Chapter 73
Sara fand ihr Handy und schaute Grissom grinsend an.
„Du willst doch sicher auch wissen, wie es unserer Tochter geht?"
„Ich dachte schon, du rufst nie mehr an.", sagte er erleichtert.
„Mr. Grissom hat ihnen etwa die Ablenkung am Strand nicht gefallen?", neckte sie ihn.
„Doch sehr sogar Mrs. Grissom!", grinste Grissom und gab Sara einen innigen Kuss.
Sara löste sich und drückte die Kurzwahl für Nicks Home-Nummer, aber Nick ging nicht ran. Sie legte auf und drückte gleich darauf die Kurzwahl für Nicks Handy.
„Hey ist die Mailbox von Nick Stokes. Sara, Gil, ich bin mit Nessi Eis essen, wir zwei hübschen, müssen etwas klären von gestern Nacht, bitte nicht stören. Ruft später noch mal an!"
Sara sah verwirrt auf ihr Handy, sie hatte inzwischen wieder aufgelegt.
Sie sah ihren Mann an und fing an zu lachen.
„Sara was hat Nick gesagt? Hast du ihn erreicht?", Grissom war auch verwirrt, aber mehr über Sara.
„Nick ist mit Nessi Eis essen, er hat eine Nachricht auf seine Mailbox gesprochen, er hätte was mit ihr zu klären wegen gestern Nacht!", Sara konnte vor Lachen kaum sprechen.
Doch Grissom verstand nach dem 3. Mal als sie ansetzte dann doch, was Sara sagte.
„Oh Nessi hat sich wohl heute Nacht nicht so gut benommen.", grinste er.
„Scheint so, wenn ich mir den Text anhöre! Wir sollen später noch mal anrufen."
„Gut, dann würde ich vorschlagen, dass wir erst einmal duschen und dann etwas essen gehen, denn so langsam habe ich Hunger!", fügte Sara hinzu.
„Gute Idee, ich habe auch langsam Hunger, was hältst du von einer gemeinsamen Dusche?", Grissom sah seine Frau aus seinen eisblauen Augen blitzend an.
„Gil, du scheinst wohl auch nie genug zu bekommen.", lachte Sara.
„Nein Specialgirl, von dir nie!", antwortete er grinsend und zog Sara von dem Sofa hoch und küsste sie sanft.
Er verführte seine Frau mit den Küssen so lange, bis sie zusammen unter der Dusche standen. Beide konnten sich nicht mehr zurückhalten und ließen ihrer Leidenschaft und Erregung freien Lauf.
Als sie sich endlich voneinander gelöst hatten, zogen sie sich an und machten sich auf den Weg zum Restaurant. Grissom hatte es entdeckt, als er Saras Handy am Morgen kaufte.
Sara hatte sich für ein schwarzes kurzes Kleid entschieden und Grissom wusste nicht, wo er zuerst hinschauen sollte. Er bewunderte ihre langen Beine, die durch das Kleid noch mehr hervorgehoben wurden, aber als er so den Blick nach oben wandte, blieb er an dem tiefen Ausschnitt hängen. Sara hatte dort ihre Brosche mit dem „Belusium sara" befestigt.
„Darling du siehst bezaubernd aus in deinem Kleid. Die Brosche macht sich da übrigens richtig gut!", machte er Sara grinsend das Kompliment.
„Danke Honey, du siehst aber auch wieder verdammt gut aus, mit deiner Bluejeans und dem schwarzen Hemd!", gab sie zurück und drückte ihm einen sanften Kuss auf seine Lippen.
Der Abend verlief etwas angenehmer als der Gestrige. Sara behielt ihr Handy in der Handtasche und Grissom hatte keinen Anlass dazu ihr Handy, vielleicht diesmal in den See, zu werfen.
Als sie zu Abend gegessen hatten, spazierten sie noch eine ganze Weile am Strand entlang.
