Chapter 72
Sara genoss es mit ihrem Mann alleine zu sein. So lange schon hatte sie sich nicht mehr so gut gefühlt! Sie saß im Whirlpool und wartet auf Grissom, der sich gerade auf geheimnisvolle Art und Weise davongeschlichen hatte. Er hatte sich nur den Bademantel übergezogen und gesagt er komme gleich wieder. Sara war gespannt, was er vorhatte.
Grissom hatte sich den Bademantel übergestreift und war zur Tür gegangen, zum Glück hatte Sara nicht mitbekommen, wie es an der Tür klopfte.
Ein Zimmerkellner kam herein und brachte, den von Grissom bestellten Schampus, die Früchte und Schokolade. Er wollte die nächsten zwei Tage seine Frau verwöhnen. Sie hatte ihm eine wundervolle Tochter geschenkt, und hatte die letzten Monate genug mitgemacht. Er hoffte nur, es würde ihr gefallen, auch wenn es nicht so das Übliche war, was sie sonst taten. Aber es war eben anders als sonst, die Umstände waren auch nicht die gleichen wie sonst.
Grissom gab dem Zimmerkellner ein Trinkgeld und unterschrieb die Rechnung. Als der Kellner gegangen war, fuhr er den kleinen Speisewagen zum Bad, in dem Sara schon ungeduldig wartete, zumindest dachte sich das Grissom. Doch als er ins Bad kam, entfuhr ihm ein Lächeln, Sara hatte sich zurückgelehnt und hatte die Augen geschlossen, sie hatte ihn nicht bemerkt, wie er reinkam. Schnell schenkte er zwei Gläser ein. Stellte sie ab und ließ sich in den Pool gleiten. Sanft hauchte er Sara Küsse auf ihre Schultern. Sie öffnete völlig überrascht die Augen.
„Oh Honey, bin ich eingeschlafen?"
„Sieht ganz danach aus Specialgirl!", grinste er sie an.
„Omg sorry Honey, ich war wohl ziemlich erschöpft von den letzten Tagen.", sagte sie schuldbewusst.
„Hey Specialgirl, das macht doch nichts. Möchtest du lieber ins Bett gehen und schlafen?", fragte er, hoffte aber sie würde sich dagegen entscheiden.
„Auf keinen Fall Honey, du musst mich nur etwas munter machen.", sagte sie und blitze ihn frech aus ihren tiefbraunen Augen an.
Grissom ließ sich das nicht zweimal sagen, er küsste Sara sanft auf ihre Schultern und wanderte weiter zu ihrem Ohr und knabberte sanft an ihrem Ohrläppchen.
„Na, macht dich das wach?", fragte er grinsend und sah Sara liebevoll an.
„Na, Gil Grissom da musst du dich aber noch ein wenig anstrengen, damit ich wach bleibe.", erwiderte sie lachend.
„Auch anspruchsvoll, die Lady.", murmelte er grinsend.
„Ok, dann trinken wir erstmal einen Schluck von dem Champagner."
Sara bekam große Augen, sie schaute Grissom ungläubig an, als er ihr ein Glas reichte.
„Sag mal was, hast du noch vor? Jetzt schon Champagner? Verstehe mich nicht falsch Honey, ich finde es wunderbar, was du alles tust, um uns wunderschöne Tage zu machen, aber musst du gleich den puren Luxus auffahren? Du weißt ich gebe mich mit einfachen Dingen genauso zufrieden.
„Du musst mich nicht mehr beeindrucken, das hast du schon vor Jahren mit ganz einfachen Dingen geschafft.", sagte sie und lächelte ihren Mann an.
„Darling, ich will einfach nur mal etwas Besonderes mit dir zusammen erleben, und diesmal Positiv, nicht immer nur Arbeit, sondern einfach privat, nur wir beide. Es gab genug Schlimmes, in den letzten Jahren, die sich zwar durch unsere Hochzeit ausgeglichen haben, aber die Geburt von Nessi war schwer gewesen und gerade du hast es verdient verwöhnt zu werden."
„Glaube du machst mich immer öfters sprachlos in letzter Zeit, danke dir und glaube mir, ich werde es jetzt schon nicht mehr vergessen, besonders nicht diese Nacht!", grinste sie.
„Dann lass uns mal auf unseren halbjährigen Hochzeitstag anstoßen, wobei wir ja bald Einjähriges feiern, aber da wir den anderen nicht feiern konnten, möchte ich es nachholen."
