Chapter 63

Luka und Sara waren froh, dass Reena und Greg gegangen waren. Zum einen hatte Sara bemerkt, dass es Reena nicht gut ging. Sie verstand auch warum, aber sie wollte Reena vor Greg nicht ansprechen. Und zum anderen, war sie im Moment froh, das sie mit Luka alleine war, hatte sie ihn doch die ganze Zeit, seit seiner Rückkehr nach Europa vermisst. Luka war ihr Freund, sie hatten in Italien schöne Wochen miteinander verbracht.

Sara sah Luka an und konnte wieder ihre Tränen kaum zurückhalten. Er nahm sie in den Arm.

„Ich will jetzt sofort alles wissen was los ist, und was die letzten Monate gewesen war, als ich weggegangen bin. Hat dir Grissom irgendwas getan?", Luka rutschte unruhig auf der Bettkante hin und her.

„Nein! Grissom würde mir nie etwas tun, Luka.", Sara schrie den Satz fast.

Sara versuchte sich zu beruhigen und holte tief Luft.

„Ich bin sehr glücklich mit ihm! Wir beide wären nie so glücklich geworden, Luka, es hätte zwischen uns nicht funktioniert!", sagte sie leise.

Sara fühlte sich ein wenig schuldig, da sie damals Luka nach wochenlangem Flirten einen Korb gegeben hatte, da sie eingesehen hatte, dass für sie nur Grissom zählte.

„Sara, es ist ok, ich habe es verstanden, er wäre nicht gut gegangen ich in Europa und du hier und außerdem hast du ja mich nicht geliebt, du hattest wohl schon damals Gil Grissom im Kopf?!", grinste Luka.

„Nein, das wäre wirklich nicht gut gegangen weil er eben schon längst in meinem Kopf und Herzen war, nur war er leider etwas zu stur, der liebe Dr. Grissom, um es zu kapieren.", Sara lächelte versonnen wenn sie daran dachte.

„Nun aber raus mit der Sprache, was ist los mit dir, du siehst nicht nur fertig aus, sondern verhältst dich auch so und ich sehe dir an, dass etwas nicht stimmt."

„Ach mir wird es einfach zu viel hier im Krankenhaus, ich will endlich raus hier, ich habe eine kleine Tochter, die ich nur alle paar Stunden zu Gesicht bekomme. Wenn sie unruhig wird oder schreit, kann ich sie nicht beruhigen, da ich nicht aufstehen kann. Und außerdem bin ich so verdammt nah am Wasser gebaut seit der Schwangerschaft und es geht nicht weg, ganz im Gegenteil es wird noch schlimmer.", Tränen traten ihr wieder in die Augen.

„Sara ich bin jetzt hier in Vegas, habe erst einmal Urlaub, ich werde dir helfen auf die Beine zu kommen. Ich habe einen Plan, da ich mir schon so etwas dachte!", sagte er und lächelte sie an.

„Na auf deinen Plan bin ich ja gespannt. Wenn ich mich an damals an Italien erinnere, gingen ja manche Pläne von dir ins Chaos über.", jetzt musst Sara auch lachen.

„Na ja dafür hatte ich ja dich, die alles wieder eingerenkt hat.", grinste Luka.

„Auch wieder wahr. Aber jetzt sag, was hast du für einen Plan, ich hoffe diesmal einen guten."

„Also, wie schon gesagt, ich helfe dir wieder auf die Beine zu kommen und zwar so, dass es Grissom nicht mitbekommt. Wir werden das heimlich still und leise machen und in ein paar Wochen überraschst du deinen Mann damit, dass du wieder aufstehen kannst! Was hältst du davon?"

„Luka, das ist eine geniale Idee. Aber wie willst du das bewerkstelligen?", Sara sah ihn fragend an.

„Ich werde später mal mit deinem Physiotherapeuten und deinem Arzt reden, würde gerne mit dir ein paar Extra-Stunden einlegen."

