Chapter 65
Sara erwachte am nächsten Morgen sehr früh. Sie fühlte sich nicht gut, wenn sie an letzte Nacht dachte. Sie hatte sehr schlimme Albträume gehabt. Das Gefühl dass Grissom sie nicht besuchte und dass es ihre Schuld war, lies sie nicht los. Sie nahm sich vor, gleich nach der Morgenvisite bei ihm anzurufen. Doch dazu kam es nicht mehr. Luka war schon wieder da und wollte mit ihr ein paar Übungen machen.
„Morgen Sara, wie geht es dir? Du siehst nicht gut aus!", begrüßte sie Luka.
„Na, das ist ja mal eine Begrüßung, ich sehe nicht gut aus. Schäme dich, Luka Dacanti, das sagt man einer Frau nicht.", lachte sie um ihren Frust zu verbergen.
„Sara ich kenne dich, was ist los?", er sah sich durchdringend an.
„Na ja, Gil hatte versprochen gestern vorbeizukommen, aber er kam wieder nicht. Hat diesmal aber auch nicht angerufen.", sagte sie mit erstickter Stimme.
„Sara, jetzt mach dir keine Sorgen, das wird sich schon aufklären. Du weißt, wie es momentan beim CSI zu geht. Wenn du es nicht weißt, wie es manchmal im Crime-Lab zugehen kann, wer dann?", versuchte er sie zu beruhigen.
„Ja, ich weiß, mit irritiert nur, dass er gestern nicht angerufen hat und gesagt hat, dass er nicht kommt."
„Er wird sicher bei einem Tatort gewesen sein und dann war es schon spät und er wollte dich nicht wecken."
„Vermutlich hast du recht! Also wollen wir dann mal, ich werde heute ohne Rollstuhl in den Physioraum gehen."
„Ja, so gefällst du mir, mit Elan, an die Sache rangehen. Ich bin ja bei dir, falls du es nicht schaffst, aber gestern ging es ja schon gut!"
Sara und Luka machten sich auf zum Physioraum. Sara arbeitete wie verbissen daran, und tatsächlich es ging um einiges leichter als gestern. Sie hatte wieder Mut und den Vorsatz gefasst, sollte Gil die nächsten Tage sie besuchen kommen, würde sie ihm entgegenlaufen. Luka staunte nicht schlecht, es war ein großer Unterschied zu gestern. Sara machte ohne zu murren jede Übung, die er für sie hatte, jede Übung gelang ihr deutlich besser als gestern.
„Also wenn du so weitermachst, entlassen sie dich sicher in spätestens 2 Wochen. Du läufst fast wieder gerade und ohne zu hinken.", Luka freute sich, dass seine Übungen Erfolg hatten.
„Ja, sobald Gil mich besuchen kommt, will ich ihm zeigen, dass ich gute Fortschritte gemacht habe.", sagte sie stolz.
„Das sind Meilensteine, seit Grissom dich das letzte Mal gesehen hat, Sara. Das letzte Mal konntest du überhaupt noch nicht stehen und jetzt läufst du schon fast wieder perfekt!"
„Ja, endlich kann ich auch Nessi auf dem Arm tragen, zwar vielleicht nicht lange, aber ich kann aufstehen, um sie zu beruhigen! Danke Luka!", Sara ging auf Luka zu umarmte ihn und gab ihm einen Kuss auf die Wange.
„Nicht zu danken, ich freue mich doch auch, wenn es dir besser geht. Außerdem um so schneller habe ich dich als nörgelnde Nervensäge los.", neckte er sie.
„Hey, das ist nicht fair, ich habe mich wirklich angestrengt.", lachte Sara.
„Ja das hast du wirklich. Ich bin echt stolz auf dich, was du die letzten zwei Wochen geleistet hast. Aber jetzt wollen wir mal weitermachen. Ich schlage vor, noch eine Übung, dann machen wir Schluss. Dein Physiotherapeut wird dich heute auch noch mal quälen."
„Ok Luka. Aber erst sagst du mir, was zwischen Melinda und dir läuft.", Sara grinste ihn frech an und verschränkte ihre Arme vor der Brust.
„Was soll da laufen? Gar nichts! Sie ist ganz nett, ich habe sie ein paar Mal draußen auf dem Flur getroffen oder in der Cafeteria.", sagte Luka und wurde rot.
„Luka Dacanti, ich kenn dich ebenso gut, wie du mich. Du kannst mir alles erzählen, aber nicht, dass du nicht etwas für Mel empfindest.", Sara stocherte weiter, sie wollte wissen, was da los war.