„Dich zu heiraten, war ein Traum, den ich jahrelang hatte und seit er wahr geworden ist, bin ich der glücklichste Mann, den man sich vorstellen kann. Und du hast Nessi auf die Welt gebracht, das war das wunderbarste Geschenk, das du mir machen konntest. Ich danke dir für unser Tochter, Sara!", Grissom hatte Tränen in den Augen, als er gesprochen hatte.
„Honey, ich weiß nicht was ich sagen soll. Ich bin total überwältigt. Ich habe eigentlich fast nicht mehr daran geglaubt, dass du jemals deine Gefühle zulässt! Aber unsere Hochzeit war auch für mich, neben der Geburt von Nessi das Schönste was ich mir vorstellen konnte!", auch Sara musste schlucken, als sie es sagte.
Sara trank einen Schluck von dem Champagner, Grissom nahm dann das Glas von ihr entgegen und stellte es wieder weg. Beide ließen sich während dieser Prozedur nicht aus den Augen. Als Grissom das Glas weggestellt hatte, zog er Sara sofort in die Arme und küsste sie.
Sara stöhnte auf, denn dieser Kuss regte in ihr die unterschiedlichsten Gefühle. Er war einerseits sanft aber auch gleichzeitig fordernd und voller Drang.
Langsam strich Sara Grissom über seinen Oberkörper. Sie konnte ihre Gefühle einfach nicht unterdrücken. Die Begierde konnte er in ihren Augen lesen. Sie waren froh, dass sie schon nackt waren und nicht noch störende Kleider ausziehen mussten. Ohne großes Vorspiel drang er in sie ein.
Sara schrie leise auf! Aber nicht vor Schmerz sondern vor Lust, die sie fast erdrückte.
„Oh Griss, du machst mich wahnsinnig!", flüsterte sie ihm ins Ohr. Aber es folgten noch andere Dinge, die sie ihm ins Ohr flüsterte.
Grissom konnte seine Leidenschaft nicht mehr zügeln. Das, was Sara sagte, erregte ihn immer mehr! Er konnte kaum glauben wie sehr sie sich gehen lies.
Als er merkte, dass Sara so weit war, lies auch er sich von der Erregung und der Leidenschaft mitreisen.
Als beide wieder bei Atem waren tranken sie noch ein wenig Champagner und Grissom lies es sich nicht nehmen Sara mit den Früchten zu füttern. Sara genoss es so verwöhnt zu werden. Sie konnte sich vollkommen gehen lassen und wusste dass sie ihrem Mann in allen Lebenslagen vertrauen konnte. Auch Grissom hatte endlich das Gefühl alles richtig gemacht zu haben. Er hatte seine Sara, eine wunderbare Tochter und war sehr glücklich!
Die Nacht war für die Beiden aber noch nicht zu Ende. Sie setzten ihr Liebesspiel im Bett fort und als sie letztendlich erschöpft und aneinandergeschmiegt einschliefen, ging draußen schon wieder die Sonne auf.
Reena sah Greg auf sich zukommen, sie wäre am liebsten davongelaufen, doch sie wusste, sie musste sich professionell verhalten.
„Hey Reena, wie geht es dir?....", fragte Greg eher höflich, als interessiert…"Konntest du schon etwas über das Blut rausfinden, was wir am Tatort gefunden haben?", fragte er ganz sachlich.
In Reena zog sich etwas schmerzhaft zusammen. Sie hatte nicht damit gerechnet, dass Greg so kalt und oberflächlich sein konnte.
„Nein Greg, ich habe keine Übereinstimmung mit dem Opfer gefunden, falls du das gemeint hast", sagte sie und wollte aus dem Laborraum gehen. Doch Greg hielt sie fest.
„Können wir reden Reena? Ich denke, jetzt wo wir zusammenarbeiten, sollten wir einiges klären.", sagte er tonlos.
„Ja können wir, Greg! Aber lass uns bitte in den Aufenthaltsraum gehen, da sind wir ungestört!"
Als sie sich beide im Aufenthaltsraum gegenüber gesetzt hatten, atmete Reena hörbar ein und fing an zu reden.
„Es tut mir leid, was in der Nacht passiert ist! Ich hätte mich nicht dazu hinreisen lassen sollen."
„Ach so, jetzt siehst du es also als Fehler, was zwischen uns war?", Greg sah sie mit zusammengekniffenen Augen an.