„Ok, ja, hört sich interessant an.", sagte Sara nicht gerade begeistert.

Luka wollte gerade etwas sagen, als es an die Tür klopfte und Dr. Kennedy reinkam.

„Hallo Sara, wie geht es ….. „

Dr. Kennedy wollte gerade weitersprechen, als sie Luka Dacanti erblickte, der genauso verblüfft schaute wie sie. Die beiden schauten sich an, sekundenlang schwiegen alle in dem Raum.

Sie hat etwas magisches an sich, stellte Luka wiederum fest. Ihre Augen zogen ihn in den Bann. Luka war nicht fähig irgendetwas zu sagen.

Dr. Melinda Kennedy ging es nicht anders sie schaute geradewegs hoffnungslos verloren in ein paar blau-grüne Augen. Sie strahlten eine geheimnisvolle Wärme aus.

Sara hatte die Beiden beobachtet und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Beide schienen völlig abwesend zu sein.

Luka hatte sich als Erstes gefangen und ging auf sie zu.

„Hi, ich bin Special Agent Luka Dacanti, ein Freund von Sara.", strahlte er sie an.

„Hallo, ich bin Dr. Melinda Kennedy, aber sie können Mel zu mir sagen.", antwortete sie etwas verwirrt.

„Gerne, dann müssen sie mich aber Luka nennen!", er grinste sie an.

Dann entsann sich Dr. Kennedy, warum sie hier war.

„Sara, wie geht es ihnen? Wie klappt es mit der Physiotherapie?"

„Ja es geht so, denke das wird schon werden."

„Das freut mich, denke Dr. Pierce wird auch noch mal mit ihnen reden, wegen der Physiotherapie."

„Danke Melinda."

„Wünsche ihnen noch einen schönen Tag.", sagte Dr. Kennedy und sah dabei mehr Luka als Sara an.

„Ihnen auch einen wundervollen Tag.", übernahm jetzt Luka das Wort und setzte sein schönstes Lächeln auf.

„Tee oder lieber Kaffee?", Greg sah Reena fragend an.

„Tee wäre mir lieber", sagte sie dankbar lächelnd.

Greg ging in seine kleine Küche, es war mehr eine Wohnküche, da sie nur durch einen Tresen vom Wohnzimmer abgetrennt war. Greg hatte nur ein 3-Zimmer Appartement, mehr Platz brauchte er nicht, er war ja die meiste Zeit im Labor und sonst hatte er im 4. Stock eines Mehrfamilienhauses dieses kleine Appartement mit einem Balkon zum Hinterhof raus. Er war zufrieden damit.

Nachdem er heißes Wasser abgekocht hatte, gab er Reena eine Tasse mit einem Teebeutel darin und goss das heiße Wasser ein.

„Danke Greg! Es tut mir leid, dass ich mich vorhin so gehen gelassen habe."

„Ist schon ok, jeder hat mal einen schlechten Tag.", sagte er und lächelte Reena an.

Ob sie wusste, was er für sie empfindet? Seit er Reena das erste Mal auf Saras Hochzeit gesehen hatte, hatte er sie ins Herz geschlossen. Sie war nicht nur umwerfend schön, mit ihren roten Haaren und grünen Augen, sie hatte auch die gleichen Interessen wie er. Sich auch mal zu amüsieren und nicht nur an die Arbeit zu denken. Doch irgendwas verschwieg sie, das wusste er, dieses Geheimnis belastete sie. Er hatte schon mehrmals das Gefühl, sie wolle ihm was sagen, aber dann zog sie sich wieder zurück. Er hatte beschlossen, sie nicht zu drängen, sondern abzuwarten, dass und ob überhaupt sie ihm etwas erzählte.

Schweigend saßen sie nebeneinander, Reena trank ihren Tee und Greg hatte sich Eistee eingeschenkt.