„Nein, da ist nichts, wie kommst du darauf. Sie ist ganz nett mehr nicht.", sagte er etwas zu schroff, dass Sara alarmierend fand.
„Ja ist klar Luka, gib es doch zu, dass du sie nicht nur nett findest. Komm schon, mir kannst du es doch sagen."
„Also gut, ja sie ist vielleicht mehr als nur nett, aber das würde nie gut gehen, Sara. Ich in Europa und sie hier in den USA. Also lass gut sein.", sagte er etwas ärgerlich.
„Luka das ist ein Grund, aber kein Hindernis, es gibt genug Möglichkeiten! Lass es dir mal durch den Kopf gehen.", sagte sie, sah ihm dabei direkt in die Augen und legte ihre Hand auf seine.
„Cal, bist du zu Hause?"
Nick war gerade nach Hause gekommen, er fühlte sich miserabel, nicht nur, weil er Streit mit Cal hatte, sondern weil sein Schädel brummte. Es war eindeutig zu viel gestern Abend, gestand er sich ein. Er wusste, dass Cal heute Off-Day hatte. Da er gestern Off-Night hatte, sie hatten ihre Off-Schichten so gelegt, dass sie mehr Zeit miteinander verbringen konnten.
Nick ging ins Wohnzimmer, wo er eine schlafende Cal auf der Wohnzimmercouch vorfand. Langsam ging er zu ihr und strich ihr liebevoll über das Gesicht. Cal seufzte im Schlaf auf, aber wurde nicht wach. Sie hat wohl die ganze Nacht auf der unbequemen Couch geschlafen, dachte er sich.
Er nahm seine Verlobte auf den Arm und trug sie rüber ins Schlafzimmer. Er deckte sie vorsichtig zu und ging leise aus dem Zimmer, um zu duschen und sich frisch zu machen. Nick wollte Cal nicht wecken, sie hatte sicherlich heute Nacht noch weniger geschlafen als er.
Er hatte beschlossen ein ausgiebiges Bad zu nehmen. Als er wieder ins Wohnzimmer kam, staunte er nicht schlecht. Cal hatte den Frühstückstisch gedeckt und es duftete nach Kaffee. Jetzt hatte Nick ein noch schlechteres Gewissen. Was war schon dabei, Cal nächstes Jahr zu heiraten, er war sich sicher, dass er nur sie wollte.
„Hey Babe!", begrüßte sie ihn mit einem Lächeln.
„Hey Sweety, es tut mir Leid wegen gestern.", sagte Nick und nahm Calleigh in die Arme und küsste sie.
„Ist schon gut Nicky, ich verstehe zwar nicht, warum, aber ich vertraue, dir. Ich hätte gestern nicht so reagieren sollen.", sagte sie etwas kleinlaut.
„Nein Cal, hör mir zu, ich wollte dich nächstes Jahr noch nicht heiraten, weil ich erst alles Finanzielle geregelt haben wollte, falls mir wieder etwas zustößt. Ich wollte, dass du und das Baby abgesichert seid.", sagte Nick und sah Calleigh direkt an.
Cal atmete tief aus und schaute Nick ebenfalls an.
„Babe, ich weiß, dass dich deine Entführung heute noch belastet. Aber lass dich dadurch nicht unterkriegen. In unserem Beruf gibt es immer wieder Situationen, denen wir trotzen müssen. Als wir damals in Miami davon gehört hatten, haben wir uns ebenfalls Gedanken gemacht. Was wäre, wenn es einem von uns passiert wäre. Wir sind damals zu dem Entschluss gekommen, dass wir davor nie geschützt sind, dass uns etwas passiert. Aber wir haben uns den Beruf ausgesucht, also müssen wir mit Gefahren rechnen."
„Ich weiß, das hat mir Greg gestern auch gesagt. Aber er hat recht, ich lasse mich nicht weiter von der Vergangenheit bestimmen. Ich will dich, sobald unser Baby auf der Welt ist, heiraten. Das meine ich ernst Cal. Ich liebe dich sehr und möchte mein Leben mit dir verbringen und freue mich auf unser Baby.", sagte er und küsste Calleigh erneut.
