Chapter 79

Die folgenden Stunden vergingen für Nick wie im Traum. Er war stolz, dass er es geschafft hatte, zu heiraten und stolz darauf einen Sohn bekommen zu haben. Das alles in einer Nacht grenzte schon an Wunder. Cal war inzwischen auf ein Zimmer verlegt worden und schlief. Nick unterdessen betrachtete eingehend seinen Sohn. Er hatte leicht blonde Haare, zumindest was man im Moment sagen konnte und wie alle Babys eben blaue Augen.

Tyler schlief ebenso tief und fest, wie seine Mutter und nuckelte an seinem kleinen Händchen. Vor 10 Monaten wusste Nick noch nicht einmal, dass er Vater werden sollte, und hatte sich über die Geburt von Nessi gefreut. Aber er hatte auch Angst, als Cal ihm erzählte, dass er Vater werde, dass es wie bei Sara zu Komplikationen kommen würde. Doch Gott sei Dank war es nicht so, es lief alles bestens!

„Hey Babe, ist er nicht wunderbar, ich bin so froh, dass alles gut ging!", Cal war gerade aufgewacht und sah Nick lächelnd an.

„Ja Sweetie, Tyler ist wunderschön, er sieht dir ähnlich!", sagte Nick lachend.

Cal zog Nick an sich ran und küsste ihn innig.

„Mrs. Stokes, sie sollten langsam tun, erst vor einer Stunde hast du entbunden!", sagte Nick schmunzelnd.

„Ach Nick, außer, dass ich etwas müde bin, geht es mir gut!", gab sie zurück.

„Übrigens draußen wartet das ganze Nachtschicht-Team mit Sara, Reena und Luka, sie wollen unbedingt noch mal Stokes-Junior sehen!", sagte er.

„Lass die Meute nur rein!", sagte Cal lachend.

Nick öffnete das Zimmer und ließ die Anderen eintreten.

Grissom und Sara hielten sich ein wenig im Hintergrund, da sie ja schon die Ersten gewesen waren, die Tyler zu Gesicht bekommen hatten.

„Oh man alle Babys sind ja süß, aber Tyler gibt ja alles!", sagte Reena entzückt.

„Du hast recht Reena, ich glaube Nessi und Tyler waren die schönsten Babys, aber meine Lindsay übertriff beide!", sagte Cath schmunzelnd.

„Naja Nick, viel von dir hat er ja noch nicht!", lachte Greg.

„Greg sei mal nicht so unverschämt, warte mal ab, bis du ein Kind hast!", sagte Cath lachend.

„Ich glaube da müsste ich erst mal die richtige Frau finden, die mich auch will!", scherzte Greg und sah Reena unvermittelt an, die daraufhin rot wurde.

„Herzlichen Glückwunsch Mommy Cal, auch zu eurer Hochzeit!", Sara umarmte ihre Freundin herzlich.

„Danke dir Sara, ich bin sehr glücklich. Ich hoffe du bist uns nicht böse, dass wir ohne dich und Gil geheiratet haben, aber wir holen das nach, im Sommer, mit allen Freunden!", sagte Calleigh.

„Hey macht euch mal keine Gedanken, das ist schon ok! Ihr hattet ja zwei Sanitäter als Trauzeugen. Reena und Greg haben uns alles erzählt und Reverend Tyler so weit er konnte auch.", lachte Sara.

„Naja Nick hat dem armen Reverend ganz schön zugesetzt!", warf Cath ein, die das Gespräch mitgehört hatte.

„So habe ich Nicky noch nie erlebt, ihr müsst euch vorstellen, er packt Reverend Tyler und zerrt ihn mit in den Krankenwagen!", ein lautes Gelächter der drei CSI-Frauen durchbrach die Ruhe.

„Hey ihr drei, habt ihr Mal etwas davon gehört, dass man etwas leiser sein sollte bei einem Neugeborenen!", gab Warrick zu bedenken, der fasziniert Tyler betrachtete.

Aber Tyler schien das überhaupt nicht zu belasten, er schlief selig in seinem kleinen Bettchen vor sich hin.

