag löst mich dann Sasha ab.", sagte Reena und grinste Sara an.

„Oh schön. Aber sag mal wie geht es dir so. Hast du inzwischen mal mit Greg gesprochen?", Sara war neugierig geworden.

„Das erzähle ich dir alles später, wenn wir unter uns sind. Ich gehe jetzt erstmal mich duschen und umziehen, da ich wieder mal unter einem Auto gelegen habe.", sagte sie lachend.

„Ok Reena, ich habe auch noch etwas zu erledigen, bis später.", verabschiedete sie sich von ihr.

Als Reena gegangen war, suchte sie die Nr. von Luka Dacanti raus.

Damned, ich muss die doch hier haben, sagte sie zu sich selber, und blätterte wie wild in ihrem dienstlichen Adressbuch. Sie überlegte, wo sie damals die Adresse und Nummer von Luka hingetan haben konnte. Schließlich zog sie ihren privaten Handy-Organizer heraus und wurde unter dem Buchstaben D fündig. Wie gut, dass Grissom jetzt nicht hier war, er hätte sicher wieder ein passenden Kommentar dazu, dass sie die Adresse in ihrem privaten Organizer hatte, dachte sie sich.

Sara schrieb die Adresse gleich auf ihren dienstlichen Organizer um. Im Privaten behielt sie ihn aber, man wusste ja nie, für was es gut war.

Sie wählte die dienstliche Nummer von Luka, da sie nicht wusste wo er sich gerade befand.

„Special Agent Dacanti.", meldete sich eine Stimme am anderen Ende.

„Hey Luka, ich bin es Sara ….", sie überlegte, er kannte sie ja nicht unter Grissom, so beschloss sie ihren Mädchennamen zu benutzen. „… Sara Sidle, vom CSI aus Las Vegas."

Sie wusste nicht, ob er sie noch kannte, aber sie konnte ihm ja immer noch erklären, woher sie sich kannten. Es wunderte sie nicht, dass er Special Agent geworden war, er liebte seinen Beruf genauso wie sie ihren und er war genauso Workaholic wie sie.

„Sara? Na das ist ja eine Überraschung, es sind 4 Jahre her, seit wir uns das letzte Mal gesehen haben."

„Du erinnerst dich noch an mich, das ist schön.", sagte sie lachend ins Telefon.

„Klar, wie kann ich Sara Sidle auch vergessen, wer dich einmal kennengelernt hat, kann dich nicht vergessen.", sagte er und lachte.

„Luka Dacanti, der gleiche Charmeur wie damals."

„Was verschafft mir die Ehre Sara, dass du mich anrufst? Bist du in Europa und willst mich treffen?"

„Nein Luka, ich bin immer noch in Vegas. Aber zum Thema, ich bräuchte eine Freigabe für mein Team für eure Datenbank. Meinst du, du könntest das veranlassen?", fragte sie ihn.

Sara erzählte Luka am Telefon von ihrem Fall, den sie hier in Vegas hatten, und dass der Täter womöglich aus Europa kam. Sie erzählte ihm auch, dass sie befördert wurde und nun ihr eigenes Team hatte.

„Du hast es also auch weit gebracht, zu Supervisorin und Leiterin der Tagschicht, ich bin beeindruckt. Dass mit der Datenbank, wird denke ich kein Problem sein, ich werde gleich mit meinem Chef darüber sprechen. Wo kann ich dich erreichen? Beim CSI oder auf deinem Handy?", fragte er.

„Rufe mich auf meinem Handy an, da bin ich am ehesten zu erreichen. Und danke Luka, für deine Hilfe! Und solltest du mal Hilfe brauchen vom CSI, kannst du dich gerne an mich wenden."

„Du weißt doch, ich kann schönen Frauen nicht widerstehen und helfe ihnen gerne. Wenn dich mal die Sehnsucht packt, komm einfach zu mir nach Europa. Ich erinnere mich gerne zurück an Italien.", gab er lachend zurück.

„Mach ich Luka, ich danke dir! Bye.", verabschiedete sie sich.

„Bye Sara.", sagte Luka und legte auf.

Sara lächelte als sie aufgelegt hatte, Luka war immer noch der gleiche Charmeur wie in Italien. Sie erinnerte sich gerne daran zurück. Es waren schöne Wochen damals, aber trotz allem bekam sie damals schon Gil Grissom nicht aus ihrem Kopf. Deswegen wurde auch nie mehr aus der Freundschaft zu Luka.

