Chapter 59
Grissom war es unangenehm, von allen angestarrt zu werden weshalb er sich zu einem halbherzigen Lächeln zwang und schnurstracks in seinem Büro verschwand.
Ein paar Minuten später kam Ecklie zu ihm ins Büro.
„Hallo Gil, wie geht es ihnen?"
„Hallo Ecklie, danke geht schon wieder."
„Wie geht es ihrer Frau und ihrer Tochter?"
" Vanessa geht es von Tag zu Tag besser. Der Zustand von Sara ist genauso unverändert wie auch in den letzten Tagen."
„Das tut mir leid, Gil, wenn ich irgendwas für sie tun kann, lassen sie es mich wissen."
„Danke Conrad, wenn etwas sein sollte, werde ich mich bei ihnen melden."
„Gil, ich will sie ja nicht unbedingt gerade jetzt überfordern, aber ich müsste sie gleich in mein Büro bitten, der Sheriff will mit ihnen sprechen.", Ecklie senkte leise seine Stimme, als er das erschrockene Gesicht von Grissom sah.
Grissom ging mit Ecklie in sein Büro und begrüßte den Sheriff, der in einem Besuchersessel in Ecklies Büro saß und schon auf die Beiden wartete.
„Setzen sie sich, Gil. Ich habe etwas Wichtiges mit ihnen zu besprechen.", sagte Ecklie und bot Grissom einen Platz an.
Grissom blickte von einem zum anderen, ehe er sich in den zweiten Besuchersessel setzte. Er wurde dabei immer unsicherer. Der Sheriff ergriff als erster das Wort.
„Gil, als erstes, wie geht es ihrer Frau und dem Baby?"
Grissom senkte seinen Blick etwas und antwortete darauf leise:
"Sheriff, meiner Tochter geht es von Tag zu Tag besser. Sie wächst und nimmt zu. Der Zustand meiner Frau ist unverändert, aber stabil."
Bei den letzten Worten musste Grissom schwer schlucken.
„Dann hoffe ich dass sich Mrs. Grissom recht bald wieder erholt."
Dem Sheriff tat das alles furchtbar leid, und er hatte sich täglich bei Ecklie nach dem Stand der Dinge erkundigt.
„Danke, Sir."
„Gil, weshalb ich sie hergebeten habe. Es gibt da ein paar Dinge, die dringend geregelt werden müssen."
Ecklie war nicht wohl, bei dem was er jetzt sagen musste, aber er hatte keine andere Wahl.
Als Dr. Gil Grissom die Frühchenstation betrat, erblickte er als erstes den leeren Brutkasten, in dem seine Tochter gestern noch gelegen hatte und bekam es mit der Angst zu tun. Suchend schaute er sich nach einer Schwester um, als ihn Dr. Pierce ansprach.
„Ah, Dr. Grissom. Da sind sie ja."
„Wo ist Vanessa?"
Grissom konnte jetzt beim besten Willen nicht auf die Begrüßung durch den Arzt eingehen. Er hatte viel zu viel Angst.
„Keine Sorge. Wir haben sie kurz heraus genommen, um sie zu baden. Sie braucht nicht mehr alle diese Überwachungsgeräte. Wir sind am überlegen, ob wir sie nicht sogar ganz aus dem Brutkasten heraus nehmen und ihre Tochter stattdessen in ein Wärmebett verlegen. Vielleicht können sie Vanessa nächste Woche ja mit nach Hause nehmen."
Gil schaute den Arzt mit großen Augen an.
„Ehrlich?"
„Ja. Sie entwickelt sich gut, nimmt ordentlich an Gewicht zu und hat keine Schwierigkeiten mit der Atmung. Wachsen und zunehmen kann sie auch zu Hause. Dafür braucht sie nicht hier zu sein."
Grissoms Herz machte das erste Mal in dieser schweren Zeit einen Hüpfer. Er freute sich unbändig über diese guten Nachrichten. Er konnte es gar niemand sagen. Meine kleine Prinzessin ist gesund. Vanessa ist soweit gesund. Ich kann sie mitnehmen wenn ich will, seine Gedanken überschlugen sich.
„So, Mr. Grissom. Hier ist sie. Frisch gebadet und gewickelt."
Eine der Kinderkrankenschwestern legte Grissom das zufrieden glucksende Baby, welches einen Strampelanzug mit einem großen Schmetterling auf dem Bauch trug, in den Arm.