„Greg, ich kann dir nicht sagen, was mich bedrückt, noch nicht.", durchbrach Reena die Stille.

„Reena du musst mir keine Rechenschaft abgeben, ich habe dich mit zu mir genommen, damit du dich beruhigen kannst und nicht damit du mir irgendetwas erzählen musst, was du nicht willst."

„Ich will schon, aber ich kann nicht, Greggo.", sagte sie und schaute ihn mit ihren funkelnden grünen Augen tief in seine.

„Ist schon ok Reena, ich dränge dich zu nichts."

Reena hatte wieder Tränen in den Augen und sie versuchte sie wegzublinzeln. Greg nahm sie vorsichtig in die Arme und schaute sie besorgt an.

„Sch…. Engel ist schon gut, ich bin ja da."

„Oh Greggo, warum tust du das alles, obwohl ich dir nicht sagen kann, was los ist."

„Ist das denn nicht offensichtlich?"

Greg näherte sich Reenas Gesicht. Er musste sie einfach küssen, schon zu lange sehnte er sich danach. Er musste wissen, ob sie das Gleiche für ihn empfand. Als er Reenas Lippen streifte, seufzte sie leise auf. Er zog sie näher an sich und seine Lippen berührten abermals ihre. Mit seiner Zunge bat er um Einlass, den Reena ihm freiwillig gewehrte. Seine Zunge umspielte die ihre und durchforschte ihren ganzen Mund. Reena schlang ihre Arme um Gregs Hals. Sie küssten sich leidenschaftlich und voller Drang. Sie küsste Greg, als wäre sie ausgehungert, so sehr bog sie sich ihm entgegen.

Greg übermannte nun die volle Begierde nach Reena. Langsam schob er seine Hand unter ihr Shirt, einen Moment lang hörte er auf sie zu küssen und schaute sie an, als ob er auf Bestätigung wartete. Doch Reena lächelte nur und strich ebenfalls mit ihrer Hand über seinen Oberkörper, während ihre Hand unter sein Shirt wanderte. Die Küsse waren hungrig vor Leidenschaft. Greg hatte noch nie so ein inneres Feuer verspürt, wenn er eine Frau berührte. Bei Reena war alles anders, er wollte es langsam angehen lassen, er, Greg Sanders, hatte Angst etwas falsch zu machen oder sie zu verletzen.

Reena dachte nicht an das was später sein würde, sie hatte nur einen Wunsch und zwar jetzt und hier mit Greg zu schlafen. Greg war ihr nicht egal, ganz im Gegenteil, sie hatte sich in ihn verliebt, sie wollte aber keine Bindung eingehen. Nicht jetzt, wo sie ihr Leben wieder im Griff hatte.

Die Lust und der Drang überrannte beide völlig, als sie sich gegenseitig auszogen und ihre nackten Körper liebkosten. Greg stand auf und hob Reena hoch und trug sie ins Schlafzimmer. Ihre grünen Augen funkelten vor Begierde. Greg konnte sich darin verlieren.

Als er sie auf das Bett legte, stand er vor ihr und schaute sie an, auch ihm war anzusehen, wie sehr erregt er war.

„Engel, du bist wunderschön.", sagte er mir rauer Stimme.

Reena lächelte ihn an.

„Ich kann auch nicht sagen, dass du schlecht aussiehst."

Greg legte sich neben sie, er begann ganz sanft und zärtlich sie auf den Mund zu küssen. Der Kuss steigerte sich wiederum in eine ungeahnte Begierde der Beiden. Langsam und sanft wanderte er mit seinen Küssen weiter, begann an ihrem Ohr zu knabbern, dass Reena leise aufstöhnen lies.

Reena wanderte mit ihrer Hand zu Gregs Rücken und streichelte ihn sanft. Sie spürte, wie Greg Gänsehaut bekam. Unterdessen war er weiter zu ihrem Hals gewandert und bis ihr sanft hinein. Er merkte, dass es ihr gefiel, aber auch ihn lies es nicht kalt.