Reena steckte den Kopf bei Sara ins Büro.

„Bist du fertig?", fragte sie.

„Ich muss nur noch mal schnell zu Gil ins Büro, ich komme gleich wieder.", sagte sie.

Bei Grissom im Büro erzählte sie ihm, dass sie Luka erreicht hatte und dass er sie informieren würde wenn er seinen Chef gesprochen hatte. Sie versprach ihrem Mann sich gleich zu melden, wenn sie etwas wusste. Sie küsste ihn kurz zum Abschied und verschwand mit Reena nach Hause.

Reena wollte sich erstmal hinlegen, sie war ziemlich müde von der Schicht.

Sara wollte sich ebenfalls etwas hinlegen, als ihr Handy klingelte, sie erkannte die Caller-ID, es war Luka. Er sagte ihr, dass er die Freigabe veranlasst hatte und dass er ihr eine Mail geschickt hatte, welche, die ganzen Daten beinhaltete.

Sara setzte sich sofort an den PC und rief ihre Mails ab. Luka, hatte wirklich schnell gehandelt, sie hoffte nur, Gil und die Teams konnten damit etwas herausfinden. Sie leitete die E-Mail an ihren Mann weiter. Die er wohl gleich gelesen haben musste, denn keine Minute später bekam sie die Lesebestätigung von ihm. Sara machte den PC aus und legte sich etwas hin, denn Baby Grissom wurde immer aktiver.

Grissom hatte im CSI-Labor die E-Mail sofort geöffnet und ging mit den Daten zu Calleigh. Sie setzte sich sofort dran und gab die Fingerabdrücke erneut in die Datenbank ein. Und sie hatte einen Treffer. Sofort rief sie Nick, Warrick und Sasha zu sich ins Büro.

Grissom hatte es sich inzwischen auf einem Stuhl in der Ecke bequem gemacht.

Die drei erschienen nach ein paar Minuten im Büro von Cal.

„Was gibt es Cal?" fragte Warrick interessiert.

„Wir haben die Person ausfindig gemacht, zu der die Fingerabdrücke gehören.", sagte sie freudig und wedelte mit einem Blatt Papier vor der Nase der 3 CSI's herum.

„Wie? Sara hat es tatsächlich geschafft, sie muss ja einen sehr guten Eindruck hinterlassen haben.", sagte Nick erstaunt.

„Ja, das hat sie wohl.", sagte Grissom etwas mürrisch, der selbst erstaunt war, wie schnell seine Frau es geschafft hatte, die Freigabe zu bekommen.

„Na ja Sara ist eben Sara und wie wir wissen, kann sie mit ihrer Art und ihrem Aussehen einem schon beeindrucken. Und einen guten Job hat sie auch schon immer gemacht!", sagte Sasha und grinste von einem Ohr zum anderen.

Die Anderen stimmten Sasha lachend zu. Bis auf Grissom der darüber nicht lachen konnte, da ihn wieder die Eifersucht gepackt hatte. Aber er verwarf die Gedanken gleich wieder, er musste und wollte seiner Frau einfach vertrauen.

„Also der Name zu den Fingerabdrücken ist Ivan Krotski, und er hat bis vor ein paar Monaten in Russland gelebt.

Sasha und Warrick, griffen gleichzeitig zu den 2 Akten, des Falles und blätterten wie wild darin rum.

„Ha, ich wusste es doch, dass der Name schon mal gefallen war.", sagte Warrick.

„Wie, ihr wisst auch wer dieser Ivan Krotski ist?", fragte Cal erstaunt.

„Ja, als wir die Freunde und Verwandten damals befragten, fiel der Name ein paar Mal.", sagte Nick.

„Bei uns auch, aber wir dachten uns nichts dabei, weil es keinerlei Hinweise auf ihn gab und er ja auch in Russland lebte.", sagte Sasha.

„Wenn er wirklich der Täter ist, dann müsste er ja zur Tatzeit in den USA gewesen sein.", drang es nun aus der Ecke, in der Grissom saß.

„Ja, sicher, wir sollten erstmal rausbekommen, wo er seinen momentanen Aufenthaltsort ha.t", sagte Cal.