Sara hatte inzwischen auch Nick erreicht, der ihnen von der Nacht mit Nessi erzählte. Da blieb es nicht aus, dass Grissom und Sara lachen mussten. Sie kannten ihre Tochter gut genug und auch Nick, dass sie wussten, sie hatte ihn um den Finger gewickelt. Die beiden Grissoms hatten sich noch nach Cal erkundigt, wie es ihr ginge. Daraufhin gab Nick das Telefon weiter an Cal.
„Hey Cal, wie geht es dir und dem kleinen Stokes/Duquesne-Baby?", fragte Sara neugierig.
„Hey Sara, ach uns geht es gut. Habe ab und zu ein leichtes Ziehen im Unterleib, aber Mel sagte, das wäre normal im 6. Monat, kein Grund zur Beunruhigung."
„Das freut mich Cal, dass es dir besser geht als mir. Ich hoffe die restlichen Monate vergehen auch so ruhig."
„Ja, das hoffe ich auch, obwohl ich ja jetzt schon vor mich hinächze mit dem Bauch, wie wird es dann in ein paar Monaten?", lachte Cal.
„Na ja, man gewöhnt sich an alles Cal.", gab Sara lachend zurück.
„Ich kümmere mich jetzt mal um Baby-Grissom, bevor sie mit Nick noch mehr anstellt. Ich wünsche euch noch einen schönen Abend, wir sehen uns morgen!"
„Danke Cal, wünschen wir euch auch und sag Nicky er soll sich nicht so von Nessi einwickeln lassen.", lachte Sara.
„Ich versuche es zu verhindern. Bye Sara und Grüße an Gil."
„Bye Cal", sagte Sara, bevor sie auflegte.
Grissom war inzwischen zum See gegangen und schaute gedankenverloren aufs Wasser.
„Hey Honey, was ist los?", fragte sie als neben ihn getreten war.
„Nichts, ich genieße nur die Ruhe noch mal, bevor wir morgen unser kleines Monster wieder zurückbekommen."
„Du vermisst Nessi, richtig?"
„Oh ja, ich vermisse sie wahnsinnig, aber ich genieße auch mal die Zeit mit dir!", antwortete Grissom ehrlich.
„Honey, mir geht es nicht anders. Ich freue mich Nessi morgen wieder in die Arme schließen zu können. Aber erst mal möchte ich den Rest des Abends und auch die Nacht mit dir genießen.", grinste sie.
Grissom hatte inzwischen den Arm um Sara gelegt und zog sie an sich ran und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. Gemeinsam gingen sie zurück zum Hotel, wo sie auch in dieser Nacht nicht viel schliefen.
Am nächsten Morgen erwachte Grissom zuerst. Sara hatte ihren Kopf auf Gils Brust gelegt und schlief tief und fest. Grissom betrachtet sie und stricht ihr liebevoll eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Sara seufzte leicht auf im Schlaf, aber schlief weiter.
Gil konnte den Blick einfach nicht von ihr wenden, sie waren jetzt schon 2 Jahre zusammen und er konnte es sich manchmal einfach nicht mehr vorstellten, wie er all die Jahre ohne sie ausgekommen war. Er festigte seine Umarmung ein wenig und konnte es einfach nicht unterlassen, ihr Küsse auf das Gesicht zu hauchen. Wieder seufzte Sara, aber diesmal schlug sie die Augen auf und sah ihren Mann lächelnd an.
„Morgen Honey, so liebe ich es geweckt zu werden.", murmelte sie noch etwas verschlafen.
„Entschuldige Darling, ich konnte einfach nicht Wiederstehen dich zu küssen.", sagte er und lächelte sie ebenfalls an.
„Gil, das waren wunderschöne 2 Tage, du glaubst nicht, wie sehr ich es genossen habe, mit dir zusammen zu sein."
„Ja für mich auch Specialgirl. Wir sollten uns auch so mehr Zeit füreinander nehmen, trotz Vanessa."
„Da hast du recht Honey, das sollten wir wirklich zu Hause auch machen.", entgegnete sie ihm.
Grissom legte seine eine Hand unter ihr Kinn und zog ihr Gesicht sanft zu sich heran und küsste sie sanft und innig auf den Mund. Sara schlang ihre Arme um Grissom und erwiderte den Kuss leidenschaftlich.
