Chapter 78
Sie fuhren als Erstes zu einem Juwelier, wo sie ihre Ringe kauften. Cal war so aufgeregt, dass sie kaum einen Ton rausbrachte, sondern immer nur nickte, als der Verkäufer ihnen die Ringe zeigte. Sie hatten sich recht schnell entschieden, die Ringe waren Weißgold umrandet und in der Mitte umfuhr ein schmaler goldener Reif die Ringe, auf Cals war zudem oben noch ein runder Diamant eingesetzt.
Danach gingen sie zu Fuß weiter in eine für Las Vegas typische Hochzeitskapelle. Allerdings war die Kapelle für Las Vegas Verhältnisse eher schlicht und auch der Reverend machte einen guten Eindruck.
„Cal, Sweetie, bist du dir sicher, dass wir heiraten wollen?", fragte Nick sie und sah sie besorgt an.
„Ja, Nicky ich bin mir sicher, bin nur ein wenig nervös, weil alles doch jetzt so schnell geht und unser kleiner Junior tritt ganz schön kräftig.", lachte Cal ein wenig nervös.
„Calleigh ich liebe dich und ich möchte dich jetzt heiraten, nicht unbedingt, dass unser Kleiner meinen Namen bekommt, sondern eher, weil ich endlich möchte, dass du meine Frau bist!", sagte Nick und gab ihr einen sanften Kuss.
„Ich liebe dich auch Nick und ich freue mich dich zu heiraten!", sagte Cal und lächelte Nick an.
„Ich hoffe Sara wird mir das verzeihen, dass sie nicht dabei ist!", sagte Nick eine Weile später.
„Nick ihr könnt ja noch mal heiraten, wenn Sara und Gil dabei sind!", sagte Greg.
„Das ist eine gute Idee, dass wir dann noch mal in der Kirche heiraten dann mit Sara und den anderen!", damit war Nick erleichtert.
Nick und Cal war es egal, dass sie keinen Smoking oder Brautkleid anhatten. Nick hatte eine Jeans, ein schwarzes Shirt und ein Sakko an und Cal einen schwarzen Rock und ein hellblaues Schwangerschafts-Shirt.
Vorher waren sie noch in dem Mariage Bureau gewesen, und hatten die die notwendigen Unterlagen ausgefüllt.
„Ich bin gleich wieder zurück, ich habe etwas vergessen!", rief Nick, als er noch mal aus der Chapel stürzte.
„Wo will er denn jetzt hin?", fragte Reena verwundert.
„Na ja vielleicht bekommt unser Nicky kalte Füße!", grinste Greg.
Cal schlug ihm spielerisch auf den Arm.
„Greg pass, auf was du sagst, du willst doch nicht eine schwangere Frau aufregen!", sagte sie gespielt empört.
Keine 5 Minuten später kam Nick völlig außer Puste wieder zurück.
„Hier Sweetie, wenn wir schon überstürzt heiraten, sollst du wenigstens einen Brautstrauß haben.", sagte er und überreichte ihn Cal mit zitternden Fingern.
„Danke Nick, der ist wunderschön.", sagte Cal und blinzelte sich einige Tränen der Freude weg.
Der Brautstrauß war ein Bouquet aus roten Rosen. Für sich hatte er ebenfalls eine kleine rote Rose als Ansteckblume gekauft, die er jetzt versuchte vor einem Spiegel sich anzustecken. Doch es wollte nicht so recht klappen, denn seine Hände zitterten vor Aufregung.
„Babe soll ich dir helfen?", Cal war neben ihn getreten und lächelte ihn an.
„Ja, bitte Sweetie, bin irgendwie total nervös."
Calleigh stellte sich vor Nick und befestigte die Ansteckrose an seinem Sakko. Plötzlich krümmte sich Calleigh leicht und atmete flach. Nick hatte sofort den Arm um sie gelegt.
„Alles in Ordnung Nick, wirklich, jetzt lass uns schnell heiraten!", sagte sie lächelnd.