„Sie scheint das Baden zu mögen. Sie hat nicht geschrien und war kaum aus der Wanne zu bekommen, Sir."
Grissom musste schmunzeln. Er wiegte die Kleine auf seinem Arm hin und her während er Flugzeuggeräusche imitierte. Das Glucksen des Babys wurde dabei immer lauter und es strahlte seinen Vater aus seinen großen, blauen Augen an.
„Das gefällt dir, was? Drehen wir noch ne Runde?"
Die Krankenschwestern mussten einfach lächeln. Dr. Grissom und seine Tochter waren einfach zu drollig. Während Grissom so mit seiner Tochter spielte, kam ihm eine Idee. Ob das wohl geht? Ich werd am besten mal fragen.
„Entschuldigen sie, Ma´am.", wandte sich Gil an eine der Schwestern.
„Ja?"
„Ich hätte da eine Bitte." Grissom hatte sein bestes Bugmanlächeln, zu dem er momentan im Stande war, aufgesetzt.
„Könnte ich wohl meine Tochter für ein paar Minuten zu meiner Frau mitnehmen?
Sie hat ihre Mami ja seit der Geburt nicht mehr gesehen."
„Tja, Dr. Grissom. Da müsste ich kurz Dr. Pierce fragen. Warten sie einen Moment hier."
„Sicher."
Kaum war die Schwester draußen, begann Grissom erneut mit seiner Tochter zu reden.
„He, wenn wir beide brav sind und ganz fest die Daumen drücken, dürfen wir vielleicht die Mami besuchen. Wäre das was?"
Grissom hatte die Kleine mittlerweile an seine Brust gelegt und murmelte ihr diese Worte in das kleine Ohr während er seine rechte Hand stützend auf dem Rücken des Babys liegen hatte. Seine linke Hand hielt die Beine fest, damit Vanessa einen Halt hatte.
Keine fünf Minuten später kam die Schwester mit Dr. Pierce zurück.
„Tja, Mr. Grissom. Was soll ich zu ihrer Bitte sagen." Der Arzt schaute ihn dabei gutmütig an. „Bringen sie ihre Tochter zu ihrer Frau. Aber nicht länger als 15 Minuten."
Gil strahlte nun übers ganze Gesicht.
„Danke, Doktor."
„Schwester Mary wird sie begleiten. Nehmen sie die Decke hier mit, damit sie warm eingepackt ist."
„Danke."
Dr. Pierce gab Grissom die rosa Fleecedecke, welche er natürlich sofort um seine Tochter legte und sie wieder an seine Brust drückte.
„Gehen wir, Dr. Grissom?"
„Sicher."
Grissom folgte der Schwester, die ihm die Tür aufhielt, auf den Gang hinaus zum Aufzug. Fünf Minuten später trat er in das Zimmer in welchem Sara lag und beugte sich über ihr Bett. Ganz behutsam schob er mit seiner linken Hand die Bettdecke von Sara bis auf ihre Hüften zurück, hob seine Tochter von sich weg und legte sie vorsichtig und bäuchlings auf Saras Brustkorb um sie sofort wieder zuzudecken und ihr seine Hände auf den Rücken zu legen.
Dann setzte er sich auf den Besucherstuhl und begann mit ihr zu reden:
"Hey Darling. Ich hab dir heut jemand mitgebracht, der dich genauso vermisst wie ich."
Vanessa schien sich sichtlich wohl zu fühlen, wie sie da so auf Saras Bauch lag. Sie gluckste zufrieden vor sich hin und krallte sich in das Krankenhausnachthemd fest. Gil konnte nicht anders, ihm rollten mal wieder die Tränen über die Wangen.
„Sara, bitte wach wieder auf. Bitte. Ich hatte heut ein Gespräch mit Ecklie was nicht gerade gut war. Beinahe hätte ich alles hingeschmissen. Der Sheriff hatte ihm den Vorschlag gemacht, mich in Erziehungsurlaub zu schicken. Aber das geht nicht. Dann verdiene ich ja nichts und wie soll ich euch dann versorgen? Wir haben uns jetzt geeinigt, dass ich den Papierkram von zu Hause aus machen werde und nur zu den wichtigen Fällen ins Labor komme. Komm bitte wieder zu dir. Dann hat sich das alles erledigt."
Stolz sah er dabei seine kleine Tochter an, wie sie müde ihre blauen Augen schloss und einschlief. Saras Herzschlag schien sie schläfrig gemacht zu haben.
„Schlaf gut, Prinzessin. Und träum was Schönes."
