Chapter 61
Grissom unterhielt sich unterdessen mit Dr. Pierce, welcher ihm auf dem Flur begegnet war, über Saras Zustand.
„Tja, viel kann ich ihnen da leider noch nicht sagen. Ich werde sie heute Abend noch untersuchen, nachdem sie geschlafen hat, und je nach dem wie die Ergebnisse sind, beginnen wir gleich morgen mit der Reha und der Krankengymnastik. Wir werden sie langsam wieder an feste Nahrung gewöhnen und den Katheter entfernen. Wenn sie Glück haben, Dr. Grissom, ist ihre Frau in vier Wochen zu Hause."
Gil schaute Dr. Pierce glücklich an.
„Darauf würde ich mit ihnen wetten, Dr. Pierce. Den Termin schafft Sara höchstwahrscheinlich locker. Passen sie auf, in spätestens einer Woche will sie entlassen werden."
Der Arzt lachte auf und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen ehe sein Blick auf Nessi fiel, die friedlich schlief.
„Hat das Stillen geklappt?"
„Ja. Sehr gut sogar. Warum fragen sie?", Gil sah den Arzt jetzt interessiert an.
„Manchmal kommt es vor, dass Babys, die die Flasche gewohnt sind, die Brust ablehnen."
„Ah ja. Das wusste ich nicht. Aber Nessi gehört definitiv nicht dazu. Dafür ist ihr Hunger einfach viel zu groß."
„Das glaube ich ihnen aufs Wort, Sir. Ihr Baby war ja schon auf der Frühchenstation von der ersten Stunde an diejenige, die ständig Hunger hatte. Ein richtiger kleiner Vielfraß."
„Das ist sie wirklich. Irgendwann platzt sie nochmal.", lachte nun auch Grissom.
Tut das gut, einmal wieder völlig unbeschwert lachen zu können. Jetzt kann es nur noch aufwärts gehen, dachte er bei sich. Und wie sich Nick, Cath und der Rest erst freuen werden wenn ich es ihnen erzähle.
In diesem Moment fing der Pieper des Arztes an Alarm zu schlagen und Dr. Pierce verabschiedete sich hastig von Grissom um dann in höchster Eile davon zu stürzen. Grissom sah ihm noch hinter her bevor er sich auf den Weg zum Fahrstuhl und damit zu seinem Wagen machte.
Cath hatte gerade eben ihr Büro verlassen um Feierabend zu machen und stand noch kurz bei Greg im Labor, als Warrick auf sie zustürmte und meinte:
"Cath, Telefon für dich." Cath drehte sich zu ihrem Mann um und antwortete ihm etwas unwirsch:
"Warrick, bitte notiere es, ich werde morgen zurück rufen!"
„Aber Cath, es ist dringend!"
„Das sagen sie alle. Ich habe jetzt noch einen Termin und sollte eigentlich schon weg sein."
Warrick sah sie mit entsetztem Gesicht an, ehe er hinterher schob:
"Cath, aber es ist Grissom! Er klang ziemlich beängstigend."
Cath fuhr bei diesen Worten augenblicklich herum.
„Warum hast du das nicht gleich gesagt? Ich komme sofort."
Cath rannte buchstäblich zu ihrem Schreibtisch zurück um an das Telefon zu gehen. Während sich Warrick, Sasha, Reena, Hodges und auch Raph langsam auf den Gang vor Caths Büro stoben.
Mein Gott, es wird doch nichts mit Sara sein. Das geht nicht. Das darf einfach nicht sein, machte sich Cath so ihre Gedanken, während sie wartete.
Sie hob den Hörer vom Schreibtisch, den Warrick zuvor dort abgelegt hatte und meldete sich:
"Cath hier, was gibt es, Gil?"
Cath fiel natürlich sofort auf, das Grissom am anderen Ende der Leitung wohl weinen musste, denn sie konnte hören wie er tief ein und ausatmete. Greg griff nach der Hand von Reena und drückte sie fest. Sie waren mittlerweile alle im Büro von Cath und hatten sich um das Telefon herum postiert.