Es war inzwischen weit nach Mitternacht, die anderen waren gerade gegangen und Luka machte sich auf den Weg zu Mels Büro. Er hoffte, dass sie noch da war, er wollte ihr doch erklären, warum er sich die ganze Zeit immer nur sporadisch gemeldet hatte. Er stand vor der Tür und zögerte einen Moment. Luka hoffte, dass Mel nicht mehr böse auf ihn war. Er hatte sich solche Mühe gegeben die Wohnung einzurichten. Und hatte durch die wenigen E-Mails von Melinda erfahren, was sie an Wohnungseinrichtung bevorzugte. Er hatte sie geschickt ausgefragt, ohne dass sie es bemerkte. Eigentlich wollte er noch eine Woche warten, aber die Sehnsucht nach Mel war zu groß. Sie hatten fast ein Jahr lang, immer die Entfernung zwischen ihnen stehen gehabt, jetzt wollte er sie bei sich haben.

Er klopfte an ihr Büro.

„Herein!", rief Mel von drinnen.

„Hallo Mel, du bist noch da, das ist schön.", sagte Luka und lächelte sie an.

Doch Mel lächelte nicht, sie sah Luka finster an.

„Hallo Luka, was verschafft mir die Ehre?", fragte sie.

„Ich würde gerne mit dir reden Mel, dir erklären….."

„Danke Luka, ich brauche keine Erklärungen.", warf sie ein.

„Bitte Sunshine, lass dir doch erklären, wie …..", versuchte Luka es erneut.

„Special Agent Dacanti was haben sie nicht verstanden? Sie sollten versuchen mir zu folgen, bei dem was ich sage!", reagierte sie wütend.

„Mel, was zur Hölle ist los mit dir?", Luka war nun auch etwas ungehalten geworden.

„Was los ist? DU fragst mich, was los ist? Ich will es dir sagen Luka Dacanti. Wenn du meinst, du kannst mich als Amerikanerin abschleppen, mir sagen, dass du mich liebst. Dann nach Italien zurückgehen und dir eine Andere suchen, dann, lieber Luka, bist du bei mir falsch. Egal was auch immer zwischen uns war oder auch nicht, es ist aus!", sagte sie zornig und warf ihm eine Arztzeitschrift zu.

Darin war ein Artikel über eine renommierte, italienische, junge Ärztin. In dem Artikel hieß es, sie sei verlobt, neben dem Artikel war ein Bild abgebildet. Das zeigte die Ärztin und Luka, die Arm in Arm da standen und verliebt in die Kamera lächelten. Luka sah das Bild und wurde blass.

„Mel, bitte glaube mir, ich habe alles ernst gemeint was ich gesagt habe! Das Bild ist nicht das, wonach es aussieht! Bitte gib mir die Chance es zu erklären!", sagte er fast schon flehend.

„Luka ich bin müde und will jetzt einfach ins Bett, ich habe die ganze Nacht gearbeitet!", sagte sie und wollte an Luka vorbeigehen.

Luka packte sanft ihren Arm und zwang sie so ihn anzusehen. Er sah in ein paar vor Wut und Enttäuschung funkelnden Augen.

„Mel, ich flehe dich an, gib mir die Gelegenheit alles zu erklären. Wenn du danach immer noch meinst, ich sei ein Casanova, dann gehe ich und belästige dich auch nie mehr!", sagte er.

„Ok aber nicht mehr heute. Komm morgen Mittag zu mir. Aber erst morgen Nachmittag. Ich habe morgen frei und einiges zu erledigen. Dann können wir in Ruhe reden. Und jetzt lass mich bitte los!", bat sie ihn.

„Gute Nacht Mel und ich liebe dich wirklich!", sagte er und ließ sie gehen.

Mel erwiderte darauf nichts, sie stürzte an ihm vorbei. Mit Tränen in den Augen setzte sie sich ins Auto und fuhr nach Hause.