In diesem Moment öffnete sich die Tür zu Saras Zimmer erneut und die Schwester die Grissom hergebracht hatte, kam herein.
„Dr. Grissom, die 15 Minuten sind um. Wir müssen zurück."
„Ich komme."
Mit seinem Hemdärmel wischte er sich hastig die Tränen aus den Augen und nahm das schlafende Baby wieder von Sara herunter um sie in seinen Armen zu wiegen.
Die Kleine wachte dabei nicht auf. Grissom brachte sie zurück auf die Frühchenstation, legte sie in das Wärmebettchen, gab ihr einen zärtlichen Kuss auf die kleine Stirn und machte sich mit einem letzten Blick, ob alles in Ordnung war, auf den Weg zu Professor Watson zu seinem täglichen Gespräch. Gil wusste, dass das wieder sehr hart für ihn werden würde, da er es nicht gewohnt war, sich so zu öffnen wie bei dieser Therapie. Er war gezwungen, über alles zu reden was er sonst immer mit sich selber ausmachte. Und der Professor war hartnäckig. Sehr hartnäckig. Aber es half Grissom, und er war dankbar dafür.
Gil Grissom lag in seinem Bett und dachte nach. Es sind jetzt schon 23 Tage dass Vanessa auf der Welt ist. Und Saras Zustand ist immer noch nicht besser geworden. Morgen kann ich Vanessa mit nach Hause nehmen. Grissom seufzte auf, Cath hatte ihm versprochen, dass sie so lange auf Vanessa aufpassen würde während er im Labor war um seine Akten zu holen. Tja, das Leben scheint weiter zu gehen. Auch ohne Sara. Das ist so hart, stellte er fest. Er hatte Glück, dass der Sheriff ihm noch einen Gefallen schuldig war, dass er zu Hause arbeiten konnte. Das war sozusagen die Wiedergutmachung, als er sie früher aus den Flitterwochen geholt hatte. Mit den Gedanken bei Sara und Vanessa schlief er ein.
Am nächsten Tag rief er Morgens gleich bei Cath an. Sie wollte mit ihm Vanessa abholen kommen und Sara besuchen. Zuvor fuhren sie aber noch in die Stadt, Grissom musste etwas abholen. Als das geschehen war, fuhren sie weiter ins Krankenhaus, auf dem Rücksitz stand der noch leere Maxicosi, denn Gil und Sara erst vor ein paar Wochen gekauft hatten.
Als Grissom und Cath eintrafen, hatten die Schwestern Vanessa bereits in den Strampelanzug mit dem Schmetterling auf dem Bauch gesteckt und waren dabei, sich von ihr zu verabschieden. Sie hatten sie alle ins Herz geschlossen, die kleine Maus. Vor allem wenn sie sie aus ihren großen, blauen Augen anstrahlte war es um die Schwestern geschehen. Grissom trat ans Bettchen von seiner Tochter und hob sie vorsichtig heraus.
„Heute geht es endlich nach Hause, Prinzessin. In dein eigenes Bett."
Während Grissom so sprach, schaute ihm seine Tochter gebannt in die Augen, so als ob sie dem zustimmen würde, was ihr Vater ihr da erzählte.
„Dr. Grissom, könnten wir noch ein Foto mit ihnen, Vanessa und Mrs. Willows-Brown und uns haben?"
„Sicher. Wir brauchen nur einen Fotografen."
„Kein Problem, das mach ich.", bot sich eine der anderen Mütter an, die zufälligerweise auf der Frühchenstation mit anwesend war.
„Danke sehr, Ma´am." Grissom schenkte ihr ein leichtes Lächeln, während sich die Schwestern, Cath und er aufstellten.
Grissom hielt seine Tochter so in die Kamera, dass sie in voller Größe zu sehen war. Ein zufriedenes Glucksen des Babys, dem diese Halteposition offensichtlich gefiel weil man so alles sehen konnte, brachte alle zum Lachen. Grissom und Cath verabschiedeten sich von allen, packten die kleine Maus in den Maxicosi und wandten sich zum gehen.
Grissom drehte sich an der Tür noch mal um und meinte zu den Schwestern:
"Den Strampelanzug bring ich ihnen dann morgen zurück."
Die Krankenschwestern warfen sich nur einen kurzen, verschwörerischen Blick zu, ehe eine davon antwortete:
"Das brauchen sie nicht, Sir. Vanessa sieht darin so niedlich aus, dass wir ihr den Anzug geschenkt haben."