Alle die um das Telefon standen, hatten auf einmal die größte Angst vor dem, was da eventuell auf sie zu kam. Nervös wurden Blicke getauscht und die Gedanken rasten nur so. Cath hingegen versuchte sich eisern zu beherrschen, um so normal wie möglich zu klingen.
„Cath, ich komme gerade aus dem Krankenhaus."
Nein, da ist etwas passiert. Reiß dich zusammen, Cath! Nur nicht die Nerven verlieren!
„Was ist passiert, Gil?", Cath sprach so leise, dass sie die umstehenden kaum verstanden. Sie konnte Gil buchstäblich vor sich sehen. Die Stimme von Gil Grissom war belegt und immer wieder musste er abbrechen, um sich die Tränen von den Wangen zu wischen. Mein Gott, Gil. Rede endlich! Ich krieg hier gleich noch einen Herzinfarkt. Was ist mit Sara, fragte sich Cath ungeduldig.
„Cath, ich wollte dir nur sagen.... ."
Überaus beunruhigt blickte Cath von einem zum anderen während sie wartete bis Gil weiter sprach.
„Cath, ich wollte dir nur mitteilen, dass,… ich kann nicht. Es ist so, ich bin einfach total durcheinander."
Nein, Sara ist doch nicht etwa, das darf auf keinen Fall sein. Sie kann nicht, Cath wollte nicht einmal an das Wort denken, dass ihr im Hinterkopf herum spukte. Es war ihr, als ob ihr Herz von einer eisernen Faust zusammengepresst wurde. Sie war nun nicht mehr fähig, ihre Gedanken zu verstecken.
Diese Veränderung in ihr entging natürlich keinem und es wurden vielsagende Blicke getauscht.
„Ganz ruhig, Gil. Was ist passiert?"
Cath konnte hören, wie er am anderen Ende der Leitung tief Luft holte und einen neuen Versuch startete:
"Cath, Sara, sie ist...." Sag jetzt nicht dass, was ich befürchte! „.....Sara ist aufgewacht."
Cath lies diese Worte auf sich wirken. Ganz langsam wurde ihr die Tragweite der Worte von Grissom bewusst und Tränen standen ihr in den Augen.
Ihre Kollegen starrten sie entsetzt an. Reena umfasste Greg an der Hüfte und drückte sich noch enger an ihn. Auch die Anderen konnten ihre Emotionen nicht verbergen, sie alle glaubten zu wissen, was Grissom, Cath eben mitgeteilt hatte.
Cath kämpfte derweil mit ihrer Fassung. Sie traute sich nicht, irgendetwas zu sagen da sie Angst hatte, dass ihre Stimme versagen würde. Zu sehr wurde sie von ihren Gefühlen überrannt. Die Sorge war einer ungeheuren Erleichterung und einem Glück gewichen, dass sie in dieser Form nur selten verspürt hatte.
„Danke, Gil. Nick und Cal haben heute ihren Off-Tag, soll ich sie anrufen, oder willst du es ihnen selber sagen?", brachte sie schließlich hervor.
„Nein, Cath. Ich will es Nick und Cal selber sagen, das bin ich Nick schuldig! Ich fahre gleich zu ihnen. Ich mach jetzt Schluss, denn Nessie ist wieder wach geworden und ich bin noch auf dem Parkplatz vor dem Krankenhaus." Dann war die Leitung auch schon tot.
Cath legte den Telefonhörer zurück auf den Apparat und drehte sich zu ihren Kollegen um. Auf ihren Wangen konnte man deutlich die Spuren ihrer Tränen sehen. Sie wurde von allen nur stumm beobachtet. Cath räusperte sich und begann dann, ganz entgegen ihrer sonstigen Gewohnheiten, mit leiser Stimme zu reden:
"Das war Grissom." Eine Pause trat ein, während nun die Augen aller Anwesenden auf sie gerichtet waren.
„Was ist passiert, Cath?", fragte Warrick kaum hörbar dazwischen. Cath stürzte sich fast in seine Arme, während sie weiter sprach.
„Gil Grissom hat mir soeben mitgeteilt, dass.....", Cath senkte ihren Kopf etwas, da sie nicht wollte dass alle sahen, wie erneut die Tränen in ihr aufstiegen.
Im Büro war es mucksmäuschenstill geworden.