Eine Weile später, als sie sich von dem Kuss gelöst hatten, gingen sie frühstücken und packten danach ihre Sachen und fuhren zurück nach Hause.
Der folgende Monat verging wie im Flug. Die Taufe von Vanessa war schon in einer Woche. Grissom und Sara hatten jede Menge zu tun. Sara musste zudem heute noch zu Mel, Nessi musste geimpft werden.
Sie hatte Gott sei Dank heute Off-Day und konnte gleich heute Morgen mit Nessi zu Mel fahren. Sie hoffte es würde mit Nessi so bleiben, sie schlief seit ein paar Wochen jede Nacht durch. Dadurch war auch sie selbst viel erholter bei der Schicht. Sie legten Nessi abends um 8 Uhr ins Bett und sie schlief bis zum nächsten Morgen um 6Uhr durch.
Sara hatte angefangen sie mit püriertem Gemüse zu füttern. Anfangs mochte es Vanessa gar nicht. Bis sie angefangen hatte püriertes Hühnchen mit rein zu mischen. Von da an verschlang Nessi zum Mittag die doppelte Portion. Abends bekam sie noch einen Obst- oder Milchbrei. Nur morgens stillte Sara Nessi noch. Dadurch war Nessi auch viel ruhiger geworden.
Sie parkte ihr Auto auf dem Krankenhausparkplatz und nahm Nessi im Maxicosi aus dem Auto. Als sie bei Mel im Büro ankam, hatte sie sie schon erwartet.
„Hallo Nessi, hallo Sara, wie geht es euch? Wir haben uns schon lange nicht mehr gesehen!", Mel klang erfreut.
Von Nessi kam ein freudiges Gebrabbel mit „Dada und baba" und ein Glucksen, als sie Mel sah.
„Hallo Mel, danke uns geht es ganz gut. Und du hast du mal wieder etwas von Luka gehört?", frage Sara gleich neugierig.
Mel grinste in sich hinein.
„Ja, sogar mehr als einmal. Luka und ich schreiben uns täglich E-Mails und ich bekomme Postkarten/Briefe von ihm, wo er gerade ist."
„Oh wunderbar, du weißt ja sicher dann auch, dass er zur Taufe kommen wird, oder?"
„Ja das hat mir Luka auch erzählt. Ich freue mich ihn wiederzusehen!", sagte Mel und wurde etwas rot.
„Ah ja, höre ich etwa da raus, dass du in Luka verliebt bist, Mel?", lachte Sara.
„Nein, Sara, auf keinen Fall, wir verstehen uns einfach nur gut. Luka ist ein netter Mensch, ich mag ihn ganz gerne.", protestierte Mel.
„Na klar doch, Mel! Gil ist auch ein netter Mensch, gerade deswegen liebe ich ihn ja.", erwiderte Sara nun lachend.
„Kommen wir mal zum Grund eures Besuches!", wechselte Mel das Thema und nahm die glucksende Vanessa aus dem Maxicosi.
„Hey Nessi, du bist aber gewachsen, bist ja schon eine richtig junge Dame geworden und siehst deiner Mommy immer ähnlicher.", begann Mel mit Nessi zu reden.
„Oh ja, sie sieht mir zwar sehr ähnlich, aber den Charakter hat sie eindeutig von ihrem Daddy!", grinste Sara.
Zur Bestätigung fing Nessi an zu glucksen und zu brabbeln und tastete mit ihren Händchen nach Mels Halskette.
„Nein Nessi, das ist meine Kette, die bekommst du nicht zum Spielen, kleine Maus.", lachte Mel.
Mel untersuchte Nessi und stellte fest, dass sie für ihr Alter schon ziemlich voraus war. Die motorischen Fähigkeiten entsprachen eher einem 8 Monate alten Baby.
„Es ist echt unglaublich, wenn wir bedenken, dass Nessi ja ein Frühchen ist, aber sie hat sich erstaunlich erholt und einiges aufgeholt!", sagte Mel.