„Nein nicht direkt Greg, aber es hätte nicht passieren sollen!", erwiderte Reena.
„Ok, das ist die offizielle Version, aber wie sieht es in dir aus Reena, glaubst du wirklich, dass was du da sagst? Ich glaube davon nämlich nichts!", sagte er verärgert.
„Wie es in mir aussieht, ist mein Problem und nicht deines Greg Sanders!", giftete sie fast zurück.
„Ach Mss. Reena Procter will mal wieder alle Probleme alleine bewältigen. Kennen wir das beide nicht von einer anderen Person, die es fast zu ihrer Lebensaufgabe gemacht hatte?", Greg war nun wütend geworden.
Er verstand Reena einfach nicht. Er wusste zwar nicht, was sie für ihn empfand, aber schließlich hatte sie eine Freundschaft vorgeschlagen.
„Greg, bitte, ich bin nicht Sara und du nicht Grissom.", fauchte sie ihn nun an.
„Ach nein, aber ich komme mir langsam so vor. Du meinst deine Probleme alleine bewältigen zu müssen, dann tue es. Aber komme nicht bei mir an, von wegen lass uns Freunde sein. Unter Freunde verstehe ich etwas anderes. Freunden sagt man nämlich was einen bedrückt.", schoss er sauer zurück.
„Du wolltest die ganze Zeit auf unsere Freundschaft raus?", fragte Reena in verblüfft.
„Sicher, du hast mir ja an dem Morgen danach deutlich klar gemacht, was du von mir hältst! Ich mag zwar fünf Jahre jünger als du sein, aber nicht so dumm, wie du mich hinstellst!", Greg war nun extrem sauer und wollte einfach nur noch raus hier.
Greg stand auf und wollte den Raum verlassen.
„Bitte Greg, es tut mir leid, es tut mit alles so Leid!", schluchzte Reena.
„Hey Engel, bitte weine nicht, du weißt ich kann es nicht sehen, wenn du weinst.", sagte er und lächelte sie aufmunternd an, als er sie tröstend in den Arm nahm.
Reena hätte so gerne sich ganz in Gregs Arme geschmiegt und ihm alles erzählt von dem Baby und Sasha, aber sie konnte nicht, sie hatte Angst, es würde alles zwischen ihnen zerstören.
„Greg, es tut mir so leid, aber ich kann dir einfach nicht sagen, was mich bedrückt. Bitte verstehe mich doch. Es hat mit meiner Vergangenheit zu tun und ich muss das alleine erst bewältigen, bevor ich etwas eingehe, das schon vorher zum Scheitern dadurch verurteilt ist.", sie sah Greg aufrichtig in die Augen.
„Reena ich will nur, dass es dir gut geht. Ich möchte dein Freund sein und dir beistehen, wenn dich etwas plagt oder belastet. Ich will nicht leugnen, dass ich gerne mehr hätte, aber ich akzeptiere es und nehme wenigstens die Freundschaft, dass mir etwas von dir bleibt!", sagte er ehrlich.
„Ok, dann bitte akzeptiere auch, dass ich dir nichts erzählen will bzw. kann, zumindest nicht im Moment!"
„Ich versuche mein Bestes.", sagte Greg und nickte ihr zu.
Beide saßen sie noch einige Minuten schweigend zusammen, bis jeder von ihnen wieder an seine Arbeit ging. Beide mit dem Gefühl, dass das Gespräch nichts gebracht hatte.
Sara war als erste ein paar Stunden später wach. Ihr knurrender Magen hatte sie geweckt. Als die Erinnerungen von letzter Nacht zurückkamen, schlich sich ein leichtes Lächeln auf ihr Gesicht. Sie schmiegte sich an Grissom, der wohl reflexartig sie näher an sich ranzog. Sara genoss es neben ihrem Mann aufzuwachen. Zu Hause war es immer Stress, wenn sie morgens aufstanden, meistens schlief Grissom noch, wenn sie aufstand, weil er ja von der Nachtschicht kam.
„Morgen Darling, gut geschlafen?", Grissom war nun auch wach geworden.
„Ja Honey, zwar kurz, aber gut.", lächelte sie ihn an und gab ihm einen sanften Kuss.
„Ich denke mal nach deinem Bauch zu urteilen, hast du Hunger.", grinste Grissom sie an.
„Ja, und wie ich Hunger habe! Sex mach eben hungrig.", gab sie kess zurück.
