Chapter 66

Sara wurde durch das Schreien von Nessi geweckt. Sara setzte sich auf und nahm Nessi auf den Arm.

„Hey Prinzessin, wer wird denn hier so schreien?"

Vanessa sah ihre Mutter mit großen Augen an und war für einen kleinen Moment still. Dann aber fing sie sofort wieder an zu schreien. Sara warf einen Blick auf ihren Mann, der sich kurz bewegt hatte. Sie hoffte, er würde von Nessis Schreien nicht aufwachen, er hatte mal ein wenig Schlaf verdient.

„Hast du Hunger Nessi? Hmm? Ja? Dann wollen wir mal dir etwas zu Essen geben.", sagte Sara zärtlich.

Sie legte Nessi noch mal kurz neben sich, um ihr T-Shirt auszuziehen, das gefiel Nessi so gar nicht, sie strampelte mit allen Vieren und krächzte immer lauter. Sie nahm Nessi wieder hoch und knöpfte ihren BH auf und stillte ihre Tochter. Als sie Nessi an die andere Brust legte, und die Kleine genüsslich vor sich hinschmatzte, wachte Gil auf.

„Hey, da hat aber jemand Hunger. Wie lange haben wir denn geschlafen?", er sah auf die Uhr.

Sie hatten eine Stunde geschlafen. Und Nessi hatte fast 6 Stunden am Stück geschlafen. Das war das erste Mal, dass sie so lange geschlafen hatte.

„Unsere Tochter hat ein gutes Gespür. Sie weiß wohl, dass sich ihre Eltern schon lange nicht mehr gesehen haben und ein wenig Ruhe brauchen.", sagte Sara und lächelte ihren Mann an.

„Na ja normal ist unser kleines Monster ja nicht gerade für ihr tolles Timing berühmt.", sagte er lachend.

„Gil würdest du mir bitte mal helfen, ich will Nessi ungern jetzt weglegen, sie hat einfach zu viel getrunken, habe das Gefühl, sonst kommt die ganze Milch wieder raus."

„Sicher Darling.", Grissom half Sara, nachdem sie sich ihren BH wieder zugeknöpft hatte, wieder das T-Shirt anzuziehen. Als sie es anhatte, hauchte er Sara einen Kuss auf ihre Schulterblätter. Sara bekam Gänsehaut bei der Berührung. Sie schenkte ihrem Mann ein umwerfendes Lächeln.

„Oh Sara ich bin froh, wenn du endlich wieder zu Hause bist. Ich will dich endlich wieder bei mir haben!"

Es dauerte nicht lange, da hatte Nessi aufgestoßen. Sara legte ihre Tochter in die Mitte zwischen ihren Mann und sich selbst. Nessie strampelte mit allen Vieren und gluckste vor Vergnügen, als Sara und Gil anfingen mit ihr zu albern.

Eine Woche später, Grissom hatte gerade Nessi ins Bett gebracht. Er war gerade wieder auf dem Weg ins Wohnzimmer, als Luka zur Tür reinkam.

„Guten Abend, Mr. Dacanti, waren sie bei Sara im Krankenhaus?"

„Hey, Mr. Grissom, ja ich habe mit Sara wieder eine Stunde trainiert. Sie ist schon wieder sehr fit. Gehen sie heute Abend noch einmal zu ihr?", Luka sah Grissom fragend an.

„Nein, Sam hat Vanessa erst vor einer halben Stunde gebracht, Nessi ist schon auf dem Weg nach Hause eingeschlafen. Ich werde Sara ja morgen aus dem Krankenhaus holen. Ich bin auch noch nicht lange zu Hause vom Labor."

„Denke Sara wird sich gut zu Hause wieder einleben. Sie hat sich in den letzten 3 Wochen sehr viel Mühe gegeben und es hat sich gelohnt. Sie ist fast wieder, wie früher.", sagte Luka.

„Ja, ich weiß, ich danke ihnen Mr. Dacanti, sie haben Sara gut getan. Kann ich sie später noch zu einem Drink einladen?", fragte Grissom.

„Warum nicht, ich habe sowieso nichts mehr vor heute Abend."

„Prima, ich will zuerst noch mit Sara telefonieren, sie können ja schon Mal ins Wohnzimmer vorgehen.", sagte Grissom und rang sich zu einem Lächeln durch.

Er hatte gestern eine stressige Nacht im Labor gehabt. Er war heute Morgen gleich zu Sara ins Krankenhaus gefahren. Er freute sich sehr, dass sie morgen endlich nach Hause kam. Es waren jetzt fast 3 Monate her, dass sie Vanessa auf die Welt gebracht hatte. Grissom sehnte sich nach seiner Frau zu Hause.