„.....Nun, er hat mir mitgeteilt, dass Sara aufgewacht ist."
Die Mienen der umstehenden wechselten von ängstlich-wartend auf ungläubig-schauend.
„Cath, das ist ja wunderbar!", rief Reena aus bevor sie strahlend Greg um den Hals fiel.
„Das ist die schönste Nachricht, die wir seit langem hören, Cath.", brachte auch Greg hervor.
Gil fuhr geradewegs zu Nicks Appartement. Er hatte immer noch die Tränen im Gesicht stehen, als er vor dem Appartement stand und klingelte.
„Griss? Was ist los?"
Nick stand an der Tür und starrte auf einen völlig aufgelösten Gil Grissom.
Er wiegte Nessi hin und her, während er versuchte sie zu beruhigen. Die Tränen kullerten ihm nach wie vor über die Wangen und er murmelte zärtliche Worte in das Ohr des Babys an seiner Schulter. Aber die Kleine wollte sich einfach nicht beruhigen.
Grissom weint? Oh Gott, Sara! Nick machte sich bei diesem Anblick die schlimmsten Gedanken und er begann zu zittern.
„Gil! Was ist? Sag mir was los ist, bitte!"
Cal hatte das Gespräch mitbekommen und erschien an der Tür. Sie nahm Grissom wortlos Nessie aus dem Arm und blickte die beiden Männer, die immer noch im Hausflur standen an.
„Komm bitte rein Gil, setze dich erst mal und erzähle uns bitte in aller Ruhe was los ist.", sprach Cal, während sie die schreiende Nessie ein wenig schunkelte, damit sie sich beruhigte.
Sie spürt vermutlich wie aufgewühlt ihr Vater ist, dachte sich Cal. Grissom aber realisierte nicht, was Cal sagte er starrte nur auf Nick der ebenfalls wie festgewachsen in der Tür stand. Cal schüttelte den Kopf, nahm Gil den Maxicosi nun ebenfalls ab und legte Nessi darin ab. Nun trat sie einen Schritt vor und packte Gil und Nick jeweils am Handgelenkt und zog sie in die Wohnung.
Beide saßen nun im Wohnzimmer und Cal hatte inzwischen Nessi wieder aus dem Maxicosi genommen und hatte sie zum Einschlafen gebracht. Nun lag sie friedlich schlummernd in Cals Arme.
„Gil, bitte, was ist mit Sara, bitte ich muss es wissen, ich bin ihr Freund!", sagte Nick nun, dem die Tränen nur so über die Wangen liefen.
Grissoms Emotionen fuhren wieder mal Achterbahn mit ihm. Er versuchte sich zu beruhigen und Nick und Cal alles zu erzählen.
„Sara, ist……..", er musste kurz innehalten, damit ihm nicht wieder ein Weinkrampf überschüttete.
Grissom mach schon, was ist mit Sara, bitte rede endlich mal mit uns, sonst gehe ich noch kaputt, dachte sich Cal, während sie die schlafende Nessi betrachtete.
Nick ging auf Grissom zu und legte seine Hand auf seine Schulter und sah ihn bittend an.
„Bitte Gil, ich muss es wissen", sprach er erneut, diesmal aber ruhiger, leise und flehend.
Gil holte Luft und startete erneut den Versuch es den Beiden zu sagen.
„Sara, sie ist… sie ist aufgewacht.", brachte er schließlich unter Tränen wieder hervor.
Nun war es Nick, der beinahe kraftlos sich in den nächstbesten Sessel fallen lies. Er begriff noch nicht ganz, was Gil gesagt hatte. Er hatte das gehört, was er befürchtete, nämlich, dass Sara nicht mehr am Leben war. Er hatte Grissom nicht zugehört.
„Babe, hast du gehört? Sara ist aufgewacht!", drang Cal zu ihm durch, die merkte, dass er es nicht realisierte.
Sie hatte inzwischen die schlafende Nessi auf eine Decke, die sie auf dem Boden ausbreitet hatte, gelegt. Sie ging zu ihrem Verlobten und nahm ihn in die Arme.
„Ist das wahr, Gil", Nick sah Grissom fragend an.