Jetzt kam der Reverend auf sie zu und begrüßte sie freundlich.
„Guten Abend Mr. Stokes, guten Abend Miss Duquesne, ich bin Reverend Tyler.", er gab beiden die Hand.
Dann begann der Reverend mit der mit der Zeremonie.
Nick hatte Cals Hand genommen, um sie zu beruhigen. Aber eher musste Nick sich selber beruhigen denn er machte sich einerseits Sorgen um Cal, weil sie sich heute schon zu oft schmerzhaft gekrümmt hatte und andererseits war er nervös wie ein kleiner Junge, wegen der Hochzeit.
Greg und Reena standen neben dem Brautpaar und fungierten als Trauzeugen.
„Nicholas Stokes möchtest du Calleigh Duquesne zu deiner Ehefrau nehmen. In guten und in schlechten Tagen, sie ehren und achten, bis dass der Tod euch scheidet?"
„Ja ich will!", brachte Nick mir rauer Stimme hervor und lächelte Cal an.
„Calleigh Duquesene, möchtest du Nicholas Stokes zu deinem Ehemann nehmen. In guten und in schlechten Tagen, ihn ehren und achten, bis dass der Tod euch scheidet?"
Alle erwarteten das JA von Cal, doch sie krümmte sich wieder vor Schmerzen und starrte auf die nasse Lache unter ihr. Sie konnte vor Schmerzen kaum sprechen. Nick reagierte instinktiv, obwohl er von Panik gepackt war. Er hob Calleigh hoch und legte sie auf eine Couch, die im Vorraum der Chapel stand. Greg hatte unterdessen schon den Notarztwagen gerufen.
„Nicky ich glaube unser Kleiner lässt sich keine Woche mehr Zeit!", sagte Cal.
„Ganz ruhig Sweetie, Greg hat schon den Notarzt-Wagen gerufen!", sagte Nick mit erstaunlich ruhiger Stimme.
„Tut mir leid, dass ich unsere Hochzeit vermasselt habe!", sagte Cal und hatte Tränen in den Augen.
„Hey Sweetie nicht aufregen, hörst du! Heiraten können wir immer noch, jetzt ist erstmal unser Kleiner wichtig!", sagte Nick beruhigend.
„Ja aber ich wollte doch auch, dass er deinen Namen hat!", sagte Cal traurig.
„Cal, er wird meinen Namen haben, das machen wir dann eben nach der Geburt! Jetzt ist erstmal wichtig, dass der kleine Junior gesund auf die Welt kommt!", sprach Nick.
Cal wurde schon wieder von einer Wehenwelle gepackt. Es wurde allerhöchste Zeit für sie ins Krankenhaus zu kommen, wenn das Baby nicht hier auf die Welt kommen sollte!
Keine weitere 5 Minuten später kam der Krankenwagen. Die Sanitäter hatten sofort die Situation erfasst und hatten Cal auf eine Trage gebettet.
Nick atmete erleichtert auf, als der Notarzt bestätigte, dass alles in Ordnung sei, mit Cal und dem Baby. Ihm kam plötzlich eine Idee, er packte ohne auch nur zu fragen den Reverend am Kragen und zerrte ihn mit zum Krankenwagen.
„Sie kommen jetzt bitte mit, ich möchte meine Cal noch heiraten, bevor unser Kind auf die Welt kommt!", sagte er in einem nicht gerade bittenden Ton.
Greg und Reena konnten sich ein breites Grinsen nicht verkneifen, als sie sahen, dass Reverend Tyler total blass geworden war.
„Aber…. sie wollen doch nicht….?", stotterte er hilflos.
„Doch ich will, dass sie uns im Krankenwagen trauen!", sagte Nick und sein Ton duldete keinen Widerspruch.
Nick war von seinem Plan überzeugt und nichts konnte ihn davon abhalten!
„Sie können jetzt aber nicht noch mit rein.", sagte ein Sanitäter, als der Reverend mit einsteigen wollte.