„Ja stimmt, das hat sie. Wenn ich mir so die Bilder anschaue, wie sie nach der Geburt war und als ich sie das erste Mal gesehen habe. Aber sie isst ja auch wahnsinnig viel.", sagte Sara.
Als Mel mit der Untersuchung fertig war, gab sie Nessi die Spritze für die Impfung. Vanessa fing an zu schreien, als Melinda die Nadel in die Haut stach.
Sara hatte gleich Nessi in den Arm genommen und sie beruhigt.
„Hey meine kleine Maus, es ist alles schon vorbei! Nicht mehr weinen.", Sara drückte ihre Tochter fest an sich und küsste ihr immer wieder die Stirn.
Sie konnte Nessi nicht weinen hören, wenn ihr etwas weh tat.
Mittlerweile konnte Sara gut unterscheiden, wann Nessi wirklich etwas weh tat und wann sie nur simulierte, um etwas zu bekommen. Nur bei ihrem Daddy schien das noch nicht so richtig zu funktionieren! Vanessa wickelte Gil noch oft um den Finger.
Sara konnte Vanessa schnell beruhigen. Sie packte sie wieder in den Maxicosi und verabschiedete sich von Melinda.
„Cath hast du irgendwo meine Krawatte gesehen?", Warrick war die ganze Zeit auf der Suche nach seiner Krawatte.
Er hatte sie letzte Woche, als Nessi zu Besuch war, ihr zum Spielen gegeben, seitdem war sie unauffindbar.
„Warrick für was brauchst du eine Krawatte? Wir gehen zu Taufe von Sara und Gils Tochter! Glaube kaum, dass du da eine Krawatte brauchst!", Cath war hinter ihren Mann getreten und küsste ihn sanft auf seine Schultern.
„Meinst du, das sieht gut aus, ohne Krawatte?", fragte Warrick zweifelnd.
„Warrick du siehst immer gut aus! Aber jetzt mal im Ernst, das Hemd sieht auch ohne Krawatte gut aus!", lachte sie.
„Danke schöne Frau, du siehst aber auch hinreisend aus in deinem Kleid.", sagte Warrick, als er sich umgedreht hatte und Cath betrachtet hatte.
Sie hatte ein grünes knielanges Trägerkleid an und sah darin toll aus.
„Hast du das Geschenk für Vanessa?", fragte Warrick, als sie schon fast zur Tür draußen waren.
„Nein, ich dachte das hättest du?", sagte Cath verwirrt.
„Warum sollte ich das haben, du hast es doch eingepackt!", entgegnete Warrick launischer als es gemeint war.
Ihm gefiel es nicht, dass Cath ihm gleich wieder die Schuld gab, wenn sie etwas vergessen hatten. Sie war so reizbar in letzter Zeit, er wusste nicht, was mit ihr los war.
„Ah, ich denke Lindsay hat es mitgenommen, sie hatte vorhin etwas gesagt, als Greg sie abholte.", sagte Cath.
„Na dann ist ja gut! ..... solange ich keine Schuld dran trage!", fügte er leise hinzu.
Doch seine Frau hatte es gehört.
Tut mir leid Warrick, ich bin nur etwas gestresst in letzter Zeit, die Arbeit.", gab sie entschuldigend zurück.
„Ich verstehe es ja, wir haben in letzter Zeit wirklich viele Fälle, aber du warst noch nie so launisch deswegen. Cath, was bedrückt dich?", sagte er und schaute sie ernst an.
„Warrick nicht jetzt, wir gehen jetzt zur Taufe. Können wir das klären, wenn wir wieder zu Hause sind?"
Warrick nickte nur, er wusste es hatte keinen Sinn jetzt darauf zu bestehen. Er kannte Cath lange genug, um zu wissen, dass sie sich da nicht reinreden lies.
„Sara bist du dann so weit, wir sollten uns langsam mal auf den Weg zur Kirche machen!", rief Grissom durch das Haus.
Sara war noch oben und zog Nessi fertig an. Sie hatte bis vor 30 Minuten geschlafen. Seit sie letzte Woche die Impfung bekommen hatte, schlief sie noch besser als sonst.