„Ja Nick, ich habe gerade eben gesagt, dass Sara aufgewacht ist.", er lächelte Nick aufmunternd zu.
Nick kamen erneut die Tränen. Oh Gott, ich danke dir, Sar ist aufgewacht, jetzt wird alles wieder gut. Ich habe mir solche Sorgen um sie gemacht in den letzten Monaten.
Ich habe die ganzen Monate nicht mitbekommen, wie sehr Nick darunter leidet, dass Sara im Koma gelegen war. Ich hätte für ihn da sein sollen, schließlich ist er unser Freund. Er war immer zur Stelle wenn ich ihn gebraucht habe, egal ob im Labor oder im Krankenhaus. Gil hatte nun das schlechte Gewissen gepackt. Er hatte durch seinen Schmerz und Trauer um Sara nicht richtig mitbekommen was um ihn herum geschah.
Gil stand auf und ging einen Schritt auf Nick zu, er überlegte kurz, aber er musste es jetzt einfach tun. Er nahm Cal und Nick beide in die Arme.
Was ist denn mit Griss los, seit wann umarmt er uns? Die Therapie bei Dr. Watson scheint ihm zu helfen, dachte sich Nick, als er etwas verwirrt wahrnahm, dass Grissom sie beide gerade umarmt hatte.
„Das ist ja super. Jetzt wird endlich alles gut. Wie geht's ihr? Wann darf sie nach Hause? Kann ich sie sehen? Ich muss Cath und Greg anrufen!", begann er wie ein Wasserfall zu reden.
Grissom hatte inzwischen die erneut schreiende Nessi von der Decke in den Arm genommen und angefangen sie zu füttern.
Gil musste lachen, als er Nicks Redeschwall verfolgte.
„Langsam, Nick. Sie ist erschöpft, müde, und wenn wir Glück haben ist sie in 4 Wochen wieder zu Hause. Ich fahre später nochmal kurz zu ihr. Wenn du möchtest kannst du mit. Und Cath und Greg wissen Bescheid, habe sie im Labor angerufen." antworte er auf Nicks Fragen.
Als Nessi endlich satt war, wählte er die Nummer von Sam und Horatios Hotelzimmer. Diesmal hatte er sich besser im Griff als vorher bei Cath und Nick. Er erzählte beiden was sich ereignet hatte. Und Sam und Horatio konnten sich kaum beruhigen so froh waren sie über die Nachricht.
Sara lag in ihrem Bett und wartete darauf, dass Gil mit Nessi endlich kam um sie zu besuchen. Sie hatte sie zwar gestern Abend noch gesehen gehabt, aber das war ihr definitiv zu wenig gewesen. Als dann plötzlich die Tür aufging und die zwei herein kamen, musste sie einfach lächeln.
„Na, Specialgirl? Was hast du den Tag über so gemacht?" Gil hatte sich die Jacke ausgezogen und auf die Bettkante gesetzt, als er ihr einen Kuss gab.
„Du siehst müde aus, Sara.", stellte er fest.
„Das bin ich auch. Die Ärzte haben mich den ganzen Tag gequält.", begann sie sich zu beschweren. „Die ganzen Untersuchungen und dann die Physiotherapie. Als ob ich nichts mehr auf die Reihe kriegen würde. Und dann krieg ich nur Grießsuppe und Zwieback zu essen."
Sara liefen die Tränen über die Wangen. Gil zog sie in seine Arme und begann sie mit leiser Stimme zu trösten.
„He, ich hab gesagt dass alles gut wird. Bald hast du es überstanden, Sara."
„Ich weiß ja. Entschuldige, ich bin ein dummes Huhn."
„Nein, bist du nicht. Das ist doch normal. Aber jetzt ist genug mit weinen. Hier ist jemand, der seine Mami schon den ganzen Tag vermisst hat und auch schon wieder Hunger hat.
Gil nahm Nessi aus dem Maxicosi heraus, zog ihr die Jacke und die Mütze aus und legte sie Sara in die Arme. Behutsam öffnete er ihr das Krankenhausnachthemd und streifte es ihr so weit herunter, dass die Kleine an ihre Brust kam. Sofort begann sie gierig daran zu saugen und hielt sich mit seinen kleinen Fäustchen an ihr fest. Grissom beobachtete die beiden fasziniert.