„Bitte, der Reverend muss mit, er soll uns trauen, bevor das Baby kommt!", sagte Nick flehend.
„Also gut, ausnahmsweise!", sagte der Sanitäter lächelnd.
„Aber ihr habt keine Trauzeugen.", rief Reena, als sie in den Krankenwagen stiegen.
Die Sanitäter sahen sich an und grinsten.
„Na ja dann übernehmen wir es eben!", sagte einer der Beiden.
Cals Wehen hatten etwas nachgelassen, sie atmete erleichtert auf.
Als sie mit Blaulicht und schneller Geschwindigkeit ins Krankenhaus fuhren, wurde dem Reverend ganz anders. Blass saß er im Krankenwagen.
„Reverend Tyler sie sollten jetzt anfangen!", sagte Nick, der wieder Cals Hand hielt.
„Uhm, ja ok, die Kurzversion!"
„Nicholas Stokes willst du Calleigh Duquesne zu deiner Ehefrau nehmen? Sie achten und ehren, bis dass der Tod euch scheidet?
„JA!", antworte Nick.
„Calleigh Duquesene willst du, Nicholas Stokes zu deinem Ehemann nehmen? Ihn achten und ehren bis das der Tod euch scheidet?
„JAAAA!", schrie Cal regelrecht, denn sie wurde von einer weiteren Wehe erfasst.
„Dann erkläre ich euch hiermit zu Mann und Frau! Herzlichen Glückwunsch, Mr. und Mrs. Nicholas Stokes. Sie dürfen jetzt die Braut küssen!", gab der Reverend zu hören.
Nick ließ sich das nicht zweimal sagen, er küsste Cal zärtlich und innig.
„Danke Reverend Tyler!", sagte Cal lächelnd als sie wieder Luft bekam.
„Nichts zu danken Mrs. Stokes.", sagte der Reverend immer noch etwas blass.
Ein paar Minuten später kamen sie im Krankenhaus an und Calleigh wurde in den Kreissaal geschoben. Mel wurde von unterwegs von Greg und Reena unterrichtet und wartete schon im Kreissaal.
„Nick kannst du bitte noch mal rausgehen, ich will Cal schnell untersuchen!", sagte Mel.
„Aber ich bin ihr Mann, ich will dabeibleiben!", beschwerte er sich.
„Nick, du kannst in 10 Minuten wieder rein. Mit Cal ist alles in Ordnung! Ach und herzlichen Glückwunsch zur Vermählung!", grinste Mel.
„Woher weißt du… ?", fragte Nick.
„Na ja der Notarzt hat mich über die ungewöhnliche Trauung informiert!", lachte sie.
Nick grinste über beide Ohren und ging wieder nach draußen.
Sara kam gerade nach Hause, sie hatte nach der Arbeit noch Weihnachtseinkäufe gemacht. Erledigt und müde ließ sie sich auf die Couch fallen.
„Hey Specialgirl, du siehst müde aus!", lachte Grissom, der gerade aus dem Arbeitszimmer kam.
„Ja, ich bin fix und fertig! Ich hasse einkaufen!", sagte sie aber lachte dabei.
„Nessi habe ich vor einer halben Stunde ins Bett gebracht, ich denke sie schläft schon!"
„Danke Honey, ich schaue noch mal nach ihr.", sagte Sara und ging nach oben.
Als sie die Tür zum Kinderzimmer öffnete, sah sie Nessi in ihrem Bettchen liegen und mit ihrem Schmetterlingsmobile spielen. Als sie ans Bettchen trat, bemerkte Vanessa ihre Mutter und hatte sofort ein Lächeln auf dem Gesicht.
„Hey Prinzessin, Mommy ist wieder da! Schlafe schön!", sagte sie und gab ihrer Tochter einen Kuss auf die Stirn.
Sara ging wieder nach unten und ließ sich wieder neben Grissom auf die Couch fallen. Sie schmiegte sich an ihn und seufzte leicht auf.