„Ja Gil, wir kommen gleich. Deine Tochter weigert sich gerade sich anziehen zu lassen!", entgegnete sie lachend, als Grissom die Treppe nach oben kam.
„Oh ist unser Monster wieder zurückgekehrt?", lachte er seine Tochter an, als er ins Kinderzimmer kam und Nessi quengeln hörte.
Augenblicklich streckte sie die Händchen ihrem Vater entgegen und gluckste laut „Babada." Sara stand nur daneben und lachte.
„Es scheint so, als wäre sie heute wieder ganz auf Daddy fixiert."
„Na ja gestern hat sie gemeckert, wenn ich sie nur hochgehoben habe. Ich war froh, als du gestern Abend zu Hause warst."
„Scheint so als könnte sie sich im Moment nicht entscheiden!", grinste Sara.
Gil nahm seine Tochter hoch und schaute ihr in ihre ebenfalls eisblauen Augen.
„Hey du kleines Monster, wir wollen doch gleich zu deiner Taufe, du solltest dich jetzt mal anziehen lassen.", sagte er sanft.
Nessi gab einen Laut von sich, der sich so anhörte wie „püh"!
Sara konnte sich nun vor Lachen nicht mehr halten.
„Soviel zum Thema Autorität Mr. Grissom!", prustete Sara los.
„Omg, danke liebe Nessi, dass du mich vor deiner Mum so blamierst!", sagte Grissom gespielt beleidigt.
Nessi aber gluckste vergnügt vor sich hin und strampelte mit allen Vieren.
Sara startete einen erneuten Versuch ihre Tochter anzuziehen und diesmal klappte es, Baby Grissom ließ sich überreden, sich Hose und Shirt anzuziehen. Sara hatte sich bewusst für einen Zweiteiler entschieden. Es machte es leichter Nessi zu wickeln. Aber es war nicht ein typisches weißes Taufkostüm, sondern ein schicker Zweiteiler in Rosa. Sara fand, das weiße Taufkleid in der Kirche reichte vollkommen.
Als sie damals vor dem Einkaufen es Gil sagte, war er erleichtert darüber, denn er hielt davon ebenfalls nicht viel. Er sah ein, das Taufkleid sollte sein, aber ansonsten war er eher für das bequemere für Nessi. Schließlich sollte sie sich an ihrem Tag auch wohlfühlen.
„Haben wir alles Sara?", fragte Gil, als sie die Treppe runter gingen.
„Ich denke schon. Ich habe ihren Tee und vorsichtshalber noch einen Obstbrei eingepackt. Ich habe alles in die Wickeltasche in der Küche gepackt!", sagte Sara.
„Dann kann Nessi uns ja nicht verhungern!", lachte er.
„Nimmst du Nessi und setzt sie ins Auto? Ich hole schnell die Tasche.", fragte Sara ihren Mann.
„Wenn sie nicht wieder anfängt, zu meckern, wenn ich sie auf den Arm nehmen will, gerne!", grinste Grissom.
Er nahm Sara ihre Tochter ab und tatsächlich, Nessi blieb ruhig. Grissom legte sie in den Maxicosi und schnallte sie fest. Er ging noch mal kurz zurück ins Haus zu Sara und ließ Nessi kurz im abgeschlossenen Auto in der Garage zurück. Nessi lag noch nicht mal richtig in der Babyschale, schon schlief sie wieder.
„Sara, hast du die Tasche?", frage er, als er Sara im Wohnzimmer fand.
„Ja, ich habe alles, was ich brauche!", Sara drehte sich um und lächelte ihren Mann an.
Grissom liebte dieses Lächeln an ihr. Ihn durchflutete eine Welle des Glücks, als er auf Sara zu ging, um sie in den Arm zu nehmen und ihr einen sanften Kuss auf ihre Lippen drückte.
„Habe ich dir schon gesagt, Specialgirl, das du umwerfend in deinem Hosenanzug aussiehst?", grinste Grissom, als er den Kuss gelöst hatte.