Er ging ins Arbeitszimmer und wählte die Nr. von Saras Zimmer im Krankenhaus. Grissom kannte sie mittlerweile auswendig.

Schon nach einem Rufzeichen, nahm seine Frau am anderen Ende ab.

„Grissom!", meldete sie sich.

„Hey Specialgirl, wie geht es dir?

„Hey Honey, schön, dass du anrufst. Ich glaube ich kann heute Nacht nicht schlafen, bin viel zu aufgeregt, dass ich Morgen endlich nach Hause darf. Kannst du dir vorstellen, 3 Monate habe ich hier verbracht, davon kann ich mich nur an einen erinnern.", bei den letzten Worten hatte sie leise und etwas bedrückt geredet.

„Darling, ich weiß, aber freue dich jetzt darauf, dass du morgen nach Hause kommst! Nessi und ich erwarten dich schon sehnsüchtig.", versuchte er seine Frau zu beruhigen.

Grissom hatte gehört, dass Sara geweint hatte. Ihm selber ging es nicht besser, er war hin und hergerissen. Er freute sich einerseits sehr, dass seine Frau morgen nach Hause kommt, aber auch ein wenig Trauer, über die vergangenen Monate, in der sie beide vieles durchgemacht hatten.

„Hat Nessi denn geschlafen, als Sam mit ihr zurück war? Sie war so schrecklich müde, ich habe sie hier ein wenig in den Schlaf getragen, aber sie ist schon nach ein paar Minuten wieder aufgewacht."

„Ja, Nessi ist auf dem Nachhauseweg eingeschlafen, ich habe sie gleich ins Bett gebracht, sie schläft jetzt."

„Das ist gut, hoffentlich lässt sie dich ein wenig schlafen, du klingst erschöpft. Luka müsste eigentlich auch schon wieder zurück sein, er ist vor einer Stunde gegangen."

„Ja, Luka sitzt im Wohnzimmer, wir wollen noch etwas zusammen trinken. Er muss ja in 3Tagen schon wieder zurück nach Europa."

„Oh ihr wollt was zusammen trinken. Bitte tue mir einen Gefallen Gil und schlag Luka nicht den Kopf ein. Er ist wirklich ein sehr lieber Freund und er hat viel für mich getan. Es wäre schade, wenn ich ihn hier besuchen müsste.", neckte sie ihren Mann.

„Nur keine Panik Sara, ich werde ihn am ganzen Stück lassen. Er hat gute Arbeit geleistet bei dir, da werde ich ihm sicher nichts tun.", lachte er.

„Hey, ich war auch daran beteiligt, schließlich habe ich mich auch angestrengt. Es ist mir schließlich gelungen, dich zu beeindrucken."

„Specialgirl, du beeindruckst mich immer.", sagte Grissom lachend.

„Gil Grissom du musst immer das letzte Wort haben, oder?", lachte sie.

„Naja vielleicht nicht das letzte Wort, aber dich will ich morgen endlich wieder haben!"

„Ich liebe dich Gil.", sagte Sara nach einer kurzen Pause.

„Ich dich auch Sara schlaf schön und träume süß, bis morgen!"

„Danke du auch Griss, ich freue mich auf Morgen.", sagte Sara und beide legten auf.

Grissom saß noch eine kurze Weile im Arbeitszimmer und schaute ihr Hochzeitsbild mit einem glücklichen Lächeln an. Dann ging er ins Wohnzimmer zu Luka.

„Mr. Dacanti was kann ich ihnen anbieten, einen Whiskey oder eher einen Martini.", fragte Grissom.

„Ein Whiskey wäre gut, danke Mr. Grissom.", sagte Luka.

Grissom ging zum Schrank und holte den Whiskey und zwei Gläser raus. Er stellte die Gläser auf den Tisch und goss ihnen beiden ein.

„Mr. Dacanti, ich möchte mich bei ihnen bedanken, dass sie Sara wieder auf die Beine geholfen haben."

„Mr. Grissom, sie müssen sich nicht bedanken, Sara ist meine Freundin und ich habe gerne gemacht. Außerdem, die meiste Arbeit, hat Sara geleistet.", entgegnete er.

„Bitte Mr. Dacanti, ich bin Gil. Das mit dem Sie können wir jetzt lassen.", sagte Gil und hob sein Glas.

„Gut Gil dann bitte nenn' mich bitte Luka."

Jetzt erhob ebenfalls Luka sei Glas und sie stießen an.