„Eigentlich sollte ich ja unter die Dusche gehen und mich umziehen…", sagte Sara und gähnte.
„Aber?", lachte Grissom.
„Na ja ich habe keine Lust, würde viel lieber mit dir hier sitzen, wenn du schon mal freihast! Und außerdem tun mir meine Füße weh!", lachte sie.
Grissom nahm ihre Beine und legte sie auf seinen Schoss und begann ihr die Füße zu massieren.
„Oh das tut gut, danke Honey!", Sara lächelte ihren Mann dankbar an.
Nach ein paar Minuten klingelte das Telefon.
„Grissom", meldete sich Gil am Telefon.
„Gil hier Nick, Cal bekommt ihr Baby, wir sind im Dessert Palm Hospital!", sagte Nick aufgeregt.
„Nick ist alles in Ordnung, geht es Cal gut?", fragte Gil erschrocken.
„Ja, Cal geht es den Umständen entsprechend gut!", sagte Nick.
Sara sah angstvoll auf. Grissom gab ihr das Telefon.
„Nicky? Cal bekommt ihr Baby?"
„Ja Sara, Cal hatte einen Blasensprung, jetzt untersucht Mel sie gerade!", sagte er.
„Ganz ruhig Nicky, das wird alles gut gehen, ich bin in ein paar Minuten bei dir!", sagte Sara.
Als Sara aufgelegt hatte, sah sie ihren Mann an.
„Geh du nur Sara, ich bleibe bei Nessi, schließlich ist Nick dein bester Freund!", sagte Grissom.
„Danke Gil!", sagte sie und gab ihrem Mann einen Kuss und verschwand daraufhin gleich und fuhr ins Krankenhaus.
Grissom wollte zwar auch mit ins Krankenhaus, gerade wegen Nick, er wollte ihm beistehen, denn er konnte ahnen, was in Nick vorging. Er war jetzt sicher total nervös.
Grissom überlegte kurz und nahm den Telefonhörer in die Hand, er wollte Warrick und Cath anrufen, damit Lindsay vielleicht auf Nessi aufpassen würde. Gil drückte auf das Abnehmen-Zeichen und war verwundert.
„Griss?", kam eine Stimme aus dem Telefon.
„Ja, Warrick bist du das?", fragte Grissom.
„Ja, das ging ja schnell bei euch, das Freizeichen kam gerade ein mal.", lachte Warrick.
„Na ja Gedankenübertragung ich wollte euch auch gerade anrufen!"
„Wollte dir nur Bescheid sagen, Sara hat uns von unterwegs aus angerufen, sie dachte du willst sicher auch ins Krankenhaus kommen zu Nick. Wir kommen gleich mit Linds vorbei, die auf Nessi aufpasst, und nehmen dich mit zu Nick und Cal ins Krankenhaus."
„Prima, danke dir Warrick bis gleich!", sagte Grissom und legte auf.
Dann klingelte es auch schon an der Tür. Es war Luka, der Sara etwas fragen wollte.
„Hey Luka, du kommst genau richtig, Cal bekommt ihr Baby. Sara ist schon im Krankenhaus, Cath und Warrick nehmen mich auch gleich mit. Kommst du auch mit?", fragte er.
„Ich komme nach, ich wollte eigentlich nur kurz etwas Sara fragen, ich will noch schnell duschen!", sagte Luka und sah an sich runter.
„Ok Luka, dann sehen wir uns gleich im Krankenhaus!", sagte Grissom.
„Ja, bis gleich Gil!", Luka drehte sich um und ging wieder zu seinem Auto.
Im Krankenhaus lief Nick wie ein Tiger den Gang auf und ab. Sara war inzwischen auch im Krankenhaus eingetroffen und saß im Warteraum. Sie hatte versucht ihn zu beruhigen, aber Nick hatte Panik. Für seinen Geschmack dauerte es viel zu lange schon, dass Cal untersucht wurde.