Luka stand immer noch da und hielt die Zeitschrift in der Hand. Diese Ärztin war verlobt, aber nicht mit ihm. Ihr Verlobter war in Gefahr gewesen und Lukas Auftrag war gewesen, sie zu schützen. Denn sie hatten es auch auf sie abgesehen. Er hätte nie etwas mit dieser Frau angefangen. Selbst wenn sie gewollt hätte. Aber da sie ihren Verlobten aufrichtig liebte, gab es keinerlei Komplikationen bei diesem Fall. Nach 2 Wochen war auch alles vorbei. Das war sein letzter Fall in Italien gewesen. Danach hatte er seine Versetzung nach Amerika beantragt. Aber was half das alles, wenn Mel ihm nicht glaubte.

Mel konnte die ganze Nacht nicht schlafen, sie grübelte, ob Luka doch die Wahrheit sagte. Eigentlich hatte er ihr nie einen Grund zum Zweifeln gegeben. Mel fühlte sich ziemlich schlecht, dass sie Luka nicht die Chance gegeben hatte, alles zu erklären. Irgendwann, gegen Morgen schlief sie ein. Sie verschlief fast den ganzen Tag, bis sie von der Türklingel geweckt wurde.

Sie erschrak, als sie auf die Uhr schaute, es war 3 Uhr nachmittags, wie hatte sie nur so lange schlafen können. Es klingelte zum zweiten Mal. Sie dachte sich schon, dass es Luka sein müsste. Mit gemischten Gefühlen ging sie zur Tür.

„Hey Mel, wie geht es dir?", fragte Luka sie und sah sie besorgt an.

„Entschuldige Luka, ich habe verschlafen, ich habe die Nacht nicht besonders gut geschlafen!", sagte sie und versuchte zu lächeln.

Sie bat Luka rein und machte erstmal Kaffee.

„Möchtest du auch einen Kaffee?", fragte sie.

„Ja gerne!", gab er zurück.

Mel ging in die Küche und kochte Kaffee. Als sie mit zwei Tassen zurückkam, musste Luka lächeln. Sie sah umwerfend aus, so verschlafen, wie sie war.

„Mel, würdest du mir jetzt bitte zuhören!", begann er, als sie sich auf die Couch gesetzt hatten.

„Ja Luka, ich höre dir zu, es tut mir leid, wegen heute Nacht!", sagte sie.

Luka atmete hörbar auf, er hatte schon befürchtet, sie würde ihm nicht zuhören.

„Mel, diese Frau in der Zeitschrift, war mein letzter undercover Einsatz in Italien. Ich darf dir leider nicht die Details erzählen, nur so viel, ich bin nicht mit ihr verlobt und hatte auch niemals etwas mit ihr. Was du auf dem Bild siehst, ist nur gestellt. Die Arme hat sehr viel mitgemacht und ich kann dir sagen, weder sie hatte irgendein romantisches/sexuelles Interesse an mir, noch ich an ihr!", sagte er ehrlich.

„Es tut mir leid Luka, das ich dir nicht geglaubt habe. Ich hatte nie einen Grund an dir zu zweifeln. Aber, seit du das letzte Mal hier warst, ist viel passiert.", sagte sie und senkte den Kopf.

Luka ging alles Mögliche durch den Kopf. Hatte sie etwa einen anderen. Die Gedanken daran schmerzten ihn.

„Was ist passiert Sunshine?", fragte er trotz allem, er wollte es wissen, egal was passiert war.

„Luka ich habe im Krankenhaus eine Stelle als Chefärztin der Gynäkologie angeboten bekommen. Und ich möchte sie auch annehmen. Darauf habe ich jahrelang gewartet. Dafür habe ich hart und energisch gearbeitet.", sagte sie traurig.

„Mel, das ist ja wunderbar, ich gratuliere dir!", rief Luka überglücklich.

Mel verstand nicht, warum Luka auf einmal so glücklich war.

„Erinnerst du dich noch an die Mail, in der du mir geschrieben hast, ich solle mit dir kommen? Luka, ich kann nicht, so sehr ich dich auch liebe. Aber in ein Land, dessen Sprache ich nicht einmal verstehe, kann ich nicht arbeiten.", sagte sie.

„Oh Sunshine du hast mich missverstanden. Ich möchte nicht, dass du mit mir kommst!", sagte er lachend.

„Nein?", fragte sie erstaunt.

„Nein Mel, was ich damit gemeint habe, erkläre ich dir später.", grinste er.