„Na dann bedanke ich mich herzlich bei ihnen."
„Keine Ursache, Sir."
Grissom lies noch ein letztes Mal den Blick über die Frühchenstation gleiten, wo er jetzt täglich zu Besuch gewesen war und wo sich alle so liebevoll um seine kleine Tochter gekümmert hatten. Dann waren er und Vanessa endgültig zur Tür draußen.
„So, und jetzt gehen wir beide zusammen mit Cath noch die Mami besuchen.", flüsterte Gil seiner Tochter im Maxicosi zu.
Auch Cath strahlte dabei. Sie konnte es einfach nicht lassen, Vanessa anzublicken. Zu niedlich war sie, wie sie da so in die Schale gegurtet war und sie mit ihren großen, blauen Augen zu mustern schien. Leise betraten die drei Saras Zimmer. Grissom stellte die Babyschale mit seiner Tochter darin auf den zweiten freien Stuhl, nahm sie heraus und legte sie wie immer wenn er sie zu Sara mitnahm, auf ihren Bauch.
Cath schaute ihm dabei fasziniert zu.
„Meinst du sie weiß dass das ihre Mami ist, Gil?"
„Ich denke schon. Sie schläft zumindest jedes Mal ein, wenn ich sie auf Saras Bauch lege."
Und wirklich. Es dauerte keine fünf Minuten, da hatte Vanessa ihre Augen geschlossen und war ins Land der Träume gesegelt. Cath sah Gil liebevoll an, bevor ihr eine Idee kam. Aber sie zögerte, ihn danach zu fragen, da es sehr persönlich war. Schließlich rang sie sich dann doch dazu durch:
"Gil, wenn es dir nichts ausmacht, würde ich gerne ein Foto von euch Dreien machen. Du, Sara und Vanessa wie sie da so auf ihrem Bauch liegt und schläft."
Grissom war zuerst etwas überrascht über Cath's Bitte, aber stimmte ihr dann nach kurzer Überlegung zu. Immer darauf bedacht, dass Vanessa nicht aus Versehen von Sara herunterfiel, drehte er sich so dass Cath alle drei gut im Bild hatte. Zärtlich flüsterte er Sara zu, während er in die Knie ging und sich neben das Bett hockte:
"Sara, wir machen jetzt ein Foto. Vanessa darf nämlich heute nach Hause. Also streng dich an, Specialgirl dass du auch bald hier raus kommst und ihr Gesellschaft leisten kannst."
Cath wollte die drei noch einen Moment alleine lassen, das sie wusste Gil, hatte noch ein kleines Geschenk für seine Frau und seine Tochter.
„Hey Specialgirl, ich habe hier noch etwas für dich."
Grissom zog zwei in Papier eingewickelte Päckchen aus seiner Hosentasche. Das eine Papier-Päckchen war allerdings kleiner als das andere. Zuerst entpackte er vorsichtig das größere Päckchen. Dann das zweite Päckchen.
Grissom hatte zwei Broschen anfertigen lassen. Beide hatte er gleich, nachdem er aus dem Krankenhaus kam für seine Frau und seine Tochter machen lassen. Er waren zwei Schmetterlinge, die aussahen wie Sara's Schmetterling der „Bellusium sara". Für seine Tochter hatte er allerdings eine kleinere anfertigen lassen, als für Sara.
„Sara, ich habe hier dein Schmetterling für dich. Der soll auf dich aufpassen, während ich nicht da bin."
Gil hatte sie schon vorhin an eine Schnur festgemacht, die er jetzt über Sara's Bett an den „Galgen" hängte. Er wusste Sara hielt nicht viel von Schmuckgeschenken, aber er war sich sicher, dass sie ihr gefallen würde. Jetzt musste sie nur noch aufwachen.
„Specialgirl, bitte wach bald wieder auf, ich möchte, dass du die Brosche bald trägst.", sagte er und die Tränen kamen in ihm wieder hoch.
Anschließend gab ihr Gil einen Kuss auf die immer noch aufgesprungenen Lippen, erhob sich aus seiner Hocke und begann damit, dem friedlich schlafenden Baby die Jacke und Mütze anzuziehen ehe er sie vorsichtig anhob und in den Maxicosi zurück legte. Grissom schloss die Jacke, gurtete sie fest und deckte sie behutsam zu. Es war immerhin noch Anfang März und draußen ging ein eiskalter Wind. Vanessa schlief während der ganzen Prozedur. Sie war nicht mal aufgewacht, als ihr Vater sie vom Bauch ihrer Mutter gehoben hatte. Er nahm die kleine Brosche und hielt sie Vanessa hin.