Nun kam Grissom mit Warrick und Cath ins Krankenhaus. Zuerst begrüßte Gil seine Frau mit einem Kuss.
„Danke Sara!", sagte er und lächelte sie an.
„Nichts zu danken Gil, ich dachte mir, ich kann dich nicht einfach zu Hause sitzen lassen!", sagte sie schmunzelnd.
Grissom ging zu Nick und legte ihm eine Hand auf die Schulter.
„Nick? Alles ok?", fragte er besorgt.
„Oh hi Gil, ja und nein. Ich weiß nicht, was zur Hölle die da drin so lange treiben. Sie wollen mich nicht reinlassen. Obwohl sie sagen, dass es Cal gut geht!", sagte er verzweifelt.
„Hey Nick, ganz ruhig bleiben, Mel weiß schon was sie tut, sie hat damals auch Sara gerettet, erinnerst du dich?", Grissom wollte Nick etwas die Panik nehmen.
„Ja du hast recht, aber weißt du, obwohl es bei Cal alles normal verlaufen ist, habe ich Angst!", gab Nick zu.
„Das glaube ich dir Nick, ich glaube das hat jeder Vater vor der Geburt!", lachte Grissom.
„Vielleicht hast du recht!", lachte Nick zurück.
In dem Moment öffnete sich die Tür zum Kreissaal und Mel kam heraus.
„Nick du kannst jetzt zu deiner Frau, ich denke es ist gleich so weit.", sagte Cal und nickte den Anderen zu, die jetzt dazu getreten waren.
Nick verschwand sofort in den Kreissaal zu seiner Frau.
„Sag mal hat Mel gerade Frau gesagt?", wunderte sich Cath.
„Ja, aber ich denke, das hat sie nur so im Reflex gesagt!", gab Sara zurück.
Reverend Tyler saß immer noch ziemlich blass in einer Ecke. Nick kam noch mal raus, um für Cal etwas zu trinken zu holen.
Er ging zum Reverend, weil er sah, wie zusammengesackt er in der Ecke saß.
„Es tut mir leid Reverend, dass ich mich vorhin so benommen habe und sie einfach mit gezerrt habe!", sagte Nick leise.
„Ist schon gut, Mr. Stokes, ich bin ja froh, dass es noch geklappt hat.", erwiderte er leicht lächelnd.
„Soll ich ihnen etwas bringen, sie sehen so blass aus?", fragte Nick.
„Nein, nein schon gut, die Fahrt hat mich nur etwas mitgenommen!", wehrte er ab.
Nick wollte schon gehen, als er stoppte und noch mal zum Reverend ging.
„Darf ich noch Fragen wie sie mit Vornamen heißen?", fragte Nick ihn und grinste.
„Ähm Tyler, warum fragen sie?", er sah Nick verwirrt an.
„Na ja meine Frau und ich konnten uns noch auf keinen Namen einigen, aber jetzt haben wir einen, wenn es ihnen recht ist!", sagte er lachend.
„Ja sicher gerne! Ich hoffe es geht ihrer Frau gut!"
„Ja ihr geht es gut, aber ich muss wieder rein, sonst verflucht sie mich!", lächelte Nick nervös.
Nick ging wieder in den Kreissaal zu Cal und Mel.
„Das wurde auch Zeit Nicholas, wie lange soll ich noch auf mein Wasser warten!", fauchte Cal ihn an.
Nick wusste nicht, was mit ihr los war, so kannte er seine Calleigh nicht, dass sie ihn so anmachte.
„Was ist los Sweetie?", fragte er vorsichtig.
„Du fragst mich, was los ist? Komm her und gib mir deine Hand Nickylein!", sagte sie honigsüß.
Nick ging zu ihr und nahm ihre Hand. Augenblicklich quetschte Cal seine Hand so sehr, dass Nick aufschrie vor Schmerz.
„Cal, was soll das?", brachte er zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor.
„Das ist ein Teil der Wehen-Schmerzen, die ich durchmache, während ich unseren Sohn auf die Welt bringe!", sagte sie zynisch.