Sara und Reena waren inzwischen wieder wach, saßen im Esszimmer und tranken Tee und aßen Kuchen.

„Jetzt mal raus mit der Sprache, was läuft da zwischen Greg und dir?", fragte sie neugierig.

„Ach Sar, zwischen mir und Greg läuft überhaupt nichts. Wir waren zwar öfters mal zusammen weg, aber es ist nie was gelaufen. Er hat schon öfters versucht mich umzustimmen.", sagte sie und sah Sara nicht gerade glücklich an.

„Was ist los, Reena? Irgend etwas verschweigst du mir doch.", Sara sah sie durchdringend an

„Na ja ehrlich gesagt, ich kann mich nicht entscheiden ob Sasha oder Greg.",

Jetzt war es raus, was wohl Sara dazu sagen würde.

„Hm, das hatte ich mir allerdings schon gedacht.", sagte Sara nun.

„Aber ich glaube du hängst immer noch an Sasha seit San Fransisco, habe ich recht?",

„Ja, und Nein, ich meine die Affäre mit Sasha damals war ja nichts festes und du hast es ja selber mitbekommen, irgendwie hat sich das ganz schnell wieder erledigt gehabt. Aber bei Greg ist es irgendwie anders.", sagte sie mit einem kleinen Lächeln.

„Na da hast du doch deine Antwort.", sagte Sara jetzt lachend.

„Sar, wenn das so einfach wäre. Ich weiß was ich für Greg empfinde, aber irgendwie weiß ich nicht, ob es das ist, was ich will. Außerdem ist Greg einige Jahre jünger als ich."

„Ich glaube du solltest dir mal klar werden über deine Gefühle, ich kann nur sagen, nicht jeder wartet 7 Jahre bis der andere sich mal entschließt, die Gefühle zuzugeben.",

„Sar, ich bin nicht Grissom, und ich spiele auch nicht mit Gregs Gefühlen.", sagte Reena ein wenig ärgerlich.

„Sorry, Reena, aber es ist trotz, dass ich inzwischen glücklich mit ihm bin, manchmal einfach nicht so leicht mit ihm, man kann 7 Jahre nicht einfach vergessen."

Reena und Sara unterhielten sich noch eine Weile über das Thema.

Sara erzählte Reena, was sie bei Interpol rausgefunden hatte. Bis es plötzlich an der Tür klingelte. Sara sah auf die Uhr, es war schon 4 Uhr und es konnte eigentlich nur Sasha sein. Es war tatsächlich Sasha, der kam um Reena abzulösen.

Reena verabschiedete sich von Sara und Sasha.

Sara verstand nicht warum Sasha noch kommen musste, wenn Grissom spätestens in 3 Stunden von der Arbeit kam. Aber sie hatte ihm versprochen es zu akzeptieren.

Zwei Tage später hatte Sara, Grissom überredet, sie noch mal mit ins Büro zu nehmen. Sie wollte Calleigh ein wenig mit dem Papierkram entlasten. Sie hatte zuvor Gil versprochen sich nicht zu überanstrengen, so dass er zwar widerwillig, aber dennoch zugestimmt hatte.

Sara war in ihrem Büro als Cal hereinkam. Sie besprach mit ihr, das was sie sich ausgedacht hatte und Cal war froh, dass Sara ihr ein wenig Arbeit abnahm.

Grissom ging gerade den Flur des CSI-Labors entlang, als er einen Mann in schwarzer Jeans und weißem Hemd am Empfang stehen sah. Er musste so in Nick und Sara's Alter sein, kam Grissom zu dem Entschluss, als er ihn kurz betrachtete. Der Mann sah sich um, als wüsste er nicht wohin er sollte, da der Empfang gerade nicht besetzt war, ging Grissom auf ihn zu und tippte ihm von hinten auf die Schulter.

„Entschuldigen sie, kann ich ihnen weiterhelfen?", fragte er den jungen Mann.

„Ja, ich hoffe doch, ich suche Miss Sara Sidle.", sagte er selbstbewusst.

„Sie meinen wohl Mrs.! Sara Grissom.", antwortete Grissom.

„Mrs. Sara Grissom? Sara hat geheiratet?", der Mann sah ihn verdutzt an.