Reena spürte, dass er ebenfalls sehr erregt war. Sie presste sich enger an ihn, um ihm zu zeigen, dass sie bereit war, aber Greg wollte sich Zeit lassen. Langsam und zärtlich wanderte er mit Liebkosungen über ihren Körper. Reena erbebte unter seinen Berührungen. Aber auch sie war nicht untätig und strich ihm zärtlich über seine Arme und fuhr durch seine Haare.

Greg erschauderte, als sie nun anfing seinen Körper zu liebkosen, nachdem sie ihn sanft in das Kissen zurückgedrückt hatte. Sie hauchte ihm Küsse an sein Ohr, sodass Greg erneut Gänsehaut bekam. Langsam wanderte sie abwärts, strich ihm sanft über seine Arme während sie seine Brustwarzen liebkoste. Als sie weiter nach unten wanderte und seine Schenkel küsste entrann auch Greg ein Stöhnen, er konnte sich kaum noch zurückhalten.

Nun hatte er wieder die Oberhand gewonnen und ließ seine Hand langsam und zärtlich zwischen ihre Beine wandern.

„Oh Gott Greggo, das ist so gut.", in ihrer Stimme war die pure Begierde zu hören.

Er lächelte und beugte sich nun runter, er liebkoste ihre intimste Stelle zuerst ganz sanft mit Küssen. Seine Hände hatten ihre Hüfte umfasst. Reena bog sich ihm entgegen und stöhnte immer wieder vor Verlangen auf. Dann begann er sie mit seiner Zunge zu verwöhnen. Ihr war als würde sie gleich explodieren. Dieses Gefühl war so unglaublich schön.

„Bitte Greggo nicht aufhören.", brachte sie hervor als Greg wieder begann ihre Innenschenkel zu liebkosen.

„Keine Angst mein Engel.", sagte Greg und lächelte sie an.

Greg begann nun fordernd und schneller sie mit seiner Zunge zu verwöhnen. Reenas Atem ging immer schneller und sie stöhnte immer wieder seinen Namen. Ihr Verlangen Greg zu spüren wurde immer größer, doch er hörte nicht auf, seine Zunge an ihrer intimen Stelle spielen zu lassen.

„Oh Greggo, du machst mich verrückt!", stöhnte sie.

Reena krallte sich in das Laken, sie stöhnte auf und zuckte kurz danach zusammen, als Greg ihr den Höhepunkt schenkte.

Ihre Augen funkelten verdächtig als Greg sich wieder zu ihr an das Kopfende wendete. Nun war Reena an der Reihe Greg verrückt zu machen. Doch Greg war mehr als nur bereit, er wollte nicht länger warten. Er griff in die Nachttischschublade und zog ein Kondom raus. Reena nahm es ihm ab und grinste ihn an.

„Das mein lieber Greg, lass mich machen."

Sie riss das Kondom auf und stülpte es ihm sanft über sein Glied. Langsam und zärtlich bewegte sie es in ihrer Hand. Diesmal war es Greg der vor Erregung aufstöhnte.

„Bitte mein Engel, ich will dich jetzt."

Reena lies von ihm ab und öffnete langsam ihre Beine, aber lies Greg dabei keine Sekunde aus den Augen. Beide schauten sich tief in die Augen und Greg konnte sich kaum noch beherrschen, als er sah, was Reena tat.

Er beugte sich über sie und glitt sanft in sie ein. Reena stöhnte wollig auf, als sie seine ganze Männlichkeit in ihr spürte. Greg bewegte sich langsam in ihr, er konnte sich kaum noch zurückhalten, seine Erregung war schon zu weit. Er wusste nur, er wollte es Reena so schön wie möglich machen, doch Reena machte es ihm nicht gerade leicht. Sie schlang ihre Beine um seine Hüften und bog sich ihm entgegen.

„Bitte Greggo, fester.", wisperte sie ihm ins Ohr.