„Sieh mal Prinzessin, das ist Mamis Schmetterling, der soll dich auch beschützen, genauso wie sie.", sagte er und befestigte die Brosche am Maxicosi von seiner Tochter!
Zum Abschied küsste Grissom Sara noch auf die Stirn, bevor er ihre Decke noch etwas nach oben zog und Cath und er nun endgültig das Krankenhaus verließen. Wie schön könnte doch alles sein. Warum kann Sara nicht bei mir sein, zu Hause? So wie wir es beide geplant hatten, fragte er sich auf dem Weg zum Auto.
Cal war gerade im Materialraum beschäftig. Sie musste ihren Koffer mit dem Pulver für Fingerabdrücke auffüllen. Leise seufzte sie vor sich hin und hing ihren Gedanken nach. Sie hatte Nick seit 2 Wochen fast nicht zu Hause angetroffen. Sie musste viele Doppelschichten schieben, da, seit Sara nicht da war, es viel zu tun gab. Da war ja auch noch Hodges, denn sie unter ihre Fittiche nahm. Sie verstand sich mit Hodges recht gut er war, auch wenn es die anderen nicht so sahen ein angenehmer Kollege. Bei Nick war es nicht anders, da Grissom ja ausgefallen war und zum Teil immer noch ausfiel, musste er auch mit dem Team eine Doppelschicht nach der anderen machen.
Calleigh war frustriert, so hatte sie es sich nicht vorgestellt. Sie sahen sich wochenlang nicht und wenn dann nur im Labor, oder zwischen Tür und Angel zu Hause gesehen.
Nick hatte mal wieder, wie es wohl sein musste, eine Doppelschicht und stand gerade vor dem Materialraum und telefonierte mit Greg, der an einem Tatort war. Er bemerkte nicht dass Cal in dem Raum hinter ihm war.
„Danke Greggo für die Informationen, bis später.", beendete Nick das Telefongespräch und legte auf.
Plötzlich zog ihn eine Hand an seinem Kragen in den Raum hinter ihm. Seine Verlobte hatte gehört, wie er mit Greg sprach und sie zog ihn zu sich in die Kammer.
Nick war völlig verwirrt, als er in ein paar strahlend blaue kesse Augen schaute.
„Cal was machst du hier? Was soll das?", fragte Nick sie völlig verdutzt.
Als Antwort presste Cal ihre Lippen auf seine und küsste ihn fordernd und verlangend, dabei schlang sie ihre Arme um seinen Hals.
„Uhm Sweety, was soll das? Nicht hier im Labor! Wenn jemand hereinkommt?", Nick blickte sie ein wenig verängstigt an.
„Ich habe Sehnsucht nach dir Nicky.", lächelte sie ihn frech an.
„Ich vermisse dich auch Cal. Aber wir sehen uns doch zu Hause."
„Ach ja, und wann? Seit Wochen schieben wir beide eine Schicht nach der anderen. Wann bitte schön, sehen wir uns zu Hause. Außerdem vermisse ich dich nicht, sondern ich habe Sehnsucht nach dir!", sagte sie und ließ ihre eine Hand zwischen seine Beine gleiten.
„Aber wenn du nicht willst, vergnüge ich mich eben mit Hodges!", sagte sie kess und festigte ihren Griff zwischen seinen Beinen etwas, so dass Nick leicht aufstöhnen musste.
Nick drehte sich leicht zu ihr um und griff mit einer Hand zum Schlüssel, der an der Tür steckte und drehte diesen rum. Nun wandte er sich wieder Cal zu und lies seine Hände über ihren Körper wandern, wobei er sie drängend und voller Begierde küsste. Calleigh bog sich ihm entgegen. Die Küsse der beiden wurden immer fordernder.
Calleigh fuhr nun mit ihren Händen unter Nick's Sweatshirt und streichelte sanft seinen Oberkörper. Dann zog sie ihm langsam das Sweatshirt über seinen Kopf und ließ es neben sie auf den Boden fallen. Er tat bei ihr das gleiche, langsam öffnete er ihre Bluse und küsste ihre nackte Haut. Cal entrann dabei immer wieder ein Stöhnen. Die Bluse fiel ebenfalls, wie das Sweatshirt zuvor auf den Boden. Nick zog seine Verlobte enger an sich ran und Cal strich im sanft über seinen nackten Rücken.