Als der Mann plötzlich wieder von hinten angetippt wurde, drehte er sich abermals um. Er sah genau in ein paar braune strahlende Augen.

„Hey du, ich habe gehört du suchst mich?", lachte Sara, die gerade aus ihrem Büro gekommen war und auf der Suche nach Greg war.

„Sara, schön dich wiederzusehen.", sagte er etwas verwirrt, als er Sara ansah.

Er nahm Sara aber erstmal in den Arm und begrüßte sie mit einem Kuss auf die Wange. Grissom beobachte das Szenario mit Argwohn. Der Mann hatte Sara inzwischen losgelassen und betrachtete sie mit erstaunen.

„Du bist schwanger? Und verheiratet auch? Wow, das hätte ich jetzt nicht gedacht. Sara Sidle und heiraten, das muss ich mir im Kalender rot markieren.", grinste er.

„Tja irgendwann erwischt es jeden.", lachte sie.

„Na der Mann der dich bekommen hat, kann sich ja glücklich schätzen. Er muss wohl etwas ganz besonderes sein, dass du ihn gleich heiratest. Den möchte ich gerne mal kennenlernen."

„Hast du schon, aber ich kann ihn dir gerne noch einmal vorstellen. Er steht hinter dir.", grinste sie ihn an.

„Gil, darf ich dir vorstellen, das ist Luka Dacanti."

„Luka, darf ich dir vorstellen, das ist mein Mann Gil Grissom.", sagte sie lachend und ging an die Seite ihres Mannes, der Sara sofort seinen Arm um ihre Schulter legte.

Luka war etwas verwirrt. Er hatte nicht damit gerechnet dass Sara verheiratet war. Die beiden Männer gaben sich abschätzend die Hand.

„Jetzt sag mir nicht Sara, dass das der Dr. Gil Grissom ist, dein Supervisor von damals, der dich nach Italien geschickt hat?"

„Doch Luka, das ist er.", grinste Sara und schmiegte sich an ihren Mann.

In Grissom brodelte die Eifersucht, aber er versuchte ruhig zu bleiben. Luka war sprachlos, Sara hatte damals viel von ihrem Supervisor erzählt, aber er kam nie auf den Gedanken, dass Sara ihn liebte.

„Na ja ihr beiden, ich lasse euch dann mal alleine, ich habe noch eine Menge zu arbeiten.", sagte Grissom und gab Sara einen leichten Kuss und ging in sein Büro.

„Sara, jetzt will ich aber alles genau wissen. Im wievielten Monat bist du? Und seit wann bist du verheiratet?", Luka sah sie verwirrt und fragend an.

„Am besten wir gehen in mein Büro, dann erkläre ich dir alles. Aber ich möchte auch wissen, weshalb du hier bist.", sagte sie lachend.

Als sie in Saras Büro Platz genommen hatten, erzählte sie Luka die ganze Geschichte, von sich, Grissom und dem Baby.

Luka erzählte ihr, dass Interpol ihn geschickt hatte, dass sie schon seit Jahren Ivan Krotzki suchten und jetzt herausgefunden hatten, dass er hier in Vegas sein Unwesen trieb. Luka sollte mit dem CSI zusammenarbeiten.

Sara ging, nachdem sie Luka die zwei Teams vorgestellt hatte zu ihrem Mann ins Büro. Luka war mit Calleigh gemeinsam in ihr Büro gegangen um Einblick in die Akten zu bekommen. Sara erzählte Grissom warum Luka hier war und dass er jetzt mit ihnen zusammenarbeitete.

Grissom war es gar nicht recht, dass Luka hier war. Aber er wusste, dass sie vermutlich nur so den Fall lösen konnten. So verhielt er sich professionell gegenüber Luka.

Sara saß wieder mal an ihrem PC zu Hause und ging einem Hinweis nach, im Fall Carter. Sie konnte einfach nicht still zu Hause sitzen und Däumchen drehen. Sie verfluchte zurzeit ihren Mann, dass sie keine ruhige Minute mehr für sich hatte. Greg, der im Moment „Babysitting" bei ihr machte, konnte gewaltig nerven. Seit ein paar Tagen war Gil wieder in der Nachtschicht und Sara hatte nun die Leute in der Nacht bei sich, die auf sie aufpassen sollten.

Sara ging an die Tür, denn es hatte geläutet. Es war Luka, der in der Türe stand.