Sie flüsterten sich gegenseitig zärtlich Worte ins Ohr. Eigentlich dachten sie, ihre Erregung wäre nicht mehr zu steigern, doch die Worte steigerten sie ins fast Schmerzliche. Greg und auch Reena hatten den Rhythmus gefunden und wurden immer schneller. Reena flüsterte immer wieder seinen Namen.

„Bitte mein Engel, schau mir in die Augen, ich will dir dabei in deine Augen sehen.", keuchte er.

Beide wurden immer heftiger und schneller, Reena hatte ihn jetzt voll und ganz zu sich rangezogen, beide stöhnten immer wieder auf. Sie gaben sich ganz und gar dem Liebesrhythmus hin. Eine Woge des Glücks überkam beide, als sie auf dem Höhepunkt angelangt waren. Reena erzitterte unter Gregs Orgasmus und auch Greg konnte sich nicht mehr zurückhalten und stöhnte auf, als sie beide fast gleichzeitig kamen.

Als Greg sich von Reena lösen wollte, hielt sie ihn fest.

„Bitte nicht Greggo bleib bei mir."

„Keine Angst mein Engel, ich will nur die Decke aufheben.", grinste er sie an.

Beide lagen sie eng umschlungen und müde nebeneinander. Bald darauf schliefen sie ein.

Als Reena am nächsten Morgen aufwachte, bereute sie, sich so gehen gelassen zu haben. Es hatte ihr gefallen, aber sie wusste, sie konnte Greg nicht den Gefallen tun, eine Beziehung mit ihm anzufangen. Sie hatte zu viel Angst davor. Leise schlich sie sich ins Bad und duschte und zog sich an. Als sie zurück ins Schlafzimmer kam, war Greg auch schon angezogen, er lächelte sie an.

„Guten Morgen Engel."

„Morgen Greg. Du hör mal, ich… wir sollten reden."

Greg hatte befürchtete, dass es so kommen würde. Aber er bereute die Nacht keineswegs. Egal was auch immer passieren würde, er wusste, er würde diese Nacht so schnell nicht vergessen.

„Greg, heute Nacht … also, es tut mir leid, ich hätte das nicht tun sollen."

Er starrte sie fassungslos an, mit allem hatte er gerechnet aber nicht damit.

„Was willst du damit sagen?"

„Na ja ich … ich kann einfach nicht Greg, lass uns Freunde sein.", sagte sie und schaute ihn nicht einmal an.

„Reena was redest du denn? Bedeutet dir die Nacht den gar nichts. Ich meine war es für dich nur ein One-Night-Stand?", Gregs Stimme überschlug sich fast dabei.

„Ja….. Nein … ach es ist so kompliziert."

„Reena ich verstehe nicht, was daran kompliziert ist, ich dachte wir haben heute Nacht das Gleiche gefühlt."

„Ja schon, aber ich möchte einfach keine Beziehung eingehen, ich kann nicht! Es tut mir leid Greg, bitte lass uns Freunde sein."

Greg wollte und konnte das nicht glaube, Reena stand vor ihm und hatte in zutiefst verletzt mit ihrer Aussage. Er konnte sie nur anschauen und den Kopf schütteln.

„Ok, dann lass uns Freunde sein, lass uns vergessen, was heute Nacht war.", er konnte nicht glauben, dass er das gerade gesagt hatte.

Er wollte nicht nur Freunde sein, er wollte sie haben. Aber nicht unter diesen Umständen. Er wusste es würde viel Geduld erfordern, ihr zu vertrauen. Vielleicht bekam er so die Chance an sie ranzukommen und ihr zu beweisen, dass er es ernst meinte.

„Meinst du das wirklich ernst?", Reena sah ihn ungläubig an.

„Sicher, ich bin nicht immer nur der Scherzbold im Labor.", gab er etwas zu zynisch zurück.