Er machte sich an ihrem BH zu schaffen, der auch gleich darauf zu Boden fiel. Nick drückte Calleigh nun sanft aber bestimmt gegen die Wand und liebkoste ihre Brustwarzen. In Cal loderte nun die Begierde für ihren Verlobten immer mehr auf. Sie stöhnte immer wieder seinen Namen.
Sie begann mit ihren Händen Nicks Gürtel und seine Knöpfe an der Hose zu öffnen. Langsam aber fordernd ließ sie ihre Hand in seine Hose wandern. Als Nick spürte was sie tat entlockte es ihm einen leisen Schrei. Sie beugte sich runter und lies seine Hose und ebenfalls seine Shorts seine Beine hinunterwandern.
„Was hast du vor Sweety?"
„Lass dich einfach gehen, Babe."
Calleigh hatte sich nun vor Nick gekniet und umschloss mit ihrem Mund sein Glied und liebkoste es fordernd. Gleichzeitig spielten ihre Finger so um sein Glied dass es ihm den Atem verschlug. Das drängende Gefühl in seinem Unterleib bestimmte ihn und duldete keinen Widerstand. Nichts wünschte er sich sehnlicher als seiner Lust freien Lauf zu lassen.
„Oh Sweety.", stöhnte Nick auf.
Ihre Hand und ihr Mund wurden immer schneller und er meinte es nicht mehr länger ertragen zu können. Er zog seine Verlobte zu sich hoch und öffnete ihr drängend den Reißverschluss und den Knopf ihrer Hose, während er nebenbei sie voller Leidenschaft und Erregung küsste. Schnell war ihre Hose ebenfalls auf dem Boden, bei den anderen Kleidungsstücken. Nun kniete er sich vor Calleigh und küsste sanft und bestimmend ihren Bauch und wanderte mit seinen Küssen hinunter zu ihren Innenschenkel. Calleigh konnte sie vor Lust kaum halten. Als er nun auch noch ihre intime Stelle liebkoste war es um die Beherrschung bei Cal geschehen. Laut stöhnte sie immer wieder auf.
Er stand wieder auf und hob Calleigh an sich hoch, die sofort ihre Beine um seine Hüfte schlang. Beide küssten sich wild und leidenschaftlich. Als Nick in sie eindrang, stöhnte Calleigh abermals lustvoll auf. Sie klammerte sich mit ihren Armen fest an ihn und er verstand was sie wollte und zog sie fest an sich. Sie schauten sich tief in die Augen, die bei beiden vor Lust und Begierde aufblitzten. Seine Bewegungen wurden immer schneller und härter.
„Ohhhh Babe.. jahaaa."
Calleigh fiel in den Rhythmus ihres Verlobten mit ein. Nick konnte nicht mehr an sich halten und begann erregt zu stöhnen. Es war ein wunderbares Gefühl. Cal spürte seine ganze Männlichkeit in ihr. Sie krallte sich an ihm fest, um so intensiv wie möglich mit ihm zu verschmelzen.
Langsam aber stetig steigerten sie ihre Bewegungen. Beide schauten sie sich in die Augen als sie fast gleichzeitig auf dem Höhepunkt waren. Ein lustvolles Stöhnen entrann beiden als sie kamen.
Nick nahm Calleigh, nachdem sie sich sanft von ihm gelöst hatte und sie sich beide wieder angezogen hatten, sanft in die Arme und küsste sie zärtlich.
„Habe ich jetzt deine Sehnsucht fürs Erste gestillt?", fragte Nick Cal und sah sie grinsend an.
„Ja, fürs Erste war es ausreichend.", gab sie zurück und lächelte ihn kess an.
„Calleigh Duquesne, du kleine freche Göre, warte nur ab, bis wir zu Hause sind, ich habe heute Off-Night". sagte er und küsste seine Verlobte erneut.
„Babe, ich liebe dich, es war wundervoll.", sagte sie und schmiegte sich an Nick.
„Ich liebe dich auch Sweety, mir hat es auch großen Spaß gemacht.", sagte er und drehte den Schlüssel in der Tür abermals um, um aufzuschließen.
Nicht bevor er Calleigh noch einmal geküsst hatte, ging er aus der Tür und ließ sie im Materialraum zurück.
Keiner der Beiden wusste in dem Moment welche Folgen ihr Zwischenspiel im Materialraum haben sollte.
… TBC