Ja meine Kleine, iss dich ruhig satt." Dabei ruhte Saras Blick einzig und alleine auf ihrer Tochter.
Plötzlich klopfte es an der Tür. „Herein!", antwortete Grissom ohne aufzusehen.
„Nick! Was machst du denn hier?", rief Sara erstaunt aus.
Nun sah auch Grissom auf, und er freute sich. Nick hatte natürlich sofort die Situation erfasst, und fühlte sich etwas unwohl in seiner Haut.
„Sara, wenn ich euch störe, dann komm ich später noch mal wieder." Es war ihm ein wenig peinlich, dass er mitten in diesen intimen Moment zwischen Mutter und Kind hineingeplatzt war.
„Nein, Nick. Du störst mich nicht. Nessi hat nur Hunger."
Nick hatte sein bestes Lächeln aufgesetzt und trat nun doch vorsichtig näher.
„Wie geht's Dir, Sara?"
„Besser, Nick. Es geht aufwärts. Ich will hier raus."
„Na dann strenge dich mal an, Sar-Honey.
„Nick wo ist Cal, wolltet ihr beide nicht heute Sara besuchen?", Grissom sah Nick fragend an.
„Ihr ging es heute Morgen nicht so gut, sie ist noch beim Arzt, sie wird gleich nachkommen.", entgegnete ihm Nick etwas besorgt.
Cal sah heute Morgen nicht gut aus, ihr war schon seit ein paar Tagen des Öfteren schwindelig, wenn sie zu schnell aufstand.
„Sag mal Sar-Honey, wann wollt ihr eigentlich Nessi taufen lassen, habt ihr euch darüber mal Gedanken gemacht!"
„Eigentlich haben wir uns überlegt, dass wir sie an unserem 1. Hochzeitstag taufen lassen wollen, am 04. September.", sagte Sara.
„Ok, das ist eine gute Idee, das vergisst man so schnell nicht!", grinste Nick.
Es klopfte wiederum an der Tür zu Sara's Krankenzimmer. Nach kurzem zögern trat Cal ins Krankenzimmer. Sie war etwas außer Atem und hatte rote Wangen.
„Hey Cal? Und wie war es?", fragte Sara.
„Positiv", grinste Cal.
Nick stand da und sah seine Verlobte verwirrt an.
„Was meinst du mit Positiv?", fragte er sie.
Grissom saß auf Saras Bettkante und hatte ihre Hand genommen und grinste sie wissend an.
„Man Nick, wann spricht Frau von Positiv?", gab Grissom anstatt Cal, lachend die Antwort.
Nick stand immer noch völlig verwirrt im Raum, er konnte irgendwie noch nichts damit anfangen.
„Sag mal Babe, erinnerst du dich noch ca. vor 3 Monaten an den Materialraum?", fragte sie breit grinsend.
„Ja sicher Sweety.", sagte er voller Enthusiasmus und wurde rot.
Sara und Gil saßen da und schauten dem Wortwechsel der beiden grinsend zu. Beide wussten was Cal meinte.
„Nicky komm schon, denk mal nach.", stichelte Cal weiter.
Nicks Augen weiteten sich vor Ungläubigkeit! Das konnte nicht wahr sein! Es begann sich alles um ihn herum zu drehen.
„Cal…., du, ich……..Baby."
Mehr brachte Nick nicht mehr heraus, da alles sich drehte und ihm schwarz vor Augen wurde. Grissom sprang auf um den in Ohnmacht fallenden Nick aufzufangen.
„Oh Gott, Nick was ist los? Bitte sagt doch was.", rief Calleigh, die panisch neben ihm stand.
„Cal, geh und hole einen Arzt, ich kümmere mich um Nick.", sagte Grissom.
Sara saß auf ihrem Bett und sah erschrocken drein. Sie hatte Nessi fest in ihre Arme geschlossen. Sie hatte Tränen in den Augen. Es wird doch nichts passiert sein, warum ist Nicky denn jetzt zusammengebrochen, Sara wurde nun ebenfalls unruhig.