„So habe ich das auch nicht gemeint. Aber ich bin froh, dass wir das geklärt haben. Wir sehen uns im Labor."

Reena drehte sich um und wollte gehen, als Greg sie noch festhielt.

„Ich bin niemand, der jemanden zu etwas zwingt, du sollst nur wissen, ich bin für dich da. Ich werde immer für dich das sein als Freund!"

„Danke Greg, das bedeutet mir sehr viel.", Reena wollte schnellstmöglich verschwinden, sie blinzelte ihre Tränen weg und ging nach draußen, zog ihre Sonnenbrille aus der Tasche und setzte sie auf und ging fast fluchtartig zum Taxi, dass sie sich bestellt hatte.

Greg wusste nicht, was er falsch gemacht hatte. Die Nacht war für ihn unglaublich gewesen, er fühlte sich so wohl in ihrer Gegenwart. Er war verletzt und enttäuscht, aber er wusste er durfte sie nicht drängen, nicht jetzt.

Luka hatte mit Dr. Pierce und dem Physiotherapeuten geredet, sie waren zuerst wenig davon begeistert, denn sie hatten die Befürchtung, dass Sara dadurch überanstrengt wurde. Erst als Sara ihnen versicherte langsam und vorsichtig anzufangen willigten sie ein und übergaben Luka eine Art Plan, wie er verfahren sollte.

Sam war mit Nessi vorbeigekommen und Sara freute sich, ihre Tochter zu sehen. Natürlich war sie auch froh, dass Sam dabei war.

Sie war ein wenig deprimiert, weil Grissom sie vorhin angerufen hatte und gesagt hatte, dass er heute nicht mehr ins Krankenhaus kommen konnte, weil der Fall von Horatio und seine eigenen Fälle ihm einiges abverlangten, sodass er eine Doppelschicht schieben musste. Er hatte Horatio dazu gedrängt ins Hotel zu gehen, da er schon wieder mehr als eine Doppelschicht geschoben hatte. Nessi war heute Abend bei Cath, so hatte er es geregelt, sodass Horatio seine Frau mal außerhalb des Labors sah und sich um sie kümmern konnte.

„Hey Sam, schön, dass du mit Nessi gekommen bist!", sagte sie freudig, als sie die Beiden sah.

„Hey Sara, wie geht es dir, habe gehört, du willst hier schnellstmöglich raus.", Sam war gerade dabei Baby Grissom ihre Mütze und ihr Jäckchen, auszuziehen.

Die kleine Maus strampelte vergnügt und gluckste, als Sam sie aus dem Maxi Cosa nahm und Sara übergab.

„Hallo meine kleine Prinzessin, warst du brav bei Tante Sam?", Sara gab ihrer Tochter einen Kuss auf die Stirn und drückte sie sanft an sich.

Nessi schien die Nähe ihrer Mutter gut zu tun, denn sie schloss nach einem herzhaften Gähnen die Augen und schlief ein.

„Sorry Sam, aber ich wollte erst einmal meine Tochter begrüßen."

„Ist ok Sara, verstehe das, ist bei mir heute, bei Tim noch genauso.", Sam lächelte Sara verständnisvoll an.

„Ich wünschte ich wäre schon wieder zu Hause bei Gil und Vanessa."

„Jetzt lass dich mal nicht hängen, du weißt, wir schaffen das.", sagte Luka mit strenger Stimme, der gerade zurück ins Zimmer getreten war.

Sara musste grinsen, als sie Sams Gesicht sah, als Luka auftauchte. Sam sah Luka an, als wäre er gerade eben aus einer Zeitschrift für Mode entsprungen.

„Sam darf ich dir vorstellen, das ist ein Freund von mir Luka Dacanti.", sagte sie grinsend.

„Luka, das ist Samantha Caine, die Frau von Ltd. Horatio Caine, den du ja schon kennengelernt hast."