„Luka, warum hast du mir in letzter Zeit so wenig geschrieben?", stellte sie die Frage.

„Weil ich viel zu tun hatte. Was kann ich dir leider im Moment nicht sagen, ich kann dich nur bitten, mir zu vertrauen!", sagte er ernst.

„Mel, ich liebe dich wirklich, ich habe das nicht nur so gesagt!", sagte er und küsste sie zärtlich.

„Ich liebe dich auch Luka….."

„Aber?", hakte er nach.

„Was aber?"

„Na ja das hörte sich so nach einem Aber an."

„Oh Luka ich liebe dich wirklich sehr, aber weißt du, wie schwer es ist, wenn der Freund Tausende von Meilen entfernt ist und nur alle paar Monate zu Besuch kommt.", Mel hatte Tränen in den Augen.

„Mel, es tut mir leid, aber ich habe nun mal auch meinen Job und will ihn genauso wenig wie du aufgeben!", sagte er.

Was Mel nicht wusste, dass Luka ihr später, ihre hoffentlich gemeinsame Wohnung, zeigen wollte.

Sie unterhielten sich noch eine ganze Weile. Langsam wurde es dunkel draußen. Sie aßen gemeinsam zu Abend. Luka wurde immer ungeduldiger.

Beide saßen sie in Mels Wohnung auf der Couch. Die Küsse und Berührungen wurden immer intensiver. Doch irgendwann stand Luka auf.

„Mel ich muss gehen, es tut mir leid!", sagte er und musste sich zusammen nehmen, dass er nichts verriet, als er Mels enttäuschtes Gesicht sah.

„Wann sehen wir uns wieder?", fragte sie traurig.

„Bald Sunshine!", sagte er lächelnd und küsste sie noch mal zum Abschied.

Als Luka gegangen war, weinte Mel bitterlich. Sie liebte Luka so sehr. Sie dachte daran, dass sie vielleicht doch ihren Job aufgab, um mit ihm nach Italien zu gehen. Es waren zwei Stunden vergangen seit Luka weg war und Mel war sich sicher, dass sie ihren Job kündigen wollte. Was war ein doofer Job, gegenüber der Liebe ihres Lebens. Sie wollte gerade Luka eine E-Mail schreiben, als es an der Tür klingelte. Sie öffnete die Tür und stieß einen leisen Schrei aus.

„Luka, was… wie… was machst du hier?", fragte sie den Tränen nahe.

„Mel, es tut mir leid, ich hatte Sehnsucht nach dir!"

Luka ging auf sie zu und schloss sie in seine Arme. Er umschloss ihren Mund mit einem zärtlichen und zugleich fordernden Kuss. Die Leidenschaft drohte sie zu überrennen. Als Luka plötzlich stoppte.

„Nicht hier Sunshine! Ich möchte, dass du mit mir kommst", sagte er lächelnd und mit rauer Stimme.

„Aber was ist mit deinen Prinzipien?", fragte sie etwas irritiert?

Er wusste, von was sie sprach. Er hatte ihr damals gesagt, dass die nächste Frau, die mit ihm das Bett teilte, bei ihm bleiben sollte.

„Genau die halte ich jetzt ein.", grinste er.

„Vertraue mir und komme mit mir!", bat er sie.

Mel konnte nur noch nicken. Luka führte sie zu seinem Auto, das inzwischen ein amerikanisches Kennzeichen hatte. Es kam ihr etwas seltsam vor, aber sie dachte, dass es womöglich ein Leihwagen war.

Als sie vor einem Appartementkomplex hielten, wunderte sich Mel. Aber sie sagte immer noch nichts.

Luka führte sie ihn ihre zukünftige gemeinsame Wohnung. Als er die Wohnungstür aufschloss, sah Mel ihn etwas irritiert an.

„Luka wo sind wir hier?", fragte sie mit einem Kloß im Hals, als sie in Lukas Augen sah.

„Kannst du es noch nicht ahnen?", fragte er lächelnd.

„Nein!", sagte sie.

„Schau dich einfach mal um, wenn du dann noch nicht weißt, wo wir sind, kläre ich dich auf!", sagte er lächelnd.