Sie unterhielten sich noch ein wenig, bis Nessi sich wieder meldete. Grissom ließ sie zuerst ein wenig quäken, weil er dachte, sie würde wieder einschlafen. Aber er dachte sich schon insgeheim, dass Vanessa Hunger hatte.

Gil wollte gerade aufstehen, um Nessi von oben zu holen, da sprang Luka schon auf.

„Mach du das Fläschchen warm, ich hole die kleine Maus aus ihrem Bett.", sagte Luka und war schon auf dem Weg nach oben.

Luka nahm Vanessa aus dem Bett, ein paar eisblaue Augen blickten ihn an. Sie hörte augenblicklich auf zu schreien. Und fing an, ihre kleines Fäustchen in den Mund zu stecken. Luka nahm sie an die Schulter und strich ihr beruhigend über den Rücken. Sofort fing Nessi an bei Luka zu suchen.

„Hey Nessi, ich bin nicht deine Mama, du musst dich schon ein wenig gedulden, dein Daddy macht gerade das Fläschchen warm.", sagte er mit einem Lachen.

Er nahm Nessi wieder hielt sie ein wenig in die Höhe und roch an der Windel. Er hatte das Mal in einem Film gesehen.

„Puh Nessi, du riechst aber wirklich nicht damenhaft.", sprach er lachend weiter.

Luka ging mit ihr rüber in das Kinderzimmer und legte sie auf die Wickelkommode. Er hoffte inständig, dass er das einigermaßen hinbekam. Denn Gil schien noch immer mit der Nahrung von Nessi beschäftigt zu sein. Langsam knöpfte er den Strampler von ihr auf und zog ihn aus. Er suchte danach krampfhaft am Hals vom Body, wo er ihn aufmachen konnte. Aber er fand nichts, bis er darauf kam, dass der Body zwischen den Beiden geschlossen wurde. Gleich darauf hatte er ihr auch den Body ausgezogen. Jetzt lag Nessi nur mit der Windel bekleidet vor ihm. Er roch schon das Nessi kräftig in die Windel gemacht hatte.

„So, kleine Lady, jetzt werde ich dir gleich mal deine Windel ausziehen und ich bitte dich Nessi, sei nicht wie deine Mutter, die sich immer bewegen muss, und halte still.", Luka hoffte inständig Nessi würde brav liegen bleiben, während er sie wickelte.

Aber Saras Tochter dachte nicht im Traum daran stillliegen zu bleiben, als Luka ihr die Windel auszog, strampelte sie mit ihren Beinchen, vermutlich froh, die Windel endlich auszuhaben. Luka hatte seine Mühe sie sauber zu machen. Aber er gewann schließlich den Kampf und Nessi war sauber und wieder frisch gewickelt. Als er ihr auch dann letztendlich den Strampler wieder angezogen hatte, ließ Vanessa ein Glucksen von sich hören.

„So, kleine Nessi, jetzt bist du frisch gewickelt und sauber und ich muss dir sagen, du hast deinen Spitznamen zurecht bekommen, du bist wirklich ein kleines Monster. Und deiner Mommy so ähnlich. Du bist genauso hübsch wie sie und machst deinen Daddy stolz.", sagte er lachend.

„Oh ja Luka, Sara und Vanessa machen mich nicht nur stolz, sondern sehr glücklich.", sagte Grissom, der ins Zimmer kam und lächelte.

„Vanessa hatte die Windel voll, ich dachte ich versuche mich mal an ihr.", sagte Luka und übergab Gil seine Tochter.

„Scheint so als hättest du erfolg gehabt.", grinste Grissom.

„Ich glaube da kommt eine Menge auf euch zu mit Nessi. Ich meine sie sieht ja schon Sara ziemlich ähnlich bis auf die Augen. Und dann das Temperament, dass sie jetzt schon hat, na dann viel Spaß.", sagte Luka lachend.

„Luka, bitte, ich möchte mich jetzt nicht wirklich damit befassen, wenn sie wirklich das Temperament von Sara hat, dann wird die Erziehung sicher eine schwierige Sache.", Grissom musste jetzt ebenfalls lachen.

Nessi dagegen nuckelte gierig an der Flasche und sah ihren Daddy mit ihren großen blauen Augen an. Als Vanessa endlich ihren Hunger gestillt hatte, legte Gil, sie wieder im Elternschlafzimmer in die Kinderwiege. Sofort schlief Nessi wieder ein.

„Eure Tochter ist wirklich eine ganz hübsche und süße Maus.", sagte Luka, als die beiden Männer wieder im Wohnzimmer saßen.