„Oh ja, das macht es wirklich, Hunger auf mehr.", sagte Grissom lachend und fing an Sara fordernd zu küssen.
„Honey, so habe ich das nicht gemeint. Ich habe wirklich Hunger.", murmelte sie zwischen seinen Küssen hervor.
Grissom gab sich geschlagen und Sara frei, damit sie unter die Dusche konnte. Als auch er mit duschen fertig war und angezogen, gingen sie beide zum Frühstücksraum hinunter.
Grissom staunte nicht schlecht, als er sah, was Sara alles aß.
„Schau mich nicht so grinsend an, ich habe eben Hunger.", lachte sie.
Als sie mit dem Frühstück fertig waren, ging Sara an den See, Grissom hatte ihr gesagt, er hätte noch etwas zu erledigen.
Am See hatte Sara gleich eine kleine abgelegene Bucht gefunden und ging erst einmal schwimmen, denn es war schon wieder extrem heiß draußen. Sie vermutete Mal, dass es so 35-36°C hatte. Die Abkühlung tat gut.
Nach dem Schwimmen legte sie sich in die Sonne und las ihre Forensik-Zeitschrift. Als sie nach einer Weile aufsah, sah sie ihren Mann gerade auf sie zukommen.
Als sie ihn sah, hatte sie augenblicklich wieder Schmetterlinge in ihrem Bauch. Sie wusste nicht warum, sie sah ihn ja fast jeden Tag in Shorts, aber jetzt, als er so angeschlendert kam, nur mit der Badeshorts angezogen, wurde ihr anders.
„Hey Specialgirl, du warst wohl schon schwimmen, so wie es aussieht.", sagte er und grinste.
„Ja, bei der Hitze, kann man nur schwimmen gehen, kaum zu glauben wie wir manchmal bei der Hitze überhaupt arbeiten können an einem Tatort.", erwiderte sie.
„Ich habe hier was für dich, habe dir ja versprochen, du bekommst ein neues Handy.", sagte er und setzte eine entschuldigende Miene auf.
„Oh daran hätte ich jetzt nicht mehr gedacht. Aber danke Honey!", Sara nahm das Handy entgegen und legte es neben sich.
„Deine Simkarte konnte ich noch retten, Handy ist schon startbereit, du kannst gleich Nick anrufen, denke die Nr. kennst du seit gestern auswendig.", neckte er sie.
„Nein, eigentlich habe ich jetzt keine Lust Nick anzurufen, das kann warten, ich habe jetzt etwas Besseres vor.",
Grissom viel das Lachen aus dem Gesicht. Er schaute Sara etwas verwirrt an.
„Wie, du willst Nick nicht anrufen? Gestern noch konntest du kaum das Handy weglegen und heute?"
„Na ja es gibt eben jetzt im Moment Wichtigeres!", grinste sie ihn an.
„Aha und das wäre?"
Grissom hatte gehofft, dass seine Frau gleich zum Handy greifen würde und anrufen würde, denn er wollte nicht zugeben, dass er auch gerne gewusst hätte, wie es Nessi ging.
Sara griff an Grissoms Badeshorts und zog ihn leicht zu ihr runter. Sie knabberte leicht an seiner Unterlippe, sodass Grissom fast der Atem wegblieb.
„Sara, was tust du?"
Die Frage war eigentlich überflüssig, denn Sara hatte schon die Hand in seiner Badeshorts und Grissom stöhnte leise auf. Er wusste nur selber nicht ob vor Schreck oder vor Erregung.
„Ich gehe gerade was Wichtigen nach.", grinste sie ihn frech an.
„Ich wiederhole mich ja ungern, aber du bist ein Biest Sara Grissom.", sagte er lachend, bevor er sich ganz dem hingab, was seine Frau auch immer vorhatte.
Nick war schon fast am verzweifeln, er hatte sich das mit Nessi einfacher vorgestellt. Nessi hatte die halbe Nacht immer wieder ihren Schnuller ausgespuckt und dann geschrien. Da Cal ja wieder arbeiten musste am nächsten Tag, stand er immer wieder auf. Er war total müde!
Gleich würde Cal nach Hause kommen, er konnte es kaum erwarten, denn Nessi hatte es den Tag über auch nicht besser gemacht. Allerdings hatte sie Nick immer wieder um den Finger wickeln können, dass er ihr immer wieder den Schnuller gab. Er meinte sogar zu sehen, dass Nessi grinste. Aber das war vermutlich nur eine Einbildung. Ein 6 Monate altes Baby war noch nicht so schlau, obwohl, sie war die Tochter von Sara und Grissom, da ist alles möglich, dachte er sich.