Mel ging in der Wohnung umher. Sie hatte ihren Geschmack. Mel kam langsam ein Verdacht, aber sie wagte es nicht ihn auszusprechen, zu viel Angst hatte sie, falsch zu liegen.

Als sie ins Schlafzimmer kam, sah sie ein großes Bild über dem Bett hängen. Das Bild war gemalt und zeigte ein Dorf in Sizilien. Mel erkannte es, Luka hatte es ihr damals im Internet gezeigt, und sie war total begeistert davon. Es war Lukas Heimat und das Dorf in dem Mel des Öfteren Urlaub machte. Sie war sprachlos. Es war ein großes Bett, und auf der einen Seite, auf dem Nachttisch stand ein Bild, es zeigte sie und Luka, als sie sich küssten. Das Bild wurde auf Nessis Taufe gemacht. Mel musste lächeln, wenn sie sich daran erinnerte.

„Luka, ist das deine Wohnung?", fragte sie ihn, als er hinter sie getreten war und sie in die Arme genommen hatte.

„Nicht direkt Mel. Ich wohne hier mit jemanden zusammen!", sagte er leise.

„Luka, das ist nicht wahr. Was ist denn mit deinem Job?", fragte sie verwirrt.

„Ich habe mich hierher versetzen lassen!", sagte er und lächelte Mel an.

„Aber…..", zu mehr kam Mel nicht.

Luka küsste sie sanft und zärtlich und Mel schlang die Arme um seinen Nacken und erwiderte den Kuss. Als sie sich voneinander gelöst hatten, sah Luka Mel tief in die Augen.

„Mel, gefällt es dir hier? Willst du hier mit mir leben?", fragte Luka sie.

„Ich? Hier mit dir zusammen?", fragte sie irritiert.

„Ja Mel, das ist unsere Wohnung. Nick hat sie mir freundlicherweise überlassen und das ist auch der Grund, warum ich dir kaum geschrieben habe. Ich war zu sehr damit beschäftigt die Wohnung zu renovieren und einzurichten!"

„Luka, das ist ja unglaublich! Ja sicher möchte ich mit dir hier zusammenwohnen. Die Wohnung ist traumhaft! Ich danke dir! Oh Luka und ich wollte gerade vorhin meinen Job kündigen und mit dir nach Italien gehen!"

„Ich liebe dich so sehr Mel und möchte nicht mehr ohne dich leben. Glaube mir, es waren Höllenqualen, dich immer wieder zu verlassen. Schon das erste Mal, als ich aus der USA abreiste, nach der Geburt von Nessi, wusste ich, dass ich dich liebe!", sagte er.

„Ich liebe dich auch Luka, aber ich hatte Angst wegen der Entfernung!"

Der Kuss der folgte sagte alles aus. Es waren keine Worte mehr nötig. Und Mel war die Frau, mit der er nicht nur das Bett teilen wollte für den Rest seines Lebens, dessen war er sich sicher! Auch wenn er jetzt noch nichts überstürzen wollte.

Mel war überglücklich, endlich mit Luka zusammen zu sein. Keiner der Beiden zog sich diesmal zurück, als die Küsse und Liebkosungen zu mehr führten.

Es war 2 Tage vor Weihnachten. Cal war mit Tyler seit ein paar Tagen zu Hause. Mutter und Sohn ging es hervorragend. Doch klein Tyler hatte keine Lust so richtig zu schlafen. Nick und Cal bekamen jetzt schon zu spüren, was es hieß, Eltern zu sein.

Grissom kam von seiner letzten Nachtschicht in diesem Jahr nach Hause. Er hatte jetzt erstmal 2 Wochen Urlaub, auf die er sich mit Sara und Vanessa freute. Sie wollten die Feiertage genießen und hatten für den Weihnachtsabend ihre Freunde eingeladen.

Als er das Haus betrat, war alles noch still, er ging nach oben und schaute bei Nessi ins Zimmer, die eingerollt wie eine Katze, friedlich schlummernd in ihrem Bettchen lag. Mit einem Lächeln auf den Lippen ging er ins Schlafzimmer zu Sara, die ebenso, wie ihre Tochter eingerollt auf der Seite im Bett lag und noch tief und fest schlief.