„Luka, nicht du auch noch, hat mein Mann dich jetzt auch schon zum Babysitter abkommandiert.", sagte sie gereizt.

Luka stand da und wusste nicht von was Sara sprach. Er hatte sie in den letzten Wochen kaum gesehen.

„Sorry Sara, ich weiß nicht von was du sprichst.", sagte er verwirrt.

„Ist schon ok, willst du reinkommen, willst du einen Kaffee?"

„Ja klar, gerne, habe hier ein paar Informationen über unseren Ivan Krotski, denke wir sind nah dran ihn zu finden.", sagte er.

In den letzten Wochen, hatten die beiden Teams mit Luka wie verbissen daran gearbeitet, den Täter endlich ausfindig zu machen. Aber sie kamen einfach nicht an ihn ran. Cath war ein paar Mal mit Luka und Gil einigen Hinweisen nachgegangen, die von den Freunden der Opfer gekommen waren. Aber sie hatten kein Erfolg, jedes Mal stellte sich heraus dass der Russe wieder unbekannt verzogen war.

„Ok gut, denn ich bin auch gerade auf etwas Interessantes gestoßen. Ich bin noch mal alle Häuser und Wohnung die die Stadt Las Vegas im letzten Jahr verkauft oder vermietet hat, durchgegangen."

„Und was hast du rausgefunden?", kam von Greg, der das Gespräch der Beiden mitbekommen hatte.

„Ich habe hier eine auffällige Beschreibung von einem Käufer eines Hauses. Da hat sich wohl einer bei der Beschreibung des Käufers große Mühe gemacht.", lachte sie.

Sara nannte den anderen beiden die Adresse. Und da beide Teams in Alarmbereitschaft waren, rief Greg sofort Reena und Cath an. Sara informierte ihren Mann und Calleigh, die die Informationen an die anderen weitergaben.

„Ich werde mit euch fahren.", sagte sie zu Luka und Greg.

„Nein, Sara, wenn das Griss mitbekommt, gibt es großen Ärger, du sollst dich schonen.", sagte Greg verzweifelt, denn er kannte Sara's Ausdruck in den Augen, wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hatte.

„Greg ich will keinen Kommentar von dir, ich bin immer noch deine Vorgesetzte und ich fahre mit, ob es euch passt oder nicht.", sagte sie in einem Ton, der kein Widerspruch duldete.

„Sara aber es ist wirklich besser, wenn du zu Hause bleibst. Du bist im 6. Monat schwanger.", sagte Luka jetzt ebenfalls.

„Sagt mal habt ihr euch mit Gil abgesprochen oder was? Ich gehe mit und dabei bleibt es!", sagte sie stur.

So fuhren die 3 zu der angegebenen Adresse. Cath, Calleigh, Nick, Warrick und die anderen aus den Teams waren schon dort. Als Grissom seine Frau sah, musste er trotz der Situation lächeln. Irgendwie wusste er, dass sie mitkommen würde. Sie ging zu ihm und sagte ihm, dass sie sich zurückhalten würde.

„Ich musste einfach mitkommen, Gil.", sagte sie.

„Das dachte ich mir schon Sara, ist ok, aber bitte halte dich zurück."

Als das Swat-Team das Haus stürmte, sah es so aus, als ob es leer war. Aber Ivan Krotski konnte durch ein Seitenfenster entkommen. Sara, die sich in der Nähe postiert hatte, sah es und rief es Raph und Calleigh zu, die ihr am nächsten standen. Sara war mit ein paar Schritten bei Krotski. Sara zog ihre Waffe und rief:

„CSI Las Vegas, stehen bleiben."

Krotzki, aber dachte nicht daran stehen zu bleiben, mit ein paar Schritten war er auf Sara zugerannt. Er versuchte ihr die Waffe aus der Hand zu schlagen. Doch Sara reagierte gleich. Mit einem Griff hatte sie dem völlig verdutzen Krotski sein Messer, welches er gezückte hatte, aus der Hand geschlagen. Hodges, war der erste, von ihrem Team, der zur Stelle war, er zog seine Waffe. Sara dachte in diesem Moment nicht nach, sie war voll und ganz CSI.