„Nicky ich liebe dich auch, und ich bin sehr froh und glücklich über das was du gesagt hast. Ich weiß, dass du Angst hast, es kam auch alles etwas plötzlich, erst haben wir uns entschieden, dass ich erst nach Vegas komme, wenn Sara nicht mehr arbeitet und nur zur Probe, und dann stelle ich dich vor vollendete Tatsachen, dass ich gleich mit nach Vegas komme. Dann werde ich gleich nach ein paar Monaten schwanger. Das war alles nicht so geplant.", Cal hatte jetzt schlucken müssen.
„Cal, Sweety, das war für mich kein Problem, ganz im Gegenteil, ich wollte dich doch bei mir haben, ich hatte mich total darüber gefreut. Das war weder überstürzt noch hat es mich gestört, ganz im Gegenteil, seit du bei mir in Vegas bist, geht es mir so gut, wie nie zuvor. Und dass du schwanger geworden bist, dazugehören immer zwei, ich bin daran genauso schuld wie du. Ich weiß, du wolltest erst noch Arbeiten und dich richtig in Vegas eingewöhnen. Aber ich bin sehr froh, dass wir ein gemeinsames Kind bekommen, ich bereue es keine Sekunde, weder dass wir ein Baby bekommen, noch dass du so früh nach Vegas gekommen bist. Im Gegenteil, ich bin sehr glücklich darüber."
„Ich bin auch glücklich darüber, dass ich hier bin und überaus glücklich, dass wir ein Baby bekommen. Ich finde es schön, dass unser Kleines und Nessi, nicht so weit auseinander sind. Dann können sie miteinander spielen, wenn sie älter sind."
„Sag mal was war das gestern eigentlich, warum habe ich eine SMS von Cath bekommen, die du ihr geschickt hast?", fragte sie ernst.
Cal hatte sich gestern köstlich darüber amüsiert, dass Nick die SMS falsch geschickt hatte. Aber sie wollte es ihm nicht so leicht machen.
„Wie, ich habe Cath gestern keine SMS geschickt?", Nick war verwirrt.
„Aber sicher soll ich sie dir zeigen?", Cal holte ihr Handy und zeigte Nick die SMS, die er gestern eigentlich Cal schicken wollte.
„Seit wann schreibst du Cath, solche Liebes-SMS, Nicholas?", Cal versuchte ernst zu bleiben und nicht loszulachen, als sie Nicks Gesicht sah.
Nick stand da wie ein begossener Pudel, wie sollte er jetzt Cal erklären, dass die SMS nie für Cath gedacht war.
„Cal … bitte glaube mir, die SMS war für dich bestimmt, ich habe sie nur, so betrunken ich war, an Cath geschickt. Bitte Cal, das musst du mir glauben!", Nick klang verzweifelt.
„So, ich muss dir glauben?", sagte sie und runzelte ungläubig die Stirn.
„Bitte Cal, ich würde Cath niemals so etwas schreiben. Sweety, ich liebe nur dich!", sagte er schon völlig verzweifelt.
Cal drehte sich um und packte ihr Handy weg, sie konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Wie süß Nick doch war. Er konnte ja wirklich nichts dazu.
Nick stand verzweifelt und völlig ratlos zusammengesackt in seinem Wohnzimmer. Er wusste nicht, wie er Cal noch erklären konnte, dass die SMS nicht für Cath gedacht war. Er startete einen letzten verzweifelten Versuch Cal davon zu überzeugen.
„Calleigh, bitte sieh mich an. Vertraue mir bitte!", mehr brachte Nick nicht mehr raus.
Cal hatte sich zu ihm umgedreht und hatte ein Grinsen im Gesicht.
„Calleigh Duquesne, habe ich dir schon gesagt, dass du eine kleine Hexe bist. Mich so leiden zu lassen. Gib zu, du hast keine Sekunde daran gezweifelt, dass sie eigentlich für dich gedacht war."
„Ja, Nick ich wusste gestern schon, dass sie nicht für Cath bestimmt war.", jetzt musste Cal laut loslachen.
„Warum lässt du mich dann im Glauben, dass du mir nicht vertraust? Du bist echt unmöglich Sweety."
Nick lies Calleigh nicht mehr zu Wort kommen, er zog sie vorsichtig an sich ran und umschloss ihren Mund mit einem Kuss. Cal erwiderte seinen Kuss, der ihre ganze Liebe und Zuneigung für ihren Verlobten ausdrückte.
„Was wollen wir heute noch machen?", fragte Cal, als sie sich voneinander gelöst hatten.
Ihre blauen Augen blitzen Nick voller Leidenschaft entgegen.