„Sara beruhige dich erst mal wieder, Nick hat das mit dem Baby nicht ganz verkraftet, er kommt schon wieder zu sich.", Grissom lächelte seiner Frau zu, als er sah, wie Sara geschockt schaute.
Cal kam mit Dr. Kennedy in das Krankenzimmer. Dr. Kennedy konnte sich ebenfalls ein Grinsen nicht verkneifen, als sie Nick auf dem Bett liegen sah, wohin Grissom ihn gelegt hatte.
„Mr. Stokes, machen sie die Augen auf.", sagte sie und gab ihm einen leichten Klaps auf die Wange.
Nicks Augen flatterten kurz auf, bevor er wieder ohnmächtig zusammensackte.
„Hey Nick, jetzt reiß mal zusammen, du kannst jetzt nicht schlapp machen. Deine Familie braucht dich.", sagte Grissom nun im ernsten Ton.
Nick schlug die Augen auf und sah in ein paar blaue besorgte Augen, nämlich die von Cal.
„Hey, Babe, alles ok mit dir? Entschuldige, ich wollte dich nicht so schocken.", lächelte sie ihn leicht an.
„Mr. Stokes, willkommen zurück!", grinste nun auch Dr. Kennedy.
„Wo habe ich das nur schon mal gehört Dr. Kennedy?", er lächelte leicht.
„Na, wenn sie schon wieder Witze reisen könne, dann geht es ihnen ja wieder gut! Ich gehe dann mal wieder und lasse sie alleine.", sagte sie und nickte Sara und Grissom noch mal zu und ging aus dem Raum.
„Baby?", Nick sah Cal fragend an.
Cal konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Als Antwort bekam Nick nur einen leidenschaftlich Kuss von seiner Verlobten.
Als sie sich beide voneinander lösen konnten, sah Nick seiner Cal tief in die Augen.
„Du machst mich sehr glücklich Sweety, ich liebe dich", sagte Nick und zog Calleigh an sich ran und umschloss ihren Mund mit einem zärtlichen Kuss.
Grissom und Sara konnten sich nun ein Lachen nicht mehr verkneifen.
„Glückwunsch Papa Nicky.", sagte Sara und strahlte ihren Freund an.
„Danke Sar, verzeih mir, aber ich würde gerne noch hier einen Moment liegen bleiben."
„Herzlichen Glückwunsch ihr beiden.", sagte nun auch Grissom und umarmte Cal als auch Nick.
Sara hatte ihre Tochter auf dem Arm und starrte ihren Mann ungläubig an. Er umarmt Cal und Nick, ich kann es nicht glauben. Gil Grissom berührt mal Menschen zur Abwechslung. Sara konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen als ihr diese Gedanken durch den Kopf gingen.
„Cal, kommst du bitte mal zu mir, ich möchte dir auch gerne gratulieren.", sagte Sara.
Cal kam auf Sara zu und Sara umarmte sie freudig.
„Ich wünsche dir alles, alles Gute, und bei dir wird sicher alles besser laufen als bei mir."
Sara wusste dass Cal sich große Sorgen gemacht hatte. Sie hatte Angst, dass sie genauso Probleme haben könnte wie auch Sara. Aber Sara hatte Cal beruhigt und gesagt, dass es nicht immer so laufen musste.
Ihr Termin bei Dr. Kennedy hatte sie dann auch ein wenig ruhiger gestimmt.
Dann fing Nessi an zu quengeln, und Sara spürte dass sie wohl keine Milch mehr bekam.
„Gil, würdest du mir kurz helfen?"
„Sicher."
Sara löste ihre Tochter vorsichtig von ihrer Brust und Grissom schob ihr das dünne Nachthemd wieder nach oben, um es an der anderen Seite herunter zu streichen. Nick, der inzwischen wieder bei Sara am Bett stand, hatte sich dabei diskret umgedreht.
Nessi fand natürlich sofort die andere Brust und lies sich nicht davon abhalten, weiter zu saugen. Ihr quengeln hatte augenblicklich aufgehört.
„Du Kannst dich wieder umdrehen, Nick."
Sara schaute während sie das sagte, belustigt in die Richtung von Nick.
„Ähm ja, Sara."
Cal konnte sich ebenfalls ein Lachen nicht verkneifen und sah Nick verliebt an.