„Ach sie sind Sam die Babysitterin.", sagte Luka und ging auf Sam zu, um ihr die Hand zu geben.

„Na ja eigentlich bin ich ja ebenfalls wie Sara und die anderen beim CSI, aber wenn sie unbedingt darauf bestehen, bin ich Sam die Babysitterin, zumindest vorläufig.", sie gab Luka die Hand und blickte ihn abschätzend an.

Der Ton in Sams Stimme lies daraus schließen, dass sie alles andere als begeistert war, von Luka Dacanti. Für sie hatte der Mann etwas Arrogantes, Machohaftes an sich. Sie kam zu dem Entschluss, dass sie ihn nicht mochte.

„Ach sie sind auch beim CSI, das wusste ich nicht. Sie sehen danach nicht aus. Haben sie auch Kinder?", Luka hatte gemerkt, dass Sam etwas beleidigt war, als er sie die Babysitterin genannt hatte.

Er wusste nicht warum, aber die kampflustige Art, die sie ihm entgegenbrachte, ließ ihn schmunzeln. Er beschloss sie weiter zu ärgern, sie erinnerte ihn sehr an Sara, wenn sie wütend war.

„Ja, ich habe einen Sohn im Alter von 4 Jahren.", antwortete Sam und warf Luka einen eisigen Blick zu.

„Ach deswegen habe ich sie nicht als CSI eingeschätzt, sie kamen mir so „hausmütterlich" vor."

Sam platzte gleich vor Wut, was fiel dem arroganten Schnösel eigentlich ein, sie „hausmütterlich" zu nennen.

„Na ja SIE als Mann haben sicher auch nicht die Qualitäten ein Kind groß zu ziehen.", entgegnete sie ihm angriffslustig.

Luka lächelte Sam einfach nur an, er ließ sich nicht von ihr provozieren, im Gegenteil von Sam, die vor Wut schäumte.

Sara sah ihre beiden Freunde an und schüttelte nur den Kopf.

„Könntet ihr Mal aufhören euch anzugiften, besonders in dieser Lautstärke, Nessi schläft schließlich."

„Und Luka, lass Sam in Ruhe.", fügte sie noch hinzu.

„Ich habe doch nichts gemacht…", sagte er entrüstet.

„Luka Dacanti, ich kenne dich gut genug. Du bist mir damals auf die gleiche Art und Weise begegnet und jetzt sind wir Freunde. Also überspringe das Provozieren und verhalte dich wieder normal.", sagte Sara und sah Luka bittend an.

Luka schaute ziemlich zerknirscht und Sam freute sich innerlich, dass Sara ihm Einhalt geboten hatte. Sie ging nochmals auf ihn zu.

„Waffenstillstand Mr. Dacanti fangen wir noch mal an. Ich bin Samantha Caine.", sagte sie und streckte ihm die Hand entgegen.

„Ok Waffenstillstand! Freut mich Mrs. Caine, ich bin Luka Dacanti, aber ich würde mich freuen, wenn wir bei Luka bleiben.", er sah ihr ehrlich und offen ins Gesicht.

„Ok Luka, ich bin Sam.", lächelte sie ihn an.

„Na endlich, ich dachte schon ihr zerfleischt euch jetzt ganz hier.", sage Sara lachend.

Nessi war inzwischen aufgewacht und hatte wohl Hunger, denn sie versuchte krampfhaft ihr kleines Fäustchen in den Mund zu stecken und fing immer wieder an zu quengeln.

„Hey kleine Prinzessin, du hast wohl Hunger, so wie du gleich deine Hand aufisst.", sagte sie sanft zu ihrer Tochter.

„Luka…..", begann Sara.

„Schon gut Sara, ich warte draußen, ich lade Sam zu einem Kaffee ein, als Wieder-Gut-Machung.", er wandte sich an Sam.

„Ja ich glaube wir sollten Mutter und Tochter jetzt mal ihre Ruhe gönnen.", sagte Sam zustimmend.