Grissom ging schnell duschen und legte sich anschließend zu seiner Frau ins Bett. Er betrachtete Sara, wie schön sie war. Ihr Schlafshirt, war wie immer, wieder mal ein wenig hochgerutscht und gab ihren flachen Bauch frei. Grissom konnte es sich nicht verkneifen und hauchte ihr einen Kuss auf ihren Bauch. Aber Sara reagierte nicht, sie schlief tief und fest weiter. Gil konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen.

Aber Grissom wollte so schnell nicht aufgeben, jetzt nahm er sich ihre Seite vor, von der er wusste, da sie dort recht empfindlich reagierte. Endlich zeigte sie Regung, als Grissom weiter nach oben wanderte und ihr nun Küsse auf ihre Schulter hauchte. Sie schlug ihre Augen auf und blickte mit ihren noch verschlafenen tiefbraunen Augen, direkt in ein paar vor Leidenschaft funkelnden eisblauen Augen.

„Guten Morgen Specialgirl!", sagte Gil und lächelte sie an.

„Morgen Honey, wie ist das schön, wenn du mich so weckst!", sagte sie und lächelte zurück.

Sara schlang die Arme um Grissoms Nacken und küsste ihn voller Begehren. Sie ließ ihre Zunge sanft über seinen Hals wandern, das Grissom aufstöhnen ließ.

„Hm, irgendwas läuft hier verkehrt Darling, eigentlich wollte ich dich verführen!", grinste er.

Sara aber lächelte nur und schmiegte sich an ihren Mann. Grissom nahm sie zärtlich in die Arme und küsste sie innig.

„Weißt du eigentlich, wie sehr ich dich liebe, Sara!", sagte er und strich ihr sanft über ihren Arm.

„Gil, ich liebe dich auch mehr als ich dir sagen kann.", sagte sie liebevoll.

Einige Sekunden verstrichen, in der sie sich einfach nur tief in die Augen blickten, als könnten sie darin genau lesen, was der andere empfand. Mit einem glücklichen Seufzen ließ sie ihren Kopf auf Grissoms Schulter sinken.

„Was ist los, Sara?", fragte Grissom sie.

„Nichts, ich bin nur sehr glücklich, dass wir jetzt endlich freihaben. Die letzten Monate waren richtig stressig.", sagte sie mit etwas trauriger Stimme.

„Es tut mir leid Darling, dass ich so viel gearbeitet habe, ich verspreche dir, im nächsten Jahr trete ich etwas kürzer!", sagte er und küsste ihr die Stirn.

„Ich hoffe es Gil, denn Nessi sieht dich ja fast nicht mehr. Du hast jetzt eine Familie, Gil, denke bitte auch mal daran!", setzte sie noch hinzu.

„Ich weiß, Sara und eine Wunderbare noch dazu!", sagte er lächelnd.

„Ja unser kleines Monster ist schon ein wunderbares Kind!", sagte Sara halb in Gedanken.

„Nicht nur Nessi, sondern auch du bist wunderbar und vor allem wunderschön!", entgegnete ihr Grissom.

Sara sah ihren Mann dankend an und strich ihm leicht über seinen nackten Oberkörper.

„Sara, wenn du nicht willst, dass ich hier und auf der Stelle über dich herfalle, dann hör damit auf!", sagte Grissom mit rauer Stimme.

Doch Sara dachte nicht daran aufzuhören, sie sah Gil kess in die Augen und fing an ihm Küsse auf seinen Hals und Oberkörper zu hauchen.

Es dauerte nicht lange, da hatte Grissom sich wieder im Griff und küsste Sara voller Sehnsucht. Als würden sie sich das erste Mal lieben zogen sie sich langsam gegenseitig aus. Als Sara nur noch ihren Slip anhatte, liebkoste Grissom sanft ihre Brustknospen. Sara wandte sich unter seinen Berührungen und Liebkosungen. Sie fuhr mit ihrer Hand über Gils Oberkörper und ließ sie weiter nach unten wandern, um ihn dort zu berühren. Grissom stöhnte leicht auf, sanft streifte er Sara ihren Slip ab. Als er sie nun dort liebkoste, wo sie am empfindlichsten war, konnte Sara sich kaum noch zurückhalten. Ganz langsam brachte er sie mit seinen Küssen, die er auf ihren ganzen Körper platzierte, um den Verstand. Als sie sich dann in die Augen schauten, zögerte Grissom nicht lange, sanft ließ er sich über sie gleiten und drang in sie ein. Sie liebten sich mit einer Leidenschaft, Liebe und Zuneigung zueinander, dass es ein ganz neuartiges und wunderbares Gefühl war, als sie gemeinsam den Höhepunkt erreichten.