Grissom hörte nicht, was Luka gesagt hatte, er war in Gedanken bei Sara. Er vermisste sie schmerzlich. Die 3 Monate waren eine schwere Zeit und Grissom war froh, dass seine Frau alles gut überstanden hatte. Jedes Mal, wenn er Vanessa ansah, bemerkte er – seiner Meinung nach – immer mehr Ähnlichkeit zu Sara. Die Augen hatte sie von ihm, das war unverkennbar, ansonsten kam sie aber nach Sara. Gil musste leicht grinsen, als er an den Appetit von Nessi dachte.

„Grissom, alles in Ordnung?", fragte Luka, als er merkte, dass er ihm nicht zugehört hatte.

„Was? Ja sicher tut mir leid, ich habe nur gerade daran gedacht, wie ähnlich die Kleine Sara doch ist.", sagte er etwas verlegen.

„Ja, das ist sie wirklich, ich finde es erstaunlich, die Augen hat sie von dir, aber sonst sieht sie aus wie Sara. Ich hab doch schon gesagt, ihr werdet eure helle Freude an der Erziehung haben! ", lachte Luka.

„Ich hoffe doch, sie gerät mehr nach mir als nach Sara. Sonst muss ich Nerven wie Drahtseile haben.", lachte Grissom.

„Oh ja, ich weiß, wovon du redest, Sara kann manchmal ganz schön stur und eigensinnig sein."

„Ja, das ist wahr, aber sie hat auch andere Seiten, egal welche Seite, sie auch immer hat, ich liebe sie gerade, weil sie so ist.", entgegnete Grissom nachdenklich.

„Du vermisst sie sehr, richtig?", fragte Luka vorsichtig.

„Ja, Luka, die 3 Monate waren keine einfache Zeit, überhaupt die letzten 2 ½ Jahre waren nicht einfach für uns beide, ich hoffe, dass jetzt endlich mal alles gut ist, und wir in Ruhe Familie sein können.", gab Grissom zurück.

Die beiden Männer unterhielten sich noch eine Weile über Sara und Nessi und tranken noch etwas Whiskey.

Grissom wurde am nächsten Morgen sehr früh durch das Quäken von Nessi geweckt. Es war zwar gestern nicht allzu spät geworden mit Luka, trotzdem fühlte er sich leicht lädiert, als er von seiner Tochter geweckt wurde. Sie war in der Nacht noch mehrmals hungrig aufgewacht. Grissom fühlte sich ziemlich ausgelaugt. Er nahm Nessi aus der Wiege und ging zurück ins Bett.

„Hey Prinzessin, was ist los? Hungrig kannst du doch nicht schon wieder sein, du hast doch erst vor 2 Stunden etwas bekommen. Und Mommy können wir erst in ein paar Stunden abholen, die wäre nicht begeistert, wenn wir jetzt schon auftauchen.", sprach er sanft auf seine Tochter ein.

Gil drückte seine Tochter kurz an sich und legte sie dann neben sich ins Bett. Nessi war wieder ruhig geworden, sie strampelte mit allen Vieren und gluckste vergnügt vor sich hin. Grissom deckte sie zu, aber innerhalb von Sekunden hatte Nessie die Decke wieder weggestrampelt.

„Du hast wohl keine Lust mehr zu schlafen, Prinzessin?"

Wie zur Bestätigung fing Nessi an zu glucksen und zu strampeln.

„Also gut Kleine, gehen wir runter und Frühstücken erst einmal, mal schauen vielleicht schläfst du ja dann noch mal.", sagte er zu seiner Tochter und nahm sie auf den Arm und ging mit ihr nach unten.

„So, Prinzessin, jetzt muss ich dich aber erst einmal ablegen, um dir dein und mein Frühstück zuzubereiten."

Grissom legte Nessi auf den Boden auf die Krabbeldecke und machte sich auf den Weg in die Küche. Nessi gefiel das überhaupt nicht und quäkte vor sich hin. Irgendwann wurde wohl Luka davon wach und ging ins Wohnzimmer. Er sah, dass Grissom in der Küche beschäftigt war, und hob Nessi hoch um sie zu beruhigen. Aber Vanessa ließ sich durch nichts beruhigen, egal was Luka auch anstellte. Sie beruhigte sich erst wieder, als Grissom ihr das Fläschchen gab.

Vanessa hatte aber auch nach dem „Frühstück" keine Lust mehr zu schlafen, im Gegensatz zu Luka, der wieder ins Bett ging, um weiterzuschlafen.

Als Grissom mit Nessi bei Sara im Krankenhaus ankam, sah er ziemlich übernächtigt aus. Er war gerade auf dem Weg ins Saras Krankenzimmer, als er Dr. Pierce auf dem Gang traf.