„Hey Babe, du siehst müde aus!", sagte Cal, als sie nach Hause kam.
„Oh ja Cal, das bin ich, Nessi hat mich den ganzen Tag über gut bei Laune gehalten.", beklagte Nick sich bei Calleigh.
„Na ja ich habe überhaupt kein Mitleid mit dir Nick Stokes, schließlich warst du es mit Greg, der Nessi das Schnuller raus spucken beigebracht hat.", sagte sie schmunzelnd.
„Hmpf, ich weiß und jetzt muss ich dafür büßen.", sagte er schmollend.
„Aber ich nehme dir gleich Nessi ab, heute Nacht stehe ich mit auf, falls sie wieder Theater macht. Aber ich glaube eher, dass sie dich um den Finger wickelt. Denke sie macht das mit voller Absicht.", lachte Cal.
Nick ging schmollend nach nebenan und versuchte ein wenig Schlaf zu finden. Cal hatte ja recht, hätten Greg und er ihr es nicht beigebracht, hätte er wunderbar schlafen können.
Als er eine Stunde geschlafen hatte, fühlte er sich schon viel besser. Nessi wurde langsam auch unruhig. Sie hatte wohl Hunger.
Cal war schon am Bettchen und hob sie raus.
„Hallo Nessi, na hast du Onkel Nicky heute ganz schön bei Laune gehalten?"
Ein glucksen und baba-gebrabbel war die Antwort von Nessi. Sie grinste übers ganze Gesicht!
Cal konnte nicht anders und musste herzhaft über Nessi lachen. Sie wusste anscheinend ganz genau, wie man Nick um den Finger wickeln konnte.
„Babe ich bin ja mal gespannt, wie unser Kind wird, wenn Nessi dich schon so gut um den Finger wickeln kann, wie wird es dann unser Kleines machen.", sagte sie zu Nick, der noch immer im Bett lag.
Cal ging mit Nessi zu Nick und legte sie aufs Bett und sich daneben. Sie gab Nick einen sanften Kuss.
„Nick, das war doch nur ein Spaß, sei doch jetzt nicht gleich beleidigt."
„Sweety ich bin nicht beleidigt, nur noch etwas müde.", sagte er und küsste Cal ebenfalls.
Nessi lag zwischen den beiden und brabbelte munter vor sich hin und begann sich langsam voran zu bewegen, weil sie gerade eine Fliege entdeckt hatte. Ein immer wiederkehrendes „DADA" und juchzen war von ihr zu hören, während sie Richtung Fliege krabbelte.
„Schau dir mal das kleine Monster an!", rief Nick lachend.
Cal sah Nessi und musste ebenfalls lachen.
„Man merkt eben, dass sie die Tochter von Grissom ist. Alles was mit Insekten zu tun hat, davon ist sie total entzückt."
Nick und Cal sahen sich noch eine Weile das Spektakel mit und um Nessi an. Sie versuchte immer wieder die Fliege zu fangen, die natürlich immer wieder davonflog. Aber sie hatte eine wahnsinnige Geduld und versuchte es immer wieder.
Der Tag ging für Grissom und Sara fast zu schnell rum, sie waren den ganzen Vormittag am See gewesen, zu Mittag hatten sie in einem Restaurant am See gegessen. Heute Abend wollten sie ebenfalls in ein Restaurant am See essen gehen.
Sie saßen ihn ihrer Suite und genossen die Ruhe und die Zweisamkeit.
„Sara, wenn wir wieder zu Hause sind, sollten wir uns mal um die Taufe von Vanessa kümmern.", begann Grissom.
Sara saß auf dem Sofa und aß gerade etwas Obst. Sie hatte darauf bestanden, sich etwas Obst am See bei einem Händler zu kaufen.
„Ja, du hast recht, wir sollten die Einladungen mal verschicken. Hast du schon etwas von Horatio und Sam gehört, ob sie kommen können?"
„Ja, Sara, Horatio sagte, dass sie wohl aber nur für 2 Tage nach Las Vegas kommen, weil sie zurzeit viel zu tun haben und Sam und Horatio können sich nicht mehr freinehmen. Sie werden auch Tim mitbringen, sie wollten ihn nicht schon wieder alleine lassen.", antwortete Grissom.