Sie waren froh, dass Vanessa heute mal wieder lange Schlief. So lagen sie noch lange eng umschlungen zusammen im Bett. Sie konnten auch nicht davon ablassen, sich immer wieder zu küssen. Grissom hielt seine Sara fest, er wusste er hatte eine ganz besondere Frau geheiratet, sie bewies es ihm in jeder Lebenslage.

Die nächsten 2 Tage vergingen wie im Flug. Nessi wurde immer standfester und hangelte sich schon laufend von Tisch zur Couch und von der Couch zum Laufstall.

Sara und Grissom beobachteten das Ganze immer mit einem Lächeln. 10 Monate war sie jetzt und wollte schon laufen.

Es war der 25. Dezember morgens, Sara und Grissom hatten abends zuvor noch den Christbaum geschmückt und Sara hatte das Geschenk für Grissom fertig gemacht. Er lag schon lange im Bett und schlief tief und fest, als sie zu ihm kam.

Sara war aufgeregt, ob Grissom das Geschenk gefallen würde. Sie hatte gestern Abend noch daran rumgebastelt, deswegen war sie so spät ins Bett gekommen.

Jetzt lag sie eng an ihren Mann geschmiegt und Grissom hatte seinen Arm um sie gelegt. Sie freute sich, heute Abend mir ihren Freunden Weihnachten zu feiern.

Grissom war inzwischen auch aufgewacht und schaute sie liebevoll an.

„Guten Morgen Honey hast du gut geschlafen?", fragte sie ihn.

„Guten Morgen Specialgirl, ja ich habe zwar noch lange auf dich gewartet, aber habe dann gut geschlafen!", sagte er grinsend.

„Entschuldige Gil, aber ich musste noch etwas fertig machen!", sagte sie schuldbewusst.

„Schon in Ordnung Sara, ich war ziemlich müde und bin auch bald eingeschlafen!", sagte er und gab ihr einen sanften Kuss.

Sie lagen noch eine Weile im Bett. Sara hatte den Kopf auf Gils Brust gelegt und döste immer wieder so vor sich hin, sie war noch immer müde. Aber Grissom ging es nicht anders, er strich Sara sanft über den Rücken und war auch nur erst so halb wach. Als beide dann noch mal eingeschlafen waren, riss sie Nessi eine Stunde später wieder aus dem Schlaf.

„Ich glaube das hat jemand das Gespür für den besonderen Tag!", grinste Sara.

„Hm ich denke sie hat einfach Sehnsucht nach Mommy und Daddy!", sagte Gil und stand auf und ging nach nebenan um Nessi zu holen.

„Guten Morgen Prinzessin, na hast du auch gut geschlafen?", fragte er sie und lächelte sie an.

Nessi stand in ihrem Bettchen und hatte die Arme zu Grissom gestreckt und brabbelte „Dada".

„Na komm Prinzessin, wir gehen mal rüber zu Mommy ins Bett!", sagte Grissom und nahm seine Tochter aus dem Bett.

Er ging mit Nessi zu Sara ins Schlafzimmer. Sofort streckte Nessi ihre Ärmchen nach Sara aus, die Nessi lachend entgegen nahm.

„Hallo Prinzessin, bist ja schon wieder richtig munter heute Morgen!", sagte Sara liebevoll zu ihrer Tochter.

Grissom kam ebenfalls wieder zurück ins Bett zu seinen zwei Ladys. Nessi krabbelte die ganze Zeit zwischen Sara und Grissom umher und Grissom machte mit Nessi wieder Unsinn. Nessi lachte vor Vergnügen, als Grissom sie immer wieder an ihren Füßchen zog, als sie wegkrabbeln wollte. Sie schaute sich immer wieder nach ihrem Daddy um, während sie krabbelte und frech grinste.