„Guten Morgen Dr. Grissom, wie geht es ihnen?"

„Guten Morgen Dr. Pierce, außer dass Vanessa die ganze Nacht kaum geschlafen hat, ganz gut.", gab er lachend zurück.

„Ja habe schon von ihrer Frau gehört, dass ihre Tochter sie ganz schön auf Trapp hält.", sagte er und grinste nun auch.

„Ist Sara schon fertig mit den Untersuchungen? Oder müssen wir noch warten, bis wir sie mit nach Hause nehmen können."

„Nein, Dr. Grissom, denke ihre Frau wird sicher schon fix fertig sein, um nach Hause zu gehen. Aber ich habe auch zu ihr gesagt, sie muss sich noch ein wenig schonen. Die Fortschritte sind erstaunlich, die sie in den letzten Wochen gemacht hat, aber sie soll es nicht übertreiben!", sagte Dr. Pierce.

„Ich werde dafür sorgen, dass sie sich nicht übernimmt, Dr. Pierce.", sagte Gil und verabschiedete sich von dem Arzt und ging weiter zum Zimmer von Sara.

Seine Frau war tatsächlich schon fix und fertig angezogen und schaute aus dem Fenster als Grissom eintrat. Sie bekam nicht mit, wie ihr Mann das Zimmer betrat, sie stand mit dem Rücken zu ihm. Im ersten Moment musste er schlucken, es war als hätte er ein Deja Vú. Sara stand genauso vor dem Fenster, wie in seinem Traum. Aber er realisierte gleich, dass er seine Tochter im Maxicosi dabei hatte. Mit einem Lächeln auf dem Gesicht stellte er seine Tochter vorsichtig auf den Boden und ging zu seiner Sara und schlang seine Arme um sie.

„Guten Morgen Specialgirl, bist du bereit nach Hause zu kommen?", murmelte er leise an ihrem Ohr.

Sara drehte sich um und strahlte ihren Mann an. Jetzt schlang sie die Arme um ihn und küsste ihn leicht auf die Lippen.

„Guten Morgen Honey, ja ich will endlich nach Hause.", sagte sie glücklich und betrachtete ihre schlafende Tochter im Babysafe.

Sie löste sich mit einem leichten Kuss von Gil und ging zu ihrer Tochter und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. Nessi störte das alles nicht, sie schlief ruhig und friedlich weiter.

„So, wie du aussiehst, hat dich Nessi wohl heute Nacht nicht schlafen lassen.", sagte Sara und sah ihren Mann etwas besorgt an.

„Gute CSI, scharfe Beobachtungsgabe. Nessi war wohl zu aufgeregt darüber, dass ihre Mommy heute nach Hause kommt.", gab er lachend zurück.

„Na ja du kennst doch das Sprichwort, einmal ein CSI, immer ein CSI.", lachte nun auch Sara.

„Komm Sara, lass uns endlich nach Hause gehen, lassen wir diesen Abschnitt hinter uns!" sagte Grissom nahm seine Frau an der Hand und Nessi im Maxicosi.

Sara hatte nur noch eine Tasche, die sie sich über die Schulter hängte, alles andere hatte Grissom gestern schon mit nach Hause genommen.

Sara freute sich endlich nach Hause zu kommen.

Sie gingen noch am Büro von Dr. Kennedy vorbei, Sara wollte unbedingt noch etwas erledigen, hatte sie Grissom gesagt.

„Mel, ich danke ihnen für alles.", sagte Sara, als sie im Büro standen.

„Sara, nichts zu danken, das meiste haben sie alleine geschafft."

„Hätten sie Lust morgen Abend zu uns zum Abendessen zu kommen. Es ist Lukas letzter Abend, er fliegt am nächsten Morgen wieder nach Europa zurück und ich dachte eine wenig nette Gesellschaft für den letzten Abend ist ganz nett.", sagte sie und setzte ihr schönstes Lächeln auf.

„Uhm….. ja warum eigentlich nicht.", sagte Melinda.

„Schön, dann morgen Abend bei uns zu Hause.", sagte Sara und verabschiedete sich von ihr.

„Sara Grissom sie sind ein Biest.", sagte Grissom zu ihr, als sie auf dem Weg zum Parkplatz waren.

„Warum? Ich tue einem Freund nur einen Gefallen. Außerdem hat mich Nicky auf den Gedanken gebracht.", sagte sie lachend.

Sara hakte sich lachend bei ihrem Mann unter, der nur ungläubig den Kopf schüttelte