„Sweetie ich habe große Achtung vor dir, weil du das durchmachen musst, aber ich kann sie dir auch nicht abnehmen.", sagte er gekränkt.
„Ich will nie wieder Sex mit dir haben! Schon gar nicht mehr im Materialraum!", schrie sie regelrecht, als sie die nächste Wehe packte.
Nick starrte sie entsetzt an. Mel konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.
„Keine Panik Nick, Cal hat ziemlich starke Wehen. Glaube mir, sie meint das nicht so. Lass sie erstmal euren Sohn auf die Welt bringen und widersprich ihr am besten nicht!", lachte Mel.
„Ok Mel, danke!", sagte Nick und fühlte sich trotzdem unwohl.
Er wollte Calleigh nicht so leiden sehen. Er machte sich Vorwürfe. Vielleicht war es doch zu früh gewesen für ein Kind, Cal wollte doch eigentlich noch nicht schwanger werden, dachte er sich. Doch er hatte nicht viel Zeit mehr daran zu denken, denn mit der nächsten Wehe musste Cal pressen.
Es ging dann alles ganz schnell und 10 Minuten später war sein Sohn schon auf der Welt.
Mel hatte sofort das Baby auf Cals Brust gelegt. Sofort kuschelte es sich an seine Mutter. Nick hatte vor Freude Tränen in den Augen.
Nick schnitt die Nabelschnur durch und war stolz auf seine Calleigh!
„Calleigh ich liebe dich!", sagte er liebevoll und küsste Cal.
„Ich liebe dich auch Nick! Es tut mir leid, was ich vorhin gesagt habe!", sagte sie reuevoll.
„Schon in Ordnung Sweetie, du hast ja auch einiges durchmachen müssen!", lächelte er.
„Sieh mal haben wir nicht einen wunderschönen Sohn!", fragte sie.
„Ja Cal, er sieht aus wie du!", lachte er.
„Wie soll er denn jetzt heißen?", fragte Cal und sah Nick an.
„Was hältst du von Tyler?", fragte er sie.
„Oh ja Tyler ist ein schöner Name! Na was meinst du mein Kleiner, gefällt dir Tyler?", fragte sie ihren Sohn lachend.
Aber Tyler schien zu schlafen und reagierte nicht.
„Na ja zumindest hat er nichts dagegen!", lachte Nick.
„Tyler Sara Horatio Stokes.", sagte Cal lächelnd.
„Nick, er ist so klein und so wunderhübsch!", sagte Cal und fing an zu weinen.
„Hey Sweetie nicht weinen, ist doch alles gut!", sagte Nick und umarmte Cal liebevoll.
„Ich weiß Nick, es sind ja nur Freudentränen!", sagte sie und gähnte.
„Du hast mich zum glücklichsten Mann gemacht Cal, danke!", sagte Nick und küsste sie leicht auf die Stirn.
Melinda sah, dass Calleigh müde war, und nahm Tyler und übergab ihn einer Kinderkrankenschwester.
„Wir werden Tyler jetzt erstmal waschen, untersuchen und anziehen! Wenn du willst, kannst du dabei sein.", sagte Mel zu Nick.
„Ja, aber erst werde ich der wartenden Meute da draußen sagen, dass alles gut gegangen ist!", gab er lachend zurück.
Nick ging nach draußen und alle sprangen auf und starrten Nick an.
„Was ist los Nicky? Geht es Cal gut?", fragte Sara etwas panisch.
„Ja, Cal geht es gut, sie ist nur etwas müde! Und ich werde jetzt erstmal zu meinem Sohn gehen, denn er wird gerade untersucht!", sagte er grinsend und ließ die anderen verdutzt stehen.
„Hat er gerade gesagt Sohn?", fragte Reena verwirrt.
„Ist er schon auf der Welt?", fragte Luka, der inzwischen auch eingetroffen war, ebenso verwirrt.