Was Hodges nicht sah, war, dass der Täter eine Waffe aus seiner Hose zog. Sara reagierte und schoss Krotzki ins Bein. Der schrie auf und seine Waffe fiel zu Boden. Er versuchte mit aller Kraft wieder an die Waffe ranzukommen. Aber Saras Team war schneller, Calleigh kickte die Waffe außer Reichweite. Sasha und Reena standen mit gezogenen Waffen vor Krotski. Raph kam Sara und Hodges zu Hilfe.

Grissom und die anderen hörten den Schuss. Verblüfft und in Angst kamen sie um das Haus.

Es bot sich ein Anblick, der sie zum schmunzeln brachte.

Sara hatte sich Ivan Krotzki geschnappt und ihm die Arme hinter den Rücken gedreht. Er war fast einen ganzen Kopf größer als sie. Ihr Team stand dabei und sie hatten die Waffen auf ihn gerichtet.

Krotzki musste wohl Sara etwas dumm gekommen sein, denn die anderen bekamen nur noch einen Satz mit, den Sara zu ihm sagte.

„Und wenn sie lebend in den Knast kommen wollen, wo sie mit Sicherheit nicht wieder rauskommen, dann rate ich ihnen jetzt still zu sein. Denn Schwangere neigen leicht zu Gefühlsausbrüchen jeder Art. Und ich kann ihnen nicht versprechen, meine Waffe nicht zu benutzen."

Capt. Brass musste schmunzeln und und legte Ivan Krotzki Handschellen an.

Sara, der jetzt das ganze Ausmaß und die Gefahr bewusst wurde, blickte ihr Team an.

„Danke, ohne euch wäre das schief gegangen.", sagte sie und lächelte etwas blass.

Ihr Team lächelte ihr zu. Calleigh übernahm das Wort und sprach aus, was alle dachten.

„Wir sind ein Team und wir halten zusammen, egal was kommt."

Alle stimmten ausnahmslos Calleigh zu.

Hodges, der immer noch etwas neben der Spur war, blickte Sara an.

„Danke Sara, ohne Dich wäre ich vermutlich jetzt im Leichenschauhaus.", sagte er.

Hodges, du hast gute Arbeit geleistet, es passiert immer mal, sogar mir, dass man eine Gefahr unterschätzt.

Grissom und Cath sahen sich schmunzeln an. Ein weiteres Team beim CSI:Las Vegas hatte es geschafft, durch Zusammenhalt und Teamarbeit einen schwierigen Fall zu lösen.

Das Team von Sara hatte seine Feuerprobe bestanden.

Gil Grissom war stolz auf Sara. Nicht nur weil es seine Frau war, auch weil er mit dazu beigetragen hatte, dass sie heute eine gute CSI und Supervisorin war, ihr Team auf sie vertraute und umgekehrt.

„Alles ok, bei dir Darling?", Grissom war an seine Frau herangetreten und sah sie besorgt an.

„Ja, alles ok, Honey. Baby Grissom geht es gut und mir auch.", lächelte sie noch etwas blass.

„Du kannst es einfach nicht lassen, durch und durch eine CSI.", ihr Mann sah sie schmunzelnd an.

„Nicht sauer sein Honey, mein Team hat mich gebraucht."

„Ja, ist schon ok. Ihr seid wirklich ein super Team. Ich bin stolz auf dich.", sagte er und gab ihr einen Kuss auf die Stirn.

Eine Woche später war wieder etwas Ruhe eingekehrt im CSI-Labor. Allerdings hatte Grissom die Schichten immer noch so eingeteilt, dass einer bei Sara sein konnte. Grissom hatte Cal versprochen noch ab und zu in der Tagschicht einzuspringen, weil sie viel zu tun hatten.

Sara saß mal wieder zu Hause, sie war wütend auf ihren Mann, da er immer noch die „Babysitter AG" beauftragt hatte auf sie aufzupassen.

Nick der den ganzen Tag bei ihr war, verabschiedete sich gerade von Sara, die ihn zur Tür begleitete, als Hodges auftauchte.

„Hey Sara, dein Mann schickt mich, er kommt später und ich soll so lange Wache bei dir schieben."

Jetzt war Sara fast am Platzen vor Wut. Was bildete sich ihr Mann eigentlich ein. Hatte er nichts Besseres zu tun als ihr Wachhunde vorbeizuschicken und jetzt auch noch Hodges.

... TBC