„Die Beiden haben es gut, arbeiten in der gleichen Schicht, während wir uns immer nur für ein paar Stunden sehen.", gab Sara seufzend zurück.
Grissom, der es sich auf einem Sessel bequem gemacht hatte, stand auf und ließ sich neben Sara nieder. Er sah sie etwas gekränkt an.
Sara bemerkte den traurig-gekränkten Blick ihres Mannes und erschrak ein wenig.
„Gil, ist alles in Ordnung?", fragte sie besorgt und berührte ihn sanft am Arm.
„Sara, bereust du es, dass wir geheiratet haben?", fragte er ganz direkt.
Sara zuckte zusammen. Was sollte das denn jetzt? Eigentlich dachte ich, ich zeige ihm genug, wie glücklich ich mit ihm bin, warum stellt er mir jetzt so eine Frage, fragte sie sich.
„Gil, wie kommst du da drauf? Natürlich bereue ich es nicht, dich geheiratet zu haben, was soll diese Frage!", antwortete Sara verwirrt.
„Na ja, weil wir beide in verschiedenen Schichten arbeiten, ich Supervisor und Leiter der Nachtschicht und du dasselbe in der Tagschicht.", sagte Grissom.
„Honey du glaubst doch nicht allen Ernstes, dass mich das davon abhalten würde, mit dir glücklich zu sein!", sagte sie und lächelte Grissom an.
„Na ja, als du eben von Horatio und Samantha gesprochen hast, hat sich das so angehört.", sagte er etwas kleinlaut.
„Oh Gil, du bist echt verrückt!", Sara schüttelte den Kopf.
Sie rückte ein Stück näher an ihn ran und umarmte ihren Mann und schaute ihn in seine eisblauen Augen.
„Gil Grissom, ich bin sehr, sehr glücklich mit dir. Und ich bereue es keine Sekunde und habe es auch noch nie bereut dich geheiratet zu haben! Außerdem das mit unseren Schichten ist manchmal sicher nicht einfach, aber es ist unser Job und wir haben ihn uns rausgesucht. Und ich finde es so gut, wie es ist. Du weißt, dass wir beide nicht gerade die Art von Leuten sind, die ständig aufeinander sitzen können.", sagte sie und küsste Grissom sanft.
„Entschuldige Sara, ich hätte es wissen müssen, eigentlich habe ich es ja gewusst, nur deine Aussage hat mich etwas durcheinandergebracht.", sagte er mit einem entschuldigenden Lächeln.
„Honey, sicher wäre ich gerne mit dir in einer Schicht, so wie früher auch. Aber wir hatten es so abgesprochen und wir wussten, was auf uns zu kommt. Wir haben es beide akzeptiert und ich finde es klappt so hervorragend. Nessi wird irgendwann auch älter, da bleibt uns auch mehr Zeit! Außerdem haben wir immer noch die Wochenenden und unsere Off-Tage/Nächte!", sagte sie und lächelte ihren Mann ein weiteres Mal an.
Grissom nahm sie nun fest in die Arme und küsste sie leidenschaftlich.
„Weißt du was ich für ein Glück mit dir habe, du bist einfach unglaublich!", sagte er lachend, als er sich von dem Kuss löste.
„Vorsicht Griss, ich erinnere dich daran, wenn du mal wieder wütend auf mich bist.", lachte sie.
„Kannst du ruhig machen Specialgirl!", grinste Gil sie an.
„Jetzt lass uns aber mal wieder zurück zum Thema kommen, wegen der Taufe.", sagte Sara und holte Papier und Stift aus einer Schublade, dass sie beim Herumstöbern gefunden hatte.
Sie planten an dem Nachmittag den genauen Ablauf der Taufe. Beide waren sich gleich einig, dass sie die anschließend kleine Feier bei sich im Garten machen wollten. So hatten sie den Vorteil, dass sie Vanessa jederzeit ins Bett legen konnten, wenn sie müde war. Sie entschlossen sich einen Partyservice für das Abendessen zu beauftragen, damit hatten sie nur halb so viel Stress an dem Tag.
Sara schreckte auf einmal mitten im Gespräch hoch und kramte fieberhaft in ihrer Tasche.
Grissom schaute sie mit hochgezogener Augenbraue an und wusste nicht, warum sie jetzt so in Panik war…..
… TBC