Nick aber lies alle Fragen offen und ging zur Untersuchung seines Sohnes. Wie sich herausstellte, war mit Tyler alles in bester Ordnung. Er ließ auch die Untersuchung ohne weiteres Geschrei über sich ergehen.
Tyler war 50cm groß und wog 3.500g und war kerngesund. Mel wickelte ihn in eine Babydecke und übergab Tyler an seinen Vater. Nick war gerührt, als er seinen Sohn in dem Arm hielt. Er blinzelte diskret seine Freudentränen weg.
„Willkommen in der Familie Stokes, Tyler!", sagte er leise und küsste seine Stirn.
Nick platze fast vor Stolz, seine Cal war endlich seine Frau und sie hatte ihm auch noch einen so wunderbaren Sohn geschenkt.
Danach ging er mit Tyler raus, wo die anderen schon gespannt warteten.
„Hey darf ich euch Stokes-Junior vorstellen!", sagte Nick stolz.
„Nick, ich glaube du meinst eher Duquesne-Junior!", lachte Sara.
„Nein Sara, er ist ein Stokes, denn Calleigh und ich haben vor ein paar Stunden geheiratet!", sagte er stolz.
„Wie ihr habt geheiratet?", brachte Grissom erstaunt heraus.
„Ja eigentlich wollten wir in einer Chapel heiraten, aber Cal hatte plötzlich beim Ja-Wort Schwierigkeiten, weil Stokes-Junior nicht warten wollte! Also habe ich kurzerhand Reverend Tyler mit in den Krankenwagen gezerrt!", sagte er grinsend.
„Oh man Nick, dann darf man euch ja doppelt gratulieren!", sagte Grissom freudig und umarmte Nick leicht.
„Herzlichen Glückwunsch Papa Nicky und willkommen im Club!", sagte Sara lachend und umarmte ihren besten Freund innig und küsste ihn auf die Wange.
„Aber jetzt lass mich mal deinen Stammhalter betrachten!", sagte sie noch.
„Sicher darf ich euch vorstellen, das ist Tyler Sara Horatio Stokes!", sagte Nick stolz.
Als Sara ihren Namen hörte, drückte sie die Hand von Grissom leicht, sie freute sich, dass sie Taufpatin sein durfte. Grissom gab ihr einen leichten Kuss und legte den Arm um sie!
Jeder kam nun ran um Tyler zu betrachten und jeder kam zum Entschluss, dass klein Tyler ein absolut süßes Baby war.
„Nicky du hast einen wunderbaren Sohn!", sagte Sara, als sie ihn auch mal gehalten hatte.
„Danke Sara, ich bin auch wahnsinnig stolz auf meinen Sohn!", sagte Nick.
„Nick, Cal ist wieder wach, sie verlangt nach ihren beiden Männern!", sagte sie lachend.
„Ok, ich komme schon!", sagte er und verschwand wieder im Kreissaal, wo Cal noch lag.
Mel entdeckte jetzt erst Luka. Sie war verärgert und erstaunt, was er hier machte.
„Hallo Mel!", sagte Luka und ging auf Mel zu um sie zu umarmen.
Doch Melinda wehrte die Umarmung ab.
„Luka, was machst du hier?", fragte sie mehr verärgert als erstaunt.
„Das ist eine lange Geschichte!", sagte er und wollte Mel alles erzählen.
„Nicht jetzt Luka, vielleicht später, ich muss jetzt wieder zu Cal, du erinnerst dich, ich habe auch einen Job!", sagte sie spitz und drehte sich um und ließ einen völligen verdutzten Luka Dacanti stehen.
„Oh, oh Luka, da ist wohl was schief gelaufen in deinem Plan!", sagte Grissom lachend.
„Luka, das war wohl jetzt eindeutig!", sagte Cath und schaute ihn mitfühlend an.
„Hey, das gibt sich wieder! Sie hat jetzt einfach nur Stress!", sagte Sara um ihn zu beruhigen.
…. TBC