Nach einer Weile stand Sara auf, um nach unten zu gehen und Frühstück vorzubereiten. Nessi hielt nicht mehr viel von der Flasche. Sie wollte etwas „Richtiges" essen. So bekam Nessi morgens Brei zum Frühstück.

Als Grissom mit Nessi nach unten kam, hatte Sara schon den ganzen Frühstückstisch gedeckt. Sie hatten beschlossen, ihre Geschenke sich am Abend, nachdem alle gegangen waren zu geben. Außer das Schaukelpferd, dass sie für Nessi erstanden hatten. Das stand im Wohnzimmer, und als Gil seine Tochter auf die Füße stellte, betrachtete sie neugierig aus der Ferne das Schaukelpferd.

Man konnte sehen, dass es in ihrem Kopf ratterte und als Sara gerade aus der Küche kam und etwas sagen wollte, drehte sich Grissom um und legte den Finger auf seinen Mund um ihr anzudeuten sie solle ruhig sein. Sara stellte sich neben ihren Mann und beide sahen Nessi zu, die sich zu überlegen schien, ob sie sich jetzt auf den Boden setzen sollte oder einfach zu dem Geschenk laufen sollte. Allerdings schien ihr aufzufallen, dass sie nichts hatte, wo sie sich festhalten konnte. Also knickte sie ihre Knie ein und wollte sich schon fallen lassen. Sara und Grissom betrachteten das Ganze mit einem Schmunzeln auf dem Gesicht. Aber Nessi hatte wohl Ehrgeiz. Sie entschied sich dafür in Richtung Schaukelpferd zu tapsen. Etwas unsicher, aber doch zielsicher setzte sie ihren Weg fort.

„Sieh mal Honey, Nessi läuft!", sagte Sara leise und freute sich.

Grissom nahm Sara in den Arm und drückte sie leicht an sich.

„Oh wie schön, unsere Prinzessin kann laufen! Warte ich muss die Kamera holen", sagte Grissom und hatte schnell die Kamera geholt.

Grissom hatte schnell ein paar Schnappschüsse von seiner Tochter gemacht. Er selbst freute sich, dass er die ersten Schritte seiner Tochter in Bilder festhalten konnte.

Als Nessi endlich ihr Ziel erreicht hatte, strahlte sie übers ganze Gesicht. Sie drehte sich zu ihren Eltern rum und dann kam ein „Dada und Mom" von ihr.

„Ja, Prinzessin, das hast du toll gemacht!", sagte Sara und ging zu ihrer Tochter und kniete sich zu ihr und umarmte sie.

Grissom ging auch auf seine Tochter zu und stricht ihr sanft über ihren Kopf.

„Komm Nessi, jetzt frühstücken wir aber!", sagte Grissom, als er sich auch neben sie gekniet hatte.

Aber Nessi schüttelte heftig ihr braunes Lockenköpfchen und fing an auf das Schaukelpferd zu klettern. Mit der Hilfe ihrer Mum hatte Nessi es geschafft und saß nun stolz auf dem Pferd. Grissom bewegte es langsam. Sofort schlang Nessi ihre Ärmchen um den Hals des Schaukelpferdes und blickte ihren Daddy mit ihren großen blauen Augen an.

„Ganz ruhig Nessi, dein Daddy passt schon auf dich auf!", sagte er zu ihr und legte seine Hand auf ihren Rücken.

Sara hatte inzwischen die Kamera geholt und knipste Bilder von Nessi und ihrem Daddy. Dann kam sie auf die Idee ein Foto per Selbstauslöser zu machen. Sie stellte die Kamera auf den Schrank, der gegenüber dem Schaukelpferd stand, und kniete sich zu Nessi und Grissom. Grissom rutschte etwas näher ran und legte den einen Arm um Sara und den anderen um Nessi. Beide Grissom-Ladies ließen sich in seinen Arm sinken und strahlten und die ganze Familie Grissom strahlte um die Wette, als das Summen des Selbstauslösers zu hören war.

… TBC