„Ich würde vorschlagen, dass ich dir das sage, wenn wir im Bett sind, zukünftige Mrs. Stokes.", lachte Nick und nahm Calleigh auf die Arme und trug sie ins Schlafzimmer.
Den ganzen Tag kamen beide nur noch aus dem Bett, um zu essen. Ansonsten ließen sie ihrer Begierde und Leidenschaft füreinander freien Lauf.
Sara war noch im Bad, als es klopfte, so hörte sie nicht, wie jemand in ihr Zimmer trat. Sie pfiff fröhlich und gut gelaunt vor sich hin. Sie hatte vorhin kurz mit Grissom telefoniert, er hatte sie angerufen und gesagt, dass er heute freihätte und den ganzen Tag, mit Nessi zu ihr ins Krankenhaus kommen würde. Das hob Saras Laune beträchtlich und die Physiotherapie Stunde bei ihrem Therapeuten, war ausgesprochen erfolgreich. Er war ebenso wie Luka erstaunt darüber, dass sie so schnell wieder auf den Beinen war.
Sie kam gerade aus der Dusche und war nur mit einem Handtuch bekleidet. Sie ging gerade wieder raus in ihr Zimmer um sich ihre Kleider zu holen, die sie vergessen hatte. Sie malte sich gerade aus, was Gil sagen würde, wenn er sie laufen sah. Sie bog gerade um die Ecke aus ihrem Flur im Zimmer, um zu ihrem Schrank zu gehen. Als sie verblüfft stehen blieb. Da saß auf dem anderen Bett mit dem Rücken zu ihr. Grissom, der die schlafende Nessi gerade einbettete, dass sie nicht rauskullerte. Sie schlich sich an ihren Mann ran und legte die Arme um ihn und knabberte zärtlich an seinem Ohr.
„Hey Honey, ich habe dich vermisst.", sagte sie freudig.
„S…s… Sara, du läufst? Du kannst stehen? Gott habe ich dich vermisst!", sagte Grissom, als er sich umgedreht hatte und aufgestanden war.
Er zog Sara in seine Arme und küsste sie voller Verlangen. Sara schlang erneut ihre Arme um ihn und erwiderte seinen Kuss genauso leidenschaftlich.
„Hey du, sag mal wie läufst du denn hier rum?", Grissom grinste seine Frau an, als er sich von ihr gelöst hatte.
„Na ja ich komme gerade aus der Dusche, ich konnte ja nicht wissen, dass du so schnell hier bist, gefalle ich dir denn so nicht? Du hattest mir etwas gesagt von heute Mittag. Das war vor 45 Minuten, als wir telefonierten.", erwiderte Sara lachend.
„Ich hatte Sehnsucht nach dir Specialgirl. Es ist unglaublich, dass du wieder so fit bist, ich freue mich ja so. Wie hast du das denn hinbekommen? Vor allem so schnell?"
„Na ja Luka hat mir Privatstunden gegeben, zusätzlich zu der Physiotherapie habe ich jeden Tag mit Luka trainiert!
„Ach deshalb hast du so erschöpft ausgesehen.", die letzten Tage.
Grissom sah seine Frau an, er konnte eine Regung unterhalb der Gürtellinie nicht vermeiden. Nur mit einem Handtuch bekleidet und nichts darunter, die bloße Vorstellung ließ ihn nach Luft schnappen.
„Was heißt die letzten Tage, du warst doch gar nicht hier, hat dir das Luka erzählt?", fragte sie etwas verwirrt.
„Nein Specialgirl, ich war da, allerdings hast du jedes Mal geschlafen die letzten Tage, du sahst so erschöpft aus, da habe ich dich lieber schlafen lassen. Ich wusste ja, dass ich heute freihabe, deshalb habe ich dir nichts gesagt."
„Aber gestern habe ich auf dich gewartet, warum hast du nicht angerufen, dass du nicht kommen kannst? Ich dachte, dir wird es zu viel mit mir, dass ich immer noch im Krankenhaus liege.", beendete sie leise.
„Sara, wie kannst du so etwas denken? Ich war gestern hier, habe deine Hand gehalten, du hattest einen Albtraum. Aber ich wollte dich nicht wecken, und war selber sehr müde, deswegen bin ich wieder nach Hause gegangen. Ich wollte, dass du dich erholst, und schläfst. Ich hatte auch sehr stressige Tage.", sagte er.