„Nein, hast du nicht, aber danke Gil. Ich fühle mich darin Wohler als in einem Kleid!", gab sie lächelnd zurück.
Der rote Hosenanzug stand ihr wirklich sehr gut. Sie hatte ihn schon lange nicht mehr angehabt, eines ihrer Lieblingsstücke. Ihr war es, egal wie alt er war, sie zog ihn gerne an. Er war schick und auch bequem und sah immer gut aus, weil er einfach zeitlos war. Und sie wusste, dass Grissom sie darin auch gerne sah. Sie hatte ihn mal an, als sie zu einem Tatort gerufen wurde. Damals hatte sie bemerkt, wie Gil sie für einen kurzen Moment gemustert hatte und ein leichtes Grinsen im Gesicht hatte. Das war lange, bevor sie zusammen waren.
„Lass uns zur Kirche fahren, Honey, nicht dass wir noch zu spät kommen!", sagte Sara.
„Ja, wir haben ja noch Zeit, aber besser zu früh, als zu spät. Nessi ist auch im Auto und schläft schon wieder!"
„Das ist echt unglaublich, wie viel sie schläft in letzter Zeit. Man meint gerade sie muss die Monate, wo sie jede Nacht wach war, nachholen. Aber mir soll es recht sein, so haben wir wenigsten auch mal Zeit für uns.", sagte sie und grinste ihren Mann an.
Grissom gab ihr noch einen leichten Kuss auf die Stirn, ehe er antwortete.
„Da kann ich dir nur zustimmen, ich bin auch sehr froh darüber!"
Gemeinsam gingen sie zum Auto und fuhren zur Kirche. Als sie dort ankamen, waren schon fast alle Gäste da.
Nur Luka und Cal + Nick fehlten noch. Bei Luka war es wie immer nicht sicher, ob er kam, weder Mel noch die Grissoms hatten seit Wochen etwas von ihm gehört, da er wieder auf undercover Einsatz war. Sara wusste, dass sich Melinda Sorgen um Luka machte, auch wenn sie es nicht zeigen wollte, fiel es Sara auf. Sie hoffte er würde heute kommen, damit Mel mal wieder etwas ruhiger würde.
Sara hatte heute Morgen noch mal mit Cal gesprochen. Calleigh hatte bei ihr angerufen, da sie nicht sicher wusste, ob sie mit zu Taufe kam. Der blonden Forensikerin ging es nicht so gut. Die Hitze machte ihr sehr zu schaffen. Obwohl sie schon Anfang September hatten, war es immer noch sehr heiß in Vegas.
Sie machte sich Sorgen um Cal, sie war jetzt im 7. Monat, Sara hoffte, sie würde nicht solche Probleme wie sie bekommen. Das wünschte sie keinem. Zudem war Nick in letzter Zeit dadurch auch sehr angespannt. Er hatte Angst um seine Verlobte. Nick hatte es bei Sara mitbekommen und hatte jetzt Panik, dass es Cal genauso erging. Doch Dr. Melinda Kennedy konnte beide beruhigen, dass es ganz normale „Tücken der Schwangerschaft" waren.
Sara wunderte sich, warum auch Nick noch nicht hier war, er war schließlich der Taufpate und hatte gesagt, dass er auf jeden Fall zur Taufe in der Kirche da sein würde, außer es würde etwas mit Cal passieren. Jetzt bekam es Sara mit der Angst zu tun.
„Gil, Nick und Cal sind noch nicht da, glaubst du es ist etwas mit Cal passiert?", sie sah ihren Mann ängstlich an.
„Ich weiß nicht Sara, ich habe schon versucht die Beiden anzurufen, aber sie gehen weder an ihre Handys noch zu Hause ran.", gab er zurück.
Sara war blass geworden, er würde doch nichts mit Cal sein? Bei dem Gedanken daran wurde ihr ganz anders! Wenn jetzt etwas mit dem Baby war? Nick hatte sowieso schon solche Angst und sie konnte den beiden nicht zur Seite stehen……….
… TBC