„Honey ich habe dich so vermisst, aber ich dachte gestern, dass es im Traum wäre, dass mir jemand meine Hand hält. Es tut mir leid, dass ich so gedacht habe, aber ich war ziemlich fertig, weil du gestern nicht gekommen bist. Ich meine ich habe verstanden, dass du viel zu tun hattest, aber ich war etwas gekränkt, dass du gestern nicht angerufen hast."
„Tut mir leid Sara, aber ich bin eingeschlafen, ich war so müde, nach den ganzen Doppelschichten. Und dann war ich zu spät. Sag mal Darling, hast du in letzter Zeit wieder häufig diese Albträume?", Grissom klang besorgt.
„Erzähle ich dir gleich alles, ich will mich nur eben anziehen, bevor ich noch richtig krank werde, es ist ziemlich kühl so nur im Handtuch.", grinste sie.
„Na ja ich wüsste da was, was dich sicher anheizen würde.", Grissom schaute Sara verlangend in die Augen und beugte sich zu ihr hinunter.
Er berührte ihre Lippen mit seinen und küsste sie fordernd, dabei ließ er langsam seine Hand über ihren Rücken zu ihrem Po wandern.
„Honey was tust du?", murmelte sie an seinem Mund.
„Ich stille nur meine Sehnsucht.", gab er grinsend zurück, aber ließ sie dabei nicht aus seinem Griff.
„Gott Sara, ich habe dich so sehr vermisst. Ich bin so froh, dass es dir wieder besser geht.", Grissom zog ihr das Handtuch vom Leib.
Er sog scharf die Luft ein, wie lange es doch her war, dass er Sara so gesehen hatte. Seine Augen blitzten auf vor Verlangen und Begierde.
Sara schrie leise auf. Damit hatte sie nicht gerechnet, dass Grissom ihr das Handtuch wegzog.
„Honey, bitte, es könnte jeden Moment eine Schwester reinkommen.", sagte sie leise, als er anfing ihren Körper zu streicheln.
„Hmmm ich weiß Sara, aber es fühlt sich so gut an.", murmelte er zwischen den Küssen, die er ihr auf den Mund drückte.
Sara war inzwischen mit ihren Händen unter sein Shirt gegangen und strich ihm sanft über seine Brust.
„Gil, bitte, nicht hier, die Schwester oder Dr. Kennedy werden jeden Moment hereinkommen, es war noch keine Visite und Nessi wird sicher auch bald wach und hat Hunger.", Sara machte aber dennoch keine Anstalten von Grissom zu lassen, genauso wenig wie er.
Doch dann stoppte er und sah ihr in ihre wundervollen braunen Augen.
„Sara Grissom ich liebe dich.", Grissom atmete immer noch heftig, am liebsten hätte er sie hier und auf der Stelle geliebt, doch sie mussten vernünftig bleiben.
„Ich liebe dich auch Gil.", sagte sie atemlos.
„Geh dich mal anziehen Specialgirl, sonst vergesse ich mich noch.", sagte er immer noch etwas atemlos und hob das Handtuch auf und schlang es um Sara.
Sara gab ihrem Mann noch einen begehrlichen Kuss und holte ihre Kleider aus dem Schrank und ging zurück ins Bad.
Als sie wieder kam, fiel Gil auf, dass sie die Brosche, mit dem „Belusium sara" trug.
„Darling, du hast ja deine Brosche an.", Grissom freute sich, denn er hatte es ihr noch nicht gesagt, sie musste sie wohl entdeckt haben.
„Ja Honey, schon die letzten Tage, seit ich aufstehen kann. Vielen Dank dafür, sie ist wirklich sehr schön.", Sara spielte gedankenverloren damit rum, als es anklopfte und die Ärzte für die Visite hereinkamen.
Die Ärzte hatte sie kurz untersucht und Dr. Pierce sagte, dass wenn sie so weitermachte, in 2 Wochen entlassen werden konnte. Sara musste sich zusammenreisen, um nicht laut aufzuschreien vor Freude. Endlich war es offiziell, nur noch 2 Wochen. Sie nahm sich vor, auf jeden Fall noch mehr an sich zu arbeiten, vielleicht konnte sie es ja noch verkürzen.
Eine Weile später schmiegte sich Sara eng an Grissom, der bei ihr im Bett lag. Grissom legte den Arm um sie und sie küssten sich immer wieder. Eine ganze Weile sprachen sie kein Wort, sie gaben sich den Küssen und den Streicheleinheiten hin, die sie sich gegenseitig schenkten.
„Honey, seit wann schläft Nessi denn schon?", Sara wunderte sich, dass ihr Tochter so lange und friedlich schlief.
„Sie ist zu Hause schon eingeschlafen. Ich habe sie im Schlafen angezogen und sie ist nicht mal aufgewacht. Glaube das ist jetzt schon 4 oder 5 Stunden her.", antwortete er, selber überrascht, dass seine Tochter so lange Schlief.
Nessi lag in dem anderen Bett, von Kissen und Decke eingebettet und schlummerte friedlich vor sich hin. Ab und zu hörte man mal ein Schmatzen, aber mehr auch nicht.
„Sara, erzähle mir doch jetzt bitte von deinen Albträumen, seit wann hast du sie wieder?", Grissom klang wieder besorgt.
„Seit ca. einer Woche, ich denke mal, es liegt daran, dass ich mir zu viel Gedanken mache. Weil ich unbedingt nach Hause will zu Nessi und dir.", Sara gähnte müde, das Duschen und die Untersuchung hatte sie doch etwas angestrengt.
„Darling, bitte mach dir nicht so viele Gedanken, es ist alles in Ordnung, spätestens in 2 Wochen bist du wieder bei uns zu Hause und bis dahin schaffen Nessi und ich es auch ohne dich. Entspanne dich lieber noch ein wenig, ich denke zu Hause wird die unsere kleine Vanessa keine Chance dazu lassen.", grinste Grissom.
„Ich versuche es Gil, aber die Gedanken kreisen eben ständig bei mir. Um dich, um Nessi und wie es euch beiden zu Hause ergeht. Ich fühle mich manchmal richtig nutzlos hier dagegen.", sagte sie mit einer Spur von Traurigkeit.
„Sara, du musst dir keine Sorgen machen um uns. Wir schaffen das ganz gut! Natürlich freuen wir uns, wenn du wieder zu Hause bist, aber jetzt müssen wir ohne dich auskommen und schaffen es. Kümmere du dich um deine Reha und unsere Tochter und ich, schaffen das zu Hause."
„Ok einverstanden Gil, aber nur, wenn du mal wieder ein wenig kürzertrittst beim CSI. Du siehst schlecht aus, hast Ränder unter den Augen und bist blass, von deinem Bart ganz zu schweigen.", ein leichtes Grinsen war auf ihrem Gesicht zu erkennen.
Sara hatte sich aufgesetzt und sah Grissom direkt an.
„Hm ja, es war in letzter Zeit wieder viel. Ich hatte auch keine Zeit mich zu rasieren!", gab er als Entschuldigung zurück.
„Das sind nur Ausreden Gil Grissom!", lachte Sara.
„Aber ich meine es ernst Gil, bitte übernimm dich nicht, gönn dir den Schlaf, wenn Vanessa dich schlafen lässt. Um mich brauchst du dich nicht zu sorgen, ich bin hier sehr gut aufgehoben.", fuhr Sara ernst fort.
Eine Weile diskutierten die beiden wieder mal, wer sich mehr übernehmen würde im Moment und Grissom berichtete ihr von einigen schwierigen Fällen beim CSI.
Irgendwann wurden Saras Augen schwer und sie schmiegte sich wieder eng an ihren Mann, legte ihren Kopf auf seine Brust und zog sie in seine Arme. Nach ein paar Minuten waren beide eingeschlafen.
Als nach einer halben Stunde Melinda Kennedy ins Zimmer kam, um nach Sara zu sehen. Konnte sie sich ein leises Lachen nicht verkneifen. Mr. und Mrs Grissom lagen eng umschlungen in Saras Bett und schliefen. Und Nessi in dem anderen Bett, welches Gil ein wenig an Saras Bett ran gezogen hatte, damit sie Vanessa besser im Blick hatten, und schlief ebenfalls ganz friedlich. Sara hatte eine Hand auf Nessis Rücken gelegt. Dr. Kennedy bereute es, dass sie gerade keinen Fotoapparat zur Hand hatte. Der Anblick war einfach zu süß, die 3 Grissoms schlafend zusammengekuschelt. Sie schlich sich leise wieder aus dem Zimmer ins Schwesternzimmer, die dort eine Sofortbildkamera hatten. Mit der Kamera im Gepäck kam sie noch mal zurück ins Zimmer und knipste ein paar Fotos, von der schlafenden Family Grissom.
Dann ging sie wieder aus dem Krankenzimmer und schloss leise die Tür.
Mit einem Lächeln auf den Lippen und den Gedanken an Luka Dacanti setzte sie ihren Weg zu einer anderen Patientin fort.
